Bauer Willi
Kommentare 2

Starkregen…

In der Nacht vom 7. auf den 8. September hat es bei uns am Hof 6 mm geregnet. Für den frisch gesäten Raps war das eine gute Sache. Am 8. September abends, kurz nach Sonnenuntergang wurden wir von einer Regenzelle überrascht. Sie schoss innerhalb kurzer Zeit in die Höhe und blieb rund eine halbe Stunde nahezu ortsfest über unserem Dorf um sich dann aufzulösen. Sie brachte in dieser Zeit weitere 32 mm., machte uns aber etwas Angst, weil der Entwässerungsgraben gegenüber vom Hoftor schnell randvoll war und drohte überzulaufen. Auch der vorbeifließende Bach stieg schnell an, sein Pegel sank aber ebenso schnell.

Ab Mitternacht (9.9.) gab es heftigen Starkregen, der bis morgens 6:00 Uhr rund 50 mm brachte. Mehr fasst auch unser Regenmesser nicht. Von 6:00 Uhr morgens bis zum Abend fielen nochmals  28 mm, in der Summe also 116 mm. Im September sind es jetzt 144 mm. (Übrigens: Bedburg ist Luftlinie etwa 5 km entfernt) 

Da wir das Regenwasser im ehemaligen Güllekeller auffangen können und ich dafür einen Pegelstab habe, weiß ich, dass es an unserem Standort mehr war als am 14./15. Juli 2021 zum Zeitpunkt des Ahr-Hochwasser. Ich habe am Stab eine Markierung, von der ich geglaubt hatte, dass sie den Rekord darstellen würde.

Wenn ich hier Bilder von überschwemmten Feldern zeige, so muss ich doch sagen, dass ich überrascht bin, wie gut der Boden das viele Wasser weggesteckt hat. Dass es in den Senken zusammenläuft, ist normal und ist nicht auf Anbaufehler zurückzuführen. Diese Regenmengen kann einfach kein Boden wegstecken.

Alles in allem möchte ich die Situation mit einem rheinischen Spruch zusammenfassen: „Et hätt noch immer jot jejange“ (Es ist noch immer gut verlaufen).

Auf dem Bild oben seht ihr eine unserer Rapsparzellen, die wir am 2.9 gesät haben. Die ersten Keimlinge standen schon vor dem Regen in der Reihe. An das Streuen von Schneckenkorn ist vorerst nicht zu denken. Wie sich die Herbizid-Vorauflaufbehandlung (Butisan Gold) auf den Feldaufgang auswirken wird, bleibt auch abzuwarten.

Am 15. September beginnt die Zuckerrüben-Kampagne. Die Befürchtung, dass die Zuckerrüben bei der Ernte wegen zu trockenem Boden abbrechen könnten, ist nun haben wir nun nicht mehr.

So hat doch alles auch sein Gutes.

(Aufrufe 3.860 gesamt, 1 heute)

2 Kommentare

  1. Alfons Nünning sagt

    Hier nördlich von Magdeburg 12 l in den letzten 6 Wochen.Gestern 70 ha zu Heu gepresst, top Qualität.

    7
  2. Frikadellen piet 46 sagt

    Guten Morgen der Regen macht was er will. Das ist mit der Politik! Ein guter Bauer hat aber gelernt damit fertig zu werden. Den Boden behandelt er in der Regel sehr pfleglich, das heißt er muss mit viel Regen aber auch Trockenheit klarkommen. Das ist nicht immer sehr einfach da z.B der Regen der bei Willi gefallen ist extrem stark war. Das Willi eine Lösung finden wird, ich hoffe auch alle anderen Bauern!

    15

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert