Bauer Willi
Kommentare 68

Opposition…

Ich liebe dieses Bild! Weil man zu dieser Plakatwand nicht viel sagen muss.

Vermutlich sind die Leute, die solche Plakate aufstellen, auch gegen Massentierhaltung, Gentechnik und Kunstdünger.

Es ist halt einfach, gegen etwas zu sein…

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68 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Leute , nicht lustig machen. Dieser Mensch nutzt nur seine Werbefläche und was machen wir Bauern ? Wir haben Werbefläche ohne Ende und nutzen es nicht !! Heute habe ich zwei CO2-Schilder (Wald+Rüben) vom Landhandel abgeholt. Das Schild kostet 10 Euro. Auf meine Frage wieviel er denn schon verkauft hat , kam die Antwort : Nur diese zwei , wenn die kostenlos wären , dann könnte ich mich vor Nachfrage nicht retten !! Leute , Bauern , wenn man noch nicht mal 10 Euro für ein besseres Verständnis für uns Bauern ausgeben will , aber immer klagt über die Lage , dann habt ihr das selber Schuld. Unsere unwissenden Mitbürger werden doch von den NGOs desinformiert. Da müßen wir mit Aufklärung gegenhalten. Auch meine anderen Schilder haben schon so einige Nachfragen gebracht und immer die Aussage : Das habe ich garnicht gewußt.

  2. Inga sagt

    So einer macht sich doch nur über die Menschheit lustig, der sollte sich was schämen.

  3. Arnold Krämer sagt

    @Stadtmensch
    „Ist es nicht so, dass bei großen Ställen (also ab 500 „Plätze“), Wirtschaftlichkeit und Ökonomie auseinander laufen? Also gesamtwirtschaftlich betrachtet?“
    Mit einer gesamtwirtschaftlichen (volkswirtschaftlichen) Betrachtung kann ein einzelner Landwirt nichts anfangen, wenn er mit seiner Tätigkeit Geld verdienen möchte. Und darum geht es ja letztlich allen landwirtschaftlichen Unternehmern. Sie betreiben landwirtschaftlich nicht aus Selbstlosigkeit und zum Selbstzweck. Ihr Einkommen ist Entlohnung für die eigene Arbeit, dass eigene Kapital (der landwirtschaftliche Arbeitsplatz ist einer der teuersten in der gesamten Volkswirtschaft, insbesondere bei viehhaltenden Betrieben) und den eigenen Grund und Boden. Bei üblichen Ansätzen (3,5 % Kapitalverzinsung, 500 €/ha Pachtansatz und 20 €/Std bei 2400 Arbeitsstunden im Jahr; man kann auch abweichende Werte wählen, je nach örtlichen oder individuellen „Opportunitätskosten“) ist der Lohnansatz der größte Brocken. Deshalb muss jeder Landwirt zusehen, dass er seine Familienarbeitskräfte und sich selbst produktiv beschäftigt hat und sie nicht versteckt arbeitslos sind.
    Wenn ich die anteilige Bodenproduktion für die Viehhaltung (die für den Rinderbereich immer notwendig ist, für die Geflügel- und Schweinehaltung nicht unbedingt) unberücksichtigt lasse, kann eine Voll-Arbeitskraft (2400 Std/Jahr bei Familien-AK, Fremd-AK deutlich weniger) ca. 80 Milchkühe, 200 Sauen, 2000 Mastschweine (Plätze), 150.000 Masthähnchen (Plätze) versorgen. Bei diesen Zahlen gibt es aber eine relativ große Variationsbreite, weil die Menschen unterschiedlich schnell „laufen“, die baulichen Bedingungen variieren, das Leistungsniveau der Tiere sehr unterschiedlich sein kann, unterschiedliche Funktionen ausgelagert werden können, und, und, und.
    Dass viele wirtschaftlich gesunde landw. Unternehmen die genannten Größenordnungen im Einzelnen nicht vorweisen, liegt daran, dass es dann mehrere Betriebszweige gibt, zusätzliche außerlandwirtschaftliche Einkommen vorhanden sein können, der Ackerbau nicht „quersubventioniert“ werden muss, die jeweiligen Betriebszweige auch unterschiedlich effizient betrieben werden und, und, und.
    Sie merken, auch dieses Thema ist wie alles rund um die Landwirtschaft sehr komplex und für die „Klugscheißer“ (wozu ich Sie nicht zähle) zu anspruchsvoll ist, was diese aber nicht hindert, trotzdem immer wieder die „Klappe aufzureißen“.

