Bauer Willi
Kommentare 48

Der Tag danach – the day after…

Gestern war ein voller Tag: Erst zur Demo auf dem Washingtonplatz, dann ab Mittag Richtung Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Danach noch zur Grünen Woche, denn sonst hätten wir davon nichts mitbekommen. Heute Mittag geht es wieder zurück in die Heimat: Allgäu und Rheinland.

Wir haben viele Bilder und Videos gemacht, die wir aber erst noch sichten wollen. Hier ein paar erste Eindrücke von den beiden Demos. Ihr könnt ja mal raten, welche Bilder zu welcher Demo gehören? 😉

Willi und Alois

 

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48 Kommentare

  1. Lothar Goldmann sagt

    In den letzten Jahrzehnten haben sich Geselschaft und Bauern zu wenig um einander gekümmert. Mit der Folge das Realität und Erwartungen auf beiden Seiten auseinander
    gingen und wir jetzt mit Misstrauen und Unverständnis konfrontiert sind.
    „Wir wollen den Dialog“ ist ein sehr guter und nötiger Ansatz.
    Aber doch nicht mit Naturschützern, Grünen, Tierrechtlern oder Veganern, von solchen
    Leuten muß ich mich als Bauer distanzieren, mit denen will ich nichts zu tun haben ???
    Liebe Kollegen von“ Wir machen euch satt“, mit wem wollt ihr denn den Dialog, wenn nicht mit den engagierten und krtischen Menschen ?
    Ich bin erst vor wenigen Stunden mit meinem Schlepper von Berlin zurück auf unseren Hof angekommen. Auf der WHES-Demo hatte ich die Möglickeit, zu Beispiel mit Tierrechtlern sachlich und auf Augenhöhe über das töten zum Zweck der Nahrungsaufnahme zu diskutieren.
    Ich erklärte das dieses ein wesentlicher Bestandteil unseres Ökosystems ist.
    Wir jedoch verpflichtet sind, die Tiere bis zum Tod, artgerecht zu halten, würdevoll zu behandeln, so wie den daraus gewonnenen Erzeugnissen eine hohe Wertschätzung
    zu erteilen.
    Zur Zeit werden in Deutschland jährlich ca. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen,und damit auch die Anerkennung für Bauen, Natur und Tiere.
    Die Gesellschaft erwartet heute mehr von uns Bauern als nur „satt“ gemacht zu werden.
    Den Dialog zu suchen ist richtig, darum demonstriere ich gemeinsam mit den kritischen Menschen, suche den Dialog und einen Weg für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.

    +7
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Richtig, die Gesellschaft erwartet mehr von Bauern, auf jeden Fall mehr als sie selbst bereit sind für die Gesellschaft zu tun.

      Heute habe ich einen Leserbrief in der Tageszeitung gelesen, der Schreiber wohnt in einem Teilort einer Kleinstadt von 25.000 Einwohnern.

      Er war der Meinung, am Samstagmorgen sitzt der Städter beim Frühstück in der Stadtmitte, während der Hobbybauer die Landschaft pflegt, damit der Städter beim sonntäglichen Spaziergang die Aussicht genießen kann.

      Immerhin, das muss man unserer Gesellschaft hoch anrechnen, letztes Jahr hat man für Äpfel aus dem ökologisch hochgepriesenen Streuobstbau 7 Euro je 100 Kg bezahlt. Ein Hoch auf die „zukunftsfähige“ Landwirtschaft.

      +1
    • Mark Rössler sagt

      „Zur Zeit werden in Deutschland jährlich ca. 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen“

      Bitte einfach mal aufschlüsseln!
      Werden 18 Millionen Tonnen weggeschmissen oder sind alleine 6 davon Haustierfutter?
      Was machen wir mit den Leder oder den Knochen?

