Bauer Willi
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Die landwirtschaftlichen Erträge in 2050

Sie haben natürlich völlig recht, dass es utopisch ist, die landwirtschaftlichen Erträge im Jahr 2050 vorherzusagen. Dennoch hat dies eine Gruppe von Wissenschaftler empirisch berechnet und in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht. Im Wesentlichen geht es darum, vorherzusagen, wieviel Kalorien der Menschheit zur Verfügung stehen und ob mit Hunger zu rechnen ist. Hier die Originalstudie:

https://www.nature.com/articles/s41586-025-09085-w

Die Studie wird in folgendem Artikel kritisiert. Der Autor ist Wissenschaftsjournalist.

https://www.achgut.com/artikel/hunger_wegen_des_klimawandels_alarmismus_pur

Mir stellt sich die Frage, wem eine solche Studie, die ja sehr hypothetisch ist, nützt? Was ja nie berücksichtigt wird, ist der Erfindungsreichtum des Menschen, der sich in den Jahrtausenden seiner Existenz stets auf sich wechselnde Bedingungen eingestellt hat.

Ebenso nicht berücksichtigt werden aber auch Einflüsse wie neue Krankheiten und neue Schädlinge. Ich hatte schon über Glasflügelzikade und Japankäfer berichtet.

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33 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Der Kreuzzug von Markus Söder gegen alle pflanzlichen Lebensmittel zeigt eine beeindruckende Wirkung. Während die Preise für Getreide auf einem historischen Tiefstand sind, feiern Milch und Schlachtvieh nie gekannte Preishochstände.
    Für die Milch bekomme ich von der Andechser Molkerei zur Zeit über 70 Cent pro Liter. Vor ein paar Tagen habe ich die Abrechnung für drei Schlachtkalbinnen bekommen. Die Schwerste hatte 398 kg Schlachtgewicht, bei einen KiloPreis von 7,20€ bekam ich mit MWSt über 3000€ für eine Kalbin.
    Für das letzte verkaufte Fleckvieh-Bullenkalb bekam ich bei 88 kg über 1400 € !
    Die Besserwisser hier werden sagen, das liegt nicht an Markus Söder sondern an der Blauzungenkrankheit. Aber wer will wissen, was in den nächsten 25 Jahren noch für Seuchen kommen oder was Söder in den nächsten 25 Jahren noch so alles einfällt…

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    • Die nächste Seuche ist Mercosur. Dann gibt’s wieder normale Gutschriften, die Getreidepreise bleiben niedrig und die Kosten werden weiter steigen. Wird spannend…

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  2. Limes sagt

    in der Studie heisst es: „Es ist bekannt, dass Veränderungen des Klimas die Verteilung des Wetters auf dem ganzen Planeten verändern werden und dass biophysikalische Prozesse in landwirtschaftlichen Systemen reagieren werden. Das Ausmaß, in dem die Menschen auf der ganzen Welt ihre landwirtschaftlichen Praktiken als Reaktion auf diese Veränderungen effektiv anpassen werden, bleibt jedoch unbekannt ,. Aus diesem Grund waren die bestehenden globalen Prognosen nicht in der Lage, die Annahmeraten und die Wirksamkeit der Erzeugeranpassungen zu berücksichtigen, und es bleibt ungelöst, ob die kompensatorischen Antworten der Produzenten wahrscheinlich die Herausforderungen des Klimawandels bewältigen werden.“
    Geht man davon aus das die Erzeuger = Landwirte wie in der Vergangenheit auf Veränderungen z.B auch des Klimas reagieren bzw reagieren können falls sie nicht von gesellschaftlichen Bewegungen ausgebremst und in ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden, können wir optimistisch in die Zukunft schauen denn, folgende wesentlichen Veränderungen haben Landwirte in D in den letzten Jahrzehnten umgesetzt um die Lebensmittelvesogung zu sichern. Einige Bsp:
    – Einführung von an den jeweiligen Standort bzw Wetter angepasste Mais Hybrid Linien. 1960 nahezu unbekannter Exot – 1975 ca 0,5 Mio ha (überwiegend wärmere Gegenden in D) – heute ca 2,5 Mio ha erfolgreich in allen Regionen
    – Ausdehnung Anbau von Winterraps als Öl und Eiweiss Lieferant ermöglicht durch neue Sorten (Doppel Null), Pflanzenschutz…. 1970er ca 2% der Ackerfläche- heute mehr als 1 Mio ha (10% Ackerfläche)
    – Seit ca 10 Jahren Soja Anbau in geeigneten Regionen von Null auf 40.000 ha, alle Leguminosen zusammen verdreifacht auf 300.000 ha in den letzten 15 Jahren
    – Hartweizen/Durum Anbau in D in geeigneten Regionen
    Sollten die ackerbaulichen Massnahmen nicht reichen dann halt wieder mehr Schweine mit Eichelmast im Wald und auch Bucheckern kann man vermahlen.
    Bleiben wir optimistisch und kreativ dann werden wir auch in Zukunft satt.

