Bauer Willi
Kommentare 61

Stadt trifft Land – Ein Dialog!?

Dieser Gastbeitrag ist von Elisabeth aus Österreich. Aber vielleicht auch typisch für andere Länder.

Ich dachte immer, als weitgehend biologisch arbeitende Hobbybäuerin mit einer kleinen Schafherde würde ich urbanen Idealvorstellungen von Landwirtschaft entsprechen und sei gegen Angriffe von Städtern gefeit. Weit gefehlt!

Kürzlich wurde ich von einem älteren Herrn aus der Wiener Oberschicht beschimpft, der sich schon vor einigen Jahren in der Pension hier angesiedelt hat. Schon der Begriff “Nutztier” sei für ihn ein Reizwort, er könne überhaupt nicht verstehen, wie man es zusammenbringt, solche Tiere zu schlachten. Ich habe entgegnet, dass 40% der Agrarfläche der Welt sich ausschließlich für Viehzucht eignet, und wir bald 8 Milliarden Menschen zu versorgen haben. Auch Österreichs Agrarfläche bestehe zu einem Drittel aus Almen und zu einem weiteren Drittel aus Dauergrünland. Das nahm er zähneknirschend zur Kenntnis.

„Aber dann muss der Staat endlich für eine Ausbildung sorgen, wie man als Bauer Tiere richtig zu halten hat, denn so wie es jetzt ist, so kann es nicht weiter gehen“, sagte er, “Und das sag ich Ihnen jetzt ins Gesicht: es gibt zwei Wirtschaftszweige, die durch und durch kriminell sind: das Immobilienwesen und die Landwirtschaft. Schauen Sie sich an, was diese Großbauern an Förderungen kassieren. Alles Kriminelle!” Ich gab ihm so weit recht, dass die Förderungen ungerecht verteilt werden.

Dann fragte ich ihn, ob er wisse, dass Österreich mittlerweile landwirtschaftlich nicht mehr autark ist. “Das kommt davon, dass die gierigen Bauern die Bewirtschaftung aufgeben, sobald eine Fläche nicht bequem zu bearbeiten ist”, meinte er. Ich wies ihn darauf hin, dass ich zu den unzähligen Klein- und Hobbybauern dieser Gegend gehöre, welche diese Flächen sehr wohl noch bewirtschaften; dass das Durchschnittseinkommen aller Bauern Österreichs zusammen trotz der reichen Großbauern unter dem Medianeinkommen liegt; dass ich mehr Ausgaben als Einnahmen habe, die tägliche Arbeit nicht mitgerechnet; und dass die Selbstversorgung Österreichs noch viel geringer wäre, wenn unsereiner nicht noch aus Idealismus weitermachen würde. “Ja weil es so viel Gesindel gibt in diesem Land, welches alles billig haben will”, sagte der Reiche.

“Und noch schlimmer als die Bauern sind die Jäger, die behandle ich mittlerweile wie nicht existent, alles vertrottelte Analphabeten”, schnitt er das nächste Thema an. Wir waren uns einig, dass  Jagdtourismus als reine vergnügliche Freizeitbeschäftigung ohne Verantwortung etwas Perverses hat. “Aber wovon soll der ortsansässige Jäger leben, der Verantwortung trägt für sein Revier, Abschusspläne erfüllen, und für Wildschäden aufkommen muss, aber für Wildfleisch viel zu wenig Geld bekommt? Können Sie verstehen, dass man da auf die Idee kommt, mit den Jagdgästen Geld zu verdienen?” fragte ich. “Für die Jagdpächter ist das doch ein Hobby! Wenn sie das Geld nicht haben, sollen sie es bleiben lassen”,  war seine Lösung. “Und wer soll dann die Verantwortung tragen, Abschusspläne erfüllen und Wildschäden hintanhalten?”, fragte ich. “Der Wolf!” war die erwartete Antwort.

Ob er wisse, dass der WWF eine Vereinigung ehemaliger Großwildjäger ist und den Wolf unter anderem im Sinne einer zukünftigen Trophäenjagd gerne sich hier ausbreiten sieht? Da gab er mir gleich recht und nahm den Wolf als Problemlöser wieder zurück. „Wir brauchen ein Planquadrat aus Revieren, und für jedes Revier einen staatlich geprüften und angestellten Jäger und Förster, der zuerst einmal ordentlich ausgebildet wird“, meinte er. Woher das Geld kommen soll? Von den Banken. Nun, ich bin auch gegen den Finanzkapitalismus. Aber was der Staat mittlerweile alles finanzieren soll, das geht sich bestimmt nicht aus. „Außerdem ist das Image von Bauern und Jägern so schlecht, dass es überhaupt nicht mehr genug junge Leute gibt, die bereit sind, diese Betriebe zu übernehmen“, sagte ich. “Recht haben sie, die jungen Leute! Und wenn ich Ihnen jetzt noch alles sage, was ich da zu sagen habe, dann verliere ich noch die Beherrschung”, antwortete er, stieg ins Auto und fuhr nach Hause.
Da blieb ich etwas waidwund zurück.

