Bauer Willi
Kommentare 73

„Ich esse weniger Fleisch…“

Wir belügen uns selbst. Oder höflicher ausgedrückt: wir antworten nach „sozialer Erwünschheit“. Soziale Erwünschtheit beschreibt die Tendenz von Menschen, in Befragungen oder Tests bevorzugt Antworten zu geben, die sozial akzeptiert sind und ein positives Selbstbild erzeugen, anstatt ihre wahre Meinung oder ihr tatsächliches Verhalten widerzuspiegeln.

https://www.agrarticker.de/nachrichten/detail/mehrheit-isst-haeufiger-als-angegeben/

Hier die Studie des Max-Rubner-Institutes im Original:

https://www.agrarticker.de/fileadmin/pdf/Ergebnisbericht_Online-Befragung_nemo_Erwachsene_bfrei.cleaned.pdf

Es lohnt sich wirklich, sich die Zahlen ab etwa Seite 26 (Punkt 3.3.1) anzusehen, sowohl was die Unterschiede bei den Geschlechtern als auch in den Altersstufen angeht. Viele der Antworten halte ich für nicht belastbar. Das soll bedeuten, dass die Antwort nicht dem tatsächlichen Handeln entspricht.

Dazu fällt mir ein Satz ein, den ich einmal von einem Verhaltensforscher gehört habe: „In Umfragen wird soziale Schizophrenie empirisch abgebildet“.

Übrigens: ich esse auch weniger Fleisch, dafür etwas mehr Wurst (Ironie)

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73 Kommentare

  1. Thomas Bröcker sagt

    Der deutschsprachige Raum musste auch damit klarkommen, dass (bei uns nach der Wende) nach über hundert Jahren Marmelade nicht mehr Marmelade heißen durfte. „Fruchtaufstrich“ als Ersatzbegriff war genauso albern wie Kunstbegriffe für Wurst und Fleisch ähnliche Produkte.
    Sicher hat das beim Fleisch eine andere Dimension … genau deswegen gilt aber, was für den Einen Recht ist muss auch für den Andere gelten.
    In dieser ganzen Schwachsinns- Anti- Fleisch Debatte ist das jedenfalls definitiv der richtige Aufschlag.

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    • Sonnenblume sagt

      Bei Früchten wird unterschieden in Marmelade, Konfitüre und Fruchtaufstrich. Je nach Zutat. Das hat man hier beim einem Hofladen schon einmal bemängelt.
      Man könnte ein Veggischnitzel ja auch als, z.B. Gemüsebratling oder Sojabratling bezeichnen. Dann wäre das Schnitzel raus und die Hauptzutat in der Aussage. Wo liegt da ein Problem? Sollte doch sogar Verkaufsfördernd sein. Wer sich Veggi auf die Fahne schreibt wird das mit voller Überzeugung kaufen. Warum also unter dem Schirm der Fleischindustrie segeln? Dafür ist man sich dann doch nicht zu schade weil es den Umsatz gut tut?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Heute auf DLF in einer Stunde dreimal der gleiche Beitrag über den von der EU verabschiedete Gesetzesvorschlag zur Änderung der Deklarierung.
        Alle linken Parteien seien dagegen, auch die Verbraucherschützer, nur die Rechtspopulisten sind dafür…..Deutschlands Vertreter haben auch dagegen gestimmt und die Ânderung als Kampfansage gegen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit bezeichnet…..die linke Blase ist sich einig und die dummen Rechten werden gleich Mal geframt. Es ist zum K…..

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    • Reinhard Seevers sagt

      „Unternehmen wie der deutsche Wursthersteller Rügenwalder Mühle fürchten weitreichende Folgen: Jörg Pfirrmann, Chef des Konzerns, sagte im „Spiegel“-Interview, dass 70 Prozent seines Sortiments betroffen wären. Für zahlreiche seiner pflanzlichen Produkte müssten neue Namen gefunden sowie Verpackungen, Produktbeschreibungen, Websites und Werbung geändert werden. Er befürchtet einen Umsatzeinbruch im zweistelligen Millionenbereich.“

      Na schau an, da sieht einer seine Veggie-Träume wegschwimmen….Begriffe können also doch wichtig sein. Auf Kosten der Fleischindustrie verdienen, sie gleichzeitig schlecht reden und dann rumheulen, wenn man sein Produkt richtig bezeichnen soll.

