Bauer Willi
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Reisen bildet…von Energie bis Biodiversität

So, wir sind wieder zuhause. Die zwei Wochen am Bodensee haben uns sehr gut getan, sowohl körperlich (viel schwimmen, radfahren, wandern) als auch geistig. Am vergangenen Sonntag hat unser Gastgeber den zweiten Politischen Frühschoppen veranstaltet, von dem ich noch berichten werde. Das war eine spannende Diskussion, besonders mit den Kollegen aus der Schweiz.

Was uns im Urlaub auffiel: Sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt haben wir entlang der Autobahn von Mannheim bis Friedrichshafen kein einziges Windrad gesehen. Auch nicht im Hinterland, meine Frau und ich haben bewusst danach geschaut. Nun wird doch Baden-Württemberg Grün-schwarz regiert. Wie kann es sein, dass diese Erneuerbare Energiequelle da keine Rolle spielt? Photovoltaik haben wir gesehen, meist auf ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Thema Energie: Immenstaad hatte an unserem vorletzten Urlaubstag einen mehrstündigen Stromausfall. Ist schon komisch: der Kühlschrank läuft nicht, die Mobiltelefone sind stumm, weil die Funk-Antennen auch ohne Strom sind und das Internet kann man natürlich auch vergessen. Der Stromausfall war zwischen 17 und 20 Uhr. Zu dieser Zeit wollen die Urlaubsgäste zu Abend essen. Folglich blieben auch die Restaurants leer und beim Supermarkt konnte man nichts kaufen, weil die Türen zu und die Räume dunkel waren. Kaufen ohne Kasse geht auch nicht, besonders nicht bargeldlos. Bei der VR-Bank standen die Türen weit offen, zumindest die, die zu den Geldautomaten führen. Doch deren Bildschirme waren dunkel. Und bekanntlich ist “ohne Moos nix los”.

Auch die Tankstelle blieb dunkel. Zum Glück hatten wir am Tag vorher getankt. Wer jetzt mit dem letzten Tropfen unterwegs war, hätte ein Problem gehabt. Nach drei Stunden war der Strom wieder da, es war nichts Gravierendes passiert und wir haben den Stromausfall ohnehin in einem Lokal einige Kilometer landeinwärts verbracht. Da funktionierte auch das Handy und zeigte uns an, dass der Stromausfall in Immenstaad behoben sei. Jetzt sei der Stromausfall in Friedrichshafen. Wir haben bis heute nicht erfahren, woran es gelegen hat.

Was uns noch auffiel: Baden-Württemberg ist landwirtschaftlich sehr klein strukturiert. Am Bodensee rechnet man nicht in Hektar, sondern in Ar. Es gibt unglaublich viele verschiedene Kulturen nebeneinander und selten habe ich so viele Blühstreifen gesehen, die auch jetzt noch in voller Pracht dastanden. Auf dem Foto Durchwachsene Silphie. Wenn ein Bundesland ein Beispiel für intakte Landschaft und Biodiversität ist, dann steht “es Muschterländle” sicher ganz weit vorne. Alle Bayern mögen mir verzeihen. (Übrigens habe ich auch immer noch sehr viele grüne Kreuze gesehen.)

Urlaub bildet: ich habe wieder ein Buch in Ruhe lesen können. Diesmal das Buch von Sven Plöger “Zieht euch warm an, es wird heiß”. Sehr gut lesbar und trotz Wissenschaft unterhaltsam geschrieben. Was er an Fakten zum Klimawandel schreibt berücksichtigt auch die Argumente der “Klimaleugner”. Ich werde in der nächsten Zeit dazu eine Rezension verfassen. Das letzte Kapitel (S. 295-301) lautet “Aufgetischt – unsere Ernährung” und das muss ich noch ein zweites Mal lesen. Das ist mir ein wenig zu oberflächlich.

Und noch was: selten habe ich so viele teure und PS-starke SUV und Sportwagen gesehen. Unter 200 PS war da kaum ein Fahrzeug dabei und die meisten davon wurden von älteren Herrschaften ohne Kindern gefahren. Dies nur zum Thema Klimawandel. Die haben davon wohl noch nichts mitbekommen oder leben nach dem Motto “das werde ich mir doch jetzt im Alter noch leisten dürfen”. (Unseren 12 Jahre alten Touran haben wir mit einem Verbrauch von 5,4 l/100 km Diesel gefahren)

Und jetzt beginnt der Alltag wieder. Die “Tu-du-Liste” von meiner Familie hab ich schon. Meine To-do-Liste muss ich jetzt damit in Einklang bringen. 🙂

In diesem Sinne…

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90 Kommentare

  1. Ehemaliger Landwirt sagt

    Auch wir sind zurück, 4 Tage Nordschwarzwald, die Fetten SUV habe ich nicht gesehen, kann auch daran liegen, dass die “Reichen” alle am Bodensee waren.
    Am 19. waren wir in eurer Nähe, LGS Überlingen.

    Zu der Ehrenrettung der grünen Landesregierung muss ich sagen, dass es vielerorts mit der Windhöffigkeit nicht so weit her ist, trotz der bergischen Landschaft. Der Windatlas sieht Vorranggebiete vor, die nach der Meinung eines Mannes, der für ein Unternehmen Standorte sucht und bis zur Genehmigung bringt, nicht Wirtschaftlich Sinn macht.

    Da wo es Sinn macht, ist angeblich der Rotmilan unterwegs, oder es war vor 50 Jahren auch mal ein Auerhahn gesichtet worden.
    Ein Investor will auf der Hornisgrinde ein zweites Windraderrichten, der hat bis jetzt mehrere Millionen für Gutachten ausgegeben, für den Standort Hornisgrinde lohnt es sich.