(Aufrufe 2.005 gesamt, 1 heute)
7

61 Kommentare

  1. Elisabeth, solche “ Dialoge“ kennen ich eher mit Leuten, die noch jünger sind. Die ganz bewusst aus einer grünen Lebenseinstellung heraus auf Land ziehen und da dann erstmal der Altbevölkerung die Welt erklären.
    Dass aber bereits deine Art der Landwirtschaft der Aufhänger für „Kritik“ ist, ist in der Tat erstaunlich.
    Wie kommst du darauf, dass der „Herr“ aus der Wiener Oberschicht stammt. ?
    Dem Dialog nach sehe ich da eher den Typ , den Paulus skizziert hat. Ehemaliger Lehrer…. oder ähnliches.

    0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Ich weiß nicht genau, das dieser Herr gearbeitet hat, es war jedenfalls ein Wirtschaftsjob. Seiner Lebensweise nach zu schließen. hat er nicht wenig Geld. Und er und seine Frau treiben sich vor allem im Kulturbereich herum. Dort habe ich sie als Musikerin zum ersten mal getroffen. Als ich von meiner landwirtschaftlichen Tätigkeit erzählte, waren sie enttäuscht.

      0
  2. Paulus sagt

    Elisabeth Ertl, es ist wohl so wie Bauerhans es w.u. schon sagte. Eine Diskussion mit solchen Leuten ist vergebliche Mühe, oder auch vertane Zeit.
    Ein Beispiel kann ich als Jäger aus einem kleinen Dorf in der Eifel liefern. Ein verkniffener frühpensionierter Lehrer und Nabu-Aktivist, den die beiden Bauern dort übrigens so gerne hatten wie Bauchweh, war ein erklärter Gegner der Jagd. Der brachte es tatsächlich fertig uns Pächter als Mörder und wer weiß was alles zu bezeichnen, um uns kurze Zeit später vorzuwerfen wir würden nicht genug schießen! Damit machte er uns auch noch für das Waldsterben infolge von Verbiss und Schälschäden verantwortlich. In Wahrheit waren die Wildschäden als marginal anzusehen. Und wie konnte anders sein? Die Lösung aller Probleme war nach seiner Auffassung der Wolf. Solche Leute hört man sich der Höflichkeit halber geduldig an …

    Den Jagdtourismus sehe ich übrigens auch eher skeptisch. In solchen Revieren werden mehr oder weniger Trophäenträger herangezüchtet, nur damit die Produkte des Begehrens später als Staubfänger an der Wand landen. Das entspricht nicht meiner Auffassung von Jagd.

    1
    • Paulus sagt

      Diese impertinente Person war übrigens täglich nebst zwei Rottweilern im Wald unterwegs, ausgerechnet zu den morgendlichen und abendlichen Ansitzen. Glaubt mal nicht das der zur Seite getreten ist wenn man mit Auto kam. Nein, er ging betont langsam auf der Mitte des Weges um seine Macht, meinetwegen auch die Ohnmacht des Klassenfeindes zu demonstrieren. Es ahnt gar keiner wie ich diese Typen gefressen habe.

      3
      • firedragon sagt

        Doch Paulus, Typen, die man „gefressen hat“, gibt es überall. Aber ich entnehme Deiner Erzählung, dass Du Dich im Griff hast, wenn man bedenkt, was Du mit Dir führst…😇

        0
        • Ostbauer sagt

          Also als Waffenträger musst du gaaaanz, gaaaanz vorsichtig sein!! So schnell kannst du gar nicht gucken, da hast du ne Klage am Hals.
          Klärt sich zwar meistens auf, aber den Stress hat der Jäger und dauert elendig lange.

          1
          • firedragon sagt

            Bei uns werden die Jäger ebenfalls geärgert. Nicht indem man langsam vor ihnen herumschlendert, das machen Passanten eher vor den Traktoren, nein bei uns wandern die lautstark grölend bei Mondenschein durchs Feld, beschädigen die Hochsitze und lassen ihre Hunde mit Leuchthalsbändern rumlaufen. Da kann die Jägerschaft auch wieder zusammen packen und braucht die nächsten zwei Nächte auch nicht mehr raus.
            Der Förster beklagt dann aber starken Verbiss der Jungbäume und bittet um Abschuss.
            Überall die gleiche Unvernunft, deshalb Hut ab, dass ihr Jäger da noch so ruhig bleibt.

            0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Paulus, mir gefällt dein Kommentar insofern gut, als er die Kommunikation zwischen Bauer/Jäger und nicht landwirtschaftlicher Person zum Inhalt hat. Viele hier diskutieren wieder untereinander über Fachliches. Das ist zwar legitim, aber passt letztendlich nicht zur Überschrift „Dialog“.
      Ich habe einmal einen guten Tipp zur Kommunikation mit aggressiven Gegnern gelesen. Man möge sich vergegenwärtigen, dass der Kern der eigenen Person unverletzbar ist. Dann hat man die Distanz, auf Angriffe so zu reagieren, als ob sie eine dritte Person treffen würden, über die man sich als Freunde unterhält. Da wählt man zur Verteidigung ja auch in diplomatischer Weise nur sachliche Argumente, die das Gegenüber persönlich nicht verletzen. Das garantiert zwar beim Gegenübe kein Umdenken, aber die Chance besteht dann durchaus.

      0
      • firedragon sagt

        Frau Ertl, ich hatte mich zu Beginn gefragt, als ich Ihren Text las, was Sie mit Ihrem Beitrag bezwecken.
        Sie wünschen, dass LW über Geschehnisse mit nichtLW schreiben, also untreinander „sprechen“ sollen wir gar nicht. Quasi Kummerkasten oder so?

