Bauer Willi
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Seltene Tierrasse oder Wolf – wenn Tierschutz zur Farce wird

Ich habe vor einigen Jahren über das Brillenschaf berichtet, das im Villnösstal zuhause ist. https://www.bauerwilli.com/brillenschaf-villnoess/  

Wir haben dort mehrfach Urlaub gemacht. Die Rasse stand kurz vor dem Aussterben, bis einige engagierte Menschen diese Rasse wieder zu neuem Leben erweckten. Doch diese Rasse ist jetzt wieder bedroht. In den letzten Tagen wurden 12 Schafe gerissen. Auch wenn die DNA-Analyse noch nicht vorliegt, so ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wolf gewesen. Bevor ihr den Link öffnet: Die Bilder  und vor allem die Videos sind erschreckend und nichts für schwache Nerven.

https://www.suedtirolnews.it/chronik/woelfe-auf-villnoesser-alm-im-blutrausch-video

Die Gesellschaft ist nun gefragt, ob das Villnösser Brillenschaf überleben darf oder der Wolf. Wenn sich die Gesellschaft für den Wolf und gegen eine aussterbende Rasse entscheidet, ist die logische Konsequenz, dass die Landwirte die Landschaftspflege aufgeben und die offene Weidelandschaft wieder zu Wald wird. Der für Südtirol so wichtige Tourismus wird sich dann auch zurückziehen. Für die Gastronomie wäre es ebenfalls ein großer Verlust, weil das Brillenschaf auf vielen Speisekarten als regionale Spezialität zu finden ist. Die jahrelangen Bemühungen der Landwirte würden ebenfalls ad absurdum geführt. Naturschutz verkommt so zur Farce.

Dazu passt noch eine Mail, die ich gestern von einem befreundeten Bio-Bauern  erhielt. In einem in 2000 erbauten Melkstand nisten seit vielen Jahren Schwalben. Das Veterinäramt hat nun angeordnet, dass die Schwalbennester entfernt werden müssen….

Ich habe alles Verständnis dafür, wenn Landwirte ob solcher Entscheidungen schließlich entnervt das Handtuch werfen. Mich machen solche Entwicklungen wütend.

 

 

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85 Kommentare

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Österreich kann sich schon länger nicht mehr mit Schaffleisch selber versorgen. Bis zum Auftauchen des Wolfes ist der Schafbestand kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile gibt es eine richtigen Mangel an Schaffleisch, man kriegt es nur noch schwer, weil aus GB auch nichts mehr kommt. Der Preis wäre lukrativ, es ließen sich aufgelassene Almweiden reaktivieren, die Investitionen für Einsteiger sind gering – Schafe lassen sich schnell wo in leeren Gebäuden unterbringen. Der Schafzuchtverband hat eine Online-Versteigerungsplattform für Zuchttiere eingerichtet, und das Land Steiermark gewährt eine Ankaufsförderung pro Tier. Trotzdem fängt niemand mehr an, die Angst vor Wolf und Touristenklagen ist zu groß geworden.

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  2. Friedrich sagt

    Wer diese Bilder und die dazu gehörenden Gesetze erlebt , kann nur noch kot…. Die NGOs werden aber nicht weichen , weil deren Geschäftsmodell die Spenden sind. Die „Hauptamtlichen Leute“ leben davon nur permanent eine „Kuh durchs Dorf zu treiben“. Kolletoralschäden müßen ja nur die Anderen tragen und die Politik sich dafür rechtfertigen.
    Hier zeigt sich die ganze Verlogenheit der NGOs und noch viel schlimmer ist , daß unsere lieben Mitbürger das ganze sogar noch finanziell unterstützen. Wie blind muß man eigentlich sein ? Wenn das Geld nun in der Wirtschaftskrise weniger wird , habe ich die Hoffnung , daß die NGOs auch weniger Spenden bekommen , die Bürger wichtigeres zu Tun haben und so dieser ganze Irrsinn in Realität und Sachlichkeit einmünden wird. Deshalb sind die NGOs auch wie wild am Raddrehen , um jetzt noch zu Retten was zu Retten ist. In Deutschland kommen rd. 300 Mill. Euro/Jahr an Steuergeld von der Regierung an die NGOs . Dieses Geld wird in Zukunft nicht mehr verfügbar sein und das ist meine Hoffnung.

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  3. Elisabeth Ertl sagt

    Ein Drittel der Agrarfläche Österreichs sind Almen, ein weiteres Drittel Grünland. Selbstversorgung mit Kartoffeln 80%, mit Getreide 86%, mit Gemüse 56%, Ölsaaten 48%, Obst 40%.

