Bauer Willi
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Agrarwende: Fragen an Herrn Krüsken, DBV

Ich habe dieses Video mehr durch Zufall entdeckt. Es stammt aus dem Februar 2020, ist aber immer noch aktuell.

Eine halbe Stunde Fragen an Herrn Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes.

Interessant, weil die Fragestellungen der Moderatorin nicht ganz wertfrei sind. Interessant, weil Herr Krüsken manche Provokation bewusst überhört. (Gefällt mir)

Was das Inhaltliche angeht? Seht selbst:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/eins-zu-eins/video-bauern-unter-druck-wie-gelingt-die-agrarwende-100.html

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43 Kommentare

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Im letzten Spätjahr gab es einige Leserbriefe wegen dem Volksbegehren.
      Da schrieb ein Lehrerpensionär, dass vor 60 Jahren in der Landwirtschaft keine PSM notwendig waren.
      In einem meiner Leserbriefe gab ich folgende Antwort: Auszug!

      In einem Leserbrief war zu lesen, dass erst seit 60 Jahren Pflanzenschutzmittel angewendet wurden, verbunden mit der Forderung, Pflanzenschutzmittel dürfen nicht mehr verwendet werden.
      Im Internet kann man von einer Bordeauxbrühe lesen, (Kupferkalkbrühe, Spritzmittel aus gebranntem Kalk und Kupfersulfatlösung), die erstmals 1885 von Millardet in den Weinbaugebieten um Bordeaux zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus (Peronospara)) eingesetzt wurde.
      1844 bis 1849 gab es durch die Kartoffelfäule in Europa eine große Hungersnot, allein in Irland verhungerte die Hälfte der Einwohner, ca.1 Million Menschen.
      Im Verkündigungsblatt von xxxxxxx, Ausgabe vom 14. Mai 1932 stand ein Spritzaufruf, man solle die fressenden Schädlinge mit Bleiarsenat oder einer 2 prozentigen Nikotinseife behandeln. Kein Obsterzeuger sollte diese Behandlung unterlassen.

      Hierzu kam mir entgegen, dass im Verkündigungsblatt gerade alte Artikel reproduziert wurden.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Gar keine, zu den Preisen kannste das Obst in der Apotheke kaufen.
          Aber was für Obstbäume willst Du kaufen?

          Wenn ich zb. Ersinger Cacaks unter alten Sorten finde, dann muss ich Fragen, was das soll. Eine alte Sorte wäre die Haferpflaume und die Bühler Frühzwetschge. Ersinger und Cacaks hatte ich, die habe ich alle vom Boden aus geerntet, Cacaks zu 10 % mit dem Pflückschlitten. Aber denke daran, ohne PSM geht da nichts.

          Es kommt halt auch darauf an, ob du Schafe oder Hühner unter den Bäumen halten willst.

          Hier mal 2 Baumschulen, die ich kenne.

          https://www.obstbau.de/de-de

          https://www.kiefer-obstwelt.de/katalog.html

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Gestern habe ich dir geantwortet, mit 2 Links, die in die Moderation gegangen sind und jetzt ist mein Beitrag verschwunden?
          @ Bauer Willi, gibt es dafür eine Erklärung?

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          • Brötchen sagt

            Danke, er muss die Links erst freigeben.
            Kann bestimmt auch sein er vergisst das oder übersieht was.
            Bei mir eilt es nicht.
            Mir ging es um Birnen und Äpfel.
            Er verkauft wohl schon ziemlich grosse hochstämme im Herbst.

            Für sandige trockene Böden.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Weis schon, dass mit 2 Links es erst freigegeben werden muss. Habe aber die Antwort gestern am Abend geschrieben.

              Es kommt darauf an, für was du die Bäume brauchst, als Schattenspender, oder Obst für den Eigenverbrauch.

              Für den Eigenverbrauch bei Äpfel würde ich auf eine schwachwüchsige Unterlage wie die M25 entscheiden, dann hast Du noch die Chance, dass du in deinem Leben noch was ernten kannst.
              https://www.kiefer-obstwelt.de/apfel.html

              Ich selbst habe ein paar Revena auf M25 stehen, die gehen auch ohne PSM, aber die Äpfel sind gewöhnungsbedürftig.