      Also, bitte mal aufschlüsseln was diese 18 Millionen Tonnen sind!
      Ansonsten ist diese Zahl ein Luftschloss, womit man Stimmung macht bei unwissenden Verbrauchern.

      0
  2. Sandra Harms sagt

    Ich will mich, obwohl ich es auch gesundheitlichen gründen nur aus der ferne verfolgt habe auch zu wort melden.
    in meinen augen gibt es nicht das gelbe vom ei für jeden landwirtschaftlichen betrieb, dafür sind die unterschiede zwischen den betrieben und den betreiber(familien) zu verschieden,gleiches gilt auch für jedermanns bzw jederfrau´s persönliche einstellung.
    wenn ich zur „wir haben es satt“ demo blicke, haufenweise leute, ca 18.000…. schaue ich zur „wir machen euch satt“demo ca 700…
    also schon einmal ein gewaltiger unterschied, ich stelle mir nachdem das nun gelaufen einige fragen…
    wie der name schon sagt „wir haben es satt“ steht im groben gegen argrarindustrie,massentierhaltung, große landwirtschaftliche betriebe, für umweltschutz,klimaschutz,für tierwohl und einige dinge mehr, und genau hier muss ich mich fragen, wie passt das alles zusammen? ich kenne nun genügend landwirte,aller alters klassen und sowohl bio als auch konventioneller ausrichtung, und ich muss sagen, die große mehrheit der landwirte ist politisch gesehen konservativ, der rest verteilt sich relativ gleichmäßig auf Liberal,links und ein wenig mehr sind den grünen zugewandt, gut, jeder wie er meint, aber ich frag mich wie kann man als konservatiever zusammen mit grünen und linken demonstrieren? ein wort zu den kollegen, die vieh halter sind,egal ob nun konventionell oder bio, ich frag mich, wie kann man zusammen mit organisationen wie PETA, die dafür einstehen das wir alle vegan werden,das es keine nutztierhaltung mehr gibt, eintreten, zusammen demonstrieren??? Die konventionellen kollegen, die auch bei WHES waren, wie könnt ihr es mit euch vereinbaren, mit den grünen,dem BUND und dem NABU zu demonstrieren, wisst ihr denn nicht wie die über eure wirtschaftsweise denken?
    Zu den kleineren landwirtschafts verbänden und ganz besonders zur ABL möchte ich mich auch noch ausslassen, wenn der herr niemann bei der gegendemo WMES mit flugblättern daruf aufmerksam macht das wir das gleiche problem haben, liegt die ABL ja eigentlich schon mal richtig, merkwürdig nur, das sie bei der WHES Demo einer der hauptaktöre war….und zusammen mit leuten demonstriert hat, die gerade die kleinen landwirtschaftlichen betriebe in bedrängnis bringen, allen vorran tier und umweltschützer… letzlich produzieren die mitglieder der ABL genauso lebensmittel wie alle anderen betriebe, und machen somit doch auch die bevölkerung satt…. sorry ABL aber das passt nicht so ganz wie ihr euch da verhält….
    ich denke, es konnte jeder merken das ich auf der seite der WMES stehe, warum tue ich das? dafür gibt es einfache gründe, ich kann es nicht mit meinem gewissen vereinbaren, zusammen mit leuten etwas zu machen, die von tuten und blasen keine ahnung haben,die nicht wissen, das wir in der eu leben,das wir offene märkte haben, die ihre grüne idiologie über jede vernunft stellen, ich kann nicht mit leuten etwas zusammen machen, die mir am liebsten einen teil meines berufes nehmen wollen, mit leuten die mir sagen wollen wie ich mich zu ernähren habe(das dürfte evtl mein hausarzt wenn ich übergewichtig wäre) und ich möchte auch nicht mit leuten zusammen etwas machen, die jeder meldung bei facebook mehr glauben als denen die die zusammenhänge wirklichen kennen und verstehen.
    Ganz sicher ist WMES nicht das maß der dinge, ganz sicher sind noch viele dinge zu verändern und wenn diese geändert sind, gibt es wider neue dinge die geändert werden müssen. aber eins sollte man bei allen emotionen nicht vergessen, die lebensmittel die wir alle zu uns nehmen, kommen aus der landwirtschaft, unserer landwirtschaft, und da ist es völlig egal, ob es das bio brot von andreas fendt ist, das hefe-weizen aus dem weizen von michael reber,die brötchen gebacken aus dem weizen von willi oder sophus, das rindersteack von meinen oder alois seinen rindern, der schweinsbraten der von schweinebauer piet stammt usw usw usw, wir alle produzieren hochwertige lebensmittel, und machen somit den normalo satt, und das machen wir gemeinsam, über die grenzen der bundesländer hinweg, mit unterschiedlichsten betrieben, unterschiedlichstens ansichten, und einstellungen, und das klappt wunderbar. warum dann nicht auf einer demo demonstrieren, gegen all die jenigen, die ausser viel unwissen und idiologien nichts zu bieten haben? warum geht das nicht?