    Aber jetzt wird eine Veganerin, die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, im Gesundheitsministerium Tierschutzbeauftragte werden und den Almbauern einmal so richtig in Sachen Wolf entgegentreten:

    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200602_OTS0144/wiener-tierschutzverein-petition-gegen-wolf-ist-affront

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    • firedragon sagt

      Aus dem Text… große Beutegreifer, wie Luchs, Wolf und Bär… sind keine Gefahr für den Menschen.
      Müssen wohl Kuscheltiere sein und ich habe in Bio nicht aufgepasst.
      Nun ernsthaft – wir hatten Jungs aus RUS bei uns und die haben nicht verstanden, wieso die Deutschen im Wald spazieren gehen. Wir haben dann erklärt, dass es bei uns keine Wölfe und Bären gibt – hat sie nicht wirklich beruhigt.
      Einmal hatte ich unseren rum. Arbeiter gefragt, ob die Bevölkerung bei ihnen auf dem Land in den Wäldern wandern geht. Er hatte mich angegrinst und gesagt, dass das nur die (deutschen) Touristen machen und zeigte mir ein Video von einem befreundeten Waldarbeiter, der ein nettes Zusammentreffen mit einem Bären hatte.
      Wollte mal eben kuscheln.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Bei diesen Massen an Wanderern, die bei uns mittlerweile unterwegs sind, nehmen diese Viecher eher Reißaus.

        Worum es mir geht:
        1) 2/3 unserer Agrarfläche eignen sich auch beim besten Willen nur für Viehzucht, wir könnten uns mit Ackerbau allein niemals selber versorgen.
        2) Petrovic leitet einen Tierschutzverein, der sich um Hunde und Katzen kümmert, und geht ständig zu den Supermärkten betteln um abgelaufenes Fleisch.
        3) Nutztierhaltung ist dieser Frau suspekt, sie ist überzeugt, dass das irgendwann aufhören wird.
        4) Mit solchen Videos wie oben hat sie kein Problem: „Die paar Tiere“ hat sie das kürzlich abgetan.

        Warum hat unsere Gesellschaft kein schlüssiges Konzept, wie Dinge funktionieren können? Warum wird alles separat vom anderen rein ideologisch abgehandelt? Hunde sind so wichtig für einsame Menschen, sagt sie, diese Tiere müssen langfristig die gleichen Rechte bekommen wie Menschen. Das Futterfleisch für diese Kameraden kommt aus dem Mistkübel des Supermarktes, aber hoffentlich bald nicht mehr von Nutztieren. Und die Jäger sollen das Wild auch dem Wolf lassen.
        Wie also? Nicht einmal Laborfleisch kommt ohne lebende Nutztiere aus.

        Und diese Frau wird jetzt auf die bösen Almbauern losgelassen, die den Wolf schießen wollen.

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        • Inga sagt

          Und die lieben Hunde, die dem Menschen als Seelentröster dienen, haben dann ja auch kein Fleisch mehr.
          Und um sie zu vermenschlichen, also Menschenrechte zu geben, müssten Hundesphychologen uns erstmal erklären, ob sie auch Menschenpflichten übernehmen können, ob sie geistlich genauso reif und entfindlich sind wie wir.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Frau Ertl,
          wem gehören eigentlich die Almen, ist es Privatbesitz, oder gehören die dem Saat?

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      • Smarti sagt

        Hallo Firedragon, diese Situation kenne ich auch. Bei uns wohnt eine rumänische Familie mit einem vierjährigen Kind. Dieses Kind war draussen noch nie weiter als drei Meter von der Mutter ( oder einem älteren Kind zum hüten) entfernt – ginge es nach den Eltern, wäre es fast nur in der Wohnung. Ein Spaziergang dieser Familie geht nicht weiter als 500 m vom Hof weg… zum Glück ist der Kindergarten eingezäunt, die Kleine geht sehr gerne hin.
        In rumänischen Dörfern ist der Zaum ums Haus oft höher als die Hütte drinnen – warum wohl ?

