Am 27. November hat die EU-Kommission eine neue „Bioökonomie-Strategie“ vorgelegt. Hier die Link dazu:
https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/ip_25_2819
Hier einige Zitate:
„Entwicklung von Leitmärkten für biobasierte Materialien und Technologien
Um Investitionen zu mobilisieren und den Ausbau zu ermöglichen, ermittelte die Kommission innovative Märkte für biobasierte Materialien und Technologien. Dazu gehören biobasierte Sektoren wie Kunststoffe, Fasern, Textilien, Chemikalien, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Baumaterialien, Bioraffinerien, fortschrittliche Gärung und dauerhafte Speicherung von biogenem Kohlenstoff, die ein hohes Potenzial für Wirtschaftswachstum und Umweltvorteile haben. Die Kommission wird die Nachfrage nach biobasierten Inhaltsstoffen in Produkten ankurbeln, indem sie beispielsweise Ziele in den einschlägigen Rechtsvorschriften festlegt.
In der EU-Bioökonomiestrategie wird daher betont, dass Biomasse verantwortungsvoll beschafft werden muss, um sicherzustellen, dass Wälder, Böden, Wasser und Ökosysteme innerhalb ihrer ökologischen Grenzen bewirtschaftet werden. Die Förderung der Kreislaufwirtschaft und die Steigerung des Wertes sekundärer Biomasse – wie landwirtschaftlicher Rückstände, Nebenprodukte und organischer Abfälle – ist von entscheidender Bedeutung. Die Kommission wird Initiativen ins Leben rufen, mit denen Landwirte und Forstwirte belohnt werden, die Böden schützen, Kohlenstoffsenken verbessern und die nachhaltige Nutzung von Biomasse unterstützen.“ Zitatende
Ich würde mir wünschen, dass das Vorhaben auch tatsächlich realisiert wird und zum Erfolg führt. Ich kann mich erinnern, dass ich schon vor rund 30 Jahren Tüten, die aus Biomasse hergestellt wurden und kompostierbar waren, auf Messen in die Hand gedrückt bekommen habe. Gleiches gilt auch für andere Verpackungen, die es aber auch nie geschafft haben, gegen erdölbasierte Kunststoffe anzukommen.
Oder kennt ihr andere Beispiele? Dann her damit.


Ich frage mich immer, warum bei organischen MAterialien immer von Abfall die Rede ist? Alle Organik kann ich kompostieren und in den Kreislauf zurückführen. Das spart wertvollen Dünger. Das wird auch das einzige sein, was wir uns bei sich verteuernden Primärenergieträgern auch leisten können. Solange wir nicht auf unendliche erergiequellen zurückgreifen können, wird die Kreislaufwirtschaft zur Sicherstellung der Ernährung alternativlos sein.
Und unter Kreislaufwirtscahft verstehe ich, dass die Nährstoffe auf dem Hof bleiben und lediglich Nahrungmittel mit wenig Mineralien den Betrieb verlassen: Milch und Fleisch. Nur so lässt sich eine leistungsfähige Landwirtschaft auch unter Energiemangel aufrecht erhalten.
Bioökonomie hört sich erst einmal gut an und wenn es wirtschaftlich ist sollte es auch durchgeführt werden. EEG-abgelaufene Biogasanlagen fangen jetzt an LNG-Gas für LKWs herzustellen. Dafür werden dann je nach Größe der Anlage rd. 500 LKWs zur Abnahme benötigt. Denken wir einmal zurück , dann denken wir an die Rapsölmühlen mit der Produktion von Rapsöl für Dieselmotoren . Auch wir haben unsere Rübenroder damals umgerüstet und dann nach ca. zwei Jahren hat die Politik dieser bioökonomischen Lage ein Ende gesetzt. Die Ölmühlen gingen dann in die Pleite und die Umrüstungen der Dieselfahrzeuge waren plötzlich Fehlinvestitionen. Auch heute ist der politische Ansatz sehr verschieden zwischen Regierung , EU und der Opposition . Das konnte man vorletzte Woche in der Bundestagsdebatte hören. Wichtig ist bei einer Investition immer die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Ölprodukten , aber gut ist natürlich immer eine Kreislaufwirtschaft. Unsere Zuckerfabriken versuchen die Reststoffe (Trockenschnitzel) als Energie einzusetzen , doch gegenüber Industriegas 2 – 3 mal so teuer. Das kann es dann wohl auch nicht richtig sein und alles wie jetzt gerade politisch angedacht alles zu subventionieren wird nachhaltig nicht funktionieren und Wirtschaft und Wohlstand an die Wand fahren.
