Bauer Willi
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Mal Vorteil, mal Nachteil. Eine Abwägung…

Wenn man das Wahlprogramm der Grünen zur Bundestagswahl 2021 liest, wird deutlich, welche potentiellen Wähler angesprochen werden sollen.

Wahlprogramm der Grünen BTW 2021

Der Bereich Landwirtschaft wird auf den Seiten 25  bis 29 abgehandelt. Es lohnt sich aber auch ein Blick auf die Seiten 21 bis 24, in denen es um den Natur- und Artenschutz geht.

Im Kapitel „Gesundheit und Pflege“ geht es auf Seite 68 um Cannabis. Die Freigabe bietet eventuell die Möglichkeit, die Fruchtfolge um ein etwas anderes „Gras“ zu erweitern.

Was auch noch auffällt: Vorteile und Nachteile von Giften werden sehr selektiv ausgewählt. Oder ist Cannabis jetzt kein „umwelttoxischer Wirkstoff“?

 

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65 Kommentare

  1. Könnte für sie Wikipedia eine Hilfe sein? Umweltgifte werden oft als begünstigend für Krankheiten oder Artensterben angeführt, beschränken sich jedoch nicht auf Schadstoffe im herkömmlichen Sinn. Eine klare Differenzierung zwischen den Begriffen „Umweltchemikalie“ und „(Umwelt)schadstoff“ findet sich weder in der Fach- noch in der allgemeinwissenschaftlichen Literatur“.
    So alt wie Canabis ist das Wahlprogramm der Grünen gar nicht, dass sie auf das Alter der Landwirtschaft Rücksicht nehmen würden https://www.oekosystem-erde.de/html/erfindung_landwirtschaft.html
    Prof. Schulze-Klinke, der erste Leiter des Deutschen landwirtschaftsmuseums schrieb auf meine Bewerbung den Grund für seine Absage nämlich eindeutig und unmißverständlich: „In der 13 000 jährigen Geschichte der Landwirtschaft kam der chemische Pflanzenschutz ganz am Ende“. Der neue Leiter war vorher Puppenspieler von Beruf. Als Clown hätte ich vielleicht auch bessere Chancen gehabt. Das ist kein austerbender Beruf wie Vergolder, Schuster und Wagen- und Kutschenmacher.
    Der neue Leiter sammelt nicht und jagt nicht der aussterbenden, vielfältigen bäuerlichen Lebens- und Kulturart sammt „toxischen“ Rausch- und Genußmitteln (Rauchen, Wein-, Schnapstrinken und Friesen- und Mohrenkaffee und- schokolade) nach, sondern leitete die systematische Erfassung derselben ein. Ich läute dann die von „Revolutionär“ zum „Methusalem“ mutierten AltBP Kretschmann prophezeite Vision „Maschinen ins Museum, Landwirte in Rente“ ein und sortiere die Bloggs noch bis ich 120 erreicht habe ein in besonders toxische, toxische und weniger solche ein. Nach ihrer Geschichte und Schicksal
    Beide Grünen Verbände haben nur eine kurze Vergangenheit und vielleicht keine lange Zukunft mehr, wenn sie so weitermachen. Jedem das Seine und die Hauptsache dabei; ohne mich. Solche Grüne, Nein Danke!
    https://en.wikipedia.org/wiki/Cannabis_(drug) ‎Während Cannabispflanzen seit mindestens dem 3. Jahrtausend v. Chr. angebaut wurden,‎‎[36]‎‎ ‎‎ deuten Beweise darauf hin, dass sie vor mindestens 2.500 Jahren in den ‎‎Pamir Bergen für  psychoaktive Wirkungen geraucht wurden; ‎‎ ‎‎[37]‎‎ ‎‎ die frühesten Beweise, die auf einem Friedhof im heutigen Westchina in der Nähe des Dreiecks mit Tadschikistan und Afghanistan gefunden wurden. ‎‎ ‎‎[38]‎‎ ‎‎ Seit dem frühen 20. Jahrhundert unterliegt Cannabis gesetzlichen Beschränkungen. Der Besitz, der Konsum und der Anbau von Cannabis ist ‎‎in den meisten Ländern der Welt illegal.‎‎ ‎‎ ‎‎[39]‎‎[40]‎‎ ‎‎ 2013 war Uruguay das erste Land, das den Freizeitkonsum von Cannabis legalisierte. ‎‎ ‎‎[41]‎‎ ‎‎ Andere Länder, die dies tun, sind Kanada, Georgien und Südafrika, sowie 15 Staaten, 2 Territorien und der District of Columbia in den Vereinigten Staaten (obwohl die Droge föderal illegal bleibt). ‎‎ ‎‎[41]‎‎[42]‎‎ ‎‎ Die medizinische Verwendung von Cannabis, die die Zulassung eines Arztes erfordert, wurde in einer größeren Anzahl von Ländern legalisiert. ‎‎ ‎‎[43]‎‎ ‎

    „besonders“ umwelttoxisch wurde einfach unterschlagen beim Einfügetext oder übersehen vom Textautor.
    So „hinterhältig“ oder „oberflächlich“ arbeitet wer?
    Bauer Willi?
    statt dessen steht „kein“. Kein Versehen oder eine Behauptung, dass Cannabis ein umwelttoxischer Stoff sei, was nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim bekanntlich nur die Dosis bewirke.