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        • firedragon sagt

          Hallo Smarti, die Landbevölkerung in den Ländern, in denen es schon immer große Wildtiere gibt, wissen wie sie sich zu verhalten haben und draußen unbedarft rumlatschen, eventuell tödlich sein kann.
          Das hat der Deutsche im Laufe der Zeit vergessen. Vom Wildtier geht eine gewisse Faszination aus. Ich schließe mich da nicht aus. Der Deutsche ist anscheinend der Meinung, er könnte sich Unbedarftheit erlauben. Auch beim Queren von Almen, auf denen Kühe weiden, lässt die Vorsicht zu wünschen übrig. Es muss erst tödliche Vorfälle geben, dann ist „natürlich“ der Viehhalter in der Verantwortung und wenn die Viehhalter dann die Wege schließen, werden sie auch noch beschimpft.
          Das will mir nicht in den Kopf. Man kann nicht alles haben. Almbeweidung durch Kühe oder Schafe, große Beutegreifer und dazwischen auch noch Touristen. So ’ne Dreierkiste geht nicht gut. Ich würde den Touristen da raus streichen. (Achtung ich begebe mich in die Kleinkrümelkackerei)
          Wenn der Staat große Beutegreifer wünscht und gleichzeitig auch die Offenhaltung von Flächen durch Beweidung, dann liegt es auf der Hand, dass die Weidetiere ausreichend Schutz benötigen (Zäune bieten keinen wirklichen Schutz). Pro Wolf müssten mindestens zwei HSH eingestellt werden. Dieser Einsatz kann allerdings nur funktionieren, wenn da keine fremden Menschen rumlatschen, die auch nur Ansatzweise in die Nähe von Weidetieren kommen, denn auch mit einem HSH ist nicht gut Kirschen essen, wenn man seiner Herde zu nahe kommt. Der macht seinen Job sehr zuverlässig.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Man muss allerdings sagen, dass auch die Tiere sich geändert haben. Ursprünglich waren auf den Melkalmen eben die menschenbezogenen Milchkühe. Wir wurden als Kinder angehalten, die Sennerin vorher zu fragen, wenn wir eine Kuh streicheln wollen, und da war halt auch immer jemand da. Und von dort aus wurden dann die Jungviehherden weiter oben betreut. Nach dem EU – Beitritt ging sich das mit dem Milchpreis nicht mehr aus, da hat man nur noch das Jungvieh aufgetrieben. Diese Tiere waren auch Menschen gewöhnt bzw. wenn ein problematisches Tier dabei war, hat man es eben ins Tal gebracht, denn eine gewisse Haftung hat es immer gegeben.
            Jetzt sind im Tal Freilaufställe vorgeschrieben, die Tiere sind entsprechend verwildert und mit dem Tourismus auf den Almen eigentlich nicht mehr kompatibel. Und jetzt rechnet sich eben auch nur noch die Mutterkuhhaltung, was ein weiteres Gefahrenmoment mit sich bringt, weil die Mütter ihre Kälber verteidigen. Dass Leute z.B. doof genug sind, ihre Kinder auf Kälbern reiten zu lassen, ist durch nichts zu entschuldigen. Hunde mitzunehmen war früher tabu, jetzt kann man es offenbar nicht mehr verbieten. Trotzdem sind nicht allein die Touristen das Problem.

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  4. Oberländer sagt

    Die Bilder und Videos dieser gerissenen Tiere gehören in jeden
    Werbevorspann eines jeden bei Youtube von unseren Gutmenschen
    und NGO´s hoch geladenen Propaganda Videos.

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  5. Gerd Woertel sagt

    Ein Verbot auf der Jagd auf Beutetiere des Wolfes und die Stallhaltung der Schafe über Nacht würde die Situation doch sehr entschärfen. Vermutlich haben die Jäger aber kein Interesse daran. Nur ein Jäger der möglichst wenig schießt ist ein guter Jäger , alles andere sind Wilderer

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    • Bauer Willi sagt

      Haben Sie sich die Videos angesehen? Schauen Sie sich das Gelände an. Wie stellen Sie sich eine Stallhaltung über Nacht vor? Das mit dem „Verbot auf der Jagd auf Beutetiere“ verstehe ich nicht.
      Ich bin kein Jäger, aber Ihre Einstellung zur Jagd teile ich nicht. Demnach wäre ein sehr guter Jäger, der nicht schießt.

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      • firedragon sagt

        Willi, Herr Woertel ist der Ansicht, würden die Jäger weniger Niederwild oder auch Wildschafe/Gemsen schießen, würde der Wolf genug wildes Beutetier vorfinden und sich nicht am domestiziertem „Beutetier“ vergreifen. Eine Einstallung von Schafen über Nacht, soll diese schützen, so seine weitere Ansicht.

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          • firedragon sagt

            Ehemaliger Landwirt, ich hatte die Tage einen Bericht über die Wildschweine in Berlin gesehen und mich sehr amüsiert.
            Bin mir nicht sicher, wer der Meinung ist, der Wolf sei in unseren Breiten sinnvoll – Menschen aus der Stadt?
            Jedenfalls haben wohl auch schon Wildschweine Stadtfiffis verletzt (getötet?), da ist das Gejammere groß. Die Stadtmenschen finden es auch nicht so toll, wenn Wildschweine der Meinung sind, ein Vorgartenacker ist wesentlich nützlicher, als ein englischer Rasen.
            Ja, da müssen dann Stadtjäger her – Scheißjob, sollen die Borstenviehcher abgeschlossen werden und dauernd kommt dort ein Selbstoptimierer vorbei, super.
            Aber wehe, Landwirte fordern den Abschluss von Wölfen… vielleicht sollten die Wölfe in die Hauptstadt umgesiedelt werden und beim Dezimieren der Wildschweine behilflich sein… hm obwohl, streich „vielleicht“.

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            • Ferkelhebamme sagt

              Am Reitstall waren die jungen und älteren Damen auch fast alle Wolfs-Befürworter, bis ein Jungwolf auf Durchreise in der Nachbarschaft Schafe gerissen hat. Plötzlich hatten sie Angst ums eigene Pferdchen und die Meinung hat sich schlagartig geändert.
              Ich verstehe nicht, warum man nicht Kompromisse finden kann, und dem Wolf Reservate, z.B. die Senne, ausweist. In unserem dichtbesiedelten Kulturland haben Wölfe m.E. keinen Platz mehr. Das gleiche gilt für die ausgewilderten Wisente: die schweren Unfälle und Waldschäden waren vorhergesagt. Es käme auch keiner auf die Idee, Wildpferdeherden wieder frei laufen zu lassen (obwohl, wer weiß…). Auf Autobahnen machen die sich nicht so gut.

