Bauer Willi
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Klimaschutz und Agrarsystem

Über den Einfluss der Landwirtschaft auf das Klima wird viel diskutiert. Welche Faktoren gilt es zu berücksichtigen? Was sind vermeidbare Emissionen und welche sind natürlich und nicht ohne weiteres vermeidbar? Diesen und anderen Fragen gehen die Professoren Breunig  und Mergenthaler nach.

Breunig Studie 2022

Ich habe in dieser Studie viele – für mich – neue Aspekte und Daten gefunden. Ein Studium lohnt sich.

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76 Kommentare

      • Brötchen sagt

        weiss nicht ob das in dem Beitrag auch war…der Amazonas ist nicht so unberührt, wie es scheint. vor Ankunft der Spanier war der rel gut besiedelt und an Hand der Flora sind heute noch Siedlungsgebiete nachweisbar.
        die Bewohner hat es durch die Krankheiten alle zum grossen Teil dahin gerafft.
        so die Ergebnisse zur Zeit.

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        • Stadtmensch sagt

          Ab Minute 49:50 hat mich schon einigermaßen schockiert. Also wenn die Theorie von der Biotischen Pumpe stimmig ist, würde das doch gut passen, dass jetzt die Wasserfälle da und dort versiegen, nachdem nun 40% der natürlichen Waldfläche weg ist? Ohne Wasser gehen in 50 Jahren dort die Lichter aus wenn so weiter geht

          • Brötchen sagt

            ruhig Brauner!
            so schnell schiessen die Preußen nicht.
            das ist eine Theorie und wer fleissig Sputnik gelesen hat, weiss das grosse Theorien nicht unbedingt alles erklären können.
            jedenfalls meine Beobachtung in dem kurzen leben, die Natur passt sich immer wieder an.
            solange wir mit Tieren arbeiten verhungert hier keiner.
            Kamele sind zur Zeit noch total unterbewertet.😁

            ich säge mich gerade jedes Jahr durch mein Grundstück, sobald ich mich umdrehe, wächst hinter mir schon wieder was nach.
            gut paar Obstbäume einjährig sind eingegangen… dafür treibt der eine alte wieder.
            immer schön optimistisch bleiben!

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            • Stadtmensch sagt

              Habe mdr Sputnik gehört, als es noch hinreichend subversiv war. 93 bis 99
              Danach hat man es marktkonform zugeschnitten und aus wars. Jetzt nähre ich mich von alten Aufzeichnungen, die jemand freundlicherweise ins Netz gestellt hat.

  1. Elisabeth Ertl sagt

    Ich finde diesen Text sehr plausibel und auch nicht ideologisch. Als eine, die durchaus Freude hat an ihren Nutztieren, höre ich es natürlich auch nicht gerne, dass die Ernährung der Menschheit – allerdings erst langfristig – nur noch vegan sein kann, aber es leuchtet mir ein.
    Wenn man bedenkt, wie gering die Ausbeute der erneuerbaren Energiesysteme ist, dann ist ein Totalverzicht auf fossile Energieträger völlig unrealistisch. Das Klimaproblem kann daher nur gelöst werden mit einer klimapositiven Landwirtschaft. Auch wenn die Landwirtschaft am Klimawandel nicht schuld ist, muss sie über technische Weiterentwicklung die Hauptverantwortung für ein ausgeglichenes Klima wie auch für ausreichend biodiverse Ökosysteme übernehmen. Und dafür müssen wir uns eben von der gegenwärtigen und auch von der traditionellen Form der Landwirtschaft, also von unseren bisherigen Erfahrungen, verabschieden und uns für ganz Neues öffnen. So schmerzhaft das ist.
    Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, und ich habe das schon oft eingefordert, dass die Landwirtschaft ihre Nabelschau-Blase verlässt und endlich eine gesamtgesellschaftliche Sichtweise einnimmt, die alle Akteure und deren Perspektiven auf die Realität, eben auch die 97% Nichtlandwirte im Blick behält.

    • Reinhard Seevers sagt

      Elisabeth, ich dachte es sei whataboutism, wenn man aus der Blase heraus die Verfehlungen der 97% anprangert.

      “Und dafür müssen wir uns eben von der gegenwärtigen und auch von der traditionellen Form der Landwirtschaft, also von unseren bisherigen Erfahrungen, verabschieden und uns für ganz Neues öffnen. ”

      Echt? Sagt wer Elisabeth, oder die big five, die den Rest der Welt verarscht.
      Ich kann den Schwachfug nicht mehr hören. Schalte einfach alle Spaßveranstaltungen ab, verbiete den Konsum und die Werbung, das Fliegen und allen nicht lebensnotwendigen Luxus und die Welt ist gerettet, ohne eine einzige Änderung der Landwirtschaft. Aber den Ablasspreis muss der Bauer eben zahlen, Just for fun, für den Rest.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Fährst du zum Spaß auf einem Dieseltraktor? Soll man dich wieder mit krummem Rücken aufs Feld zurück beordern? Ist dein Kunstdünger purer Luxus?
        Es stimmt einfach nicht, dass alle außer den Landwirten nur ihrem Luxus frönen. Mit solchen Klischees kommen wir nicht weiter. Habe gerade wieder Freunde in der Stadt besucht. Die arbeiten auch.

        • Reinhard Seevers sagt

          “Mit solchen Klischees kommen wir nicht weiter.”

          Klischees, die du für die Bauern bereit hältst, das stimmt. Arbeiten ist ja keine Rechtfertigung für irgendetwas, lediglich für die Existenzsicherung = Geld für Nahrung (von wem nochmal?) und die Teilhabe an der Gesellschaft und für Profit = Luxusdinge.
          Wenn diejenigen, die arbeiten weg sind, wer gibt denen, die Arbeiten, die Nahrung? Wer ernährt den LKW-Fahrer, der die Nahrung in die Läden fährt, die Verkäuferin, die an der Kasse die Lebensmittel durch den Scanner zieht? Wer, Elisabeth?
          Übrigens, ich bin kein Landwirt! Ich lebe allein von der Umsetzung gesetzlicher Vorgaben einer Gesellschaft, die sich den Luxus leistet ihre Ernährer so weit zu gängeln, dass ihre Zahl täglich abnimmt, damit sie ihrem Spaß frönen können….

