Bauer Willi
Kommentare 43

Nationale Katastrophe…

Pommes werden vermutlich teurer und auch kürzer. Erste Auswirkungen der Dürre. Und alle berichten. Doch es wird nicht bei Preiserhöhungen für Kartoffeln bleiben, Auch Futter für die Viehhalter wird teurer. Aber darüber berichtet kaum einer.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/duerre-in-deutschland-uebergrosse-kartoffeln-fuer-pommes-werden-knapp-a-1220669.html

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/duerre-trifft-kartoffeln-pommes-koennten-teurer-werden-100.html

https://www.t-online.de/leben/essen-und-trinken/id_84189604/schlechte-kartoffelernte-wegen-duerre-pommes-werden-vermutlich-teurer.html

https://www.stern.de/panorama/schlechte-kartoffelernte-wegen-duerre—pommes-teurer–8189584.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ernteausfaelle-pommes-koennen-teurer-werden-und-kuerzer-1.4073800

https://weather.com/de-DE/wetter/deutschland/video/focusonl-kartoffeln-duerre-pommes

https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/Pommes-koennten-teurer-und-kuerzer-werden/-/id=47428/did=4811422/5htvrh/index.html

Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus den unzähligen Meldungen.

Wer sich über die aktuelle Preisentwicklung bei Kartoffeln informieren möchte, dem sei diese Seite empfohlen.

https://www.kaack-terminhandel.de/de/eex-kartoffeln.html

Die Preisentwicklung bei Weizen findet ihr hier:

https://www.kaack-terminhandel.de/de/matif-weizen.html

Das sind aber Börsenpreise und nicht das, was der Bauer für seine Produkte bekommt. Die liegen niedriger, weil Erfassung und Lagerung auch noch bezahlt werden müssen.

Wenn ihr mich fragt (mich fragt aber keiner): Da für die nächsten 2 Wochen keine grundlegende Wetteränderung angesagt ist, wird sich der Preistrend nach oben fortsetzen. Davon profitiert aber nur der, der auch was zu verkaufen hat. Eine gewisse Menge haben wir Landwirte schon vor Monaten in Kontrakten zu wesentlich niedrigeren Preisen abgesichert. Ich auch. Da bleibt nur noch eine kleine Menge, die ich jetzt verkaufen kann. Mist, wird wieder nix mit dem Reichtum 🙁 Wenn ich das nur mit der Dürre geahnt hätte…

Für die Tierhalter brechen jetzt schwierige Zeiten an. Futter ist knapp und teuer, die Erlöse aber niedrig. Vereinzelt werden auch schon Tiere geschlachtet, damit für den Rest das Futter reicht. Kurzfristig könnten also die Preise für Fleisch sogar fallen. Aber nur kurzfristig. Milch müsste deutlich teurer werden, weil bei der Hitze die Milchmenge pro Tier sinkt und das Futter teurer wird. Aber das hatte ich ja schon gesagt. Die nächsten Monate werden in jedem Falle spannend. Für Bauern und Verbraucher…

Euer Bauer Willi

 

(Aufrufe 2.123 gesamt, 1 heute)
0

43 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Wenn man in dieser Situation helfen will , muß sofort Geld auf die Höfe fließen und zwar 150 Euro/ha vorweg von der Flächenprämie. Für die Bauern in Niedersachsen, Schleswig-H und die neuen Bundesländer. Damit gewinnt man Zeit um die Lage genauer zu analysieren.
    Bei festgestellten mehr als 30% der Umsatzrückgänge muß es gesonderte a.o. Zahlungen geben. Das können dan schnell 500 Euro/ha werden. Also ein Mrd. wird für Deutschland nicht reichen. Wenn die Bauern das Geld nicht bekommen , wird es zeitversetzt Pleiten auf den Höfen und im vor- und nachgelagerten Bereich und Arbeitslosigkeit geben. So , oder so
    kommen auf die Volkswirtschaft erhöhte Kosten zu. Ich werde jedenfalls keine Investitionen oder a.o. Reparaturen durchführen und den Gürtel auch privat enger schnallen Genauso werden es alle Bauern machen und das obwohl ich nur 20% weniger Getreide geerntet habe. – Sehe hier schon in der Agravis-Maschinenstation die Montagehallen leer werden , weil keiner mehr Reparaturen durchführen läßt. So war es vor vielen Jahren auch schon. Die Werkstatt hat damals 50% der Leute entlassen müßen.