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  3. Biobauer Andreas Fendt sagt

    Ihr seid alle so satt….

    Manchen kann man ja direkt ansehen, daß sie allzuoft pappsatt sind, ich nenne jetzt keine Namen (auch nicht der Veranstalter von „Wir machen Euch satt“).

    Satt macht träge und bequem. Was ich mir wünsche, wäre weniger Polemik, weniger dem Hinterherlaufen von Parolen, egal ob sie vom Bauernverband oder BUND kommen.

    Ich kann nicht wirklich beurteilen wer und wie erfolgreich in Berlin war, ich hatte den Eindruck, daß die Veranstalter von „Wir machen Euch satt“ bereits im Vorfeld der Demo ihr eigenes Motto „Wir wollen Dialog“ selbst nicht einhalten wollten, sondern unqualifiziert polemisierten. Wenn man endlich verstehen würde, daß zu den Origanisatoren von „Wir haben es satt“ keine Tierrechtler, die Landwirtschaft ablehnen dabei sind, könnte man sich irgendwann mit eigenem Block der grossen Demo anschliessen und im Vorfeld feststellen, welches sind gemeinsame Ziele und wo liegt man inhaltlich auseinander.

    Mein Statement zu gestern hier nocheinmal in Kopie:

    Als Schwabe sag ich : besser schaffen statt demonstrieren!

    ich war heut morgen wie immer Samstags auf dem Wochenmarkt und habe Menschen satt gemacht und danach meine Tiere versorgt.

    Eine radikale Minderheit von Vollgasbauern will angeblich Dialog und hat im Vorfeld die Bauern von „wir haben es satt“ als falsche Bauern verunglimpft und dazu noch allen Veganern vorgeworfen, sie seien Tierrechtler, die Landwirtschaft ablehnen und das alles auf deren offiziellen Seite.

    Viel besser waren die Grünen auch nicht, sie haben viele Bauern verärgert, indem sie wohl einen unfähigen Praktikanten posten liesen „Lebensmittel seinen voller Antibiotika“. Da half auch das spätere Korrigieren nichts.

    Und so ist es auch wieder heuchlerisch und verlogen wenn Demeter und Bioland in der grossen Demo vorne mitlaufen, aber nicht einmal öffentlich zugeben, daß sie 80% aller Kälber aus Biomilchbetrieben in die konventionelle Mast verkaufen. Man demonstriert lauthals gegen etwas, von dem die eigenen Mitglieder wirtschaftlich abhängig sind.

    Und natürlich die Wohlstandstierechtler und „Tierhaltung verbieten“ Veganer, die noch nie einen Schubkarren in der Hand hatten und sich bequem von veganen Industrieprodukten der inzwischen pleite gegangenen Kette Veganz ernähren.

