Bauer Willi
Kommentare 45

Über Tierwohl abstimmen…

… wird derzeit in der Schweiz praktiziert. Dazu ein sehr lesenswerter Artikel der Neuen Zürcher Zeitung.

https://www.nzz.ch/schweiz/hornkuh-initiative-die-vorlage-im-ueberblick-ld.1426962#subtitle-daruber-stimmen-wir-ab

Das Besondere daran ist meiner Meinung nach nicht so sehr das Thema (Enthornung bei Kühen), sondern wie die Zeitung mit dem Thema umgeht. Es werden die Argumente von Befürwortern und Gegner sauber aufgelistet. Gleichzeitig werden die Organisationen genannt, die sich dafür oder dagegen aussprechen. So kann sich jeder Bürger mit der Vielfalt der Meinungen auseinandersetzen und sich ein eigenes Bild machen.

Es wäre wünschenswert, wenn dieses Vorgehen auch in der deutschen Medienlandschaft viele Nachahmer findet.

Euer Bauer Willi

Nachtrag:  Ergebnis der Volksbefragung vom 25.11.2018

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/schweizer-gegen-hornkuh-initiative,RAQRHBn

 

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45 Kommentare

  1. Astrid sagt

    Die Medien haben nicht nur Berichte zu bieten, übrigens viele die die Landwirtschaft bzw. Tierwirtschaft positiv darstellen. Die Medien leben auch von Werbung und die Fleisch, Milch, Käse, Joghurt, Leder … Industrie ist überall stark vertreten in den Medien mit ihrer Werbung. Tag und Nacht werden wir bombadiert mit dem was wir kaufen sollen. Jetzt zu Weihnachten ist es wieder ganz schlimm. Da wird noch hemmungsloser konsumiert und auch getötet. Und nicht zu vergessen noch mehr Leben weggeschmissen. Auch dafür sorgen die Medien nachhaltig. Somit weiß ich gar nicht was die Tierqualindustrie zu meckern hat. Die Medien sorgen doch für Absatz.

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin Astrid,wie immer, wieder so ein Beitrag von Dir wo ich mich frage was soll das?

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    • Christian Bothe sagt

      Was für ein aus dem „Märchenbuch“ hervorgekramter Sachverhalt. Sehr geehrte Astrid, wir leben nun mal in einer Konsumgesellschaft und dazu gehört auch die ausgewogene Ernährung mit Fleisch, Milch, Eiern etc. sowie die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere. Das Weihnachtsfest ist nun mal ein Höhepunkt und da werden halt mal Tiere geschlachtet und gegessen.Manchmal l e b e n die Bauern auch von der Nutztierhaltung und deren Produkte und das übrigens schon seit Jahrhunderten…Was nicht zu akzeptieren ist, ist das Verramschen hochwertig produzierter Nahrungsmittel durch den LEH.

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      • „ausgewogene Ernährung mit Fleisch, Milch, Eiern“
        Gerade zu Weihnachten sehr ausgewogen. 😆

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        • Ja, da stecken ja alle leichterverdaulichen, bzw. aufgeschlossenen Nährstoffe schon drin. Z.B. Vit. A anstatt Karottin, das Proviamin A.

          Ein Baby, Säugling lebt von Milch allein.

          Deswegen sind Milch und Eigelbe, (Nahrung für Tiersäuglinge) für Babies genau so richtig. Da sind alle Nähr- u. Mineralstoffe und Vitamine drin, ausser Vit. C.

          Die Erwachsenen mit ihrem größeren Magen brauchen mehr Balaststoffe, wie Obst und Gemüse dazu, die dann auch Mineralstoffe und Vitamine.

          Und zu Weihachten soll es an nichts mangeln, es soll allen gut gehen, das war früher vielleicht nicht normal.

          Was sollen die Gewürze in Lebkuchen alles können?