    +4
  2. Horst sagt

    Hallo Bauer Willi, bitte

    Burgilali löschen.
    Dieser Mensch zwingt alle Beteiligten zum Lesen seiner ungeistigen Ergüsse.
    Miteinander streiten ist oft ein Weg um zu neuen Sichten zu kommen.
    Der Erguss von Burgilali ist nicht hinnehmbar.

    Danke und hoffentlich werden die Verluste in sinnvoller Weise abgefangen.

    LG
    Horst

    0
    • Bauer Willi sagt

      Machen wir nicht. Jeder hat das Recht, sich nach seinen Möglichkeiten zu blamieren. Burgilali arbeitet gerade daran. Das muss man aushalten können…
      Bauer Willi

      +3
  3. Das hat mit der herbeigeredeten Dürre gar nichts zu tun, sondern mit der neuen Acrylamid-Verordnung nach der die Dinger – und auch andere Produkte – anders hergestellt werden müssen. „Dürre“, weil mal drei, vier Wochen die Sonne scheint. Wie haben wir das denn dann letztes Jahr genannt, als es in Hamburg vierzehn Monate regnete?

    0
    • Junglandwirt sagt

      Du schauts aber auch manchmal zum Fenster raus wen du / falls du mal überland unterwegs bist. Nur falls es noch nicht klar ist: Grün und üppig ( hoches dichtes) Gras bedeutet ertrag, Braun bedeutet : Gras abgestorben und somit zusätzliche Kosten durch neu ansaat.

      +1
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, Herta Kerz.Es geht nicht um 3-4 Wochen Sonne, die stecken wir Landwirte locker weg, das sind wir gewöhnt.Es geht um einen Zeitraum, in vielen Regionen der sich bereits von April bis jetzt ohne nennenswerte Niederschläge erstreckt. Und es geht um Tempertaturen die bei 30 Grad C nichthalt machen.Gründen Sie doch mit Burgilali eine Interessengemeinschaft. Von der Denk und Verhaltensweise past Ihr sehr gut zusammen.

      0
    • Sabine sagt

      Und sowas kommt dabei heraus, wenn sich völlig von der Natur entfremden. Dann fällt denen noch nicht mals mehr auf, dass nicht nur der Rasen vor der Haustür vor einigen Wochen aufgegeben hat, sondern auch Bäume und Sträucher, gerade die in den Städten, ums Überleben kämpfen. Bei uns werden schon „‚Water-Packs“ an den Bäumen angebracht und die Freiwillige Feuerwehr hilft beim „Betanken“, weil hier nicht nur die jüngeren Bäume auf dem letzten Loch pfeifen.
      Liebe Herta Kerz, das was Laub, das jetzt auf dem Gesteig liegt ist kein Herbstlaub. Wir haben den 30.07. Das ist der verzweifelte Versuch der Bäume dich auf ihre Notsituation aufmerksam zu machen. Fühl dich einfach ganz persönlich von ihnen angesprochen.
      Also heute Abend den Putzeimer mit Wasser voll machen und unsere Freunde die Bäume retten.
      Und wenn Du gerade dabei bist, Bienen retten kann man jetzt auch ohne doofes Discounter-Insekten-Haus, einfach eine Flache Schale mit Steinchen und Wasser füllen.
      Das ist billiger und besser als irgendwelche Spenden an merkwürdige Tierschutz- und Umweltvereine. Auch Bienen brauchen Wasser.
      Unsere Singvögel wären auch echt dankbar für eine Schale Wasser.
      Guckmal, so schnell kannst Du Bäume, Insekten und Vögel retten, ganz ohne neue Verordnungen und Vorschriften für Landwirte.
      Ist das nicht toll? Bei Dürre sieht man sehr schnell, welche Leute Umweltschutz betreiben und welche nur darüber reden.