    Am liebsten würde ich diese Juppie Städter genauso zu einem Praktikum auf meinen Hof einladen, wie die Vollgasbauern Marke Holtkötter, Barkmann und Co.

    Aber tut, mir leid, dazu habe ich leider keine Zeit, denn ich muss was schaffen (wie der Schwabe sagt)

    +4
    • bauerhans sagt

      „Ihr seid alle so satt….“

      das ist ja im grunde das problem!
      weil alle so satt sind,wird infrage gestellt und besonders gern auf andere gezeigt.
      es werden kompromisslose forderungen gestellt und hart verurteilt.
      den lippenbekenntnissen folgen aber keine taten,weil das ja konsequente änderung des persönlichen lebensstils bedeuten könnte.

      +2
  4. Altbauer Jochen sagt

    Ich stimme Sandra Kuhn zu, „Da gibt es doch noch ganz viel dazwischen“
    Und genau das halte ich für den richtigen Weg.
    Es ist nur verdammt schwierig zwischen den Mahlsteinen
    der Lebensmittelkonzerne und der Zitronenpresse der
    Öko -Idiologen noch auf diesem Wege Landwirtschaft zu
    betreiben, die auch noch ein vernünftiges Familieneinkommen
    erbringt (Der Milchpreis geht schon wieder nach unten)
    Das hält keine „Sau“ aus ! Es haben doch schon genug von uns
    „die Klotzen geschmissen“ !

    +2
  5. Friedrich sagt

    Warum wohl alle demonstrieren. Bestimmt nicht weil es allen gut geht. Der Gewinn bei allen Betrieben kommt doch aus der Prämie und wer am besten prämienoptimiert arbeitet , hat am meisten Gewinn. Das heißt , daß alle Betriebe zum Selbstkostenpreis arbeiten und die Gesellschaft teilt dann über die „Staatliche Verwaltung“ den Gewinn zu. Auf Spiegel-Online unter Wirtschaft ist zu lesen, daß die Landwirtschaft im Jahre 2016 mit 1,4% der Beschäftigten nur 0,6 % zum BIP beigetragen hat. Der Betriebsgewinn lag im Wj. 2014/15 bei durchschn. 43.000 Euro /Betrieb. Davon müßen dann aber noch die Sozialvers., das Geld für die Altenteiler und die lfd. Privatentnahemen noch bezahlt werden. Wenn man dann noch davon ausgeht , daß 1,5 Arbeitskräfte davon entlohnt werden , sind wir schon am Sozialhilfeniveau. Das mit der Produktion kaum noch Geld verdient wird , kann man auch daran sehen, daß fast keiner mehr ein Schwein, Ziege o.ä. zur Selbstversorgung hält, sondern die Ställe zu Garagen , Partyräumen usw. umgebaut wurden. So sieht es aus , wenn man zu Weltmarktpreisen arbeiten muß . Ein Facharbeiter verdient hier 2.000 – 4.000 Euro/Monat Brutto. Der Weltmarktpreis liegt bei 100 – 300 Euro/Monat. Daran kann man sehen , was das Essen der Gesellschaft „Wert“ist. Auch die Politik will das so , denn so werden Konsumartikel wie Urlaub,Freizeit, Auto konsumiert.
    All diese Konsumartikel verpesten aber unsere Umwelt. Der CO2 Fußabdruck ist hier nur negativ. Zum Ausgleich soll die Landwirtschaft in der Klimabilanz besser werden, obwohl wir die einzigen sind , die eine positive Klimabilanz haben. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht !! Hier geht um Stadt gegen Land , Umweltverpester gegen Umweltschützer. Die Städter mit ihren Banken und Industrieunternehmen sind ja noch nicht einmal bereit Vorratswirtschaft in Ernährungsfragen zu betreiben. Die Vorräte liegen unter einem Monat. Alles geht“ just in time“. Das wird uns noch einmal teuer zu stehen kommen. Ganz zu schweigen von der „Politischen Wende“ die sich überall abzeichnet. Für marode und kriminelle Banken ist immer Geld des Steuerzahlers da , aber nichts für die kleinen Leute und Betriebe.

