Folgende Situation, die vermutlich jeder von euch kennt. Ihr seid auf einer Familienfeier. Mit dabei ein angeheirateter Verwandter, den ihr nicht so oft seht, aber für ganz vernünftig haltet und gegen den ihr in keiner Weise irgendeinen Groll hegt.
Irgendwann kommt das Gespräch auf Landwirtschaft und vom entfernten Verwandten werden so ziemlich alle Narrative ausgepackt. Dass die normale Landwirtschaft (er meint Bio) ja ohne Pestizide auskommt, dass die konventionelle Landwirtschaft die Natur zerstört und „dass man unbedingt weniger Pestizide einsetzen sollte, am besten die Hälfte“. Dann folgen noch ein paar Seitenhiebe gegen die Massentierhaltung und „dass die Lebensmittel ja alle viel zu billig sind. Man sollte viel mehr Bio kaufen“. Wer mit „man“ gemeint ist, bleibt offen.
Wie reagiert man auf einen solchen Kontakt bei der Familienfeier. In einem früheren Fall habe ich es damit versucht, klar und deutlich seiner Meinung meine Argumente entgegenzuhalten. Als das dann schließlich auch andere Gäste mitbekamen und meine Frau mir böse Blicke zuwarf, habe ich diesen Dialog (vorzeitig) beendet. Danach kam ich mir etwas isoliert vor.
Bei meiner letzten Begegnung war ich einfach still und habe nur entgegnet, dass ich nicht seiner Meinung sei, aber ich auf eine fachliche Entgegnung verzichten würde, weil wir ja auf einer Familienfeier seien. Das erweckte bei ihm aber den sehr deutlichen (aber falschen) Eindruck, dass seine Meinung die der Mehrheit und damit richtig sei.
Ich hoffe, ihr habt verstanden, wo mein Problem liegt:
- steigt man voll in eine fachliche Diskussion ein, hängt der Familienfrieden möglicherweise schnell schief
- lässt man die Meinung des Gegenübers mehr oder weniger unkommentiert stehen, fühlt man sich selbst nicht gut
Frage: wie ist eure Meinung und habt ihr – vielleicht – einen Vorschlag, mit der alle Seiten zufrieden sein können?


„Oh? Hast Du Deine Infos wieder aus der Bild?“ -schwupp- Ruhe….
Ich sage immer, wenn man die Maßstäbe und Kritik die an die Landwirtschaft heran-
getragen wird auf die übrige Wirtschaft überträgt, müssten 80% der Industrie zu-
sperren. Sie produzieren letzt endlich für den Schrottplatz, Müllverbrennung, besten-
falls für den Wertstoffhof.
Und belästigen unsere Ökologie damit.
Willi, wenn ich in dieser Situation bin, fange ich an zu erzählen (ich kann das, weil ich 85 Jahre alt bin und die Landwirtschaft von damals gesehen habe und vor allem, was auf den Tischen lag, als wir uns zum Mittagessen fertig machten), wie wir damals auf den Feldern arbeiten mussten, wie viel pro Flächeneinheit produziert wurde und vor allem, dass wir mit der Feldarbeit 3000-3500 Kalorien verbrauchten, aber höchstens 2000 Kalorien zuführten
Ich hab mich damit abgefunden, dass in einer Demokratie das geschieht, was die Mehrheit will, und dass diese Mehrheit sich für landwirtschaftliche Fachthemen nicht interessiert. Das kann zwar auf ein böses Erwachsen zulaufen, der Mehrheit wird aber ihre jetzige Meinung trotzdem nicht leidtun. Ich spreche über Details nur noch, wenn ich ausdrücklich gefragt werde, ansonsten nehme ich die Mehrheitsmeinung zur Kenntnis.
Willi, du kanns ihn nicht ändern, und er kann dich nicht ändern.
In 100 Jahren interessiert onehin niemand mehr was auf der Feier ablief.
Arbeite an dir, dass solche Dinge dich nicht mehr triggern. Aber dann wirst du „Gefahr“ laufen, dass dieser Blog dir auch nicht mehr wichtig ist, und du ihn abschaltest.
Allerdings wirst du merken, dass die Welt ganz alleine weiterdreht…
Meine Empfehlung:
Bei Gegenwind zurück in die heimelige Blase, Trost und Anerkennung von den Forenteilnehmern bekommen.
Die Ehefrauen werden es euch danken.
Man könnte vorab fragen, willst du jetzt von mir fachlich und erfahrungsbedingte Aspekte hören, als Denkansatz, oder willst Du Recht haben?
bei letzterem brauchen wir nicht darüber reden, weil es zu kompliziert ist und vieles von Grundannahmen abhängt. für ersteres auf ein konkretes Bsp. beschränken.
viel Erfolg 🫣😁
Guten Morgen
Ich denke das auf Familienfeiern nicht über berufliche Dinge diskutiert werden sollte.
Egal welchen Beruf man ausübt.
Ein Arzt will sicher auch nicht über sämtliche Krankheiten und Behandlungsmethoden auf Familienfeiern diskutieren.