        0
        • Elisabeth Ertl sagt

          1) Ich hatte das einmal als Kommentar geschrieben gehabt, und Bauer Willi hat mich gebeten, es für einen Artikel zur Verfügung zu stellen.
          2) Willis Motto lautet: Es ist ein Fehler, nichts zu tun, weil man nur wenig tun kann. Tu was du kannst.
          In diesem Sinn soll es ein Beispiel sein dafür, was man tun kann für den Dialog, ohne den die Minderheit der Bauern wohl verloren ist.
          3) Ich glaube nicht, dass dieser Dialog völlig umsonst war, wenn mich das Erlebnis auch vor den Kopf gestoßen hat.

          0
          • firedragon sagt

            Frau Ertl, nr 1 weiß ich, habe ich gelesen. Den Zweck haben Sie mit nr 2 erklärt, danke. Und zu nr 3, Dialog wird wohl von jedem einzelnen LW mit Menschen geführt und die Ergebnisse sind immer offen, weil niemand weiß, was das Gegenüber tatsächlich aus einem Gespräch mitnimmt.
            Falls es Sie tröstet, ich werde mich morgen Abend wieder einmal mit leicht fanatischgrünen Menschen auseinandersetzen müssen, ich „freue“ mich jetzt schon…

            0
            • Elisabeth Ertl sagt

              Viel Erfolg!
              Ich denke allerdings, wenn man meinen Text aufmerksam liest, und nicht in erster Linie auf die anhaltende Aggressivität des Herrn blickt, dann geht ein gewisser Erfolg des Dialogs bereits daraus hervor.
              Übrigens auch bei mir: Ich denke über die Idee der staatlichen Jäger nach. In der Schweiz ist die Jagd viel stärker unter der Kontrolle des Staates als bei uns, wodurch der Jagdtourismus nur in sehr begrenztem Umfang stattfinden kann.

              0
              • firedragon sagt

                Danke Frau Ertl, kann ich brauchen. Werde allerdings vorher ’ne Kanne Tee, mit dem schönen Namen „Relax“, trinken…

                1
  3. Obstbäuerin sagt

    Aus der Erfahrung mit meinem persönlichen Umfeld bin ich langsam zu der Erkenntnis gekommen, dass alle Bemühungen relativ erfolglos waren, in der Praxis überprüfbare Fakten dem Stadtmenschen nahe zubringen. Das Problem zwischen Verbraucher und Landwirt kann ganz einfach durch die Mengenlehre dargestellt werden: Jeder Landwirt ist auch Verbraucher aber nicht jeder Verbraucher ist auch Landwirt.
    Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, für den Teil der Stadtmenschen, die das wollen, eine völlig neue Struktur in der Landwirtschaft aufzubauen. Da es unmöglich ist, unter marktwirtschaftlichen Bedingungen die Wünsche dieses Teiles der Gesellschaft zu erfüllen, geht nur eine beim Staat angesiedelte Produktion. Ähnlich, wie mit der Rundfunkgebühr, müsste ein monatlicher Betrag (10-20 € ?) erhoben werde, der die Kosten für gewünschtes Tierwohl, Insektenschutz, Mindererträge durch eingesparten Pflanzenschutz und Düngung usw. ausgleicht. Ebenso die gestiegenen Personalkosten, weil dann die 40 Stundenwoche die Selbstausbeutung des Bauern mit oft 80 Wochenstunden ablöst.
    Der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes käme voll zur Geltung mit 30 Urlaubstagen, Weihnachtsgeld, Fortbildungsfreistellung usw.
    Auf freiwilliger Basis könnten die Bauern entscheiden, ob sie weiter selbständig bleiben wollen oder in den Staatsdienst eintreten.

    2
    • also dann Tierwohlgebühren vergleichbar mit Fernsehgebühren usw. einführen?

      Oder den Verbraucher bewußt den wahren Wert des Fleisches aus einem Lebewesen im Stall bezahlen lassen, damit er auch respektvoller und bewußter damit umgeht?

      Das selbe gilt für Milch und Eier und ihre Produkte.

      Es kann doch wohl jemand ausrechnen was so eine Haltung von einem Nutztier mit genügend Platz im Stall plus Futter kostet.
      Wenn dann der Platz für das Tier im Stall bezahlt wird, dann können wir uns ja sogar das Enthornen der Kälbchen und das Kopieren der Schwänzchen sparen!

      Plus Schlachtung und Verkauf ermitteln und auf das Produkt umlegen.

      Das ist der Wert des Produktes.

      Das muß der LEH bezahlen.

      Wenn er es dann unter dem Einkaufspreis anbieten weil er eine Bratwurstwoche machen will, ist eine Sache.
      Das Geld holt er sich vielleicht durch einen neuen Grill wieder, den er auch in der Woche anbietet.

      Aber beim Bauern kehren wieder solche Zustände in die Ställe, nur moderner, wie vor der Massentierhaltung, als jedes Tier noch genügende Platz hatte.

      0
  4. Kirsten Wosnitza sagt

    Und.

    An welcher Stelle hilft dieser Kommentar jetzt weiter?

    Es gibt Leute, die wollen keinen Dialog. Städter wie Bauern. Dafür ist jede Minute zu schade.

    Insofern ergibt dieser Kommentar der Kollegin keinen Sinn für mich. Sondern wirkt wie die Darstellung der bösen Welt und des verständlichen persönlichen Frustes.

