Bauer Willi
Kommentare 37

Tut sich was?

Gestern war ich auf einer Pressekonferenz von IVA (Industrieverband Agrar) und WWF  (World wildlife fund). Zwei Organisationen, die doch sehr unterschiedliche Ansichten haben, treffen sich zu einem gemeimsamen Gespräch.

Ich selber hatte Gelegenheit, über eine Stunde mit Prof. Weiger vom BUND zu reden. Das Ergebnis wird man in der Ausgabe 3/2019 von top agrar nachlesen.  Und von allen Seiten ist zu hören: es muss einen neuen Anfang geben in der Diskussion um die „richtige Landwirtschaft“. Wie sagte es Prof. Weiger: „Die Zeit der Sprachlosigkeit muss endlich vorbei sein“.

Wie ernst es die verschiedenen Umweltorganisationen mit dem Dialog meinen, wird sich auf der am Samstag stattfindenden Demonstration „Wir haben es satt“  zeigen. Darf man hoffen, dass dort die Reden in diesem Jahr etwas versöhnlicher ausfallen?

 

 

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37 Kommentare

  1. Berthold Lauer sagt

    Kopf hoch Willi!!! Mich tröstet immer der Gedanke, das es Landwirtschaft schon lange vor diesen ganzen „Experten“ gegeben hat und auch noch geben wird, wenn sich niemand mehr an sie erinnert. Und in Abwandlung eines bekanntenn Spruches: Landwirtschaft ist nicht alles, aber ohne ist alles nichts!!!

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  2. Sabine sagt

    Naja, ich hatte ja schon mal geschrieben, dass Journalisten es schwer haben.
    Katzen sind halt gnadenlos und wer um die öffentliche Aufmerksamkeit buhlt, steht halt in direkter, scharfer Konkurrenz mit der Katze an sich und kann deshalb nur verlieren.
    Es ist völlig sinnlos sich mit Themen eingehend zu beschäftigen, alle Seiten anzuhören und ausgewogene Artikel zu schreiben und zu senden. Sowas bekommt vllt. 100 Views und 50 Likes. Da findet sich kaum ein Unternehmen, was Werbung schalten will.
    Irgendwo auf der Welt steigt eine Mieze in einen Karton und zwei Millionen Menschen schauen das an und liken das. Da werden dann die Werbebanner platziert und die Katze verdient sich ein goldenes Katzenklo.
    Nun, jetzt haben die Katzen nicht damit angefangen, kann man sagen, sie ist nur drauf eingestiegen. Manche behaupten sogar, dass die Katzen ein korruptes System versuchen aufzubrechen.
    Die Katzen sind vllt. sogar – wenn nicht selber kleine Götter – zumindestens im Auftrag des Guten unterwegs.
    Denn als man noch Geld für Nachrichten ausgab, als noch die große Mehrheit der Menschen Zeitungen und Zeitschriften kauften, da war ja auch jede zweite Seite mit Werbung bedruckt und sicherlich waren die Werbenden interessiert, dass ihre Produkte, ihre Produktionsweise und ihre Sicht auf die Welt nicht von genau den Artikel angefeindet wurde, die neben ihrer Werbung abgedruckt wurden.
    Allerdings ist dieser Zusammenhang nur sehr wenigen Mitmenschen aufgefallen und wenn er mal thematisiert wurde, wurde er heftig von den Journalisten und den Verlagen abgestritten. Unabhängig wären sie, so die mit Überzeugung vorgetragene Behauptung.
    Seit jedoch das Internet verfügbar ist und die Katzen sich intensiv miteingebracht haben, sieht man es deutlich: Journalismus ist eben abhängig von Geld was Größtenteils aus der Industrie und politischen Verbänden kommt.
    Die Katzen zeigen in ihrem Videos wie wichtig es ist, das sein im Hier und Jetzt zu leben. Sie lehren uns, dass Größe oft nur eine Täuschung ist, in dem sie sich in scheinbar völlig zu kleine Kartons setzen. Und noch viel wichtiger, sie wehren sich gegen die Verzweckung des Seins durch Ideologien, den ihr handeln ist völlig spontan und zweckfrei und trotzdem wunderschön. Selbst wer diese Weisheiten nicht direkt begreifen kann, kann sich noch an ihrem Anblick ihrer Videos erfreuen und geht mit aufgehellter Stimmung wieder an die Arbeit.
    Ein Effekt, den ich von der Zeitungslektüre nicht kenne.
    Es ist einfach besser einer Katze zuzusehen, wie sie in einen Karton steigt und sich darüber Gedanken zu machen, wie einem Journalisten zu zuhören und seinen Nachrichten zu vertrauen.