              Generell ist es so, dass Obstbäume keine sandigen Böden lieben.
              Frag mal bei der Obstbäuerin nach, oder beim Thomas Apfel, ob die Erfahrung haben mit sandigen Böden.

              Übrigens, die Preise bei der Baumschule sind schon sehr happig.

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              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Ich selbst habe ein paar Revena auf sandigem Boden, auf M25 stehen.

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                • Brötchen sagt

                  Ja ehemaliger deswegen frage ich ja, weil ich mich da nicht auskenne.

                  Ich habe da fünf Bäume gekauft. Der erste hat dieses Jahr was dran nach vier Jahren. Einen haben die Schafe zerstört.
                  Der Eierpflaumenbaum ist gut, aber da ist eine Linde beim Sturm reingemacht.
                  Etwas Pech mit den Bäumen. Damals kamen die so 30 euro. Dann werde ich den revena bestellen bei Deinen Adresse. Vielleicht noch Birnen.
                  Ich brauche was zum Backen und was robustes.

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  1. Thomas Apfel sagt

    Problematisch finde ich eher das klein beigeben gegenüber allen Frames der Medien und NGO´s. Wie kann ein Generalsekretär des Bauernverbandes die gleichen blöden Formulierungen benutzen wie Habeck, Hofreiter und Co. ? „Die Leute müssen kein „Billigfleisch“ kaufen Jeder kann für „höherwertiges Fleisch“ mehr bezahlen, wenn er will.“
    ES GIBT in DEUTSCHLAND kein MINDERWERTIGES „Billigfleisch“ sondern ein Verramschen von guten und gesunden Lebensmitteln, möglich gemacht über das fehlende Eingreifen der Kartellbehörden im Handel ! Wir müssen nicht immer erstmal einen Bückling in Richtung der Behauptungen der NGO´s machen, wenn wir etwas anders sehen und das kundtun wollen. Klare Kante ist wirksamer, wenn sie denn Gehör bekommt.

    Dass die ganze Bio-Religions-Bande vor nichts mehr Angst hat als vor Fakten, die ihre Behauptungen auch nur im Ansatz in Frage stellen könnten illustriert folgender Vorgang:
    Ich habe 2019 einen Antrag zur Förderung eines Vorhaben zur Vernetzung und Zusammenarbeit von konventioneller Landwirtschaft, SOLAWI, Permakultur, Intensiv Bio und extensivem Streuobstanbau beantragt. Wir haben einen Kooperationsvertrag mit 7 Familienbetrieben, einer Bio-Veganen Solawi und einem Biolandbetrieb zu Wege gebracht. Mehr Vernetzung geht nicht. Ich habe dieses Projekt an verschiedensten Stellen über Vorträge vorgestellt. Mein klare Ansage war immer „Alle Daten zum materiellen Input und Output und eines Insektenmonitorings (nicht über NABU sondern neutrale Sachverständige) werden erfasst und unvoreingenommen und neutral bewertet“
    Der Fachbeirat, der dieses ELER Programm begleitet besteht aus 7 Personen aus dem Öko- und Umweltbereich. Es ist kein einziger Landwirt oder neutraler Agrarwissenschaftler dabei. Mein Projekt hat Michael Wimmer (FÖL) vorgetragen und abgelehnt mit der Begründung „Es besteht die Gefahr, dass das Projekt zu einer Imagekampagne für den konventionellen Obstbau werde und zudem sei der segregative Ansatz beim Naturschutz sowieso falsch“
    Die haben nicht mal den Mut sich in eine Diskussion zu begeben die Ergebnis – offen wäre, wie es bei wissenschaftlichem Anspruch Grundvoraussetzung wäre. Das Ganze obwohl gerade Herr Wimmer genau weiß, dass weder die SOLAWI, noch die schon realisierten Biodiversitätsmaßnahmen (die in ihrer Wirkung untersucht werden sollten), noch die Zusammenarbeit mit den NABU Kollegen vor Ort ohne meine Aktivitäten überhaupt zu Stande gekommen wären. Die feige Bande sitzt tatsächlich inzwischen unisono und fast solo in allen wichtigen Entscheidungsgremien der Politik und der öffentlichen Verwaltung. Die wollen ihre Sicht ungestört verbreiten. Die Rollen sind klar verteilt: Die sind das „Lehrerkollektiv“ und die Bauern kommen in der ganzen Sichtweise nur als die dummen zu belehrenden Grundschüler vor.
    Ich bin fassungslos. Aber das lasse ich so nicht stehen !