  2. Ludwig sagt

    @Christian Bothe. Wieder mal ein kleiner Staatsstreich und Rechtsbruch. Inzwischen häuft sich das in den letzten Jahren und kein Staatsanwalt hat den Mut die über 1000 Strafanzeigen gegen diese Lage zur Anzeige und vor Gericht zu bringen. Manch einer der Rechtsbrecher gehört wohl hinter Gitter und das wissen die , denn es wurde schon lt. Merkurzeitung Anwesen in Paraguai gekauft , denn die liefern nicht aus.

  3. Ludwig sagt

    @Christian Bothe
    Genauso ist das. Auch deren Buch “Unantastbar” zur Klimaentscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist sehr realistisch ausgearbeitet. Mit diesem Gesetz ist Tür und Tor für alles in diesem Lande geöffnet. Nach meiner Ansicht ein irrationales Fehlurteil welches nicht dem Grundgesetz folgt , sondern dem Mainstream. Kein Wunder , wenn führende Richter auch mit führenden Grünen verheiratet sind und deren geschriebenes Wort eins zu eins übernehmen.

    • Christian Bothe sagt

      Es gibt sogar Anwälte bzw. Verfassungsrechtler, die von einer Anmassung der Richter am BVG sprechen und deren Urteil nicht mit dem GG konform ist…Das wird auch nicht das letzte Wort sein in dieser Angelegenheit fürchte ich.

  4. Inga sagt

    Also glauben ist eigene Befindlichkeit, dazu ist das Thema zu ernst.
    Angeblich ist es 5 vor 12.

  5. Ludwig sagt

    So ist das mit den Abhängigkeiten . Der Plöger folgt dem Mainstream und das Gegenbuch von Prof. Vahrenhold und Lüring (Unerwünschte Wahrheiten) spricht andere Wahrheiten. Mit dem Stromausfall ist das so eine Sache .Da gibt es teilweise techn. Ausfälle , aber auch Abstellungen um das Netz zu stabilisieren , wie neulich . Da wurden innerhalb von wenigen Minuten alle Großverbraucher abgestellt , weil kein Stromzukauf aus den Nachbarländern möglich war und ein Blackout verhindert werden mußte. Mit dem Abstellen der AKWs werden wir große Probleme bekommen und die werden die Windräder und PV-Anlagen nicht lösen , da es immer wieder keinen Wind und keine Sonne gibt und damit diese Technik keine Konstanttechnik ist. Wir haben uns jetzt ein kleines Dieselstromgerät gekauft und können so Haus und Hof ohne Einschränkungen bei Stromausfall leben und betreiben.

    • Christian Bothe sagt

      Vahrenhold hatte sich in der Phönixsendung sehr sachlich und fachlich positioniert. War der absolute kompetenteste Teilnehmer in der Talkrunde!

      • Stadtmensch sagt

        “Zitat Thomas Unnerstall:”

        “Unser Energiesystem ist nicht nachhaltig”

        und

        “Die Überwindung des einseitig auf quantitatives Wachstum ausgerichteten
        Marktmodells, die Weiterentwicklung dessen, was wir unter „Wohlstand“ verstehen, und der diesbezüglichen gesellschaftlichen Zielvorstellungen – das sind Aufgaben,
        die nach meiner Überzeugung zu den eigentlichen großen Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert gehören. Und ich bin auch sicher, dass es bei
        diesen Fragen enorme Fortschritte geben wird.
        Mein Punkt ist nur: Die Lösung dieser Aufgaben ist nicht Voraussetzung dafür, dass der Westen CO2-neutral wird, d. h. ambitionierten und erfolgreichen Klimaschutz
        betreibt. Es ist eher umgekehrt. Die Eindämmung des Klimawandels im Sinne des Pariser Abkommens ist Voraussetzung dafür, dass die nächsten Generationen sich
        (nicht mit den vielfältigen Folgen einer drastischen Klimaveränderung herumschlagen müssen, sondern) u. a. diesen Herausforderungen widmen können.”

        Also egal wies weiter geht. Man sollte diesen aussichtslosen Versuch (Klimawandel eindämmen) machen. Alles andere ist Horror nach Aussage der meisten Klimawissenschaftler:
        https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/basisfakten.html

        • Reinhard Seevers sagt

          Stadtmensch, siehst du denn Anzeichen, dass eine Mehrheit die Eindämmung des Klimawandels nicht will?
          Ich sehe lediglich Anzeichen von Ängsten der Menschen, die nicht wissen, welche Folgen die Anpassung für ihre Existenz hat, bevor überhaupt ein negatives Ereignis eingetreten ist. Eine Sturmflut, ein Orkan oder einen Waldbrand im Leben eines Menschen führt nicht gleich zur Einsicht in eine Reduzierung des Wohlstands oder gar zur Existenzbedrohung.
          Außerdem ist auch die Frage des Umbautempos eine wichtige: Wenn ständig Alarmstimmung ist, hätte ich gar keinen Bock mehr mich anzustrenegen, weil es ja eh schon zu spät sein soll oder ist. Weniger Hysterie und Alarm, weniger Schuldzuweisung und weniger Heilsversprechen und ich geh mit.

          • Stadtmensch sagt

            Ich kann ja verstehen, dass man nach Jahrtausenden des apokalyptischen Denkens (Christentum) die Schnauze voll hat von Motivation durch Weltuntergangsandrohung.

            Seit zwanzig Jahren wird von riesigen Energiesparzielen durch diverse “Wenden” gesprochen. Effektiv erreicht man gerade mal eine Stagnation im Verbrauch durch Effizienzfortschritte. Sind die Menschen jetzt glücklicher mit ihren fetten Karren, ihren Eigenheimkrediten, ihren Massenveranstaltungsurlauben?

