Bauer Willi
Kommentare 78

Kiss and ride…

Ich hab alles genau so gemacht, wie es auf dem Schild steht! (weil: ich kann ja englisch!) Jetzt bin ich auf dem Weg nach Berlin, wo die Grüne Woches stattfindet. Alois kommt aus Richtung Hamburg, weil er gestern einen Vortrag in Schleswig-Holstein hatte. Und heute nachmittag im City-Cube in Berlin. Der Junge ist richtig gefragt!!

Dann sind schon zwei Bauern in Berlin. Wahrscheinlich kommen aber noch ein paar mehr. Für Samstag ist ja einiges geplant. An mehreren Stellen in der Stadt wird man Traktoren fahren sehen.

Wir wollen euch in den nächsten Tagen immer mal wieder berichten, wo wir gerade sind und was da los ist. Hoffentlich klappts…

Euer Bauer Willi

 

 

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78 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Die „Wir machen euch satt“ Demo ist ja nicht so gelaufen wie man sich das erhofft hatte. Der Veranstalter nennt 700 Demonstranten, Agrarheute 600 und das Wochenblatt 500 Demonstranten. Es werden wohl so 300 gewesen sein von 280000 Bauern.
    Die ZDE Heute Nachrichten berichten nur von der großen Demo (Wir haben es satt) und zitiert den LW Minister.

    Ich finde beide Aktionen Quatsch und somit hält ich mein Mitleid in Grenzen. Auch wegen dieser Lügereien . Ein Sattmacher behauptet doch tatsächlich auf topagrar, dass es keine Demo des Bauernverbandes sei. Wozu diese Abgrenzung zum Bauernverband? Und warum zahlt dann der Bauernverband das Hotel für Holtkötter, wie jetzt zu lesen ist?

    Es ist nicht die Zeit für Häme und Spott, sondern es muss nachgedacht werden wie man strategisch vorgeht. Jeder Bauer ist aufgefordert für mehr Einfluss zu kämpfen.

    Was ist sinnvoll und was ist machbar.

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    • Wenn ich meinen Senf als politisch interessierter Bürger dazugeben darf, kann ich die Taktik von „Wir machen Euch satt“ nicht nachvollziehen. Aus der Sicht von Nichtlandwirten sind die Treckerfahrer von „Wir haben Agrarfabriken satt“ die Guten: Die für ökologisches Gewissen, für Tierwohl; Landwirte mit Wohnsitz, mit Gesicht in ihren Ortschaften; Landwirte, die Verbesserung von der Politik wollen, wie Verbraucher. Niemand käme auf die Idee, dass die Konvis von WMES nicht von WHES repräsentiert würden. Die Konvis hätten WHES einfach laufen lassen können, nach dem Motto: Wir wollen doch auch Veränderung, aber die Politik handelt nicht, also sind wir wegen der derzeitigen Marktordnung und des Verbraucherverhaltens gezwungen, „Vollgas“ mit PSM und immer größeren Ställen zu geben. In der Öffentlichkeit wären die Landwirte weiterhin „die Guten“, die sich um Nachhaltigkeit sorgen (wollen). Stattdessen bekennen sie sich zum Lager der „Agrarindustrie“, indem sie sich auch selbst in die Tasche lügen, Stichwort Welternährung (mit Fleisch und Milch – Böcklunder, Tilman’s Toastys und Hühberfüßen). Kann mir das einer erklären? Interessen gegenüber der Politik kann man ja auch anders formulieren als durch Tänzen mit Warnweste in aller Öffentlichkeit.

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      • bauerhans sagt

        teilnehmer von WHES wissen überwiegend nichts aus der praxis,sind aber dagegen.
        die von WMES versuchen,widersprüche aufzuzeigen und darauf hinzuweisen.
        der bauernverband setzt auf „wachsen und/oder weichen“.
        der DLG präsident versucht sich zu profilieren.
        agrarindustrie gibts nicht.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          die Teilnehmer von WHES brauchen anschließend nicht in den Stall gehen, die sitzen Abends in ihrer Penthauswohnung und schauen Bauer sucht Frau.

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          • Biobauer Andreas Fendt sagt

            und Holti von WMES sitzt satt im Luxushotel, das ihm der Bauernverband zahlt, und füttert seine Sauen zuhause via Smartphone, er ist ja ein „moderner“ Landwirt

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            • Andreas sagt

              Die Mastschweinefütterung kontrolliere ich auch mit dem Smartphone. Wenn ich in Münster einen Termin habe und ein Silo läuft leer, kann ich mit dem Smartphone das Silo umstellen und die Schweine werden satt ohne 3 h warten zu müssen. Was ist daran schlimm?
              Dem Holtkötter ist zu wünschen, dass er zurück ins reale Leben findet. Eine Überdosis WWW verändert jeden Menschen. Wenn man dann im virtuellen Leben nur noch von A….löchern umgeben bist, wird man so wie er.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              TierschutzNutztierVerordnung §4 (1) unter 2.
              „das Befinden der Tiere mindestens einmal täglich durch direkte Inaugenscheinnahme von einer für die Fütterung und Pflege verantwortlichen Person überprüft wird und dabei vorgefundene tote Tiere entfernt werden“

              Das geht nun mal nicht via Smartphone und ich gehe davon aus, daß das bei Holti in seiner Abwesenheit jemand anderes vor Ort macht und nicht wie bei Gumpert, Röring und Konsorten tote Ferkel mutmaßlich tagelang rumliegen.

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            • Andreas sagt

              Andreas Fendt, Du bist ja schlimmer als der brutalste Landbaron vor langer Zeit. Du willst mit brutaler Sprache die freien Bauern von der Straße in den Stall verbannen. Was für eine Mentalität und Arroganz.

