Bauer Willi
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Lebensmittel, Energie und Ethik

Ich habe für unsere Pelletheizung, die den ganzen Hof mit Wärme versorgt, Holzpellets gekauft. Ich habe tatsächlich den niedrigsten Preis der letzten Monate bezahlt (299 €/t), aktuell steigt der Preis wieder an. Derzeit kosten die Holzpellets rund 320 € pro Tonne brutto. (Bei meiner Postleitzahl und bei 6 t Bestellmenge) Weil wir ein großes Lager haben bestelle ich immer einen ganzen Silozug, da ist es noch 6 €/t billiger.

Bei der gleichen Genossenschaft, bei der ich die Holzpellets gekauft habe, bekomme für meinen Brot-Weizen aktuell rund 178 €/t, für meinen Futterweizen rund 170 €/t. Roggen wird mit rund 144 €/t gehandelt. Preise auch brutto. Wir haben in diesem Jahr zu rund 80% Futterweizen, weil die Proteingehalte für Backweizen zu niedrig sind.

Billiger wäre es also für mich, mein eigenes Getreide zu verfeuern. Der Brennwert von Weizen liegt bei rund 85% von Holzpellets.

Und jetzt kommt mir nicht mit technischen Details wie Asche-Erweichungspunkt, Chlorgehalt und höherem Schlacke-Anfall. Das weiß ich schon alles, es geht hier ums Prinzip: Darf ich meinen Weizen verheizen? Und dürfen wir Pflanzen anders nutzen als für Nahrung und Futter? Wenn ihr am Erntedank-Sonntag in die Kirche gehen solltet, könnt ihr ja mal euren Pfarrer/Pastor fragen…Ich glaube, ich kenne die Antwort.

Bei der Verwertung von Pflanzen für thermische Zwecke scheiden sich die Geister. Ethische und moralische Fragen sind zu beantworten. Was ist mit Rapsöl im Diesel oder Mais für Biogas? Was mit Bio-Ethanol aus Zuckerrüben oder Mais im Benzin?

Was wir heute vergessen haben: Mein Großvater hat den Acker noch mit Pferden als Zugkraft bearbeitet. Dafür wurde im eigenen Betrieb Futter angebaut.  Wenn ich im eigenen Betrieb Raps anbaue und das Rapsöl im Schlepper verbrenne und so dessen Zugkraft auf meinem Acker nutze, ist es im Prinzip das Gleiche. Oder etwa nicht?

Keine Angst, ich werde unseren Futterweizen nicht in unserem Kessel verheizen. Ich wollte es euch nur mal zum Nachdenken mitgeben, dass hier die Koordinaten nicht mehr stimmen.

Nur für den Fall, dass ihr glaubt, dass Brot und Brötchen wegen der gefallenen Getreidepreise jetzt billiger würden: Ich verspreche euch dass das nicht passieren wird.

 

 

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43 Kommentare

  1. Friedrich Schöne sagt

    Warum diskutiert niemand die Qualitätsfrage?

    Ich habe, vor Jahren bereits, auf einem „Biobetrieb“ in Wildbörten/Altenburger Land einen Ofen aus Dänemark gesehen, der so gut wie alles Brennbare nimmt. Und der Weizen, der dort verbrannt wurde, verdiente seinen Namen nicht, war er doch grau und total verschimmelt und eignete sich wirlich nicht als Nahrung, weder für Mensch, noch für Tier. In besagtem Ofen landeten auch die nicht futtertauglichen Getreidechargen der Nachbarbetriebe – das Ganze weitgehend kostenfrei und damit ein Segen für die Zubringer, für den Brennstoff-Nutzer sowieso.

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  2. Rudolf Rößle sagt

    Lieber Willi
    Mit den ganzen Rohstoffpreisen wird die Wirtschaft geschmiert und in Ländern, in denen die Preisspanne von Endprodukt zu Rohstoff nicht so groß ist wie bei uns, dient der Rohstoff als Grundbedarf. Das Thema ist glaube ich durch, das diskutieren wir doch schon seit unserer Kindheit Nur wer spezieller Direktvermarkter ist oder in einem gesonderten Programm, wird mehr Wertschöpfung erreichen.