    Nur Lösungsansätze bringt dieser Kommentar leider nicht. Er bedient stattdessen das Opfer – Täter Bild.

    1
    • Bauer Willi sagt

      Und? Frau Wosnitza, wo sind jetzt die Lösungsansätze. Die bringt Ihr Kommentar leider nicht. Insofern ergibt er keinen Sinn für mich.

      4
      • Wollte Fr. Wosnitza nicht mal einen Gastbeitrag hier bringen?? Oder war der schon und ich habe uhn verpasst?? Mich hätten die Lösungsansätze interessiert…

        0
        • Bauer Willi sagt

          Ich habe mehrfach um einen Gastbeitrag ersucht. Bisher ohne Erfolg. Ist aber auch schwer mit Lösungsvorschlägen…

          0
      • Mark Rössler sagt

        Frau Wosnitza wollte nur mal wieder ihren Frust ablassen,
        offensichtlich ist es für sie etwas schwierig andere Gedanken und Meinungen zu erfassen und zu verstehen.

        1
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Dass Bauern keinen Dialog wollen, weise ich zumindest für mich zurück.
      Muss aber gestehen, es ist was anderes wenn man als Winzer mit Städtern spricht.
      Habe mir immer die Zeit genommen, mit Menschen über den Pflanzenschutz und die Düngung zu sprechen und hatte immer das Gefühl gehört zu werden.
      Aber wie gesagt, Weinbau ist was anderes, als Viehhaltung, in den Medien.

      0
    • Reinhard Seevers sagt

      whes- interview mit Kirsten Wosnitza: Bäuerinnen und Bauern müssen in den Dialog mit Politik und Gesellschaft gehen“

      ….“
      Woher kommt die späte Erkenntnis der CDU, die Probleme zumindest mal beim Namen zu nennen?

      Auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner weiß, dass sich Landwirtschaft verändern muss, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen und seine Auflagen zum Gewässerschutz erfüllen kann und Tierhaltung so gestaltet wird , dass die Gesellschaft sie weiterhin akzeptiert. Auch die Kanzlerin hat kürzlich beim Agrargipfel klar gemacht, dass es ohne eine engagierte Düngeverordnung nicht weiter geht. Wenn die CDU weiter von der Stadtbevölkerung gewählt werden will, hat sie keine andere Wahl, als Veränderungen voran zu treiben. Schlimm für die Bäuer*innen ist, dass sich die CDU nicht traut, die Probleme an der Wurzel zu packen – Wasch mich, aber mach mich nicht nass! Wenn man weiter auf Freihandel, „immer billiger und mehr“ und eine starke Exportorientierung setzt, wird die Symptombekämpfung noch jahrzehntelang weitergehen – zum Schaden der Bäuer*innen und all derer, die sich eine nachhaltige Landwirtschaft wünschen. Wir brauchen eine Systemveränderung und eine andere Ausrichtung der Agrarpolitik.“

      Klimaziel erreichen durch Änderung der Landwirtschaft, da kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus……

      Das UBA schreibt dazu:
      Im Jahr 2018 war die deutsche Landwirtschaft somit insgesamt für 63,6 Millionen Tonnen (Mio. t) Kohlendioxid (CO2)-Äquivalente verantwortlich (siehe Abb. „Treibhausgas-Emissionen der Landwirtschaft nach Kategorien“). Das sind 7,4 % der gesamten Treibhausgas-Emissionen des Jahres. Die Emissionen aus der Landwirtschaft haben somit nach den energiebedingten Emissionen aus der stationären und mobilen Verbrennung (82,9 %) und den prozessbedingten Emissionen der Industrie (7,5 %) einen substantiellen Anteil an den Treibhausgas-Emissionen in Deutschland.“

      Sage und schreibe 7,4%….unglaublich. und wenn man aufhört zu Essen, ist das Null? Wie kann man sich hinstellen und eine Agrarwende fordern, wenn man nur marginal am Problem teilnimmt……Eine 50%tige Verringerung ist mit einem so hohen Aufwand verbunden, dass es sich wirklich nicht mehr lohnt in diesem Land Nahrung für Menschen zu erzeugen. Kirsten, schaffen Sie ihre Methanschleudern ab, die Welt muss gerettet werden!

      2
      • „Klimaziel erreichen durch Änderung der Landwirtschaft, da kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus……“

        Na dann fordern wir eben,
        das die Politiker sich erstmal richtig aufklären lassen, bevor sie so etwas behaupten.

        So lange es Fachleute gibt, die diese von den Politikern behaupteten Thesen widerlegen können,
        sind diese unglaubwürdig.

        Muß erst mal die Politik geändert werden,
        es darf nichts mehr behauptet werden, das den wahren Fakten widerspricht!

        Besonders nicht vor den Wahlen oder auf Stimmenfang!
        Das ist dann der Beweis für unseriöse Politik!

        0
    • Die Leute, die keinen Dialog wollen, wollen auch keine Veränderung, denke ich!

      und der ältere Herrn aus der Wiener Oberschicht wollte nur seinem Frust Platz machen, indem er die aus den Massenmedien erfahren Missstände der Landwirtschaft anprangert.
      Weil er kein Ahnung davon hat, hat er sich auch oft widersprochen.

      Ihn, seine Meinung oder Haltung kann man doch stellvertretend für die aller Verbraucher nehmen, oder?

      Was macht man mit solchen Leuten und Medien, die das so behaupten?