    • Stadtmensch sagt

      Danke für ihre Ausführungen. Natürlich interessiert den Landwirt in erster Linie die betriebswirtschaftliche Sicht. Er unterliegt aber auch gesteuerten volkswirtschaftlichen Einflüssen. Die wiederum auch von in mehrerer Hinsicht unwägbaren supranationalen Einflüssen dominiert werden. Klimawandel gehört dazu. Wenn Investoren zur Kapitalverwertung bisher relativ unproduktive Regionen “erschließen” oder die geopolitische Großwetterlage Absatzmärkte wegbrechen lässt, dann wirkt das eben ziemlich unkalkulierbar auf die heimische Produktion zurück. Da kann man doch nicht Öko-NGO oder die Düngeverordnung oder ein “Insektenbegehren” für den Strukturwandel verantwortlich machen. Die DüVO wurde maßgeblich von Herrn Röring mit ausgearbeitet, wenn ich das richtig verstanden habe. Und solche “Starke” gestalten “ihre” Landwirtschaft nach ihren Interessen (weil sie eben breit aufgestellt sind und ihr Portfolio so optimieren können, dass sie immer gewinnen). Oder könnte es nicht sein,dass eine als Überregulierung empfundene Behinderung von Stallneubauten einfach Selbstschutz einer fähigen Verwaltung ist, die sich einfach die ganzen damit im Zusammenhang stehenden Probleme, externen Kosten und potentielle Investruinen vom Hals halten will. In Frankreich sind die großen Geflügelmäster schon dahin abgewandert wo das entsprechende Futter wächst und die Arbeit billig ist. Sie hinterlassen volkswirtschaftlich nur verbrannte Erde. Genau wie jetzt die Automobilhersteller: jahrelang haben sie sich ausgeruht und sämtliche soziale und reale Infrastruktur nach ihren Bedürfnissen zurecht “lobbyiert”. Jetzt trifft es sie hart wegen Trägheit und alle müssen den Sch…. mit ausbaden. Das zumindest könnte auch ein Aspekt des Bürgerunwillens mit dem Industriezweig Fleischproduktion sein.

      • Arnold Krämer sagt

        Leider kann ich jetzt nicht antworten. Meine Frau meint, wir müssten jetzt die Neuanpflanzungen bei einer Kompensationsfläche freischneiden. Ich stimme ihr zu.
        Aber vielleicht übernehmen auch andere hier im Blog die geistige Arbeit.

      • Reinhard Seevers sagt

        Stadtmensch, könntest du mal die externalisierten Kosten für Kreuzfahrtschiffe, Ferienflieger, Formel 1 Rennstrecken und Fahrzeuge, Motor- und Segelyachten, Motorräder, Musikevents, handys, PCs, Paketversand von Lebensmitteln , Cafebetrieb, Restaurantbetrieb, Discos, Hobbypferdehaltung…usw, usw. nennen und sagen, wie hoch der Anteil der Nahrungserzeugung der genannten Bereiche ist?

      • Paulus sagt

        @ Stadtmensch, was den Industriezweig Fleischproduktion betrifft. Ist jetzt etwas abweichend von Thema, möchte es aber trotzdem gerne loswerden. Ich warne davor, die Schweinemäster, sonstige Mastbetriebe und letztendlich auch die Kuhbauern und Schlachthöfe einzig auf die Begriffe Massenproduktion und Billigfleisch zu reduzieren, das ist mir zu einfach. Es gibt durchaus andere Aspekte die man nicht außer Acht lassen sollte. Nachdem ich vor längerer Zeit einmal die Gelegenheit hatte einen Schlachthof der Fa. Westfleisch in Paderborn (einschl. dessen was sich unter dem Erdgeschoss befindet) zu besichtigen, wurde mir klar welche Branchen da noch so alles dranhängen. Das begann mit der Pharma- und Kosmetikindustrie und ging weiter über die Lederwarenhersteller bis zu den Herstellern von Hornbrillen und sonstigem Kram, auch im Hochpreissegment. Ich bin davon überzeugt, dass viele Zeitgenossen sich darüber keine Gedanken machen. Es ist leicht sich darüber zu echauffieren, während ein edler Gürtel aus dem Hause Hermès die eigene Taille umschmeichelt. In diesem Zusammenhang: Ob die Anwendung von Polymeren, z.B. für kurzlebige Schuhe statt langlebiger Treter aus Leder die bessere Lösung ist wage ich zu bezweifeln.

        • Stadtmensch sagt

          “Ob die Anwendung von Polymeren, …die bessere Lösung ist wage ich zu bezweifeln.”
          Aus dem Selbstversuch kann ich bestätigen, dass Kleidung aus Polymeren sehr langlebig sein kann. Ich hab hier ein Laufshirt und einen Fleecepulli seit 20 Jahren in Gebrauch. Tiptop formstabil und nicht fadenscheinig. So viel Mikroplastik kann da also nicht abgegangen sein. Baumwolle hält auch ewig. Dann aber nur 500-600g/m² (Arbeitshose von FHB). Wenn das so weiter geht komme ich nie zu schicken neuen Anziehsachen.

          • Ferkelhebamme sagt

            „Ich hab hier ein Laufshirt und einen Fleecepulli seit 20 Jahren in Gebrauch.“
            Hoffentlich auch ein gutes Deo 😉
            Was den Tragekomfort betrifft sind m.E. Naturmaterialien und echtes Leder nicht zu toppen.

          • Reinhard Seevers sagt

            700.000 FASERN – IN EINEM WASCHGANG
            Bei jeder Maschinenwäsche gelangen Mikrofasern in den Abfluss, dabei verhalten sich nicht alle Synthetik-Kleidungsstücke gleich: Fleece-Pullover verlieren laut einer britischen Studie schätzungsweise 1900 Fasern pro Waschgang – bei einem Hemd aus Polyester sind es nur rund halb so viele. Kleidung aus Acryl verliert in der Waschmaschine die meisten Fasern: Bei einer gebrauchsüblichen 6-Kilo-Ladung können es bis zu 700.000 sein.