            Werden sie in 20 Jahren mit noch mehr Wohnfläche und noch mehr Unterhaltungsangeboten und noch mehr Befindlichkeiten glücklicher sein?

            • Reinhard Seevers sagt

              Stadtmensch, wenn ich deine Beiträge lese, hab ich zunehmend das Gefühl, du lebst in einer Einzelzelle und alles andere passiert außerhalb und wird von allen anderen gemacht, getan, verursacht.
              Hast du weder Freunde, Verwandte, Bekannte, die sich so verhalten, wie du es ansprichst?🤨
              Oder du gar selbst vielleicht?

    • sonnenblume sagt

      Mit den Großverbrauchern hat man Übereinkommen für diese Abschaltungen, die dann auch vergütet werden. Ist alles im Strompreis einkalkuliert. So hat man nicht zigtausend Kunden verprellt, sondern kann alles ruhig abwickeln. Im Bericht wurde eine Aluschmelze genannt. Der Stop im Betrieb ist nicht billig.

    • Inga sagt

      Dann kann das Vorhaben von de Anschalten doch wieder rüchgängig gemacht werden, oder? Wenn wir Atomstrom von außerhalb unserer Grenze beziehen, dann können wir doch selber welche laufen lassen, bis die regenerativen Quellen verlässlicher sind.

  6. Obstbäuerin sagt

    Das ist genau so, wie ich es hier auch sehe und in Thüringen, in Mecklenburg und großen Teilen von Sachsen ist es auch so. Grüne und bunte abwechslungsreiche Landschaften. Außer immer mehr Windrädern und Solar. Es muss nur dokumentiert werden samt Eidechsenüberbevölkerung, Schmetterlingsparadiesen und anderen biodiversen Landschaftsstrichen innerhalb der modernen Landwirtschaft. Vielleicht findet sich ja doch noch mal eine professionelle Gruppe zusammen, die so eine Internetseite aufbaut. ich beteilige mich z.B. bei Wild- und Feldvogelzählung https://www.facebook.com/groups/961389394302028
    Das ist eine gute Seite aber sie dokumentiert kurzzeitig und alles verschwindet, wenn neue Beiträge kommen und es hat auch keinen richtigen geographischen Bezug.

    • Brötchen sagt

      Obstbäuerin, der Aufbau ist ja nicht das große Problem.
      Problem ist der Unterhalt und der Datenschutz heute.

      Schreibe mal genau, was die Seiten können muß…..bzw. was Du Dir vorstellst?!

      Du könntest auch an den LBV herantreten und fragen.

      Vielleicht kriegt man dafür auch einen Fördertopf unter…..

      Ich vermute, du willst ein Meldeformular das in eine Datenbank geht.

      Aus der Datenbank werden dann in einer Liste oder auch auf einer Karte die Meldungen angezeigt.

      Wie soll das Meldeformular aussehen, das man auch in der Datenbank sinnvoll suchen kann? Das müßte klar sein, daraus ergibt sich dann auch der Aufwand.

      Eine Webseite kostet je nach Traffic pro Jahr von 5 bis 14 Euro nur das Hosting…

      also sagen wir mal so 500 Euro.

      Sowas kann man auch Schüler oder ähnlich machen lassen..

      • Obstbäuerin sagt

        Brötchen, ich hatte mir schon was anspruchsvolles und gut händelbares vorgestellt. Von Schülern würde ich das eher nicht erwarten, da müsste doch ein IT-Fachmann oder eine Werbeagentur ran, wenn etwas attraktives bei raus kommen soll.

        • Brötchen sagt

          Naja Du machst aber einen Riesenaufwand und weißt überhaupt nicht, ob das überhaupt jemand nutzt.

          Der Nabu hat eine Riesenschlagkraft und z.B. deren Vogelbestimmungs APP ist schon was tolles.

          Der IT Fachmann fragt Dich auch nur die Sachen, die ich Dich jetzt frage.

          Weil heute ist das schon verzwickt, wenn da jemand irgendwelche zuordenbaren Daten eingibt, brauchst Du ein Konzept nach DSGVO und da brauchst Du eventuell einen Fachmann für usw….

          Eine schöne Seite ist heute nur das Templet (fertiges Layout) das kann man fertig kaufen, das ist wirklich kein Hexenwerk und das kostet auch nur 50 Euro oder so.
          Habe ich alles schon gemacht….

          Schwierig wird es eben nur, wenn da jemand was eingeben soll, das musst Du auf Fehleingaben absichern. Dann muss das auch gegen Hacker abgesichert sein, das da jemand immer Updates von dem Templat und dem PHP macht usw……was eben das Betreiben ist……

          Deshalb würde ich da erstmal eine Minimal Rumpfseite machen und gucken ob das angenommen wird…

          Da hättest Du wie gesagt, sagen wir Aufwand 1000 bis 5000 Euro….

          je nach dem….

          Vorher musst Du genau wissen was Du willst:

          wie soll das Eingabeformular aussehen und was soll gespeichert werden und soll das aus einer Liste ausgewählt werden, sagen wir 500 Schmetterlinge usw……die Liste muss ja jemand anlegen……..

          Das weiß der IT ler auch nicht….

        • Brötchen sagt

          ich habe mir mal deren Seite angesehen, sehr dürftige Meldungen.

          Müßtest Du mal überlegen wie Ihr /Du eine Motivation hinbekommt, das ihr viele Meldungen bekommt.

          Das würde ich als wichtigste Aufgabe ansehen!

          Dann ärgern die sich schwarz / dunkelgrün…….