      Wie lässt man deren Meinung in den Veränderungsprozeß der Lw. mit einfließen?
      Wie bewerten man die?

      Wie kommen sich solche Leute selbst vor?

      0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Ich habe seither mit den Herrn nicht wieder gesprochen, was aber für die Zukunft nicht auszuschließen ist, weil ich ihm ab und zu begegne. Ich finde es nicht ausgeschlossen, dass meine Reaktionen ein gewisses Nachdenken bewirkt haben. Ich ließ mich ja nicht in die Aggressionen hineinziehen, sondern bin sachlich geblieben. Außerdem hat mich der Vorschlag mit den staatlichen Jägern durchaus selber beschäftigt, und ich denke darüber nach.

      0
  5. Moin!

    Ich glaube, es fehlt an Mediatoren. Wenn man immer nur Stadt vs. Land bedient, bekommt man auch Stadt vs. Land.

    Es ist auch eigentlich ganz einfach:
    Das Fremde macht einem immer Angst, ist eher Feind als Freund. Und wir haben uns massiv voneinander entfremdet. Politisch instrumentalisiert wird es auch gern, wenn Gero Hocker (FDP) bei eher konservativ-traditionellen Bäuerinnen und Bauern politisch andocken will, indem er Stadtmenschen vorwirft, für diese wäre Landwirtschaft ein Wimmelbild (in meinem Landkreis). Um nur ein Beispiel zu nennen.

    Wie bekommt man den Dialog zwischen Land und Stadt, zwischen Erzeuger und Verbraucher wieder hin? Wer kann als Verbraucher die Sichtweise der Landwirte nachvollziehen, als Erzeuger sich auch mit den Verbrauchern identifizieren?

    1
    • Reinhard Seevers sagt

      Suhr: „Wer kann als Verbraucher die Sichtweise der Landwirte nachvollziehen, als Erzeuger sich auch mit den Verbrauchern identifizieren?“

      Jeder Erzeuger ist auch Verbraucher…andersherum geht das aber nicht….
      Die Kommunikation innerhalb der Gesellschaft wird geprägt von Medien, nicht von zwischenmenschlicher Kommunikation. Auf der kleinsten Ebene funktioniert das hervorragend….nur eben nicht, wenn öffentlich diskutiert wird, dass der eine ums Überleben kämpft und der andere meint dieser wolle ihn und die Umwelt vergiften.
      So lange NGOs überleben müssen und wollen, so lange wird es keinen Frieden geben und die Kommunikation wird weiter so sein, wie sie ist, es ist die Lebensgrundlage aller Spendenorientierten Orgas.

      3
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Der Schlüssel sind die Medien, die haben die überzogenen Darstellungen der NGOs übernommen und damit den Ruf der Landwirtschaft völlig ruiniert. Der Städter will keine Tiere die gequält wurden, waren noch nie in einem Stall, genau so wie diejenigen Journalisten, die das verbreiten.
      Es lag auch an uns, die ganzen Lügen und Schmähungen ließen wir über und ergehen, statt Leserbriefe zu schreiben, haben alle es vorgezogen, danach Ausschau zu halten, ob man nicht noch ein paar Qm Feld pachten zu können.

      Im letzten Spätjahr gab es in der Lokalpresse einige Leserbriefe, woran ich mich auch mit 3 Stück beteiligt habe. Seither gab es über die Landwirtschaft keinen mehr und in den Berichten der NGOs wird die Landwirtschaft höchstens noch am Rande erwähnt. Selbst der kampferprobte Vorsitzende der Imker( Lehrer i.R.) sah eine Gefahr nur bei der Varroamilbe.

      1
    • Thomas Apfel sagt

      Verlogener „Dialog“ geistert ja auch bezüglich der „Echten Preise“ durch die Medienlandschaft. Es handelt sich um eine Studie unter Leitung von Dr. Tobias Gaugler, die mit UNI Augsburg veredelt wird, in Wahrheit aber von der Schweisfurth Stiftung beauftragt und bezahlt wurde. Ganz grob kommen die Autoren über Metastudien und Produktionsprozess-Analysen zu dem Ergebnis, dass bei Einpreisung der externalisierten Kosten (Emissionen, CO2, Nitratfracht) tierische Produkte sehr viel höhere Preise haben müssten. Die „Untersuchungen beziehen sich aber auf die Erzeugerpreise, die der Bauer erhält. So würde z.B. Schweinefleisch bei Konvi mit 198 % Aufschlag versehen und bei Bio mit 89 %. Die Preisdifferenz zu den derzeitigen Erzeugerpreisen müsste also quasi über Stickstoffsteuer, Pestizidsteuer und CO2 – Bepreisung an die „Gesellschaft zurückerstattet“ werden. Nun verdeckt die Prozentrechnung aber die realen Zahlen, die sähen da nämlich so aus: Erzeugerpreis konventionell 1,75 €/kg X 2,98 (189 % Aufschlag) = 5,21 €/kg ; Differenz = 3,46 €/kg (die quasi abgeführt werden müssten).
      Erzeugerpreis Öko-Schwein 3,30 €/kg X 1,96 (96 % Aufschlag) = 7,32 €/kg ; Differenz 3,62 €/kg Biofleisch, (die quasi abgeführt werden müssen)
      Was soll so eine Schwachsinns-Berechnung – obwohl, ich bin ja dafür, dass beide, der Konvi wie der Bio, über reelle Preise mehr Geld bekommen um es dann „der Gesellschaft“ zurückzugeben. Macht nur pro Kilogramm Fleisch in der absoluten Höhe keinen Unterschied !!!
      Problem ist nur, die Absicht aufzuzeigen, dass Bio am Markt benachteiligt ist, ist damit transportiert. Das was ich jetzt aufgedröselt habe versteht kaum Einer und interessiert auch Niemanden, schon gar nicht den Stänkerfuzzi am Gartenzaun.

