Bauer Willi
Kommentare 24

Positionspapier DBV: Veränderung gestalten

Am 18. Januar 2017 hat der Deutsche Bauernverband in Berlin das Positionspapier „Veränderung gestalten“ vorgestellt. Unter anderem wird eingegangen auf die Punkte

  • Tiergesundheit
  • Vitalität der Nutztiere
  • nicht-kurative Eingriffe
  • kooperativer Umwelt- und Naturschutz
  • bedarfsgerechte Pflanzenernährung
  • verantwortlicher Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Genannt werden auch verlässliche Rahmenbedingungen die von Seiten der Politik und der Gesellschaft notwendig sind, darunter auch

  • klares Bekenntnis zum Eigentum
  • Regelungen, die den Strukturwandel nicht zusätzlich beschleunigen
  • stärkere Förderung der Forschung
  • Abbau bürokratischer Hemmnisse.

Das komplette Papier findet ihr hier:

http://media.repro-mayr.de/36/665636.pdf

Und jetzt kann, darf und soll diskutiert werden.

Aber bitte das 4-seitige Papier erst selbst lesen!! Oben stehen nur ein paar Auszüge…

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 757 gesamt, 1 heute)
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24 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Was ist der Deutsche Bauernverband? Es ist die Dachorganisation der Landesverbände die oft ihr eigenes Süppchen kochen. Dann geht es runter bis zu den Kreisverbänden und Ortsverbänden. Ich denke, diese Struktur wie der Verband aufgebaut ist, ist top.
    Es gibt den professionellen Teil, bestehend aus Beratungseinrichtungen und Ansprechpartner für Behörden. Ganz wichtig dies.
    Und dann gibt es den politischen Teil der durch Wahlen mit Personen/Bauern besetzt ist. Für die Stadtmenschen ist nur dieser politische Teil sichtbar und das ist für sie der Bauernverband -was falsch ist.

    Strategiepapier hin oder her – so ein Verband kann kein Umweltschutz machen wenn es zu Gewinneinbußen bei den Mitgliedern führt. Das ist ja so, als wenn eine Gewerkschaft sich für Lohnkürzungen einsetzen soll.
    Der Bauernverband hat einmal den Spagat geschafft mit der Einführung des Kontrollsiegels QS. Dies hat für ganz viele -insbesondere kleinen Sauenhaltern – das Aus bedeutet. Das Dilemma von QS ist, dass man die Erfolge nicht kommuniziert. QS tritt nur öffentlich in Erscheinung, wenn ein QS Hof auffällt weil zwischen den Prüfintervallen von 2 Jahren z.B. innerhalb 6 Monaten ein Bauer krank wurde und Tiere vernachlässigt. Auch dieses wird nicht ausreichend kommuniziert, dass bei Krankheit des Bauern innerhalb weniger Wochen der Stall zum Ort des Horrors werden kann im Extremfall.

    Es wäre also praktizierter Tierschutz, wenn der Spiegel auf krank machendes Mobbing der Bauern verzichtet.
    Also, Papier ist gut. Nur der politische Teil des Verbandes sollte sich zuerst mit sich selbst beschäftigen statt Bauern zu reglementieren. Und bitte keine Scharfmacher unter den Bauern fördern. Die treiben nicht nur Keile sondern blamieren uns wie jetzt in Berlin.

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    • bauerhans sagt

      QS ist eine erfindung um ihrer selbst willen,die nix bringt ausser kosten!
      an der molkerei oder am schlachthof sehen die,ob ich meine tierhaltung im griff habe oder nicht.
      wir blamieren uns täglich,weil wir nicht in der lage sind,kostendeckende preise zu erzielen.

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    • Mark Rössler sagt

      Ich nehme an, Dir Andreas ist die Wirtschaft komplett unbekannt, kein Unternehmen bekommt heute noch Aufträge ohne Zertifizierung.
      Weder der LEH noch das Bauamt vergeben Aufträge oder Verträge an nicht zertifizierte Unternehmen. Ob das sinnig ist, spielt keine Rolle, es ist heute nun mal Standard.