Das Zentralkommitee hat beschlossen, die Produktionsmenge zu verdoppeln.
Wir hatten mal vor ein paar Jahren einen bebilderten Flyer zur Bioökonomie (mit Reststoffen) mit eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Punkte von unserer Seite gemacht. Der steht hier:
https://bioresource-tools.net/#about (Und dort auf den blauen LINK – „Learn more about our vision of a modern bioeconomy)
Solche Flyer sind doch wirklich der gamechanger. Wa ist die conclusio daraus?
Sei laut, sei nernetzt und lebe von jeder Menge öffentlicher Gelder!🙄…und erkläre den übrigen Trotteln alles mit einfachen Bildern.
Den Flyer hatten wir gemacht, da wir feststellten, dass Entscheidungsträger, von denen man annahm, dass die wissen sollten, was Bioökonomie bedeutet, den Begriff nicht kannten… Ich freu mich, wenn man hier besser Bescheid weiß. Dann braucht man Bekanntes ja einfach nicht lesen.
Ich lese hier im Blog immer wieder die Begrifflichkeit „Hochpreisland Deutschland“. Haben die Verwender sich mal die Situation im europäischen Ausland angesehen? Auf welche Produkt- und Dienstleistungsbereiche findet „hochpreisig“ denn berechtigterweise eine Anwendung? Für ldw. Rohstoffe gilt die Aussage wohl grundsätzlich nicht. Für Kraftstoffe, im europäischen Vergleich, auch nicht. Für Behördengebühren ebenfalls nicht. Die aufgezwungenen Dienstleistungen sind ebenfalls nur moderat teurer geworden. Die Volksdroge Nr. 1 ist sogar billiger geworden. Auch beim Kauf von deutschen Autos, kann man viele Schnäppchen machen. Versicherungen aller Art haben die Beiträge ebenfalls nur moderat, wenn überhaupt, angehoben. Löhne und Arbeitserledigungskosten hatten allerdings einen Nachholbedarf. Also, wo sind die Bereiche mit erheblicher Teuerungsrate? Oder ist es wieder einmal nur eine Phrase? Wenn es um die Beurteilung der Verteuerung von Waren und Dienstleistungen geht, darf man schon seit langer Zeit die Preise für ldw. Erzeugnisse nicht zum Maßstab nehmen.
„Für Behördengebühren ebenfalls nicht.“
Kemet kennt die europäischen Behordengebuhren und kann die vergleichen, das ist mal eine Ansage.
Gebrauchtwagen sind auch so teuer, wie seit der Wiedervereinigung und beim Bäcker kostet ein Rosinenbrötchen mittlerweile 1,52€. Die Krankenkasse hat wieder erhöht, die KfZ-Versicherung ebenfalls…..u.v.m. Kemet, komm aus deiner Höhle raus.
@RS
Die Öko-Kontrollgebühren z.B. sind sowohl in den NL als auch in F, genau wie hier in D, gleich geblieben. Gebrauchtwagen werden auch immer teurer, weil sie als Neuwagen schon mehr gekostet hatten. Beim Rosinenbrötchen ist lediglich die Diskrepanz zwischen dem Rohstoffwert und dem Verbraucherpreis zu kritisieren. Meine Krankenkasse war im letzten Jahr, wegen der endlich eingeführten gerechteren Bemessungsgrundlage günstiger geworden. Bei der Kfz-Versicherung kann man wählen. Verteuerungen stellt man in erster Linie fest, weil das verfügbare Einkommen mit der Preisentwicklung nicht mithält. Also, hier weniger die Tastatur quälen und die gesparte Zeit der Einkommenssteigerung zuführen. Falls man für den aktuellen Arbeitsmarkt relevante Fähigkeiten besitzt.
Kemet, lass doch einfach deine Verallgemeinerungen, die du dann wieder umständlich einzufangen suchst. Wenn das bei einem Kemetbauer so ist wie beschrieben, dann ist es auch bei 84 Millionen anderen Deutschen ebenso? Kemet, ich kann mein Einkommen durch Anhebung des Stundensatzes beeinflussen. Hab schon drüber nachgedacht, ob ich das für 2026 machen werde. Ich glaube aber eher nicht, ich werde die Preisspirale erstmal nicht mitmachen.
Wenn man sieht, was ein Fachingenieur so in Rechnung stellt, dann könnte ich locker 100% drauflegen….aber wie gesagt, ich denk noch drüber nach. Nichts desto trotz wird alles teurer, auch wenn du es nicht sehen willst.