So geht das mit Sicherheit auch anderen Berufsgruppen.
Allen eine schöne Woche.
Ja, wenn wir über unseren Beruf angesprochen werden, der ist nun mal von Allgemeininteresse, weil er ist in der sichtbaren Umwelt und werden dann auch noch kritisiert, dann fragen wir einfach zu Beruf oder Arbeitsplatz desjenigen zurück.
Wenn es um Subventionen geht, dann nach seinem vom Arbeitgeber subventionierten Urlaub um Jahr.
Der Arbeitgeber kann das ja von den Steuern absetzen, also dann doch irgendwie vom Staat.
Und er kann auch öfter Essen gehen, weil der Koch das von subventionierten Lebensmittel günstig herstellen kann.
Ein Streitgespäch nützt keinem, auch wenn die beste Argumentation ins Spiel kommt. Das Verständnis selbstständig zu hinter Fragen: wieso, weshalb, warum, Pro und Contra, (Naturwissenschaftliches Allgemein Verständnis) Mathematik, Physik, Chemie, Biologie.
Alles Themen, die wie schwere Kost in einem leichten Magen liegen.
Uns Landwirte wird man nur verstehen, wenn man „geerdet“ ist.
Der Klügere gibt solange nach bis er selbst der Dumme ist
und wird dann von Diesem überrumpelt weil er schon
langjährige Erfahrung hat .
Meine Meinung ,
einfach ignorieren und die Feier genießen.
Ganz ehrlich, ich habe aufgegeben. Das war früher anders. Ich unterhalte mich nur noch über unverfängliche Themen. Ich sage auch nicht mehr, was ich direkt arbeite.
Aber eigentlich habe ich es ja gut. Meine Frau ist Ärztin. Jeder drückt ihre seine oder ihre Krankeitsgeschichte rein, wobei man nur eine Bestätigung für das sucht, was man sich im Internet selber zusammengewürfelt hat.
letzteres ist äußerst beliebt bei dieser Berufsgruppe.
könnte man sagen, ich hab mein OP Besteck bei, mach ich dir gleich.
Willi, du kämpfst scheinbar u.a. auch mit dem Problem fehlender Metakognition bei deinen vermutlich intellektuell etwas höher stehenden Gesprächspartnern. Diesen fehlt möglicherweise die Fähigkeit, über ihr eigenes Denken nachdenken zu können. Sie tun sich schwer, Widersprüche in ihrem eigenen Denken zu erkennen, sie immunisieren sich gegenüber Kritik. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, mit denen man nachweisen konnte, dass Gehirne von Menschen mit starken politischen Einstellungen die Widersprüche ihrer Überzeugung schlichtweg ignorieren. Der präfrontale Kortex, in denen rationale Argumente verarbeitet werden, ist in bestimmten Situationen praktisch inaktiv. Diese Menschen wissen, dass sie recht haben. Kein Argument der Welt kann sie vom Gegenteil überzeugen. Deshalb kann man in einer Diskussion mit ihnen nur verlieren. Starke Überzeugungen machen blind für Fakten. Die Studienlage dazu ist erschreckend. Sobald akademisch gebildete Intellektuelle zu einer bestimmten Meinung gekommen sind, sind sie trotz guter, sachlicher Argumente deutlich schwerer vom Gegenteil zu überzeugen als ungebildete oder weniger gebildete Mitmenschen. Je höher der Bildungsgrad, umso unverrückbarer und starrköpfiger verhalten sie sich in politischen Diskussionen und sind immer schlechter in der Lage, ihren eigenen Standpunkt zu hinterfragen.
Die Gründe dafür sind vielfältig. Es gibt u.a. so etwas wie Wissensillusion“, aber auch einen akademischen Ruf oder eine berufliche Position, die man verlieren kann. Nach der Pensionierung liest und hört sich dann manches anders an, auch wenn es so etwas wie Altersstarrsinn auch bei Akademikern gibt.
Die hier dargestellten (mir aber sympathischen) Aussagen und Gedanken stammen natürlich nicht von mir, sondern aus dem aktuellen Buch von Vince Ebert (Diplom-Physiker und Wissenschaftskabarettist); Seite 146ff. Titel des Buches „WOT SE FACK, Deutschland? Warum unsere Gefühle den Verstand verloren haben“.
Kognitive Dissonanz ist auch ein Grund.
OT….Gestern hat mein Bruder die Deko für die Kürbisvermarktung aufgebaut, Strohballen alter Ackerwagen dutzende unterschiedliche Kürbissorten aller Couleur. Viele E-bikeFahradler, vorwiegend behelmte Silberrücken in Gruppen radeln frohlockend vorbei. Im Nachbardorf ist Bio-Hoffest. Anlaufpunkt für Genussmenschen.
Der Nachbar meines Bruders hat Dutzend Zwetschgenbäume, die brechend voll hängen. Er hat keine Lust sie zu pflücken und hat in der Zeitung inseriert für umsonst, pflücken zu können.
Keiner will diesen Segen der Natur haben. Schulterzuck.