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    • Stadtmensch sagt

      Hilft das wirklich? Katzenvideos? Vielleicht klappt es mit Hühnern auch. Baue gerade einen schicken Stall 😉

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      • Sabine sagt

        Ja, einfach mal Maru + Box suchen und staunen.
        Mit Hühnern klappt das auch. Hühner sind toll. Nun, sie sind nicht gerade die schlausten Vögel, aber das machen sie durch ihren Humor meist weg.
        Für welche Rasse hast Du dich entschieden?

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        • Stadtmensch sagt

          @Sabine: Bin nur zuständig für den Bau. Eigentlich Kollbecksmoor – Huhn (hilft wohl indirekt der Erhaltungszucht). Da niemand nur Hennen verkauft, wird es wohl hin und wieder ein Gemetzel geben müssen. Falls du eine bessere Idee hast, gerne via PN.
          @Inga: 6-8,

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          • Sabine sagt

            Ja… jein, oder vllt. Kollbecksmoor ist eine Gebrauchskreuzung, wo Vorwerk über Lohmanns gesetzt werden. So soll ein besser mästbares und trotzdem wirtschaftliches Legehuhn entstehen und Vorwerk als Elterntiere erhalten werden.
            Ich komme ja eigentlich aus von der klassischen Kleintierzucht-Seite, wo eigentlich die Lege- und Mastleistung nur eine von vielen Eigenschaften ist, die man betrachtet. Dann hab ich jahrelang – ich stell im Moment ja nicht aus – eh eine Rasse gezüchtet, die unter die Zierrassen einsortiert ist, wo also Gesundheit und Schönheit im Vordergrund steht, dann der Charakter kommt, danach irgendwann auch über Eier oder Fleisch gesprochen wird. Dazu hab ich auch noch eine von den Zwergrassen, die zu den zu den Gluckenweltmeistern gehören. Eine Eigenschaft, die ich für wichtig halte, die aber bei Wirtschaftsgeflügel unerwünscht ist. Hennen, die zwei bis drei Mal im Jahr auf 3 Wochen auf Eiern hockt und dann noch sechs Wochen die Kükenschar führt, kann nicht wirtschaftlich sein. Dabei frisst sich kein Tier fett (auch der Hahn nicht) und über 100 Eier schafft so eine Rasse schon aus Zeitgründen nicht.
            Anfängern würde ich übrigens grundsätzlich keine von den brutwütigen Rassen empfehlen. Für anfängergeeignet halte ich Bielefelder Kennhühner, Barnevelder, Rheinländer, Deutsche Lachshühner, Totleger oder eben auch Vorwerk. Sowas in der Richtung. Die glucken selten, haben eine für Privatleute zufriedenstellende Legeleistung und sollten sie dann doch mal Küken haben, sind die Hähne recht friedlich und geben anständige Braten. Schön sind sie auch noch und manch ein Ausstellungszüchter ist froh, wenn er die nicht ganz so schönen Tiere nicht in die Tiefkühltruhe legen muss.