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  2. Meyer sagt

    Die Wahlprogramme aller Parteien sind doch Wählerfanglisten . Später in der Regierung findet man davon wenig oder nur giftiges für die Bauern oder andere Berufsgruppen. Wer Grün-Rot-Schwarz bei der nächsten Bundestagswahl wählt , der wählt als Bauer seine eigenen Henker . So stand es jedenfalls neulich im Internet zu lesen. Ganz unrecht hat der Schreiber wohl auch nicht , stellt aber bei der Wahl eine echte Herausforderung da , denn dann haben wir in der Opposition nur noch die LINKE, FDP und die AFD. Nicht zur Wahl zu gehen ist natürlich auch keine Option , denn dann stärkt man nur die Berufsvernichter. Bleibt also nur den Bremsklotz bei der Wahl zu werfen , auch wenn man nicht unbedingt mit der Wahlpartei einverstanden ist , aber der immer gewählten Partei eins auswischen will. Zur Zeit werden ja neue Protetsparteien gegründet . Vielleicht findet sich da ja was einem nahe kommt . Es bleibt auf jeden Fall spannend in den nächsten Monaten.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Entgegen allem Eia-Popeia von: „Wir sind doch alle Bauern und sitzen im selben Boot“ von Seiten der Bio-Befürworter, wird der Kampf um die Gelder gerade auch von den Bio-Anbauverbänden geführt und keineswegs von der Politik allein.
    Explizit Bioland hatte kürzlich eine Studie in Auftrag gegeben um eine Pestizidsteuer einzuführen, die dann direkt in den Öko-Landbau fließen soll.
    Ich war 2017 zum von der grünen Bundestagsfraktion organisierten Fachgespräch „Bunte Landschaften“ in Berlin. Nachdem das UFZ die Notwendigkeit begründet hatte, berichtete ein Agrarwissenschaftler aus Dänemark über den (Miß-) Erfolg dieser Strategie in Dänenmark. Sein Fazit war, dass auf ältere PSM mit geringerrer Wirkung und höheren Aufwandmengen aus gewichen wird und vereinfacht gesagt schlussendlich mehr Menge mit geringererem Effekt in die Fläche gebracht wurde – zum Nachteil der Bauern und der beabsichtigten PSM-Minimierung.
    Fazit der Bio-Verbände und des UBA: „… und deshalb sollten wir das auch so machen, eine „Pestizissteuer“ einführen und das Geld der „guten“ Landwirtschaft zukommen lassen. Auf meine Frage, wer denn von den Beteiligten praktiziernder Landwirt sei, gingen genau 3 Hände hoch:
    1. der Vertreter der DLG (ich glaube es war Herr Paetow selbst) –
    2. Frau Prof. Finkh aus Kassel Witzenhausen (führt mit ihrem Mann einen Bio- Nebenerwerbsbetrieb)
    3. und meine eigene (damals noch 42 ha Obstbau)

    Es geht IMMER nur darum noch mehr Geld in die ggü. konventionell in dreifacher Höhe geförderte defizitäre Bio-Landwirtschaft zu schieben. Das Verschieben von Begrifflichkeiten und unterschiedliche Bewertungen von Umweltschädlichkeit sind dabei EIN Problem. Das eigentliche Hauptproblem ist die Verlogenheit der „gesellschaftlichen“ pro Bio Kampagne allgemein und über alle Bereiche.
    Diesen ganzen Anti-Pestizid Schwachsinn, der eigentlich die moderne landwirtschaftliche Produktion auf das Bio – Niveau herunterziehen soll, um der Marktabgrenzung auch mit echtem Schaden für die konventionelle Landwirtschaft zu Hilfe zu kommen, muss beendet werden. Wenn Pflanzenschutz so ideeologisch diskutiert wird, gefährdet das unsere Ernährungsgrundlagen in einem Maße, das wir uns heute noch garnicht vorstellen können.

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    • Thomas Apfel sagt

      ergänzend: an dem Fachgespräch waren rund 70 Personen beteiligt, drei davon mit Bezug zur praktischen Landwirtschaft.

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    • Mark sagt

      Wenig bekannt sein dürfte, dass von 2012-2019 der Verbrauch an konventionellen PSM um 20, 3% zurückgegangen ist, im gleichen Zeitraum der Verbrauch von PSM, die im Ökoanbau zugelassen sind um 37,5% zugenommen haben. 2019 wurden fast 6000to Öko-PSM eingesetzt.