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    • Mark sagt

      Absolut treffend dargestellt. Apropos Lehrerkollektiv: Die Grundschule unserer Stadt ist offiziell eine Naturparkschule, sie verwendet Unterrichtsmaterialien von BUND, Nabu, Tierschutzbund etc. Den Kleinen wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, wenn sie Fleisch essen, Vegetarismus steht ganz hoch im Kurs und in der dritten Klasse Klimawandel „geleert“.

      Auf einer Veranstaltung zum Volksbegehren „Pro Biene“ (BaWü) letztes Jahr war u.a. der Bauernverband und der Nabu Landesvorsitzende auf dem Podium. Beide hielten ein Impulsreferat, der BV-Kreisvorsitzende setzte auf peinlich-unterwürfige Art auf den Dialog mit den Naturschutzverbänden, während der NABU-Landesvorsitzende über die naturzerstörende intensive Landwirtschaft herzog, die in den letzten Jahren immer schlimmer geworden sei. Mir platze förmlich der Kragen und ich habe den Nabufritzen in einer Wortmeldung mit einer faktenbasierten Argumentation unter großem Beifall des nicht nur landwirtschaftlichen Publikums ziemlich rasiert. Nach der Veranstaltung kam ein Vertreter des Bauernverbandes zu mir und sagte, dass meiner Art der Diskussion nicht erwünscht sei und diese ihre Strategie des Dialogs störe. Das Ergebniss ist, dass diese BV-(…) das vollkommen unötige Eckpunktepapier gemeinsam mit den NABUS entworfen haben und die Bauern im Land damit quasi Schatt Matt gesetzt sind. Was ich über eine solche Berufsvertretung denke schreibe ich lieber nicht!

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      • firedragon sagt

        Mark, hast Du Nachwuchs in einer solchen Klasse, wenn ja, was denkt der darüber bzw geht der damit um? (Familie / Schule)

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        • Mark sagt

          In der dritten Klasse (9 Jahre) sind die Kinder sehr einfach zu beeinflussen, unsere Jüngste will Vegetarierin werden, sie verweigert hin und wieder Fleisch.

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          • firedragon sagt

            Mark, hast Du Tiermast, bzw haben Deine Kinder die Möglichkeit Haltung und Schlachtung zu sehen? Wenn ja, kann dem Nachwuchs alles ganz anschaulich erklärt werden und zum reinen Vegetarier werden die dann nicht unbedingt. Sondern sehen die Welt schon realistisch.
            Wir haben diese „leicht beeinflussbare“ Phase zum Glück schon länger hinter uns.

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            • Paulus sagt

              @firedragon, als Vater einer Tochter kann ich dir sagen, dass es nahezu unmöglich ist, die Kids vor gewissen Beeinflussungen zu schützen oder zu bewahren. Sie werden schon früh indoktriniert.
              In der Grundschule änderte Tochterherz ihr Essverhalten gravierend, übrigens auch ihre Freundinnen. Spaghetti Bolo mit Hack haben die Kids, zumindest wenn sie bei uns gegessen haben, nur so in sich hineingeschaufelt und dann durfte plötzlich kein Krümel Hackfleisch mehr drin sein, usw. Mit dem weiblichen Lehrpersonal an der Grundschule hat sich meine Gattin oft genug angelegt. So nach dem Motto (sinngemäß): Für die Erziehung und Ernährung meiner Tochter bin ich verantwortlich; sie haben ihr lesen, schreiben und rechnen beizubringen. Wobei ich behaupten darf, dass wir selbst diesen Auftrag weitgehend selbst erfüllt haben.

