Bauer Willi
Kommentare 35

Mehr Zuckerkonsum durch Klimawandel

Die Überschrift klingt erst einmal merkwürdig. Wenn man die Studie aber dann liest, so ist es eher banal: je wärmer es wird, umso mehr wird getrunken. Da die Studie in den USA gemacht wurde, handelt es sich bei den Getränken um gesüsste und/oder geeiste Getränke.

https://www.nature.com/articles/s41558-025-02398-8

Was die Studie noch untersucht hat: den Einfluss der Bildung auf den Konsum von gesüssten Getränke. Ergebnis: Je geringer der Schulabschluss, umso höher der Konsum. Und schließlich fand noch eine Differenzierung nach Ethnie (weiß, schwarz, asiatisch)  statt. In Deutschland wäre eine solche Differenzierung wohl kaum denkbar.

Fazit der Studie: mit steigenden Temperatur wird der Konsum von gesüssten Getränken weiter zunehmen.

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35 Kommentare

  1. Ex-Baumschuler sagt

    Dazu möglichst kurz, was mir beim Überfliegen der Studie aufgefallen ist:

    – Mit „Klimawandel“ hat die Studie nichts zu tun, denn sie beobachtet noch nicht mal die Temperaturen, mit denen sie sich zentral beschäftigt, im Zeitverlauf. Den Begriff verwendet sie nur, um Aufmerksamkeit und Projektmittel zu bekommen.

    – Fun Fact: Mit dem ergatterten Geld lizensierten die Forscher die Nutzung kommerzieller, ebenfalls irgendwie ergatterter Kreditkartendaten, die beim Soda-Kaufen im Drive-In so ziemlich jeder US-Ami verschleudert, und die in der Studie ausgewertet werden. (Steht doch im Kleingedruckten.)
    Die Wetterdaten sind davon unabhängig, aber beim bargeldlosen Kauf werden nicht nur Produkte und ID, sondern auch Location übertragen und gespeichert. Tolle Wurst! Zum digitalen Geld kommen wir gleich noch.

    – Die Datensätze reichen von 2004 bis 2023, das ist ordentlich, aber dann stellten die Forscher – vermutlich bestürzt – fest, dass unerwartete Anomalien, Datensprünge auftraten, die ihren Forschungsannahmen, dem vorgesehenen Modell, dem Konzept und letztlich auch dem veröffentlichten Fazit (sic) der Studie zuwiderliefen.
    Daher wurde der Untersuchungszeitraum auf bis 2019 begrenzt, als Erklärung wurde irgendwas mit Covid gemutmaßt, aber nichts untersucht. Nicht passende Daten wurden einfach ausgelassen.

    – Die 2025 veröffentlichte Studie entspricht auch deswegen nicht dem aktuellen Stand – bzw. wird rasch an Relevanz verlieren – weil im selben Jahr Präs. Trump und Gesundheitsminister RF Kennedy an die US-Regierung gekommen sind, und beide sind komplett gegen zuckerhaltige Beverages (in den USA Soda genannt) eingestellt.

    Kennedy war wohl auch mal so Lauch wie Klaubauterbach mit Bauch, aber jetzt hat er als Siebzigjähriger eine Bodybuilder-Figur und sieht fast filmreif aus. Ich find’s eine attraktive, innovative Idee für einen Gesundheitsminister.
    Trumpy dagegen hat’s noch nicht kapiert und hat jetzt von Coca-Cola verlangt, sie sollten die Süßung von Glukosesirup (aus US-Mais) auf „mexican“ Rohrzucker umstellen.
    In den USA geht’s jetzt Sodas an den Kragen. „Soda“ werden in den USA die meisten zuckerhaltigen Industrie-Softdrinks genannt.

    – Dazu kommt, dass bereits 12 US-Staaten die Ausgabe von Sodas gegen „Lebensmittelkarten“ nicht nur eingeschränkt, sondern eingestellt haben, alle bereits ab 2026. – 8-9% des Lebensmittelumsatzes sollen über das SPAN-Programm finanziert sein. – Die betroffenen Unterschichten und unteren Mittelschichten (oft in Campingwagen, obwohl teils arbeitend) bekommen kein Soda auf Karte mehr.

