Bauer Willi
Kommentare 39

Naturschutz – schwer gemacht

Wer wissen will, welche Agrarumweltmaßnahmen (AUM) den Landwirten angeboten werden und was von den Landwirten bei der Anlage und Bewirtschaftung zu beachten ist, sollte sich die drei nachfolgenden Dateien ansehen. Ich glaube, mehr muss man dazu nicht sagen.

Übersicht AUM 2022 + ab 2023

Merkblätter AUKM_2022

Entwurf Richtlinie 23.03.22

 

 

 

(Aufrufe 3.305 gesamt, 1 heute)

39 Kommentare

  1. Udo Junghans sagt

    Also wenn die fachliche Beratung von Ministern durch ihre Ministerialen so verläuft, dass z.B. sowas passiert (https://www.welt.de/politik/deutschland/plus237882621/Und-ploetzlich-steht-Innenministerin-Faeser-neben-dem-Terror-Rapper.html) wo eine einfach Internetsuche geholfen hätte, braucht einen genau nix mehr zu wundern. Offensichtlich werden nur Leute mit maximaler Fachfremdheit in oberste Entscheidungsgremien gesetzt, denen auch ein kritisches Hinterfragen der vorgesetzten Lösungen fremd ist, weil eben die fachliche Bildung oder überhaupt ein (universitär angezogenes) kritisches Denken nicht vorhanden ist.

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  2. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    zon zeitonline

    Dürre: So trocken wie im März darf es nicht bleiben
    Selten waren die Böden zu dieser Zeit trockener. Forstwirte sind im Krisenmodus und regional drohen Ernteausfälle. Ausgerechnet jetzt, da die Ukraine nicht liefern kann.
    Eine Analyse von Claudia Vallentin und Linda Fischer • Visualisierung: Annick Ehmann
    31. März 2022, 11:37 Uhr 429 Kommentare

    die kommentare sind schon stark.

    • Reinhard Seevers sagt

      Tja, zur Komplexität der Landwirtschaft kommen eben noch die Komplexitäten von Wetter, Klima, Boden und Geologie hinzu….wie soll der gemeine Bürger da noch mitkommen. Und wenn das Vertrauen in richtige Experten nicht vorhanden ist, glaubt man eben den einfachen ideologischen Sprüchen.

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      • Arnold Krämer sagt

        Vertrauen ist ein kostbares und besonders empfindliches Gut. Es lässt sich in der Regel sehr viel schneller zerstören als aufbauen.
        Auf der einen Seite wächst das Mißtrauen im Wesentlichen gefördert durch Lügen. Auf der anderen Seite bietet der Glauben an das Gute Sicherheit und unerschütterliche Geborgenheit. Der Mensch will, ja, muss sogar vertrauen (glauben), weil sonst ein “gutes” Leben nicht zu führen ist. Dazu muss auch Komplexität immer reduziert werden, weil sie die Masse der Menschen sonst überfordert und in vielen Teilbereichen des Lebens sogar jeder Mensch überfordert ist.
        Fragen:
        1. Haben die konv. Landwirte und ihre Vertreter (auch in der Politik) in der Vergangenheit zuviel gelogen? Machen das ihre “Gegenspieler” aber nicht auch?
        2. Haben sie versäumt, Komplexität zu reduzieren sowohl in der Wertschöpfungskette selbst wie auch in der Außendarstellung?

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        • Smarti sagt

          Herr Krämer, könnte man als Landwirt überhaupt noch Lügen ? Es kommt doch früher oder später sowiso raus ? Mit Messreihen, in denen die Genauigkeit bei “einem Würfelzucker ist im Bodensee nachweisbar” ist… mit den Satelliten… mit der selbsternanten Bürgerpolizei… bei der vernetzten Digitalisierung, z.B. bei Tieren von der Geburt über Behandlungen bis zum Tod (und auch da wird nochmals kontrolliert).
          Oder: was hätte ein Landwirt davon, über seine Arbeit zu lügen ?
          Ist es nicht eher so, dass man dem Landwirt immer wieder vorwirft, zu lügen ? Vielleicht um selber besser da zu stehen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen ?