      +8
      • Hertha Kerz sagt

        Ich glaube an Herrmann Hesse, Löns und Zeitgenossen, die in ihren Werken immer wieder auf heiße, langanhaltende Sommer mit großer Hitze hingewiesen haben – doch damals war das normal. Ich glaube an Berichte meiner Eltern, die dieses Klima hier gräßlich fanden, weil es sowohl in Pommern, als auch in Sachsen im Erzgebirge heiße, langanhaltende Sommer mit großer Hitze gab, und die Pflanzen das durchaus tolerierten – apropos Pflanzen, ich glaube auch an völlig überzüchtete Pflanzen, die ein bisschen mehr Sonne nicht mehr ertragen, die, wie Herr Wohlleben es nennt, nicht mal mehr in der Lage sind, mit ihrer Umgebung zu kommunizieren, weil sie eigentlich nicht leben. An Chemtrails glaube ich nicht, aber an Passagiermaschinen, die, um den Landeanflug zu schaffen, tausende von Litern Kerosin über unsere Landschaft, auch Ihre Felder, kippen.
        Guten Appetit!

        0
        • Lieschen Müller sagt

          Autoren wollen in ihren Romane eine bestimmte Stimmung erzeugen. Das geht mal mit dem „heißen Sommer“, mal mit den regnerischen Tagen besser.
          Das Ablassen von Kerosin halte ich auch für eine große Umweltsünde.

          0
        • Bauer Fritz sagt

          @Hertha Kerz
          Es gibt ein Motto bei den Science Busters (http://sciencebusters.at/), das da lautet: „Wer nichts weiß, muß alles glauben“.
          Glauben kann jeder was er will und es sich richten wie er will. Beim Wissen werden da leider schon strengere Regeln angelegt.

          Sollten sie sich für die Entwicklungsgeschichte von Getreide interessieren, sein ihnen als Einstieg angeboten:
          a) https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/getreide/index.html
          b) Natürlich Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Getreide
          c) Züchtungsziele bei Getreide: https://www.z-saatgut.de/forschung-und-entwicklung/zuechtungsziele/

          Wie sehr auch ihnen diese „überzüchteten“ Pflanzen zugute kommen, indem sie etwa kaum mehr 10% ihres Einkommens überhaupt noch für Lebensmittel auszugeben brauchen (statt 50-60% noch zu Zeiten ihrer Eltern oder Großeltern) liegt sicher nicht daran, daß diese Pflanzen keine Sonne vertragen (aber da kommen wir dann doch zu weit in den Bereich Biologie mit Photosynthese und dem ganzen wissenschaftlichen Scheiß).

          Vergleiche und Entwicklungen von 1890 bis heute finden sie in Übersichten hier: https://www.bauernverband.de/12-jahrhundertvergleich
          Müssen sie aber nicht glauben, sind nur Zahlen und Tabellen vom statistischen Zentralamt (mathematischer Scheiß und so).

          Dennoch viel Freude auf dem Weg vom Glauben zum Wissen.

          0
  4. burgilali sagt

    Der Erntebericht liegt noch nicht vor- erst ab Ende August zu erwarten- doch der Herr Ruckwied jammert schon ganz laut wegen der voraussichtlich schlechten Ernte. Und fordert auch gleich 1 Milliarde Steuergelder für die Bauern. Und in Bayern werden die Agrarsubventionen- die Direktzahlungen-noch vor Weihnachten ausbezahlt.
    In meinem nächsten Leben werde ich Bauer. Dann brauche ich für die gleiche Kohle weniger arbeiten.

    +2
    • Obstbäuerin sagt

      Warum nicht in diesem schon, burgilali. Angesichts der Trockenheit und der jetzt schon zu verzeichnenden schlechten Ernten und Problemen werden sicher einige Bauernstellen frei. Die Banken freuen sich, wenn sie Dir einen Kredit von etwa 250.000 € geben dürfen, für den Anfang. Und das bisschen Arbeit schaffst Du schon – bei den Subventionen doch ein Spaziergang. Na denn bis bald – als Kollege.

      +26
    • Bauer Fritz sagt

      Sie könnten ja auch in diesem Leben noch anfangen damit.
      Es gibt genügend Höfe zu kaufen, zu pachten, auf Leibrente …
      Sie könnten auch mal klein anfangen und in einem Betrieb mitarbeiten.
      Oder sie könnten sich einfach mal vorstellen, wie es wäre, wenn sie ihren Lohn/Einnahmen oder wesentliche Teile davon 1x im Jahr statt 12x oder 14 mal im Jahr bekommen ….