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  3. Friedrich sagt

    Es ist schwierig mit Geschäftemachern auf eine Basis zu kommen. Die NGOs werden niemals auf Spenden , die Grünen niemals auf Wählerstimmen und die Angst verzichten und die Industrie niemals mit ihren Produktpreisen runtergehen. Alle wollen gewinnen und zahlen sollen das die Bauern. Eine Änderung wird erst wieder kommen wenn es mal wieder einen Crasch gibt und alle mal wieder auf den Boden der Tatsachen kommen , aber solange wird das Spiel im Wunderland weitergehen. Bis dahin wird es dauern . Jeder sollte die Zinsentwicklung in den USA im Auge haben . Wenn die kräftig steigen, dann gehts los , so jedenfalls die Meinung der Börsenleute. Danach wird es keine Gelder für die NGOs geben, weil jeder selbst sehen muß, wie er durchkommt, da dann alle Sparguthaben und viele Arbeitsplätze weg sind .

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  4. Alexander Borchert sagt

    Es geht nicht um die Landwirtschaft. Es geht um etwas ganz anderes:
    Die Menschen spüren immer mehr, dass ihr Umweltverhalten den Planeten an seine Grenzen bringt. Doch niemand will sein Verhalten aufgeben. Daher müssen die Bauern nun das eigene Öko-Gewissen ausgleichen.
    Die Bauern sind schuld…., die Bauern spritzen….., die Bauern begüllen…., usw.
    Richtigerweise müsste es heißen: ich fahre SUV mit 12 l/100km, ich fliege nach Thailand….., ich fahre 3-Mal in Kurzurlaub….., ich spare mir das Geld beim Essen ab……, ich brauche eine Landwirtschaft die billigst produziert egal wie……….
    Aber eigentlich sind wir alle Teil des Systems. Wir Bauern belasten die Umwelt immer mehr trotz der Ausgleichsversuche, die Fliegerie belastet die Umwelt immer mehr, die SUV´s werden immer mehr, der Energieverbrauch steigt ständig an usw.

    Kann mir irgendjemand sagen, wie man diesen gesamtgesellschaftlichen Dialog führen kann?

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      • Paulus sagt

        Mark,
        und trotzdem ziehen, nicht alle, aber viele Bauern mit allen möglichen dubiosen Gruppen gemeinsam durch Berlin. Das versteht doch niemand mehr!
        Solltet ihr irgendwann wie eure französischen Kollegen, auch mal etwas Eigenständisches auf die Reihe bekommen, komme ich ja gerne mit. Auf meinen Pappdeckel schreibe ich dann ganz neutral: Ich bin für den Erhalt der deutschen Landwirtschaft.
        Aber bis es soweit ist, werde ich wohl nur noch als einsamer Letzter, mit einem Rollator und in Tippelschritten hinterher schlurfen können.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Paulus,
          es gibt immer noch Bauern, die Meinen, der Staat muss nur noch BIO zulassen und dann leben sie mit einer Wirtschaftsweise längst vergangener Zeiten im Paradies.

          Dann gibt es in einer Stadt wie Berlin jede Menge Menschen, die an einem Samstag eh nicht wissen, wie sie ihre Zeit totschlagen sollen, dann gehen sie einfach zu einer Demo und drücken sich anschließend zwei Currywürste rein.

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    • Stadtmensch sagt

      Es ist schwierig. In meinen „Weltretter“-Kreisen wollen sie sog. Flyer (kleine Infoblaetter) auf super-ökologisch nachhaltigem Papier gedruckt wissen. Dabei fliegen sie mehrmals im Jahr in den Urlaub. Es ist, wie Bauer Fritz mit dem Hinweis auf https://www.facebook.com/KroymannARD/videos/green-watchers/2150828218516902/
      richtig bemerkt hatte, absurd.