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          • Arnold Krämer sagt

            Ich meinte mit Vergangenheit nicht die letzten Jahre, sondern Jahrzehnte im letzten Jahrhundert. Was heute Realität für die Betriebe ist, resultiert letztlich (aber nicht immer) aus den Fehlern, dem Fehlverhalten der Akteure, auch des Gesetzgebers.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Dann könnte man den Bogen ja noch weiter spannen und den Beginn des Kapitalismus als Ursache aller Fehler und Fehlentscheidungen betiteln.

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              • Stadtmensch sagt

                Die Grundidee ist doch nicht schlecht. Arbeitsteilung, Spezialisierung, Produktivitätssteigerung usw.
                So bekommt man den Schweiß aus dem Gesicht und kann sich Gedanken machen, wo man mit dem inhärenten Bastel- und Spieltrieb hin soll, ohne alles kaputt zu machen.

                Die Lebensspanne ist ja im Verhältnis zum anwachsenden Wissen doch begrenzt und so muss jeder neue Erdenbürger möglichst schnell mit der Gesamtsituation vertraut gemacht werden.
                Ok vergessen wir das. Laut Harari ist die Dummheit (Betriebsblindheit?) immer noch DIE gestaltende Kraft hinieden.

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              • Arnold Krämer sagt

                Nein, soweit kann man nicht gehen. Die Landwirtschaft in Deutschland ist doch erst seit Ende des Zweiten Weltkrieges richtig kapitalistisch organisiert worden. Und richtig reglementiert und kontrolliert wird sie erst seit etwa 25 Jahren.

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  3. Bauer Fritz sagt

    Weil´s irgendwie dazupaßt:
    Zuerst sitzen da hunderte Experten und Imperten zusammen, jeder darf sich was wünschen, jeder ist furchtbar wichtig und unersetzbar, jeder rettet die Welt im Handumdrehen (oder eher im sich im Sessel drehen).
    Und das Gute braucht auch grundsätzlich keine Folgenabschätzung, keine Umweltverträglichkeitsprüfung, keine Ausbildungsnachweise, keine Nachhaltigkeitszertifizierungen und dergleichen mehr.
    Es ist einfach GUT.
    Bis man den Unsinn, den Schwachsinn, den Humbug merkt vergehen mindestens 15-20 Jahre.
    so wie hierbei: #
    Einst als Hit der Politik gefeiert: Jetzt dreht Brüssel die Energiesparlampen ab (https://exxpress.at/einst-als-hit-der-politik-gefeiert-jetzt-dreht-bruessel-die-energiesparlampen-ab/)

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das war absehbar…..danach folgten die Leistungsreduzierten Staubsauger. Damit konnten endlich die Akkubetriebenen die Welt erobern. Die Industrielobby schafft es über den Umweltschutzgedanken, Menschen zu verblöden.
      Aktuelles Beispiel Ariel-pods….kauft Ariel, dann spart ihr CO²….die Welt verblödet!
      https://www.youtube.com/watch?v=N14nn_OSJUs

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  4. Thomas Bröcker sagt

    So, jetzt mal ohne mich zu sehr über unseren LW – Minister aufzuregen, der gestern Abend wieder erklärt hat, nicht von der Reduzierung der Tierzahlen, der Halbierung des Pflanzenschutzaufwandes usw. abzuweichen.

    Unser Grundproblem ist die Verfestigung der Behauptungen zu Klima, Artensterben und Tierhaltung zu Dogmen, die nicht mehr hinterfragt werden dürfen. Wenn man es doch tut, ist man nach bewährter Manier wahlweise Klimaleugner, Verschwörungsschwurbler oder gar rechtsradikal.