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    • Stadtmensch sagt

      Es scheint wirklich so zu sein, dass es das vornehmliche Interesse der Politik ist, wiedergewählt zu werden. Deshalb finden sich auch solche Verrenkungen im Programm der Grünen:
      „Um Kerosin durch klimaneutrale Treibstoffe zu ersetzen, wollen wir die bestehende Beimischungsquote erhöhen und einen Anstiegspfad festschreiben.“

      Das ist doch mindestens ebenso weltfremd und unsauber argumentiert und entspricht einfach nur der Schitzophrenie der Wählerschaft.

      aus einem UBA-Bericht:
      „Bei Bioethanol ergibt sich unter Berücksichtigung direkter Landnutzungsänderungen ein THG-Einsparungspotential gegenüber fossilem Benzin um 7 %.
      Nach Berücksichtigung der indirekten Landnutzungsänderungen ergibt sich kein THG-Reduktionspotential (Zunahme um 2–44 %).“

      Wie war das gleich nochmal mit beim Energiesammeln mit Energiepflanzen ohne heiße Luft?
      Zitat:
      „Die mittlere Sonnenlicht-Leistung liegt in Deutschland bei 130 W/m2. Die
      effektivsten Pflanzen in Europa sind etwa 2%-effizient beim Umwandeln von solarer
      Energie in Kohlenwasserstoff. Das legt nahe, dass Pflanzen etwa 2-3 W/m2 liefern
      könnten; jedoch geht ihre Effizienz bei höherem Lichtangebot zurück und die beste
      Ausbeute von Energiepflanzen in Europa liegt eher bei 0,5 W/m2
      (wenn man alle zusätzlichen Kosten für Anbau, Ernte und Verarbeitung des Grünzeugs vernachlässigt)
      Wenn Sie Biotreibstoff für Autos oder Flugzeuge aus dem Grün herstellen, sind alle weiteren Schritte
      in der Kette vom Feld bis zur Zündkerze unausweichlich ineffizient.
      Ich denke, es wäre sehr optimistisch zu hoffen, dass die summierten Verarbeitungsverluste in der Prozesskette lediglich 33% betrügen.“
      Zitat Ende

      Trotzdem sollte man bei allem Groll gegen angebliche Unfähigkeit der Politik nicht vergessen, dass es die einzige Instanz ist, wo Ideologie als Voraussetzung für Anpassung und Entwicklung noch stattfindet.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Und ewig grüßt das Murmeltier….USA – Studie und dann natürlich im Schlusssatz noch der Hinweis: in der EU wahrscheinlich ähnlich. Das ist bestes NGO-Sprech.

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        • Thomas Apfel sagt

          Guten Morgen Frau Ertl,
          Die „Giftigkeit“ ist eine definierte Größe (ld 50). Ziel der Entwicklung von PSM war immer die Absenkung der „Giftigkeit“. Die meisten PSM gehören keiner Giftklasse mehr an. Gemeint ist bei ld 50 die Warmblütertoxizität (aber das wissen Sie als Ärztin sicher). Daher ist in der Bezeichnung „giftiger als“ in Bezug auf Insekten, Kriechtiere und Kleinstlebewesen der Auslegung durch die NGO´s Tür und Tor geöffnet. Dies gilt besonders für die (neben Glyphosat) zum Hauptfeind erklärten Neonicotinoide. Diese Insektizide wurden, neben geringer Warmblütertox, vorrangig unter dem Aspekt Bienen- und Nützlingsschutz entwickelt !
          Untersucht werden heute in Bezug auf diese Lebewesen, die nicht zu den Warmblütern gehören, alle Gruppen in Laborversuchen. Dafür werden z.B. extrem emfindliche Wasserflöhe (Aquatox) genutzt. Die Bienengefährlichkeit wird separat getestet. Genau das (diese notwendigen Untersuchungen) ist Voraussetzung für jede Zulassung und kostet Millionen je Wirkstoff. Es ist wie in der Medizin bei Medikamenten auch, immer eine Kosten (Schaden) – Nutzen-Abwägung.
          Das was momentan mit dem Pflanzenschutz gemacht wird, entspricht der Diskussion um Vorbeugung und Naturheilkunde versus Schulmedizin in Ihrem ehem. Arbeitsumfeld. So wie der Pflanzenschutz im Ernstfall die Ernährung absichert, sichert halt die Schulmedizin im Ernstfall am ehesten das Überleben. Sonst würden wir wohl kaum so alt werden wie wir in Ländern mit ordentlicher Gesundheitsversorgung werden. Die gesicherte Ernährung mit hygienisch einwandfreien Lebensmitteln ist das zweite Standbein dieser Entwicklung.

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    • fingerphilosoph sagt

      Hinter all diesen Maßnahmen, die scheinbar die Welt retten sollen, wie Umbau der Landwirtschaft oder die Energiewende, verbirgt sich als eigentlicher Motor die Lust an der Zerstörung. Offenbar gehört es zum Wesen des Menschen, dass er hin und wieder alles, was die Altvorderen aufgebaut haben, in Trümmer schlagen muss. Deshalb ist die Geschichte der Menschheit ja vor allem auch die Geschichte ungezählter Kriege. in diesen Kriegen sind weitaus mehr Menschen gestorben als in sämtlichen Naturkatastrophen zusammengenommen.

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      • Stadtmensch sagt

        Du solltest dich General Stumm von Bordwehr nennen! Der hat das Grundübel auch in einer unordentlichen Schlachtordnung beim Ideenwettstreit der Zivilisten erkannt.