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              • firedragon sagt

                Hallo Paulus, weiß nciht wie’s bei Dir in der Familie war, wir haben unsere Kinder nie im Kindergarten oder Schule essen lassen. Schätze mal, da kann eine Familie ein normales Essverhalten vorleben.
                Einer unserer Sprösslinge hatte auf dem Heimweg vom KiGa geschwärmt, er würde Schweine lieben und hat voller Genuß sein Wurstbrot gegessen. Genannter Sprössling hatte mit etwa 13 Jahren verkündet, er würde ab sofort Vegetarier sein – hat genau einen Tag gehalten.
                Er befindet sich in der Ausbildung zum Erzieher und wir hoffen sehr, daß er sich persönlich nie verbiegen muß. Es wir allerdings schwer werden , wenn man sieht, was Erzieher und auch Lehrer den Kindern in Zukunft zu vermittel haben. (daber ist Ernährung noch das kleinere Übel)

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      • Arnold Krämer sagt

        Die Vertreter des Bauernverbandes haben vielfach ein schlechtes Gewissen, weil sie genau wissen, was sie in den letzten Jahrzehnten versäumt haben:
        1. fehlende bzw. viel zu späte Distanzierung von „schwarzen Schafen“.
        2. ehrlicher Umgang mit strukturellen Fehlentwicklungen und ihren Ursachen
        3. Anpassung der Interessenvertretung an geänderte Agrarstrukturen und zunehmende Kritik von außen
        Grund: man hat viel zu lange die Wirkung medialer Dauerkritik unterschätzt.
        Aber mit einem „Schmusekurs“ gegenüber den NGO’s kriegt man das auch nicht mehr zurecht gerückt. Das was an richtigen, oft aber auch falschen Anschuldigungen in der Welt ist, wird ständig von „unbedarften“ Leserbriefschreibern wiederholt und verfestigt sich. (typisches Bsp. 75 % weniger Insekten und die Landwirte sind schuld)

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        • Mark sagt

          Vorallem, man hat die „Kompetenzführerschaft in sensiblen Bereichen“ bereitwillig den NGO´s überlassen, auch deshalb, weil man sensible Bereiche als solche viel zu spät oder noch gar nicht erkannt hat.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Nicht nur der Bauernverband, die Bauern selbst haben alles ertragen, ohne selbst einen Leserbrief zu schreiben. Lieber haben sie die Zeit genutzt, um noch ein Grundstück mit hoher Pacht zu ergattern.

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  2. Friedrich sagt

    Herr Krüsken redet wie ein Politiker und hält sich den Rücken in alle Richtungen frei. In 90% der Aussagen kann ich ein OK sagen. Was mir fehlt ist die Aussage zu den Grundwassermeßstellen und zu den Bedingungen der Sauenställe . Man stelle sich einmal einen Gewerkschafter an dieser Stelle vor ? Der DBV ist zu unkonkret , zu angepasst in Berlin und wird von mir , trotz Mitgliedschaft, nicht als Kampfverband wahrgenommen. Aus dieser Situation des nicht Kämpfens , hat sich sich ja auch der LSV gegründet , um dem Unmut der Bauern eine Stimme bei den Demos zu geben. Damit hat der DBV eine Riesenchance vertan. Während sich die meisten DBV-Kreisverbände mit den LSV-Leuten solidarisiert haben , kam nur ein Schweigen vom DBV aus Berlin. Kann nur hoffen ,daß es in der DBV-Spitze bei den anstehenden Vorstandswahlen zu einer Erneuerung und pressewirksamen Persönlichkeiten kommt. Die Politikkungelei und Vetternwirtschaft um Posten und Macht hat auf jedenfall aufzuhören.

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    • Bauer Willi sagt

      Nein, am Personal in Berlin wird sich nichts ändern. Das hat der DBV schon angekündigt. Rukwied wird wiedergewählt.

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Vielleicht ist klare Kante in der Form besser?:

    Aus einem aktuellen Interview mit dem designierten Kanzler Habeck:

    Machen wir es konkret: Die Fleischindustrie gilt als sehr klimaschädlich. Um das zu ändern, steht in dem neuen Entwurf für ein Grundsatzprogramm der Grünen: „Es sollen immer weniger Tiere immer besser gehalten werden, damit der Konsum von Fleisch und anderen tierischen Lebensmitteln sinkt.“ Das klingt eher nach einem frommen Wunsch als nach einem Plan. Wie also wollen Sie den Fleischkonsum konkret senken?