      • Berthold Lauer sagt

        Die restlichen “Aspekte des Bürgerunwillens mit dem Industriezweig Fleischproduktion” können neben sie heute und am Wochenende an den Fleischtheken der Supermärkte beobachten! Zum Thema “Autoindustrie” : ich bezweifle, dass “alle” die Sch…. ausbaden müssen, vielleicht Arbeitnehmer und Steuerzahler! Und solange es allen gut ging, haben alle sich damit wohlgefühlt. Ich kann mich nicht an Whes-Demos gegen die Autoindustrie erinnern! Über den “Selbstschutz einer fähigen Verwaltung” muss ich schon ein wenig schmunzeln! Sollten die nicht nach Recht und Gesetz entscheiden?? Und beklagt wird in erster Linie die Versagung von Genehmigungen für erforderliche Tierwohlverbesserungen! NGO-Dauerfeuer, Düngerverordnung und Insektenbegehren können sehr wohl der Tropfen sein ,der das Fass zum Überlaufen bringt! Denn zusätzlichen zum Teil sehr hohen Aufwand bei gleichzeitigen Ertragseinbußen können insbesondere die schnuckeligen kleinen Betriebe nicht verkraften!
        Sie beklagen weiter unten in einem Kommentar, dass durch die kapitalintensive Automatisierung viele Beschäftigungsmöglichkeiten wegfallen! Glauben sie wirklich, Stall ausmisten mit Forke und Schubkarren würde die Menschen an der Landflucht hindern?

      • Arnold Krämer sagt

        Was Landwirte im allgemeinen produzieren, unterliegt einem Produktionsrisiko und einem Preisrisiko, selten einem Absatzrisiko. Man bekommt praktisch alles abgenommen. Hinzu kommt aber ein zunehmendes Politikrisiko, was ergänzende Subventionen betrifft und sonstige Rahmenbedingungen. Die Rahmenbedingungen betreffen sehr viele Bereiche. Die wichtigsten beziehen sich auf den Außenhandel, bzw. den Außenschutz (was darf in welchem Umfang zollfrei aus Drittändern importiert werden?), das Baurecht und immer stärker die Detailvorschriften zur Produktionstechnik.
        Außenhandelsregelungen haben Auswirkungen vor allem auf die Erzeugerpreise (wegen der vorhandenen Marktsättigung) bei vielen Produkten wie Milch, Rindfleisch, Getreide, Zucker. Die übrigen Regelungen sind vor allem kostensteigernd.
        Preisdruck und Wettbewerbsdruck erzeugt aber auch die EU durch unterschiedliche nationale Möglichkeiten zur Investitionsförderung. Durch hohe Zuschüsse will man z. B. den osteuropäischen Staaten ermöglichen, schneller wirtschaftlichen Anschluss an die Alt-EU zu gewinnen. Deshalb sind z. B. in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele Hähnchenmastställe in Polen gebaut worden.
        Wer als Landwirt in Ställe investiert, will damit Geld verdienen, sein Einkommen sichern oder steigern. Die Einschätzungen, die Zukuft betreffend, sind aber in den letzten 10- 20 Jahren zunehmend schwieriger geworden, weil viele landw. Märkte nicht nur gesättigt sind sondern sogar schrumpfen. Hier wirken sich auch die medialen Kampagnen gegen die konv. Landwirtschaft langsam aber sicher aus. Die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur (Alter, religöse Tabus) tun ein Übriges. Entlastung über Exporte in Drittländer sind vielfach vorhanden, aber nur begrenzt und temporär preisstützend für den EU-Binnenmarkt, weil die Milch in Neuseeland, das Rindfleisch in Argentinien, das Hähnchenfleisch in Brasilien und das Schweinfleisch in den USA in aller Regel deutlich billiger als in der EU und speziell in D produziert werden.
        Den steigenden Kostendruck in D und Europa halten immer weniger Betriebe aus.
        U.a. auch deshalb werden in den nächsten Jahren überdurchschnittlich viele Landwirte die Hoftore (meist für immer) schließen.

        • Stadtmensch sagt

          Bis auf “Märkte schrumpfen, weil sich die Kampagnen gegen konv. LW. langsam auswirken”, stimme ich zu.
          Die Nachfrage ist ziemlich “unelastisch” heißt es hier immer.

          • bauerhans sagt

            “Die Nachfrage ist ziemlich „unelastisch“ heißt es hier immer.”

            das angebot!!

  4. Moin,

    spannender wäre die Frage:
    Wie haben sich die Bürgerbewegungen entwickelt, wann ging es mit den einzelnen Bewegungen los, in welchem Kontext? Ursache und Wirkung.

    Daß Bürgerproteste nicht immer gut sind, ist klar. Not in my Backyard Mentalität:
    „Sozialwohnungsbau finde ich ja gut, aber ich will keine Assos in meiner Straße.“
    „Schulen sind wichtig, aber laut schreiende Kinder will ich nicht nebenan.“
    „Windkraftanlagen, aber nur, wenn sie 1 km entfernt stehen und ich sie nicht sehen muß.“
    „Ich liebe mein iPhone, aber Handymasten machen doch Krebs.“
    „Der Biohof ist nicht Demeterstandard, nur EU-Öko, das ist nicht Bio genug und stinkt dann auch noch … und all die Keime von den Tieren … so als Hundebesitzer …“
    Usw.

    Hier ein Artikel zum Sozialwohnungsbau:
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sozialwohnungen-anwohner-stoppen-viele-neue-bauprojekte-a-1222616.html

    Windkraft:
    https://www.merkur.de/lokales/starnberg/inning-windkraft-buergerentscheid-maechtig-gegenwind-buergern-4715779.html

    Makaber:
    Die einen Anwohner protestieren gegen Windkraft in der Nähe. Dann will man sie im Wals bauen, schon kommen die anderen Bürger, die den Wald schützen wollen.