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      • Kemetbauer sagt

        Naja, wir alle wissen, wie wichtig ein layout ist. Wenn man mit einen bekannten Begriff und einer nicht definierten aber allseits bekannten „Qualität“ in einen Markt einsteigen kann, ist das die halbe Miete. Man war leichtsinnig und jetzt kommt evtl. eine Situation, in der man hohe Umsatzeinbrüche und hohe Kosten akzeptieren muss. Oder man trennt sich von diesem Sortiment. Wie sagt noch der Kanzler: Wurst ist Wurst.

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      • Schmeckt gut sagt

        Na das hört sich aber ja schon zutreffender an, als das, was gestern vom ZDF verbreitet wurde. Hier wurde das „Märchen“ erzählt, dass Rügenwalder 70% seines Umsatzes durch Fleischersatzprodukte erzielt. Kann ich mir nicht vorstellen. 30% Wurstprodukte und 70% veggie schon eher, denn das sagt ja nichts über den erzielten Umsatz aus, sondern zeigt nur, wie einfach Veggierezepte die bekannten Wurstrezepte ergänzen können. Niedrigere Rohstoffkosten, ähnliche Maschinenausstattung, ein bisschen mehr Aufwand im Labor und schon geht es los. Es ist an der Zeit, hier mal aufzuräumen.

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        • Limes sagt

          die 70% beziehen sich wohl nicht auf den Umsatz sondern auf den Anteil der angebotenen Produkte.
          Aktuell bietet Rügenwalder insgesamt 75 Produkte an davon sind 52 vegan (69%) + 5 vegetarische (7%) und 18 (24%) mit Fleisch.
          https://www.ruegenwalder.de/de/produkte

          Mein Mitleid für Rügenwalder und andere Jammerer hält sich in Grenzen. Die sind doch selber schuld denn sie bieten Produkte an denen für die sie noch nichtmal eine eigenständige sinnhafte Bezeichnung definieren können. Trotz der bekannten Initiative machen sie fröhlich weiter und bringen weiter neue Produkte.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Sehe ich genauso….ein E-Bike wird auch nicht als „Elektrisch betriebenes Fahrrad“ beworben, sondern als E-Bike. Ich denke, sie wollen einfach die Erkennbarkeit ihrer Produkte behalten, um gleichzeitig sagen zu können, seht her, es gibt auch Alternativen zur „Tier-Wurst“. Sie brauchen den Bezug zum Ursprung, das ist deren Überlebensstrategie.

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    • evonik sagt

      Die Tabelle ist wieder ein Indiz für meine Analyse, dass auf brauner Erde grüne Pflanzen wachsen:

      In den ehemaligen braunen Ländern D und A wird am wenigsten Fleisch gegessen. Der Charakter ist noch der gleiche, man hat nur eine andere Zielgruppe. Statt der Juden heute Monsanto. Der Kampf gegen Rechts war nur ein Kampf für Dummheit. Man müsste an den Gefühlen der Leute arbeiten. Ich habe mir aus einem Kurs bei Frank Frenzel einen Glaubenssatz gemerkt:

      „Ich achte auf mein Gefühl!“

      Ich merke z.B. wie Bachata meine Gefühle verändert.

      https://www.youtube.com/shorts/AtSuVBVKdDE

      Man muss ja nicht deren Arbeitsmoral übernehmen.

      Was die Bezeichnungen betrifft würde ich es den Firmen so vorschreiben:

      Burger -> Vurger
      Schnitzel-> Vitzel
      Steak-> Veak
      ……

      Dann sollte jeder Bauer beim Viehverkauf verlangen, dass kein Fleisch mehr zu Firmen kommt, die auch Veggie-Produkte anbieten.

      • Reinhard Seevers sagt

        Das ist wirklich signifikant, dass gerade Österreich und Deutschland hier Vorreiter sind. Ich habe den Verdacht, dass es eine mentale, gesellschaftliche Fixierung der Dauerschuld sein könnte. Wir fühlen uns für den Tod von Millionen Menschen der Vergangenheit dauerhaft verantwortlich, genetisch fixiert. Als Wiedergutmachung müssen wir die Welt deshalb retten. Wenn wir es nicht tun, sind wir wieder verantwortlich…wie ja auch der Papst wiederholt sagt. Der Kreis schließt sich und WIR (D und A ) folgen pflichtgemäß. Andere Länder und deren Menschen sind freier in ihrer Lebensweise, unbefangen und weniger schuldverhaftet. Ist wohl einfach unser Schicksal. Ich habe aber Hoffnung, dass durch die neuen Mitbürger diese Schuldfrage langfristig verschwinden wird, denn Ahmed und Aishe werden sich dieser Schuld nicht verpflichtet fühlen, schätze ich.