        Habe gestern eine dreiteilige ARTE-Reportage (ursprünglich BBC) über das Elend des letzten Irak-Kiegs gesehen. Wieso muss man sich gegenseitig umbringen, nur weil die Einen das Ei auf der breiten Seite aufschlagen und die anderen auf der Schmalen…

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        • Reinhard Seevers sagt

          „Wieso muss man sich gegenseitig umbringen, nur weil die Einen das Ei auf der breiten Seite aufschlagen und die anderen auf der Schmalen…“

          Stadtmensch, demnächst werden sich Menschen wegen Lüge und Wahrheit über politische Lösungen in einer Pandemie umbringen, das ist nicht weniger dämlich oder?
          Der Mensch hat sich in 10000 Jahren wenig geändert, das muss man immer im Kopf behalten, auch wenn man noch so friedfertig denkt. Der Andere tut es vielleicht nicht.

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      • Das Eine gegen das Andere aufzurechnen ist schon etwas müßig. Dass selbst während meiner Lebenszeit, 1976 etwa, beim Erdbeben von Tanshan allein in China bis 360 000 Menschen ums Leben kamen, durch Hungersnöte in China und Rußland noch vorher in den 40iger und USA in den 30igern unzählige zig Millionen Opfer der verfehlten Großen Aufbrüche wurden -auch in der Landwirtschaft- die in Katastrophen und Tod endeten, kann keiner gewollt haben. Überflutungen in Bangladesh habe ich im TV und vom Flugzeug aus gesehen. Einmal eine todbringende verheerende Flut. Ebenso am 25.12. 2005 den Tsunami in Indien, Indonesien, Thailand. Im Hotel in Thailand steht noch angeschrieben, wie hoch das Wasser damals stand und dass die Lobby damit ganz sicher wäre. Im März 2011 dagegen bei Fukushima war durch die Kernkraftwerks Kathastrophen die Zahl der unmittelbar Toten zählbar. Diese wären vielleich zu verhindern gewesen. Kriege manchmal auch.

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    • Die „Gretchenfrage“ stellte ein Industrielobbyist im B1 Hörsaal der Uni Hohenheim auch,
      damals vor in der Mehrheit der anwesenden Studenten; nämlich wer damals mit transgenen Organismen arbeite. Der einzige, der die Hand hob, war dann ich. Darauf erlaubte er sich selbst, zu meinem Erstaunen wenig kenntnisreich alles mögliche zu behaupten, das gar nicht so stimmte. Ein Freibrief zum manipulieren ist dieses Frage nach den Vorkenntnissen Anderer auch nicht zuletzt.
      Als unkundig Ertappte „Aufklärer“, erklärten meist, dass sie aus eigenem schnellen Erfassen, die Evidenz es gezeigt hätte oder dass es einfach so vom Himmel auf sie gefallen sei, ihre großen Weisheiten.

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  4. Smarti sagt

    Böse Zungen behaupten, die Borkenkäfer wurden in „Hotspots“, den sogenannten „Urwäldern Deutschlands“, also der Natur überlassene grosse Gebiete gezüchtet. Von da hätten die Käfer und anderes Krankheiten sich die letzten Jahre verbreitet. Aber das kann ja nicht sein… dann währen ja die Naturschützer zu einem grossen Teil Schuld am jetzigen wirklich schlimmen Waldsterben…
    Also sind natürlich die Bauern schuld, weil sie a) den Klimawandel nicht endlich aufhalten,
    b) ihre Väter Monokulturen ( hier im Schwarzwald Fichten ) anbauten und…
    Mischwald ist per se nicht gesünder als ein „angelegter Wald“ – man sieht die Schäden nur viel weniger und später, weil nicht alle Bäume gleichzeitig absterben.
    Mein Mann hat den halben Winter Holz gemacht und auch viel verkauft. Da er aber kein Ende sieht ( mit „nur“ etwa 5 ha Wald ) holt die restlichen 70 % der Harvester raus.
    Die Bäume stehen lassen, weil man einfach „nicht mehr kann“ ist auch keine Lösung – wenn sie irgendwann doch umfallen, schlagen sie die nachwachsenden Bäume kurz und klein – ausserdem wäre ja kein „Zugang mehr zum Wald“ durch die dann kreuz und quer liegenden Stämme.
    Man würde Zuschüsse kriegen durchs Wiederaufforsten… aber dann befiehlt der Amtsschimmel… ne, Danke. Bei uns wächst noch das was wild kommt, das reicht.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Es ist dir sicher bekannt, dass der Schwarzwald mal gar kein Wald mehr war.

      Im Mittelalter hat man den Schwarzwald ausgehöhlt wie Schweizer Käse, um Eisenerz zu gewinnen. Bekannt sind derzeit über 400 aufgelassene Bergwerke. War mal in einem bei Schnelligen im Kinzigtal, bevor es der Öffentlichkeit zugänglich war, wurde nachweislich im 13. Jahrhundert erstmals schriftlich erwähnt.
      Das Eisenerz wurde vor Ort verhüttet, solange Holz vorhanden war, danach war der Schwarzwald kahl.
      Nach vielen versuchen, hat der Leopold, Großherzog von Baden den Schwarzwald aufforsten lassen, eben mit Fichten.
      Ein Teil unseres Waldes hat mein Vater mit Douglasien aufgeforstet, was sich jetzt als sehr Weitsichtig zeigte, ohne zu wissen, dass es ab 2018, 3 trockene Jahre gibt.
      Die stehen alle kerngesund da, muss auch sagen, dass in unserem Tal der Borkenkäfer sich rar machte.