    Noch makaberer:
    Von Rechts wird versucht, dort anzudocken. Die AfD hat in Thüringen einen Verein für Wald und Wild gegründet und eine Petition gegen Windkraftanlagen in den Landtag gebracht. Gründer sind AfDler wie Gregor Modos und Jens Cotta. Man verspricht sich davon, bei konservativen Jägern und Öko-Rechten anzudocken, unterm Radar ganz ohne AfD-Logo (Bündnis für Wald und Wild e.V.).
    Siehe hier: https://www.openpetition.de/petition/online/verbot-von-windenergieanlagen-in-waldgebieten-in-thueringen

    Und mit Blick darauf, daß PeTA jetzt ALDI augezeichnet hat und NABU mit REWE kooperiert, glaube ich sehr, daß diese Fokussierung einseitig auf ein Thema – ganz ohne Berücksichtigung von Zusammenhängen wie marktwirtschaftliche Fragen – ein gefährliches Potential hat, daß solche Bewegungen korrumpiert werden.

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

    Aber das heißt auch, daß da der Wille da ist, was verändern zu wollen. Daß da Kritik besteht, die man aufgreifen kann, unaufgeregt und sachlich in die richtigen Bahnen lenken könnte. Man müßte sich nur mit jedem Thema einzeln auseinandersetzen.

    Laufen lassen endet fatal. Nichts tun gegen bestehende Verhältnisse und weiter so jedoch auch.

    • Bauer Willi sagt

      Wo hat PeTA ALDI ausgezeichnet? Das interessiert mich. Lässt sich jetzt auch schon PeTa korrumpieren?

      • Inga sagt

        Ja, ich denke auch, dass die Bürgerbewegungen seid den 68igern zugenommen haben. Denn die haben die junge Demokratie in Frage gestellt und gegen alles demonstriert. Deswegen hat es doch so weiterentwickelt und ich denke es hat unsere Demokratie bereichert. Weil die 68iger moderne junge, und wie ich dachte studierte Leute mit mehr Durchblick waren, streben denen heute viele nach, bis zum Dirchlatschen von Bauer Willis Möhrenacker und andere Getreidebestände. Hat eigentlich eine Unwetter- oder andere Versicherung den Minderertrag ausgeglichen?

        • Ferkelhebamme sagt

          Macht auch nachdenklich: der Rückruf auf der Aldi Homepage: spanische Melonen mit Rückständen von Oxamyl, ein Mittel, dass in Deutschland seit 30 Jahren verboten ist

          • Karl Timme sagt

            Ferkelhebamme,
            Wiki:
            “Oxamyl darf in den Staaten der Europäischen Union als Insektizid und Nematizid eingesetzt werden.[11][12]

            In Deutschland war der Wirkstoff von 1977 bis 1987 zugelassen.[13]

            In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell keine Pflanzenschutzmittel-Produkte mit diesem Wirkstoff zugelassen.[14]”

            Sonst ist die Anwendung in allen anderen Staaten erlaubt.

            Hat sich ein ÖKO-NGO zurückgesetzt gefühlt und mit der Untersuchung (und der entsprechenden Veröffentlichung) der Melonen gedroht?

      • Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

        Moin Willi.

        Heute lief ein Radiospot von Aldi , über Vegane Produkte, welche von P€TA ausgezeichnet wurde,

    • Reinhard Seevers sagt

      Suhr: “Laufen lassen endet fatal. Nichts tun gegen bestehende Verhältnisse und weiter so jedoch auch.”

      Genau das sieht jeder aus seiner Perspektive eben so, wie er es sieht….so kommen wir wohl kaum weiter.

    • Ein Privatier sagt

      @Genosse Suhr, Die Linke (die umbenannte SED, bekannt als “Mauermörderpartei” und berühmt für die aktive Unterstützung der RAF)

      Am makabersten:
      Von Links wird versucht, überall anzudocken und alles und jeden zu unterminieren, indem z.B. ehemalige CDU- und SPD-Mitglieder, welche die AfD mitgegründet haben, als rechtsextremistisch diskreditiert werden.
      In der DDR gab es ja auch keine Umweltverschmutzung … und Tote gab es auf beiden Seiten des Antifaschistischen Schutzwalls, gell Genosse Suhr?

    • Christian Bothe sagt

      @Suhr,möchte mich nur zur Windkraft äußern, ich unterstütze alles, was gegen den weiteren Ausbau dieser unsinnigen Windmühlen in der Landschaft spricht.Der größte Frevel ist die Idee im Wald diese zu errichten.Und da spreche ich für Sachsen und Thüringen, weil ich dort beheimatet bin.Wir haben genügend Talsperren,Pumpspeicherwerke,Solarpanele,Biogasanlagen etc.zur Energiegewinnung und in Deutschland gibt‘s schon genug von diesem on-shore Unsinn, die unser schönes Deutschland verschandeln…

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das deutsche Volk sollte sich mal erklären, was man will.

        AKW und Kohle abschalten, bedeutet, EE müssen massiv ausgebaut werden.
        Ich gehe davon aus, dass auch in Sachsen und Thüringen manchmal Trockenheit herrscht und dadurch die Wasserkraftwerke nur wenig Strom liefern.
        Pumpspeicherwerke dienen nur für den Spitzenlaststrom abzudecken.