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        • Sonnenblume sagt

          Nee, die Geschichte mit der Dauerschuld sehe ich hier nicht.
          Man will Vorreiter sein, die Guten, Weltretter, der Welt zeigen wie es geht. Einfach ganz oben auf dem Treppchen stehen!
          Ist doch bei der Energie genau so. Wir machen Dieses und Jenes und alle Welt so dem Beispiel folgen. Aber die Rechnung geht nicht auf.

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Nee, die Geschichte mit der Dauerschuld sehe ich hier nicht.“

              Ich meine doch. Die Motivation des „auf dem Treppchen stehen“ geht ja nicht von den aktiven ökonomisch Tätigen aus, sondern von Ideologen, Politikern, Weltrettern. Schau nach USA, die sind an der Weltspitze, aber nicht mit der Weltrettung, sondern mit dem Geldschöpfen.
              Wir sind schuldbeladen, glaubs mir. 😉
              Tiefenpsychologisch betrachtet sind A und D eine ganz besondere Spezies.

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              • Smarti sagt

                Herr Seevers, die Schweiz war ja immer neutral, zumindest vordergründig nicht in Kriege verwickelt. Trotzdem gibt es unter den Schweizern auch viel „Retter“ und „Vorreiter“, zwar sind sie, sehr grob gesagt, mehr gegen Ausländer als Deutschland, aber sonst ticken die genau gleich. Wie erklären Sie sich das ?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Nur die Deutschsprachigen, oder auch andere? 😎
                  Am Ende spielt auch der „Reichtum“ der Ideologen eine Rolle.
                  Je mehr reich umso mehr schlechtes Gewissen umso mehr Weltrettung. Einfach noch hinzudenken…..

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  2. Marian E. Finger sagt

    2015 hat der deutsche Durchschnittsbürger pro Jahr 63 kg Fleisch gegessen. 2025 waren es 53,2 kg. Also stimmt die Aussage „Ich esse weniger Fleisch …“

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    • Reinhard Seevers sagt

      Neee, dann müsste ja mindestens „wir“ heißen….ich gehöre nämlich nicht zum „ich“.

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    • Limes sagt

      die Aussage stimmt im Vergleich 2015 zu 2024 allerdings gab es einen Anstieg 2024 (53,2 kg) zu den beiden Vorjahre 2022 (52,8 Kilo) und 2023 (52,9 Kilo), also stabilisiert sich in den letzen 3 Jahren entgegen der landläufigen Meinungen/Erwartungen.
      Mein persönlicher Verbrauch in kg ist seit einigen Jahren altersbedingt rückläufig denn die Portionen werden mit zunehmendem Alter kleiner. Gilt auch für andere Lebensmittel, mit zunehmenden Alter ist man evtl schneller satt und statt zwei Würstchen auf dem Grill reicht jetzt eins.
      https://www.bmel-statistik.de/ernaehrung/versorgungsbilanzen/fleisch

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  3. Eckart Grünhagen sagt

    „Was nicht passt, wird passend gemacht.“

    Ich lese bei jeder Umfrage zunächst einmal den Material&Methoden-Teil, um abschätzen zu können, ob man überhaupt irgendetwas von den Ergebnissen für brauchbar halten kann.

    Auf Seite 17 zur „Gewichtung“ wird wunderbar von den Autoren selbst beschrieben, dass die Umfrage Geldverschwendung ist. Die Antworten wurden je nach Gruppenzugehörigkeit so gewichtet, dass man als unbedarfter Leser den Eindruck gewinnen soll, die Bevölkerung ganz Deutschlands verhalte sich so wie die Stichprobe der Umfrageteilnehmer.

    Dieses eigentlich miese Vorgehen wird gerne auch von Universitätslehrstühlen benutzt, um ihrer „Forschung“ mehr Nachdruck in der Öffentlichkeit zu verleihen. Zu Unrecht.

