Bauer Willi
Kommentare 33

Merkel´s Meinung zur den Ergebnissen der Zukunftskommission Landwirtschaft

Hier die Erläuterungen von Prof. Strohschneider und die Antwort von Angela Merkel anlässlich der Übergabe der Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft

https://www.bundesregierung.de/breg-de/mediathek/-ein-bedeutsamer-tag-fuer-die-landwirtschaft–1940022

Bildquelle: bundesregierung.de

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33 Kommentare

  1. sonnenblume sagt

    Auch die Wissenschaft ist uneins wie es weiter gehen könnte und was richtig ist. Meinungen von Prof. Ströbel und Prof. Hess. Heute in Agrar heute.

  2. Asphaltpflanze sagt

    Prof. Dr. Strohschneider hat sich mit dem Thema “Alternatives Erzählen. Interpretationen zu ‚Tristan‘- und ‚Willehalm‘-Fortsetzungen als Untersuchungen zur Geschichte und Theorie des höfischen Romans[” habilitiert. Das qualifiziert ihn eindeutig für das Amt des Vorsitzenden der Zukunftskommission Landwirtschaft. Der Mann ist zuständig für Märchen und Mythen.

  3. Optimist sagt

    Danke, Bauer Willi, fürs Verlinken und zur Diskussion stellen! Ich bin allerdings ein wenig enttäuscht, dass die bisherigen Kommentare gar so intuitiv ausfallen… Ist es denn nicht grundsätzlich so, dass wir alle ein Riesenproblem haben? Ansprüche (der Verbraucher?) und Realität (für die Landwirtschaft?) klaffen weit auseinander. Die letzten Jahre/Jahrzehnte hat die Wertschätzung für Lebensmittel so stark abgenommen, dass es zum Heulen ist! Ich muss nur einen Blick in die Supermarktregale werfen, um das zu erkennen. Zugleich steigen die Anforderungen und der Bürokratieaufwand für die Landwirte in Dimensionen, die schon fast das Einstellen einer Bürokraft erfordern… Die Umweltprobleme haben wir noch obendrauf. Der Trend der letzten Jahre war ja eher der, dass man Probleme für die Umwelt “erkannt” hat, und daraufhin reflexartig die Landwirte “zur Verantwortung” gezogen hat — ohne zu berücksichtigen, dass der Landwirt nur das letzte Glied der ganzen Kette ist… Verantwortung wurde hier eigentlich nur abgeschoben, nicht übernommen.
    Es ist leider so, dass wir beim Nachdenken über viele unserer Probleme im Zusammenhang mit Tierhaltung, Tierwohl, Umweltwirkung, menschenverachtende Arbeitsbedingungen für Schlachthofmitarbeiter usw. immer wieder an den gleichen Punkt gelangen: Der Fleischkonsum ist zu hoch, zu gedankenlos, zu billig – die Landwirte sollen für alles Verantwortung übernehmen, ohne jedoch eine Wertschätzung ihrer Arbeit zu erhalten… richtig Geld verdienen “die anderen”… und in letzter Konsequenz haben wir auch zu viele Tiere auf zu engem Raum.
    Ich sehe dieses Papier und die Veröffentlichung als ersten richtigen Schritt in die richtige Richtung. Als langfristig angelegten Fahrplan für einen notwendigen Umbau, und zwar entlang der gesamten Kette, vom Landwirt bis zum Verbraucher. Als erste nach außen getragene Information an “den Bürger”: “Es muss sich etwas verändern, so kann es nicht weiter gehen!” Ich kann nicht laut nach mehr Tierschutz rufen und dann die billigsten Eier und Produkte kaufen… das ist schizophren! Hier muss etwas passieren, auch in den Köpfen “der Verbraucher” / unserer ganzen Gesellschaft!
    So ein Umbau geht nicht von heute auf morgen. So ein Umbau erfordert auch Umdenken auf allen Seiten. So ein Umbau wird dem einen oder der anderen tatsächlich auch einiges abverlangen und womöglich weh tun! Aber der Umbau ist nötig und aus meiner Sicht unumgänglich! Und es ist gut, dass dies einmal so halbwegs klar und deutlich öffentlich gesagt wird, lest zumindest mal die Zusammenfassung zu Beginn des 200-Seiten-Papiers. ( https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/abschlussbericht-zukunftskommission-landwirtschaft.html )
    Anstatt hier auf einzelne Äußerungen verbal einzudreschen sollten wir lieber darüber nachdenken, welche Rolle wir in diesem Schauspiel einnehmen… wo wir uns ggf. an geeigneten Stellen konstruktiv einbringen können.
    Und dann warten wir mal ab, der Umbau startet ja erst – geben wir dem Vorhaben eine Chance, auch wenn uns die Erfahrung lehrt, dass wir häufig schon enttäuscht waren, wenn auf große Worte keine vernünftigen Taten gefolgt sind, noch dazu, wenn jetzt die alles-lähmende-Zeit der Bundestagswahlen und Neusortierung ansteht. Jedenfalls ist der erste Schritt gemacht.