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        • Ostbauer sagt

          Hallo Elisabeth,
          ich bin ja ein Fan vom “Alten Fritz”, dem Großen.
          In meinem Büro hängt seit 30 Jahren ein Spruch:
          “Die Landwirtschaft ist die erste aller Künste, ohne sie gäbe es keine Kaufleute,Dichter und Philosophen.
          Nur das ist der wahre Reichtum, was die Erde hervorbringt.”
          Es bringt es auf den Punkt!
          Es wird heute auf was eingedroschen, schlechtgemacht, für alles mögliche verantwortlich gemacht, welches die Existenz dieser Menschheit überhaubt ermöglicht. Alle anderen Arbeiten danach sind wichtig und oft richtig aber ohne Essen?
          In den letzten Monaten hab ich zig Reportagen gesehen, zig Kommentare gelesen, welche der Meinung waren, wir brauchen eine “neue” Landwirtschaft.
          Kaum,selten, nie war eine Kampagne dabei, welche forderte die Spassgesellschaft herunter zu fahren.
          Ich kann Herrn Seevers nur zustimmen!! Es ist eine Ablassdebatte!
          Und manchmal; in letzter Zeit des öfteren; hab ich den heimlichen Wunsch:

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Haben Sie gelesen in diesem Bericht, dass es eben nicht darum geht, dass die Landwirtschaft am Klimawandel schuld wäre, sondern dass man ihre Möglichkeiten nutzen muss, um dem von den fossilen Energieträgern verursachten Klimawandel entgegen zu wirken? Wenn Sie das ablehnen, machen Sie PRAKTIKABLE Gegenvorschläge!

            • Brötchen sagt

              Mein Gegenvorschlag Analyse ist Zustand im Kreis Soest…Anbaustruktur, Tierhaltung….
              Anfall organischer Massen und Verwertung.
              Bewertung Auswirkungen auf nachfolgende Strukturen .

              im Vergleich zur Reduzierung der Tierhaltung um mind. 50 %..

              da wäre ich gespannt, was da rauskommt.

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      • “Schalte einfach alle Spaßveranstaltungen ab, verbiete den Konsum und die Werbung, das Fliegen und allen nicht lebensnotwendigen Luxus und die Welt ist gerettet, ”

        ?? Das ist doch Unsinn. Gleiche Frage zurück, wer legt das fest?
        In einer solchen Welt möchte niemand leben und daher ist sie nicht gerettet. sondern untergegangen.
        Und nein die Landwirtschaft ist auch nicht der wahre Reichtum, das ist unser Verstand.
        Und nur damit können wir auch das Problem der Erderwärmung lösen, in dem wir entsprechende technische Lösungen finden.
        Für mich liefert die Studie viele interessante Aspekte. Und genau darum muss es doch gehen. Sich irgendwie meckern an die Seitenlinie zu stellen, bringt doch niemanden weiter. Die gesamte Wirtschaft leidet unter dem Thema Klima. Sie muss versuchen, sich entsprechend anzupassen. Aber auch klar machen, wo einfach Grenzen sind.

        Der Artikel , den Meier verlinkt hat, ist auch aufschlussreich. Hier sehen wir die vor kurzem angesprochenen Grenzen der “harten”Wissenschaft. Plötzlich gibt es mehrere mögliche Entwicklungen. Abhängig ua vom Verhalten der Menschen. Und zack macht der Naturwissenschaftler ein dummes Gesicht. Wir bräuchten jetzt Eintrittswahrscheinlichkeiten für die verschiedenen Szenarien und dann kann man weitersehen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Lady, es ist doch entlarvend, wenn unendliche Ideen, Regularien, Gesetze, Ideologien …usw.allein die Landwirtschaft ändern sollen und müssen und wir im Gegenzug nicht Mal über die vielen unsinnigen Dinge, die lediglich Ressourcen verschwenden und die Umwelt zerstören sprechen dürfen, weil wir achso tolerant und verständnisvoll sein sollen?
          Nicht einmal die Mathematik wird gelten gelassen….alles wird als whataboutism wegargumentiert. Es gibt schlicht keine Alternative zur materiellen Befriedigung, die den Konsumismus aufrechterhält, deshalb der Ablass mit der Landwirtschaft. Wenn wir diese ändern und uns ideologiekonform ernähren, dann dürfen wir weiter in der Welt rumreisen und uns das 20. Paar Schuhe kaufen. Nee Lady, das ist Feigheit vor dem Feind.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Das ist eben überhaupt nicht wahr, dass nur auf die Landwirtschaft Veränderungsdruck ausgeübt wird. Alle Bereiche spüren ihn. Und wer beruflich gezwungen ist, sich mit Menschen auszutauschen, die nicht dem engsten beruflichen Umfeld angehören, der kriegt das auch mit.

          • Stadtmensch sagt

            Reinhard, du versuchst immer Schuld und Sühne zu verteilen. Vermutlich die religiöse Prägung. Die Menschen im “Hölzernen Zeitalter”, die im Schnitt nur 40 Jahre auf der Erde verweilen durften, bevor sie abberufen wurden, waren genau so triebgesteuert wie wir jetzt. Aber ohne nahezu unerschöpfliche Energiequelle waren sie relativ harmlos für den Planeten.

            Nun siehts leider etwas anders aus. Keine Ahnung, wie dieser unbedingte Wachstumswille sich in den Köpfen eingenistet hat. Harald Welzer sagt, ganz früher gabs gar keine Vorstellung von Zukunft oder Entwicklung. Gab nicht mal einen Begriff dazu.

            Vielleicht steht ja was in “Die Poetik des ökonomischen Menschen” (Joseph Vogl). Man muss sich auch nichts drauf einbilden, dass man mit Müsli und Buch relativ zufrieden ist. Das Buch und das Müsli gäbe es nicht ohne die vielen Ameisen, die alle ihr EFH abbezahlen wollen. Naja…mach doch mal die Kreuzfahrt, wenn dich so triggert 😉

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            • Brötchen sagt

              stadtmensch die Diskussion ist diesbezüglich sinnlos, das stimmt.
              es soll in Berlin mehr künstler als in ganz dt. Landwirte haben stand Mal im Magazin..vor 25 Jahren….
              weiss nicht ob das stimmt.

              in Berlin gibt es mehr rechtsanwälte, als in der ganzen Schweiz…

              da kann man ja doch Mal die Frage stellen, was denn die Landwirte nachmittags noch so machen sollen!

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              • Stadtmensch sagt

                Ja, kenne auch einen von diesen Künstlern in Berlin. 1950 konnten noch über 40% der Menschen in der LW arbeiten. Geht nicht mehr.

                OT:
                Gestern hatten sie in der NZZ eine Uni-Rektorin aus Katar (ja gibts).
                Sie meinte, ihr wäre aufgefallen, dass im Westen (bei uns) alle so vereinzelt sind und wie das gehen soll, wenn man mal pflegebedürftig wird oder arbeitslos. Und dass in der Demokratie immer nur gelärmt wird und kaum etwas vernünftig entschieden werden kann. Tja…

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                • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                  “1950 konnten noch über 40% der Menschen in der LW arbeiten. Geht nicht mehr.”

                  wird doch aber dauernd im TV vorgestellt,dass das heute wieder funktionieren können soll z.B. mit den Gemüseabos.

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                • Hans,
                  Arbeiten für Gemüseabos?
                  Keine schlechte Idee.