    Kleiner Exkurs zum Artensterben: Wir haben gerade den Abschlußbericht von Dr. Esser (Büro für Freilandökologie in Dormagen) zu 10 Jahren Insektenmonitoring in IP-Obstanlagen im Elbtal in Sachsen erhalten. Die Untersuchungen wurden nach ähnlicher Methodik, wie die Krefeld-Studie durchgeführt (Malaise-Fallen). Zusätzlich gab es noch Bodenfallen – und – ganz neu – DNA-Barcodinguntersuchungen der gesamten gefangenen Insektenmasse.

    Es wurden 1.721 Arten aus 16 Ordnungen gefunden. Eine Abschätzung der Artenzahl, der nach ihrer Lebensweise wahrscheinlich in den untersuchten Obstanlagen vorkommenden Insektenarten, kommt zu dem Ergebnis, dass ca. 2.275 – 3.300 Arten vorkommen.

    Ähnliche Ergebnisse dürften in Ackerbaugebieten mit ausreichend Landschaftselementen erzielt werden. Die Insekten besiedeln lt. Dr. Esser jedes noch so kleine halbwegs dauerhafte (ungestörte) Mikrohabitat.

    Bei einem intensiv arbeitenden Spargelbauern in Brandenburg soll eine Ackerfläche in Bauland umgewandelt werden. Bei den Untersuchungen zur Biodiversität und den vorkommenden Arten tauchten auf einmal ganz viele der gefährdeten “Aussterbekandidaten” auf. Ziel der Untersuchungen war in dem Falle ja auch, dem Bauherren möglichst viel Ersatz und Ausgleichsmaßnahmen überzuhelfen.

    Ein Schelm der Böses dabei denkt !

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    • Thorens sagt

      Den Herrn Minister habe ich auch gestern Abend im Interview gehört. Außer seinen augenscheinlich auswendig gelernten und hundertfach gehörten Stereotypen keine Aussage, da konnte Zamparoni nachhaken wie er wollte. Auch, wenn das alles vielleicht gut gemeint sein sollte, auf mich wirkt es wenig überzeugend, wenn statt mit situationsgerechter Argumentation lediglich Beschlüsse heruntergebetet werden, die überwiegend auf Annahmen beruhen.

      Wo sind die Untersuchungen, die den postulierten Artenrückgang in Zusammenhang mit der fortschreitenden Flächenversieglung behandeln? Wo die, die die Auswirkung der “Lichtverschmutzung” auf die Insektenpopulationen zum Ziel haben? Wie steht es darum, ob nicht vielleicht auch der stark zugenommene Mobilfunk sich auswirkt?

      Mit der Landwirtschaft, glaubt man, den einzigen Verursacher für ein Insektensterben ausgemacht zu haben, das belegt werden soll durch eine sogenannte Studie, die den Namen nicht verdient. Und nur, weil es keine anderen Daten gibt, stützt man sich auf die vorliegenden, die mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht signifikant und damit kritisch zu sehen sind.

      Ist denn ein Monitoring vorgesehen, welches die Veränderung der Insektenpopulationen erfasst, während und nach der Durchführung des Umbaus der Landwirtschaft? Eine solche sozusagen Erfolgskontrolle wäre doch wünschenswert, zwecks Be- bzw. Widerlegung der Annahmen, um daraus etwas zu lernen. Oder müssen wir uns wieder einfach darauf verlassen, dass es schon richtig sein wird, was beschlossen und durchgesetzt wird?

      Derweil herrscht im Land große Freude darüber, dass es im Raum Magdeburg eine neue Intel-Chipfabrik geben soll, deren Notwendigkeit nicht infrage gestellt werden soll. Dafür sollen aber dort 500 ha des besten Ackerlandes verschwinden, das wir im Land aufzubieten haben. Muss das sein? Gibt es keinen anderen Platz dafür?

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      • Reinhard Seevers sagt

        “Derweil herrscht im Land große Freude darüber, dass es im Raum Magdeburg eine neue Intel-Chipfabrik geben soll, deren Notwendigkeit nicht infrage gestellt werden soll. Dafür sollen aber dort 500 ha des besten Ackerlandes verschwinden, das wir im Land aufzubieten haben. Muss das sein? Gibt es keinen anderen Platz dafür?”