              Bei Röring ist einiges schief, dazu komme ich später. Aber Demonstrationen gefährden Tierwohl sicher nicht. Ist eine Frage der Organisation. Ohne Demonstrationen geht es nicht, sonst sind wir bald wieder in mittelalterlicher Abhängigkeit. Es sind dann nicht die adeligen Landbarone die uns quälen sondern Hofreiter und Co..

              Nun zu Röring. In der Diskussion gab es zwei juristische Fäden. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt auch deshalb nicht gegen den Abgeordneten, weil er nur zu 25% an GbR beteiligt ist.

              Beim Landgericht Hamburg aber, kann er als „Nichtverantwortlicher“ gegen den NDR klagen. Und er erklärt öffentlich: „MEINE/UNSERE Tierhaltung ist in Ordnung“. Die Waage der Justiz ist da sicher etwas am Schaukeln. Aber auch er ist kein Tierquäler und das Schwein wurde wohl nachts in seinen Stall verschleppt was er vorher rausgezogen hatte.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              „entwaffnende Kampagne“ nannte der DBV Vize Werner Schwarz, einer der übelsten Scharfmacher in der Diskussion um die Agrarwende, seine Idee eine Webcam in den Schweinestall zu hängen.

              Wie peinlich war es daher, wenn man sehen konnte, wie tote Ferkel in den Stallgang gelegt wurden und dort fast einen ganzen Tag rumlagen, bis sie entfernt wurden.

              Warum haben Holtkötter und Henke wohl keine „entwaffnenden“ Webcams?

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            • Ottmar Ilchmann sagt

              Hier kann ich zufällig etwas zur Aufklärung beitragen, Herr Holtkötter ist in einem ganz normalen Mittelklassehotel abgestiegen. Das kann sich ein Bauer schon noch aus eigener Tasche leisten, ich war selbst dort (auf eigene Kosten) und habe ihn beim Frühstück getroffen. Man sollte mit solchen Vorwürfen, wenn man sie nicht belegen kann, etwas zurückhaltend sein.

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            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Ottmar, das war eine rhetorische Retoure auf die widerlichen Vorwürfe eines Ehemaligen alle Teilnehmer von „Wir haben es satt“ würden abends in Ihrer Penthouse Wohnung sitzen und Bauer sucht Frau anschauen und daß der WLV Holti das Hotel zahlt hat er selber so gepostet.
              https://www.facebook.com/jost.maurintaz/posts/1257486420997393?comment_id=1257496877663014&reply_comment_id=1257839560962079&comment_tracking={%22tn%22%3A%22R%22}&pnref=story

              Ach und noch eine Frage an Dich: wie lebt es sich denn so in einer Penthouse Wohnung und wie fandest Du die letzte Folge von Bauer sucht Frau? 😉

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        • bauerhans sagt

          „Wie peinlich war es daher, wenn man sehen konnte, wie tote Ferkel in den Stallgang gelegt wurden und dort fast einen ganzen Tag rumlagen, bis sie entfernt wurden.“

          das ist üblich und nicht peinlich,weil die arbeiten im ferkelstall nicht einfach unterbrochen werden,um zum kadaverlager zu gehen, wegen des umkleidens und desinfizierens.

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    • Biobauer Andreas Fendt sagt

      ich kann dem nur zustimmen. Als Schwabe sag ich : besser schaffen statt demonstrieren!

      ich war heut morgen wie immer Samstags auf dem Wochenmarkt und habe Menschen satt gemacht und danach meine Tiere versorgt.

      Eine radikale Minderheit von Vollgasbauern will angeblich Dialog und hat im Vorfeld die Bauern von „wir haben es satt“ als falsche Bauern verunglimpft und dazu noch allen Veganern vorgeworfen, sie seien Tierrechtler, die Landwirtschaft ablehnen und das alles auf deren offiziellen Seite.

      Viel besser waren die Grünen auch nicht, sie haben viele Bauern verärgert, indem sie wohl einen unfähigen Praktikanten posten liesen „Lebensmittel seinen voller Antibiotika“. Da half auch das spätere Korrigieren nichts.

      Und so ist es auch wieder heuchlerisch und verlogen wenn Demeter und Bioland in der grossen Demo vorne mitlaufen, aber nicht einmal öffentlich zugeben, daß sie 80% aller Kälber aus Biomilchbetrieben in die konventionelle Mast verkaufen. Man demonstriert lauthals gegen etwas, von dem die eigenen Mitglieder wirtschaftlich abhängig sind.

      Und natürlich die Wohlstandstierechtler und „Tierhaltung verbieten“ Veganer, die noch nie einen Schubkarren in der Hand hatten und sich bequem von veganen Industrieprodukten der inzwischen pleite gegangenen Kette Veganz ernähren.

      Am liebsten würde ich diese Juppie Städter genauso zu einem Praktikum auf meinen Hof einladen, wie die Vollgasbauern Marke Holtkötter, Barkmann und Co.

      Aber tut, mir leid, dazu habe ich leider keine Zeit, denn ich muss was schaffen (wie der Schwabe sagt)

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      • Würden die Juppie Städter bestimmt gern machen. Ich auch. Holtkötter darf sich kein Fleisch mitbringen, der wird auf Vollkorn- und Gemüsediät gesetzt. Ziegenkäse nur zum Kosten.

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        • Andreas sagt

          Nun hört mal auf zu lästern. Nicht nur Holtkötter ist gescheitert sondern die „Wir haben es satt“ interessiert auch kein Mensch mehr. Es waren wohl nur noch ein Viertel der sonstigen Berufsdemonstranten zu mobilisieren.

          Lasst es sein. Beide (Whes + Wmes)!!!