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      • Das stimmt nur für kleinräumige kahle Bereiche. Den Abraum von Silberminen und solchen mit Uranvorkommen, auf denen alles einfach liegen blieb und wo dann nichts mehr wuchs, gibt es immer noch. Das habe ich selbst im Kreis Rottweil gesehen. Da ich in Freiburg eine Zulassung zum Fortwirtschafts Studium nicht wahrnahm und in Hohenheim dann Waldbau dazu belegte, interessierte mich das, was dort geschieht.
        https://ssl2.forumedia.eu/ff-forst.de/downloads/Forstbetrieb_des_Jahres_2014.pdf
        „Fichten-Status quo verfälscht Sichtweise Die konsequente Pflege, die Reduzierung von Oberhöhe und Zieldurchmesser, verbunden mit einer sehr hohen Z-Baumanzahl, sind die radikalsten Unterschiede zur gängigen Fichtenbewirtschaftung. „Der Status quo ist doch, dass heute Fichtenbestände beurteilt werden, welche die vergangenen 100 Jahre völlig falsch behandelt wurden. Die Altholzbestände besitzen infolge der jahrzehntelangen Niederdurchforstung deformierte und eingeengte Wurzelkörper, haben vielfach schlechte HD-Werte, kurze Kronen und zu lange Umtriebszeiten. Dann heißt es, die Fichte neige zu Kalamitäten. Wir beweisen, wie robust die Fichte sein kann. In gut durchforsteten 40 bis 60-jährigen Beständen sind Wind- und Käferka-lamitäten extrem selten.“ Die süddeutsche Holzindustrie freut sich über Fürstenbergs Bekenntnis zur Fichte und die kürzen Umtriebszeiten, die vorrangig 2b-Zielsortimente bringen“
        .
        Blamabel für das Haus Fürstenberg finde ich, dass es sich lieber um die prestigenreichen „Tage für Neue Musik“ kümmerte, die letztes Jahr abgesagt wurden, als für ihre Freiflächen außer dem Waldbestand. „Es ist nicht alles Gold“ bei denen, „was glänzt“.

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        • Paulus sagt

          @O, die kürzeren Umtriebszeiten bei Fichte/Tanne und die daraus resultierenden Sortimente haben aber auch etwas mit den holzverarbeitenden Betrieben zu tun.
          Was die Bauwirtschaft betrifft war früher starkes Langholz, z.B. für Pfetten gefragt.
          Heute werden selbst kleine Querschnitte überwiegend als KVH (also verleimt) nachgefragt. Das hat selbstverständlich gewisse Auswirkungen auf die FW.
          Ich verstehe aber nichts vom Bauwesen, insofern könnte unser Zimmermann und Architekt Seevers wahrscheinlich mehr dazu sagen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Baustoffe werde heute aus den vielfältigsten Formen geklebt, gepresst, in Öl gekocht, usw. da ist die Qualität nicht mehr vorrangig….
            Der Vorteil moderner Baustofftechnik ist gerade minderwertiges Holz zu hochwertigen Bauteilen zu verarbeiten.

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    • Paulus sagt

      @Smarti, „Bei uns wächst noch das was wild kommt, das reicht.“
      Ich kenne ein paar solcher (kleinerer) Flächen, die nach Kyrill nicht wieder aufgeforstet wurden. Dort zeigt sich die Vielfalt der Natur und es ist etwas für Naturliebhaber, die mühsam ein paar Himbeeren und Holunderbeeren im Gestrüpp suchen möchten. Und eine Naturverjüngung, z.B. bei Buchen, geht auch nicht sooo ganz wild und ohne Hilfe vonstatten.
      Du bist aber schon auf dem richtigen Pfad. Vielleicht sollten wir uns ganz einfach von dem Prinzip nachhaltiger Forstwirtschaft verabschieden und einen auf Freizeitpark machen. Dann beschäftigen wir halt Ranger, legen Trails für Mountainbiker an, lassen die ganz mutigen mit künstlich herbeigeführten Gruseleffekten im Wald campen und werden so ein Teil der Tourismusindustrie. Ok, man sollte schon noch einiges verbessern, z.B. die Dixi-Klos mit Warmwasserdusche ausstatten oder so.
      Was ein gewisser Herr Wohlleben kann werden wir wohl auch noch hinbekommen.

      Das war jetzt ein Vorschlag um den Pöbel bei Laune zu halten. Ansonsten wird es wohl so ähnlich laufen wie es schon immer war. Gewisse Gebiete werden gesperrt, so wie es schon für einen Reichsjägermeister, einen Hamburger Bankier, einen Herrn von Opel oder für den Herrn mit dem Pepitahütchen war.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Mann sollte unbedingt zum Freizeitpark die Hilwedritsche fördern, alle sprechen davon, hab noch keine gesehen.