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          • Na ja, stimmt nicht so ganz. Da die wenigsten Menschen – auch U 35, 40 – wie Leistungssportler aussehen und die meisten sich gerade zu Weihnachten am wenigsten so fühlen, hier mal die Empfehlungen des Deutschen Leichtatheltikverbands, und zwar für Mischköstler (lassen sich auch locker veganisieren); lesen Sie vor allem den letzten Satz:

            Die richtige Basis-Ernährung
            Ein Baustein der sportlichen Leistung

            „…Der Basis-Speiseplan des Sportlers sollte so aussehen, dass der größte Anteil seiner Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs ist. Wer regelmäßig Reis, Kartoffeln, Teigwaren (Nudeln) und Cerealien (Getreideprodukte in unterschiedlicher Verarbeitungsart wie z. B. Brot, Müsli) isst, schafft ideale Voraussetzungen für gut gefüllte Glycogendepots. Die oben genannten Lebensmittel enthalten zudem wertvolle Mineralstoffe und Vitamine und tragen somit zur Versorgung mit lebens- und leistungsnotwendigen Wirkstoffen bei.

            Vorsicht vor versteckten Fetten!
            Beim Fettverzehr sollten Sie sich zurückhalten! Wählen Sie immer fettarme Lebensmittel (magere Fleisch- und Wurstsorten, fettarme Milchprodukte und Käsesorten), dabei Streichfett (Butter) sparsam verwenden und durch den Einsatz von spezialbeschichteten Pfannen den Einsatz von Kochfett drosseln. ….

            Wie viel Eiweiß braucht der Sportler?

            … Durch regelmäßigen Verzehr von Milch und mageren Milchprodukten, Kartoffeln, Getreide, Fisch, Ei und mageren Fleischsorten lässt sich der Eiweißbedarf qualitativ und quantitativ gut abdecken. Generell sollten Sie pflanzliche Eiweißlieferanten bevorzugen, da tierische Eiweißquellen immer von unerwünschten Stoffen wie Cholesterin, Purinen und Fetten begleitet sind.“

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            • Und wem das nicht passt, sucht ganz schnell Zuflucht beim Wohlfühl-Pollmer. Nichts ändern, Pollmer hören. Pollmer ist übrigens nicht adipös, sondern nur thermoisoliert und zahlt keine Heizkosten.

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            • Stadtmensch sagt

              @AdT, Pollmer ist doch harmlos. Der hats jedenfalls nicht nötig mit Begriffen wie „Namenstanzer“, „Rastas“, „*Schützer“, „Ninnens“ zu hantieren. Es kommen meist Fakten und die Quellen, wo ers herhat.
              Nicht so bei diversen Philosophen, die meinen bei jedem „Bewegungsbewegten“ niederste Triebe oder gröbste Dummheit ausmachen zu können.

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            • Aber tierisches Eiweiß ist für Babys wichtiger, weil leichter verdaulich, besonders das aus Milch und Eigelb.

              Für Schwerarbeiter und Spitzensportler ist es auch gut, neben der normalen Nahrung,
              für Sesselpubser und Wenigbeweger,
              da sollte man auf das magere Fleisch aus Schweinen mit dazu geeigenten Genen aus der Spezialzüchtung achten.

              Aber auch viel Obst und Gemüse dabei.
              acuh pflanzliche Nahrung aus Kartoffeln und Getreide dabei.

              War früher die Hauptnahrung und das Gemüse u. Fleisch nur die Beilage.

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            • AdT,
              das ist von kulturell von früher her so bei uns an Weihachten oder in der Weihnachtszeit.
              Und gerade an der Weihnachtszeit wir alte Tradition gepflegt.

              Und dass Babies, Spitzensportler, Kranke und Schwerstarbeiter eben einen anderen Nährwertbedarf haben als normale Menschen, dass wirst sogar du Laie ja wohl wissen.

              Früher waren die Pflanzenanteile in unserer Ernährung der größte Teil unserer Nahrung, und mich heutzutage auch noch.