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              • firedragon sagt

                Ferkelhebamme, wo rennen in Deutschland Wisente frei rum ? Wer kam denn auf die bekloppte Idee ?
                Du weißt was hier los ist, wenn sich „nur“ Kühe oder (normale) Pferde ausserhalb ihrer Umzäunung aufhalten.

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                • Brötchen sagt

                  aus Polen kam einer rüber. in Polen gibt es die frei.
                  der war wohl nicht gefährlich und wurde abgeschossen. fanden die Polen nicht gut.

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                • firedragon sagt

                  Ein polnisches Wisent ?
                  Das Wisent muß ja nicht gefährlich sein, Brötchen, wenn’s am falschen Ort rumsteht, will ich nicht an der ungünstigsten Stelle im Auto sitzen.

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                • Sabine Norbisrath sagt

                  In Bad Berleburg am Rothaarsteig gibt es eine Station, die auch schon ausgewildert hat. Was die Wisente dann auf einigen Waldflächen angerichtet haben, ist schon große Kunst. Die halten sich einfach nicht an das zugewiesene Areal und laufen halt in die Aufforstungsflächen oder Schälen Buchen im benachbarten Nutzwald. Angeblich hätten die auch bei einzelnen Bauern Heu bzw. Silage gefuttert. Wobei man bei Wisenten ja dringend davon abrät, denen irgendwas durch Klatschen und Schreien auszureden. Wenn 1000 kg sich was in den Kopf gesetzt haben, diskutieren die nicht unbedingt mit 70kg, auch nicht wenn die Leichtgewichte pfeifen können.

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                • Paulus sagt

                  @firedragon, im Schmallenberger Sauerland, daher komme ich und dort habe ich auch einige ha Wald. Ich kenne auch die betroffenen Waldbauern, die in der 3. Generation ihre Buchen pflegen und von den Schälschäden der als herrenlos erklärten Wisente betroffen sind. Mittlerweile hält sich das unbestätigte Gerücht, dass das ein oder andere Wisent nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Wäre ich Betroffener mit einem Eigenjagdbezirk würde ich sie auch vor den Kopp schießen. Punkt!

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                • firedragon sagt

                  Bräuchte man ’ne große Kühltruhe, Paulus.

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                • Ferkelhebamme sagt

                  Im Sauerland, aktuell gibt’s einen toten Hund, der Halter hat wahnsinniges Glück gehabt, was ihm und sonst scheinbar aber auch niemandem bewusst zu sein scheint.
                  https://jagdpraxis.de/news/wisente-toeten-hund

                  Dass Naturschützer durch Unwissenheit wahnsinnig viel Tierleid verursachen zeigt die nächste Nabu-Katastrophe: nach den verhungerten Koniks haben sie jetzt verfettete Ponys mit Hufrehe auf dem Gewissen! Schuld ist lt. Internetseite aber der Klimawandel und nicht etwa Unkenntnis. Mann, dass macht so wütend! Romantische Theorie und Praxis in der Realität sind nun mal doch ein Unterschied

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                • Paulus sagt

                  @firedragon, die Kühltruhe ist das geringste Problem. Zunächst mal brauchst du einen ordentlichen Schlepper mit Frontlader. Ein alter Unimog mit Seilwinde tut es aber auch. Diese scheinbar unverwüstlichen und relativ kleinen Dinger sind bei den Waldbauern dort sehr beliebt – selbstverständlich in der sportiven Ausführung als Cabrio.
                  Was soll ich sagen? Wer einen tonnenschweren Buchenstamm schonend aus dem Wald bekommt …

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                • firedragon sagt

                  Paulus, Schlepper mit Frontlader ist kein Problem ;-)…

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Hätte nee Seilwinde, wenn der Frontlader zu kurz ist. 👍

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Habe den Bericht dieser Tage auch gesehen, dieses Problem ist seit Jahren bekannt. Wenn ich mich noch erinnere, war von 4.000 Wildschweine die Rede, es gibt auch Schätzungen von 10.000.

              Ich finde es recht klasse, dass die Sauen zu den tierliebenden Städtern gehen, die Städter sind doch auch für den Wolf.

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              • firedragon sagt

                Wildsaufütterung hinterm Gartenzaun = tielieb, Du, bei so viel Blödheit bleibt einem nur noch Lachen übrig.

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              • Inga sagt

                auch für Waschbären…

                Die machen schon viel länger in den Städten rum!

                Was bilden sich denn die unerfahren Städter ein?

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Wissen Sie eigentlich, dass die Hirten in den französischen Alpen sich bewaffnen dürfen, weil es bereits mehrfach zu lebensgefährlichen Situationen durch die Wölfe in diesem herausfordernden Gelände gekommen war? Und wissen Sie, dass dort trotz intensiver finanzieller Förderung des Herdenschutzes (Zäune, Hunde) in den Nationalparks jährlich 5% des Tierbestandes den Wölfen zum Opfer fallen, mehr als die Ausfälle durch alle anderen Ursachen zusammen?

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    • Mark Rössler sagt

      Und am Tag werden die Wölfe eingesperrt oder wie?
      Das mit dem Nachts aufstallen wurde hier probiert, der Erfolg hielt ganze 5 Tage, dann haben die zur Mittagszeit zugeschlagen.
      Der Wolf ist ein intelligentes Tier.