Dafür aber teuer beim Biobauern kaufen.😄
Ich würde gerne pflücken, wohne im Raum Heidelberg!
falls es hier was gibt, gerne die Mail-Adresse weiterleiten, danke!
Die Aussagen sind mir auch sehr sympathisch und auch nicht neu.
Auf Familienfeiern kenne ich ein solches Verhalten allerdings eher nicht. Da gibt es Respekt vor professionellem Wissen – schließlich möchte man auch selbst gerne so behandelt werden- und eher interessierte Fragen.
„fühlt man sich selbst nicht gut“
Das kennt sicher jeder. Und es lohnt sich darüber nachzudenken, warum das so ist und wie sich dieses Gefühl vermeiden lässt. Glücklicherweise kommt in einer Gesprächssituation wenigstens nicht irgendein Link oder der Hinweis auf Wikipedia. Wiki und Google ersetzen eben keine akademische Ausbildung und /oder die entsprechende praktische Erfahrung.
@A.K.
Tatsächlich habe ich einen Akademiker im Blick, der mir „Ackerdemiker“ die Landwirtschaft erklären will. Und die „Wahrheit“ kennt….
Wer bei einer Familienfeier mit landwirtschaftlichen Familien, dieses Thema auf diese Art und Weise so anspricht, ist entweder besoffen, oder sucht Streit. Ich habe das noch nicht erlebt, würde aber klar meine Meinung sagen und die wäre:
Wenn alle nur noch Bio kaufen, bringen die konventionell Erzeugenden ihre Ware nicht mehr los.
Ja,
er ist nur neidisch, weil wir das Familienunternehmen, mit samt der Ländereien haben. Aber was daran hängt versteht keiner und dass wir es brauchen, um unseren Lebensunterhalt bestreiten, glauben die nicht, denn die bekommen ja ihren Arbeitsplatz vom Arbeitgeber gestellt, die brauchen ihn nicht selber zu erhalten und zu finanzieren.
Und wie ich das kenne. Und leider lasse ich mich tatsächlich manchmal dazu hinreissen über Landwirtschaft zu reden. Es ist doch auch in uns Bauern so drin. Unser ganzes leben dreht sich um Landwirtschaft. Das ist nicht nur einfach ein Beruf. Deshalb werde ich da auch manchmal emotional wenn der Blödsinn der Gegenseite zu gross ist. Meist ist die Diskusion dann schnell beendet. Ich bin der blöde Bauer und die anderen haben immer recht oder werden verlegen. jenachdem. Oft wird dann auf den letzten Urlaub ausgewichen. Da kann ich dann meist nicht mitreden. So ist das leider wenn man in einer grösseren Gruppe der einzige ist. Wobei, ich finde das in der regel nicht schlimm weil das meist in ein Gejammer ausartet dass alles (vor allem der Urlaub) so teuer geworden ist. Das amüsiert mich dann wieder.
Meine Empfehlung ist, sich für solche Situationen nicht vorher festzulegen. Einfach spontan nach eigener Stimmung reagieren, wie einem Zumute ist – Schweigen, Diskutieren, vielleicht nur ein Thema.
Es gibt den Spruch: Verwandtschaft hat man, Freunde sucht man sich aus.
Wobei es natürlich auch Freunde in der Verwandtschaft gibt.
Wenn das Gegenüber eine Frage stellt und an einer Antwort interessiert ist, können immer und überall gute Gespräche stattfinden.
Bei Themen, die das Gegenüber und man selber eventuell auch, nur mit einer ideologischen Sichtweise vertritt, sollte besser kein ausschweifendes Gespräch geführt werden. Ziel eines solchen Gesprächs ist der Sieg, nicht das Thema.
„Der Sprechende mag ein Narr sein, Hauptsache der Zuhörer ist weise.“ (Laotze)
Wirklich eine schwierige Situation. Man merkt daran, wie die Gehirnwäsche der Medien, NGOs und vieler Politiker wirkt. Fachlicher Blödsinn wird als Tatsache hingestellt und dem Fachkundigen werden .. wenn er Glück hat.. seine Ausführungen durch großzügig eingeräumte „Meinungsfreiheit“ toleriert und belächelt. Eigentlich sollten manche Themen auf solchen Feiern tabu sein. Dazu gehören auch Politik, Medizin und Religion. Der Lebensgefährte einer Tante von mir (beide sehr esotherisch angehaucht) hat auch mal behauptet, in meinen toten konventionellen Äckern gäbe es keine Regenwürmer und sonstiges Leben mehr. Ich habe ihn aufgefordert, einer Spatenprobe beizuwohnen. Mit gutem Gewissen habe ich ihm garantiert, dass in einem einzigen Spatenstich an einer von ihm ausgewählten Stelle mindestens 5 Würmer wären. Ist er nicht drauf eingegangen.