              Früher 1960 gab es einen halben Teller von Kartoffel,einen Viertel Teller von Gemüse und der Platz von dem restlichen Viertel war für ein Stück Fisch, Fleisch, Wurst oder Rührei.

              Ist das heute bei den meisten nicht mehr so?

              Die Vorsicht bei versteckten Fetten ist auch unnatürlich, erst seit der Mensch sich nicht mehr bewegt und Sesselpubserberufe ausübt.
              Da muß er kalorienarm essen und das gesund schmackhafte Stück Fleisch verschmähen.

              Der Bauer hat seit dem nur noch magere Schweine mit wenig versteckten Fett zu liefern.
              Wo soll es denn sonst herkommen?
              Der Bewegungsmuffel will auch nicht viel überlegen, also ist es dem Bauern seine Sorge, wo er das viele Magere Fleisch herbekommt. Der Kunde ist ja König!
              Das Schwein hat nicht nur Muskel es hat auch Fett dazwischen und Fett da drauf.
              Früher nach dem Krieg wurde es ja geschätzt, aber seit der Mensch an Bewegungsmangel leidet?
              Deswegen muß das Schwein nach Muskelfleischanteil um gezüchtet werden, Astrid würde dazu vielleicht sogar Qualzucht sagen. Nur wegen dem Bewegungsmangel, den sich viel Menschen antun und auch für sie selber ungesund ist!

              Tierische Eiweißquellen sind für uns leichter verdaulich, aber wegen den von dir genannten Begleitstoffen.
              Bei Ölen ist es umgekehrt, da sind pflanzliche leichter verdaubar und gesunder, wegen den Fettsäuren, außer die von Fisch.

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            • Ich habe selber mein Leben lang mit Ernährung zu tun gehabt, natürlich bin ich auch darin geschult, zwar nicht so viel wie der Pollmer, aber ich zitiere ihn, wenn so jemand wie du, AdT mir nicht glaubt.
              Bist du auch geschult darin?

              Warum ist der Pollmer für dich altmodisch und will nichts ändern?
              Er deckt doch nur Ernährungsirrtümer auf.

              Glaubst du eher der Wirtschaft, bzw. Industrie und den NGOs?

              Die Natur ändert sich nicht wie unsere Mode, sie verändert sich höchsten wegen unserem Verhalten,
              aber ein Stadtmensch wie du braucht eben immer und überall Abwechslung.

              Das mit dem Cholesterin ist doch schon widerlegt, oder weißt du das noch nicht?

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            • „Ich habe selber mein Leben lang mit Ernährung zu tun gehabt“

              Inga, und Du hast es bestimmt auch sehr gut und richtig gemacht. Vieles macht man sicherlich auch intuitiv, nach Körpergefühl, richtig. Das Gedächtnis hilft schon, richtig aus den Dingen auszuwählen, die Körper und Seele kennengelernt haben. Das mag kulturell und individuell verschieden sein, aber richtig – wenn man nicht zu viel Salz, Glutamat, Süßstoff, Gewürze, Zucker und Fett verwendet, also ständig „Junk“ Food, Cola, Chips und Schokolade isst. Denn das mag die „Körperintelligenz“ mittelfristig aushebeln, und da hat Pollmer sicherlich Recht mit seinem Zusatzstoffthema.

              Schade, dass Pollmer manchmal so gehässig ist. Aber einige feiern ihn dafür, und davon lebt er schließlich.

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            • Stadtmensch sagt

              @AdT, hab gerade nochmal bei Pollmer nachgelesen. Findest du „verklärter Blick von ErnährungsbloggerInnen in die Vergangenheit“ gehässig? Für meine Begriffe ist es stilistisch ein Florett, während „thermoisolierter Wohlfühl-Pollmer“ ein Säbel ist. Oder ich habs mal wieder nicht kapiert. Der Mann ist schon immer angeeckt, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Ansonsten bist du sicher auf dem richtigen Weg mit deiner vegan-Ernährung. Seien wir froh, dass wir uns in unserem Schlaraffenland über die „richtige“ Ernährung auslassen können. China-Study hin oder her.

