Das folgende Interview hat Ludger Wess mit Prof. Dr. Andreas Weber von der Uni Düsseldorf geführt. Der Artikel ist zuerst in der Zeitschrift „Cicero“ erschienen. Ich darf ihn dankenswerterweise im Original auch bei mir veröffentlichen.
Interview Prof. Dr. Andreas Weber zur Neuregelung der neuen genomischen Techniken in der Pflanzenzucht durch die EU
Als vor mehr als 20 Jahren die Gentechnikrichtlinie der EU verabschiedet wurde, gab es Züchtungstechnologien wie Gene Editing noch nicht. Diese neuen genomischen Technologien, NGT genannt, können sehr elegant Veränderungen in einer Pflanze hervorrufen, die von einer natürlichen Veränderung nicht zu unterscheiden sind und daher auch kein besonderes Risiko darstellen. Doch im Juli 2018 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass auch solche Pflanzen unter die geltende Gentechnik-Gesetzgebung fallen – selbst wenn keine neuen Gene eingeführt werden und selbst dann, wenn die gleiche Veränderung auch zufällig in der Natur oder durch traditionelle Züchtung hätte entstehen können. Das Urteil bedeutete ein De-facto-Verbot für diese Pflanzen. Damit wurde klar, dass eine Anpassung der veralteten EU-Gentechnik-Regeln an die neusten Entwicklungen notwendig war. Nach langem Zögern, vielen Gutachten, Debatten und Dialogformaten legte die Kommission 2023 einen Vorschlag für eine neue Verordnung vor. Dann folgte ein weiteres Hin und Her im so genannten Trilog zwischen Kommission, EU-Parlament und Rat, bis es im Dezember zu einer Einigung kam. Verabschiedet sind die neuen Regeln noch nicht; dazu müssen EU-Parlament und Europäischer Rat noch zustimmen.
Wir sprachen mit Prof. Dr. Andreas Weber, Pflanzenphysiologe und Biochemiker, der das Institut für Biochemie der Pflanzen an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf leitet und Sprecher des Exzellenzcluster für Pflanzenwissenschaften (CEPLAS) ist, über den geplanten Kompromiss.
Cicero: Begrüßen Sie die Neuregelung, so wie sie gerade im Trilog ausgehandelt worden ist?
Weber: Grundsätzlich ist es ein Schritt in die richtige Richtung. Angesichts des Klimawandels und des Drucks durch neue Schädlinge und Pflanzenkrankheiten ist der klassische Züchtungsprozess bei vielen Kulturen viel zu zeitraubend. Zudem war es bislang so, dass die neuen Züchtungstechnologien nur von Großkonzernen eingesetzt werden konnten, weil die Genehmigungsverfahren für KMUs viel zu aufwändig sind. Das hat den Konzentrationsprozess der Saatgutentwicklung beschleunigt. Zudem lohnten sich angesichts hoher Auflagen die neuen Techniken nicht für Sorten, die nur regional von Bedeutung sind. Da können die neuen Regeln jetzt eine Welle von Innovationen bei den vielen kleinen und mittelgroßen Saatgutbetrieben auslösen, und wir werden jetzt sicher auch bald neue Sorten mit interessanten neuen Eigenschaften sehen bei Kulturen jenseits von Mais oder Soja sehen. Die neuen Regeln sind auch im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutzzielen zu begrüßen, denn mit Gene Editing lassen sich rasch Sorten entwickeln, die pilz- oder virusresistent sind, so dass wir weniger Fungizide oder im Fall von Viruserkrankungen weniger Insektizide gegen die Vektoren einsetzen müssen, die diese Viren übertragen. Auch Sorten mit weniger Wasserverbrauch sind möglich. Das alles sind klare Vorteile.
Positiv sehe ich auch den Verzicht auf eine Kennzeichnungspflicht für die NGT1-Sorten entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis zum Supermarktregal. Es wird eine Kennzeichnung des Saatguts geben, die sich an Landwirte und Züchter richtet, aber weder die Anbauflächen noch die Endprodukte müssen gekennzeichnet werden, eben weil bei den NGT1-Sorten kein Unterschied zu klassisch gezüchteten Sorten besteht.
Was sehen Sie kritisch?