        Das habe ich letzte Woche auch gedacht. Und der Landesvater stellt sich hin und hat Tränen in den Augen ob der zu erwartenden Frohlockung.
        Die Kompensation wird dann noch einmal 500ha bedeuten.
        Die Industrie und die folgende Digitalisierung hat dieses Land fest im Griff und der Bürger steht dazu, gleichzeitig gängelt er seine Ernährer zur Weltrettung. Wie lange geht das noch gut?

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        • Inga sagt

          Vielleicht lässt es sich ja in dieser Situationen rückgngig machen.
          Wieviel ha ukrainischer Boden ersetzen die 500ha aus der Börde ?
          Wie gross ist der Unterschie da?

          Kann die Fabrik nicht in Brandenburgs Streusandbüchse%
          Kann die Industrie so flexible sein?

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          • Obstbäuerin sagt

            Die war schon mal hier, Inga, und sie steht auch noch da. Keine 200m von meinem Schlafzimmerfenster entfernt. Nachdem es mehrere Eigentümerwechsel gab, hat sich jetzt in den Gebäuden ein nicht so richtig identifizierbarer Betreiber gefunden, der das gesamte Areal angeblich ohne Fördermittel von den Chinesen erworben hat. Als die Chipfabrik damals gegründet wurde, sind Fördermittel in Millionenhöhe geflossen und versickert. Der damalige Chef des Institutes, das in den Prozess maßgeblich eingebunden war, hat sich dann in die USA abgesetzt und böse Zungen behaupten, er hätte ein Patent durch “Fehler” in den Verträgen an Intel quasi verschenkt.

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        • Smarti sagt

          “Wie lange geht das noch gut ?”
          Die Zeichen stehen auf kippen…
          Unser Lohnunternehmer ( top aufgestellt, jung, ehrgeizig, mit guten Angestellten und der ganzen Familie die hinter ihm steht…) ist am Wochenende in Tränen ausgebrochen. Entsetzlich. “Die Gesellschaft” macht mit aller Gewalt ihre Ernährer kaputt und merkt es noch nicht mal.

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        • Christian Bothe sagt

          Eine Katastrophe, wenn es sich tatsächlich um 500 ha LN handelt! Unsere „Superumweltministerin“und studierte Landwirtin Lemke kommt ja aus Sachsen-Anhalt! Ob die das verhindern kann und will???Wie positioniert sich der LBV vor Ort dazu?

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          • Thorens sagt

            Im Fernsehbericht dazu wurden 500 ha genannt und im Bild wurden Ackerflächen gezeigt.

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        • Stadtmensch sagt

          “der Bürger steht dazu”

          Der Bürger wird gar nicht gefragt. Genauso wie er nicht gefragt wird, ob 100 Milliarden für Militär-Dingens ausgegeben werden sollen oder ob man Waffen in die Ukraine liefert. Oder ob man für irgendeine Freiheit einen Atomkrieg riskieren sollte. Freiheit, was soll das sein? Ich verbringe die meisten Wachstunden in einer demokartiefreien Zone hinter einem Werktor!

          Der Bürger liest dann in agrarökonomischen Fachbüchern, dass täglich die Ernährungsgrundlage für 660 Menschen durch Versiegelung und Umwidmung landwirtschaftlicher Nutzfläche verloren geht. Statistisch zwischen 1990 und 2014 war es jedenfalls so. Das geht immer so weiter…

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  5. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Vergesst nicht,erst einen Antrag auf Erteilung eines Antagformulars zu stellen!

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  6. Galinstan sagt

    Umweltschutz als Betriebszweig, bezahlt vom Staat, also sicheres Einkommen. Wer da dagegen ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
    In den 1970/80gern gab es mal Schweinelohnmast. DAS war ne Hausnummer. Hatte aber trotzdem Erfolg.
    Schon komisch wie Bauern denken. Will man ihnen Gutes, sind sie dagegen. Stellt man sie an, sich selbst das Wasser abzugraben, laufen sie um den Spaten zu holen.