    Das Max-Rubner-Institut verzichtet auch bewusst auf statistische Tests, um Unterschiedlichkeiten im Verhalten abzusichern. Man beschränkt nur auf absolute Zahlen der „deskriptiven Statistik“. Peinlich, als glaube man dort selbst nicht den Antworten der Umfrage-Teilnehmer.

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    • Arnold Krämer sagt

      All diese Umfragen werden doch nur gemacht, um die „Umfrageindustrie“ am Leben zu halten, um Steuergeld rauszuhauen und um den Druck auf die Landwirtschaft hochzuhalten. Sie taugen nichts, auch weil in diesem Themenbereich viele Menschen das sagen, von dem sie meinen, dass es den gesellschaftlichen (besser medialen) Erwartungen entspricht.
      Folglich gibt es auch in diesem Bereich viel öffentliches Geld einzusparen und viele „Drehstuhlakrobaten“ freizustellen für sinnvollere Tätigkeiten.

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      • Eckart Grünhagen sagt

        Der Lehrstuhl von u.a. Spiller könnte meines Erachtens die Arbeit größtenteils einstellen. Jede Veröffentlichung beruht auf irgendwelchen *nicht* repräsentativen Umfragen, wobei allerdings der Anschein erweckt wird, sie seien repräsentativ. Sich selbst als Arbeitsgruppe auf LinkedIn dafür zu feiern, gehört wie selbstverständlich dazu, um Einfluss auf politische Entscheidungen zu suggerieren.

        Ok, Umfragen kann man ausschließlich im Homeoffice mit immer den gleichen Skripten auswerten. Dagegen ist die Datenerfassung im Feld Knochenarbeit.

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  4. Didier Terver sagt

    Diese Studie lässt Hoffen, für die Einen, und Angst machen, für die Anderen. Ist aber nur BlaBla.
    Der wahre Gradmesser was gekauft und gegessen wird, ist IMMER der Markt.

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  5. Georg Johann Brand sagt

    Nach der ideologisch getriebenen Abschaltung der Kernkraftwerke, zeigt sich immer deutlicher, dass die Energieversorgung Deutschlands nur mit PV und Wind nicht zu sichern ist.
    Wir werden weiterhin fossile Energieträger benötigen, zur Deckung der Spitzenlastlücke und der Winterlücke und werden immer mehr bezahlen zur Entsorgung der temporären Überschüsse.

    Es war zu erwarten, dass jetzt wieder neue/alte Schuldige für die Klimakrise gesucht und präsentiert werden.
    Wiederkäuer schaden dem Klima jedoch nicht, sie schützen es.

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    • zmp_nachfahre sagt

      Es gibt keine Klimakrise und die Wiederkäuer sind dem Klima im übrigen komplett egal.
      Daß die Protagonisten / Profiteure ihr „Narrativ“ aufrechterhalten wollen, ist aber verständlich. Es hat ja bisher auch hervorragend für sie funktioniert.

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  6. Reinhard Seevers sagt

    Die mainstream-Presse und deren wissenschaftliche Zulieferer bleiben dran. Der Rainer muss irgendwie negativ geframt werden. Dauert bestimmt nicht mehr lange, dann ist er Klimaleugner und dann Nasi. Ist der normale Werdegang heutiger Verantwortlicher, die nicht im links-grünen Strom mitschwimmen.
    https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/merz-minister-lebt-in-seiner-eigenen-welt-diese-aussage-ist-realit%C3%A4tsfern/ar-AA1Lv9Ko?ocid=msedgntp&pc=NMTS&cvid=68b54bb982a54270a63099bb0dee2968&ei=31

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  7. Sonja Dengler sagt

    62% der Menschen sollen dick sein? Ich schaue mich um und sehe: das stimmt nicht!
    Ich esse Fleisch, Wurst und Käse und Milchprodukte, wenn ich Lust darauf habe und lasse mir nicht vorschreiben, wie falsch oder angeblich richtig es ist. Solche Studien sind für unsere Gehirnwäsche gut – aber ob DAS gelingt, das halte ich für fraglich. Immer ist dabei „der Verbraucher“ oder „Der Mensch“ beschrieben und DEN gibt es ja gar nicht…. alles nur Vorbereitungen, um uns für unmündig zu erklären. Ruhe bewahren und durchhalten 🙂