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            • @Stadtmensch
              Ich kann die von Dir zitierte Erklärung nicht einordnen. Ich habe mich auch nicht mit der proveganen Auslegung der China-Study beschäftigt, außer dass ich einer seriösen Quelle entnommen habe, dass da willkürrlich Korrelationen hergestellt worden sind. So einen Kappes lese ich nicht.

              Es gibt in ihrer Community anerkannte Wissenschaftler und Fachgesellschaften. Mit deren Ergebnissen habe ich mich – in Grundzügen – befasst. Pollmer, von dem ich zufällig erfahren habe, stellt sich dagegen und macht einen Heckmeck aus – zugelassenen – Zusatzstoffen der bösen Industrie. Wenn ich mal ernsthaft erkranke, gehe ich ja auch zum Schulmediziner und nicht zum Alternativmediziner, der einsam gegen die Schulmedizin und die pauschal böse Pharmaindustrie wettert.

              Meine Güte, es muss ja nicht alles richtig sein, was anerkannte Institutionen sagen. Aber warum soll der einsame Rufer Recht haben? Das kann man doch als Fachfremder gar nicht beurteilen, warum diese Blindheit für den eigenen Trugschluss? Gruselig…

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            • Will der Stadtmensch hierauf noch etwas intellektuelles Wissenschafts- und Erkenntnistheoretisches erwidern?

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      • Paulus sagt

        In einem Punkt hat Astrid nicht ganz Unrecht. Gerade vor Weihnachten überschlägt sich der LEH in den Postwurfsendungen mit der Werbung für angeblich exklusive
        Fleischprodukte. Gerade so, als ob es nach den „Festtagen“ nichts mehr zu kaufen gäbe und man sich zur besagten Zeit nicht auch ganz normal und bescheiden ernähren könne.
        Erst nach dem großen Fressen kommt die hohe Zeit gewisser Medien nach dem Motto, zurück zur Bikinifigur. Da kommt dann z.B. die magische Kohlsuppe mit diversen unangenehmen Begleiterscheinungen ins Spiel, selbstredend nach Rezepten irgendwelcher Fernsehköche. Schwachsinn von vorne bis hinten.

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        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin Paulus, das war nicht das Thema warum ich mich über Astrid aufgeregt habe! Ihre Beiträge sind soetwas von weltfremd ,da muß man Ihr einmal etwas auf die Sprünge helfen. Aber das hat Sie bisher nicht für wahr genommen und wird Sie auch weiterhin nicht tun. Sie lebt in einer ganz anderen Welt!

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        • Der Brandenburgbauer sagt

          Moin Paulus , Leute Ihres Gleichen, würden sogar wenn Sie es könnten, den Vogelflug im Herbst gen Süden verbieten. Auf dieser Reise sterben ja soviele von Ihnen , da die Reise sehr anstrengend und kräftezehrend ist. Aber die Mehrzahl überlebt dort und kommt im Frühjahr zurück.

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  2. Weerner Locher sagt

    Im Falle der Hornkuhinitiative war es für die NZZ einfach, pro und kontra sauber aufzulisten. Wenn es um grössere Themen wie Freihandel oder Markteingriffe geht, steht sie klar auf der Seite des Liberalismus. Da ist die Berichterstattung dann wesentlich weniger objektiv. Mir graut ob der noch kommenden Abstimmungen zum Thema Hilfsstoffeinsatz in der Landwirtschaft. Da brauchst du als Bauer eine dicke Haut. Die Analyse dazu von unserer BauernZeitung ist lesenswert: https://www.bauernzeitung.ch/news-archiv/2018/analyse-das-nein-zur-hornkuh-initiative