    +8
  6. Andreas sagt

    Mit großer Spannung wird natürlich Eure Berichterstattung erwartet. Am liebsten neutral. Alois ist ja noch in der FdL, was das nicht einfacher macht.

    Wichtig finde ich, wie das mit Niemann war. War er ein Störer oder waren die Sattmacher nur böse. Von wem wurde Niemann von der Bühne aus angepöbelt oder stimmt es, dass Niemann gepöbelt hat. Fragen über Fragen….

    0
    • Der Brandenburgbauer sagt

      Hallo Andreas, bist Du nicht der Meinung das die beiden neutral berichten. Erkläre mir ein mal, wer Niemann ist. Bei den Fotos von Willi und Alois braucht man nicht viel Fantasie um zu wissen welches von welcher Demo ist. Das wäre bei Jauch nicht die 1 Millionen Euro Frage.

      0
      • Andreas sagt

        Ich wünsche mir, dass die Beiden neutral berichten. Und dieser Eklat auf der Wmes ist ein Bericht wert. Sonst verstehe ich nicht was du sagen willst. Ich müsste ein paar Schnaps trinken um dich zu verstehen. „Jauch“ „1Mio. Eurofrage“. „Bilder“. Ich verstehe dich nicht.

        Niemann ist Pressesprecher der AbL und war mal Gast bei Bauerwilli.

        +1
        • Alois Wohlfahrt sagt

          Natürlich berichten wir neutral.

          Herr Niemann war kurz auf dem Washington Platz und hat einen Zettel verteilt, mit dem Titel „Agrarindustrie haben eigentlich alle Bauern satt…“, wo er darauf hinwies, dass wohl alle „gleiche oder ähnliche Sorgen und Anliegen“ hätten. Von einem Eklat habe ich nichts mitbekommen.
          Alois

          +2
          • Andreas sagt

            Zitat Alois Wohlfahrt:
            „Von einem Eklat habe ich nichts mitbekommen.“

            Zitat Herr Niemann(topagrar online):
            „Leider konnte es sich einer der Organisatoren von „Wir machen Euch satt“ nicht verkneifen, per Lautsprecher dagegen scharf und unsachlich zu polemisieren. Schön, dass trotzdem die allermeisten TeilnehmerInnen das Flugblatt nahmen und dass etliche Teilnehmer im Gespräch auch dessen Inhalt ausdrücklich begrüßten“

            Zitat Anselm Richard (Chefredakteur Wochenblatt):
            Schade, dass ausgerechnet ein Vertreter der „Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Veranstaltung durch Flugblattverteilen und Zwischenrufe meinte stören und einen Keil zwischen die Teilnehmer treiben zu müssen. Die AbL ist einer der Hauptunterstützer der Großdemonstration „Wir haben es satt“, die ebenfalls am Samstag stattfand. Anselm Richard“

            Drei Zitate drei Aussagen. Wer verarscht hier wen???????????

            +2
            • Alois Wohlfahrt sagt

              Also, ich war einige Minuten abwesend von der Demo, wo ich die geparkte Traktorenparade abgeschritten bin und fotografiert habe. Ansonsten waren wir immmer da. Das Flugblatt habe ich schon erwähnt und danach habe ich Herrn Niemann auch nicht mehr gesehen. Ich war aber auch nicht vorne a der Bühne, sondern im hinteren Bereich und habe auch immer wieder Passanten angesprochen und viel geratscht. Es ging absolut friedlich zu.