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    • Lieschen Müller sagt

      Doch, sie sind dick. Hatte einen Mediationskurs: von 12 waren 10 eindeutig dick. Wenn man Filme aus den 60ern sieht, ist man erstaunt, wie dünn die Kinder sind. Oder versuche mal ein Kleid aus der Mottenkiste: passt du nicht rein. Seit den 60er Jahren hat sich die Zahl von Diabetes verzehnfacht. Und nein, dass ist nicht nur eine bessere Statistik. Diabetes kann man schon sehr lange erkennen und behandeln. Mit unbehandelter Diabetes hätte es sich in den 60ern auch schlecht gelebt.
      Passt aber nicht gut zum Thema, weil Fleisch auch nicht an der Diabetes-Situation schuld ist, sondern die insgesamt ungünstigen Ernährungsgewohnheiten.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Oder versuche mal ein Kleid aus der Mottenkiste: passt du nicht rein.“

        Ich zieh doch keine Kleider an, soweit ist es noch nicht….und der Konfirmationsanzug passt irgendwie auch nicht. Was ist nur passiert?
        Was soll die Diabetes – Diskussion, wenn sie am Ende nicht kausal mit Fleisch zusammenhängt?

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        • Didier Terver sagt

          Woher weisst du denn, das Diabetes nicht kausal mit Fleisch zusammenhängt??
          Weil Fleisch kein Zucker oder Kohlenhydrate in nennenswerten Mengen enthält?

          Jedenfalls kann Diabetes durch entzündliche Prozesse ausgelöst werden. Und Fleisch von Tieren, welche „intensiv“, also mit Getreide, gemästet wurde, hat ein umgekehrtes Omega6 zu 3 Verhältnis als „Gras-gemästetes“. In Deutsch: das eine Fleisch bekämpft Entzündungen, das Andere fördert sie. Bei Milch gilt dies noch stärker.

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          • Reinhard Seevers sagt

            https://www.dzd-ev.de/diabetes/diabetesursachen

            Die Ursachen von Typ 2- Diabetes sind vielfältig und die Ernährung nur ein Teil davon. Und vom Anteil der Ernährung ist der Fleischanteil wiederum nur ein kleiner….Im Grunde ist es auch ganz einfach: Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Wir sollen und wollen alle möglichst lange leben, deshalb wird von der PR- Seite der Marketingabteilungen, als auch von staatlicher Seite Druck ausgeübt. Steuerung aufgrund von Umsatzerwartung und gleichzeitig möglichst vielen „Einzahlern“ für die Sozialkassen. Wer länger arbeitsfähig ist, der kann länger gemolken werden. Freiheit des Individuums wird durch Paternalismus aus mehreren Richtungen eingeschränkt. Der Bürger muss fit gehalten werden, damit andere davon profitieren.✊

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      • zmp_nachfahre sagt

        Ich habe auch den Eindruck, daß die mittelalten dicken Frauen und auch dicke Kinder zunehmen. Das sind aber nicht unbedingt die Gruppen, die im großen Stil Steaks vertilgen – das wird andere Ursachen haben…

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  8. Smarti sagt

    In meinem „anderen Leben“ zum Geld verdienen – also wo die Leute nicht wissen, dass unsere Familie Milchkühe hält – habe ich schon länger beschlossen, nichts mehr vom geliebten Beruf zu erzählen. Warum ? Ich möchte den Leuten freundlich und aufgeschlossen entgegenkommen, und das geht nicht mehr, wenn ich mit deren Knuddelmuddelfakten konfrontiert werde.