                  Wenn immer noch der größte Teil der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeiten würden, bräuchten wir viel weniger Pestizide.
                  Und es würde weniger Vernichtung geben.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Die Kunst- und Kulturbranche in Frage zu stellen, kommt einem Selbstmord gleich. Der Kunstbegriff ist mittlerweile so weit gegriffen und so unantastbar, dass es gefährlich ist, sich hierzu negativ zu äußern. Wenn man Andreas Reckwitz, “Die Erfindung der Kreativität” gelesen hat, dann wundert einen gar nichts mehr, was die Verbreitung des Kunst- und Kulturbereiches angeht.
                Alles ist Kultur geworden, sogar der Fußball, Influenzen, Heimatmuseen…..kein Bereich ist ausgenommen, alle wollen Geld und Aufmerksamkeit, sonst würden sie vom Planeten verschwinden, wegen: unimportant!

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                • Das ist gefährlich
                  Und in 100 Jahren
                  Was sollen die Menschen dann davon halten?

                • Stadtmensch sagt

                  Aus meiner Sicht ist der “Kulturbetrieb” in einer Stadt ab 50000 Einwohner ein MUSS. Die meisten die das betreiben sind entweder Studenten oder Leute mit noch einem “richtigen” Job. Finanziert wird das mit einer Mischung aus privatem (Mäzenatentum) und öffentlichem Geld (Förderung).

                  Die Immobilienwirtschaft spendet da auch fleißig über gemeinnützige Vereine, um die Attraktivität eines Quartiers zu steigern. Ist eben auch ein komplexes Ökosystem, das sich da entwickelt, wenn man nicht ständig mit eisernen Besen wieder auf “Totalen Markt” bürstet.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Stadtmensch, es gibt so viele Formen des Kunst- und Kulturbetriebes. Man wird immer Argumente für das Eine oder andere finden und Geld locker machen, für die Kunst, die man als Kunst definieren kann.
                  Hier hat man ein Museeumsneubau für 3 Millionen geschaffen, weil man vor Jahren auf dem Acker einen Bronzezeitlichen Schatz gefunden hat. Um diesen Schatz herum muss ein Museum gebaut werden, das Original liegt im Landesmuseum, die Kopie vor Ort. Da hätte es auch eine Vitrine getan und das Geld hätte man für die Bildung der letzten Generation nutzen können…nur EIN Beispiel von unzähligen.

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                • Stadtmensch sagt

                  Ja, ist bei der Himmelsscheibe Nebra zum Beispiel auch so. In dem Bau gibts dann noch viel mehr zu gucken und zu hören.
                  Weiß nicht, wie viele Menschen von sowas inspiriert werden, Paläontologie o.ä. zu studieren. Ist doch super?

                  Mit einer Vitrine bekommt man Null Eindruck von dem, was vor tausenden von Jahren im Hirn des obersten Bestimmers für den richtigen Zeitpunkt zum Säen vorgegangen ist und wie viel Zeit die hatten, in Ruhe zu beobachten…

                  Kreative ticken eben anders als Leute, die ständig Rechtsverordnungen ins Werk setzen müssen. Das musste jetzt sein 😉 Ich nehms auch schon zurück…

                • Reinhard Seevers sagt

                  Nee, mit Vitrinen kann man niemanden beeindrucken. Da muss ein Museum in die Pampa gestellt werden, das letztendlich von der Allgemeinheit gerettet werden muss, weil es ja nun mal da ist:
                  https://www.haz.de/der-norden/mitarbeiter-gekuendigt-wie-geht-es-weiter-mit-dem-palaeon-ZXVX76EKG5XEGDNMN34A5EUDWM.html

                  Die Leute lassen sich erst von Experten und Investoren an der Nase herumführen, labern von Innovation für die strukturschwache Region und am Ende darf der Steuerzahler den Quatsch auch noch bezahlen….ist ja Kultur, muss sein, für die Fehlbildung ist uns alles teuer genug!

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                • Stadtmensch sagt

                  Ist doch egal wo man hinschaut. Kannst auch in Dänemark in ein Gebäude gehen, das extra neben einem Hinkelstein vom großen Blauzahn errichtet wurde.

                  Tourismus ist nun mal ein Riesengeschäft. Was ist die Alternative? Wenn du nur noch subsistent leben willst, muss auch dein Bewusstsein wieder auf die Größe deiner Scholle schrumpfen. Sonst drehst du durch wenn du weißt, was du alles verpasst.

                  Ist halt Massenmenschhaltung. Da muss man immer Spielzeug in den Stall geben, damit die sich nichts tun gegenseitig.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Stadtmensch, ich würde wetten, dass wir mit der Hälfte der hier produzierten Nahrung überleben würden.
              Wenn es nicht auf jedem Event, in tausenden Restaurants, auf jeder Kirmes, jedem Schützenfest, Weihnachtsmarkt, Frühlingsfest, Stadtfest u.v.m. immer und immer wieder umfangreiches Ham-Ham gäbe. Alle Gäste haben, wenn sie nach Hause kommen, Nahrung zur Verfügung. Alles, was außer Haus vertilgt wird ist überflüssig, weil Luxus.
              DAS will aber keiner hören, weil man sich soooo sehr an den Konsum und den Luxus gewöhnt hat und ihn sogar zu einer Kultur erklären.

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              • Karl Timme sagt

                Reinhard, unsozial!
                Anne Will >>Soziologin in der Diskussion um Bürgergeld, beklagt das diese Kinder keinen Restaurant Besuch erleben dürfen. Klassenfahrt wird finanziert, aber Taschengeld gibt es nicht.
                Die formulierten Ansprüche über Kleidung, Schuhe und Möbel kann eine Familie, im Arbeitsleben integriert, gleichen Status nicht erfüllen.
                Habe ich vor Augen, keine 20 m weg.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die Diskussion hab ich auch gesehen, hätte fast die Fernbedienung voll gekotzt…..Diese mimimi – Haltung ist unaushaltbar.
                  Die Diskussion um Taschengeld auf Klassenfahrten hatten wir schon vor 20 Jahren. Es wurde auf den vorbereitenden Elternabenden vereinbart, dass jedes Kind nicht mehr als 5 Euro mitbekommt. Riesenbohai von einigen Mamas….dabei gibt es in der Gegend um die JH gar nichts zu kaufen. Dann war die Fahrt, und am Ende wurde ein Diebstahl von 20Euro angezeigt, die einem Kind angeblich gestohlen wurden…Die Damen bei Anne Will sind weltfremd und haben Angst den Menschen etwas zu versagen, was sowieso nicht notwendig ist.

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                • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                  “Soziologin in der Diskussion”

                  Mit einer Soziologin aus HH spontan am Sonntagnachmittag über Schweinehaltung diskutieren und direkt zum Stall gehen,Tür öffnen und friedlich schlafende Ferkel vorstellen.