        Wer keinen Windstrom will, sollte sich zu Atomstrom bekennen, Kohlestrom weiter zu erzeugen ist ein Irrweg. Atomkraft braucht auch Kühlwasser, deshalb wären AKW auch begrenzt, deshalb werden wir mit Windräder leben müssen, oder den Strom von Polen kaufen, eben Kohlestrom.

  5. Fleischwolf sagt

    Wenn es diese Wand überhaupt gibt, waren da sicher Einzelfälle unterwegs.
    Man muss beim Thema Energie schon in die Tiefe gehen und die Gier und Doppelmoral erkennen. Bauern haben viel gegen AKW demonstriert und das aus Gier.

    Ach schade, jetzt mache ich selber eine Verallgemeinerung von Menschen um sie in eine Schublade zu stecken.

    Der Beitrag ist schädlich, weil man Fleisch essende Kohlegegner zu Gegnern der Landwirtschaft macht…
    Schade schade…

    • Bauer Willi sagt

      Ja, die Wand gibt es wirklich und sie wurde nicht für das Foto so aufgestellt. Sie stand so da und wurde fotografiert.

      1. Frage: Warum haben Bauern aus Gier gegen AKW demonstriert? Verstehe ich nicht.
      2. Frage: Warum macht der Beitrag fleischessende Kohlegegner zu Gegnern der Landwirtschaft? Verstehe ich auch nicht.

      Ich bitte um Aufklärung. Danke.

      • Inga sagt

        Die Bauern machen doch angeblich alles aus Gier, sogar immer mehr Tiere im Stall alten zu wollen, oder den Ertrag auf dem Acker mit Hilfe von Chemie und Kunstdünger zu erhöhen. Dass die selben, die das agnungslos behaupten von Zeit zu Zeit ihre Verdiente Lohn- und Gehaltserhöhung bekamen geht uns nichts an, oder?

  6. Reinhard Seevers sagt

    Zuerst ist das mal ein Ausdruck demokratischer Kultur. Es sind ja nicht die gleichen, die sich für das eine wie das andere oder gegen das eine oder das andere engagieren.
    Es ist in meinen Augen auch ein Ausdruck von Ängsten und eine Form des aktiven Veränderungswunsches. Außerdem zeigt es doch schön die Komplexität des “Systems” und die damit einhergehende Schwierigkeit der politischen Arbeit, Menschen so mitzunehmen, dass sie sich mitgenommen fühlen.
    Evtl. ist es auch ein Ausdruck von “zu Gutgehen”….wenn man zynisch sein möchte.
    Feststeht, dass es sich nicht wieder zurück in die Flasche drücken lässt…..

    • Arnold Krämer sagt

      Die „großen“ Akteure im Hintergrund, die die örtlichen Proteste, gegen was auch immer, aufgreifen, verstärken und für ihre übergeordneten Ziele nutzen, sind schon dieselben. E. Niemann ist z. B. mehrmals im Emsland gewesen, um den örtlich entstandenen Unmut gegenüber einzelnen (relativ bescheidenen) Stallbauvorhaben zu unterstützen und die Bewegung gegen „Massentierhaltung“ zu verbreitern. Mit dem Begriff „demokratische Kultur“ würde ich etwas vorsichtiger umgehen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Niemann wird, wie wir alle, einer biologischen Lösung zugeführt….da würde ich mir mal keine großen Gedanken machen.
        Entscheidend ist doch die Großwetterlage, und die ist nunmal diffus und komplex, auch außerhalb der Agrarbranche. Bürgerproteste sind auf allen Gebieten zu finden.

        • Mark sagt

          “Herr Niemann wird, wie wir alle, einer biologischen Lösung zugeführt….da würde ich mir mal keine großen Gedanken machen.” Auch wenn man Niemann´s Meinung nicht teilt, diese verbale Entgleisung ist nicht nur dumm, sondern geradezu niederträchtig.

          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn Sie meinen….”wie wir alle” bezieht Sie und mich mit ein…insofern. Glück auf!

        • Arnold Krämer sagt

          Herr Seevers, Ihre Bemerkungen sind gelegentlich geschmacklos und bringen die Diskussion sachlich nichts weiter.

          • Reinhard Seevers sagt

            Sie sind also unsterblich? Geschmacklos ist wohl was ganz anderes….Die Sachlichkeit mit der Infragestellung der Demokratie zu rechtfertigen ist auch ein wenig geschmacklos, weil die Protestbewegung gerade ein Ausdruck von Demokratie ist und nicht das Gegenteil.

              • Eckehard Niemann sagt

                Hallo, Herr Reinhard Seevers:

                Mit der unmenschlichen Bezeichnung “biologische Lösung” umschreiben manche Leute den Tod eines Menschen oder mehrerer Menschen.

                Der von Ihnen in Bezug auf mich gewählte Passus “einer biologischen Lösung zuführen” (Betonung auf “zuführen”) erinnert fatal an den nationalsozialistischen Sprachgebrauch und kann nur als “Tötung” übersetzt werden.

