Bauer Willi
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Regionales stärken

Bei einem Aufenthalt in Österreich ist mir das „Vulkanland-Schwein“ aufgefallen. Wer es nicht weiß: das Vulkanland liegt in der Steiermark. Und genau aus dieser Region stammt das Fleisch. Über 200 bäuerliche Familienbetriebe liefern ihre Schweine unter diesem Label. Die Ferkel dazu müssen in der Steiermark geboren und gemästet worden sein und werden auch in der Region geschlachtet. Eine der Voraussetzungen ist auch eine Fütterung mit überwiegend heimischen Futtermitteln aus dem eigenen Anbau. Mehr darüber hier:

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Nun hat sich die Vereinigung rund um das Vulkanland-Schwein eine besondere Aktion einfallen lassen. Sie verschenken 2.500 Saatgut-Beutel mit Blütenpflanzen (siehe Foto) an alle Bürger. Das Saatgut reicht für rund 50 qm. So sollen die Mitbürger angehalten werden, auch in ihrem Garten etwas für die Artenvielfalt zu tun. Eine tolle Aktion.

Und das Fleisch ist auch lecker 🙂

Bauer Willi

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12 Kommentare

  1. Mausschubser sagt

    Mich nervt mittlerweile das Thema „Bienen“. Da macht jeder mit. Wie es mit der Toleranz gegenüber anderen Krabbeltieren, wie Spinnen, (Blatt)läusen, Milben, Motten, Schaben, Wespen…, vor allem in der eigenen Umgebung aussieht, steht auf einem anderen Blatt.

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    • Obstbäuerin sagt

      Wir haben heute Apfelblütenfest in dem Dorf, an das unsere Plantagen angrenzen. dort werden wir alle unsere Aktivitäten vorstellen und auf die bereits existierende Biodiversität aufmerksam machen. Wie in jedem Jahr macht mein Mann eine Führung durchs Gelände. Denn selbst in diesem Dorf sind Anwohner (zugezogen aus der Stadt) der Meinung wir vergiften Alles.

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      • Ackerbauer sagt

        Frau Obstbäuerin
        Das ist der falsche Weg, ihr Mann kämpft gegen Windmühlen.
        mit Vernunft ist das nicht mehr zu regeln.
        Die Verbraucher treffen an der Ladentheke bzw der Kasse eine andere Entscheidung(Brot und Spiele)
        Das Volk braucht Mangelversorgung so das es viele an der eigenen Haut spüren!

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      • Inga sagt

        Ja,
        die Einstellung, „Die Bauern vergiften alles“ ist so ein bequemes Vorurteil, das von den eigenen Sorgen ablenkt!

        Und da kann man sich dann in Rudeln zusammen tun. Das tut gut.

        Aber es lenkt auch von der oben erwähnten Fleischqualität ab.
        als ich das las, dachte ich, beider regionalen Produktion müssten dann auch regionale Kräuter als Mineral- und Vitaminfutter dazu gegeben werden.

        Na ja, das müßte man dann erst mal untersuchen, ob das reichen würde und ob es am Fleischgeschmack und -Qualität etwas zum Positiven hin ändern würde.

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      • Brötchen sagt

        Obstbäuerin sowas bringt am meisten, den Leuten in die Augen schauen und erklären.
        Gute sache!
        Internet wird überschätzt.

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        • Ackerbauer sagt

          Brötchen mit Gutbürgertum und Vernunftappellen kannst das schnell vergessen.
          Lebensmittel sind essentielle Grundbedürfnisse und hier ist das Ego des einzelnen am größten.
          Discounter nutzen dieses Verhalten als Kundenbringer
          Supermärkte positionieren die Fleischtheke mit den Schnäppchenangeboten ganz hinten um den Jagdtrieb am geschicktesten auszunutzen.
          Die Regierung monieren schon über Jahre hinweg eine zu hohe Lebensmittelwergwerfquote.
          Alles für die Katz und über den Preis zu regeln meidet man es tunlichst!
          Noch kann man es mit der globalen digitalen Druckerpresser abfangen, doch die militärischen NATO-Aktivitäten und das Russlandbashing signalisieren ein baldiges Ende des Brot und Spielepokers!