  3. Terver sagt

    Es ist unethisch, Weizen anzubauen wenn er so billig ist. Denk mal darüber nach. Der Markt bestimmt den Preis. Täte er das nicht, d.h. würdest du einen gerechten Fixpreis bekommen, müssten Produktionsquoten eingeführt werden. Man kann nicht die Butter bekommen, der Preis vom Butter und das Lächeln der Butterfrau.

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  4. Polymesos sagt

    Um die Jahrtausendwende war Getreide so billig,
    dass es ensthafte Anstrengungen gab,
    das automatische Getreideheizen flott zu bekommen.

    Und dann wurde Getreide plötzlich besser bezahlt.
    Es wurde einige Jahre gleichauf mit dem Ölpreis
    nach Energiegehalt bezahlt.

    Also das hat zwar niemand je so gesagt,
    ab er mir kam es so vor.
    Erstaunlich, dass das möglich war.

    Jedenfalls war damit das Interesse
    an der Entwicklung von guten Getreidebrennern vorbei.

    Jetzt ist Öl so teuer, dass man dem Bauer diesen Gewinn
    wahrscheinlich gar nicht mehr gönnt.
    Wäre der Bauer nach seiner Energieproduktion gerecht bezahlt,
    wäre er reich.

    Mal sehen, was passiert,
    wenn der Getreide Heiz Hype wiederauflebt.

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    • Inga sagt

      Dann haben vor 20 Jahren die Mühlen wohl Angst bekommen, dass die Bauern das Getreide verbrennen, anstatt es ihnen zu liefern und sie nix mehr daran verdienen können.

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    • Bauer Willi sagt

      @Pälzer Buh
      Nicht wirklich. Die Stärke und der Chlorgehalt machen Probleme. Durch die Stärke kann es Anbackungen geben, der Chlorgehalt zu Korrosion. Wenn man Kalk untermischt, werden die Probleme kleiner. Ein Nachbar hat es auf verschiedene Weise probiert und wieder aufgegeben. Unter die Holzpellets mischen müsste gehen.

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  5. Friedrich Schöne sagt

    Ja, dieser Preisunterschied zwischen Weizen und Holzpellets zulasten des Lebens- bzw. Futtermittels ist einfach skandalös. Man fragt sich, welche Schwindelökonmie dahinter steckt. Da der Weizenpreis vereinfachend vom Weltmarkt bestimmt wird, müssen die hölzernen Pellets drastisch überbewertet sein. Und hier sind es die Energieträger-Kosten hierzulande, besonders die der teuren Solar- und Windenergie bei Verbot des Biligmachers Kernkraft, welche die Preise generell für Erdgas, Erdöl, Kohle und eben auch für Brennholz in jedweder Form hochjazzen. Der größte Fehler in der jetzigen (wirklich abnormen Situation) wäre es, den unseligen Slogan aus den 1990ern „Heizen mit Weizen“ wieder zu beleben – dies, nicht nur vor einem politisch grün-roten Hintergrund, sondern auch angesichts der unzureichend versorgten Erdenbürger in der bekannten Größenordnung von etwa einer Milliarde.

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    • Ex-Baumschuler sagt

      „angesichts der unzureichend versorgten Erdenbürger in der bekannten Größenordnung von etwa einer Milliarde“

      Da muss man halt auch mal die Verantwortung übernehmen.

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  6. Interessierter Laie sagt

    Es geht um für den menschlichen Verzehr ungeeigneten Futterweizen, wegen dessen Verbrennung also kaum jemand hungert.
    Ist die Landnutzung durch Kurzumtriebsplantagen auch unmoralisch? Immerhin wird durch diese Nutzung ein Preissignal für andere Brennstoffarten gesetzt, was andernorts beispielsweise Landwirtschaft ermöglicht und auch den Einsatz von Rettungsfahrzeugen günstiger ermöglicht.
    Von mir bewusst überzeichnet, aber Hungersnöte gibt es auf dieser Welt nicht aufgrund unserer Landnutzung, sondern durch gesellschaftliches Versagen.