Echt jetzt. Ganz offensichtlich führen sie kein Unternehmen, sonst würden sie anders argumentieren. An allererster Stelle steht ja wohl Energie, die vom Staat verteuert wird. Und die Sozialabgaben, die den Nettolohn brutal schmälern und die Gesamtlohnausgaben im Unternehmen deutlich steigen lassen. Warum verlieren zur Zeit so viele Menschen ihre Arbeitsplätze?
„Warum verlieren zur Zeit so viele Menschen ihre Arbeitsplätze?“
https://www.jungewelt.de/artikel/513349.untergangsstimmung.html
Zitat:
„Davon aber darf in der laufenden Debatte nicht die Rede sein. “
Bing gespannt, wie wir den stark gestiegenen Schuldendienst bei Nullwachstum und absehbar nicht fallenden Zinsen bedienen. Kann gar nicht weh genug tun! Geliefert wie bestellt…
@Sg
Die letzte Zeile ist sicher keine ernstgemeinte Frage, oder? Wenn die Verbraucher zu einem sehr großen Anteil nur noch Schrott aus China kaufen, gleichzeitig aber ihre Arbeit hier in D. besser bezahlt bekommen wollen, dann kann das System nicht funktionieren. Wir haben z.B. überbezahlte Schrauber an den Bändern von VW. Damit aber ist ein VW zu teuer für den Weltmarkt. Und er ist mittlerweile auch hier in D. zu teuer für die Autofahrer. Wo also ist der Markt für unsere teuren Produkte? Mein TA importiert seinen neuen Q7 selbst. Auf dem Balkan ist der Wagen 21 Tsd.€ günstiger als hier. Gut, er wird auch irgendwo dort unten gebaut. Viele Automobilisten schieben Panik, weil ihre Arbeitgeber die Notbremse ziehen. Viel zu spät! Was an dieser Entwicklung kommt denn plötzlich? Seit den frühen 90er Jahren ist doch wohl klar, dass der Autoboom nicht unendlich laufen wird. Hat das jemanden interessiert? Nöö, wird schon gutgehen. Hat ja auch geklappt aber jetzt ist vermutlich Schluss. Viele bürgerliche Existenzen wackeln. Erweiterungspläne der Industrie, wandern in Ablage „P“. Fast alle haben es mittelfristig gewusst/geahnt aber fast keiner wollte es wahrhaben.
Sehe ich nicht ganz so Kemet. Hätte es kein EU- Verbrenneraus gegeben, hätte China nicht das Signal zur Überschwemmung des EU-Marktes bekommen. Hätte die USA nicht Nordstream gesprengt und würde der CO-2 Zertifikatehandel aufgegeben, sehe es anders aus…..aber dieses Volk wollte es so.
Kemetbauer; Irgendwie falsch abgebogen heute???? Wenn Sie sich einen vernünftigen deutschen Mittelklassewagen( PKW) kaufen, müssen Sie einiges an Euros drauflegen! Ganz zu schweigen von einem Mini( mache gerade Preisvergleiche)! Auch die KFZ Versicherungen( VK,TK haben zugelangt…Löhne ( und der Unsinn vom Mindestlohn demnächst) sind angestiegen , bedeuten für Unternehmen mit zusätzliche Ausgaben, Energie usw. usf.Ihre ganze Diskussion heute dazu ist unterirdisch! Die industrielle Entwicklung und fehlendes Wachstum zeigt uns wohin sich die BRD bewegt…
@CB
Wir brauchen also ein niemals endendes Wachstum? Das gibt aber es nicht!
Die gestiegenen Preise müssen immer in Relation zum gestiegenen Einkommen gesehen werden. Gut, die Bauern sind da außen vor. Ein „vernünftiges“ Auto zu kaufen, bedeutet derzeit kein deutsches Auto zu kaufen. Gut, als Patriot muss man da wohl anders handeln.
Wir haben ein nie endendes Wachstum, das ist auch möglich.
Die Inflation beschert uns jährlich ein Wachstum von 2 bis 3 Prozent. Das ist das, was die Bilanzen brauchen, damit sie weiterhin Bestand ahben können. Wenn aber der Staat kommt und die Energiepreise über dieses Maß hinaus verteuert, dann kommen die Bilanzen ob betrieblich oder privat ins Ungleichgewicht und es müssen andere Posten angepasst werden. Dabei sind es ja nicht nur die Energiepreise, sondern auch Steuern und Sozialabgaben, die sich massiv verteuert haben. Preiserhöhungen bei den Produkten führen sofort dazu, dass der reale Umstz sinkt und somit keinerlei Entspannung in der Bilanz bringt. Dass dies ein europäische und besonders deutsches Problem ist, kann man an der Entwicklung des mittelständischen M-Dax und des DAX sehen. Während der auf den deutschen Wirtschaftsstandort fixierte M-Dax seit Jahren fällt, konne der DAX, der international tätige Konzerne enthält, heuer neue Rekordmarken erklimmen.