          AdT hat es messerscharf analysiert. Mit der Gegendemo Wmes satt konnte man nur verlieren weil man sich den Schuh der Agrarindustrie angezogen hat und immer nur als Flaschmob wahrgenommen wird. 10000 Bauer nach Berlin zu bekommen, ist kaum zu schaffen. Wie sagt man : „doppelt doof“

          Der WLV hat einen Anfang gewagt der nun weiter verfolgt werden muss. Anständige Bauern die sich auch im Netz benehmen können müssen nach vorn. Die Radikalinskis nach hinten.
          Entscheiden wird letztendlich der Verbraucher.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „Entscheiden wird letztendlich der Verbraucher.“

            @ Andreas

            Das genau das ist es, was einige Foristen in Frage stellen,
            der Verbraucher, nur der Verbraucher Entscheidet, was die Landwirtschaft produziert.

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    • bauerhans sagt

      „Es werden wohl so 300 gewesen sein von 280000 Bauern.“

      immerhin hatten sich einige aufgemacht,ich nicht,weil der rest der familie krank ist.
      tja,bauern produzieren nunmal am liebsten,für demos haben die nix über:“vertane zeit“
      solange bauern so denken und handeln,wird sich nix ändern.

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  2. Margó sagt

    Wie zu erwarten war, berichtet die ARD gerade über die Demo, die man dort präferiert.
    Sorry, aber diese Berichterstattung kotzt mich nur noch an!
    Wo ist mein Beitrag von vorhin geblieben?

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  3. bauerhans sagt

    “ Kiss and ride “

    „…. wo die Frau den Mann zur Bahnstrecke bringt und ihn zum Abschied küsst.“

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    • Biobauer Andreas Fendt sagt

      andersrum! Wo die Frau den Mann noch einmal küsst und ihn dann zur Strecke bringt 😉

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        oooooooooooooooooh,

        was bin ich froh, dass ich jetzt noch am PC sitzen darf. 🙂

        Manche tun sich diesen Stress erst gar nicht an. 😉

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      • Bauer Willi sagt

        Komisch, ich hab das Telefon extrem lange klingeln lassen. Dann ist sie aber drangegangen. Puh, noch mal Glück gehabt…
        Bauer Willi (auf der Rückfahrt von Berlin)

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  4. Es häufen sich die Geschichten von potenziellen Hofnachfolgern, die die Betriebe ihrer Eltern nicht mehr bewirtschaften wollen, unter anderem weil sie die Nase gestrichen voll haben von diesem non-stop Bauernbashing in Politik, Öffentlichkeit und Medien.
    Es häufen sich die Geschichten von potenziellen Hofnachfolgern, die die Betriebe ihrer Eltern nicht mehr bewirtschaften wollen, unter anderem, weil sie die Nase gestrichen voll haben von diesem non-stop Bauernbashing in Politik, Öffentlichkeit und Medien.

    Hallo Walter Parthon,
    Diese Aussage ist auch ein gutes Zeichen, das wir beide in unserer Meinung gar nicht weit auseinander sind.
    Aber es ist doch gut, das wir hier unsere Meinung frei äußern dürfen, ohne Angst haben zu müssen, irgendwelche Nachteile zu erleiden, erfahren oder gar diskriminiert zu werden? Das ist nicht überall in Europa so. Die öffentlich Meinung ist eben hier bei uns ein Bestandteil unserer Wirtschaft. Und wer sich angesprochen fühlt kann erwidern!
    Aber auch hier ist es nur ein Grund, nicht weiter zu machen. „Wenn einer wächst, müssen zehn weichen“. So ist es vom DBV propagiert. Es wird dort aber nur von dem, der gerade wächst, gesprochen. Die Anderen zehn gibt es beim DBV nicht!

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    • Berthold Lauer sagt

      Noch so ein dummer Spruch: „„Wenn einer wächst, müssen zehn weichen“. So ist es vom DBV propagiert.“ Es gibt auch Regionen in Deutschland, da weichen zehn und keiner will wachsen! Schon gar nicht in Tierhaltung. Was dann mit dem schönen Grünland??? Und war es nicht fast überall so, dass man froh war um den, der gewachsen ist: Der hat duch gute Pachtpreise für Boden und Kontingente die Rente der Abgebenden aufgebessert!! Und manch einer war damit besser bedient als mit selberwirtschaften.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Aber auch hier ist es nur ein Grund, nicht weiter zu machen. „Wenn einer wächst, müssen zehn weichen“. So ist es vom DBV propagiert. Es wird dort aber nur von dem, der gerade wächst, gesprochen. Die Anderen zehn gibt es beim DBV nicht!“

      Man könnte auch folgendes sagen, der DBV hat sich der Realität gestellt.

      Bis vor kurzem hat sich niemand um den Erhalt der bäuerlichen Betriebe gekümmert.

      Ursprünglich hat sich die Bauernfamilie über das schlechte Einkommen beklagt, also die haben gejammert,
      der Betriebsnachfolger hat eine außerlandwirtschaftliche Arbeitsstelle gesucht und die Landwirtschaft nebenberuflich geführt, auch der hat sich über die schlechten Preise beklagt, also „gejammert“.

      Der in der dritten Generation, geht nach Schichtende lieber mit seinen Kindern in das Schwimmbad und schon rufen alle nach dem bäuerlichen Familienbetrieb.

      Die Situation, in der die Betriebe jetzt sind, ist die Folge politischer Entscheidungen, die der Verbraucher gerne in Anspruch genommen hat, die Erhaltung von vielleicht 50 % der Betriebe lag nie in der Macht des Bauernverbandes.

      Es soll niemand glauben, dass das Rad nochmals zurückgedreht wird, der Stall, in dem noch vor 2 Jahren 50 Kühe standen, wird nie mehr für die Nutztierhaltung genutzt, höchstens noch im Zusammenhang eines Landschaftserhaltungsprogrammes.

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  5. Ich habe es nämlich auch satt. Ich kann den Ruf nach der bäuerlichen Landwirtschaft nicht mehr hören, denn es definiert keiner, was bäuerliche Landwirtschaft eigentlich ist. Wo es anfängt, wo es aufhört.