        • firedragon sagt

          Obstbäuerin,
          Du hast mal erzählt, dass Du einen Kalender gestaltet hast.
          Stellst Du “Deine” Insekten noch irgendwo vor ( fb oder insta)?
          Wenn ja, fang doch dort mit einer Art Wettbewerb an, dann haste mal einen Überblick, ob Menschen da mitziehen und was es braucht, um Begeisterung für Dein Anliegen zu wecken.

          • Brötchen sagt

            Gute Idee….Tiktok wäre natürlich noch besser…….kann jeder seine jagd filmen.

            Und ich könnte zeigen, wie unsere Mörderschnecken die Eidechsen jagen……;)

          • Obstbäuerin sagt

            Das habe ich doch oben mitgeteilt. Die Seite erfreut sich großer Beliebtheit. Mit meinen fb Mitteilungen zur Biodiversität könnte ich schon ein Buch füllen. Ansonsten habe ich schon genaue Vorstellungen aber mir fehlt das technische Können. Es geht mir aber vorwiegend darum, die Märchenerzählung vom Artensterben durch Fakten zu ersetzen. Das ist eher ein ernstes Anliegen.

            • firedragon sagt

              Du hast geschrieben, dass Du Dich dort beteiligst. Sorry, ich bin nicht bei fb und kann deshalb nicht sehen, was Du dort machst und ob Du mit einer eigenen Seite unterwegs bist.
              Natürlich ernsthaft …
              (wäre schlimm, Du würdest so chaotisch unterwegs sein, wie ich 😉 )

      • Inga sagt

        Man kann ja auch mit dem Auto zum nächsten See fahren, vielleicht auf einem Bauernhof übernachten und da weiter Insekten zählen und mal bewusst feststellen , ob auf dem Mais- oder Getreideacker wirklich weniger und andere Insekten sind.

        • firedragon sagt

          Inga,
          im Getreideacker sind nicht weniger Insekten, allerdings andere, als in einem Blühacker.
          Wenn jetzt Horden von Menschen durch meine Äcker “rennen”, um das zu “überprüfen”, wäre ich stinksauer. Also liebe Inga, das ist kein guter Vorschlag.

  7. fingerphilosoph sagt

    85% der Franzosen haben dieses Jahr in Frankreich Urlaub gemacht. Als Touri-Region sind wir förmlich überrannt worden. Mindestabstand, haha!

    Auffallend: die großen Wohnmobile verschwinden, was wohl auch daran liegt, dass auf vielen Parkplätzen direkt am Meer künstlich Barrieren aufgebaut wurden. Teilweise fühlte ich mich in die 70er Jahre zurückversetzt: statt der dicken Wohnmobile tummelten sich unzählige VW-Bus-ähnliche Fahrzeuge auf den Parkplätzen, die auf dem Dach eine aufklappbare Einheit, eine Art Zelt, haben. Ein paar ältere Wohnwägen, diese winzigen Eier aus den 70ern, waren ebenfalls zu sehen. Auch deutlich mehr (pastell)farbige Fahrzeuge, nicht mehr nur schwarz, silber, weiß oder grau, sondern hellblau, zartgrün, inkaorange usw.

    Ich hatte den Eindruck, dass hier schon eine andere Generation unterwegs ist, die mehr auf “tiny” und Minimalismus macht. Motorräder werden allerdings zunehmend durch Quads ersetzt.

    Ich glaube, so viele Touristen wie dieses Jahr hatten wir selten.

    • Reinhard Seevers sagt

      Wie hieß es doch im Französisch Buch: …” Tous les francais a on vacance…..”

      De Franzosen haben doch immer schon mehr Urlaub im eigenen Land gemacht oder nicht?
      Ich beobachte in unseren Breiten eher das Gegenteil: Große neue Wohnmobile mit zwei neuen E-Bikes hinten dran…..

      • Lady sagt

        “Tous les francais a on vacance…..” ”

        Ach ☺️, du hattest ja ein lustiges Französischbuch . So deine Stärke war französisch aber hoffentlich nicht 😉.

        Die PS-Stärke ist mir in BaWü auch aufgefallen, aber wo sollen sie sich sonst tummeln?
        Die Blühstreifen fallen natürlich bei einer so kleinteiligen Landwirtschaft stärker auf. Hier in MV fallen dieses Jahr vor allem die Insekten auf der Windschutzscheibe auf , noch mal deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Ob das die BaWüler toppen können, wage ich zu bezweifeln.

    • firedragon sagt

      “… diese winzigen Eier aus den 70ern, waren ebenfalls zu sehen. Auch deutlich mehr (pastell)farbige Fahrzeuge, nicht mehr nur schwarz, silber, weiß oder grau, sondern hellblau, zartgrün, inkaorange usw.

      Ich hatte den Eindruck, dass hier schon eine andere Generation unterwegs ist, die mehr auf “tiny” und Minimalismus macht …”

      fingerphilosoph,
      das ist das Ergebnis der Suche nach der heilen Welt.
      “Früher war es besser”, die moderne “Schäbige Schönheit”, Retro, das Heimelige, die Zuflucht in die Vergangenheit usw., weil der Mensch der Schnelligkeit entfliehen will.
      Optisch kann sich der moderne Mensch da schon was vorgaukeln 😉

  8. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Da muss man nur ins richtige “Eckle” von BaWü fahren und schon ist die Landschaft zugepflastert mit Windrädern.

    Verteilung nach dem Floriansprinzip entlang der bayersichen Grenze. Repowering hat zwischenzeitlich bereits Einzüg im Ländle der Käpsele gehalten: Die leistungsfähigsten Windräder Deutschlands sollen dort aufgestellt werden…, ebenfalls nur einen Steinwurf vom Bajuwarenreich entfernt.