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      • Andreas sagt

        @Mark Rössler
        Mir ist nicht nur die Wirtschaft unbekannt sondern Mark Rössler auch. Keiner weiß was er macht. Aber bei so viel Scharfsinn hat er vermutlich den VW Konzern zertifiziert
        So viel zu Standard.
        Mein Junge, wir haben es in der LW mit lebenden Organismen und Tieren zu tun. Wer Vergleiche zur Wirtschaft zieht ist alles, aber kein Bauer, sondern einfach nur vorlaut

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  2. Astrid sagt

    Initiative Tierwohl – Schweineerzeugung und Schlachtgeflügelerzeugung … Aua … Aua !!!

    Tierwohl bei der Schlachtung … sind Menschen eigentlich intelligent oder mitgefühllos, gewalttätig und verlogen ?

    Schlachtgeflügelerzeugung … ääh … wie grausam ist das denn? Wie unbegreiflich grausam ist dieses Wort! … und vor allen Dingen die Bedeutung!!!

    Bitte liebe Leute, denkt nach … fangt an zu fühlen … was ihr nicht wollt, dass mensch euch tu, das fügt auch keinem anderen zu … zu Geld kann mensch auch anders kommen …

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die Hühnerschlachtung in dem vom Fred zitierten Film ist schon brutal, ich mach das humaner, ich nimm ein Beil und hacke sofort den Kopf ab.
      Das erste mal, als meine Mutter mich mit dieser Aufgabe beauftragt hat, habe ich das Vieh losgelassen, sapperlott, was in dem Vieh noch für Energie vorhanden war, das Huhn ist fortgerannt, ohne Kopf und die Oma vom Nachbarhaus ist haarscharf am Herzinfarkt vorbeigegangen. Ob dieses Missgeschickes war ich untröstlich. 🙁

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      • Andreas Schmid sagt

        Bei uns hat das immer die Bionachbarin gemacht. Bei uns waren es aber Enten. Das schlachten wollte bei uns keiner machen. Jetzt haben wir keine mehr.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Bei meiner Schwiegermutter hatte ich immer die Ehre, weil der Sohnemann nicht in der Lage war, seine eigenen und die seiner Mutter zu schlachten. Als Dank musste ich von der jüngsten Schwester anhören, ich hätte Spass an der Schlachtung. Ich erklärte ihr, das nächste mal überlasse ihr das Vergnügen.

          Aus Altersgründen hat meine Schwiegermutter die Hobbyhaltung aufgegeben.

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    • Mark Rössler sagt

      Astrid, täglich lese ich um Kindesleid in Deutschland,
      warum haben Kinder in Deutschland keine Lobby mehr?
      Warum bekommt der Kinderschutzbund so wenig Spenden?

      Sind Kinder in Deutschland mittlerweile wirklich weniger wert wie ein Huhn?

      Mich erschreckt diese Haltung der aggresiven Stimme Deutschlands immer mehr, es geht um Huhn und Schwein aber nicht um Kind und Oma.

      Wo leben wir mittlerweile?

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  3. Astrid sagt

    Tiergesundheit – vor oder nach der Tötung?

    Bedarfsgerechte Pflanzenernährung – geht es dabei um die Ernährung der Pflanzen oder der Menschen?

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  4. Mark sagt

    Dieses Positionspapier ist komplett überflüssig und sogar schädlich. Zum einen allgemein gehalten und nichts konkretes. Zum andern werden bei den Punkten Veränderung Dinge angesprochen, die längst umgesetzt werden (Düngung nach Bedarf, Antibiotikaeinsatz etc). Kritiker der LW werden hier einhaken und dies als Eingeständniss von Misständen in der Landwirschaft werten und die Kritik bekräftigen. Der Schuss geht dabei nach hinten los. Oft wäre es besser, der BV würde schweigen.