    Vorher bekamen sie schon keinen Tabak, Alkohol oder warme Speisen (das ist Bundesrecht) „auf Karte“, und jetzt kommen zuckerhaltige Getränke (über „Waivers“, Landesrecht) zusätzlich auf die Verbotsliste.

    – In der Studie werden die Zusammenhänge zwischen Temperatur und Zuckerkonsum korreliert, wie sie im vorsätzlich begrenzten Zeitraum herstellbar sind. Nach dem „Daten-Cut“ 2019 aber haben sich viel turbulentere Änderungen ergeben, als sich aus dem vorbildlich linearen Datenverlauf des ausgewählten 15-jährigen Zeitfensters ergeben. – Ist das schon selektive Wissenschaft oder nur ein Hang zu alter Mode?

    P.S.: Sorry, kürzer ging’s nicht. Habe vorher drei Entwürfe dafür aufgegeben, immerhin.

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Es war …
      Wir hatten doch rausgearbeitet, das Agrarprodukte im wesentlichen CO² neutral sind.

      So zieht ein Fehler weitere nach sich.
      Grüße
      Nicolai

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  2. evonik sagt

    Interessant ist für mich die Graphik mit der ethnischen Auswertung:

    Besonders bei den Asiaten. Dort steigt der Zuckerverbrauch bei höheren Temperaturen nicht an. Kontrollieren die sich selber besser oder haben die eine Abscheu vor Süßem? Da erinnere ich an eine Beobachhtung in der Fressmeile:

    6 Asiaten ( wahrscheinlich Chinesen 5m, 1w) essen alle Reis mit Fleisch.

    Black peoples scheint es bei 15 Grad noch kalt zu sein.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sich über ethnische Ernâhrungsarten und -weisen überhaupt vergleichend zu befassen, ist irgendwie gaga….oder kurz gesagt, Unsinn, weil unsinnig, finde ich.

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      • Industriezucker gibt es nur in Industrienationren.

        Indigenen und andere Wildvolker, wie Buschmänner haben eine süße Frucht oder Wurzel und
        die zu benutzen ist gesünder und ethisch besser

        Industriell hergestellter Zucker ist schneller verfügbar und kann leichter und zu viel eingesetzt werden.
        Nicht zu Gunsten unserer Gesundheit.
        Besonders bei Geschäftstüchrigen Unternehmen wie Coca-Cola und Co
        sogar für Fertigsossen und ander Fertigspeissen wird Zucker missbraucht.
        Wie soll man das ethisch beurteilen?

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      • Pälzer Buh sagt

        Herr Seevers, vergleichen Sie doch bitte die Ureinwohner Inuit mit den Ureinwohner am Equator mit deren Essgewohnheiten. Immer noch Gaga? Nein, im Gegenteil. Oder Asiaten im Vergleich zu den Europäer im Bezug zum Alkohol.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ja, immer noch gaga. Weil jede autochtone Gruppe die Gewohnheiten angenommen hat, die ihnen deren Umwelt ermöglichte. Der moderne Mensch kann immer und alles in vollen Zügen nutzen. In allen Garungsvarianten und Verarbeitungsstufen und -formen.
          Oder wem nützt es in Hamburg, dass der Eskimo Robbenfleisch ist?

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        • evonik sagt

          @ Pälzer Bu:

          Der Hr. Seevers meint überall -auch wenn er keine Ahnung hat- seinen Käse dazu geben zu müssen.
          Meine Gedanken oben hat er gar nicht erfasst und phantasiert sich alles so zusammen, dass es zu seiner Einstellung passt . Aus der Bauern-Blase ist er wohl gar nicht hinaus gekommen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn man keine Argumente mehr hat, muss man persönlich werden. Eine intellektuelle Offenbarung.🥳

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            • evonik sagt

              Dass Sie nach meinem Informationsstand keine Ahnung von dem Thema haben ist für mich Argument genug. Meine Argumente werde ich hier aber nicht genauer erläutern.
              Die Infantilisierung, die Sie bedauern, hat auch Sie erfasst.