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  3. Friedrich sagt

    Ja so ist das mit unseren Medien. Ausgewogenheit findet man hier eher selten. Manche Leute reden über die „Schweizer Medien“ über das neue“ Westfernsehen“. Das sagt schon einiges über unsere Berichterstattung aus. Nur durch öffentlichen Druck ist aktuell überhaupt die Information über den UN-Megrationspakt in die Diskussion gekommen. Unsere Regierung hätte den sonst heimlich , still und leise ohne Öffentlichkeit in Marokko im Dezember unterschrieben. Ohne Einschränkungen werden die damit jetzt wohl nicht mehr durchkommen. Selbst die WAMS hat sich gestern sehr kritisch dazu geäußert. Ein Novum .

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  4. Obstbäuerin sagt

    AdT, glaubst Du wirklich, dass die Medien bei uns ausgewogen berichten, wenn es um die Streitfragen in der Landwirtschaft geht?

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    • Nein. Glaubst Du, dass Medien anderswo ausgewogen berichten, wenn es um Landwirtschaft geht?

      „Ausgewogen“ ist mir aber zu schwammig. Medien dürfen meines Erachtens ruhig Themen setzen, auch zum Leidwesen bestimmter (Berufs-)Gruppen, z.B. entgegen Gewohntem plötzlich ökologische Probleme der Landwirtschaft ansprechen. Es muss dann nur sachlich sein, dazu gehört dann auch, Interessenvertreter des betroffenen Lagers zu Wort kommen zu lassen und sie nicht schlecht dastehen zu lassen. Sachlichkeit habe ich beim Thema Glyphosat vermisst. Da waren viele „Naturgläubige“ am Werk (ähnlich ist es auch bei Thema Essen mit Zusatzstoffen, zugesetztem Zucker und Nahrungsergänzungsmitteln – ganz böse).

      Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ökologische Themen eine zu geringe Rolle in Politik und Medien spielen. Eine pflanzlich-synthetische Ernährungsweise kommt immer noch zu schlecht weg. Da ist oft Mutlosigkeit und Anbiederung beim Wähler und Leser im Spiel. Das magst Du ganz anders sehen.

      Aber das Leben besteht zum großen Teil aus anderen Menschen, auch Medien.

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      • Obstbäuerin sagt

        Bauer Willi hat doch ein gutes Beispiel von anderswo gebracht. Ob das zu verallgemeinern ist, kann ich nicht beurteilen aber ich würde solche Berichterstattung als äußerst wünschenswert ansehen.

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        • Brötchen sagt

          obstbäuerin, zu dem Thema hier kannst du mal beim Spiegel gucken. im Prinzip das gleiche dargestellt.
          was anders ist, das sind Details der Finanzierung.

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          • Brötchen sagt

            in der Schweiz ist oft èin direkter Bezug zu wirtschaftl. Auswirkungen recht transparent.
            z.b. wissen die Gemeinden genau auf den Pfennig, was was kostet.
            und da entscheiden die Leute.
            bei uns ist das alles versteckt und selbst für Spezialisten kaum noch transparent.
            das ist meines erachtens das grundübel.

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            • Obstbäuerin sagt

              Ich habs zwar nicht gefunden aber ich gehe mal davon aus, dass es in diesem Fall so ist. Das ändert aber nichts daran, wie einseitig die Medien in der Regel über strittige Fragen (Bienensterben, Bio nicht Bio, Massentierhaltung usw.) berichten. Oder durch überproportionale Berichterstattung zu einem Thema Stimmung machen.

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            • Brötchen sagt

              was die einseitige Berichterstattung betrifft, es fehlt ein korrektiv.
              das ist völlig ausser Kontrolle in alle Richtungen….Links, rechts, grün nicht grün…

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      • Da hast du ja so etwas von Recht, AdT

        Wenn das stimmt,
        „Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ökologische Themen eine zu geringe Rolle in Politik und Medien spielen.“

        dann ist es keine Wunder, es sich nur besser gebildete dafür interessieren; die sich auch wiederum um qualitative Ernährung interessieren,
        eben Klasse anstatt Masse…

        Wofür interessieren sich die Masse der Verbraucher?
        Wie reagieren Politik und Medien darauf?