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          • Ackerbauer sagt

            Es ist wie im Schach,
            Sind erst mal die „Bauernfiguren“ weg
            ändert sich der „Spielcharakter“!

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          • Bergbäuerin sagt

            Gerade das Vulkanland-Beispiel zeigt, dass es schon auch anders geht. Bei uns steigt der Umsatz bei den Regionalvermarktern. Allerdings ist das der Erfolg von mehr als 20 Jahren Aufbauarbeit, geboren aus der Not des EU-Beitritts, der die österreichische Landwirtschaft in ihrer Existenz bedroht hat. In dieser Zeit hat sich ja beispielsweise die deutsche Landwirtschaft vor allem durch Produktivitätssteigerung profiliert, und Österreich wusste, dass es da mit seinen kleinen Strukturen niemals mithalten kann, also ist man einen anderen Weg gegangen Richtung Regionalität, Direktvermarktung und Bio.
            Jetzt steht offenbar Deutschland an diesem Punkt, kann im globalen Maßstab nicht mehr mithalten, aber eure Konsumenten wollen doch auch mehr klein, regional und bio! Nur wirds dann halt teurer. Bei uns meckern sie alle, dass das Essen teurer ist als in Deutschland, aber ändern können sie es eh nicht mehr. Allerdings führt das in den Supermärkten jetzt zu Rabattschlachten: https://orf.at/stories/3120002/

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    • Inga sagt

      Das Thema „Bienen“ werden ja bestimmt unter den Laien mit den gesamten Insekten thematisiert.

      Weil die wenigsten richtige Ahnung davon haben, aber das Recht zum einmischen.
      und dieses macht ja so viel Spaß!

      Kommt man so auf einen Nenner?

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    • Paulus sagt

      Mausschubser,
      mich nervt nicht nur das Thema Bienen sondern dieses elende Thema Insekten bzw. Insektensterben generell. Ich selbst sorge für Insektenunterkünfte, mit den Hintergedanken das die Piepmätze ihre Bruten ernähren können und sich Wildbienen und Hummeln vermehren. Im Rahmen meiner Möglichkeiten sorge ich auch für Blühpflanzen, nicht zuletzt weil ich mich auch selbst daran erfreuen kann.
      Insofern bin ich einer der vermeintlich Guten und könnte mich jetzt ganz toll finden, gäbe es da nicht diese Toleranzgrenzen und die fatale Unterscheidung zwischen Nutz- und Schadinsekten.
      Was meine eigene Unzulänglichkeit oder auch Verlogenheit betrifft: Bestimmte Arten werden toleriert auch wenn sie sich ins Haus verirren – die entschwinden auch wieder und sind froh wenn sie wieder draußen sind. Andere Arten landen entweder am Fliegerfänger oder werden ohne Wenn und Aber totgeschlagen, weil sie einfach nur lästig und unerwünscht sind. Ich bin auch ehrlich gesagt froh, wenn diese tot von der Straßenlaterne fallen statt sich in unser Schlafzimmer zu begeben. Es geht noch weiter, was z.B. den Buchdrucker betrifft kann ich auf ihn verzichten und wüsste nicht welche Lücke er in meinem Wald hinterlässt.
      Und jetzt sind die Landwirte dran. Wenn jemand glasklar zwischen Schad- und Nutzinsekten unterscheiden kann sind sie es, daran besteht wohl kein Zweifel. Ich frage mich allerdings, aus welchem Grund da scheinheilig so getan wird als ob man um die Vielfalt der Insekten bemüht ist, während man gleichzeitig mit der Spritze über den Acker fährt um bestimmte Arten zu vernichten. Da herrscht, nicht anders als bei allen anderen, ob Dörfler oder Städter null Toleranz. Es gipfelt darin, dass Bauer Willi eine Petition mit irrsinnigen Vorstellungen auf den Weg bringt und eine eher schwach belichtete Ministerin darauf freundlich antwortet.
      Eine wirklich ehrliche Diskussion zu dem Thema findet nach meiner Wahrnehmung nicht statt.

      5+
      • firedragon sagt

        Paulus,
        wie soll eine ehrliche Diskussion aussehen, wenn Dein Gegenüber ein extremer Biomensch ist und Dir ätzend vorschmeißt, Du würdest alles Getier durch mulchen von überständigem alten Grün und sritzen der Ackerfläche töten ?

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