                  “Ja,nee,das hab ich ja so noch nie gesehen!”

                  Aber alles über Massentierhaltung wissen!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hans, du hast der Dame auch nicht erzählt, dass die Ferkel Stresnil bekommen hatten? 😀
                  Wie können diese Tierchen sonst so friedlich sein in Gefangenschaft?

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          • “Nee Lady, das ist Feigheit vor dem Feind.”

            Es geht um das Suchen von Lösungen, Reinhard. Dein Vorschlag ähnelt den Ideen radikaler Klimaschützer. Die Wirkung wäre Zerstörung statt der angeblichen Rettung.
            Alle Bereiche stehen wegen der Klimaproblematik unter massivem Druck, nicht die Landwirtschaft exklusiv. Und zumindest den gesetzlichen Vorgaben kann man dann auch nicht ausweichen. Punkt.
            Die Ernährungswirtschaft hat doch schon gezeigt, dass sie sich nicht vor den Karren spannen lässt. Und Grenzen aufgezeigt. Es liegt jedenfalls nicht an meinen Schuhbestand, dass etwa die Ergebnisse der ZKL wenig Lösungspotential aus meiner Sicht geliefert haben.

            • Reinhard Seevers sagt

              Nee Lady, diese Floskel, andere seien genauso betroffen zieht bei mir nicht. Medial, sogar in der Werbung ist allein die Landwirtschaft schuldig und auch in der Bringschuld.
              Es gibt auch keine banchmark, einen Punkt, an dem das vorgegebene Ziel erreicht ist. Es ist auch nicht gewünscht, solche Ziele vorzugeben, dann hätte man kein Druckmittel mehr.
              Übrigens, die Gewerkschaften stehen alle auf der Straße und “fordern” schon mal 8%++ mehr Lohn. Der fällt vom Himmel, wetten?!…spätestens in der nächsten Urlaubsphase werden neue Forderungen von notleidendem Flugpersonal aufgestellt.

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              • Brötchen sagt

                Im Prinzip und hart aber fair müssten jede Stunde Sendungen kommen, über böse böse Flugreisen, Modekonsum, allgemeines Rumscheissern und Belustigen…..und dann kann ja auch die böse böse Landwirtschaft erwähnt werden!
                In der Reihenfolge.

                Pegelstand……Ein Waggon Erbsenpampe kostet Kg 3 € …..das wird hier alles noch supi lustich…..für KWh Strom zahl ich 69 cent….für Gas 29 …..

                Frag mich wozu ich überhaupt nach arbeite, jibt ja bald bedingungsloses Zweiteinkommen..

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                • Brötchen sagt

                  achso weil ich mir gerade eine güldene Apfelsine pelle, wo sind eigentlich die Apfelsinen, Bananen und Avocadokleber in der Obstabteilung? da isses jetzt gemütlicher!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Genau Brötchen…am Besten in der Bio-Ecke bei Teff, Quinoa und anderem Superfood aus “the hole world”….😎

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                • Smarti sagt

                  Brötchen, kicher… Avokadokleber 🙂 … passt aber bloß auf, dass Ihr nicht so ein Früchtchen aus Versehen mit einkauft… diesen Kilopreis würde der wohl in seinem Leben nicht abarbeiten 🙂 .

                  Da ja die ganzen Erklärvideos, Demonstrationen so gut wie nichts bewirken, sollten sich die Landwirte auch irgendwo ankleben – hättest Du gute Vorschläge ?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Smarti,
                  kleben ist out. Ich würde es machen, wie die Heimtierbesitzer von Reptilien. Diese regionalen heimischen Arten landen zu Tausenden bei den Tierheimen, weil sich der arme Tierliebhaber den Strom für die wechselwarmen Tierchen nicht mehr leisten kann (will?). Die Allgemeinheit soll nun aufgrund ihrer Tierliebe die Kosten für diese Exoten übernehmen. Wie wäre es also, tausende von Schweinchen, Hühner und Rinder einfach bei den Tierheimen abzugeben…darf der Nichtlandwirt doch auch, menno!

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                • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

                  “..für KWh Strom zahl ich 69 cent…”

                  gibts für 55ct.

              • “Nee Lady, diese Floskel, andere seien genauso betäroffen zieht bei mir nicht. ”

                Keine Floskel sondern die Realität.
                Die gesamte Gesellschaft ist doch betroffen.Und egal wie man zum Thema Klimawandel steht: Es ist
                aktuell das dominierende Thema bei vielen Entscheidungsprozessen. Vielleicht einfach mal die eigene Blase verlassen…

                • Reinhard Seevers sagt

                  Welche Blase denn? Ich glaube ich stehe mitten in der Gesellschaft, lese sehr viel, bin voll im Geschäft mit allen Gruppen der Gesellschaft, habe drei Kinder, die unterschiedlichste Berufe haben, habe eine große Familie, die in allen Bereichen des Lebens unterwegs sind….ich glaube nicht, dass ich mich in einer Blase befinde.
                  Ein Freund ist bei Mercedes beschäftigt, er muss Spät- und Sonderschichten schieben, weil die Anlage umgerüstet werden muss…parallel haben Teile des Werkes Kurzarbeit angemeldet, weil die Produktion wegen technischer Lieferschwierigkeiten nicht produzieren kann…wir zahlen also aus dem Steuersäckel die Kurzarbeit, damit andere die teuren Überstunden bezahlt bekommen und am Ende Mercedes den Gewinn noch mal raufschraubt…geil, dafür retten die Bauern schon mal die Welt.
                  Ein anderer Freund hat gerade sein Segelschiff auf den Fidschis verschrotten lassen, weil er es nicht nach Hause zurückholen kann. Er sucht derweil schon mal nach einem neuen Boot im Mittelmeer….Bio ist ihm wichtig, und gegen Massentierhaltung ist er selbstredend auch.
                  Kunde von mir Osteopath regt sich ständig auf, weil die Bauern an seinem neuen Domizil mit diesen Riesentraktoren vorbeiknallen, muss das sein. Er ist gerade aus dem Sizilienurlaub zurück, musste 12 Stunden in München in einem Hotel warten, weil die Lufthansa ihn hat sitzen lassen…voll der Frust. Mann, der hat echt Probleme, wie alle in der Gesellschaft…. Schwägerin arbeitet im Kinderhospiz, 12 Stellen gestrichen, weil die Kosten zu stark gestiegen sind….usw, usw…..soweit einen Blick aus der Blase.