      Den „Qualitätsmedien“ traue ich nun auch nicht mehr über den Weg. Sie haben den Generalstreik in Indien (200.000.000 Mill. Menschen legen das Land lahm, 8.1. bis 9.1.) komplett ausgeblendet. Bei den Kollegen (studierte Leute) ist „The Brain“ vom JungleCamp Thema. Ob sies wohl schafft usw…
      Amüsieren sich mit Fleischhauer-Kolumnen (Spon) gegen Habeck. Also ich bin kein Habeck-Fan aber das ist alles so selbstgefällig und blöd…
      Niemand kann mehr was, außer auf dem Schlauphone zu wischen – was soll nur werden…

      7+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Also jetzt bin ich doch zu Dank verpflichtet.
        Mir ist die geistreiche Sendung vom Dschungel nicht aufgefallen, nur durch Stadtmenschen in Verbindung mit Tante Google kann ich jetzt an einer Weiterbildung teilnehmen, den Städtern vielen Dank. 🙂

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      • Bauer Willi sagt

        @Stadtmensch
        War jetzt zwei Tage in Berlin. Sehr lehrreich, alleine schon die Fahrten in der S- und U-Bahn um das Spektrum der Bevölkerung mal wieder live zu erleben. Jetzt auch der Rückfahrt lese ich im Zug die Top-News von t-online.
        Wie verblödet ist unsere Gesellschaft! Das ist keine Frage, sondern eine Feststellung.

        Ach so, sehe gerade nach oben auf den Bildschirm im Gang, wo die DB schreibt: „Bahnfahren ist Umweltschutz“. Was für ein Schwachsinn. Ist es nicht. Bahnfahren ist klimaschädlich. Anderenfalls würde ich ja mit mehr Bahnfahren das Klima mehr schützen.
        Und die Internationale Grüne Woche? Für die Bevölkerung eine Fress-Messe, für die Funktionäre eine gute Gelegenheit, sich selbst zu feiern. Für alle Funktionäre, auch für die NGO´s.
        Habe heute erfahren, welche Schutzgeld-Summe der Tierschutzbund von einem großen Schlachtunternehmen bekommt. Wahnsinn!

        8+
        • bauerhans sagt

          „einem großen Schlachtunternehmen“

          Tönnies hat die klage eines landwirts am hals,der durch den WLV am vorletzten tag der einspruchsfrist gegen die erweiterung des schlachthofes,widerspruch eingelegt hat.

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  5. Ferkelhebamme sagt

    Ja, das tut sich:

    https://www.susonline.de/news/management/bocholter-landschwein-feinstaub-10157922.html?utm_source=Social&utm_medium=WhatsApp

    Dirk Nienhaus, alias Bocholter Landschwein platzt der Kragen. Zurecht.

    Wisst ihr was? Zieht mit euren grünen Politikern doch ins Regenbogen-pupsende-Einhörnerland. Aber nicht heulen, wenn es da keine App gibt, die was zu Essen generiert!
    Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr. LmaA
    (heute auch sehr emotional…)

    10+
    • Mark sagt

      Selbst die blauäugigsten Optimisten sind nur noch gefrustet. Dem pseudowissenschaftlichen medialen NGO-Wahnsinn können die paar Bauern nichts mehr entgegensetzten. Die Lieferstreikgeschichte 2008 war wohl das letzte, erfolglose Aufbäumen der Bauern. Nach und nach wird wohl der Landwirtschaft das Licht ausgedreht…daran ändert auch die scheinheile Welt der Grünen Woche mit sammt den zahlreichen Pressekonferenzen, hochdotierten Konferenzen und ausschweifenden, alkohohlgetränkten Empfängen nichts.

      11+
      • Paulus sagt

        @Mark
        und trotzdem ziehen, nicht alle, aber viele Bauern mit allen möglichen dubiosen Gruppen gemeinsam durch Berlin. Das versteht niemand mehr!
        Solltet ihr irgendwann wie eure französischen Kollegen, auch mal etwas Eigenständisches auf die Reihe bekommen, komme ich ja gerne mit. Auf meinen Pappdeckel schreibe ich dann ganz neutral: Ich bin für den Erhalt der Landwirtschaft.
        Aber bis es soweit ist, werde ich wohl nur noch als einsamer Letzter mit einem Rollator und in Tippelschritten hinterher schlurfen können.