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    • Thomas Apfel sagt

      Selten so einen Schwachsinn gehört, Herr Woertel, Die Wildbestände in Ostdeutschland haben derart überhand genommen, dass beim Schwarzwild nur noch die Schweinepest und nicht der Wolf dieses Problem über kurz oder lang „lösen“ wird.
      Es werden in Deutschland jährlich 25 mal soviel Sauen geschossen als vor 50 Jahren und die Bestände nehmen weiter zu.
      Wurden im Deutschen Reich in den 30-igern insgesamt jährlich rund 40.000 Schweine geschossen, sind es heut auf dem Gebiet der BRD fast 700.000.

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      • Paulus sagt

        @Thomas Apfel, was die Sauen betrifft sind die Landwirte mit ihren Maisplantagen nicht ganz unschuldig. Ich habe als Jungjäger tage-und nächtelang an den Schneisen zwischen Maisacker und Wald angesessen. Die Sauen wechselten aber nicht sondern blieben im Mais.
        Und dann kommt noch die Jägerschaft. Frischlinge, und damit meine ich die ohne Streifen, wurden nicht geschossen. Keiler durften nur bis 60kg geschossen werden weil man reife Keiler wollte um sich das Gewaff auf ein Brettchen zu montieren. Gleichzeitig wurden im jagdlichen Übereifer Leitbachen gestreckt, das führte zu versprengten Rotten, mit allen negativen Konsequenzen. Hinzu kommen etliche Mastjahre und milde Winter. Ich habe mal im Juli oder August zwei Überläuferbachen geschossen, die sollten eigentlich noch Jungfrauen sein. Als erstes fielen mir die kleinen Zitzen auf und beim Aufbrechen kamen dann 6 und 8 Föten in unterschiedlichen Entwicklungsstadien zum Vorschein. D,h., die Bachen frischen nicht mehr 1-malig zum Ende des Winters sondern 2 mal ganzjährig.
        Nicht zuletzt kommt hinzu, dass sich bei Treib- und Drückjagden viele Jäger scheuen auf flüchtiges Wild zu schießen. Dafür habe ich Verständnis.

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    • Paulus sagt

      Herr Woertel, haben sie schon mal etwas von behördlichen Abschussplänen oder von einer unteren Jagdbehörde gehört? Oder sind ihnen die Auflagen kommunaler Verpächter oder fiskalischer Reviere in den Jagdpachtverträgen bekannt? Damit meine ich nur das sogen. Schalenwild. Ein- oder zweimal wird ein Auge zugedrückt wenn der Abschuss nicht erfüllt wurde, danach darf man damit rechnen, dass Forstpersonal die Jagd kostenpflichtig zu Lasten der Pächter ausübt. Tot lügen funktioniert auf Grund des Wildtier-Monitorings, dazu erklären sich die Wald- nicht die Tierschützer, von BUND und Nabu nur allzu gerne bereit, auch nicht mehr. Mancherorts besteht sogar eine körperliche Vorzeigepflicht beim Forstamt. In der Blattzeit, so bei 30°C im Schatten, kann man das Wildbret nach einer solchen Odyssee dann gleich entsorgen.
      Jetzt könnte man in der Abschussmeldung zum Ende eines Jagdjahres erklären, die 10 Stck. Rotwild die nicht erlegt wurden, haben die Wölfe gefressen. Das gilt aber nicht!
      Ich hätte noch deutlich mehr drauf falls es sie interessiert.

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      • Sabine Norbisrath sagt

        Paulus, dass Ding ist doch, wenn ich Wolf wäre, würde ich einem Reh hinterher rennen, dass leicht, athletisch und recht trittsicher und vor allem frei durch den Wald sprinnten kann und das auf meinen Angriff immer vorbereitet ist, oder würde ich die moppeligen, etwas dösigen Haustiere nehmen, Schwierigkeiten haben aus ihrer Koppel heraus zu kommen und die eh bis zur letzten Minute glauben, dass ihr Mensch auftaucht, um sie zu retten? Na?… schwere Entscheidung ist das nicht, oder?

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    • Ferkelhebamme sagt

      „die Stallhaltung der Schafe über Nacht würde die Situation doch sehr entschärfen“
      Erinnert mich an eine Bekannte, die als Jugendliche ihre Meerschweinchen immer über Nacht geschlechtlich getrennt hat und überhaupt nicht verstanden hat, dass die sich trotzdem vermehrt haben.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Da muss ich mal meine Frau fragen, ob unsere Kinder, tagsüber, oder Nachts entstanden sind. ich glaube mal, dass ich tagsüber keine Zeit hatte. 🤣🤣