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        • Aber ob der Verbraucher genügend über das

          Pro und Kontra
          von Kühen mit oder ohne Hörner

          urteilen kann?
          Ich glaube nicht, oder?

          Hier muß Aufklärung her,
          warum machen das die Bauern?

          Wirklich nur um Platz zu sparen?

          Wenn die Hörner für die Kühe genauso sinnvoll sind wie die Schnurrhaare für die Katze, dann müssen sie dran bleiben, sonst ist es Tierquälerei.
          Ist das offiziell noch nicht untersucht worden?

          Wenn sich die Kuh ohne Horn nicht wohl fühlt, dann gibt sie doch weniger Milch, oder?
          Ist das offiziell noch nicht untersucht worden?

          Also Politik sorge dafür dass von dem Verkaufspreis der Milch für den Bauern mehr übrigbleibt, dem Handel wird es schon nicht Schaden.
          Das muß er aushalten.
          Dafür muß der Bauer sich verpflichten den Kühen ihre Hörner zu lassen.

          Das können wir uns im 21igsten Jahrh. doch leisten, oder?

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          • Mausschubser sagt

            Es ging darum, was der Erhalt der Hörner dem Steuerzahler wert ist oder sein soll . Das ist etwas anderes.
            Zur Milchleistung von Kühen mit und ohne Hörner sollte es doch genügend Daten geben, nichts ist so gut untersucht, wie die Milchleistung. Ob allerdings das vorhanden sein von Hörnern bislang als Parameter erfasst wurde, weiß ich nicht.
            Warum sollte die Milch einer Kuh mit Hörnern mehr kosten, als ohne? Wenn der Handel da mehr zahlen soll ohne sie teurer verkaufen zu können, dann kauft er diese Milch nicht. So läuft Marktwirtschaft.
            Davon abgesehen gibt es auch die hornlos gezüchteten Tiere. Da ist kein Eingriff des Menschen notwendig. Was ist mit denen?

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  5. Der Aufbau, auch in Bezug auf die Gliederung, in Pro und Kontra, bot sich hier an, weil ja auch die Volksabstimmung antagonistisch zugeschnitten ist, lässt sich sonst nicht immer durchziehen. Oder will man immer Überschriften haben wie „1. Regierung, 2. AfD, 3. FDP, … 6. Kevin Kühnert sagt:“. Aber selbstverständlich werden die Positionen der Parteien auch in deutschen Medien wiedergegeben. Das ist sogar der Regelfall. Analysiert werden sie dann in Hintergrundartikeln, teilweise auch in Pro- und Kontrameinung unterteilt (oft SZ und „Zeit“). Wem da auch noch die „Welt“ zu links und pädagogisch ist, der liest den immergleichen Meinungs-Bullshit bei Achgut und Tichy.

    Natürlich bin auch nicht mit allem in deutschen Leitmedien einverstanden, z.B. haben mich Artikel aufgeregt, in denen Friedrich Merz‘ Aussage zum Asylgrundrecht falsch wiedergegeben und ihm unterstellt wurde, er sei später in Höcke- und Gauland-Manier zurückgerudert. Das lag nur daran, weil die betreffenden Journalisten sich nicht mit dem Begriff „Gesetzesvorbehalt“ auseinandergesetzt haben. Da hätten sie sich mal lieber bei einem Juristen erkundigt. 😉

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    • Aber dass eine Zeitung eine klare Wahlempfehlung abgibt, habe ich auch noch nicht gesehen. 😉

      (Der Kommentar oben ist eine Erwiderung auf Bauer Willis Kommentar zu meinem unten.)