Ich bedauere die willkürliche Beschränkung auf das Einfügen oder Verändern von maximal 20 Genorten. Das ist biologisch unsinnig. Wenn man unbedingt eine Beschränkung einführen will, für die es aus wissenschaftlicher Sicht allerdings keine Notwendigkeit gibt, dann müsste man sie an die Genomgröße koppeln. Da haben wir bei wichtigen Kulturen Größenordnungsunterschiede um den Faktor zehn. Man müsste die Beschränkung also auf die Genomgröße beziehen.
Ist der Ausschluss von herbizid- und insekten-resistenten Pflanzen sinnvoll? Gerade Insektenresistenz ist doch eine in der Pflanzenwelt verbreitete Eigenschaft!
Das verstehe ich beides nicht. Die Herbizid-resistenten Clearfield-Pflanzen von BASF z.B. sind durch eine natürliche Mutation entstanden. Die dürfen also weiterhin ohne besondere Regeln zugelassen und vermarktet werden, aber wenn ich eine solche Mutation mit einer neuen Technik erzeugen würde, wäre sie in der Kategorie NGT2 und damit den gleichen Regeln unterworfen wie Sorten, die mit klassischer Gentechnik erzeugt wurden. Das ist widersinnig. Das gleiche gilt für Insektenresistenz. Wir haben jetzt schon Pflanzen, die durch sekundäre Inhaltsstoffe, die übrigens gesundheitlich wertvoll sind, eine gewisse Insektenresistenz zeigen. Wenn ich jetzt durch eine einfache Mutation die Produktion dieser Inhaltsstoffe erhöhe, um den Geschmack oder den Gesundheitswert der Pflanze zu verbessern – fällt das dann unter NGT2 und ist damit tabu, nur weil sich als Nebeneffekt auch die Insektenresistenz erhöht? Das erscheint mir alles wenig durchdacht. Im Sinne von Nachhaltigkeit und Bekämpfung des Insektensterbens wäre eine größere Insektenresistenz vorteilhaft bzw. bitter nötig, weil das den Einsatz von Insektiziden verringert und damit Nützlinge oder unbeteiligte Insekten verschont. Aber hier hat man wohl auf die anti-Monsanto-Befindlichkeiten der Umweltschutz-NGOs Rücksicht genommen, um die Sache überhaupt voranzubringen.
Kritiker sehen jetzt den Biolandbau in Gefahr, weil die neuen Sorten „auskreuzen“ und die Bio-Sorten durch Pollenflug „kontaminieren“ könnten.
Allein schon das Wort „kontaminieren“ ist völlig fehl am Platz. Auskreuzen kann jede neue Sorte mit einer neuartigen Eigenschaft, völlig unabhängig, ob die aus konventioneller Zucht oder mit Hilfe von NGT entstanden ist. Wenn man diesen absoluten Maßstab anlegt, dann müsste um jeden Biobetrieb eine Quarantänezone gezogen werden, innerhalb deren kein konventioneller Anbau stattfinden darf. Denn streng genommen könnte das Bio-Saatgut, das viele Biobetriebe jetzt aus samenfesten Sorten selbst erzeugen, ja schon allein dadurch „kontaminiert“ werden, dass Pollen von konventionell arbeitenden Nachbarbetrieben die Biopflanzen bestäuben. Mit der Realität hat das nichts zu tun.
Was bedeutet die Neuregelung aus Ihrer Sicht für den Biolandbau?
Ich sehe den Biolandbau nicht durch die neuen Regeln in Gefahr, sondern dadurch, dass er großartige Möglichkeiten verschenkt, indem er für sich selbst an den Prozess-ausgerichteten Regeln festhält anstatt Nachhaltigkeitskriterien anzulegen. NGT-Sorten könnten dem Biolandbau in vielen Fällen nützlich sein. Ein Beispiel wären pilzresistente Sorten, die ihm die Möglichkeit geben würden, im Wein- oder Kartoffelanbau auf die umstrittenen Kupferpräparate zu verzichten.
Viele argumentieren noch immer mit unbekannten Risiken – was ist da dran?
Die Forschung sieht keine Risiken, die größer sind als bei herkömmlicher Zucht. Es gibt schließlich immer noch eine Sortenprüfung. Natürlich können theoretisch Gene aktiviert werden, die zu einer erhöhten Konzentration von bestimmten gesundheitlich problematischen Inhaltsstoffen führen könnten, aber das ist alles genau bekannt und wird vor einer Inverkehrbringung getestet. Dieses Risiko besteht im Übrigen immer, auch in der konventionellen Zucht. Denken Sie an die Fälle von Hobbyzüchtern, die ihren Zucchinis versehentlich giftige Bitterstoffe angezüchtet haben, an denen sie dann ernsthaft erkrankten. Da hat es meines Wissens sogar einen Todesfall gegeben.