      All das kann man schon in diesem Leben machen.
      Viel Freude dem künftigen Berufskollegen.

      Übrigens, sie müssen auch keine „Subventionen“ nehmen oder beantragen. Niemand kann sie dazu zwingen, wenn sie nicht wollen. Und eine leuchtends Beispiel, wie das in diesem Leben schon geht, würden wir alle gerne von ihnen sehen.

      +15
    • Helga Zipp sagt

      Vorschlag : ein paar Monate „Praktikum“ in der Landwirtschaft und die Sichtweise verändert sich radikal – von wegen faule Haut und reichlich Kohle verdienen !!

      +3
  5. Jochen Böhrer sagt

    Aus den Terminmarktpreisen kann man errechnen, dass in einem Brötchen für 0,3 cent mehr Weizen sein werden. Das wird Anlass sein, die Preise um 10 cent anzuheben. Mit Verweis auf die gestiegenen Rohstoffpreise. Wetten?

    +4
    • Brötchen sagt

      na ja beim Discounter vielleicht. der handwerkliche Bäcker ist schon recht teuer. ich bezahlte für 1 Brot, 5 Semmeln, 6 kornbrötchen und 6 Stück Kuchen, 3 butterstreusel und 3 einfache pflaumen letztens 20 euro.

      +1
    • Karin sagt

      Wurde hier schon angekündigt, pro Brötchen 10 ct mehr, wegen des teureren Getreides.

      0
        • Inga sagt

          Da vielleicht auch.
          Ich meinte Gottes Streusandbüchse, wo liegt die?

          Und nur da konnte man in nichts Ernten.
          wo anders schon!

          Da in 2006 habe ich nämlich gerade unsere Küche tapeziert!
          Nicht in 2003, da habe ich etwas anderes gemacht!

          0
  6. Lieschen Müller sagt

    Bin auch wieder da. Ich finde es bezeichnend, dass es immer um Pommes geht. Ob die nun 99 cent oder 1,09 bei McDonalds kosten ist egal. Dass das Viehfutter nicht reicht, finde ich bedenklich, habe das aber auch schon im Radio gehört. Betrifft doch sicher nur die Kühe? Und da auch nur besondere Haltungsformen? Schweine fressen doch kein Heu. Oder bekommen die auch Mais? Was ist eigentlich im Hühnerfutter?

    0
    • Brötchen sagt

      lieschem müller: das betrifft vorrangig weidetiere. vorrangig mütterkühe.

      dann geht es um die silagen es sind noch reserven von letzten Jahr da, weil letztes Jahr war der Mais sehr gut. wenn der Mais dieses Jahr sehr schlecht ist wird es für milchkühe schwierig. der Mais ist sehr sehr unterschiedlich in der Entwicklung. es gibt gegenden da geht es und es gibt Katastrophen. für Schweine und Geflügel ist das kein Problem, das geht nur auf die Preise. beim Schwein werden die schlachtpreise jetzt festgelegt, bezogen auf die futterpreise. für den lw. ändert sich im groben nichts. Bsp. ein Betrieb, den ich kenne, fehlen ca. 1000 t für getreide, die kauft er zu oder er reduziert etwas.

      0
    • Dora sagt

      Unsere Schweine fressen weizenschrot, roggenschrot, Mais (sehr gerne sogar weitflächig verstreut zur Beschäftigung), und mümmeln begeistert ihr Heu den ganzen Tag. Sie liegen auf Stroh, bekommen alles was wir Stoppeln können, von Fallobst über Gurken bis hin zur roten bete. Wenn ich mir die Felder bei uns im Spreewald ansehe, weiß ich dass alles teurer werden wird. Die rote Bete lässt die Blätter den ganzen Tag hängen, obwohl sie mittlerweile beregnet wird. Die Sonnenblumen sind noch nicht mal kniehoch, die Maiskolben daumengross . Ich kann das alles nur noch mit sorge betrachten. Glücklicherweise haben wir Heu und Stroh rechtzeitig eingekauft unsere Schweine werden wir nicht verhungern lassen, aber wenn die Ernteausfälle sich so fortsetzen, wird das für alle tierhalter eine schwere bzw teure zeit.