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  2. Reinhard Seevers sagt

    Aus der ersten Seite der Studie:
    “Das globale Agrar- und Ernährungssystem – also die Landwirtschaft mit allen ihr zugehörigen vor- und nachgelagerten Branchen – ist weltweit aktuell für ca. ein Drittel aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, in der EU liegt der Anteil bei ca. 30% (siehe Tabelle 1). Die Landwirtschaft, Landnutzung und Landnutzungsänderung machen davon wiederum zwei Drittel aus, in erster Linie in Form von Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Global betrachtet sind die Landnutzung und Landnutzungsänderung nach den geltenden Bilanzierungsregeln die größten Emissionsquellen.
    -Landnutzung & Landnutzungsänderung
    -Pflanzenbau (Düngung (N2O) & Reis (CH4)
    -Verdauung Wiederkäuer
    -Organische Düngung
    -Sonstige Produktion
    -Transport
    -Verarbeitung und Lebensmittelherstellung
    -Verpackung
    -Einzelhandel
    -Konsum
    -Entsorgung

    Agrar- und Ernährungssystem – also die Landwirtschaft…echt jetzt? Noch so ein Blödsinn. Landwirtschaft muss auch Transport, Verpackung, Einzelhandel, Konsum und Entsorgung mit bilanzieren?
    Wie weit soll bullschit noch gehen? Je nachdem wie wer rechnet wird das Fass voller und die Landwirtschaft darf alles kompensieren, was zur Lebenserhaltung der Menschen notwendig ist?
    Also, mein Fazit zu der Studie: Am Anfang steht schon Mist und am Ende steht nicht weniger….warum dann die Mitte überhaupt lesen?

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    • Brötchen sagt

      Reinhard das ist mir auch aufgefallen….zudem gäbe es die nachgelagerten Bereiche überhaupt nicht.

      Man sägt also den dicken Stamm um, guckt aber auf die dünnen Äste.

      Zudem wäre Folgenabschätzungen! wichtig, was eine geringere tierische Veredlung in bestimmten Regionen bedeuten würden.
      Sowas würde mich in bestimmten Szenarien interessieren.

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    • Smarti sagt

      Warum wird der Landwirtschaft denn nicht gleich 100 % oder noch besser 10`000 Prozent ( ich weiss dass es nicht geht ) angerechnet ?
      Ohne Landwirtschaft gäbe es keine Menschen, keinen Konsum, keine Probleme…
      Ohne Landwirtschaft hätte sich die Menschheit nicht so sprunghaft vermehrt…

      10
      • Richitg.

        Die Landwirtschaft hat keine Zeit sich zu wehren, weil sie andere Sorgen hat, die die Vorwerfer gar nicht verstehen oder realisieren können.

        Deswegen muß sie für das schlechte Gewissen wegern Umweltsünden der Vorwerfer herhalten.
        So ist sie denen ihr Sündenbock.

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    • “Agrar- und Ernährungssystem – also die Landwirtschaft…echt jetzt? Noch so ein Blödsinn. Landwirtschaft muss auch Transport, Verpackung, Einzelhandel, Konsum und Entsorgung mit bilanzieren?”

      Es wurde doch erwähnt,
      dass auch nachgelagerte Bereiche dafür verantwortlich sind.
      Und die verbrauchen eben viel Transport, Verpackung usw.

      Wir können ja alles abschaffen, dann haben wir wieder Steinzeit und die Leute müssen in den Wald gehen um zu jagen und sammeln.

      Können die Vorwerfer nicht so weit denken, oder machen sie sich Selbsvorwürfe, denn ohne Landwirtschaft können sie ja nicht leben. Sie haben sie ja hzugelassen, nur weil sie zur Selbstversorgung zu faul sind.

      Außer ein paar Alternative!

      1
    • Karl Timme sagt

      Ein paar Zitate aus “der Mitte”:
      -“Ökolandbau, bei der Einbeziehung von Kohlenstoff-Opportunitätskosten bezüglich ihrer
      Klimaauswirkungen schlechter ab als intensive Agrarsysteme mit hohem Ertragsniveau und
      geringerem Flächenbedarf pro erzeugter Produkteinheit.”
      -“führt eine Extensivierung zu deutlichen
      Klimanachteilen (Smith et al., 2019).”
      -“dass eine
      Zulassung von gentechnisch veränderten Kulturpflanzen innerhalb der EU zu einer Reduktion von 33
      Mio. t CO2e führen würde, was 7,5% der gesamten Emissionen des EU-Agrarsektors entspricht (Kovak
      et al., 2022).”
      -“dass die Auswirkung unserer Ernährungsweise auf das Klima viel größer ist als bisher betrachtet.”
      -“Der Wert von Grünlandflächen wird oft nur darin gesehen, dass der sonst nicht verwertbare Aufwuchs
      durch Wiederkäuer in Fleisch, Milch und Wolle umgewandelt werden kann. Diese Sichtweise lässt aber
      außer Acht, dass die meisten Grünlandflächen weltweit bei Nichtnutzung durch die entstehende
      natürliche Vegetation (Büsche, Bäume etc.) deutlich mehr Kohlenstoff speichern könnten als durch
      Beweidung oder Bergung des Aufwuchses………………..Dieses Kohlenstoffspeicherpotenzial besteht zum einen aus der
      Veränderung der vegetativen Biomasse, d.h. wie ändert sich die vegetative oberirdische und
      unterirdische Biomasse, wenn die Grünlandnutzung einer Fläche aufgegeben wird. Erb at al. (2018)
      können deutlich zeigen, dass die in Grünland gespeicherte Biomasse global betrachtet deutlich niedriger ist, als die Biomasse, die sich durch die natürliche Vegetation auf diesen Flächen bilden
      würde. Eine aktuelle Studie kommt zusätzlich zum Ergebnis, dass diese Wiederetablierung der
      natürlichen Vegetation in tropischen Klimaten innerhalb weniger Jahre ablaufen kann (Poorter et al., 2021).”

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      • Reinhard Seevers sagt

        Na, dann ist dort ja auch noch Blödsinn versteckt: Zum Einen ist die Beweidung nachteilig = Rindfleisch kann auch weg, und zum Anderen ist die Biomasse durch natürliche Vegetation (Büsche und Bäume) höher als durch die gespeicherte Biomasse = Wald auf Grünland ist besser als Beweidung = noch weniger Fleisch = alles wie auch ökofaschistisch bereits propagiert.
        Ich glaube langsam, die sind alle von der Großindustrie und den KI – Firmen so mit Geld voll gepumpt, dass sie es sogar schaffen den Strom durch Internetnutzung der Weidehaltung zuzurechnen. 😆

        Achja, alles wird “global” betrachtet….da wo unsere Ökos den meisten Einfluss haben, in der anderen Welt, nicht der deutschen.😎

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      • Stadtmensch sagt

        Hm, ich hab zwar keine Ahnung, aber ich wage zu behaupten, dass es DIE Beweidung gar nicht gibt. Höchstens verschieden Formen von Landschaften, die an (Nutz)Tiere angepasst sind und umgekehrt:
        https://www.deutschlandfunk.de/china-das-ende-der-nomaden-oder-die-entstehung-einer-oeko-100.html

        Man kann ein Ökosystem kaputt machen, indem man die Art der Beweidung ändert oder indem man sie abstellt. Gibt viele Beispiele. Im amerikanischen Mittelwesten hatte man alle Büffel gekillt und Ackerbau begonnen. Ergebnis: Bodenkohlenstoff hat sich verflüchtigt (neben anderen Katastrophen). Der Bodenkohlenstoff hatte sich dort im Zusammenspiel mit Beweidung durch Büffel angereichert über lange Zeit.