    • Reinhard Seevers sagt

      Zitat Optimist: …”Und dann warten wir mal ab, der Umbau startet ja erst – geben wir dem Vorhaben eine Chance, auch wenn uns die Erfahrung lehrt, dass wir häufig schon enttäuscht waren, wenn auf große Worte keine vernünftigen Taten gefolgt sind,…”

      Worauf und wie lange muss und darf ein Landwirt auf die Frage der Zukunftsgestaltung seines Betriebes warten? Ich lese eine Art verordnete Nettigkeit verbunden mit einer Unterwerfung in der Aussage. Wenn die Zahl der Betriebe nochmals halbiert ist, wird das Verhandeln für alle leichter oder? Warten, warten, noch mal warten….bis wann und auf wen?
      Es wird keine konkreten Vorgaben geben. Und Förderprogramme werden so restriktiv gestrickt werden, dass sie nur wenige Abnehmer finden werden. Standorte für Stallungen sind jetzt bereits rar gesät und vermehren sich nicht einfach so. Realität und Wunschdenken kollidieren in Dauerschleife….das wird sich auch nicht ändern.

      • Inga sagt

        Landwirtschaft kann man doch nicht mit irgendeiner Brache vergleichen, wie Herr Hengstenberg formulierte!

        So ist es richtig,
        dass die Umstellungen betriebswirtschaftlich relevant bleiben müssen und die Gelder dazu auch aus den Umwelt- und Gesundheitsministerein kommen sollten.
        Sie profitieren ja daraus!

      • Optimist sagt

        Zitat Reinhard Seevers: “Ich lese eine Art verordnete Nettigkeit verbunden mit einer Unterwerfung in der Aussage.” ???!!! isjetznichdeinernstoder?!!!!!

        …schade! Ich dachte, wir können hier SACHLICH diskutieren, Meinungen austauschen, Denkanstöße geben… aber hier gewinne ich den Eindruck, dass GENAU DAS NICHT erwünscht ist. Dann halt nicht…

        • firedragon sagt

          “Optimist”,
          Du widersprichst Dir in Deinem Kommentar vom 08. doch irgendwie selber …
          ” … geeigneten Stellen konstruktiv einbringen können. …” – dem einzelnen Betrieb wird nichts anderes übrig bleiben (wie seit jeher), um einigermaßen unbeschadet durch dieses “Schauspiel” zu schippern.

  4. A. Kellner sagt

    Beim Treffen von Frau Merkel mit ca. 40 Organisationen aus dem Bereich Landwirtschaft (wirklich?) im Dezember 2019 haben sich alle “verarschen” lassen. Denn nur dazu war das ganze angelegt und dieses Papier ist dabei herausgekommen. Wer noch nicht weiß was Sache ist kann das hier sehr eindrucksvoll nachlesen:
    https://www.tichyseinblick.de/wirtschaft/merkel-schmeichelt-bauern-die-landwirtschaftspolitik-aber-bleibt/
    Ach, Herr Kremer-Schillings, waren sie nicht auch dabei?

  5. Ferkelhebamme sagt

    Was ist eigentlich, wenn die Verbraucher partout nicht mitspielen?
    Die aktuelle Realität sieht nämlich so aus, dass Tönnies Strohschweine gerade schiebt und nicht abholt. Will keiner haben…
    ITW Schweine sind auch überzeichnet.
    Ohne politischen Zwang wird das nichts

    • sonnenblume sagt

      Das ist doch das Dilemma. Verordnet wird was das Zeug hält und danach fühlt sich niemand mehr zuständig.
      Es soll doch niemand sagen, dass man diese Entwicklung nicht vorher sehen konnte.
      Da kommt dann nur noch Gesülze und Blabla. Uns stehen noch schwere Zeiten bevor.

    • sonnenblume sagt

      Was sollte die Politik denn zwingen wollen? Sie wird dem Handel und der Verarbeitung keine Zügel anlegen können. Und der Verbraucher? Wie staatliche Verordnung beim Volk ankommt haben wir in den vergangenen Monaten gesehen. Die Energiewende erfordert schon viel Kraft und dann auch noch die Ernährung umstellen? Ich glaube, dass man damit den Bogen überspannen könnte.