    Habeck: „Durch eine flächengebundene Landwirtschaft. Es lässt sich angeben, wie viele Tiere auf wie viel Fläche gehalten werden können, damit es nachhaltig ist: Das sind etwa zwei Kühe pro Hektar. Wir wollen eine Landwirtschaft, in der das nicht überschritten wird. Das kann man angehen, indem staatliche Förderung vorrangig daran geknüpft wird, dass so produziert wird. Später lässt sich diese Grenze dann auch im Ordnungsrecht festlegen.“

    Ihr Ziel, den Fleischkonsum zu senken, würde dann erreicht, indem der Preis steigt. Die Bürger müssten also fürs Essen mehr bezahlen.

    Habeck: „Wir haben massive soziale Schieflagen in Deutschland, ohne Frage. Aber die sollten wir durch höhere Mindestlöhne, bessere Tarifbindungen, höhere Hartz IV-Sätze, bessere Renten bekämpfen und nicht durch Dumpingpreise beim Fleisch. Ja, weniger Tiere zu halten bedeutet, dass die Kosten pro Tier höher werden. Aber gerade die Billigkeit des Fleisches hat in Deutschland zu einer enormen Entwertung der Arbeit der Bauern und natürlich des Sterbens der Tiere selbst geführt, die jeder Beschreibung spottet. Ich habe mir das in einer Fleischfabrik angesehen: Wenn bei der Produktion von Pfeffersalami auch nur eine einzige Scheibe eingerissen ist oder ein Pfefferkorn abfällt, wird nicht die eine Scheibe weggeworfen, sondern die ganze Packung. Weil die Menschen das angeblich nicht essen wollen. Allein in Deutschland werden jeden Tag 11.000 Schweine umsonst geschlachtet. Das ist nicht akzeptabel.“

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      • Paulus sagt

        „mit dem designierten Kanzler Habeck“ ist gut. „… und natürlich des Sterbens der Tiere selbst geführt, die jeder Beschreibung spottet“ ist noch besser.
        Herr Habeck reitet gerne auf der landwirtschaftlichen Welle, während Frau Baerbock die Industrie für sich entdeckt hat. Fatal ist, dass beide von ihren bevorzugten Themen schlicht keine Ahnung haben und ihrer Phantasie zuviel Spielraum geben. Frau Baerbock ist besonders gut der Disziplin. Die hielt letztens deutsche Stahlwerke für elementar wichtig und verkündete, dass deutscher Stahl demnächst CO2-neutral produziert wird. Was sie nicht bedacht hat ist, dass es dann gar keinen deutschen Stahl mehr geben wird.

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    • Christian Bothe sagt

      RS, habe das „tolle“Interview von dem nach Ihrer Meinung „designierten Kanzlerkandidaten“ gerade gelesen.Nichts weiter wie der übliche Unsinn zur LW und anderen Volkswirtschaftsbereichen.Tut mir leid aber ich kann dessen grünes Möchtegerngeschwafel nicht für voll nehmen! Aber sicher muss er sich mal wieder melden(das Geschwindigkeitslimit war ja nun nichts).Wird nicht lange dauern, meldet sich Baerbock auch…Stelle mir gerade vor, wenn der zum Amtsantritt zu Trump oder Putin reisen müsste…

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      • Ottmar Ilchmann sagt

        Bei Habecks möglichem Amtsantritt ist Trump wohl hoffentlich nicht mehr im Amt.

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        • Christian Bothe sagt

          @Ilchmann,das mit Habeck wird nun wieder nichts.Er sollte weiter Kinderbücher schreiben.Das macht er gut.Was Trump betrifft, glaube ich das er wieder gewählt wird. So sieht es meine amerikanische Verwandtschaft jedenfalls kommen.

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        • bauerhans sagt

          Trump ist ein wenig „hilflos“.
          die wirtschaft läuft jedenfalls,wie ich an meinen us-stocks erkennen kann.