        Für Bioturbation im Boden braucht man immer ordentlich Leben in der Bude: Weidetiere oder Maulwürfe, Murmeltiere. Beides passt nicht zu Aufwuchs (Wald). Im Boden wird sich über lange Zeit immer viel mehr Kohlenstoff anreichern, als mit Aufwuchs.

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  3. Meier sagt

    Deutsche Wirtschaftsnachrichten: “Windkraft, Klimakiller: Windparks verstärken Klimawandel”

    “Windräder scheinen das Klima signifikant zu erwärmen. Zahlreiche Studien kommen jedenfalls zu dem Ergebnis, dass es in der Umgebung von Windkraft-Anlagen zu weniger Niederschlag kommt, insgesamt eine höhere Temperatur entsteht und folglich das Risiko von Dürren steigt.

    Bei den Wechselwirkungen zwischen Windkraft-Turbinen und Luftschichten werden die Wärme- und Feuchtigkeits-Strömungen zwischen Oberfläche und Atmosphäre entscheidend beeinflusst. Die Luftströmung wird vor den Windrädern gebremst und dahinter verwirbelt. An jedem großen Windpark wird dadurch der Atmosphäre, besonders im Sommer, Feuchtigkeit entzogen und der Boden zusätzlich erwärmt. Die beim komplexen Luftaustausch-Prozess entstehenden Verwirbelungen können obendrein die Austrocknung von Äckern und Wiesen beschleunigen.

    Vereinfacht ausgedrückt: Im Umland von Windkraft-Anlagen regnet es weniger und das Risiko von Dürren steigt. In der Fachsprache nennt man das „Wake-Effekt“. Dieser Effekt tritt besonders stark in den Sommermonaten auf, weil sich der Boden speziell bei Sonneneinstrahlung indirekt stärker aufheizt. Der Effekt ist umso stärker, je höher die einzelnen Windräder und je größer die Rotor-Blätter sind.

    Eine 2018 veröffentlichte Studie von Meteorologen der Harvard-Universität mit dem Titel „Climatic impacts of wind power“ untersuchte die klimatischen Auswirkungen von Onshore-Windparks in den USA. Die nachweislich erhöhten Durchschnittstemperaturen und die geringere Bodenfeuchte in der näheren Umgebung der untersuchten Windparks wurden laut den Forschern durch eine Umwälzung der natürlichen Temperaturschichten verursacht. Durch die Turbinenwirkung der Rotoren würde tagsüber aus höheren Luftschichten kältere Luft nach unten bewegt und wärmere Luft, oft auch feuchte Bodenluft, zurück nach oben in die Atmosphäre. Ein genau gegensätzlicher Effekt soll nachts eintreten – in verstärkter Form. Unterm Strich bleibt eine deutlich erhöhte Durchschnittstemperatur am Boden in zwei Metern Höhe, wo die Temperaturen offiziell gemessen werden.

    2019 gingen Meldungen durch die Presse, dass die seinerzeit 1300 auf See und 29000 an Land installierten Windenergieanlagen in Deutschland bereits einen zusätzlichen Temperaturanstieg von 0,27 Grad Celsius innerhalb der letzten fünf Jahre bewirkt hatten. Man berief sich dabei auf Untersuchungen der niederländischen Universität Wageningen. Schon 2004 hatten amerikanische Wissenschaftler nachgewiesen, dass Windparks das lokale Wetter beeinträchtigen können.

    Statt wie politisch gewünscht die globale Erwärmung zu vermindern, heizen Windräder offenbar das lokale Klima auf. Die Harvard-Studie postulierte darüber hinaus noch Effekte auf das gesamte Klima. Windparks können laut den US-Forschern auch größere überregionale Luftströmungen beeinflussen, was zu außergewöhnlichen Dürreperioden, Starkregen und Veränderungen von Tier- und Pflanzenwelt führen kann.

    Speziell für Deutschland scheinen sich diese Erkenntnisse anhand des von der Helmholtz-Klima-Initiative jährlich erstellten Dürremonitors zu bestätigen. Hier zeigt sich in den letzten Jahren eine auffällige Übereinstimmung von besonders trockenen Stellen auf der Landkarte mit der regionalen Verteilung der Windkraftnutzung. ”

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/700177/Alarmierende-Studien-Windraeder-koennten-Klimawandel-verstaerken-und-Duerren-ausloesen

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    • Andrea Fasch sagt

      Diesen Effekt kann man besonders gut im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und dem angrenzenden Schneifelgebiet beobachten. Im Osten dieses Gebiets, das sich seines Wasserreichtums, des hohen Niederschlag und der niedrigen Sommerhoechsttemperaturen ruehmte, entstand in den letzten sieben Jahren auf deutscher Seite ein riesiger Windpark nahe Stadtkyl.
      Vorher lag die höchste Sommergemperatur bei 31C.°
      Der Niederschlag im Jahresmittel bei 1450l.
      Inzwischen steigt die Temperatur im Sommer über 33C°, Die Niederschläge ziehen Noerdlich an diesem Gebiet vorbei, da der Auftrieb ueber den Rotoren und der damit verbundenen Hochdruck Winde aus Nord und West umleitet.
      Die Folge: Extreme Dürre, und gleich nebenan – >Ahrzulauf, Hochwasser. 🤔

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    • Pälzer Buh sagt

      ““Windräder scheinen das Klima signifikant zu erwärmen.”

      Umgekehrt, kann ich das ganze aus Weinbausicht nur Bestätigen. Da werden Windanlagen zur Frostvermeidung an den Reben angewandt (oder per Hubschrauber) die warme Obere Luftschichten nach unten drücken,vermischen =anwärmen und somit vor (Spät) Frostschäden schützen.

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      • Stadtmensch sagt

        In meiner Jugend hab ich mal Segelflugsport betrieben. Also Ohne Motor, nur Thermik. Bei Tag im Sommer geht es zuerst über hellen Flächen nach oben (Luft wird durch Reflexion erwärmt und steigt auf) und abends zunehmend über dunklen Flächen (z.B. Wald hat sich tagsüber aufgeheizt und erwärmt die Luft darüber).

        Stelle mir das wie einen Topfboden vor, in dem Wasser kocht. Da gehen auch Bläschen ab und steigen auf. Also ohne Gewitter kann man auf diese Weise entspannt den ganzen Tag oben oben bleiben und in der Luftsuppe von Bläschen zu Bläschen hüpfen (1 bis 3 Meter pro Sekunde im Flugzeug gemessen, gehts da nach oben). Oft erkennt man es auch an kleinen Kumuluswölkchen (falls die sich bilden) erkenne, dass es dort gerade nach oben geht.