      • oberländer sagt

        Das glauben an das ökolokloogische Gewissen der Verbraucher
        wird es schon richten .
        Wir sollen doch ökologloogisch seelig werden und nicht immer nur
        an das Geld denken , das sollen die anderen bekommen .

        Ironie Ende.

      • Inga sagt

        Die Ernährung umstellen, das könnte der Handel übernehmen. Hat er nicht mit der farbigen Ernährunspyramiede schon damit angefangen?
        Er müsste dran bleiben und vom Gesundheitsamt nach Effektivität gefördert werden.

        • Reinhard Seevers sagt

          Nee Inga, die Digitalisierung wird uns helfen.
          Demnächst musst du deine ID-Karte einlesen lassen. Darauf ist dein persönlicher Gesundheitsstatus und deine Risikoeinstufung eingespeist. Du musst lediglich dein aktuelles Gewicht eingeben und los geht’s. Wenn du zu viel rote Lebensmittel im Wagen hast, oder dein Kalorienbedarf gedeckt ist, ertönt ein lautes Warnsignal und die rote Signallampe am Einkaufswagen leuchtet auf. Dann weißt du und alle anderen Kunden: jetzt ist aber genug!
          Isset nich schön in der neuen Welt?😎

          • Inga sagt

            Das ist ja die Erweiterung von der bunten Ampel oder Pyramide.

            Und wenn ich nur alle 6 – 14 Tage einkaufen fahre und zwar für die ganze Familie?

            Und wenn ich Gemüse, Obst und Eier beim Direktvermarkter kaufe?

            Na ja, das müßte dann auch auf der ID-Karte stehen.

            Dann müßte die das Essengehen auch erfassen, oder?

            Ein großes Eis am Nachmittag auch?

            Arme Eisdielen!

  6. Mark sagt

    Den entscheidenden Satz bringt Strohschneider ab min 7:00. Die (angebliche) Begründung für die Notwendigkeit der Transformation. Diese ist das unumstössliche Dogma des Papieres, das darf auch nicht hinterfragt werden.

    • Thomas Apfel sagt

      “Die angeblichen 98 Mrd. “Schaden” den die Landwirtschaft erzeugt werden Dir, liebe Gesellschaft, erspart. Rund 6.000 €/ha jedes Jahr, da muss man so einen Wirtschaftszweig doch abschaffen! Wie sagt Prof. Strohschneider: mit ein paar Eure mehr für den Umbau kann dieser Schaden abgewendet werden.
      Welcher Dämlack errechnet denn solchen Unsinn ? Da wird irgendeine Zahl (möglichst hoch) in den Raum geworfen und alle sperren die Mäuler auf und Keiner widerspricht.
      Warum nicht nächstes mal gleich 10.000 €/ha ? Gebt uns doch einfach 3.000 je ha fürs Nixtun, dann machen wir wenigstens keinen Schaden und Alle sind zufrieden und “die Gesellschaft” hat jedes Jahr fast 50 Milliarden Schaden vermieden.!
      Gehts eigentlich noch maßloser und dämlicher ????

      • Schmeckt gut sagt

        Die Politik meint halt, der Wähler ist genauso bekloppt, wie die Bauern, die diesen dämlichen Zahlen nicht widersprechen können, weil sie mundtot gemacht werden. Wenn sich die “Angsthasen” von Politikern sich da mal nicht irren. Der Wähler hat schon oft anders angekreuzt als vorhergesagt. Ich hoffe, dass immer mehr Wähler den Irrsinn durchschauen.

      • Reinhard Seevers sagt

        Genau das hab ich auch gedacht Thomas. Es werden gesundheitliche Folgekosten der Landwirtschaft angelastet, weil zu viel Fleisch erzeugt und sogar gegessen wird. Das wird monetär bewertet, dann wird davon ausgegangen, dass in der Landwirtschaft 4.0 nur “gutes” produziert wird und der Bürger dadurch automatisch gesund bleibt oder wird. Die geringeren Folgekosten können dann als Subvention den Bauern gezahlt werden….das ist nicht mal eine Milchmädchenrechnung, das ist bulshit in höchster Potenz.
        Ich würde dagegen rechnen, dass jeder Mensch, der durch gesunde Lebensweise noch 10Jahre länger lebt, die Gesundheitskosten in exorbitante Höhen katapultieren wird, es sei denn er arbeitet evtl. bis zum 80. Lebensjahr durch.
        Denn es ist ja bereits erwiesen, dass die Gesundheitskosten exponentiell mit dem Alter steigen…..achnee, die sind dann ja alle so gesund, wegen des halben Fleischverzehrs.
        Hoffentlich saufen die dann nicht mehr.😎

  7. Schorsch Summerer sagt

    Irgenwie erinnert mich das ganze an die Vorstellung und Einführung der Direktzahlungen. Kaum waren sie das erste mal ausgezahlt setzte eine allgemeine Demenz ein und keiner der Politiker konnte sich mehr erinnern was der Grund für die Direktzahlungen war.
    Das wird hier vermutlich auch wieder so sein.