Es ist sehr klug und richtig, auf der Familienfeier nicht auf diese absurden Aufzählungen einzugehen, die ja doch nur auswendig gelernt sind. Allerdings muss man dann mit dem inneren Gefühl leben, etwas Wichtiges nicht gesagt zu haben – das aber kann man aushalten. Für die anderen Familienmitglieder und für die, die die Feier organisiert haben. Auf gar keinen Fall aber ist es so, dass die anwesende Mehrheit die Meinung des Aggressors übernimmt, eher sind alle peinlich berührt. Und schweigen zu dessen Auftritt macht ihn noch unglaubwürdiger – auch wenn das keiner sagt.
Der Verwandte will ja nicht mit Willi diskutieren, um etwas zu lernen, sondern um all den anderen zu demonstrieren, dass er der bessere, wenn nicht gar DER BESTE Mensch ist. Wer sowas nötig hat, hat aber kein Selbstwertgefühl, fühlt sich innerlich als unwichtig und bläst sich zu der Stunde auf, die er für geeignet hält.
Was Sie tun könnten: ihn eine kleine Weile reden lassen, dann aufstehen, ihm auf die Schulter klopfen und sagen: „Gut auswendig gelernt, Junge, ich muss mal aufs Klo!“ Dabei freundlich in die Runde gucken. Und diese Haltung so oft wiederholen, wie der Aggressor meint, nach Ihrer Rückkehr meint, rumblöken zu müssen. Das ist ganz schon schwierig, aber es lohnt sich. Wenn er weitermacht, macht er sich damit selbst lächerlich und alle anderen fühlen sich genervt, auch wenn sie gar nichts sagen.
Bleiben Sie bei Ihrer Haltung, die Feier nicht zu stören durch Argumente, die das Gegenüber nicht hören WILL, er hat ja alles auswendig gelernt, mehr nicht.
Obwohl es mir lange schwer gefallen ist, sage ich mittlerweile nichts mehr im direkten Gespräch, es ist einfach sinnlos, vertane Zeit und Energie. Sie werden es merken, oder auch nicht, mein Problem ist es nicht (mehr).
Herr Krämer hat es kürzlich so treffend formuliert, das Thema war, warum viele Landwirte geschrieben haben, sie würden keinen Antrag mehr stellen und das trotzdem weiter tun. Er schrieb sinngemäss, das es darum geht, (behördlich) nicht aufzufallen, dies sei in der heutigen Zeit viel Wert… genau so sehe ich es zwischenzeitlich auch.
Selber gucken, dass es uns und der Familie, und damit auch den Tieren und dem Hof gut geht. Freundlich sein mit freundlichen Leuten, den anderen aus dem Weg gehen bzw. übers Wetter reden, wenn es denn unbedingt sein muss.
Das ist heute genau wie zu allen Zeiten.
Dinge gehen schief,
und es wird ein Sündenbock gesucht.
Landwirte eigenen sich perfekt dafür.
Wie zu allen Zeiten,
sind auch heute beim Landwirt,
alle Anschuldigungen komplett gegenstandslos.
Die Wahrheit über die Landwirtschaft,
darf wie bei allen früheren Sündenböcken,
beim ungefähren Gegenteil der Behauptungen gesucht werden.
Wer also glaubt, etwas zu wissen,
weil er einen modernen Hexenhammer gelesen hat,
der verhält sich wie ein
mittelalterlicher Verfolger der Ketzerei.
Auch der mittelalterlich grausame Tugendmensch
war von seiner überlegenen Weisheit überzeugt.
Nur durch seine überirdisch christliche Moral,
erschien es ihm möglich, die Welt zu retten.
Ich würde die Diskussion auf ein historisches Beispiel lenken,
denn die christliche Moral-Unmoral haben wir alle heute kapiert.
Und selbstverständlich ist die Moral nicht nutzlos,
denn was die christlichen Werte mal erreichen wollten,
ist heute unsere zweite Natur.
Wir verhalten uns genau so tugendhaft,
wie das die mittelalterlichen Menschen
trotz ihrer verzweifelten Gebete nie konnten.
Ebenso ist Naturschutz unverzichtbar.
Nur sollten wir uns heute nicht einreden,
dass wir ihn könnten.
Es werden unsere Nachkommen sein,
die ihn verwirklichen.
Dann, wenn sie aufgehört haben,
den Sündenbock zu verbrennen,
und die Verantwortung bei sich selbst erkennen.
Ich stehe inzwischen auf dem Standpunkt, gar keine Diskussion mehr über das Thema zu führen. Es wird sich alles regeln, am Ende wird sich die Realität durchsetzen. Der Streit hilft niemanden und schadet nur den eigenen Nerven.
Ommm…..🦄
moin auch mit Verwandten sollte man gut und ehrlich diskutieren. bei meinen Verwandten sind auch welche dabei die immer meinen es besser zu wissen und die versuche ich immer aufzuklären. leider ist es so, dass die mich gar nicht erst ansprechen, da sie wissen dass ich ihn anderer Meinung bin. aber das sollte einem egal sein! ich finde vernünftig diskutieren ist immer gut und gehört dazu!
Solche Situationen kennt doch sicherlich jeder. Bei mir ist es sogar mal soweit gekommen, dass ich die Feier vorzeitig verlassen habe. Mein damaliger Gesprächspartner kam dann aber ein oder zwei Jahre später zu mir und sagte, dass ich damals doch in allen Dingen Recht hatte. Das rechne ich ihm hoch an. Er hatte mittlerweile eine Ausbildung in diesem Fachgebiet gemacht.