Was die Landwirtschaft angeht: Die Schweinepreise sind am kollabieren und der Milchpreis beginnt nun ebenfalls dahinzuschmelzen wie der Butter in der Sonne. Die Schlachtviehpreise werden ebenfalls eingedampft werden. Ich gehe von mind 25% Preisrückgang aus, bei den Schweinefleischpreisen bin ich noch pessimistischer. Wir werden 2026 und 2027 ganz üble Zeiten erleben, auf der Erzeugerseite. Im LEH sehe ich das anders! Der wird sich auf Kosten der Erzeuger und der Kunden die Taschen voll machen.
„Haben die Verwender sich mal die Situation im europäischen Ausland angesehen? Auf welche Produkt- und Dienstleistungsbereiche findet „hochpreisig“ denn berechtigterweise eine Anwendung?“
@K bin ja bas erstaunt offensichtlich leben sie in einem abgeschotteten Wolkenkuckucksheim anders kann ich mir diese Aussagen nicht erklären. Wer wie viel z.B für das Betriebsmittel Strom (kWh) in Europa im 1.Hj 2025 gezahlt hat finden sie im beigefügten link. Raten sie mal wo D in der Aufstellung liegt natürlich sind wir Spitze. Die Netzgebühren (Grundpreis) sind in D wahrscheinlich auch nicht die günstigsten, sicher ist zumindest bei uns sind diese die letzten Jahre regelmässig gestiegen.
https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/GreenDeal/_Grafik/strompreise.html
nicht nur bei Diesel auch bei Kraftstoffkosten für E Auto sind wir ebenfalls Top
https://www.merkur.de/wirtschaft/deutsche-auto-fahrer-zahlen-am-meisten-rekordpreise-beim-laden-zr-93787199.html
Schön für sie wenn die für Verbaucher irrelevanten überflüssigen Öko-Kontrollgebühren nicht gestiegen sind.
@L
Mit den Energiepreisen (elektr.) subventionieren wir, hier in D., die Arbeitsplätze. Es ist doch hier Tenor, dass die Arbeitsplätze in D. gehalten werden sollen. Oder sehe ich das falsch? Ja, wir subventionieren die eigenen Arbeitsplätze und für die Firmen fällt auch noch etwas ab.
btw: Es ist doch wohl aller höchste Zeit, dass die Energieträger endlich mit den Kosten belegt werden die sie auch ökologisch gesehen, aufwerfen. Dinge wie Agrardiesel, gehören eh abgeräumt.
„Es ist doch wohl aller höchste Zeit, dass die Energieträger endlich mit den Kosten belegt werden die sie auch ökologisch gesehen, aufwerfen.“
Das möchte ich gerne verstehen.🤔
@RS
Ich würde ca. 11€/ha zurückbekommen. Darauf kann ich gern verzichten. Wenn, wie hier oft mitgeteilt wird, im Ökolandbau besonders viel Diesel verbraucht wird, müssten konv. Betriebe, mit reduzierter Bodenbearbeitung, noch weniger Diesel verbrauchen. Da lohnt sich dann doch der Rückerstattungsantrag kaum noch.
Was ein wirres Zeug sie reden, Kemetbauer. Die völlig unsinnig erhöhten Energiepreise (aus Sicht von GreenDeal und Politik natürlich nicht), vermindern direkt die Gewinne der Betriebe, was zu Kostenminderungsideen führen muss und Arbeitsplätze kostet. Viele Betriebe sind Arbeitsmäßig aber schon auf Kante gestrickt – evntuell bleibt kaum noch Gewinn übrig. In den kommenden Jahren wird es Gewinneinbrüche geben, die sich massiv auf die Steuereinnahmen des Staates auswirken werden. Sondervermögen von 1 Bio. Das ich nicht lache. Wird nie und nimmer reichen. Aber dann ist Merz ja schon wieder Geschichte. Im Moment gelingt noch eine gewisse Vertuschung. Nächstes Jahr nicht mehr.