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  3. Klemens MINN sagt

    einfach mal 25 Jahre zurück schauen und bewerten was sich wie verändert hat.
    Wenn man sich absichern will, eine weitere Periode hinzu nehmen.
    Ich stelle mir dann die Frage warum die Veränderungsrate sich verändern soll.
    Ok wenn man dann die Periode 1950 bis 1975 betrachtet, fällt der Punkt Pflanzenschutz auf.

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  4. Elvira sagt

    Der Mensch war in Notzeiten schon immer anpassungsfähig und kreativ. Auch wenn hier in Europa diese Eigenschaften sinken, wir sind ja nicht die Welt.
    Wären die privaten Verhältnisse noch so wie in den 50/60ern, die Landwirtschaft jedoch auf dem Stand von heute, hätten wir massenhaft Überproduktion in Europa.
    Natürlich brachte der Gemüsegarten nicht genügend Kalorien, aber dazu hatte man auch Kleinvieh und gegebenenfalls noch 1-2 Schweine.
    Würden Nahrungsengpässe in EU/DE wiederkehren, würden Rasenflächen auch bald wieder in Gemüsegärten umgewandelt. Was nicht schnell möglich wäre, sind die Obstbäume die es früher überall gab.
    Ich mache mir gewiss über vieles Gedanken und Sorgen, aber nicht über Hunger – in Friedenszeiten.

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    • Didier Terver sagt

      Sorry, wir sind mitten im Krieg. Nur dass die Kampfhandlungen nicht vor deiner Haustür stattfinden.

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      • Peter sagt

        Sorry, ich bin nicht im Krieg. Meine Haustür musste nicht am Hindukusch verteidigt werden und was die Durchgeknallten östlich von Kiew treiben, wird mir nur gefiltert und verzerrt präsentiert. Die repräsentative Demokratie ist keine mehr, wenn dieser Irrsinn unterstützt wird. Mein Wille wird damit nicht abgebildet.

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      • Elvira sagt

        Sie scheinen tieferliegende Probleme zu haben. Es gibt bestimmt auch für sie Hilfe. Schönen Tag.

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        • Didier Terver sagt

          Wenn die Argumente ausbleiben, wird’s persönlich, oder wie?

          Deine Regierung zahlt für Waffen in einem Kriegssgebiet. Mit deinen Steuergeldern. Oder, wenn du keine Steuern zahlst, und somit ein Sozialfall bist, mit Geld was von deinen Leistungen abgezogen wird. (Gilt auch für den Peter).

          Deine Regierung, auch wenn du die nicht gewählt hast (ist so in unserer Demokratie), hat sich klar bekannt für die Seite Kiews.
          Für mich kämpfen die Ukrainer ganz klar auch dafür, dass wir keine PutinRussische Zustände hier bekommen.

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          • Peter sagt

            Du beschreibst damit nur, dass wir uns eben nicht mehr in einer Demokratie befinden. Vielmehr ist die aktuelle Situation eine Kapital-, Parteien- und Justiz-Diktatur. Ein weiterer Fehler ist (hast du brav gelernt…), dass der Konflikt als Putin vs. Ukraine dargestellt wird. Sollen doch der „Rote Zar“ und der „Blau-Gelbe Komiker“ in den Ring steigen und sich gegenseitig die Schädel einschlagen. Ansonsten ist alles viel komplizierter. Unsere Regierung sollte sich bitte um Deutschland kümmern! …ganz große Baustelle!