Wenn das Gespräch über Landwirtschaft aufkommt, reicht es aber oft schon aus, wenn man den Beruf des Gegenüber auch zum Thema macht. Man muss nur fragen, ob er seinen Beruf in den Medien richtig dargestellt sieht, dann nimmt das Gespräch meistens einen anderen Verlauf.
Bei Politik ist die ganze Sache schon etwas schwieriger. Da macht man am besten einen Bogen drum oder beteiligt sich nur als Zuhörer.
Willi, Ihr „angeheirateter Verwandter“ scheint – sonst hätten Sie es bestimmt erwähnt – nicht in der (erweiterten) Landwirtschaft tätig zu sein. Auch, daß er die gebräuchlichen platten Narrative auffährt, legt nahe, daß Sie es mit einem Menschen zu tun haben, der einer bestimmten Ideologie anhängt.
Und, ich weiß dies aus eigener Erfahrung (allerdings auf einem ganz anderen Gebiet), mit Ideologen zu diskutieren ist unerfreulich und in der Konsequenz sinnlos. Da hilft der Wissensvorsprung, den Sie zweifellos gegenüber Ihrem Verwandten haben, auch nicht weiter.
Ich würde solchen Diskussionen, d. h. im Rahmen einer Familienfeier, grundsätzlich aus dem Weg gehen. Vielleicht ruft Ihre Frau Sie, um einen Kasten Getränke aus dem Keller zu holen; Ihre Tochter will Ihnen etwas über ihr jüngstes Kind erzählen; Ihr Bruder will sich einmal den neuen Feldhäcksler anschauen, eröffnen Sie ein anderes Thema, bspw. Fußball; oder, Sie müssen einfach mal aufs Klo. Und wenn Sie zurück sind, lassen Sie sich von anderen Gästen in erfreulichere Gespräche verwickeln.
Sie können natürlich auch sagen:
„Es gibt immer zwei Meinungen – meine und die Falsche!“
Aber das könnte dann doch Krach geben …
Das ist so,
Weil wir alle Fachideoten sind.
Was Willi beschreibt ist sicherlich kein Einzelfall, sondern eher die Regel. Ich habe in meinem Familienkreis den Vorschlag gemacht, strittige Themen bei Familienfesten auszuklammern und bei einem seperaten Treffen (abends oder so-nachmittags bei einem Kaffee auszudiskutieren). Im speziellen Fall ging es um Ökolandwirtschaft contra konevtioneller LW und vorallem um chemischen Pflanzenschutz. Ich habe vorgeschlagen(schon 3Jahre her), wir treffen uns, schaun uns gemeinsam der Vortrag von Prof.Tiedemann an und diskutieren dann darüber. Bis heute hat dies nicht statt gefunden, kein Interesse an fundierter, ergebnisoffener Diskussion. Die meisten können nur Mainstreamgesülz nachlabern und solche dies es wagen dieses Gesülz zu hinterfragen sofort als Umweltvergifter, Tierquäler, Klimaleugner, Putinversteher und neustens ganz hipp als Nazi bezeichnen. Diejenigen, die ganz offensichtlich links-grüner Ideologie fröhnen sind hierbei besonders aktiv….
@M
Vielleicht hätten Sie einen Vortrag von Prof. „Hardy“/Hartmut Vogtmann vorschlagen sollen.
Im Übrigen finde ich es mal wieder lustig, dass man die Unwissenheit wieder auf der anderen Seite verortet. Die Verwandtschaft sollte sich doch glücklich schätzen, wenn die allwissenden Landwirte sich bequemen, hochwissenschaftlich und objektiv über die Landwirtschaft aufzuklären.
Mit der weitläufigen Verwandtschaft gibt es nur smalltalk bei Kaffee und Kuchen. Die politischen und sonstigen Positionen sind bei näheren Verwandten untereinander bekannt. Die können alle akzeptieren.
Den „Hardy“ hätten sie ja vorschlagen können. Im Übrigen finde ich es mal wieder lustig, dass man einem Wissenschaftler sofort einen pseudo-wissenschaftlichen NGO-Aktivisten gegenüberstellt. Das ist typisch und erklärt vieles!
@M
Dass eine Vita, die Stationen wie ETH Zürich, Universität of Alberta, FIBL, IFOAM und weitere Adressen aufweist einen zum NGO-Aktvisiten macht, erscheint mir, vor dem Hintergrund Ihrer Beiträge, als fast unvermeidbar.
Mutationen sind immer möglich….
Das solidarisiert doch
und das brauchen die.
Wir sind doch eher Einzelkämpfer und haben ganz andere Sorgen.
Es ist doch eigentlich so, dass wir in einer Demokratie leben und jeder seine Meinung sagen darf; dass diese nicht immer der von anderen entspricht oder korrekt ist, wissen wir auch alle.