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    • fred huber sagt

      hallo mark. das ist auch das problem bei der initiative tierwohl. man versucht die standarts als herausragend darzustellen, aber gleichzeit eine möglichst große anzahl von betrieben daran teilhaben zu lassen. am ende verlassen die vertragspartner das sinkende schiff, der kapitän bleibt mit den musikanten an bord, bis zum bitteren ende.
      wasch mir den pelz, aber mach mich nicht nacht nass — wir wollen den familienbetrieb, aber auch wachstum.

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  5. bauerhans sagt

    absichtserklärungen,unterwürfig,allgemein gehalten,wie immer,nichts neues.
    wachsen und/oder weichen!

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  6. Biobauer Andreas Fendt sagt

    Zitat „Nur mit einem breiten Konsens zwischen Landwirten, Verbrauchern (…) kann es uns gelingen, die vielfältigen Strukturen und Betriebe in Deutschland (…) zu sichern.“

    Das ist dem Bauernverband noch nie gelungen und wird ihm auch in Zukunft nicht gelingen, vor allem nicht mit einem Luftblasen-Positionspapier, das so sinnlose Phrasen wie „eine europaweite 1:1-Umsetzung europäischer Regelungen“ enthält.

    Ich lese da überhaupt nichts konkretes. Ein krampfhaftes „Weiter so“, z.b. das Festhalten an dem Rohrkrepierer „Initiative Tierwohl“.

    Konkrete Forderungen an die Neugestaltung der Agrarpolitik und vor allem der Agrarsubventionen wie sie Befürworter der Agrarwende detailliert vorgelegt haben gibt es nicht. Weder eine Deckelung der Flächenprämien und schon gar nicht deren Wegfall und Ersatz durch Förderprogramme, die direkt bäuerlichen Betrieben helfen.

    Rukwied ist sein Geld nicht wert und dieses Pamphlet nicht das Papier auf dem es gedruckt wird.

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    • Sandra Harms sagt

      war ja klar, das du gleich dagegen los polters ! ich seh da eine ganze menge an dingen die angesprochen werden, und die sich verändern sollen und müssen.
      sorry andreas, aber du immer mit deiner „das glaß ist halb leer“ mentalität, siehst immer nur die für dich negativen dinge, ich hingegen sehe mit aus meiner sicht (das glas ist halb voll), jede menge dinge die damit angestoßen oder verbessert werden.
      Dieses ewige negative denken ist doch wirklich nichts auf die dauer, andreas !

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Oh ich denke in Bezug auf die Entwicklung meines Biobetriebes und auch der ganzen Biobranche stets absolut positiv. Vom Bauernverband hingegen lese ich nichts, was mir als konventionellem Landwirt auch nur ein Bisschen Hoffnung geben würde (und als Biobauer sowieso nicht). Ich versteh sowieso nicht, warum die Kollegen da noch Mitgliedsbeiträge zahlen, wo sie angeblich überall sparen müssen, weil die Preise so schlecht sind. Was hat der DBV getan um die Preise zu verbessern? Nichts!

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        • Sandra Harms sagt

          andreas, hör doch mal bitte auf mit deinem ewig alles ur von der schlechten seite betrachten….. denk doch mal positiv, das macht auf dauer mehr spaß… und öffnet evtl auch so mache schatulle…

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          • Biobauer Andreas Fendt sagt

            Stell Dir einfach mal vor Bauer Willi hätte hier statt dem ollen Papier von DämlichenBlödelVerein den sehr guten Artikel von Jost Maurin aus der TAZ von gestern zur Diskussion gestellt.

            Wie hätte ich mich da wohl geäussert?

            Ich kann dir verraten eine gewisse Sandra H. hat dazu geschrieben:
            „Qualitäts journalismus sieht anders aus…. und wider einmal total einseitg geschrieben, und diverse lügen und vorurteile mit drin..“

            Und nun, wer betrachtet IMMER alles nur von der schlechten Seite?

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