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            • fingerphilosoph sagt

              Ich bin gewiss kein Anhänger von Trump, bloß um der Wahrheit die Ehre zu geben, hier der 2. Abschnitt aus dem verlinkten Text:

              „Vergleichbar mit der in Europa gebräuchlichen Konjunkturentwicklung von Quartal zu Quartal sind diese Angaben allerdings nicht. Anders als etwa das deutsche Statistische Bundesamt veröffentlicht das US-Handelsministerium sogenannte annualisierte Zahlen – die Wirtschaftsentwicklung innerhalb eines Quartals wird auf das ganze Jahr hochgerechnet. Nach der in Europa gebräuchlichen Rechenweise läge das aktuelle Minus in den USA bei etwa zehn Prozent.“

              10 Prozent in den USA also! Hier die entsprechenden Vergleichszahlen aus einigen europäischen Ländern:
              Spanien 22,1%
              Frankreich 13,8%
              Italien 12,4 %
              Deutschland 10,1%

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Ruhig, sachlich, souverän von Krüsken …..aber sein Gegenüber ist auch kein wirklicher Gegner gewesen. Da wollte der WDR wohl einmal eine wohlwollende Seite gegenüber der Agrarlobby zeigen.

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    • Mark sagt

      „Ruhig, sachlich, souverän von Krüsken …“ oder zu wenig Biss, zu wenig scharfe Kante und klare Position.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Warum sollte er bissiger sein, sein Gegenüber hat ihm doch alle Möglichkeiten der Argumentation gelassen. Ich findes es ausgesprochen sachlich. Wenn man unbedingt Dissenz erzeugen will und eine Provokation erzeugen möchte, dann bleibt man im Fahrwasser des Anschreiens stecken. Auf beiden Seiten…..wie gesagt. Dieses Interview erscheint aber auch eher als ein der Landwirtschaft wohlgesonnenen Beitrag des WDR.

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        • Mark sagt

          Krüsken erscheint hier eher als „leicht phlegmatischer Ministerialbeamter“ denn als Generalsekretär eines Berufstandes. Angesichts der Dramatik der Situation hätte ich deutlich mehr Engagement und Biss im Sinne knallharter Argumentation gewünscht, das hat nichts mit Provokation oder Anschreien zu tun. Der Weichspülmodus von Krüsken ist jedenfalls der Sache auch nicht unbedingt förderlich.

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          • kritischer_Leser sagt

            Vielleicht liegt es daran, dass dem Bauernverband die „kanllharten“ Argumente einfach abhanden gekommen sind? Die Datenlage die zeigt, dass sich die Art und Weise wie Landwirtschaft in Deutschland/Europa/(weltweit) betrieben wird ändern muss um auch in Zukunft ein Leben (und eben nicht nur Überleben) zu gewährleisten, ist halt überwältigend. Leider hat der DBV mMn überhaupt keine schlüssigen Konzepte wie das passieren soll. Und/oder es fehlt der Wille. Und ich finde auch dass das eben die (eigentliche) Kernkompetenz von LsV ist (steht ja auch im Namen): GEMEINSAME Lösungen für Fehlentwicklungen zu finden. Ich hoffe dass sich LsV das auch beibehält (bzw. wieder dahin zurück findet) und sich nicht in die (gleichen) Grabenkämpfe wie der DBV stürzt.

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            • Mark sagt

              Bei dem weichgespülten Gesülze könnte man tatsächlich auf den Gedanken kommen, dass „dem Bauernverband die „kanllharten“ Argumente einfach abhanden gekommen sind“.
              Die überwältigende Datenlage würde mich gerade deshalb besonders interessieren.

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              • kritischer_Leser sagt

                Kleiner Faktencheck:
                Herr Krüsken sagt, dass „60% der Agrarzahlungen, laufen mit einer Zweckbindung“ (ab Min. 11).
                Er zählt dann auf „Ländlicher Raum, Junglandwirte, Biodiversitäts, Agrarumweltmaßnahmen“.
                Die aktuellsten Zahlen des BMEL (2018) zeigen folgendes:

                Gewährte Basisprämie: 2.899.650.442,89 €
                Gewährte Greeningprämie: 1.410.377.439,87 €
                Gewährte Junglandwirteprämie: 65.264.029,93 €
                Gewährte Umverteilungsprämie: 329.188.159,17 €
                Gewährte DZ an Kleinerzeuger: 19.133.141,67 €