        Wie soll jetzt ein Windrad quasi als herausragendes Härchen im Pelz der Landoberfläche eine wesentliche klimarelvante Wirkung haben? Sobald die Sonne scheint “blubbert” die Luft dermaßen, wie will man das rausrechen? Feuchtigkeit wird auch nach oben transportiert (sonst gäbs keine Wolken).

        Naja, Studien haben ergeben….

        • Brötchen sagt

          Stadtmensch es ist recht unwahrscheinlich, da ja auch Zwischenräume bei den einzelnen Windparks bestehen.
          Studien gibt es wohl noch nicht so recht, nur einzelne Untersuchungen.
          Ich stelle mir das ganze recht schwierig vor, da man ja viele zusätzliche Effekte hat.

          Die Fläche, die Windräder mit den Rotoren bilden, ist aber schon beachtlich, sodass ein gewisser Effekt denkbar wäre.

          Rein von der Energie, die aus dem Windsystem genommen wird, ist das ganze sicherlich marginal.

          Bei den großen Solarfarmen haben wir ja jetzt diese schwarzen absorbierenden Flächen….es werden in der Prignitz recht große Anlagen gebaut.

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          • Stadtmensch sagt

            Eine Windfarm liefert im Schnitt 2W/m² übers Jahr (Rotorfläche). Damit könnte man, wenn man die Ausbauziele von 2% onshore Landfläche erreichen würde, kontinuierlich (rechnerisch, also im Mittel) 55GW dem Wind entziehen. Das ist nix…
            Außerdem sind wir weit von dieser installierten Leistung entfernt. Und die WKA sind auch nur zu 23% ausgelastet. Hat kürzlich mal die NZZ rausbekommen. Also wo soll da jetzt hier eine klimarelevante Wirkung herkommen?

            Wind geht eh erst ab 300m los

        • Meier sagt

          Das Problem ist eben, dass in der heutigen politischen Situation im Gebiet der unerwünschten Negativeffekte die diesbezüglichen Forschungen nicht finanziert werden, und sie deshalb fast nicht existent sind. Es wird ein politisches Ziel durchgedrückt. Die Auswirkungen davon sind tragisch.

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    • evo.... sagt

      Ich denke die Veränderung der Luftströmungen hat den gravierendsten Einfluss. Wenn in Nordeuropa dem Wind mit WKa´die Kraft genommen genommen wird, können Leveche und Schirokko trockene und heiße Luft aus Nordafrika weiter nach Europa blasen (Windsysteme Mittelmeer). Die Island-Tiefs von früher kommen nicht mehr auf den Kontinent, sondern werden von zig-tausenden Windrädern ausgebremst.

      Wahrscheinlich hat der Seehofer das schon gewusst, als in Bayern die 10H – Regel eingeführt wurde. Die Erkenntnis ist vermutlich auch allgemein in der Politik angekommen. Man spricht immer von mehr Windstrom, aber es ist keine Power dahinter. Aber zugeben kann das Politik nicht: Erstens müssten sie einen Fehler zugeben und zweitens hätte das politische Sprengkraft. Was würden wohl die Italiens sagen, wenn die WKA´s der Nordeuropäer schuld an deren Dürre wären.

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    • Frikadellen piet 44 sagt

      das sind ja interessante Sachen die du da schreibst das wurde im Fernsehen so noch gar nicht berichtet immer nur wie toll die Windkraft ist und wie schön das Klima dadurch wird ich würde mich irgendwann gerne mal mit dir darüber unterhalten vielleicht treffen wir uns mal

  4. Meier sagt

    Auszüge aus einem Welt+ Artikel (hinter Bezahlschranke).
    Die Unwissenschaftlichkeit der Klimamodelle kommt in den Mainstream!

    Aus dem Welt-Artikel: „Klimawandel: Die unrealistischen Horrorprognosen“

    Forscher präsentieren Klimaszenarien, wie stark die globalen Temperaturen und die Meeresspiegel ansteigen. Das pessimistischste Modell RCP8.5 ist längst widerlegt. Doch Politik und Wirtschaft nutzen es häufig. Dahinter stecken oft Eigeninteressen. (…)

    Es ist eine kaum bekannte und gleichzeitig eine der bedeutendsten Geschichten zeitgenössischer Wissenschaft: Politiker, Banken, Konzerne, Wissenschaftler, Aktivisten und Medien beuten ein unrealistisches Katastrophenszenario aus, das den Blick in die Zukunft bestimmt, aktuell auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN), die an diesem Sonntag in Ägypten beginnt. Auch Aktivisten der „Letzten Generation“ berufen sich auf die Horrorprognosen. (…)

    Bereits vor acht Jahren war dem jungen Klimaforscher Justin Ritchie von der University of British Columbia aufgefallen, dass RCP8.5 einen exorbitanten Kohle-Boom voraussetzt, für den es aber keine Anzeichen gab.

    Um das RCP8.5-Szenario zu erreichen, müsste die Menschheit der Definition des Szenarios zufolge pro Tag mehr als ein Kohlekraftwerk bauen und ihren jährlichen CO2-Ausstoß verdoppeln. Auf solch eine Steigerung deutet nichts hin. Der globale CO2-Ausstoß stagniert seit rund zehn Jahren bei knapp 40 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr. (…)

    Das Szenario RCP8.5 aber ist gut fürs Geschäft. Erfolgreich nutzten es die beiden Milliardäre Tom Steyer und Michael Bloomberg, die Klimastudien finanzieren, um die Unterstützung für erneuerbare Energien zu erhöhen, in die sie investieren. Vor rund zehn Jahren beauftragten sie die Rhodium Group, einen Dienstleister für Wirtschaftsanalysen, mit dem „Risky Business Project“, der ökonomische Risiken des Klimawandels für die USA darlegen sollte. Anstatt das RCP8.5-Szenario als unrealistisches Extremszenario auszuweisen, vermarktete das Risky Business Project es fälschlicherweise als „Weiter so wie bisher“-Szenario – mit durchschlagendem Erfolg.(…)

    Auch Konzerne haben RCP8.5 entdeckt. „McKinseys Schreckensszenario zum Klimawandel“ titelten Medien unlängst: „Hunderte Millionen Menschenleben, Billionen von Dollar“ würde der Klimawandel laut „einer Studie“ von McKinsey kosten. Der Klimawandel verändere die Anforderungen an Unternehmen grundlegend.