    Hallo Walter Parthon,
    Ich finde es richtig gut, das sich endlich mal etwas bewegt. Wie viele Jahre hat es gedauert?
    „Wir machen euch satt“ ist auch ein gutes Argument, was auch niemand bestreitet. Nur die Definition was und wie eine bäuerliche Landwirtschaft aussehen muss, ist auch sehr schwierig, aber nicht unmöglich. Ich versuche es jetzt mal andersherum zu definieren, sage einfach was ich/wir nicht wollen: „Straathof s“ & CO auf keinen Fall!
    Aber leider führt uns der Lobby geführte DBV genau dort hin. Und wenn man ehrlich zu sich selbst ist, auch wenn man es noch so „satt“ hat, bitteschön wachse oder weiche ist doch kein Weg für bäuerliche Landwirtschaft. Alles „Wachsen“ hat Grenzen!
    „Straathof s“ & CO freuen sich sehr darüber, das „Ihr“ für diese Agrarfabriken durchs Feuer geht, Euch ganz viel Zeit nehmt, um gegen uns zu demonstrieren.
    Nun achtet mal darauf, was unsere Jungen Demoteilnehmer/innen für Botschaften rüberbringen, hört gut zu. Das gibt es nur morgen zu hören & zu sehen.

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    • Walter Parthon sagt

      Hallo Reinhard Nagel
      Alle Ställe wurden von der Agrarverwaltung genehmigt und gefördert, und nicht der DBV.
      Bei meiner Aussiedlung wurden 18 verschiedene Ämter gefragt bis es zu einer Genehmigung kam.
      In meinen Augen hat Agrarverwaltung (Gesellschaft) versagt, ich frage Sie warum werden immer mehr und größere Ställe genehmigt und gefördert?
      Warum werden Betriebe ohne genügend Land (also gewerbliche Landwirtschaft) nicht anders besteuert? So wie es früher war

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Das Ziel war und ist es noch immer, billige Lebensmittel, daran ändert auch nicht die öffentlich zu Schau getragene Forderung nach der bäuerlichen Landwirtschaft.

        Was die wollen ist, dass Kleinbetriebe wegen der Landschaft noch erhalten bleiben, daher gibt es die 131 Millionen für die Milchbauern.

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  6. Eckehard Niemann sagt

    Agrarindustrie haben eigentlich alle Bauern satt…
    Bauern mit gleichen Interessen – leider immer noch bei zwei unterschiedlichen Demonstrationen am Samstag in Berlin ——-

    Die allermeisten der Teilnehmer von „Wir machen Euch satt“ sind ja Bäuerinnen und Bauern. Mit gleichen oder ähnlichen Sorgen und Anliegen wie die der vielen konventionell oder ökologisch wirtschaftenden Bäuerinnen und Bauern in der Demonstration „Wir haben Agrarindustrie satt!“. ——

    Denn die Verdrängung bäuerlicher Existenzen durch Agrarkonzerne, Agrar- und Ernährungsindustrie und die – durch perspektivlose Überproduktion verursachten – ruinösen Erzeugerpreise betreffen doch alle Bauernhöfe. —–
    Deshalb ist es wichtig, gerade auch gut strukturierte und größere Familienbetriebe zu unterstützen und zu verteidigen – auch gegen falsche Positionierungen von Demonstrations-Teilnehmer von „Wir haben Agrarindustrie satt“: Manche Verbände und Medien propagieren leider immer noch ein einseitiges „Bio-Kleinbauern“-Idyll und diffamieren umgekehrt konventionelle Landwirte pauschal und falsch als „agrarindustriell“. Solche unqualifizierten Angriffe drängen immer noch viele Bauern unsinnigerweise in ein Boot mit der Agrarindustrie. —–
    Darüber und über anstehende Verbesserungen auch innerhalb der konventionellen Landwirtschaft muss verstärkt auch innerhalb von „Wir haben Agrarindustrie satt!“ diskutiert werden. Selbst viele Veganer unterstützen es, dass Nutztiere artgerechter und in bäuerlichen Strukturen gehalten werden. Bauernfeindliche Parolen, z.B. von einigen wenigen bornierten Tierrechts-Aktivisten , sind schon jetzt von der Demo ausgeschlossen.——
    Andererseits müssen auch die Organisatoren von „Wir machen Euch satt“ viel mehr darauf achten, sich nicht von eindeutig agrarindustriellen Lobby-Verbänden vereinnahmen zu lassen. Dies macht es der Gesellschaft schwer, ihre grundsätzliche Unterstützung von Bauern beizubehalten. In der gesellschaftlichen Diskussion reicht der bloße Hinweis auf das „Sattmachen“ natürlich nicht mehr aus. —–

    Angesagt ist eine klare Abgrenzung nach dem Motto „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“. Ebenso eine selbstkritische Analyse, wo sowohl Bauern als auch Verbraucher in Formen von Tierhaltung, Landbau und Konsum hineingeschlittert oder -gedrängt worden sind, die heute gesellschaftlich keine Akzeptanz mehr finden. Bei der Agrarwende geht es um eine Beendigung agrarindustrieller Strukturen und um eine massive Unterstützung der Bauernhöfe im Rahmen des anstehenden Umbauprogramms. Die meisten Maßnahmen zugunsten von mehr Tierschutz und Umweltschutz in mittelständisch-bäuerlichen Strukturen beinhalteten zudem automatisch einen Abbau der ruinösen Überschüsse – und somit die Perspektive auf faire Erzeugerpreise für „Klasse statt Masse“ in Deutschland und der EU.

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    • bauerhans sagt

      teilnehmer von WHES wissen überwiegend nichts aus der praxis,sind aber dagegen.
      die von WMES versuchen,widersprüche aufzuzeigen und darauf hinzuweisen.
      der bauernverband setzt auf „wachsen und/oder weichen“.
      der DLG präsident versucht sich zu profilieren.
      agrarindustrie gibts nicht.