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    • Didier Terver sagt

      Da Sie Laie sind, ist Ihnen verziehen. „Futterweizen“ ist eben nur eine Bezeichnung, um weniger zahlen zu müssen. Es wird sehr viel „Futterweizen“ unter den Backweizen gemischt. Die Chemieindustrie sorgt schon dafür dass „Brot“ daraus entsteht.

  7. Ehemaliger Landwirt sagt

    Wenn für Energie mehr wert ist, als Lebensmittel, stimmt in unserem Land einiges nicht mehr.
    Moralisch gesehen, würde ich Weizen verheizen.

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  8. Wolfsfeind sagt

    Wenn in unserem Land einer verhungert weil Weizen verheizt wird ist es unmoralisch.
    Ansonsten feuer frei.

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    • Getreideheizer sagt

      in unserem Land wird keiner verhungern weil Weizen verbrannt wird, der Weizen wird dann einfach aus ärmeren Ländern eingeführt und dort verhungern die Menschen. wir können hier Weizen nicht für diesen Preis zu EU Bedingungen erzeugen, deswegen gibt es ja die Nahrungsmittelverbilligungsförderung der GAP

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  9. Rathje Clasen sagt

    Willi, weil der Getreideverkaufspreis in der Ernte auf leichten Böden und somit schwachen Ernten meist zu niedrig ist, hat sich die Veredlung der Ernte übers Schwein entwickelt .
    Seit 1909 wurde auf unserem Betrieb nicht 1 kg Getreide verkauft , sondern an Schweinen verfüttert.
    Warum nicht auch Getreide verheizen???

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  10. Hagen sagt

    Zu dem Thema fällt mir der Jahrhundertvergleich Landwirtschaft ein, vom Landwirtschaftsministerium. Dort kann man nachlesen das vor 100 Jahren ca 1/3 der Ackerfläche in das Futter der Zugtiere ging. Durch Fossile Energieträger wurde das einige Jahrzehnte später auf 0 reduziert. Heute, wenn wir alles zusammenrechnen was wir auf dem Acker anbauen um damit Energie zu erzeugen, ist es immer noch nur ein Bruchteil davon.
    Gruß Hagen

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  11. Arnold Krämer sagt

    Als „Moralweltmeister“ überhöhen wir Deutsche das Thema. Zur Moralistik gehören das aus dem Griechischen stammende Wort Ethik, das aus dem Lateinischen (mores) stammende Wort Moral und das deutsche Wort Sitte.

    Unmoralisch oder unethisch ist Verbrennung von Weizen zu Heizzwecken nur insofern, als es nicht unseren Sitten entspricht. (mores=Sitten)

    https://www.lernen.net/artikel/moral-ethik-16726/
    Dort im Text heißt es u.a. auch „Unser Sinn für Moral ist also eher durch Emotionen und Instinkte geprägt als durch Vernunft und Verstand. Daher gibt es Handlungen, die wir als unmoralisch betrachten, ohne wirklich erklären zu können, warum.
    Vieles kann man aktuell auch nachlesen bei Otfried Höffe, Die hohe Kunst der Weisheit.

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  12. Alfons Nünning sagt

    Ex-Baumschuler, Abtreibung nach der Geburt, ich stehe gerade auf dem Schlauch, bitte Erklären.

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    • Ex-Baumschuler sagt

      Na ja, auch eine Abtreibung im neunten Monat würde entweder bedeuten, dass man das Ungeborene zunächst in der Gebärmutter abtötet und dann herausholt oder dass man es erst herausholt und dann … also äh. Beides klingt nicht gut, und ich hab’s auch nicht erfunden.

      Aber kann wenigstens Bundeskanzler Merz Abtreibungen bis „zwei Tage vor der Geburt“ mit seinem „Gewissen“ vereinbaren? – Kurze Antwort: „Ja.“ – https://x.com/Beatrix_vStorch/status/1942928435795427366

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  13. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Nur so als gedanklichen Anreiz nebenbei: Sind Bäume keine Pflanzen – moralisch ethische Bedenken, diese zu verbrennen, haben wir doch auch nicht!?