    • Bauer Willi sagt

      Den Begriff „Naturschutz als Betriebszweig“ stammt vom wem?
      Richtig! Von Bauer Willi! Protokoll eines Workshops mit dem BfN …

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      “…gab es mal Schweinelohnmast. DAS war ne Hausnummer. Hatte aber trotzdem Erfolg.”

      Hatte sich nicht durchgesetzt!

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      • Reinhard Seevers sagt

        Hans, die Renate hatte 2004 auch die Umwandlung der Landwirte zu Energiewirten gefordert…die Bauern lassen sich ständig am Nasenring durch die Manege führen, egal ob das magere Fleisch, die Extensivierung, die Ökologisierung oder die Wende zum Energiewirt…immer wissen andere es besser und wer nicht prompt folgt, der ist ein ewig Gestriger.
        https://taz.de/Landwirte-muessen-kuenftig-auch-Energiewirte-werden/!744837/

        Vielleicht sollte die Landwirtschaft beginnen mit dem Chillen, der Langsamkeit, der wirklichen Rückwärtsgewandtheit …weniger ist mehr!

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        • Thorens sagt

          “…die Renate hatte 2004 auch die Umwandlung der Landwirte zu Energiewirten gefordert…”

          Wenige Jahre danach ging dieselbe Klientel auf die Barrikaden wegen der riesigen Maisflächen, die sich aus dem Energiewirte-Thema ergeben hatten. Da Folgenabschätzung anscheinend wirklich nicht stattfindet, konnte ja auch keiner ahnen, dass die Landwirtschaft das aus der schönen grünen Idee gemacht hat. Die Auswirkungen dessen auf die Pachtpreise und damit auch auf den Rückgang der Anzahl an Betrieben in der Republik, was auch Biobetriebe betrifft, konnte natürlich auch niemand vorhersehen. Leider lernt seitens der Verantwortlichen keiner etwas daraus und wir machen es beim nächsten Mal genauso.

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          • Arnold Krämer sagt

            Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, das es damals keine Politikberatung zu Auswirkungen der EEG-Förderung durch das Thünen-Institut in Braunschweig gegeben hat.

            Und heute haben die auch keine oder noch weniger Ahnung von den wirklichen Agrarstrukturen und Verhältnissen im Lande. Aber das “Spielfeld” Landwirtschaft wird trotzdem immer weiter beackert und bis zur Unkenntlichkeit und Unbespielbarkeit des Platzes umgewühlt. Es ist wie wenn man den heiligen Rasen des Wembley-Stadions für den Spielbetrieb der 3. Kreisklasse bei Wind- und Wetter und ohne weitere Pflege freigibt.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Ich frage mich, warum die investigative Journalie diese ganzen Lügen, Unfähigkeiten und Fehleinschätzungen nicht schon auf dem Schirm hat und alles mal öffentlich macht? Sind sie wirklich schon gleichgeschaltet mit einer gesellschaftlich postulierten Weltrettung, die ausschließlich als sog. Agrarwende stattzufinden hat?
              Keine kritischen Stimmen aus den Nichtlandwirtschaftlichen Räumen dieses Landes? Sie scheinen alle die Komplexität der Lage nicht zu verstehen oder trauen sich nicht, sich dies einzugestehen.

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              • Arnold Krämer sagt

                Ich weiß aus jahrelanger, auch beruflicher Befassung wielange ein Dirk Fisser von der NOZ gebraucht hat, um die Komplexität des Agrarsektors einigermaßen zu verstehen, den dort arbeitenden Menschen einigermaßen gerecht zu werden, und dann auch noch eine gewisse Kehrtwende zu vollziehen.
                Die Journalisten müssen das Rückgrat haben, ihre eigenen Dogmen und Weltanschauungen nicht nur infrage zu stellen sondern auch zu ändern.