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    • Berthold Lauer sagt

      Herr Niemann,
      vielleicht lassen sie mal in aller Ruhe und unvoreingenommen die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe bzw. das, was man so Strukturwandel nennt der letzten 70 Jahre vor ihrem geistigen Auge vorüberziehen. Fast überall hat der mal mehr, mal weniger heftig stattgefunden, in manchen Regionen auch verzögert, wenn man im Winter im Holz arbeiten konnt oder wenn der Tourismus das Einkommen aufbessern half. Und ich wage die Behauptung, dass die allermeisten nicht „durch Agrarkonzerne, Agrar- und Ernährungsindustrie und die – durch perspektivlose Überproduktion verursachten – ruinösen Erzeugerpreise“ verdrängt wurden, sondern sie hatten entweder Alternativen, die ihnen oder ihren Kindern geregelte Arbeitszeiten, Urlaub, sicheres Einkommen und weniger Eigenverantwortung versprachen, oder sie hatten keine Nachfolger bzw. denen solange gesagt, dass sie mal was besseres machen sollten, bis die es dann getan haben.
      Und die verbliebenen Betriebe haben gerne jeden frei werdenden ha aufgenommen (jedenfalls in den meisten Regionen). Nun kann man gerne darüber streiten, wie groß ein Betrieb werden darf, wann der Bauernhof aufhört und die Agrarfabrik anfängt. Aber keiner hat mir bis jetzt rationale Grenzen genannt. Und auch bei den „Guten“ gibt es Betriebe mit 1000 ha, mit vielen 1000 Hennen, mit 10 000 Rindern, mit vielen Mitarbeitern, mit Kapital aus Industrie und Wirtschaft. Keine Agrarindustrie?????
      Was ist in unserem Umfeld passiert?? Wo sind die „Tante-Emma-Läden“, die Dorfkneipe, der Handwerkervon nebenan, der Metzger, der Bäcker…….?? Alle bedauern , dass sie fehlen, aber keiner hat mehr bei ihnen gekauft und Nachwuchs findet sich auch keiner mehr. Schöne Traumwelt, aber die Uhr werden auch Sie nicht mehr zurückdrehen!

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      Hallo guter Beitrag, was ist Agrarlobby, was sind in Deinen Augen Agrarkonzerne. Das es im Osten historisch gewachsen große Agrargenossenschaften und andere Rechtsformen gibt, ist Euch allen im Block sicher bekannt. Ich habe immer damit ein Problem ob Ihr Betriebe in Größenordnungen von 1000- 6000 oder 8000 ha akzeptiert oder ob wir nach Eurer Auffassung Agrarfabriken sind. Ich bin der Meinung wir wirtschaften wie Ihr, nur mit dem Unterschied das wir Mitglieder und Angestellte in einem Lohnverhältnis haben.

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  7. Walter Parthon sagt

    Artikel von Bauernverband SW
    Eine Bürgerin hat es satt:
    „Ich habe zahlreiche Gründe, warum ich nicht bei WHES-Demo in Berlin mitlaufen werde und mich nicht den Forderungen der Big Green an eine „neue“ Landwirtschaft anschließen kann und will.
    Ich habe es nämlich auch satt. Ich kann den Ruf nach der bäuerlichen Landwirtschaft nicht mehr hören, denn es definiert keiner, was bäuerliche Landwirtschaft eigentlich ist. Wo es anfängt, wo es aufhört. Was oder wen genau die Satten im Land wollen. Jeder hat seine eigene Vorstellung und vertritt sie in voller Lautstärke. Bloß: Mit pauschalen Kampfbegriffen und entsprechendem Aktionismus machen sie höchstens kaputt, was sie erhalten wollen. Es häufen sich die Geschichten von potenziellen Hofnachfolgern, die die Betriebe ihrer Eltern nicht mehr bewirtschaften wollen, unter anderem weil sie die Nase gestrichen voll haben von diesem non-stop Bauernbashing in Politik, Öffentlichkeit und Medien.
    Ich bin es satt, dass die, die die Landwirtschaft ökologisieren wollen, es nicht für notwendig erachten, belastbare Konzepte vorzulegen, wie denn eine für alle bezahlbare Lebensmittelversorgung nach der Agrarwende funktionieren soll. Vermutlich können die sich doch nur die Wohlhabenden der Republik leisten – unter anderem grüne Stammwähler. Eine direkte, höfliche (!) Frage bei Facebook führt fast immer ins Nirwana – es herrscht lautes Schweigen. Oder, noch besser, man darf nicht mehr kommentieren (eine grüne Spezialität).
    Ich bin es ferner leid, dass so viele Menschen hierzulande behaupten, die moderne Landwirtschaft mache die Umwelt kaputt. Wo sie sich doch selber alle an die Nase packen müssten. Die Republik wird zubetoniert für die Allgemeinheit, fürs Eigenheim, Arbeiten und bequeme Shoppen auf der Grünen Wiese. Jeden Tag werden 70 Hektar Agrarland aus der Bewirtschaftung genommen und vieles davon versiegelt. Alle profitieren. Aber die Landwirtschaft ist schuld? Es waren übrigens die Grünen, die die Förderung von Biogasanlagen initiiert hat. Und jetzt, wo ihnen die tatsächlichen bzw. vermeintlichen Konsequenzen nicht passen, schieben sie die Verantwortung in Richtung Landwirtschaft ab.
    Ich bin es richtig leid, dass so viele nicht zu würdigen wissen, dass wir in dem reichsten Land der Welt leben und es zynisch ist, für gutes Essen auf die Straße zu gehen. Sämtliche Kontrollen der letzten Jahre sagen: Unser Essen ist sauber. So sauber wie vermutlich niemals zuvor in der Menschheitsgeschichte. Für jeden ist etwas dabei – für jeden Geldbeutel. Dagegen zu protestieren grenzt doch an Wohlstandsverwahrlosung.
    Für endgültig wohlstandsverlost halte ich den Widerstand gegen grüne Gentechnologie. In all den Jahrzehnten konnten null Negativauswirkungen nachgewiesen werden. Diabetiskranke Menschen hierzulande betrachten Insulin gar als einen Segen, und das ist es definitiv. Bloß: Bei der Herstellung von Insulin werden gentechnisch manipulierte Pilzen und Bakterien verwendet. Aber wenn’s um die eigene Gesundheit geht, nicht wahr? Bei Lebensmitteln scheinen wissenschaftliche Erkenntnisse nicht zu tangieren – vermutlich weil keiner die Auswirkungen ausbaden braucht. Was ist das Resultat des allgemeinen Unwohlseins des einflussreichen, satten Westens gegenüber den Ländern der 3. Welt? Wertvolle Lebensmittel wie der Goldene Reis werden flächendeckend NICHT eingesetzt und Millionen von Kindern NICHT vor dem sicheren Erblinden und dem Tod bewahrt.
    Ich bin es satt, dass die Landwirte pauschal für Antibiotikaresistenzen verantwortlich gemacht werden. Wo doch die Humanmedizin das mit Abstand größere Sorgenkind ist. Resultat: Die Landwirte reduzieren Jahr für Jahr – wie sieht es in der Humanmedizin aus? Ganz schwierig. Bloß löst man so Probleme?
    Ich bin es satt, dass sich Deutschlands Landwirte Jahr um Jahr um mehr Tierwohl in den Ställen bemühen und dafür höchstens einen Tritt in den Hintern bekommen.
    Ich bin das unwissenschaftliche, undifferenzierte Pestizidbashing leid. Dass mit Emotionen statt mit Fakten hantiert wird. Dass mit zweierlei Maß gemessen wird, indem der Einsatz von Pestiziden im Ökolandbau unter den Tisch fällt.
    Es wird nur noch draufgehauen. Kaum einer erzeugt noch Lebensmittel und hat eine Ahnung, wie man es anstellt. Die Meckerer machen niemanden satt, aber verurteilen pauschal diejenigen, die es jeden Tag tun.
    Fangen Sie alle damit erst mal an! Beweisen Sie, dass Sie es besser können. Bevor Sie die Profis jeden Tag aufs Neue fertig machen!
    Ich ziehe daher ganz klar diese Veranstaltung vor: Wir machen Euch satt, 21. Januar 2017, 09:00 Uhr, Washingtonplatz (am Hauptbahnhof), Berlin.“