    Warum das? Warum entlang der Grenze!? – Nun, die Einspruchsmöglichkeiten auf Baden-Württemberger Gebiet, wechselseitig auch in Bayern natürlich, gegen diese eifrig planenden Grenzgänger auf beiden Seiten, dahingehend sind den zuständigen Gemeinden und Kommunen die Hände viel mehr gebunden.

    Diese Gegebenheit wurde übrigens gekupfert von unseren Atomkraftwerksbetreibern. Fessenheim, das vielleicht auf Bauer Willis Reiseroute gelegen hat, zumindest nicht weit davon entfernt, ist ein gutes Beispiel für ein solches Floriansprinzip.

    • Reinhard Seevers sagt

      …dennoch haben BaWü und Bayern zusammen nicht mal die Hälfte an Windkraftanlagen von Niedersachsen. Mimimi, würde ich sagen.
      https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28154/umfrage/anzahl-von-windenergieanlagen-nach-bundesland/

      Die Architektenkammer aus BaWü hatte sich jüngst auch zu Wort gemeldet und sich gegen die Verschandelung der Natur ausgesprochen. Der Reichtum der Bürger und der daraus erwachsende politische Druck schafft es, das nicht mal bei einer Grünen Regierung, das Land mit alternativer Energie versorgt werden kann. Dann doch lieber den Norden belasten, aber bitte den Strom unterirdisch transportieren ins Ländle. Wie sagte Greta: shame on you!

      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Wem sagen Sie das – ich beiße mir genau an dieser Hinterzimmer-Energiepolitik schon seit 20 Jahren die Zähne aus; habe mich allerdings aber immer noch nicht entmutigen lassen…

  9. Günter sagt

    “Und noch was: selten habe ich so viele teure und PS-starke SUV und Sportwagen gesehen”
    Dieses Wochenende sind soviele PKW über den Brenner gefahren wie noch nie seit Bestehen der Brennautobahn, frei nach dem Motto ” Ich mache mir dem Klimawandel wie es mir gefällt”
    Es werden noch spannende Zeiten kommen.
    Schönen Wochenbeginn allen.

    • Brötchen sagt

      Was ich bei meiner Verwandtschaft in BW feststelle, es gibt einen regelrechten Hass auf SUVs der bei uns gar nicht so schlimm ist….leben und leben lassen. Ausser vielleicht in den Großstädten.
      Obwohl der Verwandte jeden Tag selber ps-stark große Strecken durchs Land fährt und auch sehr Lw nah arbeitet.

      Und auch sehr gut rentenmäßig und so abgesichert ist.
      Dann ist mir noch aufgefallen, es gibt dort wirklich eine tiefsitzende Angst vor den Klimaveränderungen, obwohl auch wiederherum die in einem Landstrich sitzen wo Milch und Honig fliessen. Was sollen da dann die “Steppen und Wüstenbewohner sagen”.

      Weiß nicht, ob ich das zu subjektiv wahrnehme..

      • Reinhard Seevers sagt

        Wer etwas zu verlieren hat, der hat Ängste. Wer nichts hat, der sucht es bei denen, die etwas besitzen…..dieses Verhältnis bestimmt alles, von der Migration bis hin zur heimatlichen Idylle.
        Deshalb ist ja alles so am Brodeln.

        • Brötchen sagt

          Reinhard wir haben das abends beim Bier diskutiert und da kam raus, das ich das vielleicht etwas optimistischer sehe, bezüglich wiss. techn. Know hows damit umzugehen.

          Ist ist glaube ich nicht allein die Verlustangst. Zumal soviel mehr als bei mir ist da auch nicht da….es ist nur eben die Zeitdauer und die Erfahrung mit Umbrüchen umzugehen ..

  10. Brötchen sagt

    Guten Morgen Willi!
    Die Windräder stehen alle bei uns im Osten!
    Allein um meinen Heimatort in der Lausitz stehen bestimmt fast 70. Muss ich mal zählen.
    Und noch hektarweise Solar.

    Deswegen sind wir ja so sauer, weil wir nix davon haben, ausser der Landverpächter und es sollen noch substanziell mehr werden. Kannst Du Dir vorstellen, dass die Freude überall sehr groß ist!

    • sonnenblume sagt

      Sag doch bitte Norddeutschland. Hier ist es auch nicht besser. Jeder verfügbare qm wird im Regionalplan frei gegeben. Der Süden schützt die Tourismusbranche. Die möchten keine verspargelte Landschaft.

      • Brötchen sagt

        ja sicher….habe jetzt nur für mich gesprochen……was ich so in meiner kleinen Welt so erlebe…;)

      • fingerphilosoph sagt

        Im Süden ist es im Vergleich mit dem Norden zu windstill. Mit Photovoltaikanlagen hat der Süden ja auch kein Problem. Da gibt es halt keine verspargelte, sondern eine verlakritzte Landschaft: alles schön schwarz.

    • Stadtmensch sagt

      “weil wir nix davon haben”

      Nicht dass das jetzt noch in Kapitalismuskritik ausartet…

      • sonnenblume sagt

        Ob man was davon hat, oder nicht ist doch jetzt egal. Geh doch einfach mal mit offenen Augen durch die Landschaft. Sie wird einfach verschandelt. Das kann man sich auch nicht schön reden.

        • Stadtmensch sagt

          “die Landschaft. Sie wird einfach verschandelt.”

          Meine Brille: Die Landschaft wird mal wieder verändert. So wie vor hundert Jahren mit dem Aufkommen des motorisierten Individualverkehrs. Oder den Speckgürtel-Schlafstädten. Oder den lauten schmutzigen Industriebetrieben. Oder Anlagen für den Massentourismus in den Bergen.