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  5. Ludwig sagt

    Mit diesen Studien werden Leute beschäftigt , die sonst nichts zu tun haben. Verlorenes un d
    rausgeschmissenes Geld und das passiert überall. Unsere Politik in Brüssel und Berlin macht so etwas ständig. Neulich ist ja wohl heraus gekommen , daß Brüssel in den letzten vier Jahren rd. 17 Mrd. Euro an die NGOs verteilt hat. Einen legalen Auftrag von Parlament und den EU-Ländern gab es dazu nicht. Diese ungwählte Kommission führt sich ja schon fast wie eine Diktatur oder ein Fürstentum auf und versucht ja sogar Regierungen , wie z.B. in Rumänien zu beeinflussen. Genauso mit der Klimawende oder CO2-Neutralität wird eine Ideologie verfolgt , die unser ganzes Gemeinwesen um den Wohlstand bringt. So habe ich einmal überschlagen was diese Politik auf eine Tonne Weißzucker kostet. Höhere Energie ,
    Investitionen, Nachaltigkeitsnachweise, Verschmutzungsrechtekauf, usw. . Da bin ich auf mind. 50 Euro/to Weißzucker gekommen. Bei 12 to/ha sind das rd. 600 Euro/ha zzgl. der angepeilte Einsatz von CO2freien Dünger noch einmal mit geschätzt 300 Euro/ha. Dann sind wir dann schon bei fast 1000 Euro/ha die sich auf die Zuckerwirtschaft und Bauern verteilen. Wenn man diese Politik auf unser Land ansetzt , dann kostet uns diese Sache einige Billionen .Ein Wunder , daß bei dieser Volkswirtschaftsschädigung keine Leute dagegen mobil machen außer uns Bauern , denn wir waren mit unsere DEMOS aktiv und wo bleibt der Rest ?

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    • Didier Terver sagt

      Also Ludwig, wenn es so teuer ist, warum pflanzt du denn Zuckerrüben.
      Die Bauern haben die Macht. Wenn sie zusammen halten, ist Sense.
      Aber den Schneid haben die nicht.

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      • Bauer Willi sagt

        @Didier Terver
        Was sollten „die Bauern“ tun? 2019 gab es Bauernproteste. Und? Der Effekt war relativ gering.

        Wie sagte neulich ein Bekannter: Die Situation lässt sich nur auf zwei Wegen verändern: durch Krieg oder durch Revolution. Was ist Ihnen lieber?

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  6. Sonja Dengler sagt

    Wem diese „Studie“ nutzt und wer sie bezahlt hat? Na, denen, die the Great Reset wollen und ihn durchzusetzen versuchen….
    Man könnte hier sagen: „verhaften Sie die üblichen Verdächtigen“ (habe ich mal in einem Comic-Krimi gehört)

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    • Reinhard Seevers sagt

      Auszug:…“Inwieweit die Menschen auf der ganzen Welt ihre landwirtschaftlichen Praktiken als Reaktion auf diese Veränderungen effektiv anpassen werden, ist jedoch unbekannt2,3,8,9. Aus diesem Grund waren die bestehenden globalen Prognosen nicht in der Lage, die Akzeptanzraten und die Wirksamkeit der Anpassungen der Erzeuger zu berücksichtigen7,8,18 kg Und es bleibt ungeklärt, ob die kompensatorischen Reaktionen der Erzeuger geeignet sind, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen4,19 kg.“

      Der gesamte Text ist doch im Konjunktiv geschrieben…alles heiße Luft, um Regierungen zu puschen, Geld für Weltrettung zur Verfügung zu stellen. Für Projekte, die nicht verifiziert oder Datenbasiert sind. Luftpumpe.

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  7. Gordina Scholz sagt

    Lieber Bauer Willi,
    mein Mann hat jeden Tag aufmerksam Ihren Newsletter verfolgt und ihn sehr geschätzt.
    Er ist letzte Woche gestorben.
    Deshalb möchte ich Ihren Newsletter abmelden.
    Vielen Dank und beste Grüße
    Gordina

    • Bauer Willi sagt

      @Liebe Frau Scholz, liebe Gordina

      Mein herzliches Beileid. Ich weiß gar nicht, wie man den Newsletter abbestellt. Ich denke aber, dass Sie das sogar selber machen können. Weiß das jemand hier im Blog?

    • Bergamasca sagt

      Liebe Frau Scholz,
      Meine aufrichtige Anteilnahme.