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      • Bauer Willi sagt

        @AdT
        Schau Dir „Anne Will“ von gestern abend an. Messe mit der Stoppuhr die Rede-Anteile von Sarah Wagenknecht und die der anderen Teilnehmer. Schau Dir an, wie provokant die Moderatorin mit Meinungen umgeht, die nicht in den Mainstream passen. Selbst meiner Frau, die wesentlich entspannter ist als ich, wollte sich dieses Kindergarten-Niveau nicht mehr weiter ansehen.

        Was klare Wahlempfehlungen angeht, gebe ich Dir recht. Das wäre ja auch journalistischer Selbstmord. Ich lese häufig Artikel von Jost Maurin von der TAZ. Sage mir bitte, ob das eine unabhängige Berichterstattung ist. Gut, wer TAZ liest, erwartet die möglicherweise auch nicht…

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        • Talkshows schaue ich mir kaum noch an. Nicht mein Format. Die Stoppuhr ist aber auch nicht das richtige Mittel zur Beurteilung von Journalismus. Ich hoffe nicht, dass Frau Wills provokantes Auftreten sich darin erschöpfte, dass sie ihren Rücken durchstreckte, ihr Kinn hochreckte und einen Arm in die Hüften stemmte. Marietta Slomka wird ja vorgeworfen, sie schaue zu verurteilend in die Kamera. Gibt jedes mal Hasskommentare. Vielleicht sollte sie ihre wasserblauen hinter einer Sonnenbrille verbergen und statt mit Brust- mit piepsiger Kopfstimme sprechen.

          Natürlich sind Medien auch immer subjektiv. Kann man auch kritisieren, wenn es zu einseitig ist, aber heute ist mir Deine Medienkritik wieder zu pauschal: Die deutschen Medien können Argumente der Parteien nicht richtig wiedergeben.

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        • bauerhans sagt

          „Jost Maurin“

          schreibt natürlich unabhängig,aber in blickrichtung „BÖSER KAPITALISMUS“.

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    • Nicht alles, was auf achgut oder Tichy zu lesen ist, ist Bullshit. Auf achgut hat Keckl einen sehr lesenswerten Artikel über das „Bienensterben“ veröffentlicht. Wirklich nur bullshit zu lesen ist z.B. auf graslutscher.de. ….

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      • Alles natürlich nicht, nein, so wörtlich war es nicht zu verstehen. Gibt aber meist nur Meinungsartikel. Wider die „Meinungsdiktatur des Mainstreams“. Horrido – Joho!!

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    • Mausschubser sagt

      Man sollte sich vielleicht ein Bild über mehr als ein Medium machen. Überlegen was plausibel ist usw.

      Schön das Beispiel am Ende. Ich überlege mir immer, wenn ich ähnlich gearteten Mist erkenne, weil ich Kenntnisse über das Thema habe, was ich untergeschoben bekomme, wenn ich dem Medium Glauben schenken muß, weil ich das erforderliche Wissen nicht habe.

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  6. Liest Du sonst nur Bild und Focus, dass Du meinst, so etwas gebe es in deutschen Medien nicht?

    Im Übrigen gehört auch die NZZ zu den Leitmedien in Deutschland. Sie ist an deutschen Börsen Pflichtblatt und liegt in deutschen Unibibliotheken aus. Dürften also sogar Volontäre in Deutschland davon gehört haben.

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    • Bauer Willi sagt

      Wir haben die FAZ abonniert. Auch sonst versuche ich mir ein breites Meinungsbild zu machen. Allerdings gehört die „Bild“ nicht dazu.
      Wirklich unbeeinflusste Pro- und Contra-Darstellungen findet man in deutschen Medien selten. Auch nicht im deutschen Fernsehen. Von daher finde ich die Vorgehensweise der NZZ schon bemerkenswert.
      Übrigens ist nicht jeder Leser hier Student oder an der Börse vertreten 🙂

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