      2
      • Thomas Apfel sagt

        Dumm, wenn es keine Korrekturfunktion mehr gibt, hier die richtigen Zahlen:

        Erzeugerpreis Öko-Schwein 3,75 X 1,89 (89 % Aufschlag) = 7,09 €/kg = 3,34 €/kg Preisaufschlag.

        sorry !

        1
          • Brötchen sagt

            Habe es schon gefunden:

            „Die Höhe der externen Kosten und Preisaufschläge insbesondere tierischer Produkte ist u.a. durch die
            energieintensive Aufzucht der Nutztiere zu erklären, verbunden mit dem Futtermittelanbau, der Beheizung und Belüftung der Ställe sowie dem Metabolismus der Tiere. “

            Das ist von der Gesellschaft so gewollt und ginge auch anders!

            Durch total hirnverbrannte Lüftungsauflagen, wir pumpen wie die Irren Luft durch die Ställe und drücken das durch Filter die größer sind als der Stall und dann wird einem das vorgeworfen und das ist nur ein Bsp.!

            1
      • Thomas, du hast das vermutlich bisher überlesen.
        Dr. Gaugler begleitet uns hier schon eine Weile.
        Er steckt hinter dieser Rewe/Penny- Aktion als wissenschaftlicher „Berater“. Und auch beim Thema Kosten/Preise/ hatten wir ihn bereits am Wickel.
        Die grundsätzliche Idee, die sogenannten externen Effekte/Kosten, einmal sichtbar zu machen, auszurechnen, ist gar nicht verkehrt. So oft wie davon gesprochen wird. Ich würde übrigens nicht den Begriff „externalisieren“ verwenden, auch wenn er mittlerweile zulässig ist. Das klinkt nach einer aktiven Tätigkeit und wirkt irgendwie anklagend.
        Mich würde in diesem Zusammenhang mal das Modell , das seinen Berechnungen zugrunde liegt, interessieren. Und dann die entsprechende Wertansätze, um das Ganze in Geld abzubilden. Ich behaupte mal locker, das ist Willkür pur. Da hat das gewünschte Ergebnis die Methode bestimmt. Beispiel Stickstoff. Wieso ist denn generell mineralischer Stickstoffdünger mit negativen Umweltfolgen verbunden? Leuchtete mir ehrlich gesagt nicht ein.

        0
        • Thomas Apfel sagt

          Das sehe ich genauso, pure Willkür bei der Datenauswahl und Quantifizierung der Effekte. Ich wollte eigentlich nur deutlich machen, dass das mit der angeblichen Benachteiligung der Bio-Ware (weil Konvi zu billig) so nicht stimmt.
          Der Markt bildet die wegen der höheren Stückkosten bei Bio notwendigen Preise durchaus ab. Dabei darf man ja auch nicht vergessen, dass der Anteil Fördermittel am Bio-Endpreis 2 mal (Pflanze) bis 4 mal (Tier) höher ist als bei vergleichbaren Konvi-Produkten, also Bio Artikel durchaus stärker subventioniert sind als Erzeugnisse der normalen Landwirtschaft.
          Ich habe mir die Studie heruntergeladen, bin aber noch nicht dazu gekommen, die Quellen und den Ansatz zu überprüfen. Vielleicht hat ja mal Jemand Zeit das zu tun, ich bin zur Zeit mit der Obsternte und der Datenerfassung in den Versuchen überbeschäftigt.
          Vielleicht ist es aber auch sinnfrei zu tief in diesen Datenmüll einzutauchen. Es ist halt auch nur eine von den hunderten medialen Duschen als Begleitmusik zur Neuverteilung der Mittel der GAP.

          1
            • Brötchen sagt

              Die Rohdaten sind aus einer Eu Datenbank ausgelesen worden.
              Ansonsten kann man da kaum was nachkalkulieren.

              Eine Zahl ist mir aufgefallen, Windkraft hatte den geringsten „Nachhaltigkeitsabdruck“ um Faktor 100. Was ich rein vom Gefühl her, für nicht richtig halte.

              Zumal hier wieder das „Verfügbarkeits- und Wertigkeitsproblem“ ebenfalls besteht.
              Soll heißen Energie brauche ich ständig und zu jeder 10telsekunde. Nahrung ist auch extentiell. Also muss ich da eine Wichtung vornehmen und kann nicht einfach stumpf rechnen und sagen, das ist gut und das ist schlecht.

              Externe Kosten der Energieträger DE
              Energieträger Kosten 2010 [€/ kWh]
              Atomkraft 0,1434
              Biomasse 0,0278
              Braunkohle 0,0207
              Erdgas 0,0102
              Erdöl 0,0241
              Photovoltaik 0,0062
              Steinkohle 0,0155
              Wasser 0,0014
              Wind 0,0017

              Hier kann man sich die „Studie“ runterladen
              https://schweisfurth-stiftung.de/netzwerknews/kosten-die-keiner-kennt-how-much-is-the-dish-was-kosten-uns-lebensmittel-wirklich-studie-der-universitaet-augsburg-gibt-aufschluss/

              Wenn es die denn sein soll.