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  6. Elisabeth Ertl sagt

    Leider wird sich der Tourismus ohne Landwirtschaft nicht zurückziehen. Ich finde jetzt den Link nicht, aber eine Studie der BOKU Wien hat ergeben, dass das Landschaftsideal der Touristen sich massiv verändert hat. War es vor 20 Jahren noch die Kulturlandschaft der Barockzeit mit grünen Almwiesen und romantischen Retro-Höfen, so wünscht der Outdoor-Freak jetzt 80% Waldbedeckung – je verwilderter und durch Erosion zerklüfteter, desto besser. In den österreichischen Sportgeschäften wirbt man jetzt mit Outdoor-Ausrüstung, wozu neben Mountainbike und Feldstecher als Musthave eine Wildkamera im Bundesheerdesign gehört – für die Jagd nach Wolfsfotos. Stand im letzten Jahr unsere Bevölkerung beim Kuhurteil noch ganz auf der Seite der Almbauern, ist die Stimmung jetzt gekippt, nachdem ein Salzburger Bauer seine Alm gesperrt hat, weil ständig Eltern ihre Kinder in Anwesenheit der Mutterkühe auf Kälbern reiten ließen. Immer unverblümter wird in sozialen Medien eine Ende der Almwirtschaft gefordert. https://www.landwirt.com/Forum/628799/Meinung-der-Gesellschaft-ueber-uns-Bauern.html
    Auch Prof. Kurt Kotrschal, vielfach ausgezeichneter Wolfsforscher, schließt sich diesen Ansinnen an mit haarsträubenden Aussagen wie: Beweidung unterhalb der Baumgrenze sei ökologisch schädlich und oberhalb der Baumgrenze ökologisch nicht nötig.
    Zeigten Werbebilder im letzten Jahr noch Familien vor Kuhherden, so ziehen jetzt nur noch Landschaftsbilder, die keine Spuren menschlicher Einflussnahme erkennen lassen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Werden die Almen nicht mehr beweidet, bekommt man riesige Probleme mit Lawinen.
      Bei hohem Gras gehen die viel lieber an, als auf beweidetem Gelände.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Aber da ensteht ja dann eine Wildnis, verstehen Sie! Und die wird jetzt vom Touristen gewünscht. Kreuz und quer liegende verrottende Bäume in Schotterrinsen, da geht denen das Herz auf. Das Menschenwerk soll zerstört werden, weil der Mensch ja schädlich für die Umwelt ist. Und diese Wildnis kann dann mit der Wildkamera neu erobert werden.
        Was wollen Sie sich noch erwarten von einem Land, in dem ein Europarechtsexperte die Regierung angreift, weil sie in Zeiten von Corona landwirtschaftliche Selbstversorgung anstrebt? https://www.derstandard.at/story/2000118897817/staatsziel-planwirtschaft

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        • firedragon sagt

          Weiß gar nicht, was ihr alle habt … lasst die Freaks doch in ihrer Wildnis rumstolpern und Verstecken mit Wildsau, Wolf und Bär spielen.
          Crosslauf mit Hindernissen und als Motivator (oder Treiber) ’nen Rudel Wölfe im Nacken – könnte olympisch werden.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Das Tragische ist nur, wenn die Almen einmal kaputt sind, dann sind sie für immer kaputt. Im Flachland kannst du einen Wald wieder roden, im Gebirge hast du die nächsten 500 Jahre nur noch Steine. Und diese Idioten arbeiten daran.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Erst braucht es mindestens 30 bis 50 Jahe, bis die Wildnis bei der Zurückhaltung der Lawinen was bringt.

          Der Wunsch nach Wildnis hält bei der Bevölkerung nur so lange, bis er sie vor der Haustüre sieht.
          Oftmals wenden die Wiesen der Schwarzwaldhänge nicht mehr abgemäht, Weinberge werden zunehmend nicht mehr bewirtschaftet, zumindest die, wo nicht mit einem Weinbergtraktor befahren werden können.

          Auf einmal hat man festgestellt, dass die Stützmauern ihren Biotopnutzen verloren, als die bösen Winzer aufgehört haben, ihre Weinberge zu pflegen.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Aber wenn man in den Alpen die Mure dann von der Hoteltüre aus kommen sieht, dann ist es zu spät, da gibts dann nichts mehr zu pflegen, da funktioniert nicht einmal mehr Hochlagenaufforstung.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Viel leicht kommt bei der Bevölkerung die Erleuchtung, wenn es genug Abgänge gibt.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Dann war sicher wieder der Bauer schuld, der seine Tiere nicht beaufsichtigt hat. Trittschäden!

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      • Inga sagt

        Das müssen wir aber unbedingt mal festlegen,
        dass wir nicht im Paradies leben, wo jeder nach seinen Gelüsten leben kann,
        wir müssen uns noch an Naturgesetze richten nicht umgedreht!

        Denn wir sind von ihr abhängig!
        Muß dringend in den Zeitgeist aufgenommen werden.

        Dann hätten auch mehr Respekt vor Corona!
        Und die Ansteckungsrate wäre noch niedriger!

        Das gehört zur Allgemeinbildung und muß in Schulen durchgenommen werden!

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Zitat aus dem Landwirt Forum:
      “ Sie sollen endlich die Wanderwege sichern oder diese blödsinnige Almwirtschaft aufgeben, das ist ohnehin nur Nostalgieshow und hat keinen praktischen Nutzen.“

      Manche haben einen an der Waffel.