        Elwetritschen werden als im weitesten Sinne hühnerähnlich beschrieben. Allerdings heißt es, sie könnten ihre Flügel kaum gebrauchen, weshalb sie sich überwiegend im Unterholz oder unter den Rebstöcken aufhalten müssten. Manchmal werden Elwetritschen auch mit einem Hirschgeweih abgebildet, ihr Schnabel wird oft als sehr lang dargestellt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gingen Künstler vermehrt dazu über, Elwetritschen teilweise auch als weiblich zu kennzeichnen, indem sie die Wesen mit Brüsten abbildeten.

        Elwetritschen sollen aus Kreuzungen von Hühnern, Enten und Gänsen mit im Wald lebenden Kobolden und Elfen stammen. Als Geflügelabkömmlinge legen sie selbstverständlich Eier, die allerdings wegen der Waldgeisterherkunft während der Brutzeit wachsen. Eier in verschiedenen Größen und Reifestadien sind am Elwetritschenbrunnen in Neustadt an der Weinstraße künstlerisch dargestellt.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Elwetritschen sind die Geschwister von Wolpertinger, Hanghühner oder Rasselböcke o.ä,?

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          • Karl Timme sagt

            Wolperdinger, Duwöcke u.a. simd angepasst an das nördliche Klima. Ich glaube nicht das die Elwetritschen dies Klima vertragen?
            Aber vielleicht machts ja der Klimawandel möglich und unsere Heimischen müssen weiter nach Norden auswandern.

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            • Ostbauer sagt

              Die Rasselböcke werden bei uns auch immer weniger. Früher hatte man sie fast täglich im Anblick, heute muss du schon richtig Glück haben einen zu sehen; geschweige denn zu erlegen. Die wandern alle in den nördlichen Raum aus. Es ist schon krass, wie der Klimawandel einer so hart gesottenen Kreatur mitspielt.
              Wir haben auch schon überlegt, ob man den NABU nicht für ein Wiederansiedlungsprogramm gewinnen könnte?

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              • Karl Timme sagt

                Eventuell hilft es ja den Artenschutzkatalog zuerweitern, oder besser, diese armen Kreaturen unter einer art Wolfsschutz zu stellen.
                Jagdverbot,Strafe für Störer, Förderprogramme (muß dann schnell einen gemeinnützingen Verein gründen) staatlich mit besonderen Rechten ausgestatte Beauftragte, einen Rettungswagen für Verletze Kreaturen. Ja gibt viel zu tun.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Von Wolpertinger habe ich auch schon gehört, aber bei uns gibt es die nicht, aber im Gebirge die Hanghühner, die auf einer Seite ein kürzeres Bein haben, dass sie quer zum Hang laufen können, das Problem ist das Rückwärtslaufen.
            Dennoch, dass die Rechteckige Eier legen, ist von Vorteil, die kullern nicht den Hang runter.

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  5. Wilhelm Harms sagt

    Schlimmer als dieser ideologische Bockmist ist das es keinen Gegenpol dazu gibt.
    Alle Parteien (bis auf eine kleine zerstrittene Randpartei) Biedern sich den Grünen mit entsprechend angelehntem Programm an – machteile korruptes Gesocks !
    Einfach mal das Merkelprogramm von 2001 lesen . . . .
    Köpfe und Persönlichkeiten sind eh ausgestorben – nur noch Wollmützen und Lollilutscher . . . .

    Und was macht die Landwirtschaft ?
    Biedert sich diesem Blödsinnssystem gegen Taler an . . . . wie die letzten 40 Jahre schon !
    Bitte nicht beleidigt sein !
    Der Einzelne muss auf sich schauen, sein Einkommen, den Erhalt seines Betriebes und das Wohl seiner Familie.
    Aber bei ganzheitlicher Betrachtung ist genau das der Fehler.
    Die Landwirtschaft hat keine Stimme, keine Lobby, keine Organisation – leider!
    Wenn ich mir dann noch anschaue wie Landwirtschaft auf anderen Kontinenten abläuft dann sind wir trotz einiger Farmen mit 500 bis 8000 ha Lichtjahre von Industrialisierung entfernt.
    YouTube endet da mal unsere Sichtweise.
    Highlight:
    Stefan Dürr, Russland
    500.000 ha Schwarzerde
    100.000 Milchkühe
    Nicht der Größte aber einer der größten Farmer der Welt.
    Solche Betriebe, in USA, Russland, Australien, Kanada, Südamerika, Afrika, China – das sind unsere Mitbewerber.
    Das sind die Länder die uns beliefern wenn wir hier nur noch Ziegen hüten und Entwicklungshilfe von den Afrikanetn bekommen damit hier das Licht nicht ganz ausgeht . . . .

    +11
    • Mark sagt

      „Biedert sich diesem Blödsinnssystem gegen Taler an . . . . wie die letzten 40 Jahre schon !“
      Genau so ist es!