          Das können wir alles so beibehalten. Wir sähen Blühwiesen für schöne Fotos in der Landlust und kurbeln den Tourismus an. In NRW und Lausitz gehts weiter mit Tagebaumondlandschaften.

          Die Restwelt wird dann die Technologie für die Nutzung regenerativer Energie entwicklen und nutzen. Wir fahren SUV von Audi und schimpfen auf unseren unfähigen Nachwuchs. Kann ich mir gut als Perspektive vorstellen…

          OT: Japaner haben auch einen hohen Altersdurchschnitt – aber irgendwie sind die nicht so träge

          • Reinhard Seevers sagt

            Zitat Stadtmensch: “OT: Japaner haben auch einen hohen Altersdurchschnitt – aber irgendwie sind die nicht so träge.”

            Gutes Beispiel…die haben sogar nach Fukuschima immer noch Atomkraft…weil keine Kohle. Irgendeinen Tod musst du sterben Stadtmensch.
            P.S.: Ist denn ein hohes Alter dein Ziel für uns alle? Warum?

          • sonnenblume sagt

            Stimmt, die Landschaft wird wieder verändert. Sie hat sich doch schon über lange Zeit immer verändert. Für Industrialisierung und Wohnbedarf musste sie schon einiges einstecken. Hier gab es aber immer Schwerpunkte in denen sich die Veränderung abspielte. Mit den Windrädern haben wir im Norden und Osten aber eine flächendeckende Veränderung. Liegt doch auch daran, dass sich das Geschehen in ca 200m und mehr m über dem Boden abspielt und nicht bodennah. Dadurch bekommt man die Windräder niemals aus dem Blickfeld, egal wohin man sieht.

      • Brötchen sagt

        Stadti……Du brauchen wir doch nicht mehr zu diskutieren…..wir sind da weit auseinander und kommen auch nie mehr zusammen.

        Ich habe 30 Jahre Soz. gehabt und das ist in allgemeiner Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit geendet und das muss ich nicht mehr.

        Ich denke, Du musst das jetzt nicht jedem unter die Nase reiben.

        Wir können uns respektieren ja und Einzelthemen diskutieren.

        Und Du kannst in Deinem Chemnitz oder Zwickau oder Reichenbach Soz. machen.
        So wie ich den Menschenschlag dort kenne, sind die da auch nicht so begeistert von.

        • Stadtmensch sagt

          “in allgemeiner Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit geendet”

          Jetzt wo dus sagst..
          Kann auch keine allgemeine Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit mehr erkennen.

          • Brötchen sagt

            “Kann auch keine allgemeine Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit mehr erkennen.”

            Richtig, wir nähern uns ja Deinem heißgeliebten Soz. in großen Schritten an……das kommt mir alles sehr bekannt vor….und Du willst wahrscheinlich noch mehr von dem Trunk nehmen….vermute ich mal.

            So und nun müßten wir diskutieren, wie man das umsteuern könnte…..

            Allein schonmal in dem man die Leute in den Regionen viel mehr einbindet und motiviert……soll heißen direkte Demokratie und Selbstverantwortung stärken, Regeln abbauen.

            • Stadtmensch sagt

              Bei den Amis kann ich noch viel weniger allgemeine Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit erkennen. Aber alle Subalternen wissen ganz genau, dass Sozialität von Übel ist.

              • Brötchen sagt

                Man findet natürlich immer ein Argument dagegen, wenn man etwas nicht will.
                Wer A sagt muss auch B sagen…..so ist das nun mal.

                Ich habe jahrelang diese Endlosdiskussionen ertragen….und nichts hat sich getan. Aber gelabbert haben alle…..

            • Stadtmensch sagt

              “direkte Demokratie und Selbstverantwortung stärken, Regeln abbauen”

              Genau! Fischfangquoten, Düngeverordnung, Mindestlohn, Tierwohl…weg damit.

              Nimm du erstmal noch einen Trunk. Vielleicht verschwindet dann der Elefant im Raum (Verhältnis von Anlagekapital vs. Naturressourcen oder 80/20 Gesellschaft).

              Das Wirtschafssystem erstickt an seiner eigenen Produktivität. Das wird auch nicht besser, wenn freie Bauern (oder KMUs allgemein) von Auflagen und Kontrollen befreit. Alles schon probiert. Deshalb haben wir jetzt erstmal diese “Gängel-Stellschrauben”.

              • Brötchen sagt

                Ist ja richtig Problem erkannt!

                Du gehst von einem Extrem ins andere.

                Was fehlt ist Motivation! und Begrenzung auf den absehbaren Verantwortungsbereich.

                Deswegen braucht es eine Rückbesinnung neben der “Globalisierung”.
                Jeder muss selbst “sehen” können, wo er Schaden anrichtet und wo er Verantwortung trägt. Dann schafft man Motivation.

        • Christian Bothe sagt

          Ziemlich krass, das mit Verwahrlosung usw.Brötchen… Wo habt ihr denn gelebt??? Ich sehe das nicht so und so schlecht war das System nun auch wieder nicht,wenn man es mit dem jetzt und heute zu bestimmten Punkten vergleicht…

        • Lady sagt

          “Ich habe 30 Jahre Soz. gehabt und das ist in allgemeiner Verwahrlosung und Verantwortungslosigkeit geendet und das muss ich nicht mehr.”

          Danke Brötchen🙂
          So lange haben es meine Eltern nicht ausgehalten, allerdings ein Vetter fast.
          Hier bei Willi ist sicher der falsche Ort, um sich über dieses Thema zu streiten. Aber dass hier nun zum wiederholten Male steht, es sein eigentlich gar nicht so verkehrt gewesen in der DDR, finde ich ziemlich erschreckend.