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      • Inga sagt

        Ja, die glauben, sie wären alleine auf der Welt, alles habe sich an ihnen zu orientieren!
        Die Feldwege sind ja angebeblich auch nur für ihre Fahrräder gebaut!
        Da fahren wir mit den breiten Landmaschinen nur im Weg und zum angeben rum.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Habe es tatsächlich mal gewagt, am 1. Mai einen kombinierten Feld und Radweg zu fahren um meine Kirschbäume anzusehen, mit geballter Faust hat man mir gedroht. Wenn man bedenkt, dass schon der Feuerwehr den Stinkefinger gezeigt wurde, weil sie zu einem Einsatz einen Waldweg benutzte, habe ich die Faust für meine „Verfehlungen“ gerade verdient.😉

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  7. Berthold Lauer sagt

    Das mit den Schwalben sehe ich auch so. Über dem Futtertisch ist es ein Problem und natürlich auch im Melkstand und in der Milchkammer ein absolutes no Go ansonsten kann der Veterinär sie nicht aus dem Stall werfen

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    • Bauer Willi sagt

      Vor dreißig Jahren war es kein Problem, heute ist es eines. Was hat sich geändert? Ich will es nur verstehen…

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Dieses Verbot gab es schon einmal, nämlich zur Zeit der Vogelgrippe. Und die ist jetzt wieder im Anmarsch.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Milchhygieneverordnung Kapitel II, A Betriebshygiene:

        6.Tiere aller Arten sind von Räumen und anderen Orten
        fernzuhalten, in denen Milch gelagert, behandelt und gekühlt wird.

        ….das ist eine Sichtweise aus dem letzten Jahrhundert des letzten Jahrtausend…..die Hofkatze und der Hofhund sind bei den meisten gern gesehene „Tiere“

        Inzwischen gibt es Außentanks, die sich bewährt haben, auf denen aber auch die Krähen kacken können….deshalb hat es erheblicher Anstrengungen bedurft, bei etlichen Vets Außentanks durchzubekommen.
        Ist wie immer in diesem Land, Vorschriften müssen nicht der Logik folgen, es reicht die Vorschrift.

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  8. bauerhans sagt

    die Südtiroler werden sich zu helfen wissen,die sind dafür bekannt!
    mich hatte die veterinärin aufgefordert,spinngewebe an der decke des maststalls zu entfernen,wegen des unschönen anblicks.

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  9. Sabine Norbisrath sagt

    Willi, der Bauer soll sich an die zuständige Naturschutzbehörde wenden. Das ist ein Klassiker. Das Vet-Amt darf verlangen, dass Schwalbennester über Futtertischen etc. mit Kotbrettern gesichert werden, was es nicht verlangen kann, ist das Entfernen. Schwalben und ihre Nester stehen unter Schutz. Der Mann macht sich strafbar, wenn er die Nester entfernt. Diese Arie wurde schon x-mal von Amtsveterinären gesungen und am Ende steht meist die Untere Naturschutzbehörde da, und bläst dem Vet den Marsch.
    Zu den Wölfen. Mir tuen die fast schon wieder leid. Diese Art von Artenschutz fällt nämlich den Wölfen irgendwann auf die Füße. Nicht nur, dass in einigen Gegenden schon die 3S-Parole (schießen, schüppen, Schnautze halten) unter vor gehaltener Hand kursiert auch befürchte ich, dass in dieser Situation es nicht lange dauert und jemand ein an Staupe verendetes Haustier auslegt, oder auf ähnlich abscheuliche Ideen kommt.
    Man kann am Ende den Wolf nur schützen, wenn ihn alle wollen. Im Moment will ihn aber so gut wie niemand. Wenigstens nicht da, wo er im Moment ist.

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    • Mark sagt

      In den letzten 3 Jahren hat der Schwalbenbestand wieder deutlich zugenommen, bei uns Nisten derzeit 10 Paare. Im Melkstand und vorallem in der Milchkammer haben Schwalben nichts verloren, und da wird weder die untere noch die obere Naturschutzbehörde irgend jemand den Marsch blasen.
      Der Wolf, mit Verlaub, hat im stark besiedelten Mitteleuropa ebenfalls nichts verloren, er war zurecht jahrzehnte lang daraus verschwunden, und dies ganz ohne apokalyptische Auswirkungen auf irgendwelche Ökosysteme. Leider ist es so, dass die Beinträchtigungen der Weidehaltung von Wolfsromantikern noch gegenüber der Öffentlichkeit und der Politik mit aberwitzigen Argumenten negiert werden können, so muss es wohl leider erst zu Übergriffen auf Joggerinnen oder Kinder kommen, bis endlich gehandelt wird. Die Wolfromantiker (besonders die politkberatenden Wolfsexperten) sollten dann aber dafür in volle Verantwortung genommen werden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Würde bei „Milchkammern“ und Milchlager unterscheiden. Ich sehe nicht, wie das geschlossene System von Milchleitung, Ausschlâusung und Lagerung ein Problem mit Schwalben haben sollte. Salmonellen im Futter ist ne andere Nummer.