      +4
      • Smarti sagt

        Ja, da hast Du mit jedem Wort recht. Es ist aber ja auch praktisch nicht mehr möglich, die Hürden einer Baubewilligung für einen „etwas grösseren“ Stall/ Betrieb zu überwinden. Ich habe in meiner Naivität mal gedacht, die Landwirtschaftsämter sind für die Bauern da… :). Zumindest bei uns ist diese Zeit vorbei.
        Wir haben auf Bio umgestellt, nicht weil es unsere Überzeugung ist, sondern weil wir hoffen, dass die nächsten Jahre sehr viele ! umstellen – und damit die Lebensmittelproduktion um die Hälfte verringern.
        Als Nichtlandwirt finden Sie das zynisch ? Unser Nachbar verkauft gerade 60 Fleckvieh-Milchkühe, dieser Hof verringert die Produktion um 100 %. Der Hof wird wohl an einen Immobilien- und Versicherungsmakler mit Landsitz und Jagd gehen. Dessen Pachtpreise können sich nur Schweizer Landwirte leisten.

        +1
        • Stadtmensch sagt

          Der Nachbar hätte sicher auch an eine Landwirtsfamilie verkaufen können. Aber ok, schöner Landsitz mit stallfreier Aussicht und Jagd für den Geldsack und Schuld sind Barfußläufer und Rastas aus Takkatukaland.

          +1
          • Smarti sagt

            Zahlen kenne ich nicht, der Käufer ist Landwirt – und ex Viehhändler, hat selber einen sehr schönen Hof geerbt, und betreibt Landwirtschaft als Hobby. In dem Fall ist der abgebende Landwirt nur der Pächter und gegen eine Erbengemeinschaft kann er nichts ausrichten. Schade, wir haben auch auf eine Familie gehofft.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          „Wir haben auf Bio umgestellt, nicht weil es unsere Überzeugung ist, sondern weil wir hoffen, dass die nächsten Jahre sehr viele ! umstellen – und damit die Lebensmittelproduktion um die Hälfte verringern.“

          Viel wollen umstellen, weil sie in ihre Not, in Bio eine Überlebenschance sehen.
          So Optimistisch sehe ich es nicht. Die Kundschaft für Biowaren, welche bereit sind, den höheren Preis zu bezahlen wächst nicht mit, daran wird es sich nichts ändern, auch nicht wenn die neue Landesregierung von 40% BIO palavert.

          Meine Befürchtung schreibe ich jetzt nicht, will euch den Feiertag nicht verderben.

          +2
  6. Paulus sagt

    @Inga, ich hätte da so ein paar ha Wald zu verkaufen, gerne auch mit ca. 20-30% unterhalb des sachverständigerseits ermittelten Wertes. Ich, bzw. mein Makler finden nur keinen Käufer. Die Einen verstehen etwas von Wald und halten sich zurück; für die Anderen ist es wohl tatsächlich Hobby (z.B. Jagd). Die sind kapitalstark, springen aber erst ab einer gewissen Größenordnung an.

    +2
    • Brötchen sagt

      Hä, ich würde sofort Wald kaufen…bloss zu weit.
      Übrigens gespaltene Robinie verwende ich nur…

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    • Bauer Willi sagt

      In Gohr werden 4 Hektar Wald angeboten mit erntereifer Pappel. Da werden 1,50 €/qm gefragt. Bei 1 € fange ich an zu überlegen…
      Der Holzertrag wird die Ernte nicht bezahlen können.

      +1
      • Andi sagt

        Also ehrlich Willi, wenn du bei uns 1,50€ bieten würdest, würde man dich fragen, ob du einen an der Waffel hast. Ab 7,-€/qm wirst du vielleicht ernst genommen. Und glaube mir, es finden sich immer welche, die das und mehr bezahlen.

        +1
        • Bauer Willi sagt

          @Andi
          Der Wald wird seit einem Jahr angeboten wie sauer Bier. Keiner will ihn.

          0
          • Andi sagt

            @Willi
            Bei uns in Bayern sind es auch keine Landwirte die diese Preise bezahlen.

            0
  7. Inga sagt

    Jetzt aber festnageln auf Punkt 25

    Wir stärken Bäuer*innen

    Dazu müssen die Grünen erstmal ihren Alltag, Sorgen und Berufsbild kennen.

    Sind sie dazu bereit?

    +3
    • Brötchen sagt

      Inga die leben im FRÖSI Land „fröhlich sein und singen“, da sind alle sorgenfrei und lieben sich alle, weil die bösen Großkonzerne/böse Wolf besiegt wurden…..da ist das nicht notwendig…

      +2
    • Obstbäuerin sagt

      Inga, wenn ich lese dass sie „Bäuer*innen“ stärken wollen, beschleicht mich so ein Gefühl von gendergerechter Floskel. Sie sagen das Nette und tun das Gegenteil, jedenfalls für über 90% der Bauern.

      +7
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Müssen Bäuerinnen gestärkt werden?

        Dachte immer die Bäuerinnen sind starke Frauen?

        +3
        • Obstbäuerin sagt

          Nur, wenn sie ein Sternchen in der Mitte haben, Ehemaliger. Dann schwanken sie wie ein Halm im Wind. Ohne Sternchen stimmt, was Du dachtest.

          +4
          • Inga sagt

            Jetzt muß ich nochmas nachsehen, ob sie
            Bauer*innen
            oder
            Bäuer*innen

            geschrieben haben.

            Denn die Landwirtschaft ist ja nochmal getrennt aufgeführt!

            +2
        • Inga sagt

          Bäuerinnen müssen stark sein und ihren Mann stehen!