Gibt es, wie etwa die Anti-Gentechnik-NGO Testbiotech behauptet, „besonders geschützte Bereiche“ im Genom von Pflanzen, wo die NGT jetzt mit der Brechstange den Zugang ermöglichen?
Da geht es um eine Arbeit von Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. Der hat bei der Arabidopsis-Pflanze Bereiche gefunden, in denen Mutationen weniger häufig auftreten als in anderen. In dem Paper steht aber nichts von „besonders geschützten Bereichen“ drin. Dass in manchen Bereichen von Genomen weniger Mutationen als in anderen beobachtet werden liegt auch daran, dass in essentiellen Regionen ein höherer Selektionsdruck für effiziente Reparatur existiert, d.h. es wird effizient gegen Mutationen in diesen Bereichen selektiert. Es gibt im Genom immer Unterschiede in der Zugänglichkeit von Genen. Bereiche, die z. B. durch Chromatin dicht verpackt sind, sind damit für Mutagene schwer zugänglich. In solche Bereiche kommt man auch mit NGT nicht rein. Das ist also nicht anders als bei natürlich auftretenden Mutationen.
Die bisherige Gesetzgebung krankte daran, dass sie neuen Methoden im Weg stand, die niemand voraussehen konnte. Wir offen ist die Gesetzgebung gegenüber weiteren neuen Methoden?
NGT betrifft „Änderungen am Genom“, und die Gesetzgebung ist nicht auf bestimmte Methoden fixiert, d.h. auch zukünftige neuen Methoden sollten abgedeckt sein.
Wie ist das mit der Patentierung?
Zur Patentierung kann ich aus wissenschaftlicher Sicht nicht viel beitragen. Aber ich sehe, dass in der Debatte immer nur über die Multis gesprochen wird. Wenn man aber die Patientierbarkeit einschränkt, nimmt man auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen zu schützen. Ebenso sollten Universitäten und unabhängige Forschungsinstitute die Möglichkeit haben, intellektuelles Eigentum zu schützen, auch um öffentlichen Mitteln zur Forschungsförderung zu refinanzieren.
In Großbritannien ist die Regelung für die NGT-Pflanzen wesentlich liberaler, in der Schweiz gelten die alten Gentechnikregeln weiterhin. Was bedeutet das für den Import bzw. Export von NGT-Saatgut? Worauf müssen sich Landwirte und Saatguthersteller in diesen Ländern einstellen?
Diese asymmetrische Regulierung führt zu einer Blockade des Saatguthandels und schneidet Saatguthersteller in der Schweiz vom Zugang zu internationalem Saatgut für die Weiterentwicklung im Rahmen des Züchterprivilegs ab. Nach derzeitiger Regelung kommt es zu einer Segmentierung der Zuchtlinien: Unternehmen müssen ihre Pipelines trennen. Eine Sorte, die mit NGT für den englischen Markt optimiert wurde, ist für den Schweizer (und derzeit auch noch den EU-) Markt „vergiftet“. Britische Firmen haben einen Innovationsvorsprung bei der Feldprüfung. Schweizer Firmen drohen den Anschluss zu verlieren, wenn sie NGT-Versuche nur in Hochsicherheits-Containern durchführen können. Schweizer Landwirte müssen penibel darauf achten, kein Saatgut aus Quellen zu beziehen, die NGT-Einkreuzungen enthalten könnten. Eine unbeabsichtigte Aussaat von (in UK legalem) NGT-Saatgut könnte in der Schweiz zum Verlust der Bio-Zertifizierung oder zu Sanktionen führen. Da England NGT-Saatgut gar nicht kennzeichnet, müssen Landwirte sich auf die Dokumentation der Saatguthändler verlassen, statt einfach auf die Verpackung zu schauen.
Thema Gentechnikforschung: Brauchen wir da auch eine Deregulierung?