                Das ist die berühmte 1. Säule der Agrargelder die die deutschen Landwirte 2018 bekommen haben. Herr Krüsken nennt aus dieser ersten Säule aber nur die Junglandwirteprämie, und die macht mit 65Mio € einen ziemlich kleinen Teil aus. Agrarumweltmaßnahmen und der „ländliche Raum“, stecken alle in der 2. Säule (worüber sich aber zB. auch Stallbauten oder 5G Netze finanzieren lassen).
                Die 2. Säule macht im Schnitt in der letzten Förderperiode jährlich nur 1,3 Mrd. € aus. D.h. schonmal nur knapp 30% der 1. Säule!
                Was Herr Krüsken mit „Biodiversität“ meint, ist mir nicht klar. Vielleicht das Greening?!? Die Greeningprämie ist eine Prämie dafür, dass die Landwirte die Regeln einhalten die aufgestellt wurden, um die Basisprämie zu bekommen (also meiner Meinung nach eine Belohnung dafür dass sie Geld bekommen welches sie beantragt haben weil sie Land bewirtschaften).
                Wenn man also alles zusammenrechnet was Herr Krüsken „vielleicht“ meint, dann komme ich auf ~ 47% der gesamten, jährlichen Agrarzahlungen (~6Mrd. €) die eine gaaaaaanz entfernte „Zweckbindung“ an die o.g. Ziele hat. Und das auch nur mit sehr gutem Willen. Leider hat sich nämlich auch gezeigt, dass das Greening, was ja alleine soviel Prämie bringt wie die gesamte(!!) 2. Säule, nur eine sehr geringe bis garkeine positive Wirkung auf insb. die Biodiversität hat. (Wofür der einzelne Landwirt natürlich absolut garnix kann!)

                Und das meine ich mit kein Konzept haben: Der DBV (und viele andere) halten an einem Subventionssystem fest, dass seine Ziele nicht erreicht (Höfe sterben unvermindert, landw. Einkommen bleiben volatil, Biodiversität geht verloren, Umwelt wird belastet), ohne sich Gedanken über sinnvolle Alternativen zu machen. Dass erhöhte Standards nicht ohne Ausgleich verlangt werden können, in einem offenen Markt, ist selbstverständlich. Aber das zeigt doch umso mehr, dass einfach so weiter machen auf mehr als der umwelttechnischen Ebene nicht geht (schließlich zahlen wir am Ende alle als Gesellschaft dafür doppelt und dreifach. Jetzt mit unseren Geldern die dann im Subventionstopf landen, später mit dem was wir für Wasseraufbereitung, etc. und immer stärkere intensivierung der Bewirtschaftung an Folgekosten haben.

                Die Generation der Landwirte der letzten 70 Jahre hat eine „goldene Zeit“ des höher, schneller, weiter erlebt, die jetzt ganz klar an ihre Grenzen stößt. Die EU Gelder halten das System künstlich am leben. Aber auf irgendeine Weise, sei es durch Trockenheit, Starkregen, Krankheiten oder schlicht politischen Unwillen weiter so viel Geld so ineffizient einzusetzen, wird es sich verändern müssen. Und zwar deutlich schneller und deutlich grundsätzlicher (und lange nicht nur auf die reine Landbewirtschaftung beschränlt!!) als in einer Evolution. Denn sonst kann es gut sein, dass etwas passiert was in der Evolution nunmal passieren kann: Arten, die sich nicht anpassen wollen oder können, sterben aus!

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                • Obstbäuerin sagt

                  Da hast Du recht, kritischer Leser, wenn weiter so viel Unsinn beschlossen wird, sterben mehrere Arten konventioneller Landwirte aus. Die reichlich vorhandenen Insekten und andere Mitesser wird es freuen. Deutschland wird ein unproduktives Bullerbü und die Nahrungsmittel kommen aus aller Herren Länder.

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      • bauerhans sagt

        „….oder zu wenig Biss, zu wenig scharfe Kante und klare Position.“

        absolut richtig,Mark!
        die sind alle so vom DBV,die haben ja auch ihre „pöstchen“ überall.

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