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    • Paulus sagt

      @Ferkelhebamme, ich kann euch Bauern in diesem Punkt ja verstehen aber jetzt kommt mal wieder runter.
      NH3 reagiert unter bestimmten Voraussetzungen tatsächlich mit anderen Bestandteilen der Umgebungsluft zu Feinstaub, das ist belegt und nicht gerade eine neue Erkenntnis.
      Es betrifft übrigens auch die Ausgasungen ammoniakhaltigen Düngers auf dem Acker, genauso wie in jedem Schrebergarten.
      Die Max Planck-Studie, nach meiner Kenntnis aus Okt. 2017, also uralter Adel, passt selbstverständlich gut zur Grünen Woche um in dem Zusammenhang einen medialen Hype hervorzurufen. Für die Pseudojournalisten der öffentlich rechtlichen Verbildungsanstalten ist das natürlich ein gefundenes Fressen.
      Es gibt in diesem Zusammenhang aber auch etwas durchaus Lustiges zu berichten: Die Vegane Gesellschaft Deutschland fordert die DUH dazu auf, Klage gegen die Massentierhaltung zu erheben um sozusagen ein Fleischverbot herbeizuführen. Als Klagegrund wird die Feinstaubbelastung aufgeführt. Womit sie den friedlich vor sich hin mümmelden und genießenden Veganern wahrscheinlich meint einen Gefallen zu tun.
      Nix ist mit L.m.a.A. – darauf gönnen wir beide uns jetzt erstmal einen Dujardin. 🙂

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      • Thomas Apfel sagt

        Sollte ich nicht ganz falsch liegen, dürften diese Feinstaubpartikel mit Ammoniakgehalt sehr gut wasserlöslich sein und werden dann über die Lunge aufgenommen und im Körper zu Harnstoff umgewandelt. Bei den veranschlagten Werten dürfte die Menge aus der Luft tatsächlich eine „Luftnummer“ sein, gegenüber dem was wir ganz normal oral aufnehmen.

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        • Paulus sagt

          Wenn ich Feinstaub allein anhand der festgelegten Partikelgrößen, nicht anhand möglicher Schädlichkeit oder gar Toxizität definiere, fallen z.B. auch Pollen, Sporen und etliche andere Arten darunter. Insofern ist die Diskussion darüber weitgehend sinnfrei.
          Wenn ich z.B. im Grünen neben einem blühenden Rapsfeld wohne, kann die Feinstaubbelastung ungleich höher sein als neben einer vielbefahrenen Autobahn. Die Pelletheizung eines gewissen Bauern namens Willi, trägt wahrscheinlich mehr zur Feinstaubbelastung bei als die Ausgasungen ammoniakhaltigen organischen Düngers auf seinem Acker. Da dieses Wissen bei einer weitgehend mintbefreiten Gesellschaft nicht vorhanden ist, darf man sich über so manche Ergüsse der Medienschaffenden nicht wundern.

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          • Bauer Willi sagt

            Jetzt lass bloss meine Pelletheizung hier raus, sonst wirst du gesperrt… Delhoven hin oder her…. 🙂
            Und die Heizung ist Öko, ja. Steht wenigstens drauf… 😉
            Willi

            3+
      • Ferkelhebamme sagt

        Hicks, schon besser. Danke. Diese offensichtliche Hetze ist aber auch bald nur noch mit viel Alkohol zu ertragen. Gülle wird inzwischen äußerst emmisonsarm ausgebracht und direkt eingearbeitet, nichts mit Ausdünstungen. Und große Ställe haben schon häufig einen Filter, der NH3, Staub und Geruch aus der Abluft herausfiltert. Hat das Institut das bedacht? Wohl nicht.
        Während die Autoindustrie sich ziert wie ein kleines Mädchen, obwohl sie wissentlich betrogen hat, hat die Landwirtschaft schon längst geliefert. Leider kommuniziert das niemand, da versagt der Verband kläglich.

