Bauer Willi
Kommentare 13

Mahnfeuer…

Alle Weide-Tierhalter machen sich Sorgen um den Wolf. Um ihre Sorgen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, rufen sie europaweit für den

15. September 2018

zu Mahnfeuern auf. Wo diese Mahnfeuer stattfinden, ist dem nachfolgenden Link zu entnehmen.

https://www.wir-lieben-schafe.com/mahnfeuer

Ihre Argumente haben sie in einem Flyer (auf der Seite weiter unten) zusammengefasst.

Weidehaltung und Wolf ist ein Zielkonflikt. Wer die Weidehaltung fördern möchte, darf die Weidehalter nicht „im Regen stehen“ lassen.

https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Aktionstag-mit-Mahnfeuern-gegen-den-Wolf-9673950.html

Bauer Willi

 

 

 

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13 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Unsere Tierschutzdiktatoren werden erst nachgeben , wenn es einen Menschen erwischt hat und dann ist es keiner mal wieder gewesen. Das Spiel kennen wir ja schon . Neulich war ich in einem Wildpark. Dort führte ein Pfleger die handzahmen Wölfe als völlig harmlos vor . Waren die auch , wie Streichelhunde. An anderer Stelle wurden Waschbären vorgeführt . Auch handzahme Tiere , aber die Pflegerin sagte ganz klar , daß die alle Findelkinder waren und Handaufgezogen sind , genauso wie die Wölfe hier im Park. Also Vorsicht sagte sie. Frei lebende Tiere sind anders , weil täglich der Magen knurrt und Beute gemacht werden muß.
    Der Wolf ist und bleibt ein Raubtier und passt in unsere Landschaft mit den vielen Menschen nicht mehr rein. Er kommt von Ost nach West und überall dort sind die Wälder ohne Wild. Nach dem Wild kommen die Nutztiere dran, weil die keinen Schutzinstinkt mehr haben. Wenn Wölfe ausgewachsene Rinder niedermachen , dann ist doch das Maß voll , oder ? Der Wolf wird von der städtischen Bevölkerung uns auf dem Land ohne wenn und aber aufgedrückt. Genauso wie das fehlende Internet , Handyempfang , ärztliche Versorgung usw. . Wir sollen billige Nahrungsmittel liefern, grüne Energie produzieren, Freizeit anbieten , aber sonst ist denen alles egal . Man fährt ja wieder nach Hause regt sich über die Subventionen auf.

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    • Mausschubser sagt

      Nein Friedrich, die Nutztiere, die leicht zu greifen sind, sind die ersten. Der Wolf nimmt bevorzugt das was am wenigsten Aufwand und Gefährdung für ihn bringt. Im Rudel sind das auch größere Tiere. Und wenn er mit dem Menschen keine Gefahr mehr verbindet, dann kümmert ihn dabei auch die Anwesenheit des Menschen nicht mehr.

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  2. Astrid sagt

    Wir sollten endlich aufhören andere Tiere zu vermehren, um uns zu bereichern. Dann erledigt sich das Problem von alleine. Die Tiere sind qualgezüchtet, deshalb müssen sie geschoren werden, dann werden sie gefangen gehalten und abgeschlachtet.
    Wir Menschen töten Millionen Schafe jedes Jahr und finden es ungeheuerlich, wenn ein Wildtier ein oder auch ein paar Schafe tötet, um zu überleben. Wie schaffen wir es immer wieder uns ernst zunehmen in unserer Dummheit? Mit uns Menschen stimmt was nicht …

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    • Monique sagt

      Der Mensch hat gelernt das Schaf zu scheren, weil er zuerst das Fleisch von ihm gegessen hat, dann hat er die Knochen usw. verwertet und irgendwann kam ein Mensch auf die Idee nicht die Haut des Tieres mit den Haaren dran zu tragen – weil der Mensch kalt hatte und ohne die Schafahaut ausgestorben wäre – sondern entwickelte die Verarbeitung der Wolle zu Stoffen und Kleidern.
      Sie könnten ohne die ganze Entwicklungsgeschichte des Menschen, wie sie nun halt ablief Ihren Kommentar gar nicht schreiben!

      Meiner Meinung nach ist das WIE ein Mensch eine Handlung macht ein wichtiger Unterschied. Wieso soll man seine Hauskatze oder Hund nicht essen dürfen wenn man sie einschläfert wegen körperlicher Gebrechen? Ist doch eine Verschwendung von tierieschem Protein. Interessanterweise ist das verboten.

      Der Mensch kann nicht ohne Tiere leben. Umso mehr Würmer ich im Boden habe, umso vitaler ist die Erde und umso kraftspendender das Gemüse! Wir selber tragen oder sollten 1 bis 1.5 kg an Tieren (Bakterien) in uns tragen sonst können wir gar keine Nahrungsbestandteile usw. aufnehmen sprich wären tot.