      Um sich abzumelden, gehen Sie folgendermaßen vor:
      Öffnen Sie eine der E-Mails, die Sie erhalten, wenn ein neuer Blog-Beitrag veröffentlicht wird. Dort finden Sie ganz unten den Link „Austragen“.
      Wenn Sie darauf klicken, werden Sie zu einer Webseite geführt mit dem Titel „Wollen Sie sich wirklich abmelden?“. Dort klicken Sie dann auf „Yes, unsubscribe me“. Damit sind Sie abgemeldet.

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  8. Kemetbauer sagt

    Wir wissen nicht, welche Nahrung wir in 2050 präferieren. Wir wissen nicht, unter welchen klimatischen Bedingungen wir hier in 2025 leben und evtl. arbeiten werden. Wir wissen auch nicht, wie viele wir in 2025 noch sind. Wie viele Kriege haben zwischenzeitlich stattgefunden und wie groß ist dann noch die Weltbevölkerung? Sollte das Recycling weiter vorangetrieben werden, könnten durchaus Gedanken an Soylent Green aufkommen. Ein Trost bleibt dennoch. Der dystopische Roman verortete die in ihn beschriebenen Zustände auf dass Jahr 2022. Das haben wir schon mal geschafft. Vielleicht ist es ja in 2025 so weit? Dann könnten der überlebenden Weltbevölkerung die vielen „Dicken“ sehr zum Vorteil gereichen.
    btw: Die Landwirtschaft wurde immer in Generationen gedacht und Generationen übergreifend geplant. Das fällt heute schwer.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Staatliche Stellen markierten innerhalb eines nachweislichen Trockenhotspots hierzulande ausschließliche Erntewunder in 2025. – Willi, es geht voran!

    Wer hegt dabei überhaupt noch irgendwelche Zukunftsängste!? Wer ein Ernteniveau erreichen kann, nachweislich nicht innerhalb unserer Sahnehäubchen-Standorte, der ist doch mit einem Erzeugerpreisniveau von 10,00-15,00 Eurönchen für die jeweiligen Einzelprodukte bestens bedient.

    Dabei dürfen wir nicht die parallel notleidende Agrarindustrie vergessen; natürlich müssen deren Produktionshilfsmittel im Preistableau bei einer derartigen bäuerlichen Erfolgsstory rasant nach oben angepasst werden.

    Schlussendlich wäre es nicht gerecht, wenn der ganze Reibach in geheimen Geldkellern auf unseren Höfen gebunkert wird.

    Bauern waren schon immer sehr sozial eingenordet – das muss auch forthin so bleiben!!!

    (Wer nun meint, hier ein gerüttelt Maß an Sakasmus herausgehört zu haben, darf nun selbst entscheiden, ob dem so ist, wenn er nach dem Geldzählen aus seinem höfischen Geldkämmerchen an den Frühstückstisch zurückgekehrt ist… 😉 )

    Unsere unterhaltsamste Übung MUSS(!) darin zu erkennen sein, uns kreativ unser zukünftiges ICH vorstellen zu wollen! – Also voller Elan mit Vollgas voran; …zumindest so lange bis es gehörig kracht. Stets mit dem eingefroren wonnigen Lächeln im Gesicht…

    In der ersten Jahreshälfte haben wir neuerlich mehr Strom aus Kohle und anderen fossilen Energieträgern produziert, ein Hoch also auf das Voranschreiten des Klimawandels und damit einhergehend noch höheren Erträgen auf unseren Äckern!!! 😉

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  10. Rößle Rudolf sagt

    Ich glaube das größte Problem dass wir zur Zeit haben ist, das alle Großmächte wieder groß sein möchten. Auf der anderen Seite haben wir Bürgerkriege und zunehmend religiöse Feindschaften. Das wird sicher das Land Volk betreffen. Zudem wird es darauf ankommen, wer mit wem sichere Handelsabkommen abschließen kann und wird.

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  11. Ex-Baumschuler sagt

    Übrigens, guckt mal numerisch auf das Datum: 9.9.2025

    2+0+2+5 ist in der Quersumme 9, und das ist dann im Datum dreimal die 9.
    Noch einmal die Quersumme 9+9+9 = 27.
    2+7: wieder die 9.

    Ich dachte, geeignete Zeiten dazu seien entweder die Nullen – 0:00 Uhr – oder idealerweise die kanonische 3-6-9 – also morgen früh um 6:39 Uhr (anders passt es nicht).

    – Und zwar ist es numerologisch so, dass die 9 die höchste Ebene ist, genauso wie die Null. Sie nullt alles, ist aber gleichzeitig das Höchste.

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