@Sg
Was, bitte schön, hat das Sondervermögen mit meiner Aussage zu tun? Natürlich werden auch im nächsten Jahr wieder ldw. Betriebe aufgeben; nennt sich Strukturwandel. Bei gleichbleibenden Erzeugerpreisen wird die Anhebung des Mindestlohnes den Strukturwandel noch beschleunigen. Aber schon heute müssen gute Arbeitskräfte in der Landwirtschaft viel besser als mit Mindestlohn bezahlt werden. Wer bisher ein rigides Kostenmanagement geführt hat, der sollte gute Chancen für die Zukunft haben.
Papier, Holzwerkstoffe, Holzbaumaterialien sind Klassiker. Kunststoffe für verschiedenste Anwendungen mehr und mehr. Nur die kompostierbaren Müllbeutel sind ein schlechtes Beispiel. Die können weg.
Ich habe gerade eine Brille mit biobasiertem Gestell auf der Nase. Emulgatoren, Tenside, Tapetenkleister, chemische Grundstoffe aller Art, Energieträger fest flüssig gasförmig, Zusatzstoffe für Zement, Textilien., Kompost, Pflanzsubstrate mit Torfersatzstoffen…
…Im Prinzip kann man alles was man aus petrobasierten Rohstoffen machen kann auch aus Bioresourcen machen. Der Preisabstand schrumpft und zur Verwendung von Reststoffen wird viel gemacht.
@Ina Körner
Danke, dass es auch noch Menschen gibt, die das Positive in dieser Entwicklung sehen.
„Den Horizont erweitern, über den Tellerrand schauen“.
Dann bleiben Sie mal auch schön positiv, wenn die EU, wie erfahrungsgemäß zu erwarten, uns das Thema in unsinnigen Vorgaben und dick mit Regularien und Kosten garniert aufdrückt.
das Thema ist doch brisant,
da haben unsinnige Vorgaben und Regularien keinen Platz.
Die stören nur, das muss bewusst weggelassen werden.
Ob dabei richtige Juristen gefragt sind?
Es doch gerade die „richtigen Juristen“, mit denen solche Behörden in Massen bestueckt sind und von denen solche überquellenden Regularien verfasst werden.
Willi, ich finde es auch gut, wenn es Alternativen gibt. Ich finde es nur anmaßend und paternalistisch, solche Dinge in der EU immer wieder mit einer Regulation und erhobenem Zeigefinger, umsetzen zu wollen. Das löst bei mir automatisch eine Trotzreaktion aus. Innovation kommt von den Menschen von ganz allein, wenn man ihnen ausreichend Freiheit lässt. Wie sonst ist der technische Fortschritt entstanden? Und warum entsteht er global immer noch?
Man betrachte den gigantischen Technologieschub Ende des 19., Anfang des 20. Jh.
Da gab es einen erklecklichen Anteil von Privatleuten, die mit ihrem Geld (oder mit dem Geld ihrer Firmen) wesentliche Erfindungen nicht nur machten, sondern auch entwickelten – von keiner Regierung dazu „angeleitet“ oder gar subventioniert. Als Beispiele aus dem Verkehrswesen mögen hier Gottlieb Daimler, Carl Benz, die Brüder Wright oder Alberto Santos-Dumont dienen (hier natürrlich nicht zu vergessen die Entwicklung von Traktoren durch verschiedene Ingenieure in Europa und USA).
Wenn heute jemand etwas erfinden will, tut er gut daran, erst einmal den gigantischen Haufen von Vorschriften zu studieren, gegen die er nicht verstoßen darf…
Frau Körner, Sie sprechen den Ersatz von Torf an. Da kenne ich mich sehr gut aus, weil wir viele m3 Substrate einsetzen und ein Ersatz auch schon seit vielen Jahren in der Branche diskutiert wird – und weil hier auch das ganze Dilemma mit biologischen Ersatzstoffen deutlich wird. Ersatzstoffe sind vorhanden, aber leider auch begrenzt. Holzfasern, Kokos, auch Faserprodukte aus z.B. Paludikulturen, müssen technologisch aufgeschlossen werden, damit sie Torf ersetzen können. Hierfür sind nur einige Rohstoffe geeignet. Und diese werden auch z.B. in der Spanplattenindustrie und thermischen Verwertung nachgefragt. Es gibt eine deutlich zunehmende Nachfrage nach funktionierenden Rohstoffen von Torfersatz (und Faserstoffen zur Verbrennung) . Dies hat mittlerweile den Substratpreis zweieinhalbfachen lassen (etwa 100 Euro/m3) und stellt auch einige Kulturen wirtschaftlich in Frage. Zusammengefasst: wie in allen Branchen ist ein ausgewogenes Angebot/Nachfrageverhältnis wichtig. Sollte der Gestzgeber hier massiv eingreifen (durch erzwungenen Ersatz), muss eine Alternative vorhanden sein. Ansonsten sind in unserem Hochpreisland schnell Grenzen überschritten und Betriebe müssen die Produktion aufgeben. Das Thüneninstitut erstellt hierzu Gutachten im Auftrag der Gesetzgeber, was gut ist, um überhaupt eine Zahlengrundlage zu haben. Ich habe allerdings den Eindruck, dass vieles durch eine „grüne“ Brille gesehen wird.