                Ich erinnere mich an eine ähnlich zwielichtige Wortwahl von Ihnen in einer vorherigen Ausgabe von “Bauer Willi”, nach der ich Ihnen schon einmal ein Verharmlosung des Nationalsozialismus vorwerfen musste…

                Ob Sie mal gründlich darüber nachdenken, weshalb Ihnen manchmal derlei Wortwahl durchrutscht?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Bitte lesen und verstehen: “wie wir alle” ….aber man kann sich den Schuh auch gerne anziehen, wenn er denn passt. Zum Thema sonst noch Erquickliches?

                • Eckehard Niemann sagt

                  Hallo Herr Seevers,

                  als Hilfe beim selbstkritischen Nachdenken hier ein Auszug aus einem Ihrer Kommentare (am 1.6.2020 in “Bauer Willi”-Ausgabe vom 1.6. zum Welt-Bauerntag:

                  … “Vielleicht sollte man den Beitrag im Kontext des Krisenjahres 1930 sehen? Das Ende der Weimarer Republik, Notstandsgesetze ……nicht umsonst hat Adolf in seinem Buch den fehlenden Raum für sein Volk angemahnt. Man könnte denken, er wollte bereits damals deutsche Natur schützen, um im Osten im großen Stil Landwirtschaft zu betreiben…..sind dann ja auch die Ostgauen entstanden. ……wer weiß, wer weiß…..”

                  Natürlich halte ich Sie mitnichten für einen “Nazi”,
                  – wohl aber für jemanden, der sich über die Verharmlosung des Nationalsozialismus (und seiner Sprache) sowie des NS-Eroberungs- und Völkervernichtungs-Krieges noch einmal gründliche Gedanken machen sollte…

                • Reinhard Seevers sagt

                  Fragen Sie doch mal beim Privatier nach, der hält mich für einen Genossen….:-) Steckt die Köppe zusammen, und einigt euch auf eine Art der Einsortierung. Bis dahin! Logger bleiben!:-)

                • Eckehard Eckehard Niemann sagt

                  Herr Seevers, ich habe Sie ja gerade NICHT “einsortiert”:

                  “Natürlich halte ich Sie mitnichten für einen „Nazi“,
                  – wohl aber für jemanden, der sich über die Verharmlosung des Nationalsozialismus (und seiner Sprache) sowie des NS-Eroberungs- und Völkervernichtungs-Krieges noch einmal gründliche Gedanken machen sollte…”

                  Sie wollen mit Ihren forsch-scheinlockeren Reaktionen offenbar von Ihren Entgleisungen ablenken…

                  Schade.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Und ich glaube Herr Niemann, Sie wollen einen ganz großen Popanst bauen.

                • Eckehard Niemann sagt

                  Der Begriff Popanz [‘po:pants] bezeichnet eine nicht ernst zu nehmende Schreckgestalt.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau Eckhard, lesen Sie Mal Viktor Klemperer, “Lingua tertii imperii” damit Sie endlich klar sehen.

      • Stadtmensch sagt

        Ist es nicht so, dass bei großen Ställen (also ab 500 “Plätze”), Wirtschaftlichkeit und Ökonomie auseinander laufen? Also gesamtwirtschaftlich betrachtet?

        Solche großen Anlagen erfordern lange Ver- und Entsorgungstransporte (externalisierte Kosten für Straßenbau und Erhaltung). Durch kapitalintensive Automatisierung fallen viele Beschäftigungsmöglichkeiten weg. Landflucht und Bullshitjobs in der Dienstleistungs- Entfähigungs- und Spaßgesellschaft lassen grüßen. Fleisch wird so billig, dass es über Bedarf konsumiert wird. Wieder haben wir externalisierte Kosten im Gesundheitssystem. Fleischproduktion mit importiertem Futter für den Export ist (gemessen am BIP-Anteil) so überflüssig wie der Steinkohlenbergbau. Man kann sich ein zwei Anlagen zur Vermeidung von Technologieverlust hinstellen, das reicht.

          • Stadtmensch sagt

            Grad ausgedacht. Ist auch immer eine Einladung zur Gegenrede, liebe Ferkelhebamme. Ihr seid doch die mit den Destatis-Abos…

        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Die Wirtschaftlichkeit kann ich nicht beurteilen, würden die sich nicht rechnen, würden die Weltweit nicht gebaut.
          Die haben den Vorteil, dass die weitgehend die 40 Stunden Wochen für ihre Beschäftigten haben, während der hochgejubelte Familienbetrieb, 6,5 Tage in der Woche Arbeit bietet. Und die Bauernfamilie noch glücklich ist, wenn sie einmal in der Woche in Urlaub machen kann.

          Beim Fleischexport müssen wir auch noch den Import gegenrechnen und die Teile, die der Deutsche nicht isst, wie der größte Teil der Schweinebäuche, Ohren, Schweinefüße, oder Geflügel-teile, die exportiert werden.

          Ein Bezirksleiter von Edeka Südwest, Bereich Fleisch, sagte einmal, dass Edeka an einem Kg Schweinefüße, das nach Fernost geht, mehr verdient, als an einem Steak in der deutschen Ladentheke.

        • fingerphilosoph sagt

          @ Stadtmensch

          Die großen Tierställe entstehen nicht um der großen Anlagen willen, sondern zur Versorgung der großen und noch größeren Städte. Autobahnen würden keinen Sinn machen, wenn sie nicht Städte miteinander verbinden würden, dasselbe gilt für Eisenbahnschienen und Schifffahrtswege. Man muss sich deshalb fragen, ob das Auseinanderlaufen von Wirtschaftlichkeit und Ökonomie nicht in erster Linie eine Folge der Urbanisierung ist. Es ist wohl einfach nicht wirtschaftlich, wenn wie in Deutschland 85% der Menschen in Städten leben. Die langen Ver- und Entsorgungstransporte sind in erster Linie der Zentrierung von Menschen auf engem Raum geschuldet, und erst in zweiter Linie der Zentrierung von Nutzvieh in der Massentierhaltung.