  8. Reinhard Seevers sagt

    Wie sagte Strohschneider: Die Senkung der Produktivität muss mit finanziellen Mitteln kompensiert werden?
    Na dann……Angie sagte: …dann machen wir ein schönes Foto!
    😎
    Neee wie isset schön, alle sind zufrieden ob der Weltrettung. 😁

  9. sonnenblume sagt

    Merkel bekommt die goldene Ehrennadel der Landfrauen.
    Irgendwie passe ich wohl nicht mehr in die Zeit, oder mir fehlt der Blick für´s große Ganze.

    • Heike Müller sagt

      Für die Landfrauen hatte Merkel in der Tat immer mehr übrig als für die Bauern, zumindest in den letzten Jahren. Insofern ist diese Nadel zu vertreten.
      Aber uns Delegierten wurde gestern zum wiederholten Male deutlich gemacht, dass es in den meisten Landfrauenverbänden nur noch 10 % mit landwirtschaftlichem Hintergrund gibt (In MeckPomm übrigens auch). Und da der dlv sich auch die Ernährungsbildung auf die Fahne geschrieben hat, wurde auch ein Positionspapier zum nachhaltigen Fleischkonsum verabschiedet. Da stehen viele vernünftige Dinge drin, wie Wahlfreiheit beim Essen, höhere Wertschätzung für Fleisch. Aber eben auch ein Eingeständnis, dass zuviel gegessen wird und dass es nicht nachhaltig ist. Es gab eine kontroverse Diskussion und etliche Gegenstimmen, aber es wurde verabschiedet. Und die meisten der Landesvorsitzenden haben einen landwirtschaftlichen Hintergrund und Vieh in den Ställen zu stehen…
      Wir haben hier im Osten nur noch 0,4 GV/ha! Und der Exodus geht weiter!
      Aber vielleicht bin auch ich eine alte weiße rückwärtsgewandte Frau, die nur noch den Kopf schüttelt über viele Entwicklungen…
      Das Zukunftspapier ist im Übrigen auch von AbL, BDM und LsV mitunterzeichnet worden. Und wenn man die Forderung “keine Verdrängung von Produktion ins Ausland” ernst nimmt, kann man die anderen Punkte gar nicht umsetzen.

      • firedragon sagt

        “… in den meisten Landfrauenverbänden nur noch 10 % mit landwirtschaftlichem Hintergrund gibt…”, wenn überhaupt. Die richtigen Landwirtinnen oder des Landwirtsfrau sind, entgegen allem Quotengedöns, damit beschäftigt die Betriebe am Laufen zu halten.

        “… Wahlfreiheit beim Essen, höhere Wertschätzung für Fleisch …” lernt man im Elternhaus, für gewöhnlich. Und so lange verschwiegen wird, dass für das kleinste Fitzelchen Wurst ein ganzes Tier starb, wird das nichts mit der Wertschätzung.

      • sonnenblume sagt

        Zugegeben, mein Blickwinkel geht vom Betrieb aus und weniger als Frau vom Land. Unsere Existenz ist durch das ganze politische herumlavieren mit vielen Fragezeichen versehen. Dann wird man sehr sparsam mit Lob.

        • Inga sagt

          Richitg,
          uns im unklaren lassen, damit wir von Hoffnung, aber ohne Zukunftsperpektive leben können.

          Da muß Klartext geredet werden
          und die Julia Klöckner an ihre Rede festgenagelt werden.

      • Inga sagt

        “es in den meisten Landfrauenverbänden nur noch 10 % mit landwirtschaftlichem Hintergrund gibt ”

        Aber die Landfrauen waren doch schon immer verantwortlich für die Dorfentwickliung.
        Nun entwickeln sich die Dörfer eben anders, als früher, als noch 90% der Landfrauen ladw. Hintergrund hatten.

        Aber es muß immer noch erlaubt sein, mit dem Miststreuer oder Güllefaß durchs Dorf fahren zu können und das Hahnengeschrei wie auch das Kirchtumgelaut so wie so!

        Wer war denn eher da,
        die Bauern oder die ausderStadt in der Neubausiedlung?
        Wer muß sich wem anpassen?
        Wer hat die älteren Rechte?

    • Inga sagt

      Ob sie die ganz vorne in ihre Vitrine ausstellt, damit sie jeder sieht?

      Ob sie sich Gedanken darüber macht, wie bedeutend das Land für unsere Kultur ist?

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