          • Obstbäuerin sagt

            Als junge Frau war ich in vielen Bereichen besser dran als meine Geschlechtsgenossinnen in der Bundesrepublik. Ich kann die Meinung von Brötchen jedenfalls nicht teilen. Die ersten Bettler in meinem Leben sind mir in Westberlin begegnet. Da war ich ganz schön geschockt.

            • Inga sagt

              Gab es in der DDR keine Bettler und Obdachlose?
              Ich schicke alle Bettler aufs Sozialamt.
              Zeige ihnen den Weg zum Rathaus.

          • Ostbauer sagt

            Es ist eben 30 Jahre her und das Schlechte vergisst man zu erst.
            Wer nicht persönlich oder familiär von den Repressalien betroffen war noch viel schneller. Sei nachsichtig. 🙂

      • Brötchen sagt

        Steht auch nichts ist auf der Strecke Nürnberg dann westlich und ist mir schon vor 5 Jahren aufgefallen…..oder ganz ganz wenig….dafür sieht man etwas mehr Solar, aber das hat im Osten was ich so sehe, extrem zugenommen…

      • Christian Bothe sagt

        Na das ist doch super! Diesen Windmüll braucht kein Mensch! Gut,das es in Ostthüringen genug BI dagegen gibt und es in den Wäldern Thüringens nicht genehmigt wird…

  11. Brötchen sagt

    dito Thomas…..Sven Plöger war noch nie mein Fall.
    Ich bin immer für einen offenen wissenschaftl. Diskurs und das vermisse ich überall schmerzlich!
    Selbst zu Ostzeiten war das nicht so schlimm, zumal da lag offen auf dem Tisch, das es eben bestimmte politische Grenzen gab. Innerhalb dieser Grenzen konnte man sich frei bewegen und es hing dann eben nur an materiellen Ressourcen. Wer Organisationstalent hatte, konnte da auch einiges auf die Beine stellen (bezüglich Forschung)
    Ich bin meinem Professor von damals noch sehr dankbar, das bei ihm solch ein Klima herrschte.
    Sowas gibt es heute an den Unis auch nicht mehr…..das ist alles eine ganz schlimme Situation.

    Damals gab es auch noch Respekt vor wiss. Leistungen, heute kann ja jeder der geradeaus laufen kann ( und nicht mal das) zum großen Politstar auflaufen und wird auf die gleiche Stufe gesetzt von einem Menschen der langjährig etwas geleistet hat auf seinem Gebiet.
    Die die wirklich Kompetenz haben ducken sich alle weg und laufen nur als Rentner dann zur großen Form auf.

  12. Thomas Apfel sagt

    Ich habe Sven Plöger neulich bei einer Talkrunde bei Phönix gesehen. Da waren Luisa Neubauer, Fritz Fahrenholz und Maja Göpel dabei. In dem Talk war Herr Plöger sowas von altväterlich – klugscheißend, dass mit schlecht geworden ist. Auch wenn er zum Thema nix weiß, hat er ganz viel Meinung parat. Da stand er in einer Linie mit Neubauer und Göpel. Gruppendynamisch war die Sendung so aufgestellt, dass es nur um Missionierung durch “Übermacht” ging. Die Bande der Besserwisser will gar nicht mehr diskutieren, sondern alle “Andersgläubigen” diffamieren. Ich kann die “genervten” Blicke und das stereotype Geplapper dieser Klugscheißer nicht mehr ertragen.

    • Bauer Willi sagt

      Das Buch ist anders. Vielleicht ist das in Talk”shows” eine gewisse Gruppendynamik. Es ist halt heute schwer und erfordert Charakter, sich gegen den Mainstream zu stellen. Und dann muss man aufpassen nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt zu werden.

      • Brötchen sagt

        Willi er muss ja auch etwas ausgeglichener schreiben, sonst ist er als Wissenschaftler tod.
        Ich weiß auch nicht, ob er überhaupt wiss. Kompetenz hat. Nur studiert oder promoviert zu haben, reicht meiner Meinung nach, nicht aus. Man muss schon jahrelang an Fragestellungen gearbeitet haben, um sich sicher auf einem Gebiet zu fühlen. Meine Erfahrung.

        Leute die so in der Öffentlichkeit stehen müssen, sich ja immer auch absichern, ob sie denn nicht bei ihrem Brötchengeber, der klare pol. Agenden hat, in Ungnade fallen.
        Ich stelle mir das schwierig vor.

        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn unsere wissenschaftl. Kompetenz sich durch Plöger, Yogishwar, Steffens, Lesch und Co abbildet, dann ist eh Hopfen und Malz verloren. Das sind in meinen Augen die Vereinfacherer, die dem Volk die Botschaften bildungsgerecht übermitteln sollen.

          • Brötchen sagt

            Ja Reinhard klar…..hast Du gut formuliert.

            Ich weiß jetzt nicht, wo denn der Geist eines freien Diskurses wehen soll?
            Und wie denn wiss. Neuigkeiten vermittelt werden sollen.

            Eine Schlussfolgerung wäre, sich überhaupt mit dem Kram abzugeben…..und wenn ich es recht überlege….mache ich auch nicht mehr…schon lange nicht mehr..