          Aber Wirtschaftlichkeit ist, gesellschaftlich gesehen, eben gar nicht das Problem, im Gegenteil.
          Städte sind nichts anderes als Stein gewordene Symbole für Überfluss-Gesellschaften, die es sich leisten können, dass 50%, 70% oder 85% der Bevölkerung nicht mehr primär mit dem Nahrungserwerb befasst sind, sondern sich in Bullshit- Entfähigungs- und Spaßgesellschaftsjobs, sprich der Unterhaltungsindustrie, tummeln können. Es sagt schon ziemlich viel über eine Gesellschaft aus, in der Filmemacher mehr honoriert werden als Landwirte, in der Langeweile also ein weit größeres Problem ist als Hunger.

          Überdies ist der Begriff “Massentierhaltung” zu einem Mem geworden, das inzwischen automatisch eine unreflektierte Protesthaltung hervorruft. Rinder und Geflügel sind nun mal tatsächlich “Massentiere”, deren wild lebende Vorfahren in Herden zusammengelebt haben, deren Umfang jede heutige “Massentierhaltung” bei Weitem toppt.

          Der Mensch hat bis vor 10.000 Jahren fast ausschließlich von Fleisch gelebt, also ca. 2,5 Millionen Jahre lang. Sein großes Gehirn verdankt er gebratenem und gekochten Fleisch. Der Umstieg auf überwiegend Getreidenahrung hat dann nochmal gut 7.000 Jahre gedauert. Erst seit ca. 3.000 Jahren wird Fleisch durch Getreide und erst seit ein paar hundert Jahren durch Kartoffeln (hier in Europa) ersetzt. Das heißt, der Organismus des Menschen ist auf Fleischverzehr weitaus besser angepasst als auf eine Ernährung auf Getreide- oder Kartoffelbasis. Was natürlich stimmt ist, dass der sesselfurzende Mensch (wozu ich mich selber auch zähle) weitaus weniger Kalorien braucht als ein Neandertaler, der bei minus 10 Grad hinter einem Wollnashorn herrennt.

          Im Vergleich mit dem Fleischverzehr hat der Vegetarismus bislang zum Überleben der Menschheit so gut wie nichts beigetragen. Eine mehrere 100 Jahre währende fleischarme Tradition gibt es in Indien. Das Land zeichnet sich nun nicht gerade durch eine besonders hohe Lebenserwartung aus und ist, ökologisch gesehen, ein Desaster, enthüllt aber das eigentliche Problem: das Bevölkerungswachstum.

          Der Verzicht auf Fleisch lässt sich nicht wirklich gesundheitlich begründen. Der Grund, warum wir den Fleischverzehr einschränken sollen, ist der, dass wir nun den Raum für den Menschen beanspruchen, der bislang dem Nutzvieh vorbehalten war. Deshalb wird das Nutzvieh mehr und mehr in immer größere Ställe zurückgedrängt und die Weidehaltung durch schärfere Gesetze und durch die Wiedereinführung des Wolfs verunmöglicht. Würde sich die Erde zusammen mit Menschen/Nutzvieh vergrößern, wäre Fleisch garantiert immer noch “ein Stück Lebenskraft”.

          • Reinhard Seevers sagt

            Dazu:
            “Der Mensch wird domestiziert
            Die landwirtschaftliche Revolution führte dazu, dass aus Wildfängern ansässige Bauern wurden. Der Autor beschreibt den Vorgang interessanterweise nicht als Domestizierung des Weizens durch den Menschen – sondern als Domestizierung des Menschen durch den Weizen.

            Er weist auch darauf hin, dass die Landwirtschaft kein Segen gewesen sei, sondern vor allem zu neuen Krankheiten, mehr Arbeit und mehr Ungerechtigkeit geführt habe. Eine Wahl hatte der Mensch aber nicht mehr, da die neue Nahrungsmittelversorgung zu einer immer weiter steigenden Population führte, sodass man nicht mehr zur Lebensweise der Jäger und Sammler zurückkehren konnte.”

            Aus der Buchbesprechung “Eine kurze Geschichte der Menschheit” von Noel Harari

            • Inga sagt

              Das steht ja auch in der Bibel.
              Alle Schwierigkeiten, die dadurch den Menschen entstanden würde mir Unkraut jäten übersetzt.