    Wenn die Gruppe der Flexitarier innerhalb unserer dekadenten Wohlstandswelt dramatisch ansteigt, und das tut sie gegenwärtig, welche sinnvolle Verwertung gibt es dann noch für das unter höchstem Schutzansinnen stehendes Grünland!?

    Immerhin ein Drittel der LN hier in Deutschland sind dem Grünland zuzurechnen.

    Nun ja, unsere Nutztiere und Biertrinker halten zusehends Einzug auf der roten Liste.

    Einer weiteren Gruppe geht es dato auch nicht besonders gut – den deutschen Winzern steht das Wasser/ihr Wein förmlich bis zum Hals. Unser zunächst prinzipiell schützenswertes Kulturgut -die Weinberge- kann kaum mehr rentabel bewirtschaftet werden. Der Winzer erhält gerade einmal 60 Cent pro Liter, wenn er seine Trauben andient.

    Beim Verbrennen von Rapsöl im Dieseltank -ca. 1.000 Liter pro Hektar können geerntet werden, um diese einem direkten Wertschöpfungskreislauf zuzuführen OHNE(!) Zwischenwirt- bleiben immerhin um die 60 Prozent Presskuchen übrig, der sowohl der menschlichen bzw. tierischen Ernährung zugeführt werden kann. Proteinreich und naturgesund!!!

    Das eine Drittel, das zu früheren Zeiten für die Zugleistung der Tiere genutzt wurde, konnte eine solche positive Energiebilanz jedenfalls nicht verzeichnen.

    Unsere „Gas Kathi“ will als Reserve Gaskraftwerke errichten lassen für unsere Energiesicherheit. Einsatzzeiten werden gemutmaßt bei um die 400 Stunden, nicht monatlich – sondern innerhalb eines Jahres, anzusiedeln sein. – Bei einer Privatperson stünde unter dieser Wirtschaftlichkeitsberechnung sofort das Finanzamt auf der Matte wegen ganz offensichtlicher LIEBHABEREI! Parallel hierzu macht ein solch energiepolitisch geradezu abstruses System kleinste bestens funkionierende Gaskraftwerke systematisch einfach platt. In Biogasanlagen gehen biologische Prozesse vonstatten, anders als bei den Gaskraftwerken wird hierbei kein CO2 freigesetzt; …nur randständig angemerkt.

    Philanthropen, die einzig und allein das Wohlwollen anderer im Fokus haben, können im Haupterwerb jedenfalls kaum mehr überleben, ein solcher Luxus ist in Dauerschleife untrag-/denkbar. Vom verstetigten Drauflegen innerhalb der bäuerlichen Mikroökonomien lässt sich schlussendlich nicht einmal mehr minderwertiges Gut erzeugen. Ziehen wir von obigen Preisen die alljährlichen Subventionen ab! – Schwups! Was bleibt!?

    Werden Holzpellets übrigens auch subventioniert, mir jedenfalls nicht geläufig!…

    Daten, Fakten und Zahlen in einem Rechenmodell: Aktuell werden um die 100 Liter Diesel pro Hektar bei der Landbewirtschaftung eingesetzt. Bei Diesel liegt der Energiesteuersatz je Liter bei um die 47 Cent zuzüglich derzeit 19% Umsatzsteuer (Steuer auf die Steuer!!!), der Steuerabgabenanteil ist damit bei rund 53% beim Diesel anzusiedeln. – Erschließt sich dem geneigten Leser an dieser Stelle jetzt nicht selbstredend, warum die Bauern in einem direkten Wertschöpfungskreislauf ihr Rapsöl auf ihren Höfen nicht selbst verfahren dürfen!? …

    Veredelt unser Vater Staat unseren Raps über den Tank, klingeln am Flaschenhals über die Zapfsäule 500,00 bis 600,00 Euronen. Wir befeuern also diese Steuervereinnahmungs-Golddruckmaschinerie ganz bewusst als stets grundehrlich treue Bürger.

    Alleine über die Umsatzsteuer greift Vater Staat auch Bauer Will doppelt in die eigene Hosentasche.