              +3
            • Eckehard Niemann sagt

              Hallo Andreas,
              ich habe – wie dargestellt – ein Flugblatt verteilt, das die Gemeinsamkeiten zwischen den Bauern beider Demonstrationen zentral herausstellte. Der Mitveranstalter der Kundgebung „Wir machen Euch satt“, Herr Holtkötter, verurteilte über den Lautsprecher das Flugblatt-Verteilen als „Versuch der Spaltung“. Als ich vor die Bühne trat und per Handzeichen um das Mikrofon bat, verweigerte er dies (das ist natürlich sein gutes Recht). Zwischenrufe (wie von einem Redakteur im westfälisch-lippischen Wochenblatt behauptet) habe ich natürlich nicht gemacht. So war´s.

              +6
            • Andreas sagt

              Danke für die Info , Herr Niemann. Ich kenne Herrn Holtkötter und den Herrn Richard. Deshalb glaube ich Ihrer Version uneingeschränkt.

              Leider ist in den letzten Jahren sehr viel passiert und Vertrauen verloren gegangen. Auch Sie Herr Niemann, haben Netzwerke gegründet wo dann pauschal die Landwirtschaft nicht sachlich angeprangert wurde. Holtkötters aggressive Truppe ist die Gegenreaktion darauf. Dieses Hick Hack führt zu keinen guten Ergebnissen.

              Genau deshalb habe ich diesen Runden Tisch gefordert wo verbindlich und ehrlich Verhandelt wird. Die ganze Agrarpresse muss außen vor bleiben. Dies füge ich noch hinzu besonders als ich das vom Wochenblatt gelesen habe.

              +1
            • Bauer Willi sagt

              Bin jetzt wieder zuhause angekommen und lese die Kommentare. Das Flugblatt von Herr Niemann habe ich auch angenommen, um es lesen zu können. Von einem Stören der Veranstaltung durch Zwischenrufe habe ich nichts mitbekommen (siehe auch Alois, wir waren allerdings an unterschiedlichen Stellen). Den Inhalt des Flugblattes hat Herr Niemann als Kommentar an anderer Stelle hier auf dem Blog veröffentlicht. Wir haben Meinungsfreiheit.
              So weit meine/unsere Darstellung des Geschehens. Alois und ich berichten über beide Demonstrationen möglichst sachlich. Werten und bewerten werden wir es nicht.
              Bauer Willi

              +5
            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Entscheidend ist doch, daß trotz der Parole „wir wollen Dialog“ die Vordenker bzw. Vorturner (flashmob Gehopse) von „Wir machen Euch satt“ gar keinen Dialog können und wollen.

              Bezeichnend scheint mir hier der Vorgang als der ABLer Niemann auf der Demo Flugblätter verteilte und dann Holti unsachlich darauf regierte. Der Aufforderungsgeste von Niemann das Mikrofon zu bekommen um was dazu zu sagen wurde verweigert. Einer sagt was, ein anderer antwortet: das nennt man Dialog.

              „Wir reden drüber“ würde aber auch heissen, daß man selbst irgendein Konzept hat, was man eigentlich will, anstatt nur „gegen“ zu sein. Die NGOs haben im Vorfeld der Demo bzw. grünen Woche viele fundierte Strategiepapiere veröffentlicht, sei es der Fahrplan Agrarwende von Greenpeace oder das Germanwatch Papier zur Neuausrichting der EU Agrarpolitik im Auftrag des grünen Häusling.

              Von WMES kommt irgendwie immer nur „weiter so“, keine gesetzlichen Eingriffe. Nitrat, Klima, resistente Keime, Tierschutzprobleme werden bagatellisiert oder zu Fake erklärt. Das ähnelt dann sehr der DBV Position von „Exportchancen“ bzw. „wachsen oder weichen“.

              Dialog setzt aber eine eigene Position voraus, bis heute weiss ich nicht mal ob die von WMES mehrheitlich für Gentechnik sind oder dagegen? Sie selber wissen es wohl auch nicht, interessiert sie auch nicht, man ist gemeinsam gegen alles „Grüne“ Aber das reicht nun mal nicht für Dialog und interessiert die Bürger auch nicht.