            • Reinhard Seevers sagt

              Brötchen, die Medien haben einen großen anteil an der Verwirrung. Sie sind der Marktwirtschaft unterworfen und nur dann erfolgreich, wenn sie mit Schlagzeilen mindestens die erste Aufmerksamkeit erheischen. Im Netz ploppen stündlich neue Erkenntnisse oder Enthüllungen allein zur neuen Technologie der E-Fahrzeuge auf.
              Mal sind E- Autos tickende Zeitbomben, mal sind neue Batteriesysteme einfachster Art die Rettung der Welt, dann wird der Verbrenner als das Bösesete auf Erden tituliert, dann folgt eine Lösung mit einem Seriellen- Hybrid und damit die Rettung des Verbrenners….usw. usw,….
              Politik kommt schon lange nicht mehr hinterher und der Bürger ist bestmöglich verunsichert.
              Das System frisst seine Kinder.

              • Brötchen sagt

                Richtig, deshalb ist ja der ÖR da, um wenigstens ausgewogen zu berichten.

                Deshalb muss da die Brechstange angesetzt werden.

                Aber brachial! sonst tut sich da nichts!

                Die andere Seite ist die, wenn man die Gesellschaft extrem zerstückelt in ihrer Interessenslage, kommt man nicht mehr hinterher. Siehe Bildung usw…man kommt zu keinem Kompromiss mehr..

                Die Länder die dem entgegensteuern können, sind gerade am erfolgreichsten….bzw. haben unsere Probleme nicht.

              • Inga sagt

                Dann sind wir Bürger mal für Landwirtschaft und gesundes Essen mit integriertem Naturschutz (regional usw.).
                Incl. gegen umweltschädigende grosse spritfressende SUVs und Kohlestromfressende E-Autos kaufen und benutzen.
                Das ist die neuste Mode, das ist der neuste Schrei,
                Besonders modern ist die Diskussion darüber.

                Und dann werden die Massenmedien darauf aufspringen.

                Die Nachkriegszeit ist vorbei, wir brauchen dem Nachbar nicht mehr zu beweisen wie reich wir sind.
                Wer von uns ist noch so altmodisch?

          • Thomas Apfel sagt

            Was mich weit mehr aufregt, als die Vereinfachungen, ist der Umstand, dass die Fernsehsender fast nur noch “alternative” Landwirtschaft zeigen. Zum Beispiel haben unsere Solawis Probleme die Abspringenden wieder durch neue Kunden zu ersetzen – und zack, ist der RBB morgen vor Ort und macht Bilder zur Unterstützung und Werbung. Auf der Seite Moderne Landwirtschaft werden hingegen alle Lügen ständig wiederholt. Ich schalte da gar nicht mehr ein.
            Vor einigen Tagen eine Sendung über Moore – und schon wieder alle Frames: Krefeld, Grundwasser in Dt. wegen Überdüngung und Tierhaltung am schlechtesten in Europa usw. usw. usw. …. Im Ruppiner Land besteht fast die gesamte LN aus ehemaligen Moorflächen (über 14.000 ha) … soll am liebsten alles wiedervernässt werden.

        • Brötchen sagt

          ich halte das bloss 5 sec aus…..dagegen war ja Pöbelralle irgendwie noch lustich……schade das der weg ist…

    • Christian Bothe sagt

      Stimme da voll zu…Plöger ist für mich ein nach allen Richtungen „ausufernder“ Wetterfrosch und nicht mehr und nicht weniger…Habe die Sendung bei Phönix auch gesehen,musste aber immer mal umschalten,wenn ich Neubauer (wer immer das ist…) reden hörte!

      • Reinhard Seevers sagt

        Das Geilste war ja, dass die Neubauer dem Vahrenholdt vorwarf, er würde mit Glauben anstatt mit Fakten etwas ändern wollen. Dann hat sie sich warm gesabbelt und am Ende stand ihr Glaube an den Erfolg der Umsetzung, weil es doch sooooo viele Initiativen und Firmen gäbe….. Es geht bei beiden, bei Göpel und bei Neubauer eben auch um Glauben, dem Glauben an den guten Menschen, der lediglich motiviert werden muss, um den Schienenverkehr vor seinem Schlafzimmerfenster zu ertragen, der Rettung des Klimas wegen…..wenn es nicht klappt, haben sie jetzt schon einen Schuldigen in der Tüte: Ihr (alle Verantwortliche, außer sie selbst) seid Schuld! Ihr habt es nicht geschafft die Menschen zu überzeugen, umzuerziehen, mitzunehmen…

        • Inga sagt

          Also glauben ist eigene Befindlichkeit, dazu ist das Thema zu ernst.
          Angeblich ist es 5 vor 12.

          • Reinhard Seevers sagt

            Inga, alle Menschen müssen den Glauben und die Hoffnung haben, dass das was man von ihnen verlangt, das was sie tun sollen, die Opfer die sie bringen sollen, dass das zum Erfolg werden wird. Niemand kann die Garantie für einen irgendwie gearteten Erfolg geben. Deshalb ist die ganze Diskussion ja so emotional, weil der eine nicht glaubt, dass es geht, und der andere ganz fest glaubt, dass es gehen wird.
            Es ist sozusagen ein Glaubenskrieg. Das ganze Leben ist eine Frage des Glaubens….nicht immer an einen Gott, doch häufig an die eigenen Fähigkeiten und die Kraft, andere zu überzeugen…..😉

    • Inga sagt

      Also ist die neue Wichtigkeit ‘Egoismus”.

      Oder besser gesagt Egozentismus?

      Also Egozentismus gegen Ökologie?

      Wir Menschen müssten schon immer wegen sozialen und Umwelt Opfer bringen.

      Viele Probleme konnte der Mensch wir ja beseitigen,
      aber das Problem mit der Ökologie noch nicht
      Und so lange das noch nicht beseitigt oder beherrschbar ist, müssen wir noch Opfer bringen und die egozentrischen Befindlichkeit zurückstecken.

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