    McKinsey, das ebenfalls mit Beratung in Sachen Energiewende Geld verdient, war es gelungen, sich einem Millionenpublikum zu präsentieren. Die Unternehmensberatung hatte das unrealistische RCP8.5-Szenario als „Weiter so wie bisher“-Entwicklung durchgespielt. (…)

    Die Regierung der USA nutzt ebenfalls RCP8.5: Sowohl das Weiße Haus als auch der Finanzausschuss im Repräsentantenhaus verwiesen gerade auf dramatische Klimawandel-Konsequenzen anhand des Szenarios. Und als der Internationale Währungsfonds IWF im Mai über fiskalische Risiken durch den Klimawandel aufklären wollte, verwendete er ebenfalls RCP8.5.
    Deutsche Behörden informieren über Folgen der Erwärmung ebenso.

    Das Umweltbundesamt legte RCP8.5 zugrunde, als es vergangenes Jahr in seiner „Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland“ über Folgen des Klimawandels aufklären wollte. (…)

    Als unrealistisches Extremszenario gekennzeichnet, wäre das RCP8.5-Szenario legitim, schreiben die Klimaforscher Zeke Hausfather und Glen Peters, zwei Experten für Klimaszenarien, im Magazin „Nature“. Doch RCP8.5 dominiere den Diskurs, moniert Pielke. „Wissenschaftler sehen aus wie eine weitere Interessengruppe, die eine Agenda vorantreibt“, kritisierte das Wissenschaftsmagazin „Science Advances“ in einem Editorial. ”

    https://www.welt.de/wissenschaft/plus241959167/Klimawandel-Die-unrealistischen-Horrorprognosen.html

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  5. Frikadellen piet 44 sagt

    das ganze werde ich mir später mal durchlesen ich bin immer noch der Meinung CO2 hat sehr wenig Einfluss und den meisten Einfluss hat die Sonne also die Landwirtschaft sehr wenig

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    • Wolfgang Kolbe sagt

      Recht hat er. Die Sonne als lebensspendendes Zentralgestirn unseres Sonnensystems, steuert das Wetter auf der Erde. Wetterphänomene lassen sich mit Kenntnissen der Physik, erklären. Es gibt kein stabiles Wettersystem. Wetter ist immer dynamisch. Aber die politischen Klimakeriker lassen sich gerne vor den Klimawandelkarren spannen. Die Klimahysterie ist das erfolgreichste Geschaeftsmodell der Kapitalisten und Eliten. Gleichzeitig nutzen denkbehinderte linksgruene Ideologen das Klima dazu aus, um die sogenannten demokratischen Gesellschaften zu zerschlagen. Alle Mittel der Agitation werden benutzt, um die Zerstörung der bestehenden Strukturen zu vernichten. Der Ablasshandel ist wieder da. “Sobald deine CO2 Steuer nach Afrika springt, dein CO2 Fußabdruck in Deutschland sinkt”. Ich frage mich immer, warum soviele dieses Ausbeutertum unterstützen. Ein letzter Satz noch, Konrad Lorenz, der Nobelpreisträger hat ihn vor einigen Jahrzehnten ausgesprochen. Ich glaube es ging um den Erhalt der Serengeti und um das natürlich Gleichgewicht der Fauna und Flora. Seine Aussage. “Wenn eine Art in ihrem Habitat überhand nimmt, haben alle anderen Arten und das gesamte Ökosystem ein Problem”. Gestern in den Nachrichten. Ab heute besteht die Menschheit aus 8 Milliarden Menschen. Während ich das schreibe, kamen wieder 450 000 Menschen, hinzu. Wo also ist das ” eigentliche Problem”.

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  6. Reinhard Seevers sagt

    Handlungsempfehlungen aus der Zusammenfassung der Studie:……
    (1)Die Umnutzung von natürlicher Vegetation in landwirtschaftlich genutzte Flächen sollte so schnell wie möglich weltweit beendet werden. (2) Auf der Angebotsseite sollten Produktionsemissionen pro Produkteinheit reduziert werden – in der Landwirtschaft insbesondere Methan und Lachgas. Auf der Nachfrageseite ist eine stärker pflanzenbasierte Ernährungsweise notwendig, um ernährungsbezogene Produktionsemissionen und den Flächenbedarf zu senken. (3) Flächen, die in natürlichem Zustand größere Klimavorteile liefern als bei landwirtschaftlicher Nutzung, sollten renaturiert werden. (4) Mehr Lebensmittel auf der vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzfläche zu erzeugen bietet Klimaschutzvorteile, die genutzt werden sollten.”

    Frage, wie viel davon betrifft Deutschland? Und wie kann das global betrachtet von wem umgesetzt werden?

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    • Schmeckt gut sagt

      Alle Punkte betreffen D, werden aber nur in Sachen Extensivierung und Renaturierung umgesetzt (Hui). Die angesprochene Intensivierung und Effizienz pro Produktionseinheit interessiert in D und EU keinen Politiker, weil Pfui.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Es ist doch immer und immer wieder so mühsam, ständig ist von dieser Vermischung von nationalen, EU-weiten oder globalen Einflüssen und Änderungsforderungen die Rede. Was soll das? Politisch und gesellschaftlich sucht sich jeder die Sache aus dem Elaborat raus, die für ihn am Besten in sein Öko-Portfolio passen. Am Ende macht es aber keinen Sinn, sich über die Mongolische Steppe zu unterhalten, wenn bei uns die Bevölkerungsdichte 100 mal Höher ist, oder das Verkehrsnetz wirklich ein Netz ist.

  7. Brötchen sagt

    Guten Morgen, ich habe gestern auf Arte zufällig ein Sendung gesehen, wo gesagt wurde, das das Kohlenstoffsystem in Bezug auf Klimaänderungen zu stark gewichtet ist.

    “Die fliegenden Flüsse des Amazonas”

    Glaube die Rede war von einer bionischen Pumpe…

    Das passt auch etwas zu der Theorie, das die Windkraftanlagen das lokale Klima mehr beeinflussen, als vermutet wurde.

    Bei Arte muss man vorsichtig sein, da die Redakteure, oft etwas zu sehr einem Thema angetan sind.

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    • sonnenblume sagt

      Die Idee, dass Windkraftanlagen das lokale Klima beeinflussen, ist uns auch schon gekommen. In den letzten Jahren hatten wir den Zug der Regenfelder natürlich besonders im Blick. Schon eigenartig wie sich im Vergleich zur Vergangenheit alles verändert hat. Regenfelder, die früher sicheren Niederschlag gebracht hätten, driften auseinander und ziehen vorbei. Aber kann auch alles Zufall sein.

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    • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

      Als man in den 1960zigern große Autobahnbrücken deutschlandweit errichtete, sehr große, zum Teil riesige Talquerungen entstanden sind, haben die damaligen lokalen Honoratioren bereits gemutmaßt, dass durch eben diese gigantischen Projektierungen maßgebliche Beeinflussungen auf das jeweilige Vorortklima zu erwarten seien.

      Heute weiß man, dass in 200 Meter Höhe infolge dieser Bauwerke solche klimatischen Einflüsse nicht feststellbar sind…

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