              0
              • firedragon sagt

                Ich habe mir den Link jetzt nicht angeschaut, möchte nur kurz was zu AKW schreiben, um zu veranschaulichen, was Fakten sind und was als Daten für Statistiken verwendet wird.
                Brennstäbe können aufbereitet werden, Ergebnis aus zwei alten mach einmal neu. Ist eine kostengünstige Variante, nach meiner Info wird dies in D. nicht gemacht. Stattdessen müssen neu produzierte Brennstäbe verwendet werden, kleiner netter Nebeneffekt für den Staat, die neuen Brennstäbe bringen Steuern ein.

                0
              • Reinhard Seevers sagt

                Die Wertigkeit ist in meinen Augen der Schlüssel. Wenn die Wertigkeit Einzug halten würde, würde man die Mehrzahl der Handlungen des Volkes als nicht wertig erkennen und fragen müssen, warum wird das getan und toleriert.
                Gestern abend ein Bericht über die schwere Situation der Schausteller. Ich kann die persönliche Betroffenheit gut verstehen, aber ist ein mehrere Milllionen teures Fahrgeschäft in irgendeiner Form nachhaltig? Hier wird nicht gefragt, ob exteranlisierte Kosten entstehen. Hier enstehen ausschließlich externalisierte Kosten. Man darf aber dem Volk nicht den Spiegel vorhalten und den Spaß verderben schon gar nicht….dann lieber Paternalismus bei der Nahrung. Für mich wird immer deutlicher, dass Politik zu feige ist den Menschen wirkliche Einschränkungen aufzuerlegen, und dass die Ökonomie Vorrang hat vor Ressourcenschutz….nur bei der Landwirtschaft, da wird der Spieß merkwürdigerweise umgekehrt.

                0
                • Brötchen sagt

                  Reinhard die ganze Veranstaltungsbranche (Messen und Konzerte) setzt wohl 100 Mrd. pro Jahr um.

                  Man fragt sich ja manchmal, wer überhaupt noch etwas greifbares herstellt. Da ist der Schlüssel.

                  0
                • Brötchen sagt

                  Wenn ich z.B. den Flächenfrass 15 Jahre durch Zuwegung eines Windrades von 1 ha mit dem Faktor 1000 bewerte sieht die Sache schon anders aus.
                  Verdichtung und fehlende Versickerungsmöglichkeit.

                  Aber das haben die garantiert hinten runter fallen lassen.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Seh ich genauso Brötchen….
                  Das Versprechen der Dienstleistungsgesellschaft wird sich auch nicht erfüllen, wenn das Kapital nicht vorher durch Materielles geschaffen wurde. Ist wie mit dem Grundeinkommen…irgendwer muss dafür etwas herstellen, einen Wert schaffen. Und wenn es am Ende nur Nahrung ist…. die muss dann wohl richtig teuer werden, wenn man davon auch noch den Rest der Gesellschaft „unterhalten“ will.

                  0
                • Brötchen sagt

                  Um nochmal auf die Lw zurückzukommen.

                  Bio hat ja durch nicht so zielgenaue Düngung und Fütterung viel mehr Umwandlungsverluste als Konvi. und viel weniger Produktion je Platz oder je Fläche.
                  Sicher verbraucht Konvi auch mehr, hat aber auch die entsprechende Leistung, also Umsatz pro Platz oder Fläche.

                  Nun kann man für Bio einwenden, ja wir wollen das aber so (Wertigkeit) dann ist das auch Ok.

                  Es wäre einen Versuch wert, das zu kalkulieren.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Brötchen: „Nun kann man für Bio einwenden, ja wir wollen das aber so (Wertigkeit) dann ist das auch Ok.“

                  DAS ist eben die Gretchenfrage, wenns ans Portemonnaie geht……ob „wir“ das so wollen. WIR steht dann sicher nicht für die Mehrheit der Bevölkerung. Dann ist aber das Kind bereits im Brunnen….
                  Es bleibt der im Raum stehende Elefant: Ideologie versus oder gleich Bevölkerungsmehrheit!

                  0
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, je mehr Bio auf den Markt kommt, umso erschwinglicher für den Kunden.

                  0
                • Brötchen sagt

                  Reinhard ich meine, die die Bio LW betreiben.

                  Erstmal vordergründig.

                  Z.B. wenn ich meine Fütterung begründen muss, da ich ja teilweise Eiweiß über dem Bedarf füttere.
                  Anders wird das bei der Düngung auch nicht sein.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Feuerdrache, wenn der Preis für Bio sinkt, erkennt der Verbaucher keinen Unterschied zu konventioneller Ware und kauft eh weiter konventionelle Ware, warum sollte er sein Verhalten ändern? Weil eine Einkaufspolizei an der Kasse sitzt?
                  Außerdem wird ja auch Tierwohl gefordert, das ist unabhängig von Bio und wird aufgrund der Auflagen teurer sein MÜSSEN.

                  0
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers, denken Sie doch mal ein bisschen weiter – es wird in der Zukunft die Transformation (ich mag dieses Wort ganz und gar nicht) der LW stattgefunden haben und so etwas wie konvi gibst dann so in der Form nicht mehr. Ob es tatsächlich Bio ist oder ein Mix, kann doch heute keiner sagen, da es ja immerhin noch den Klimawandel gibt. Und wenn das mit der tollen Sozialkontrolle erst mal so richtig gut läuft, braucht’s auch keine Einkaufspolizei.