        4+
        • Paulus sagt

          Nur noch kurz zu euren Verbänden, dann halte ich auch die Klappe.
          Nur weil irgendwelche Medienfuzzis, die eher Selbstdarsteller als Journalisten sind, mal wieder etwas altbekanntes und vermeintlich schlaues ausgegraben haben und das zur passenden Zeit unters Volk bringen, muss man weder aus der Hose springen noch sich in selbige hineinscheißen.
          Ein paar sachlich fundierte und klarstellende Worte eurer Verbandsoberen hätten doch gereicht um das Ganze zu relativieren, bzw. das Thema zu entschärfen. Wenn sie dazu nicht im Stande sind habt ihr die falschen an der Spitze. Jetzt ist das Ding nun mal in der Welt, das Geschrei ist groß und es ist zu spät. Die Häppchen und das Getue auf der grünen Woche schienen wohl wichtiger zu sein.

          5+
  6. Thomas Apfel sagt

    Irgendwie muss man ja tatsächlich im Gespräch bleiben, auch wenn das im Moment nicht lustig ist.
    Wobei die Aussage von Prof. Weiger: „Die Zeit der Sprachlosigkeit muss endlich vorbei sein!“ schon ordentlich frech ist. In welcher Beziehung ist denn gerade der BUND sprachlos in der Hetze gen die moderne Landwirtschaft.
    Die Taktik des Beschwichtigens in Spitzengesprächen ist verbunden mit gleichzeitiger Eskalierung an der Basis ist Teil EINER Strategie und trägt zur Sprachlosigkeit der Verbände bei.
    Der Ansatz: „Wir wären ja auch gerne so gut wie die Bio´s, nur der böse Verbraucher und LEH lässt uns nicht.“ muss zwingend verlassen werden. Raus aus der Verteidigungsposition Die Position muss sein: „Wir machen das was wir machen im Grundsatz aus der Überzeugung, das es richtig ist, und weil die Zusammenhänge so, so und so sind“
    Das was Piet van Vehgel vor längerer Zeit mal geschrieben hat: „Wir müssen ein Buch an die Öffentlichkeit bringen, das die Zusammenhänge in der Landwirtschaft allgemeinverständlich unter die Leute bringt“ muss als eine der nächsten Hautaufgaben der Bauernverbände angegangen werden.

    12+
  7. Der Monitor- Beitrag von gestern Abend schafft natürlich beste Voraussetzungen für einen guten Dialog…
    Armes Deutschland…
    BAUER Willi, wir brauchen dich in der Politik und als Vertreter der Landwirtschaft in Deutschland. Der Bauernverband ist nicht mehr in der Lage uns in der Öffentlichkeit gut zu vertreten.
    Man muss immer mehr zweifeln an der Objektivität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, auch gerade nach der Zoom Sendung über Homöopathie von Vorgestern.
    Wir Landwirte sollten wirklich mal über einen Lieferstopp über mehrere Wochen nachdenken um die Wertschöpfung unserer Produkte mal wieder zu steigern, denn so macht’s wirklich keinen Spaß mehr…
    Grüße vom Börncheshof

    12+
    • Bauer Willi sagt

      Dazu sage ich jetzt nix. War heute einige Zeit in Halle 3 auf der IGW….Bin immer noch frustriert….Ich mag bald nicht mehr…

      1+
        • Bauer Willi sagt

          @Eckehard
          Ich denke, dass wird ein eigener Artikel. Ich muss meine Gedanken noch sortieren.
          Ich habe den „Einzug der Gladiatoren“ erlebt, mit Hogan, Klöckner, Rukwied, Müller (Berliner Bürgermeister) u.a. und frage mich, was ich aus deren Botschaften für mich mitnehme. Aber wahrscheinlich lebt jeder so in seiner Blase und bekommt die Realitäten nicht mehr so richtig mit. Ich möglicherweise auch. Wie gesagt, ich denke noch…

          1+
    • Inga sagt

      Am Besten

      mit den 16 jährigen Schülern, die jeden Freitag wegen der Umwelt „Fridays for Future“ demonstrieren,
      solidarisieren!

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