Bauer Willi
Kommentare 13

Klimawandel: auch mehr Sonne?

Dass die Sonne im Winter weniger und im Sommer mehr scheint, ist logisch. Das hängt ganz einfach mit der Tageslänge zusammen.

Aber hat sich die Sonnenscheindauer insgesamt verändert? Klare Antwort: ja, und das vor allem in den Monaten März und April.  Nur der Oktober ist unverändert. Das sieht man in der zweiten Karte mit den Referenzperioden (da ist ein Rechtschreibfehler drin) doch sehr deutlich. Eigentlich ist viel Sonne ja gut.

Sonnenscheindauer in Deutschland seit 1951

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13 Kommentare

  1. Alexandra Hasselbach sagt

    Ich habe mich in den letzten 40 Jahren für Stallklima interessiert.
    Die Temperatur ist dort nicht das einzig wichtige. Die Luftfeuchtigkeit ist genauso wichtig. Aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit errechnet man den Währmeinhalt der Luft.
    Je höher die Luftfeuchtigkeit bei gleicher Temperatur ist desto höher der Währmeinhalt.
    In den letzten Jahren war es über Sommer sehr trocken. Kein Wölkchen am Himmel trotz Westwind. Die Sonne strahlte ungebremst auf die Erde herab die Temperaturen stiegen. Stieg der Währmeinhalt?
    Wenn bei uns es wärmer ist durch eine geringe Beschattung der Erde so müsste es über den Weltmeeren kälter sein. Es verdunstet dort zu wenig Wasser für eine gescheite Wolkenbildung.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Verdunstungsrate von Meerwasser hat zugenommen. Durch die Bestimmung des Salzgehaltes der Ozeane weiß man, dass die Verdunstungsmengen zugenommen haben. Stallklima ist nicht gleich globales Klima, lediglich die physikalischen Zusammenhänge der Thermodynamik sind die gleichen.

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      • Also kann der Salzgehalt auch wo anders herkommen…

        Die Meerwassermenge hat noch keiner gemessen, oder?

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  2. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Wurde die Infiltrationsrate besonders ausgetrockneter Böden berücksichtigt?

    Jörg Kachelmann hat letzte Woche sich noch wegen der Russlandpeitsche aus dem Fenster gelehnt, dabei ereiferte er sich mit den vulgären Worten, dass sich dieses Kältehoch sprichwörtlich mit breitem Hintern in Zentraleuropa niederlasse und so schnell sich nicht von der Stelle bewege. Diese Wetterkonstellation wie sie derzeit vorherrsche sei sehr selten. Die 20 Grad seien bis Ende des Monats sicher. Er vergaß dabei nur zu sagen, ob 20 Grad minus oder plus. – Nun, zumindest mit den 20 Grad lag er jedenfalls goldrichtig!

    Sicher sind Vorhersagen dato allenfalls 3 Tage im Voraus, alles andere kommt wohl eher einem beherzten Blick in die Glaskugel gleich. Soviel also zu unserer Moderne in der Meteorologie.; ausgestattet zwischenzeitlich mit der exzellentesten Technik weltweit kommt was dabei unterm Strich raus!?

    Mir als Bauer ist der Unterschied zwischen Wetter und Klima allerdings durchaus bewusst.

    Damit die fürchterliche Trockenheit des Unterbodens eine Änderung erfahren kann, muss es wochen- bzw. monatelang regnen, weil die Infiltrationsrate dieser ausgetrockneten Böden eine völlig andere ist als die eines durchnässten Bodens. Der eine oder andere Bodenkundler hätte diese Gegebenheit so auch nicht für möglich gehalten, muss deshalb sein eigenes Wissen dringend erweitern…

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    • Mit einem hat J. Kachelmann Recht, wenn das Wetter aus dem Osten kommt ist es langanhaltig, egal zu welcher Jahreszeit.

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  3. Thomas Apfel sagt

    Hab mir die Daten grad mal für Brandenburg angesehen (meteo.plus). Durchschnittstemperaturen und Sonnenscheindauer sind in den letzten 30 Jahren gehörig nach oben gewandert. Jahresdurchschnittstemperaturen im zweistelligen Bereich wurden in den letzten 30 Jahren 12 mal gemessen (davor nur ein einziges Mal: 1989).
    10 Jahre davon liegen zwischen 2000 und 2020, logischerweise ähnlich der Zunahme der Sonnenstunden. Niederschläge sind relativ gleich geblieben (Jahresmittel unter 400 mm gab es immer mal z.B. 1891 und 1911).
    In Summe heisst das ja, es wird mehr verdunstet bei gleichem Nachschub, also weniger pflanzenverfügbar. Es ist tatsächlich so, dass wir in den 80-iger Jahren nur Erdbeeren und Gemüse bewässert haben. In den letzten 20 Jahren kann man ohne Bewässerung überhaupt kein Qualitätsobst mehr sicher produzieren. Verschärfend kommt bei uns dazu, dass unsere Wasserversorgung bislang mehr aus dem Spree-Bereich kommt. Durch die Schließung der Tagebaue wird der Wassernachschub dort immer geringer.
    Wir versuchen gerade Genehmigungen für zusätzliche Wasserentnahmen aus dem Grundwasser zu bekommen: da haben wir ganz schlechte Karten !

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Was fängt man nun mit einer solchen Erkenntnis an? Urlauber an die Küsten locken, mit der Aussicht, dass es nun mehr Sonne gibt, als noch zur Kindheit? Solaranlagen neu berechnen, weil die Sonnenscheindauer sich erhöht? (sieht man auch am Zähler)
    Angstsynapsen vorbereiten auf vermehrte Sonnenbrände? Aktien von Sonnenschutzcremehersteller kaufen?

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    • Bauer Willi sagt

      Nicht jede Information hat einen direkten Nutzen. Ich finde die Daten interessant und vielleicht kann man sie ja mal in der ein oder anderen Diskussion nutzen.

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  5. Elisabeth Ertl sagt

    2018, als im Norden Österreichs und auch in Deutschland die große Dürre herrschte, hatten wir hier im Südosten überdurchschnittliche Temperaturen, überdurchschnittlichen Niederschlag und überdurchschnittlich Sonne. Das war natürlich ein extrem fruchtbares Jahr. Seither fehlt halt wieder der Niederschlag, das ist das Problem.

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