  3. Ludwig sagt

    Essen und Trinken ist immer eine Frage der Selbstdisziplin . „Fresser werden erzogen oder lassen sich gehen“. Ein Blick in die Burgerfutterbuden lassen diese Mitmenschen erkennen.
    Es ist alles eine Frage der Menge , denn die Dosierung macht die Medizin. Auch eine Personenwaage hilft die Gewichtsentwicklung im Auge zu haben. Während wir Menschen mit der Gewichtszunahme aufpassen müßen , erfreut den Tierhalter natürlich die hohe Gewichtszunahme. Dafür leben wir aber länger. Leider haben wir mit der DGE (Dtsch. Gesellschaft für Ernährung) keine realistischen Ratgeber mehr , da hier nur noch ideologische Empfehlungen (ein Scheibe Fleisch/Woche) rausgegeben werden. In der Vergangenheit war die DGE eine fachlich hoch angesehene Organisation, aber jetzt leider von grünen Ideologen besetzt und damit nicht mehr glaubhaft.

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Ludwig
      Du hast recht.
      Die DGE ist ihrer Funktion beraubt.

      Z. Beispiel: etwas gesundes, die Langballigauer Kuschelmuschel ist irre gesund, ihre Zucht ist mit sehr viel Methan verbunden.

      Bedeutet: eßt keine Kuschelmuscheln.
      Sie sind schlecht für das Klima.

      Klima und Gesundheit sind schwer vereinbar.
      Wer gewinnt wohl heutzutage?
      Ah, richtig: DAS KLIMA!

      Sonst kein Geld vom Staat.
      Grüße
      Nicolai

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    • zmp_nachfahre sagt

      Ernährungs“wissenschaft“ ist aber auch schwierig, da gibt es viel zu viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Und die einzeln auseinanderzudröseln, wie es in der Medizin noch einigermaßen geht, ist unrealistisch.
      Bin mal gespannt, was da jetzt kommt: früher hieß es „Fett macht fett“ und man hat irgendwann technisches Fett verwendet, das glatt durch den Körper geht, ohne aufgenommen zu werden. Hat nix geholfen.
      Jetzt heißt es „Zucker macht fett“, was die Aktien von Coca Cola & Co in den Keller geschickt und die „Zeroes“ hervorgerufen hat – der süße Geschmack ist offensichtlich wichtig.
      Traditionell wird ja auch in etlichen heißen Gebieten (Türkei, Nordafrika) sehr süßer Tee oder Limonade getrunken. Für mich persönlich gruselig…

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      • Reinhard Seevers sagt

        Die DGE ist ein Überbleibsel süß der DGEF des Dritten Reichs welche den gesunden Volkskörper sicherstellen sollte und die Kriegstauglichkeit von Soldaten sowie die nationale Ernährung auf Basis heimischer Erzeugung erarbeitete. Noch heute ist diese paternalistische Sicht auf den Bürger anscheinend der Antrieb einem angeblich freien Bürger durch wiederholte Vorgaben der richtigen Nahrungsaufnahme ergänzt um Weltrettungsattribute zu erklären, wie er sich zu verhalten habe. Politik nimmt diese Form der Steuerung gerne als Hilfsmittel für „richtige“ Agrarpolitik oder „richtige“ Gesundheitspolitik.

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  4. Christian Bothe sagt

    Interessant ist diese Studie schon. Vor allem zu welchen Bezügen und Relationen unsere Amis dabei kommen…Fakt ist auf jeden Fall,das wir zuviel Zucker verbrauchen,und er in vielen Nahrungsgütern versteckt konsumiert wird… Die Amis sind ja auch nicht gerade die schlanksten und damit gesündesten Menschen, was ich bei meinen Besuchen vor Ort feststellen konnte ( selbst in der Verwandtschaft…). Auch hier ist‘s wie immer,eben eine Studie, und jedes denkende Individuum kann den Zuckerverbrauch
    minimieren indem er sich mal die Zutatenliste durchliest!

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Christian
      Was meinst Du?
      Die Werbung neben der Werbung unter der Werbung, wo in 2 mm großen Buchstaben irgendwas steht?
      Grüße
      Nicolai

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      • Christian Bothe sagt

        NA: Mit Zutatenliste meine ich die Ingredienzen auf dem Produkt als solches bzw.die E-Nummern…An dem was in den Flyern steht, würde ich mich nicht orientieren!

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        • Nicolai Asmussen sagt

          Hi @Christian
          Ich meinte die Angaben auf der Verpackung/Flasche.
          Die ist leicht zu finden.
          Einfach die Schublade aufziehen, wo die Lupe drin ist, dann die Flasche umdrehen, und hinten auf der Flasche den einen Wert raussuchen, der dann hochgerechnet wird, bis man bei den heute üblichen Kleinwagen pro Fußballfeld ist.