    Wir sind schon extrem treudoofe tumbe Tore, weit weg vom Status eines freigeistig cleveren Unternehmers!!! Auch heute noch heißt „Bauer sein“ mithin das kontinuierliche Betreiben des hofeigenen Hamsterrädchens in Turbogeschwindigkeiten, ohne dabei die eigenen Hirnwindungen sinnvoll aktivieren zu wollen…; bleibt ja auch kaum (Rest)Energie fürs Hirn!!!

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  14. Joachim Kaiser sagt

    Guten Morgen
    Wie sieht der Heizwert der ganzen Weizen Pflanze gegenüber Holzpellets aus?
    Es gibt eine Pelletmaschine von Krone für den Schlepper, somit könnte man sich gleich den Mähdrescher sparen.
    Ich bin sogar davon überzeugt das die gesamte Pflanze den Holzpellets in keiner Weise nachteilig gegenüber steht.
    Die Frage ist nun wie viel kostet die ganze Weizenpflanze in Pellets gegenüber Holzpellets.
    Wünsche allen einen wunderschönen Tag.

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  15. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Wenn man die technischen Möglichkeiten hat würde ich auf jeden Fall den Weizen verfeuern. Wird mit Mais in Biogasanlagen doch auch gemacht. Ethische Fragen muss sich in diesem Land erst mal die politische Obrigkeit stellen (Geld für Rüstung, Soziales, usw). Der Landwirt in MV hat die Zusammenhänge übrigens gut dargestellt:
    https://youtube.com/shorts/zaNCQhM7jD4?si=WSOFkZG66vSsU7c1

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  16. Sonja Dengler sagt

    Wieso die Einordnung als moralische Frage? Es ist ja nicht so, dass die Tiere hier hungern und es ist wohl klar, dass der Weizen nicht zum Brotbacken usw. geeignet ist.
    Warum muss man also nach der Moral fragen, wenn man diesen Weizen verheizen möchte? Ich würde unter diesen Umständen das Heizmaterial nutzen, das mir zur Verfügung steht und für das ich so schwer gearbeitet habe.
    Zynisch finde ich Ihren Vorschlag, am Sonntag den Pfarrer zu fragen…..wieso den Pfarrer? Weiß der besser Bescheid was Gott will als der gesunde Menschenverstand? Ist jedenfalls übel und auch nicht als Ironie gekennzeichnet, also ernst gemeint?
    Jesus hat gesagt: Gebt dem Kaiser, was ihm gehört. Wahrscheinlich würde er heute sagen: gebt dem Bauern, was ihm gehört. Daraus muss man also keine moralische Frage machen. Rückkehr zur Vernunft ist angesagt. Wer hier nach gesetzlichen Anweisungen ruft, der weckt geldgierige Tiger und darf sich nicht wundern, wenn er unterdrückt und mit noch mehr Vorschriften belastet wird.

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  17. Werner Knödler sagt

    Moralische Bedenken brauchst Du da keine haben ,
    Du bist da an nix gebunden Du und die Deinen haben
    sich eine warme Stube redlich verdient .

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  18. Kemetbauer sagt

    Die rechtliche Situation ist leider nicht ganz eindeutig. Grundsätzlich ist es den ldw. Betrieben und ähnlichen Branchen jedoch erlaubt, Getreide zu verbrennen, wenn die vorgegebenen Emissionswerte eingehalten werden und die Anlage eine bestimmte Größe nicht überragt. Die Begrenzung auf diese Branchen bietet den Feuerungsanlagenherstellern jedoch keinen großen Anreiz zur Entwicklung entsprechender Anlagen. Man ist oft auf die Produkte ausländischer Hersteller angewiesen. Zum verlogenen ethisch-moralischen Geschwurbel möchte ich hier nur die kath. Kirche zitieren. „Es ist eine Abwertung des täglichen Brotes und der Arbeit der Landwirte“.
    Jede Alternativverwendung von Getreide könnte den Markt beleben und damit die Nachfrage nach Getreide fördern. Steigende Preis würden dann die Lebensmittel verteuern. Genau das will die Politik um fast jeden Preis vermeiden. Das tägliche Brot muss billig bleiben, damit das Fußvolk ruhig bleibt.