Man kann der Konfrontation entweder aus dem Weg gehen oder man lässt sich drauf ein und nimmt in Kauf, dass die Situation ausschweift.
Bei beidem fühle ich mich nicht wohl! Ich will auch meine Meinung kundtun, egal ob sie richtig ist, von anderen akzeptiert wird oder ich zurecht gewiesen werde, weil der andere anderer Meinung ist …
Und auch wenn es nicht immer richtig ist, ich gehe Ärger lieber ausm Weg und denk mir meinen Teil. Manchmal ist es vielleicht doch besser zu denken „ Lass den mal erzählen“ … Außerdem stellen wir doch alle fest, es gibt Themen, egal ob Landwirtschaft oder Politik betreffend, wo Leute keine Ahnung haben!
In der Landwirtschaft, wo es um Fakten kann man auch nicht immer die Meinung von anderen, Nichtfachleuten akzeptieren.
Das müssen die erstmal respektieren, wenn sie eine Meinung haben wollen.
Sonst ist es Wunschdenken oder Ideologie.
Heißes Thema Willi. Vor jeder Familienfeier bekomme ich von meiner Frau den Satz zu hören: Halt den Mund zu politischen Themen. In der Verwandtschaft sind Lehrer ,Vegetarier, Grüne, usw. .Die haben fest gepanzerte Meinungen und ein sachlicher Austausch ist leider nicht möglich, aber wir Bauern sollen überall kompromißbereit sein. Festgestellt werden muß , daß diese liebe Verwandtschaft überhaupt keine Ahnung von Ackerbau und Viehwirtschaft hat. Auch deren Aussagen über Wetterereignisse sind ARD und ZDF life. Leider muß auch festgestellt werden , daß alle lieben Verwandten in irgendeiner Form im Staatsdienst stehen und natürlich auch ihre Rechte entsprechend verteidigen. Solange unser Gemeinwesen diese Leute bezahlen kann wird sich auch nichts ändern. Schwierig wird es wenn die Pensionen mal um 30% gekürzt werden müßen , denn eine Staatsrücklage gibt es dafür nicht. Arm werden die Pensionäre in einer Mietwohnung und ohne weiteres Vermögen sein , die ihr Einkommen mit Reisen o.ä. ausgegeben haben. Deshalb kann nur jedem Bürger der Rat gegeben werden , sich mit Vorsorge auf allen Ebenen aus einander zu setzen. Das gilt natürlich auch für den privaten und betrieblichen Teil auf unseren Höfen. Wachstum war einmal und mit Krediten schon garnicht , denn Sicherung des „Vorhandenen“ ist angesagt. Z.B. war bei uns in den letzten 6 Monaten einmal der Strom weg wegen „Überstrom“und im zweiten Fall hat sich ein Kraftwerk wegen „Strommangel „beides für 4 – 6 Std. aus dem Netz genommen. Von den Schäden kaputter Computer, Durchlauferhitzern, Telefonanlagen , usw. ganz abgesehen. Dabei ist das Thema Strom aber nur als ein kleiner Teil der Vorsorge zu sehen. In den nächsten Jahren bei dieser Politik werden uns noch weitere Überraschungen blühen und immer wenn es brennt werden wir Bauern , wie immer , gefordert sein. Auch dafür sollte sich jeder Gedanken machen, denn dann wird unsere „liebe Verwandtschaft“ vor der Türe stehen , denn die sind auf garnichts vorbereitet.
Wenn man Verwandte dreimal pro Jahr sieht, wollen diese bei den Treffen nicht unbedingt über Details der Landwirtschaft diskutieren. Falls man doch etwas erklärt (was ich nicht mehr ungefragt mache), haben viele Leute beim nächsten Treffen das Erklärte wieder vergessen. Ich bin da mittlerweile entspannt. Wenn der Gastgeber beispielsweise davon überzeugt ist, dass es messbare Effekte auf das Klima hat, wenn Hafermilch oder veganer Brotbelag, der wie Lachs aussieht, auf dem Tisch stehen, dann darf er das gerne glauben. Ist ja wie bei Politik, da gehen die Meinungen weit auseinander. Das ist im Freundeskreis manchmal auch so. Die Leute haben verständlicherweise andere Themen, womit sie sich beschäftigen. Wenn doch über landwirtschaftliche Themen gesprochen wird, lenke ich das Gespräch eher auf Themen, bei denen man leicht einen Konsens findet, z. B. Gründe für den sinkenden Selbstversorgungsgrad, hohe Produktionskosten oder die Realität, wo manche Produkte herkommen, oder Mindestlohn. Da gibt es meistens viel Verständnis.
Derzeit doch gängige Zeitzeichen:
Viele haben eine unerschütterlich felsenfeste Meinung und dabei kaum verfügbares Grundlagenwissen. Typisch für unsere dekadente Gesellschaft, die damit wahrhaft nicht aus der Zeit gefallen scheint.
Mal Hand aufs Herz: Auch hier im Forum basiert die Diskussion oftmals auf einer extrem festgefahrenen Meinung; das muss man wohl aber einfach akzeptieren.