          Kann doch jeder.
          Noch Fragen.
          Nicolai

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  5. Limes sagt

    interessante Studie! Es wid meh getunken bei wamem Wette wer hätte das gedacht.
    Bin heute morgen beim Einkaufen an der Esidiele vobei gekommen. Die war geschlossen und keine Kinder weit und breit zu sehen. War im Sommer noch anders da standen die in langer Schlange an mit ihen Eltern. Ob es einen Zusammenhang mit den Temperatuen gibt? Um das zu ergründen und zu verifizien benötige ich ein Budget und hoffe auf Sponsoren.

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      • Limes sagt

        ein Versuch wäre es wert. Fürchte es wird genehmigt und es werden auch meine Steuergelder dafür verwendet da wäre mir dann doch unwohl.😉

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    • Die Eisdielen werden nur frequentiert, weil sie da sind,
      eine gute Geschäftsidee der Italiener.

      Hatten sie im wärmeren Italien bestimmt schon vorher.

      Wenn man richtig Durst hat ist Sinalco oder ä. mit Zitrusgrschmack besser.
      Ich habe mal gedacht, die Zitrusfrüchte wachsen im warmen Süden, weil die Leute dort wegen längerem Sonnenschein mehr Durst haben.

      Aus gesundheitlichen Gründen natürlich nur Wasser oder ungesüßten Tee. Wegen dem großen künstlichen Zuckeranteil in dem Getränk.

      Für die Engländer müssen diese Softdrinks ja erheblich weniger Zucker haben.

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      • Limes sagt

        „Die Eisdielen werden nur frequentiert, weil sie da sind,
        eine gute Geschäftsidee der Italiener.“
        hat auch mit deutschen Eismarken wie Langnese, Rolli, Schöller oder Warncke bei Tante Emma funktioniert als noch keine Italiener vor Ort waren

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  6. Thomas Bröcker sagt

    Wie meine Enkel zu sagen pflegen:

    „Zucker macht die Kinder fett
    liest man doch im Internet
    Sterben muss man sowieso
    Schneller gehts mit Haribo“

    Schönes Wochenende Allen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          In 100g Cola sind 9g Zucker enthalten. Ein türkisches Teeglas enthält max.150mm. Ein gehäufter Teelöffel beinhaltet ca.8g Zucker. Wenn man drei Löffel Zucker in ein Glas Tee gibt, was bei vielen Arabern und Turkvölkern üblich ist, dann kann man ein Glas Tee mit Zucker 1:1 mit einer Dose Cola gleichsetzen. Insofern….

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          • Kemetbauer sagt

            @RS
            Wie passen 150mm und wovon, in ein Teeglas? Vertikal, horizontal oder diagonal? Oder ist es die Anordnung der Zuckerwürfel?
            Ich frage mich nun, wie Sie mit Ihren Rechenkünsten durchs Leben gekommen sind. 3×8 macht 24g Zucker in einem Teeglas. Eine Coladose beinhaltet 400ml/400g. 4x 9 ergeben 36g Zucker. Somit sind in einer Coladose 50% mehr Zucker als in einem gefüllten orientalischen Teeglas. Zumindest eine Aussage der amerikanischen Studie scheint somit belegt zu sein.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das Teeglas hat 150ml Bruttoinhalt. Man sollte evtl. davon ausgehen, dass es nicht bis zum Rand voll gefüllt wird, gelle Schlaumeier?
              Und eine Dose Cola enthält 330ml nicht 400.
              Und in einer Tasse Ostfriesentee mit zwei Kandis ist noch mehr Zucker drin. 😘

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        • Kommt -wie immer- drauf an, Cola gibt’s in light und Zero.
          Das Baklava hat es zudem auch in sich.

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  7. Frikadellen piet 47 sagt

    guten Morgen eine sehr interessante Studie! diese Studie wird so wahrscheinlich nicht in den Tagesthemen veröffentlicht oder? ich weiß aber nicht genau ob diese Studie auch wirklich wissenschaftlich von anderen Professoren überprüft wurde.? aber das ganze gibt doch ein wenig zu denken! schönen Samstag

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