      Wenn der Mensch ohne Leid (ich weiss nicht, ob die Karotte es toll findet, dass ich sie esse weil sie dadurch ihre Lebensgrundlage – nämlich Samen zu produzieren um Nachkommen zu ermöglchen nicht mehr realisieren kann) zu produzieren leben will muss er sich aus dem System nehmen. Leben spendet und braucht Energie und das geht auf diesem Planeten nun mal in einer gewissen Form vor sich. Der Mensch braucht Energie und somit andere Lebensformen für sein eigenes Überleben. Im Handeln sprich im WIE wie wir uns die benötigte Energie bereit stellen – können wir uns noch sehr verbessern… Mit der (veganen) Heilsbrille wird es keinen Deut konstruktiver!

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      • Astrid meinte ja nur die gezüchteten Nutztiere, Monique
        weil sie domestiziertsind, kann man sie mit Wildtiere nicht vergleichen.

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  3. Nun, man stelle sich EINE eingezäunte Wiese vor, Elektrozaun oder Stacheldraht, Drahtgeflecht oder Holzlatten aneinandergereiht, egal. Auf der Wiese, EINE große Herde Schafe, wobei ich mir an dieser Stelle vorerst erspare, über unsere beschränkte Sicht EINER Herde herzufallen. Daher lasse ich lieber EINES unserer liebsten Raubtiere über besagte Herde herfallen: einen Wolf. Einen solchen, wie er vermehrt hierzulande wieder in alte Heimaten heimkehrt.
    Hungrig und nachwachsende Mäuler mit Nahrung zu versorgen habend, springt er flink über den Zaun auf die begrenzte Wiese. Die Schafe in Aufruhr, verstärkt obendrein durch deren begrenzte Fluchtmöglichkeit, EIN Blutbad die Folge, der Verdächtige am nächsten Morgen schnell ausgemacht: EIN Raubtier, ein Wolf, na klar. Der Aufschrei unnatürlich rachsüchtig, das Verlangen, Wölfe zum Abschuss freizugeben, gereimte Kurzsichtigkeit, derartige Kurzsichtigkeit EIN zuverlässiger Begleiter durch die Menschheitsgeschichte.

    Wenn EINE von Menschen geformte Herde keine natürliche Herde sein kann, sind Blutbäder auf begrenztem Raum nicht ausgeschlossen, sobald eine Gefahr von außerhalb festgelegter Grenzen über den künstlich erwirkten Schein von Geschlossenheit herfällt. Scheingeschlossenheit, die innerhalb der Grenzen eingeschlossen liegt. Gleiches gilt für EINE Gesellschaft, die längst keine Gemeinschaft mehr sein kann, aufgrund zahlreicher künstlich auferlegter Grenzen und mangelnder wesentlicher Grenzerfahrungen. Von wem, so lautet doch die wesentliche Frage, sind denn natürliche Herden ihrer Freiheit beraubt worden? Sei es zum Zwecke der Domestizierung, der Massenhaltung, sei es als gläubige, allwöchentliche Versammlung von Schäfchen. Doch wohl von jenen, die sich selbst Mehr und Mehr ihrer eigenen natürlichen Freiheiten beraubt und so künstliche Grenzen errichten haben, um selbst in Sicherheit existieren zu können, wenn auch nur bedingt durch EINEN andauernden Raub von Fremdenergie, die vor Ort von Natur aus nicht permanent derart potent zur Verfügung steht.

    Wir EINEN sehen unsere Harmonievorstellungen im Angesicht so vieler Räuber in den Grundfesten erschüttert, nicht müde werdend, rasch auf die gesellschaftlich akzeptierten Räuber zu zeigen. Wie praktisch, derart faktisch, den Übeltäter ausgemacht zu haben, oder? Allerdings gibt es in der Natur, von Natur aus, gar keine Raubtiere. Aber das ist EIN ANDERES Thema. Zumal es nur EINEN einzigen Räuber gibt.

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        • Ich drücke es mal anders aus: Auf der einen Seite wollen wir unsere Handschrift nicht in dem erkennen, wie ANDERE Lebewesen sich verhalten. Auf der anderen Seite akzeptieren wir unsere Handschrift als Unterschrift unter dem Vertrag, den wir der Natur unter die Nase halten, worin steht, dass wir EINEN mit allen ANDEREN nach unseren Vorstellungen von Leben verfahren dürfen.

          Sie hätten es gerne praktisch? Na gut. Der Mensch ist längst ausgestorben, nur hat es sich noch nicht bis zu ihm herumgesprochen. Warum nicht? Weil des Menschen Technologien dafür sorgen, dass diese Information den Menschen nicht erreicht. Praktisch? Ja, für das Leben … auf lange Sicht. Aber eine andere Sicht kennt das Leben ja auch nicht.

