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Kostentreiben…

Ich weiß leider nicht, wo diese Rede aufgenommen wurde und wer der Politiker ist. Aber er beschreibt die derzeitige Situation in der Landwirtschaft sehr gut. Gerade die praktischen Beispiele machen das Dilemma klar: bei niedrigen Preisen zusätzlich noch neue Auflagen erfüllen zu müssen. Danke an Tjark Wetzel.

Meiner Meinung nach sehr treffende Worte zur aktuellen wirtschaftlichen Situation in der Landwirtschaft fand dieser Politiker. Schade, dass er damit eine Rarität unter den Politikern darstellt. In diesem Auszug seiner Rede verdeutlicht er sehr anschaulich, dass nicht allein das aktuell sehr niedrige Preisniveau dazu führt, dass zur Zeit viele landwirtschaftliche Betriebe aufgeben müssen. Die stets strenger werdenden (Umwelt-) Auflagen und Verordnungen seitens der Politik sind es, die in Niedrig-Preis-Phasen das Ende vieler Betriebe besiegeln, da sie meist mit immensen Investitionen verbunden sind, die der Landwirt zusätzlich tragen muss."Die Milchpreise werden sich wieder erholen, aber die neue Düngeverordnung mit ihren horrenden Kosten, die bleibt; und die dreht uns den Hals um."Im letzten Jahr gaben rund 1500 Schweine-Betriebe und 3400 Milchvieh-Betriebe ihre Produktion auf, da sie die Kosten um die neuen Forderungen der Politik zu erfüllen nicht tragen konnten. Das bedeutet, dass innerhalb nur eines Jahres über 5% der tierhaltenden Landwirte in Deutschland ihren Betrieb aufgeben mussten. Betroffen davon sind besonders kleine Betriebe, da es für sie eine noch größere Herausforderung ist große Investitionen zu tätigen, die für sie nur zusätzliche Kosten, nicht aber einen höheren Ertrag bedeuten. Das von der Politik selbst ausgesprochene Ziel, kleine Familien-Betriebe stärken und gegen die "Massentierhaltung" und "Industrielle Agrar-Fabriken" vorgehen zu wollen, wird so sicher großen Erfolg haben…Nachtrag: Bei dem redenden Politiker handelt es sich um -Hermann Grupe- der FDP, Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Gepostet von Tjark Wetzel am Sonntag, 3. Juli 2016

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2 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Der Abgeordnete trift den Nagel auf den Kopf. Auch das EEG hat die Stromkosten mehr als
    verdoppelt. Das Geld sehen wir auch nicht wieder. Unsere Kollegen in Europa zahlen teilweise weniger als die Hälfte für den Strom. Das ist Wettbewerbsverzerrung !! Habe mal meine Stromkosten von 2004 ( rd. 8000 Euro) und von 2014 (19.000 Euro) aufgeschrieben.
    Der Stromverbrauch war immer gleich , also weniger als 1000 KW/Jahr Diff. Das sind 11.000
    Euro weniger Einkommen je Jahr, denn über die Schweinepreise ist das nicht ausgeglichen worden. Die meisten Kostensteigerungen haben wir in den Viehbetrieben. Der Ackerbau hat die Prämie und der Viehhalter die Auflagen. Wo ist da die Gerechtigkeit ? Reden wir wie die 68 er Revolutzer : Neue Leute braucht das Land !
    Die Rot-Grünen Regierungen in Bund und Land haben uns die Kosten in den Betrieben dermaßen in die Höhe getrieben , daß wir innerhalb der EU nicht wettbewerbsfähig sind.
    Wo bleibt da die EU-Kommision, die CDU oder andere Vertreter ? Unsere sogenannten Eliten versagen hier und in Europa. Aktuelle Anschauung können wir z. Zt. in GB besichtigen. Arrogantes Auftreten , aber keinen Plan dahinter. Da soll sich keiner wundern , wenn die Wähler alle auf Protestmodus umstellen und dabei die Wahlbeteiligung sogar steigt !!

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