Danke für ihren Kommentar, lieber Scmeckt gut. In einem aktuellen Projekt (CLOSECYCLE) haben wir einige Partner, die sich damit befassen. Vieles ist da im „Werden“, auf Basis von Reststoffen. DELPHY (große Firma NL, Baumschule) macht ein „Booskop-Substrat“ mit Substraten aus der Region, u.a. der Schlamm aus Deichen, etwas Biokohle, Kompost, Miscanthus… Entsogungsbetriebe Lübeck vertreiben seit diesem Jahr Pflanzerde für Hobby-Gärten (Lübeck-Erde) mit Komposten auf Basis von Haushaltsabfällen (Salzgehalte wurden reduziert). Dann ist da noch das Strukturmaterial, aus der Kompostierung, dass oft verbrannt wird. ASB (Substratfirma, Hobbybereich) nutzt das es als Komponente (und wir -TUHH- machen Untersuchungen, um es zu verbessern für Torfersatzprodukte). Ein weiterer Partner (Kleine Firma SMEETS, Pflanzenberater) macht Substrate, auch mit Kompost, aber auch weiteren regionalen Reststoffen zum Bsp. Aushub aus dem Hafenbecken. Alle haben mit politischen Rahmenbedingungen zu kämpfen, die die Einführung solcher Produkte erschweren bzw. tw. auch verhindern. Aber alle sind mit Enthusiasmus dabei und bringen vieles voran. Auch wenn man oft frustriert ist, dass es so langsam geht.
Ja, von den verschiedensten Versuchen habe ich erfahren. Mein Eindruck ist dabei aber auch oft, dass die Versuchsansteller „froh“ sind, wenn „Rohstoffe“ für einen guten Preis entsorgt werden können. Speziell Kompost (aus Kommunaler Entsorgung) ist für die Profianwendung sehr oft unbrauchbar – den Salzgehalt hatten Sie ja schon angesprochen. Im Profianbau gibt es – zusätzlich zu den zu 100% zu erfüllenden Kulturansprüchen (Stichwort wirtschaftlicher Anbau) – auch hohe Ansprüche hinsichtlich Hygiene und kritischen Musskriterien (im QS-system), die einen Einsatz von vornherein ausschließen. Alles wird halt immer komplexer (gemacht).
Wie weit ist denn das Projekt „Löwenzahn für Reifen“ gediehen? Die Großstädte rüsten im Rahmen der Wärmeplanung auf Holz für die Fernwärme um, also z.B. Berlin. Da bin ich schon gespannt, ob das aufgeht.
Man kann aber eigentlich schon immer Kunststoff aus organischem Material herstellen (z.B. Galalith), Erdöl ist ja auch organisches Material. Die Chemiker und Verfahrenstechniker können sicher vieles realisieren, aber am Ende zählt das Geld.
„Ich würde mir wünschen, dass das Vorhaben auch tatsächlich realisiert wird“
Welches Vorhaben konkret, beschrieben ist ja alles moegliche?
Die Bauern noch ein bisschen mehr reglementieren bei Umgang mit der Biomasse und den Böden?
Wird kommen.
„Die Kommission wird Initiativen ins Leben rufen, mit denen Landwirte und Forstwirte belohnt werden, die Böden schützen, Kohlenstoffsenken verbessern und die nachhaltige Nutzung von Biomasse unterstützen.“
Da liest man auch hier immerzu, der verantwortungsvolle Land- und Forstwirt täte dies ohnehin, quasi aus genetischer Veranlagung, immerzu und dann muss doch wieder extra Geld dafür ausgelobt werden.
Der Bürger allgemein trennt seinen Müll schon recht gut. Das reicht aber nicht, deshalb wird er bei Fehlwürfen nun bestraft. Eine Belohnung wäre sicher angebrachter, aber die Auszahlung wird aufgrund des Antragsverfahrens schwierig. 🤡
Man muss nicht bestimmte Gruppen herausgreifen, um die Dummheit staatlicher Steuerung offen zu legen, es geschieht jeden Tag zu jeder Zeit an jedem Ort.