      +3
        • Brötchen sagt

          lieschen, ja es wird jetzt Heu teilweise zusätzlich als strukturfutter gegeben. man braucht kein Heu für Schweine. in sehr geringen Mengen. die fressen das auch. Hinsichtlich der Versorgung ist das unwichtig.

          0
          • Inga sagt

            Ich habe auch schon mal Rübenschnitzel in die Schweineschrotmischung getan.
            Rüben leiden auch an der Trockenheit, besonders ihr Körper, aus dem die Schnitzel gemacht werden.
            Alles was Schweine fressen wächst auf dem Feld und alles was in diesem Jahr auf dem Feld wächst hat Minder-ertrag.

            Es kann gut sein, dass auch ein Selbstversorger in Puncto Futtermittel in diesem Jahr mal dazu kaufen muß!
            Also wird nicht nur Milch sondern auch Fleisch teuer, oder!

            Ob die Metzgerinnung wie die Bäckerinnung daran denkt?
            Die Molkereikonzerne auch?

            0
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Moin, Lieschen Müller, Du hast Recht Schweine fressen kein Heu. Aber sie brauchen Kraftfutter in Form von Schrot.Gerste ,Weizen, Roggen und auch Körnermais sind von der Menge her das meiste was im Schweinefutter enthalten ist. Die Getreideernte war ja auch in vielen Regionen hier in Deutschland eine Katastrophe.

      0
      • Ihr vergesst noch einen weiteren Zweig, der von Stroh, Heu und Getreide abhängig ist. Die Pferdehaltung.

        Bei uns im Betrieb sind wir sehr froh, dass wir das Stroh Anfang des Jahres gegen Miscanthus ersetzt haben, sofern die Pferde nicht sowieso auf Spänen stehen.

        Bleiben nur noch Heu und Kraftfutter.

        0
    • Karin sagt

      Unsere Schweine bekommen Getreide und auch Mais (als CCM).
      Die Getreide-Ernte (Gerste und Roggen) war für die Bedingungen okay, dafür sind wir sehr dankbar. Der Mais macht uns hier im Münsterland große Sorgen. Er hat Kolben angesetzt, aber bildet er auch Körner? In Niedersachsen sieht es aber noch schlimmer aus, wie wir gesehen haben. Gerade auch auf den Weiden.
      Wir haben vergangene Woche eine Weide (extensiv bewirtschaftet) gemäht, die wir in den vergangenen Jahren wegen zu großer Nässe nicht mähen konnten ( liegt sehr schattigmitten im Wald, an einem Teich). Das Gras war im Nu trocken, die Heuballen sind eingelagert. Für unsere paar Schafe benötigen wir nicht so viel, die haben auch noch ne große Weide am Hof. Aber vielleicht können wir damit bei Nachbarn oder Freunden aushelfen…..

      0
      • So weit ich das hier mitbekommen hab, ist in Norddeutschland großflächig der 2./ 3. Schnitt komplett ausgefallen, oder die Landwirte haben das zusammengekratzt, was zu retten war.

        0
    • Sabine sagt

      Die Grundmischung bei Hühnern ist meistens Weizen und Mais, der mit Gerste, Hafer, Soja- Sonnenblumenkern- oder Raps- Leinsamenschrot, Futtererbsen aber auch Milo angereichert wird. Ergänzend wird das ganze noch mit Vitaminen und Mineralien aufgepeppt und mit Kräuterextrakten versehen, wie z.B. Oreganoöl. Die Kräuterauszüge sollen den Parasitendruck auf natürliche Weise mindern und Verhaltensstörungen wie Federpicken verhindern. Man weiß noch nicht so genau warum Hühner durchdrehen und sich gegenseitig verstümmeln, allerdings spielt das richtige Futter dabei wohl – ähnlich wie bei Schweinen- eine größere Rolle. Der alte Züchter-Trick mit der Margarine funktioniert bei Federpicken recht häufig.
      Wenn weniger und schlechteres Getreide geerntet wird, wird auch das Hühnerfutter teurer. Allerdings kann es sein, dass viele, die Backweizen angebaut haben, den nur noch als Futterweizen vermarkten können, Also könnte das sich wieder ausgleichen. Die Ölsaaten bzw. die verschiedenen Presskuchen werden, schätze ich, auch nicht weniger werden. Nur muss man sie vllt. aus Nachbarländern kaufen, wobei das bei Soja und Sonnenblumen eh der Fall ist. In der Hobbyhaltung gibt es eh riesige Preisspannen zwischen den verschiedenen Futtermixen. Eine bewährte konventionelle Mischung kommt im 25 kg-Sack für 12 Euro, spezielle Freiland, oder Rasse-Mixe und Bio-Futter können mal eben das doppelte Kosten. Es gibt z.B. spezielles Futter für weiße Ausstellungstiere, Zwerghühner etc. die sind in der Regel teurer als das konventionelle Legemehl.