    „Ich bin so froh, dass Du einen Biobetrieb hast, esse auch nur Biofleisch, denn da dürfen die Kälber nicht von der Mutter getrennt werden“ – das sei so schrecklich, die armen Kälbchen aus der Massentierhaltung, direkt nach der Geburt alleine in die Plastikiglus und dann bis zu ihrem viel zu frühen Tod dort ohne echte Milch eingesperrt“. Aussagen einer Schweizerin, durchmischt Mutterkuhhaltung mit Milchviehhaltung… wohnt ländlich, hat einen Hund, Psychologin und Heilpraktiker, durchaus erfolgreich…sie habe das mit der Nutztierhaltung schon im Studium so gelernt, kenne sich gut aus. Nein, so etwas muss ich mir nicht mehr geben ! Das ist kein Einzelfall ! Um trotzdem mit solchen Leute auszukommen, sage ich nur noch, dass ich ein Pferd habe.. das ist dann kein Problem.
    Die Website vom Hof ist vom Netz, so lebt es sich viel ruhiger.
    Gleichzeitig bewundere und bemitleide ich junge Landwirte, die frisch in die Direktvermarktung einsteigen, sich mega verschulden für neue Ställe, Lehrlinge ausbilden… so vieles ausprobieren. Ja, auch das gibt es noch, das kann ich nicht mehr verstehen 🙁 ,
    Würde am Liebsten alle warnen vor dieser schizophrenen Gesellschaft, deren Regierung mit Gesetzen und Beamten die Landwirtschaft tatsächlich gleichzeitig fördert und vernichtet.
    Wenn ich etwas nicht gut heisse, dann konsumiere ich es nicht. Punkt. Ich gehe nicht weniger auf Kreuzfahrtschiffe. Ich trage nicht weniger Billigkleidung, ich trage zweite Hand.
    Ich kaufe keine Schnittblumen im Laden, weil sie im Garten wachsen. Ich kaufe nicht weniger Tomaten aus Spanien – entweder sie kommen aus dem Garten oder aus Deutschland.

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    • Lieschen Müller sagt

      Ich denke, bei Fleisch kann man schon „weniger“ essen. Man kann ja auch weniger Alkohol trinken, nachdem man vielleicht eine Phase mit „täglich 2 Glas Wein“ hatte. Essen an sich muss man, da man sonst verhungert. Kreuzfahren und Schnittblumen sind und bleiben eine Art Luxus. Ich esse nicht so gerne Wurst, da sie sehr salzig ist. Das ist kein Vorwurf, ich weiß, dass es sich sonst nicht hält. Fleisch an sich esse ich.

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      • Smarti sagt

        Lieschen Müller, klar können Sie „weniger“ von irgendwas konsumieren. Aber das bedeutet ja, dass Sie „mehr“ aus diversen Gründen nicht gut heissen, (vielleicht auch, weil Ihnen tagtäglich jemand erzählt, dass Fleisch „böse“ ist ?). Warum müssen dann dauernd Studien und Artikel für „weniger Fleischkonsum“ erscheinen ? Ich denke aus dem Grund, um Themen zu finden, von den wirklichen Problemen abzulenken.
        Wie einfach ist es, Menschen zu trainieren, das „richtige“ anzukreuzen.
        Und steht das Kreuzchen dann mal, dann kann wieder jeder „mehr“ oder „weniger“ Fleisch essen, ganz wie ihm beliebt. Bis dann höhere Steuern gefordert werden, auf Tabak, Alkohol, Fleisch, Milch, Strom… die Leute wollten das doch so, schaut doch mal in die Umfragen… ( Ironie ).

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        • Reinhard Seevers sagt

          Smarti, das Witzige an diesen Aussagen ist auch immer, dass jeder eine andere Vorstellung von mehr oder weniger hat. Allein das ist ja bereits eine schizophrene Diskussion. Am Ende sollen alle einen Oura-Ring kaufen und tragen, damit die KI Zugriff auf dein Verhalten und deine Daten hat. Soylent green und Georg Orwell lassen grüßen. 😎

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          • Thorens sagt

            Angesichts der offenbar vielen pay back-Nutzer bekommt man den Eindruck, dass den meisten sogar eine noch weitgehendere Gläsernheit wurscht wäre, solange man sie meinen lässt, sie trügen einen, wenn auch noch so kleinen Vorteil dabei nach Hause. Persönlich habe ich die Hoffnung verloren.

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    • Bergamasca sagt

      „durchmischt Mutterkuhhaltung mit Milchviehhaltung…“
      Smarti, ich bin gerade in Deutschland zu Besuch, habe auf einer Packung Milch aus höchster Haltungsstufe genau diese Aussage gefunden. Dass diese Milch nicht nur von weidenden Kühen stammt, sondern dass außerdem auch die Kälber bei der Mutter bleiben dürften. Wie kann es sein, dass man so etwas behaupten darf? Leider weiß ich den genauen Wortlaut nicht mehr, vielleicht war die Formulierung ja auch verschleiernd.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Provieh, bzw. Naturland und Bioland werben mit kuhgebundener Kälberaufzucht und Milch aus dieser Produktion. Ist doch nichts Neues….Ist doch lediglich eine Definitionsfrage über die Dauer des bei der Kuh verbleibenden Kalbes. Je länger desto lieb…oder desto mehr Weltrettung. Heiteietei wird gekauft, alles hat seinen Markt.