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  19. Frikadellen piet 46 sagt

    Guten Morgen du sprichst ein sehr interessantes und zugleich heikles Thema an. Man darf bei der Sache nicht vergessen, dass einige Regionen auf der Erde nicht zu essen haben. Zusätzlich sollte man bedenken, dass wir sogar einige Flächen nicht nutzen. Ist es ethisch sinnvoll, dass wir Flächen für Freiflächen Photovoltaik nutzen statt für Getreideanbau. Man sollte immer bedenken, dass wir sehr viel Energie teuer aus dem Ausland importieren. Denn unsere Energieversorgung ist sehr unsicher!

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  20. Peter Schubert sagt

    Vergleicht BW da Verkaufspreise (Pellets) mit Ankaufspreisen (Weizen)?
    Davon ab, warum soll er seine Produkte nicht verbrennen, wenn sich das für ihn rechnet oder der kleinere Schaden ist? Auch wenn es dem „Nahrungsmacher“ schwer fällt, plötzlich „Rohstoffmacher“ zu sein. Im Ernstfall wird ja sogar untergepflügt.

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        • Lady sagt

          „Also vergleichen Sie An- und Verkaufspreise. “

          Das ist zwar formal richtig. Aber es geht hier um den Vergleich zweier Handlungsalternativen aus Sicht von Bauer Willi.
          Letztlich sind es Opportunitätsüberlegungen .

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  21. Ex-Baumschuler sagt

    „Und dürfen wir Pflanzen anders nutzen als für Nahrung und Futter? Wenn ihr am Erntedank-Sonntag in die Kirche gehen solltet, könnt ihr ja mal euren Pfarrer/Pastor fragen…“

    Und wie wird das Bundesverfassungsgericht demnächst zum Thema Abtreibung urteilen, mit dem Segen der spezialdemochristlichen Union? Wie zur Zwangsrekrutierung von Transfrauen an die Front? Wann werden endlich Zier- und Zuchtkaninchen gleichgestellt? Und warum gieße ich diese blöde Chili-Pflanze, wenn sie dieses Jahr sowieso keine Früchte mehr kriegt?

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    • Bauer Willi sagt

      @Ex-Baumschuler
      Ich verstehe den Kommentar nicht. Oder soll das Ironie sein? Dann bitte kennzeichnen.

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      • Ex-Baumschuler sagt

        Das Bundesverfassungsgericht wird demnächst Abtreibungen bis vor und sogar noch nach der Geburt legalisieren. Also nicht nur Straffreiheit, sondern Legalität und staatliche Unterstützung. Es werden drei Verfassungsrichter ausgewechselt, wobei eigentlich alle Kandidaten bestimmte politische Linien verfolgen.

        Ich dachte, das sei als Tagesgeschehen allgemein bekannt.

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        • Sonja Dengler sagt

          ja, das ist allgemein bekannt und ich kämpfe dagegen schon seit vielen Jahrzehnten – ABER: es hat halt nichts mit dem Thema ‚Pellet oder Futterweizen verheizen‘ zu tun.
          Der Zusammenhang ist unverständlich und den gibt es wahrscheinlich auch gar nicht.

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          • Ex-Baumschuler sagt

            Vergleiche das Weizenkorn mit dem ungeborenen Kind. Um das eine macht Willi sich Sorgen, es gottgefällig zu verwerten, ansonsten wählt er die CDU, und das noch als Katholik. Ich fordere eine Parteienzensur im Bundesverfassungsgerichtsamt!

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            • Lady sagt

              Auch diesen Kommentar von Ihnen verstehe ich nicht.

              Das Verfassungsgesetz schützt unsere Verfassung, es macht aber keine Gesetze. Und es verbrennt weder Weizen noch kleine Kinder.
              Wo bitte steht im GG der Unsinn, den sie hier verbreiten?

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich empfehle ihnen mal die Ausstellung Körperwelten, von Gunther von Hagen anzuschauen, ob Sie dann noch vergleiche vom Weizenkorn zu ungeborenem Leben anstellen?

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