          Aber wenn die in Gender-Sternchen dazwischen gemacht haben, dann meinten die sie alle Bauern, ob ,männl oder weibl.

          Und das Programm sollten sie mal vorstellen, was sie da vorhaben!

          0
  8. firedragon sagt

    Sag ich schon die ganze Zeit, wenn Staat, Land und Kommunen Natur und öko wollen, sollen sie das auf ihren Flächen machen … das kostet, müssen sie sich drüber im Klaren sein, ob man sich das leisten kann, bzw. wer kommt für die Finanzierung auf.
    Unsere Gemeinde hat Wald, der FSC „bewirtschaftet“ wird und noch irgendwie öko, kenne mich da nicht so genau aus.
    Diese Art der „Bewirtschaftung“ reißt jedes Jahr ein immer größer werdendes Loch in den Haushalt. Seit einigen Jahren ist der Wald quasi Hobby, welches sich unsere Gemeinde z.B. leistet, obwohl sie es sich nicht leisten kann.

    +4
    • Inga sagt

      Wenn diese Wirtschaftsweise einen sinnvollen ökologischen Vorteil hat, dann ist das Geld, was sie kostet auch sinnvoll, also mehr als ein Hobby!

      +1
      • Brötchen sagt

        Inga,

        sinnvoll ist relativ.

        Wenn ein Straßenräuber Dir Dein Geld abnimmt, ist das für ihn sinnvoll, für Dich nicht.

        Es ist immer ein Abwägungsprozess zwischen Ziel und Aufwand.

        +6
        • Brötchen sagt

          In dem Takatukaland hier…..widewidewitt ich mach mir die welt wie sie mir gefällt

          hat man den Anspruch, funktioniert aber eben nur ne Weile…

          +3
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Inga,
        der Wald ist ein Wirtschaftswald, es war darauf ausgelegt, dass man damit Geld verdienen kann. Bei einem Mischwald wir der Ertrag geringer sein.

        In Zukunft werden die Dachsparren nicht mehr aus Holz, sondern aus Eisen sein, oder auch nicht, weil in den östlichen Ländern das Holz geschlagen wird, was in Deutschland nicht mehr wachsen darf.

        +4
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Waldbewirtschaftung ist immer ökologisch, da wird nicht einmal das ÖKO-Wundermittel Kupfer angewendet.

      Früher war der Wald mal die Sparkasse des Bauern, bei den Holzpreisen durch Windwurf und jetzt den Borkenkäfer sind die Holzpreise so im Keller, dass wenn bei der Holzernte normale Stundenlöhne bezahlt werden muss, ein Minus entsteht.

      Man muss sich im klaren darüber sein, dass der von der Bevölkerung erwartete Waldumbau sehr viel Geld kostet, Geld, das den normalen Waldbauer bei weitem überfordert.

      +4
      • Holzmichel sagt

        Ich dachte die (Wald-)Bauern denken immer alle in Generationen!? Wenn der Wald jetzt nicht umgebaut wird, bleibt für die kommenden Generationen nix mehr übrig! Same procedure bei der Landwirtschaft. Ist sicher nicht einfach, kostet auch (müssen sich alle drann beteiligen), aber wie Günther der Treckerfahrer sagen würde „nutzt ja nix“ (Das ist norddeutsch für „geht ja nicht anders“!)

        0
    • Paulus sagt

      @firedragon, frag bitte mal die zuständige Försterei, an welchen holzverarbeitenden Betrieb, egal welcher Sparte auch immer, sie nicht FSC-zertifiziertes Holz verkaufen kann. Da findet sich kein ernst zu nehmender Abnehmer mehr. Insofern kann man der Gemeinde keinen Vorwurf machen.
      Ich weiß ja nicht wie ihr Winzer das macht, aber wenn du 500 oder 1.000 Pflöcke für deinen Wingert bestellst, gehe ich mal davon aus, dass es zertifiziertes Holz ist. Ob es Schwachsinn ist oder nicht. Ich lasse mich da aber gerne belehren.

      PS. Die Bauern die gerissene Eiche als Zaunpfähle benötigten gibt es nicht mehr, und vor den Enthusiasten, die mit Billigmotorsägen aus dem Baumarkt ihr Kaminholz in Eigenwerbung erzeugen wollen kann ich nur eindringlich warnen.

      +1
      • firedragon sagt

        Paulus, im Weinbau wird schon lange auf Holzpfähle verzichtet.
        (verzinkter Stahl)

        0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Paulus,
        die Winzer kaufen heutzutage kein FSC-zertifiziertes Holz für ihre Pfähle, die sind aus verzinktem Eisen, weil dem Fahrer eines Vollernters die Haare zu Berge stehen, wenn er Holzpfähle sieht.

        +1
      • Ostbauer sagt

        @Paulus
        Wenn Du preiswerte Eichenholzspaltpfähle abzugeben hast, ich nehme 1000 Stück.
        Muss gerade meine Abkalbekoppel wolfssicher einzäunen.

        +1
  9. Karl Timme sagt

    Ein sehr Interessantes Spiel: Austausch der Begriffe in dem jeweiligen Text, im gelben Kasten. Eröffnet ganz neue Sichtweisen (für die einen als auch die anderen)

    +3

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