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    • Der Brandenburgbauer sagt

      @Walter Parthon , Klasse Kommentar, wir sollten einmal ins Gespräch kommen.
      hjg@ag -mbg .de „Der Brandenburgbauer“.

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    • Weinerliches Gewäsch. Relativieren – auf andere Bereiche zeigen (Flächenversiegelung, Humanmedizin) – und Moralisieren.

      Der Verweis auf die Humanmedizin in Bezug auf Antibiotika ist eine Unverfrorenheit! Statt Effizienz der Fleischproduktion geht es um die Gesundheit von Menschen! Unnötige Resistenzbildungen müssen um jeden Preis vermieden werden.

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      • bauerhans sagt

        „Der Verweis auf die Humanmedizin in Bezug auf Antibiotika ist eine Unverfrorenheit!“

        MRSA ist ein hygieneproblem der kranken häuser!!
        auch praktische ärzte griffen immer schnell zu AB,was sich wohl geändert hat.
        spektakuläre einzelfälle sind auf infektionen in nicht entwickelten ländern zurück zu führen,zuletzt indien.

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        • Tierhalter sind besonders häufig mit MRSA besiedelt. In den Niederlanden werden sie als Angehörige einer Risikogruppe in Krankenhäusern zunächst isoliert.
          Große Infektionsquelle ist auch Fleisch, insbesondere Geflügel, s. Zubereitungsempfehlungen des RKI.
          Das ist auch der Grund für das bekannte Chlorhuhn in USA, was ich richtig finde: Schutz direkt an der Gefahrenquelle. Anlass waren viele Todesfälle durch nicht durchgebratenes Fleisch einer Burgerkette.

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          • Mark Rössler sagt

            Heute ist man wissenstechnisch weiter als die Medien oder Anwälte,
            man kann wunderbar dank Wissen unterscheiden um welche MRSA es sich handelt.
            Und in Holland wird erst mal jeder Patient „isoliert“, wie auch jeder Besucher sich entkeimen muss,

            In Deutschland meint man noch nicht mal als Krankenhausbetreiber auf ausreichende Hygiene achten zu müssen, weil „Anwälte gegen Tierhaltung“ meinen, man müsse immer weiter Unsinn erzählen.