Absolut. Da muss gründlich entbürokratisiert werden. Wir stehen in der Forschung vor dem Problem, dass wir eine durchaus liberale Bundesgesetzgebung haben, die aber – weil die Aufsicht Ländersache ist bzw. von den Kommunen ausgeübt wird – regional höchst unterschiedlich gehandhabt wird. Wir produzieren meterhohe Aktenberge mit Protokollen und Aufzeichnungen, die im Übrigen nie jemand anschaut. Und es gibt noch mehr Absurditäten: Ich muss zum Beispiel in Düsseldorf alle fünf Jahre eine eintägige Gentechnik-Schulung mit Klausur absolvieren – als wenn das alles Neuland für mich wäre. Ein anders Beispiel ist die Abfallentsorgung. E. coli-Bakterien aus Stufe-1-Laboren könnten durchaus im normalen Abfall entsorgt werden. Sie gelten aber als gefährliche GMO und müssen aufwändig autoklaviert werden. Das kostet Energie und Arbeitszeit und geht, wenn man das bundesweit betrachtet, in die Millionen. Auch haben wir irrsinnige Bauauflagen. In unseren Gewächshäusern z. B. darf es keinen Bodenablauf geben. Wenn ein Wasserschaden auftritt, sind gleich Geräte im Wert von zehntausenden Euro zerstört, weil das Wasser stehen bleibt. Oder das Kondenswasser von Geräten: Es muss abgepumpt werden, damit kein GVO-haltiges Material (z. B. Pollen oder Samen) in die Kanalisation verschleppt wird. Wenn eine Pumpe kaputt geht, fließt das Wasser in die Geräte zurück und wir haben einen Totalschaden.
Das verteuert die Forschung natürlich erheblich. Sind Sie damit gegenüber ausländischen Kollegen benachteiligt?
Schon, aber das größte Problem ist, dass uns Freilandversuche praktisch verboten sind. Das sehe ich, um es ganz deutlich zu sagen, als Einschränkung der Forschungsfreiheit. Und selbst wenn wir es dürften – es stünden sofort Demonstranten auf dem Feld, die die Pflanzen rausreißen würden. Ich kann auch nicht verstehen, dass die Verantwortung und damit die Kosten für den Schutz eines Versuchsfeldes bei den Forschern bzw. den akademischen Einrichtungen liegen. Das ist, als wenn man bei einer Demonstration den Anwohnern aufgeben würde, selbst dafür zu sorgen, dass es nicht zu Sachbeschädigungen kommt.
Das hat im übrigen sehr konkrete Auswirkungen. Wir können uns in Deutschland viel ausdenken und publizieren, aber ob es in der Praxis funktioniert, können wir nicht testen. Deutsche Forschergruppen, meine eigene eingeschlossen, haben in den letzten Jahren gezeigt, wie man mit Gentechnik und synthetischer Biologie die Kohlenstoff- und die Stickstoffeffizienz von C3-Pflanzen steigern kann – teilweise um bis zu 150 Prozent. Noch dazu sinkt dabei der Energiebedarf der Pflanzen.
Zu diesen Pflanzen gehören 90 Prozent der Landpflanzen und damit unsere wichtigsten Kulturpflanzen. Das hätte also eine große Bedeutung für die Welternährung und den Flächenbedarf– bei einer wachsenden Weltbevölkerung. Und was wurde aus den Projekten?
Wie gesagt, wir hatten keinerlei Möglichkeit, das im Freiland zu untersuchen. Das haben dann US-amerikanische Forschergruppen an Tabak und der Kartoffeln und chinesische Forscher an Reis getan. Die entwickeln die Technologie jetzt weiter.
Was ist die Ursache des Problems?
Unser Problem ist, dass wir in Europa nicht evidenzbasiert entscheiden, sondern einem Glauben oder einer Ideologie folgen.


Das erste Mal mit der Genetik zu tun hatte ich beim Herrn Kerner. Das war der Vater von Nena Kerner, mit nämlich genau dem selben Pferdegebiss (das sie heute irgendweshalb nicht mehr hat). Da ließ sich vom Phänotyp auf den Genotyp schließen, aber meine Probleme lagen anders.
Denn ich war ein Jungspund von 12 Jahren oder so, interessierte mich total für Tiere und Pflanzen, lebte ja auch auf dem Bauernhof und hatte zig Bildbände mit den tollsten Fotos und Eindrücken.
Dann kam ich aufs Gymnasium, freute mich auf das Fach Biologie, wo aber der Herr Kerner gleich die Mendelsche Vererbungslehre lehrte und mir bei nächster Gelegenheit eine glatte Fünf verpasste, die erste in meinem Leben. Ich meine, das macht was mit einem jungen Menschen, und da muss man sich als Lehrer drum kümmern. – Aftercare.