          • Brigitte Neveling sagt

            hier ein paar Anmerkungen von der Verbraucherseite – Ihrem zweiten Absatz stimme ich voll und ganz zu. Ich denke allerdings, dass unsere Nutztiere keine Massen- sondern Herdentiere sind und zwar aus der Zeit, wo sie sich in Freiheit bewegen konnten, und sie hatten komplexe Herdenstrukturen, die wir ihnen durch die engen Ställe tw ohne Auslauf nehmen und ihnen starken mentalen Druck verschaffen, der sich sicherlich negativ auf die Produkte auswirkt. Leider ist das den meisten Städtern nicht bewusst durch die fehlenden sozialen Kompetenzen, die auch ein Mensch nur entwickeln kann, wenn er sich in freier Natur ( z.B. Kindheit auf dem Land ) entwickeln kann. Deswegen filmen sog. Tierschützer unerlaubt in Mastställen und ich glaube, dass diese Fime echt sind. Ich selbst esse kein Fleisch mehr aber z.B. doch Butter und Sahne von Bioproduzenten in der Hoffnung, dass ihre Versprechen von artgerechter Haltung stimmen. Ich kenne viele Menschen, denen es so geht wie mir. Wir empfinden Mitleid. Hier in der Eifel kenne ich einen Bauern, der Biofleisch produziert und ich sehe die Tiere in der Herde auf grossen Weiden und die Kälber laufen mit ihren Müttern. In einem Gespräch mit der Bäuerin sagte sie mir, dass die Bio/artgerechte Haltung nur deswegen funktioniert, weil sie finanzielle Hilfen von ihren Kunden bekommen, die auch ihre Kinder darüber aufklären. Der Bauer ist schwerkrank, aber der Sohn macht in diesem Sinne weiter. Ich denke, das ist eine Angelegenheit der jeweiligen Generation und wenn Landwirtschaft ein Schulfach wäre mit Praktika, könnte man die jungen Menschen für gutes Fleisch aus tiergerechter Haltung sensibilisieren und sie wären bereit, einen gerechten Preis dafür zu zahlen. Hier ist ein Link zu einer landwirtschaftlichen Gemeinsschaft, die Hanf anbaut und deren Struktur finde ich interessant: https://hanfkampagne.com Pardon für meinen Text ohne Absätze; meine Tastatur hat grad den Geist aufgegeben… Ich danke wirklich allen Bauern für ihre Arbeit !

        • Berthold Lauer sagt

          “Ist es nicht so, dass bei großen Ställen (also ab 500 „Plätze“), Wirtschaftlichkeit und Ökonomie auseinander laufen? Also gesamtwirtschaftlich betrachtet?”
          Sind Wirtschaftlichkeit und Ökonomie nicht irgenwie das gleiche? Wie sollen die auseinanderlaufen?
          Welche Plätze meinen Sie? Hühner, Hähnchen, Mastschweine, Sauen oder Rinder? Ich kenne dazu keine Studien. Gibt es die auch für den außerlandwirtschaftlichen Bereich? Wirft man zum Beispiel einem Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten, die teilweise 100 km pendeln und Produkte herstellen, deren Rohstoffe irgendwo in der Welt abgebaut und über lange Transportwege zum Produktionsort und als Produkt über ebensolange Wege (vielleicht sogar als Export) wieder zum Kunden gebracht werden, auch externalisierte Kosten für Straßenbau und Erhaltung vor?

          • Stadtmensch sagt

            Habe leider momentan keine Zeit. Ich werde das alles sacken lassen und danach wohl wie immer “nachjustieren” …

    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “Evtl. ist es auch ein Ausdruck von „zu Gutgehen“….wenn man zynisch sein möchte.”

      Genau das ist es, es geht allen zu Gut, auch denen, die nicht arbeiten wollen.
      Und weil es uns zu gut geht, muss was gefunden werden, woran man sich stören kann.

      Spritzt mehr Pflanzenschutzmittel, baut mal die Äpfel wie die Südtiroler an. (Die Südtiroler haben die Äpfel vor uns so angebaut, wie wir es jetzt kennen)

      Ja das gab es mal, in einer Zeit wo man wesentlich mehr für die Nahrung ausgeben musste.
      Damals hat auch niemand gefragt, wie viel Quadratmeter eine Schlachtsau haben muss,
      oder ob die Milch auch von einer Kuh von der Weide stammt.

      Ja, ja, die Gute alte Zeit, es wäre für manche mal Gut, wenn die alte Zeit noch einmal käme.

      Wer von euch kann sich noch daran erinnern, dass die Maschinen mit Gleichstrom liefen?

      • Inga sagt

        Du hast es auf den Punkt gebracht, Ehemaliger!

        Ich glaube früher waren alle Kühe im Sommer auf der Weide!
        Die Städter wußten sogar, dass deswegen die Butter im Sommer dunkler war, wie auch die Dotter in den Hühnereiern! Die Hühner liefen ja auch im Grasgarten rum.

        Jetzt prahlen sie, dass sie so geringer Nebensächlichkeiten nicht mehr wissen brauchen, denn sie haben es nicht mehr nötig.

        Gut so, denn sie sind ja was besseres, dann lasst aber auch die Sorge und das Wissen darum uns ausgebildeten Bauern allein bewältigen!
        Ihr könnt ja mal was fragen, wenn Interessen besteht.

        Aber nur weil Ihr Euch nicht ausgelastet fühlt und deswegen vielleicht seelisch unausgeglichen seid, wollen wir uns als Opfer nicht zur Verfügung stellen.
        Warum macht Ihr Euch eigentlich von uns einfachen Bauern vom Dorfe so abhängig.

        Es ist ja gut, dass man sich um Umwelt
        freundliche Energie kümmert, aber dann bitte nicht um widersprüchliche, nur um ein Event zu haben!

        • Reinhard Seevers sagt

          Früher waren die Menschen weder dümmer, noch schlauer. Sie hatten lediglich andere Wissenshorizonte. Wissen wechselt. Heute können die Wenigsten Feuerentzünden ohne Technik, aber die meisten können Autofahren….
          Früher, wann war das nochmal?

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