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          • Sabine sagt

            Ja, die Infektions-Fälle in Verbindung mit Geflügelfleisch in USA…In USA werden auch Eier gewaschen, desinfiziert und gekühlt… dann sind sie sehr, sehr lange haltbar. Ein Vorteil für den LEH dort. Das ist der erste Punkt.
            Also nur mal so. Viele meiner us-amerikanischen Bekannten, halten inzwischen eigenes Geflügel, weil sie das, was in den Supermärkten in USA liegt nicht mehr sehen und essen mögen. Die Plattform der Hinterhof-Hühner bzw. deren Halter wächst seit Jahren. Tube-Vids und Podcasts über private Nutztierhaltung gibt es dort inzwischen genau so wie Magazine, die sich mit der Schönheit und den Tücken des selbstgezogenen Steaks beschäftigen.
            Zweitens:
            Es stimmt, in USA wird gechlort, um Infektionen zu verhindern, aber da handelt es sich um die gute alte Salmonelle. Gegen Salmonellen kann man a) den Tierbestand impfen und b) die Tiere nicht in ihrer eigenen Kacke hocken lassen.
            In Europa hat man sich dafür entschieden weder das Geflügelfleisch noch die Eier mit Desinfektionsbädern zu behandeln und setzt auf verantwortungsvolle Tierhalter und einigermaßen vernunftbegabte Verbraucher. Das klappt erstaunlich gut. Wir haben weniger Salmonellen-Infektionen pro Kopf, auch weil hier der Verbraucher wenigstens noch ansatzweise weiß, dass man Lebensmittel nicht nur von der Verpackung befreien muss, um sie genießbar zu machen. Dass aufgetautes Geflügelfleisch vor der Zubereitung gewaschen werden sollte, man Fleisch am Besten im Kühlschrank und nicht in der Sonne auf dem Küchentisch auftaut und das einmal aufgetautes rohes Fleisch nicht wieder ins Gefrierfach wandern sollte, ist in vielen us-amerikanischen Haushalten genau so unbekannt, wie das Waschen von Obst und Gemüse vor dem Verzehr. Das hat auch was mit dem großen Angebot von verzehr-fertigen Waren zu tun. In vielen Haushalten gibt es dort inzwischen keine Töpfe mehr, weil ja eh alles in die Mikrowelle wandert. Jahrzehnte erfolgreicher TV-Dinner-Werbung machen eine Bevölkerung u.U. nicht gesünder, heißen Dank an die Swanson Company.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Skandal, wie kann man auch der Humanmedizin Schuld an Resistenzen bei Antibiotika geben, nein die Bauern sind schuld, die sind an allem Negativen schuld.

        Für Infektionen beim Menschen seien ausgerechnet die bekanntesten Erreger – die aus dem Stall stammenden Varianten der Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-, kurz: MRSA-Keime – „derzeit von untergeordneter Bedeutung“, schreiben Wissenschaftler des BfR nach der Auswertung verschiedener Studien. „Nachweise dieses Keims beim Menschen machen in Deutschland weniger als 5 Prozent aller nachgewiesenen und typisierten MRSA aus.“ Genanalysen zufolge stammten 95 Prozent aus der Humanmedizin.

        http://www.taz.de/!5020683/

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Skandal, wie kann man auch der Humanmedizin Schuld an Resistenzen bei Antibiotika geben, nein die Bauern sind schuld, die sind an allem Negativen schuld.

        Für Infektionen beim Menschen seien ausgerechnet die bekanntesten Erreger – die aus dem Stall stammenden Varianten der Methicillin-resistenten Staphylococcus-aureus-, kurz: MRSA-Keime – „derzeit von untergeordneter Bedeutung“, schreiben Wissenschaftler des BfR nach der Auswertung verschiedener Studien. „Nachweise dieses Keims beim Menschen machen in Deutschland weniger als 5 Prozent aller nachgewiesenen und typisierten MRSA aus.“ Genanalysen zufolge stammten 95 Prozent aus der Humanmedizin.

        http://www.taz.de/!5020683/

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        • Ich sage nicht, dass Bauern an allem schuld sind. In der Humanmedizin gibt es sicherlich auch Verbesserungspotential. Aber dieses auf andere zeigen, geht gar nicht. Ist auch nicht sehr deutsch im besten Sinne, ein Ethos, stets in seinem Bereich nach Verbesserung zu streben. Ist schon lustig, welche PR-Autisten beim Bauernverband SH sitzen. 🙂

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          • Mark Rössler sagt

            Kein Landwirt bestreitet, dass man sich verbessern muss, daher wurde in der Nutztierhaltung der Ab- Verbauch wesentlich eingeschränkt, die Hygiene verbessert. Und es gibt immer noch Potenziale.

            In der Humanmedizin ist in den letzten Jahren fast nichts passiert.
            In Pflegeheimen oder Krankenhäusern hängen die Desinfektionsspender immer noch in dunklen Ecken und der durchschnittliche Besucher weis überhaupt nichts damit anzufangen.
            Ein trauriges Bild in einer eigentlich gebildeten Gesellschaft.

            Zitat:“ Aber dieses auf andere zeigen, geht gar nicht.“

            Stimmt, denn es wird von den wahren Gründen abgelenkt und unsinniger Weise auf ein zu vernachlässigendes Problem verwiesen.

            Nennen Sie, Anwalt, doch mal die MRSA Varianten und derer Probleme in der Humanmedizin?!

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            „Aber dieses auf andere zeigen, geht gar nicht.“

            Genau dieses machen sie, in dem sie bei der Problematik der Keime, das Alleinstellungsmerkmal der Landwirtschaft zuweisen.

            Es ist sicher richtig, dass Tierhalter häufiger mit MRSA besiedelt sind,
            es ist auch richtig, dass mehr Altenpfleger/innen an Infekten und Magen-Darm-Grippe leiden, als Anwälte, wollen sie jetzt diesen das Arbeiten verbieten?

            +1
            • Die ganzen Probleme müssen viel bekannter werden, letztlich gibt es sie nur wegen des täglich Schnitzels. Dann wenden sich die Menschen einem gescheiten Essverhalten zu.

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            • Mark Rössler sagt

              Wegen der Schnitzel gibt es MRSA?

              Es wird immer bedenklicher, wie verklärt viele Menschen doch sind in einem Zeitalter der „Aufklärung“.

              Mir fehlt immer noch der Unterschied von MRSA,
              la, ha und ca scheinen dem Anwalt unbekannt.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ich gebe es zu, das tägliche Schnitzel würde zu einem Problem führen, ab und zu ein Rindersteak ist auch nicht zu verachten.

              Die Fleischeslust ist immer vorhanden, hab zwar noch nie eine Strohpuppe ausprobiert, kann mir jedoch nicht vorstellen, dass eine Puppe die Fleischeslust ersetzen kann. 😉

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            • Entscheidend sind die Gefahren und tatsächlichen Infektionen. S. Die Zeit, Die Rache aus dem Stall.