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      • Smarti sagt

        Bei uns nisten die Schwalben seit Jahren im Melkstand, im Kälberstall, im Maschinenraum ( volle Dröhnung Lärm und heiss, direkt über dem Motor) sowie im Schweinestall und Hundezwinger …) jeweils mit einem Kotbrett darunter.
        Im Schnitt um die 20 bis 30 Nester, war noch nie ein Problem bei Kontrollen.
        Der Milchtank könnte ja theoretisch auch draussen stehen – da ist ja alles zu…für die Schwalben ist die Türe immer ein wenig offen.
        Meiner Ansicht nach weichen die Schwalben in enge Räume aus, weil ihnen die neuen grossen „luftigen“ Ställe zu unsicher oder zugig ? sind. Tiere und Fliegen wären vorhanden, wir haben auch Nester aufgehängt – aber nur sehr selten ist ein Nest im neuen Kuhstall oder im grossen Pferdeoffenstall bewohnt.

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        • Bauer Willi sagt

          Eine interessante Beobachtung. Kann es auch mit dem Licht zusammenhängen? Die kleinen (alten) Ställe sind ja meist auch dunkler.

          Wer hat noch Beobachtungen gemacht?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich habe einen Kunden, da sitzen fast 50 Schwalbennester außen am Dachüberstand des Boxenlaufstalles……..ich denke es ist Lage-abhängig. Windrichtung, Regenschutz, Nähe zu Wasserstellen für Nistbaumaterialien, Misthaufen in der Nähe oder mind. Pferdeäpfel etc.
            Bei meinen Eltern nisten sie seit 50 Jahren an der gleichen Stelle. Die Katzen sitzen vor dem Gebäude und wenn die Schalben im Tiefflug herangerauscht kommen, sind sie häufig in der Lage die Schwalben im Flug zu fangen. Also Katzenangst ist auch kein Hinderungsgrund zur Nistplatzsuche.
            Ein Kunde hat auf seinem Grundstück ungenehmigt Sand abgebaut. An der Abbruchkante des Aushubs siedelt die größte Uferschwalben – Kolonie des LK…..darf aber keiner wissen!:-)

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            • Inga sagt

              Ich habe mal gehört, dass Schwalben gerne an weißen Wänden nisten.

              In Ställen oft geboten,
              aber wenn die Außenwände auch weiß sind, dann nisten sie auch dort, egal Wohnhaus oder Stall!

              Vielleicht sieht man da die Mücken besser, die ja ihre Nahrung sind, und deswegen fliegen sie auch tief, wenn es Regen gibt, denn dann fliegen die Mücken auch tief!

              Egal ob dann mal eine Katze zu ihnen tappt oder nicht!

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            • Smarti sagt

              Kurz bevor die jungen Schwalben ausfliegen, greifen die Eltern auch Katzen an. Im Tiefflug streifen sie „todesmutig“ über die Katzen. Nur leider lernen die kleinen Räuber schnell, dass sie Schwälbchen fangen können. Dann ist der Schwalbennachwuchs dem Hungertod geweiht, denn ein Elternteil kann keine 5-6 Schwälbchen weiterfüttern. Sie werden immer schwächer und sterben fast alle. Aus diesem Grund unbedingt die Katzen einsperren, wenn die Schwalben anfangen „zu spinnen“. Nach etwa einer Woche können die Kleinen gut fliegen und die Katze wieder raus und Mäuse fangen.
              Wir haben extra ein Katzengehege gebaut, die Katzen sind gerne da drin 🙂 Aber die Empörung der „Tierschützer“ ist manchmal gross, aber selber die Katzen freilassen und damit Schwälbchen aktiv töten wollen sie dann auch nicht…

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Fängt die Katze eine Maus, dann ist sie eine gute Katze (derzeit noch).

                Frist die Katze einen Vogel, dann ist sie eine böse Katze.

                Dabei ist das ein Stück Natur und die Natur lieben wir alle.

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          • Berthold Lauer sagt

            Unser Laufstall für die Kühe ist Baujahr 72. Trauthöhe 3 m First 5m. Kein Vergleich mit heutigen Maßen. Aber in diesem niedrige Stall nisten Jahr für Jahr 25 – 30 Schwalbenpaare . Und die lassen sich auch nicht von den eingebauten Ventilatoren stören, die im Sommer für Durchlüftung sorgen. Das Dach ist unter den Faserzementplatten noch mit einer Bretterverschalung verkleidet. Das nimmt ein paar Hitze-Grade im Sommer weg.ansonsten alles Holz, lässt sich offenbar gut dran bauen. In 30 m Entfernung auf der Hofstelle haben wir vor 22 Jahren einen Jungviehstall gebaut schön Hoch und luftig , eine Seite vollkommen offen. Eine Aufgebaute Fotovoltaik Sorg auch dafür, dass es unter den Dachplatten nicht zu heiß wird. Aber: In all den Jahren kein einziges Schwalbennest!

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Bei uns nisten sie in einem vollgerammelten offenen Schuppen in gut 2 Metern Höhe. Im 3 Meter hohen Schafstall waren sie auch schon einmal, aber da war das Nest irgendwo versteckt, wir haben nur den herabfallenden Kot gesehen.

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