Und so flanieren eben die Vielzahl der Verbraucher unbedarft naiv durch die Heiligen Hallen unserer Lebensmitteloligarchen & Co., leben und demonstrieren selbstbewusst ihr eigenes Wohlstandsdenken, um schlussendlich zum Billigsten zu greifen. – Ist uns das wirklich vollkommen unbekannt!?
Einzig allein nur Philanthropen verträgt „unsere Welt“ ohnehin nicht, die Evolution hätte ansonsten nicht ihren derzeitigen Verlauf genommen. Unsere Genetik hat den menschlichen Verstand auf „groß“ programmiert; Hirnvolumen wurde geschaffen, das wir in Summe immer weiter perfektionieren können….
„Besser ein Diamant mit Makel als ein Kieselstein ohne.“ (Konfuzius / gemutmaßt lebte dieser 551 bis 479 v. Christus. Zu Lebzeiten wurde ihm kaum Anerkennung in seiner Heimatstadt Qufu im Osten Chinas geschenkt. Schlussendlich prägte er aber mit seinen Lehren das moralische und politische Denken Chinas über Jahrzehnte hinweg.)
Welche Auswirkungen KI schlussendlich auf das menschliche Cerebra hat, können wir heute doch gar nicht ermessen. Mit Sicherheit werden wir gewaltigen Veränderungen entgegengehen!?
Als James Watt seinerzeit die erste Dampfmaschine entwickelt hatte konnte kaum einer ermessen, wieviel Wohlstand diese Verbrennertechnologie der Menschheit bringen würde, …heute zerstört diese gleichzeitig und führt zu einer Wohlstandsvernichtung. Eben diese CO2-Freisetzung befeuert dato den Klimawandel…
Wer bereits in den 1980er den Finger in die Wunde legte und darauf hingewiesen hatte, dass es so in Dauerschleife nicht weitergehen kann, erntete allenfalls Hohn und Spott.
Aufgrund einer sehr hohen Menschendichte auf unserem Blauen Planten heute steht in Summe sehr viel Hirnvolumen zur Verfügung, damit wird eben auch enorm viel Wissen generiert.
Ihr angeheirateter Verwandter kennt sicherlich Ihren Blog/ Ihr Buch und damit auch Ihre Positionen, die Ihren langjährigen Erfahrungen entsprechen. Vielleicht will er nur provozieren. Deshalb aus Lebenserfahrung: Diskussion in diesem Rahmen vermeiden. Er lässt sich ohnehin nicht überzeugen.
Es geht, wie Thomas Bröcker schreibt, um religionsähnliche Sichtweisen. Diese Menschen sind wie ich auf anderem Gebiet feststelle ( z.B Corona- Zwangsmaßnahmen, Unseredemokratie) nicht durch Argumente zu überzeugen.
Wenn der angeheiratete Verwandte Willis Blog/Buch kennt, dann will er provozieren, das sehe ich auch so. Willi sagt aber, dass er sich nicht gut fühlt, wenn er die Provokation stillschweigend übergeht, was ich gut verstehen kann.
Wenn ich davon ausgehen muss, dass der Verwandte Willis Arbeit kennt, würde ich an Willis Stelle den Verwandten mit der Provokation konfrontieren. Dann würde ich beim nächsten Treffen einen Angriff so parieren: „Das ist jetzt das dritte (oder fünfte, achte) Mal, dass Du bei einem Familientreffen das Thema Landwirtschaft in den Raum stellst. Ich habe Dir mehrfach signalisiert, dass ich anderer Meinung bin, dass aber eine Familienfeier nicht der richtige Ort für eine derartige Auseinandersetzung ist, aber wenn du es trotzdem nicht dabei belassen willst, dann bitte, dann tragen wir unsere Diskrepanzen halt aus. Dann bitte ich die restlichen Verwandten hier um Verständnis, dass wir diese Familienfeier jetzt aufgrund deines Verhaltens zweckentfremden werden. Es ist jetzt aber das letzte Mal, dass ich mit dir darüber diskutieren werde und alle Verwandten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen ….“ oder so ähnlich.
Es geht ja nicht nur drum, den Verwandten zu überzeugen, sondern auch darum, ihm sein unmögliches Verhalten klarzumachen. Wenn man sich alles stillschweigend gefallen lässt, setzt die Gegenpartei immer noch eins drauf und plustert sich beim nächsten Mal noch mehr auf. Man muss den Leuten auch Grenzen setzen.
Danke. Sehr guter Vorschlag. Er weiß, dass ich blogge, liest ihn aber nicht, wohl weil er weiß, welche Themen ich behandele. Er müsste dann eventuell seine Meinung ändern, weil die Fakten anders sind.
„Er weiß, dass ich blogge, liest ihn aber nicht…“ – jedes einzelne Wort wird er in sich aufsaugen. (Hallo, beste Grüße an diese Stelle unbekannterweise!)
…Willi, du glaubst doch jetzt wohl selbst nicht, was du da sagst!?
„Wer fragt, führt“!