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              • Thorens sagt

                Die Diffamierung der Landwirtschaft geht inzwischen schon viel zu lange, lediglich widersprochen von den Wenigen aus der praktischen Landwirtschaft, als dass es von Journalisten überhaupt wahrgenommen würde. Egal, ob mit oder ohne Rückgrat. Wer den Mainstream hinterfragt, wird als unverbesserlich abgestempelt und in die gleiche Ecke gestellt, in der sich Corona-Leugner und Aluhutträger befinden.

                Das beste Beispiel ist doch diese Krefelder Studie, die vermutlich keiner wissenschaftlichen Untersuchung standhielte aber allerbestens bestimmte Strömungen von NGO und einseitig gerichteter Weltsicht bedient. Deren Ergebnisse sind Konsens geworden nur, weil es keine anderen, vergleichbaren Untersuchungen gegeben hat. Die Rückschlüsse daraus auf die Landwirtschaft sind ausschließlich von theoretischer Natur, denn andere denkbare Ursachen für den Unterschied der Zahl an gefangenen Individuen, angefangen bei systemischen Fehlern der Studie bis hin zu möglichen Verursachern außerhalb der Landwirtschaft, werden erst gar nicht diskutiert.

                Die Landwirtschaft hat per se den schwarzen Peter und der Bevölkerung ist’s recht, so lange das Futter im Supermarkt möglichst günstig nachwächst. Die Menschen laufen Predigern hinterher, die mit ihrer eigenen Hände Kraft noch nie etwas auf die Beine stellen mussten und sich in ihrem Tun auf Ideologien berufen selbst dann noch, wenn der Kahn schon am Sinken ist. Geht es schief, dann siehe oben zu “Schwarzer Peter”.

                Es ist kaum auzuhalten.

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    • Inga sagt

      Schweinelohnmast war nichts Gutes ,
      denn dann hätte der freie Bauer ja seine Selbstständigkeit verloren,
      Dann wäre er um seine Freiheit beraubt, das kann man i Sozialismus machen, aber nicht hier.

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      • Inga sagt

        Und diese Frechheit, die Bauern zu entrechten wollte indem Fall nicht der Staat, wie damals in der DDR, sondern die Konzerne.
        Die sind in Züchtung Spitze, wurden dem angestellten Bauern diktieren, wass er für Rassen in den Stall stellt und Sorten ins Feld sät.
        Und welchen Dünger und welche PSM er benutzen soll, das käme ja dann alles aus einem Haus.
        Und weil der Bauer angestellt ist, kann er noch nicht mal das Haus wechseln.

  7. Smarti sagt

    Ich hätte einen Lösungsvorschlag: in der Landwirtschaftsschule das Fach “Verwaltung – und Kontrollwesen” Landwirtschaft einführen, bzw. für aktive Landwirte einen Abendkurs mit Abschluss anbieten.
    Danach kann man sich als Landwirt bei der Verwaltung anstellen lassen – je nach Zeitaufwand etwa als “Halb-Beamten-Job”, das könnte man ja auch im Homeoffice erledigen.
    Dies hätte für die Landwirte viele Vorteile :), z.B. ein gesichertes Einkommen – aber auch Praxiswissen….

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    • Reinhard Seevers sagt

      Voraussetzung ist auch ein Ingenieurstudium, damit man die Messinstrumente zur Messung der Stoppellänge richtig bedienen kann….☝

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  8. Arnold Krämer sagt

    Die angebotenen Maßnahmen verkommen zum Selbstzweck für die Agrarverwaltung.

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  9. Reinhard Seevers sagt

    Individuell, Standortbezogen, Ausdifferenziert, Vielfältig, transparent …….mehr kann man nicht erwarten. Gießkanne war gestern.😎
    Ihr Bauern seid aber auch nie zufrieden…..🙄

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    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Erst wenn der Fendt aufem Hof steht und nochen ha für viel zu viel Pacht erobert wurde.

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