Nena, die Tochter, war aber trotzdem immer sauber geblieben, oder?
Ihre persönliche Geschichte (ohne wirkliche Aussage zu Nichts) scheint bei Ihnen ein Trauma ausgelöst zu haben, welches sich über die Generationengrenze hinaus zu halten scheint. Schon ziemlich spookie der Beitrag….care of your after or Hold the ears steif.
„ohne wirkliche Aussage zu Nichts“ – Das ist eine impertinente Aussage, denn die Anknüpfungspunkte zum Thema sind klar ersichtlich und stellen offensichtlich auch eine Diskussionsaufforderung dar.
😆💪
Dr. Weber, Dr. Willi, Dr. Wiehler, Dr. Drosten, Dr. Fauci, Dr. Buyx, Jeffrey Epstein, Melinda Gates, Flipper – wer davon passt nicht in die Reihe?
Na, Epstein ist verselbstmordet, Melinda ist reumütig ausgestiegen und Flipper war schon immer ein Delfin.
Mit Gentechnik kann man Gutes und Schlechtes tun,
wie eigentlich mit allem.
Was es bräuchte, wäre eine klare Kennzeichnung,
aber im Kleingedruckten, das kaum jemand liest,
beispielsweise eine G Nummer für das verwendete Verfahren.
Eigentlich unverzichtbar, wenn in Zukunft
mal hunderte neue genomische Verfahren verbreitet sind,
Wer sowieso kein Interesse daran hat, wird es nie bemerken.
(Die gleichen Leute,
die auch alle zweifelhaften E Nummern essen)
Wer sich interessiert, kann einzelne Verfahren ausschließen,
andere suchen.
Die wirklich relevanten Informationen zu Lebensmitteln
findet man typischerweise in nur mit der Lupe erkennbarer Schrift,
gerne hellgrün auf dunkelgrün gedruckt
und unter einer Verpackungslasche eingeklappt.
moin das ist mal wirklich eine gute Berichterstattung über Gentechnik! es wird nicht der allgemeine Blödsinn berichtet, sondern wirkliche Vorteile im Vergleich zur bisherigen Zucht. man würde also Pflanzenschutzmittel und Dünger sparen, damit müssten dann auch die Grünen sehr zufrieden sein, wenn sie ehrlich sind! ich bin mal gespannt, wann diese Berichterstattung auch mal im Fernsehen oder in Zeitungen wie dem Spiegel schaffen werden. die Hoffnung stirbt also zuletzt schönen Tag
die schreien doch svhon bei
Gentechnik auf
und macht eine interessante Geschichte für ihre Leser drauss.
Hauptsache Auflage wird erhöht.
Herr Prof. Dr. Andreas Weber, hier im Bauer- Willi- Forum sind sich alle Meinungsführer einig:
Es gibt keinen Klimawandel und kein Insektensterben.
Deshalb gibt es überhaupt keine Notwendigkeit den europäischen Saatgutmarkt mit teueren Patentgebühren zu überziehen.
Bitte überlegen sie sich andere Begründungen, warum die grüne Gentechnik für uns Bauern, außer hohen Kosten, was bringen soll
es gibt einen Klimawandel und es sterben Insekten
Die grüne Gentechnik ermöglicht eine gezielte Bekämpfung von Schadinsekten punktgenau dort wo sie auftreten im Vergleich zu Insektiziden wie z.B Pyrethrine welche aus Pflanzen aus fremden Ländern chemisch extrahiert werden und zu einer unnötigen Umweltbelastung für dort lebende Menschen führt. Die grüne Gentechnik steigert die Erträge auf unseren heimischen Flächen und minimiert den Flächenverbrauch im Vergleich zu einigen derzeitig praktizierten hiesigen Anbaumethoden. Wer etwad für die Umwelt, das Klima und auch die Insekten vor unserer Haustüre tun mlchte der unterstptzt die Entwicklung und Anwendung der grünen Gentechnik.
Wer keine Interesse an Insekten… hat macht weiter die Augen zu, lebt so weiter wie bisher. Gelle
Mein Interesse liegt recht wenig bei Insekten. Ich habe die Augen dennoch sehr weit offen und sehe gerade massiv Krieg, atomare Aufrüstung und einen ausufernden Flug- und Schiffsverkehr. Also ich darf bitteschön so weiter leben wie bisher!