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            • Andreas Schmid sagt

              Das Thema MSRA gestaltet sich beim Schnitzel so: Die Keime werden totgebraten, Antibiotika kann wegen der Wartezeit der Mittel nicht im Schnitzel sein.

              Herr Anwalt, wo sehen sie ein Problem??

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @ AdT
              „Entscheidend sind die Gefahren und tatsächlichen Infektionen. S. Die Zeit, Die Rache aus dem Stall.“

              Da haben sie Recht, entscheidend sind die Gefahren und nicht was ein AdT sich darunter vorstellt.

              Aus dem Inhalt:
              Sowohl Landwirte als auch Tierärzte fühlen sich dadurch zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt. „Wir sind ungehalten und wütend darüber, dass wir von der ZEIT als Dealer bezeichnet werden“, sagte Petra Sindern vom Bundesverband Praktizierender Tierärzte während ihrer Kundgebung. Es sei richtig, dass resistente Keime ein großes Problem darstellen. „Aber es ist unerhört, dass uns dafür immer der Schwarze Peter zugeschoben wird.“ Tierärzte, die sich an Gesetze und Regeln halten, würden durch die Berichterstattung als kriminell hingestellt, so Sindern. Tatsächlich kämen die betreffenden Keime in der Humanmedizin viel häufiger vor. „Das Problem muss durch Hygiene in Arztpraxen und Krankenhäusern bekämpft werden.“

              Sindern nennt die Niederlande als Vorbild. Dort sei der Antibiotika-Einsatz in der Landwirtschaft vergleichbar mit dem in Deutschland, dennoch gebe es deutlich weniger Probleme mit Keimen wie MRSA – dank besserem Hygienemanagement in Klinken.
              http://www.zeit.de/hamburg/politik-wirtschaft/2014-11/antibiotika-bauerverband-protest

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          • bauerhans sagt

            „…letztlich gibt es sie nur wegen des täglich Schnitzels.“

            sicherlich wird niemand täglich schnitzel essen!
            die lebensweise der menschen kann man übers geld regeln,was aber politisch unklug ist,wenn wahlen gewonnen werden sollen.
            bleibt also nur erziehung und weiterbildung,wobei ich immer schmunzeln muss,wenn ich mir vorstelle,dass zuschauer kochshows schauen,während sie fastfood zu sich nehmen.

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          • Andreas Schmid sagt

            „Aber dieses auf andere zeigen, geht gar nicht.“

            Ein Anwalt verklagt und zeigt auf andere, weil die anscheinend etwas falsch machen. Wann fängt ein Anwalt mal mit einer besseren Tierhaltung an???

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  8. Biobauer Andreas Fendt sagt

    ich hoffe es war ein Biogaul aus artgerechter Haltung auf dem Du nach Berlin reitest.

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    • Sophus Theophile sagt

      Biosauer Andreas Fendt, schon wieder so ein unqualifizierter Zwischenruf, das kenne ich von Ihnen gar nicht?

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      • Biobauer Andreas Fendt sagt

        Wieso unqualifiziert? Willi schreibt er könne englisch und da steht übersetzt „Küsse und reite“. Ich nehm jetzt mal an, er hat seine Frau geküsst, sich aufs Pferd geschwungen und los…

        Im Ernst: mich kotzen dämliche Anglizismen an, auch eine negative Auswirkung von Globaliserung. Brechreiz verursacht mir die regelmässige Radiowerbung einer Firma mit Namen „Unterführung“, die nicht nur üble belegte Schnittchen anbieten, sondern nahezu kein deutsches Wort in ihrer Werbung mehr verwenden.

        Also nicht ganz ernst zu nehmender Zwischenruf des organicfarmer agco, formally better known as Biobauer Fendt.

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        • Geht mir genau so, allerdings eher bei dem Unternehmen, das „U-Bahn“ heißt. Außerdem finde ich den Namen Donald zum Kotzen, ab heute ein „no go“.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der Begriff Kiss and ride beschreibt ein Verknüpfungsprinzip in der Verkehrsplanung. Dabei werden die Fahrgäste des öffentlichen Personennahverkehrs mit dem Auto zu einem Verknüpfungspunkt (in der Regel ein Bahnhof oder eine Haltestelle) gebracht oder von dort abgeholt. Im Gegensatz zum Park-and-ride-Prinzip wird das Fahrzeug am Verknüpfungspunkt jedoch nicht dauerhaft abgestellt.

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            • Nicht nötig. Veganer haben den besten Sex: Dreiviertel (72 Prozent) sind sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Sexualleben.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Wenn 72% der Veganer mit ihrem Sex zufrieden sind, heißt das noch gar nichts, ist nur eine Selbsteinschätzung.

              Ein mir bekanntes Ehepaar ist mit ihrem Sex sehr zufrieden, die haben seit Jahren keinen mehr. 🙂

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            • Stimmt, vielleicht sollte ich für mehr Objektivität einen Sexualtherapeuten daneben setzen. Nicht, dass er sagt, wir sollten dick und hässlich werden, weil Dicke und Hässliche dankbarer sind.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Sie sollten mit der Selbstbeweihräucherung aufhören,
              (Veganer haben den besten Sex: Dreiviertel (72 Prozent) sind sehr zufrieden oder zufrieden mit ihrem Sexualleben)
              fragen sie mal ihre Frau/Freundin, ob sie auch zufrieden ist?

              Ein mancher Hengst wird dann zum Rammler, der es vom Hasen abgeguckt hat.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ich hoffe mit einer Hochschwarzwälder Geiß, aus artgerechter Fendtscher Haltung.

      Aber Halt, der Fendt reitet mit der Geiß zum Wochenmarkt nach Waldshut.

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