P.S.: Ich muss immer innerlich grinsen, wenn ich lese, dass man Kohlenstoffsenken verbessern will…..wer behauptet, dies verifizieren und bewerten zu können, der ist in meinen Augen ein moderner Scharlatan.
Kohlenstoffsenken? Da kann man tatsächlich lachen. Kommt darauf an, wer in einem zugewiesenen (erdachten) Zeitfenster die Senken „errechnet“ (schätzt). Könnte so kommen, wie beim Wald: Eine Riesensenke vorausberechnet und die Natur (nicht die Bewirtschafter) machen einen Strich durch die Rechnung. PS: Hört man etwas von den Mijonen Tonnen CO2, die der borkenkäfer- und trockenheitsgeschädigte, deutsche Wald in den letzten Jahren ausgestoßen hat? Kaum. Und wenn, sind die Bauern Schuld. So wird das nichts. Ein erfolgreicher Schutz benötigt effektive Werkzeuge, die die EU nicht zugesteht.
Wir werden die Welt schon retten, und wenn es mit Zwang ist….ob die Asiaten da mitmachen? Wer weiß, im Moment scheint denen der Planet und auch ihre eigene Umwelt ziemlich egal zu sein.
https://www.bing.com/videos/riverview/relatedvideo?q=schmutzigster%20fluss%20der%20welt&mid=998C9529D74C53627352998C9529D74C53627352&ajaxhist=0
Aber Bioökonomie ist auch da zu erkennen: Eine Ziege recycelt Müll zu Fleisch. Super!
Moin
„Aber Bioökonomie ist auch da zu erkennen: Eine Ziege recycelt Müll zu Fleisch. Super!“
@Reinhard
Auch wenn Ziegen aus Baumrinde Fleisch machen, wer soll das essen?
Es ist schon schwer genug Lamm oder Schaf den Leuten schmackhaftig zu machen.
Oder brauchen wie in der DDR den Ziegenkoch?
An all solchen Sachen wird es scheitern.
Scheitern ist keine Option.
Also Zwang und Verbote.
Und warum?
Weil Franz-Kevin mal einen Trinkhalm weggeworfen hat.
Grüße
Nicolai
Ach ja, die ganzen abbaubaren Materialien, die sich dann in den Deponiebergen doch auf Jahrzehnte nicht so recht abbauen ….
Komische Sache, aber noch unsere nächsten Vorfahren hatten das Problem nicht, Oma hatte jahrzehntelang eine Einkaufstasche und brauchte keine Tüten mit Heilsversprechen.
Wenn das Konsumverhalten entgleist ist, eher entgleist worden ist, dann braucht man dann so eine EU zum regulieren der Unfallfolgen.
Diese scheinbar hoffnungsvollen Zeilen beschreiben, dass wir die Kontrolle über uns noch härter wird – denn interessant ist, wer NICHT unter die „schützenden/fördernden“ Hände der Politik gerät: die Supermärkte z.B. von Türken, Iranern usw.: dort werden bedenkenlos jede Menge stündlich neue Plastiktüten an alle Kunden gefüllt, die sind fröhlich und verstehen unsere Sortiererei überhaupt nicht. NICHT erwähnt wird z.B. auch das Schächten beim moslimisch vorgenommenen Schlachten… diese Liste könnte man endlos fortführen. Es ist jedoch auch so erkennbar, WER unters Joch genommen wird und da ist noch lange kein Ende in Sicht. Bleibt für uns Bürger die Hoffnung, dass es bald Neuwahlen gibt, ein neues Spiel, ein neuer Versuch…
Neuwahlen?
„Andere Schweine aber die selben Tröge“
Moin vom Fjord
„Die Kommission wird die Nachfrage nach biobasierten Inhaltsstoffen in Produkten ankurbeln, indem sie beispielsweise Ziele in den einschlägigen Rechtsvorschriften festlegt.“
Ich lese da:
Wir fördern bio-Inhaltsstoffe indem wir die anderen verbieten.
So funktioniert Zwangsökonomie.
Grüße
Nicolai
Ich erinnere noch aus den 90er Jahren, da war von irgendwoher die Parole ausgegeben worden, dass in öffentlichen Einrichtungen nur noch Recyclingpapier genutzt werden sollte. Ich sehe eigentlich nirgends mehr Recycling-Schreibpapier.
Die verstehen die Ökonomie niemals. Nur was der Bürger, das Volk, der Mensch für sich als Mehrwert erkennt und ihm nützt oder ihm gefällt, wird gekauft und genutzt.