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  4. fingerphilosoph sagt

    Nicht nur Weidehaltung und Wolf ist ein Zielkonflikt. Sondern auch die angestrebte totale Schmerzvermeidung beim Nutztier und Wolf. Es ist in meinen Augen ein Widerspruch, bei der regulären Schlachtung 30 Sekunden Schmerz (Atemnot durch CO2Betäubung) als Tierquälerei anzuprangern und es gleichzeitig billigend in Kauf zu nehmen, dass zahllose Weidetiere dem Wolf zum Opfer fallen, der viele Tiere schwer verletzt, ohne dass sie gleich tot sind, sondern stundenlang qualvoller dahinsiechen als je in einem Schlachthof.

    Weidetiere sind Nutztiere, die mit dem Menschen einen (unausgesprochenen) Vertrag haben: sie geben ihr Leben und erhalten dafür, solange sie leben, Schutz, Nahrung und Fürsorge. Wenn der Mensch dem Wolf nicht Einhalt gebietet und die Weidetiere nicht ausreichend schützt, bricht er diesen Vertrag.

    Die Lösung des Zielkonflikts, die angestrebt wird, kann ja eigentlich nur in der Abschaffung der Weidehaltung bestehen, vielleicht auch in der Abschaffung der Nutztiere generell. Und da eine lautstarke und politisch relevante Minderheit ja generell für die Abschaffung der Nutztiere ist, halte ich es für möglich, dass dieser Zielkonflikt bewusst herbeigeführt wurde und gewollt ist.

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    • Monique sagt

      Hallo Fingerphilosoph
      Nicht nur die Weidehaltung will so abgeschafft werden. Es wird auch fleissig an der Vernichtung der bäuerlichen Strukturen und gewerblicher Lebensmittelverarbeitung gearbeitet (mit anderen Mitteln und Etiketten)…
      Das kann noch heiter werden – vor allem – für all jene, die für ihren Körper Nahrung und Wasser benötigen. Zum Glück, ist das nur die Minderheit der Menschen…
      Hunger in Europa nie!!! Das war vor 200/300 Jahren, da wurde in Massen z.B. aus der Schweiz ausgewandert weil Hunger herschte. Heute haben wir Technik und Welthandel!!! Wie war das mit den Römern? Das ist ja noch länger her, als nicht mehr genügend Getreide aus den Kolonien nach Rom gekarrt werden konnte. Heute undenkbar – obwohl ein Mensch eine Strasse für einen LKW blockieren kann und wie kommen die Lebensmittel in den Suppermarkt?
      Es soll der Bär, der Wolf, der Luchs und zum Teil wollen sie in der Schweiz auch Wisente in den Wäldern haben. Sobald der erste Mensch von einem dieser Tiere angegriffen oder getötet wird, wird sich die Ausgangslage ändern – vorher leider nicht. Die toten Schafe oder Kälber werden vergütet – also wo ist das Problem. Wer würde gerne sein Fify vom Wolf gerissen aus der Wohnung tragen? Mit den Schutzhunden klappt es nicht so richtig aber wehe ein Hirtenschutzhund greiff ein Mensch an. Armer Schafhalter der zu einem Hundehalter werden musste, damit die Schäfchen das Gras fressen können.

      Zwar ist es so, dass die vielen Menschen, die bei Autounfällen mit Wild zu Tode kommen, kein Umdenken in der Bewirtschaftung des Wildbestandes hervorruft. Ob die Lösung wirklich in der „Bewirtschaftung“ der Wildbestände durch die Regulierung mittels Abschuss ist – ist fraglich.
      Wenn es ein Miteinander geben soll, dann müssen ganz andere Wege beschritten werden – nicht nur für die Bauern, Tierhalter und Jäger… Vor allem kostet das auch etwas. Zootiere leben auch nicht gratis und da sind ganz andere Betreuungsschlüssel und Kosten pro Tier angesagt und werden bezahlt. Interessanterweise klappt es in diesen Bereichen mit dem Geld obwohl der ursprüngliche bildende Zweck der Zootierhaltung eher nicht erreicht wird. Deshalb ist nun die Schiene Erhaltungszucht das Ziel…

      Seit tausenden von Jahren lernt und die Geschichte, dass der weisse Mann kein Miteinander mit der Natur leben will. Er will sie nur beherschen und für seinen Vorteil nutzen.

      Das Nachfolgekonzept zur produzierenden Landwirtschaft, wird dann der Archehof und das Freilichtmuseum sein. Auf die paar Schafe kann das Personal dann aufpassen ohne dass der Wolf eine Chance hat, eines zu reissen. Vielleicht ist der Wolf dann wohl trotz aller Bemühungen nur im Zoo anzutreffen und der Mensch lebt in der geschlossenen Gemeinde mit einer grossen Mauer rundherum, dem Wachmann am Eingang und einer grossen Glaskuppel über den Häusern – fast wie der Wolf oder Schimpanse im Zoo nur ohne tierische Menschenzoobesucher 😉

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