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      • Smarti sagt

        Bergamasca, es gibt ein paar Milchviehhalter, welche aus ethischen Gründen das Kalb nicht nach der Geburt absetzen und von Hand aufziehen, sondern zwei bis drei Tage ganz und danach 2 x täglich stundenweise zur Kuh lassen. Für den Betrieb ist das finanziell ( deutlich weniger verkaufsfertige Milch ) und zeitlich ( viel Fachwissen nötig, jeder Melker muss jede einzelne Kuh kennen und handeln können ) eine Minusrechnung. Oft machen dies Betriebe wie Direktvermarkter, die sich so von der Masse absetzen wollen oder sie finanzieren dies mehr schlecht als recht durch Spenden oder Kälberpatenschaften. Demeter verkauft solche Milch aus Kuhgebundener Kälberaufzucht, gerade laufen hier auch Vorträge darüber, um dies als „Fortschritt“ zu propagieren.
        In meinen Augen ist das nur ein weiterer Schritt in die Sklavenhaltung der Landwirte – immer mehr müssen gegen immer weniger Freiheit.

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        • Bergamasca sagt

          Danke Smarti. Sie verstehen es immer sehr gut, ausgehend von einer ganz konkreten Frage einen analytischen Blick auf das Ganze zu werfen und diesen auch verständlich zu vermitteln. Ich mag Ihre Kommentare sehr.

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  9. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Erstaunlich (bzw. erschreckend) finde ich wie viel Institute (hier wieder ein bundeseigenes) es gibt die sich um uns sorgen und uns die Welt erklären .
    Wahrscheinlich sollen sie mehr den Politikern die Welt erklären.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Dieses Volk MUSS gesteuert werden, es ist aus der Sicht der Paternalisten nicht selbst denkfähig.
      Individualismus und Eigenverantwortung werden verwechselt.

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    • Fleisch ist nur Eiweißträger und gehört deswegen in unsere Nahrung.
      Man könnte es auch mit Käse oder Eiern ersetzen.

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    • Arnold Krämer sagt

      Umfragen, um …….“den Politikern die Welt (zu) erklären“. Und die „Umfrageindustrie“ mit Steuer- und NGO-Geld am Laufen zu halten.

      Wenn jetzt für Herrn Habeck eine 25-Jährige über Liste in den BT nachrückt, die keinen Beruf hat, nur im Politikbetrieb tätig war, dann ist der z.B. grundsätzlich eine Menge zu erklären. Und das ist ja kein Einzelfall. Aber solche Personen haben im jungen Alter meist schon ein festgefügtes Weltbild. Wobei wir wieder beim Thema von gestern wären.

      Die Parlamente müssen drastisch reduziert und gleichzeitig verkleinert werden, dann kann eigentlich auch nicht mehr soviel gesetzlich Überflüssiges, Lähmendes, Widersprüchliches, Falsches und Fehlerhaftes „produziert“ werden.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Onlinebefragungen sind heute schon ein Gradmesser für politische Entscheidungen. Die Volksverblödung hat das Endstadium erreicht.
      Man sollte die Verringerung des Fleischkonsums vielleicht in direktem Zusammenhang mit Verdummung sehen, das wäre auch Mal interessant.😎

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      • Pälzer Buh sagt

        „Zusammenhang mit Verdummung sehen, das wäre auch Mal interessant.“
        Es gibt Studien die das Belegen, gerade im Kleinkind bis Erwachsenen Alter. Herr Pollmer hat darüber berichtet. Finde das Video hierzu aber nicht.

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    • Pälzer Buh sagt

      Der BMI ist eine Lüge! Muskelmasse ist 3× schwerer als Fett, aber auch das Skelett spielt eine Rolle. Alles Tatsachen die im BMI nicht enthalten sind.

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    • Lieschen Müller sagt

      Ja. Das Dicksein liegt aber nicht an der Menge des Fleischkonsums. Viele sind zu dick, weil sie sich angewöhnt haben, viel zu viel zu essen. Und bei vielen ist durch 20 Jahre Fehlernährung das ganze System durcheinander.