Auf vielen Schreib- und Druckpapierpackungen steht Recycling, Sie sehen es dem Produkt aber längst nicht mehr so an wie vor 30 Jahren.
„Kreislaufwirtschaft und die Steigerung des Wertes sekundärer Biomasse – wie landwirtschaftlicher Rückstände, Nebenprodukte und organischer Abfälle – ist von entscheidender Bedeutung.“
Klingt erstmal gut! Mal sehen, was davon übrigbleibt…
Man könnte ja auch wieder Küchen-und Lebensmittelabfälle sammeln und über Schweinemastbetriebe veredeln! Das hatten wir alles schon einmal ( habe ja schon oft darüber berichtet) und war nachhaltig! Die EU braucht nur diese damalige Regelung des Verbotes von Sekundärfuttermittel außer Kraft zu setzen,
und die „gebeutelten Schweinebetriebe“ hätten ein preiswertes Mastfutter…Im Übrigen gibt’s Fachliteratur von Prof.Henning und Poppe mit Bewertung solcher Futterstoffe!
Wann ist das eigentlich aufgegeben worden? Also, das Verfüttern von Küchenabfällen in großem Stil. Gab es das auch in der BRD? Was passiert eigentlich jetzt mit den extra-gesammelten Essensresten?
Beim Blättern in einer „Landlust“ Ausgabe habe ich einen schönen Artikel über Wiederkäuer gelesen. Da stand: die Kuh kann Stroh in Milch umwandeln und damit ein hochwertiges Lebensmittel erzeugen. Ob das jetzt stimmt, sei dahin gestellt, aber immerhin sehr positiv.
LM: Nach EU Richtlinie seit 2002 ? verboten! Für mich ein absoluter Schwachsinn!!!
Jetzt schmeißt man das alles in die Biotonne…LM: Mir dreht sich da immer „der Magen“ um, wenn ich das sehe als Bewohner einer 100000EW zählenden Stadt!
Weiß es auch nicht wie man das in Wesrdeutschland gehändelt hat?? Wahrscheinlich Deponie?
LM: Milchproduktion.Die Kuh kann das sicher als ein Bestandteil ihrer Futterration! Genauso wie sich das vielgescholtene Methan in CO2 und H20, was zwangsläufig bei der Verdauung anfällt, umwandelt!
Gewerbliche Speisereste werden von Profientsorger entsorgt(Remondis, BSN etc.) , private Speisereste gehen in die Biotonne und/oder auch in Biogasanlagen.
RS: Hier ist die Berndt-Gruppe:Bayern verantwortlich und aktiv! Diese haben damals den VEB Betrieb Futtermischwerk Wünschendorf (Camburg)gekauft und ausgebaut! War zu DDR-Zeiten ein Produzent von Eiweisskalt-und Tierkörpersilage und Hundefutterproduzent für den Bez.Gera!
guten Morgen gut wäre jetzt wenn auch alle Pilzgifte noch biologisch zerstörten können, so dass man auch ohne Sorgen Bio-rotfahrer an Schwangere Frauen verkaufen kann oder Bio Futter am sauenbetriebe als Beispiel es wurde leider zu selten darüber gesprochen das ist sehr gefährlich sein könnte das zu essen als schwangere Frau oder tragende Sau. das reimt sich ja sogar schönen Tag
„In der EU-Bioökonomiestrategie wird daher betont, dass Biomasse verantwortungsvoll beschafft werden muss, um sicherzustellen, dass Wälder, Böden, Wasser und Ökosysteme innerhalb ihrer ökologischen Grenzen bewirtschaftet werden.“
Aaaah, das riecht förmlich nach Zertifizierung, Kontrolle, Gesetzen, Verstößen, Kriminalisierung…..☝️
Was denn sonst? Es kommt von der EU, die können doch nicht anders als so.
Der „Initiative“ wird am „Loch“ in der Geldbörse scheitern. Auf der Strecke bleiben dabei die „fortschrittlichen“ Unternehmer. Gewinnen wird der Import – wenn wir (die Unternehmer, nicht nur die Bauern) so weitermachen und alles abnicken, was die „Entscheider“ in Brüssel so aushecken.
„Jute statt Plastik“ 1978, damit sind wir Ökos doch aufgewachsen…..ist in unserer DNA verankert sozusagen. Eierpappen waren schon immer aus Pappe…..
Das mit der Jute-DNA von 1978 hat die Plastiktüte aber weitere 40 Jahre wenig gejuckt.