Konsequent Fragen zu stellen, ist auch eine mögliche Methode. Möglichst viele „W-Fragen“, (Warum, Wann, Wie, Wer, …….) die ,man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten kann. Aber in der Praxis nicht ganz einfach, vor allem, wenn man selbst die Antworten kennt oder zu kennen meint.
Das gleiche wie BW habe ich auch regelmäßig erlebt.
Die Frage-Strategie von Arnold konnte ich in den letzten Monaten mehrfach ausprobieren, allerdings zu meinem Spezialthema Klimawandel (Klimawandel ist nicht gefährlich).
Schon bei der ersten Gengenmeinung zu meinen Klimathesen habe ich Gegenfragen gestellt: Bist du dir sicher mit deiner Meinung? Woher hast du deine Informationen? Werden die Informationen evtl. gefiltert? Wer könnten die Profiteure deiner Informationen sein?
In dem Moment fühlten sich fast alle in der zuhörenden Runde angesprochen. Nach und nach bekam ich, ohne dass ich noch eingreifen musste, immer mehr Unterstützer für meine kritische Haltung. Ich bin überrascht, wie viele in der in der Vergangenheit stummen Zuhörer sich durch die Fragemethode angesprochen fühlen und konstruktiv mitdiskutieren, ohne dass die Atmosphäre vergiftet wird.
Wieviel % Neid um Landbesitz steckt dahinter.
Ich kannte einen Altbauer, der würde sagen,
Wenn solche auf höheren Bäumen sitzen, dann haben sie auf
Gottes Erdboden
nichts mehr zu suchen.
Bei unserem ersten „Westkontakt“ mit Berufskollegen 1990 wurde uns schon gesagt, dass man über Politik, Fußball und Landwirtschaft bei Familienfeiern und in Vereinen außerhalb Arbeit und der berufsständischen Vereine nicht diskutieren soll, wenn man den Frieden erhalten will. Das war für mich recht befremdlich, da wir insbesondere unter Kollegen und im Freundeskreis (was sich ja automatisch vermischt) eine ALLES diskutiert haben.
Jetzt nach 35 Jahren landwirtschaftlicher Selbständigkeit bin ich in den beschriebenen Situationen (Familienfeier etc.) genauso ratlos. Der über die jahrzehntelangen Erzählungen angestaute und in den Köpfen verankerte Wust an Dogmen und Sichtweisen hat religionsähnliche Strukturen angenommen. Gegen Glaubenssätze kommt keine Argumentation an … oder nur ganz selten, wenn die Kompetenz in deinem Fachgebiet zugestanden wird. Die Gesellschaft bewegt sich nur noch in Blasen und die unsrige ist die kleinste. Ich bin im Moment ziemlich ratlos darüber wo der Zug hinfährt.
„Bei unserem ersten „Westkontakt“ mit Berufskollegen 1990 wurde uns schon gesagt, dass man über Politik, Fußball und Landwirtschaft bei Familienfeiern…“
In unserer Situtation kann ich ergänzen Glauben/Religion thematisieren war damals nicht gut. Heute ist das eh kein Thema mehr.
Beim Thema Landwirtschaft sind mir zwei Dinge in Erinnerung die für Gesprächstoff sorgten „die Angeber mit mehr ha und Kühen“ und die Vertriebenen die damals im Osten angeblich grosse Betriebe hatten und jetzt den armen Wessies mal erzählen konnten wie toll es dort war. Ja und bei jeder Gelegenheit wie gut es ihnen dort gehen würde wenn nicht…. Diese Überheblichkeit hat zu Unverständnis geführt.
Das ist doch mit ganz vielen Themen so aber wenn man immer nachgibt, können die ferngesteuerten ungehindert und ohne Gegenwind ihren Mist verbreiten!
Außerdem verleugnet man sich und das ist auch schlecht!
Wenn immer der Klügere nachgibt haben wir…..
An Deiner Stelle würde ich beim nächsten Treffen dem Verwandten das Buch „Satt und unzufrieden“ überreichen, vielleicht mit einer etwas spitzig formulierten Widmung und der Bemerkung, dass er an diesem Buch seine Argumentation ja mal überprüfen kann.
Da stehen ja alle Deine eigenen Argumente drin, damit hast Du Deine Position behauptet,
aber es kommt dann nicht zum Streit während der Feier. Je nachdem, was für ein Gefühl Du dabei hast, kannst Du ihn ja zu einer separaten Diskussion einladen, aber eben nicht im Rahmen der Familienfeier.
Wenn er sich nicht mit dem Mainstream soldarisiert.
Ein Argument dagegen wäre vielleicht,
Kein Wunder, dass unsere Politiker auch so sind.
Fehlt es der heutigen Gesellschaft an Bodenständigkeit?
Die gleiche Situation haben sehr viele Familien heutzutage……aber da geht es um die falsche Partei.
Wenn es doch eine Diskussion gäbe, aber es gibt nur Stress, bis hin zur Feindschaft. Die schlechteste Kombi ist Bauer zu sein UND in der falschen Partei.😎
Vorurteil vieler älterer Städter
Die Bauern sind alle katholisch und wählen die Schwarzen.