      0
  7. bauerhans sagt

    NW von heute:
    pommes werden wegen der dürre wohl teurer!
    HEUTE nachrichten um 6.30:
    1.bauernverband fordert 1000000000 hilfe.
    2.özil………und kein ende.

    0
    • Inga sagt

      „özil………und kein ende“

      Özil ist wichtiger, als zu wenig und zu kleine Kartoffel auf dem Acker????

      Wenn das usnere Vorfahren wüßten?

      +1
      • bauerhans sagt

        „Wenn das unsere Vorfahren wüßten?“

        meine wollten die welt erobern,der hof hatte sie nicht wirklich interessiert!

        0
        • Inga sagt

          Du meinst Deine Nahchahren,

          ich meine unsere Vorfahren!
          Was hätten die jetzt für Bedenken?

          Ich weiß noch wie die Leute, Freunde von meinen Großeltern, reagiert haben, als sie erzählten, dass im Frühjahr 1929 die Obstbäume alle früh in Blüte kamen und dann ganz plötzlich der Frost kam und dann alles kaputtgefroren war.
          Das gnaze Jahr kein oder zu wenig Obst!

          die haben für die Bauern noch migedacht!

          0
  8. Kirsten Wosnitza sagt

    Das stimmt nicht. Im Norden haben NDR TV und Radio und Sat und Printmedien mehrfach ausführlich über die Situation der Vieh Halter berichtet Willi

    0
    • Bauer Willi sagt

      Ok, hier in NRW ist das derzeit kein Thema. Vielleicht mal ein kurzer Satz. Kann auch an der Viehdichte liegen.
      Das Thema Pommes ist aber schon auffällig prominent. Woran das wohl liegt?

      Bauer Willi

      0
      • Lieschen Müller sagt

        Weil die Journalisten ein Jahr nach dem anderen von sich selber abschreiben. Es geht immer um die Pommes. Obwohl die eigentlich ungesund und verboten sind. Anstatt es zu begrüßen, dass vielleicht ein paar Menschen auf etwas anderes umsteigen müssen, weil Pommes „zu teuer“ werden, wird lamentiert. Das ist doch genau die Doppelmoral, die du schon oft beschrieben hast. Als wenn es ein Recht auf billige Pommes gäbe!

        +2
        • Brötchen sagt

          lieschen, die Pommes werden nur marginal teurer werden, das ist nur so eine Sau im sommerloch;) ich habe noch nie erlebt das irgendwas exorbitant teurer geworden ist, doch Strom und Treibstoff. es gab mal Zeiten da kostete diesel ca. 1 Euro, jetzt 1, 30 Euro und niemand regt sich auf. die feiern windräder und zahlen freudestrahlend 45 Cent für 1 kWh, so muss das sein. ansonsten ist das klima gefärdet. Achso auch die Mieten in den Großstädten, ich sage nur, einer geht noch, einer geht noch rein!

          +2
        • burgilali sagt

          Kartoffeln sind weder ungesund noch verboten. Das sie in Streifen geschnitten und in heißem Öl haltbar gemacht werden ist auch unbedenklich.
          Problematisch ist die Menge. „Alles ist Gift und nichts ist Gift, die Dosis macht´s“ Wußte schon Paracelsus (wahrscheinlich 1457 bis 1534).

          0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.