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        • Lieschen Müller sagt

          Ja, schlimmer geht immer. Der Präsident von Papua-Neuginea sagte in einem Interview: „wir müssen mit der Ernährung anfangen, schauen sie sich das Volk an, damit kann man keine Fortschritte erreichen.“ Er meinte Fortschritte in Richtung sozialer Gerechtigkeit, Umweltschutz und Bildung. Im Sinne von Zufriedenheit für alle.
          Wenn die Diabetes-Medikamente zu teuer werden, heult das Volk auch wieder. Mit unbehandeltem Diabetes sinkt die Lebensqualität und die Lebenserwartung recht schnell.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Fassen wir zusammen:
            Diabetes hat nichts mit Fleisch zu tun.
            Dicksein hat nichts mit Wohlstand zu tun (Papua – Neuginea steht auf Platz 110 der IWF- BIP- Liste)
            Was also sind die Ursachen und warum muss unsere Landwirtschaft diese ständige Diskussion führen?

            Ich hab da auch noch eine Frag: Warum kann man die Menschen nicht an den Kosten für ihre Gesundheit beteiligen, damit sie ein Gefühl für Gesundheitskosten bekommen?

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            • Lieschen Müller sagt

              Die Ausgangsfrage war: Ist die Aussage „ich esse weniger Fleisch“ wahr oder falsch. Daraus ergab sich die Diskussion, ob die Menschen nun dick seien oder nicht. Die Menschen werden an den Gesundheitskosten beteiligt, wir zahlen alle in die Krankenkassen ein. Alleine kann keiner das Risiko tragen. Jetzt muss das System fein abgestimmt werden: wenn alle rauchen und fressen und Motorrad fahren, kippt das System. Wenn sich alle wegen Burn-out ein halbes Jahr krank schreiben lassen, kippt das System. Wenn Pharmaindustrien unglaubliche Rendite verdienen wollen, kippt das System. Wenn Ärzte betrügen, kippt das System. Wenn Bürokratie überhand nimmt, kippt das System. Sie sehen also, es ist ein kontinuierlicher Abstimmungsprozess notwendig. Bei der Altenpflege merken die Menschen die Kosten recht konkret: die Pfleger verdienen endlich über Mindestlohn, die Unternehmer wollen Rendite -> und schon kostet der Eigenanteil im Monat 3000 Euro.

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              • Reinhard Seevers sagt

                „Die Menschen werden an den Gesundheitskosten beteiligt, wir zahlen alle in die Krankenkassen ein.“

                Nein?…..5,48 Millionen Sozialgesetzbuch-Berechtigte werden von den Steuerzahlern getragen.

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              • Peter sagt

                „wenn alle rauchen und fressen und Motorrad fahren, kippt das System. “ Sehr gut!… machen „wir“ was anders: alle kiffen, werden Veganer und fahren nur noch ÖPNV. Wird „das System“ damit stabiler?

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            • Arnold Krämer sagt

              Ein erster Schritt wäre es, allen behandelten Menschen zumindest die Abrechnungen der Ärzte und Krankenhäuser in Kopie zukommen zu lassen. Privatpatienten incl. der Beamten kennen das.

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              • zmp_nachfahre sagt

                In Frankreich ist das generell so – und das ändert auch das Auftreten der Ärzte den Patienten gegenüber…

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              • Smarti sagt

                Herr Krämer, in der Schweiz bezahlt jeder Arbeitnehmer die Krankenkasse selber und wählt die Höhe der Franchise. Dann kriegt man die Abrechnung vom Arzt, bezahlt sie und reicht sie bei der KK ein. Selbstbehalt je nach Vertrag, aber mind. 10 %, bis 700.- Franken pro Jahr selbst bezahlt sind.

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              • Limes sagt

                ja das wäre sehr gut.
                Besonders wichtig die tatsächlichen Kosten der Massnahme und nicht irgendwelche Aufgliederungen der Leistung nach gesetzlich und privat versichert.
                Kostentransparenz wird aber nicht kommen denn dies würde zu Schockwellen und deutlichen Beitragssteigerungen bei den gesetzlichen führen.
                Lieber weiterwursteln ohne Transparenz so ist es gewollt.

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  10. Werner Knödler sagt

    Nur die Ladenkasse liefert belastbare Aussagen.
    Zu solchen Themen sind Umfragen nicht notwendig.

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  11. Frikadellen piet 46 sagt

    moin ich esse gerne Fleisch vom Metzger aus dem Ort und weiß auch woher er das bekommt, schönen Tag

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