@Limes: „Die grüne Gentechnik steigert die Erträge auf unseren heimischen Flächen“
Wenn ein ganzes Beratergeschwader behauptet, die Getreidepreise sind nur deshalb so schlecht, weil die Bauern wegen der fehlenden Gentechnik zu wenig erzeugen, dann muss das auch ein Limes so nachbeten.
Irgendwann muss es doch auch der dümmste Bauer kapieren, dass sich durch immer mehr Weizen, Kartoffel, Zuckerrüben pro Hektar die Preise nicht steigern lassen.
@Andreas sie mäandern vom Vorwurf Klimawandel und Insektensterben würden nicht ernst genommen und bringen ein neues fadenscheiniges Argument. Gibt es eine Lösung und den Hinweis das diese nicht nur hier vor Ort sondern auch in fernen Ländern hilfreich sind bezüglich der von ihnen angemahnten Defizite erzählen sie eine neue Geschichte warum die Lösungen nicht gut sein sollen. Das ist reine bequeme Drückeberger Argumentation nach der Devise wasch mich aber mach mich nicht nass.
Kann ich ja verstehen offensichtlich haben sie Angst vor Veränderungen sobald sie persönlich etwas einbringen müssen.
werden dir Gentechniker dann auch auf diese Weise die Bauern erpressen?
wann kommt die Pharmaindustrie auf die Idee und erpresst die Bauern auch
Da der Bauer, respektive „Erzeuger landwirtschaftlicher Rohstoffe“, außer in der Nische der Direktvermarktung (die immer kleiner wird), keinen eigenen und direkten Einfluss auf den Preis hat, KANN er nur über Flächenerweiterung und/oder Intensivierung sein Einkommen an die Kostenentwicklung anpassen. Das ist nicht schön, ist aber so. (Scheinbare) Abhilfe können nur Nationale Alleingänge und Protektionismus bieten. Genau das wird aber nicht passieren … weil das Geldverdienen über landwirtschaftliche Rohstoffe derzeit aufs Ganze betrachtet marginal ist.
Wer seine Nische mit „Rotem Dinkel“ oder sonst irgendetwas gefunden hat, möge sich darin einrichten (solange es die Konkurrenz zulässt), möge aber nicht alle Anderen, die die 88 % der LM-Umsatzes der 4 Big Players im LEH bedienen (müssen) ständig belehren.
Nische bleibt Nische und ist auch von lautem Quaken begleitet keine Lösung für die Mehrheit der „Volksversorger“.
Das Wachsen und Weichen ist ein ökonomisches Grundprinzip im Kapitalismus und die Intensivierung ist gleichzeitig Treiber dieser Entwicklung. Sie ist aber auch der Garant für eine ausreichende Nahrungsmittelerzeugung für immer mehr Menschen von kleiner werdenden geeigneten Landflächen.
Bio und Nische sind nicht humanistisch, sondern elitär und weltfremd. Den eigenen kleinen Markt durch Erzählungen zu schützen ist legitim, die wirklichen Probleme der Ernährungssicherheit löst aber eher die Gentechnik.
Natürlich gibt es einen Klimawandel!
Nachzuweisen ist der über mindestens die letzten paar hundert Millionen Jahre.
Nur – das „böse“ CO2 hat damit fast gar nichts zu tun, das „menschengemachte“ erst recht nicht.
Gegen invasive Insekten kann man auf diese Weise was tun.
@Andreas, wenn ich nicht wüsste, dass Sie ein Troll sind, würde ich auf Ihre Argumente eingehen. Da Sie aber – außer Provokation – sonst nichts können, mache ich mir nicht die Mühe, Ihnen fachlich zu begegnen.
Schönen Abend noch…
…nicht evidenzbasiert…
Das ist in der Tat in Europa ein generelles Schema und macht eigentlich überall Probleme.
„Theoretische Regel vor Evidenz“ gilt nicht nur hier in der Züchtung, sondern auch in der Medizin, in der KI (die hier zwar nicht entwickelt, aber schon mal reglementiert wird) – bis hin zu Buchhaltungsvorschriften.
Im Laufe der Zeit wird es dann immer offensichtlicher, daß Theorie und Praxis nur in der Theorie zusammenpassen, in der Realität aber nicht. Aber statt dann mal einen Schritt zurückzugehen, werden neue Theoriegebäude erstellt.
Danke!
Habe ich richtig verstanden, dass bereits herbizid- bzw. insekten-resistente Pflanzen nicht (weiter) mittels NGT verändert werden dürfen?