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Feuerdrache, die konventionelle Landwirtschaft wird sich dann mit In Vitro-Fleisch und vertikal -farming messen müssen….egal, wie es bleibt anstrengend.

                  0
                • Richtig, von der dieser Wertigkeit (Ökonomie vs. Ressourcen) hängt es ab.

                  Und die Handlungen des Volkes zur eigenen Sicherheit und Unbekümmertheit in dieser Beziehung ist falsch, das muß für die Ökologie richtig gestellt werden. Das wissen wir schon fast 50 Jahre lang!

                  Da müssen wir Menschen eben ein paar Opfer bringen. Haben wir eben weniger Spaß, das halten wir aus, andere Völker müssen viel mehr aushalten.
                  Gemeinsam schaffen wir das!?!

                  Dem Schausteller kann irgendwie sozial geholfen werden.
                  Wieviel lw. Betriebe verloren schon die Existenz?

                  Wenn das Volk die Landwirtschaft zu Gunsten der Ökologie verändern will, bitte aber dann auch eine Veränderung in der Beziehung bei sich selber, oder!

                  Nicht nur wie die Kindergartenkinder die Schuld von sich abweisen.
                  Diese Haltung ist von ihm unverantwortlich, oder nicht?

                  0
  6. Ehemaliger Landwirt sagt

    Frau Ertl,
    mit dem Mann habe ich etwas gemeinsam, vermutlich das Alter,
    im Gegensatz scheint es so zu schein, dass mein Verstand nicht so abgebaut hat, wie bei dem Herrn.

    Es kann auch daran liegen, dass ich zu denen Gehöre, die noch Wissen, dass die Lebensmittel nicht bei Hofer wachsen.

    1
    • Elisabeth Ertl sagt

      In einem Forum wie diesem ist natürlich Gelegenheit, seinen Frust als Bauer auch einmal emotional zum Ausdruck zu bringen. Ich kenne jemanden, der so etwas als „Stuhlgang der Seele“ bezeichnet. Im persönlichen Dialog mit dem Gegenüber kommt man aber nur mit Respekt gegenüber der Person weiter, auch wenn die Aussagen noch so unsinnig sind.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „„Aber dann muss der Staat endlich für eine Ausbildung sorgen, wie man als Bauer Tiere richtig zu halten hat, denn so wie es jetzt ist, so kann es nicht weiter gehen“,

        Wenn das zu mir einer sagt, dann würde ich zumachen, meine Antwort käme in der gleichen Wortwahl.
        So könnte man nicht mit mir Sprechen und ein Dialog ist mit so einem Menschen nicht möglich.

        Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass man mit Höflichkeit nur weiterkommt, wenn der andere auch höflich ist.

        0
        • Wissen denn die einfachen Leute aus der Stadt nicht, dass es landwirtschaftliche Fachschulen und landwirtschaftliche Fachbereiche (mit Lehre und Forschung) an der Uni gibt.

          Wollen wir uns von deren Dummheit manipulieren lassen?
          Wieviel Gewicht darf diese Dummheit in der Politik haben?

          0
  7. bauerhans sagt

    Elisabeth,solche wichtigtuer treffe ich anonym bei zeitonline.
    die beschreiben ihre theorien zur landwirtschaft,wissen aber absolut nichts von der praxis.
    eine diskussion mit diesen leuten ist vergeblich!

    5
    • Das ist ja das Dilemma,
      die LW hat an Respekt so viel verloren, dass sich viele daran „ihre Schuhe“ abputzen

      Dass sich sogar gebildete Leute dazu verleiten lassen, verstehe ich nicht.

      Wie kann man sein Wissen aus Massenmedien als Grundlage nehmen, um Bauernbashing zu betreiben?

      0
    • Elisabeth Ertl sagt

      Online ist es eher vergeblich, aber bei guten Argumenten auch nicht immer. Hab da schon erlebt, dass ich unflätig beschimpft wurde, aber einige Zeit später meine gut belegten Argumente beim Gegenüber wiedergefunden habe. Bei der persönlichen Begegnung ist es unter Umständen überhaupt anders. Das Weltbild dieses Herrn wurde erschüttert, weil er mich als in seinen Augen brillante Moderatorin eines Kirchenkonzerts kennen gelernt hatte.

      0
      • Ja die Welt hat viele Facetten, und wir Menschen können sie eventuell gar nicht alle fassen.

        aber
        wollen wir uns von deren Dummheit, wie die des oben beschrieben Herrn manipulieren lassen?
        Wieviel Gewicht darf diese Dummheit oder Unerfahrenheit in der Politik haben?

        0
  8. Reinhard Seevers sagt

    Wenn man am Ende seines Lebens erkennt, das man immer im falschen Leben unterwegs war, dann muss dafür eben jemanden verantwortlich sein. Der Wiener gehört zu einer wachsenden Gruppe von Menschen, die ihren Frust an schwachen Gliedern der Gesellschaft auslassen. Andere nutzen hierfür Politiker, Migranten oder Homosexuelle etc……

    3
    • Das ist aber echt

      UNSOZIAL

      Von ihm!

      Warum wird diese Problem nicht in aller Öffentlichkeit angegangen?
      Das würde dann mehreren helfen!

      0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.