              PS:habe mich soeben ertappt auch zum Vorgang und nicht zum Flugblattinhalt zu schreiben

              +2
          • Andreas sagt

            So muss es sein Bauer Willi. Aber wie über Unsachlichkeiten sachlich berichten ? 😉 Ihr macht das schon und mein Dank schon jetzt.

            Aber eine Sache noch Bauer Willi. Du hast mir hier vorgeworfen, dass ich „hinter jedem Strauch einen Räuber vermuten“ würde. Das Beispiel oben rechtfertigt doch mein Schimpfen auf die Bauerblätter die sich nur noch als Scharfmacher erweisen. Gib das doch wenigstens mal zu!!

            +2
            • Mark Rössler sagt

              Ich möchte jeden Tierhalter dazu aufrufen sich mal eine Rede von Herrn Niemann vor versammeltem Publikum anzuhören.
              99% der Nutztierhalter werden danach mit offenem Mund dasitzen und nicht glauben was da gerade verbreitet wurde.

              Wer glaubt der Herr würde für eine Versöhnung stehen, der lässt sich blenden.

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            • Andreas sagt

              Mark Rössler, ich teile selbstverständlich die Ansichten von Herrn Niemann nicht. Aber die Angst, die auch du hier zeigst, ist ein schlechter Ratgeber. Ich kenne diese Sattmachertruppe. Das sind oft PC Aktivisten die im realen Leben den Mund nicht aufkriegen aber hinter der PC Tastatur den dicken Max machen.

              Kein Wunder, dass man in solchen Situationen versagt und Herrn Niemann das Mikro nicht gibt. Der hat allerdings Mut bewiesen, dass muss man ihm lassen. Hätte man ihm das Wort erteilt und die Demonstranten hätten entsprechend reagieren können mit Beifall oder Pfiffen.

              Nun ist es amtlich: Die Holtitruppe besteht aus Feiglingen die durch Tierärztin link einen Biobauern anzeigt und nachher alles leugnet. Vor Gericht zählen nur Fakten und Tierärztin hat 5000€ selbst verursachte Gerichtskosten am Hals. So Leuten lauft ihr hinterher? Das sind keine echten Bauern.

              +2
            • Biobauer Andreas Fendt sagt

              Jeder vernünftige Landwirt, zu denen ich mich auch zähle, wird eine der zentralen Punkte im Flugblatt Niemanns unterstützen.

              Es ist im absoluten Interesse der kompletten Landwirtschaft, sozusagen eine Frage der Glaubwürdigkeit, wenn nicht sogar des Überlebens von vielen Höfen, daß wir uns alle von agroindustriellen Strukturen wie Straathof und Co. distanzieren.

              „Wir haben es satt“ hat sich da eindeutig positioniert. Durch den Eindruck „Wir machen Euch satt“ sei die Gegenbewegung dazu, darf, bzw. muss sogar gefordert werden, daß sich „Wir machen Euch satt“ da präzise positioniert. Solange sie das nicht tun, stehen sie unter Verdacht auch für Straathof und Co. auf die Strasse zu gehen.

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            • Mark Rössler sagt

              Andreas, ich zeige sicher keine Angst, ich kenne den Unfrieden den Herr Niemann in den Dörfern geschaffen hat.
              Wenn die 10 jährigen Kinder einer Landwirtschaftsfamilie nach einer „Bürger in Massen“ Veranstaltung in Zukunft nicht mal mehr in die Schule gehen können, dann hat das nichts mit Angst zu tun, sondern mit versprühtem Hass.
              Und wie dieser Herr über die Dörfer zieht, dazu braucht man Geschichtsbewusstsein und sieht was daraus entstehen kann.

              Ich nehme an, Du hast Ihne noch nie sprechen hören.
              Daher empfehle ich Dir, fahr mal hin!

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            • Andreas sagt

              @Mark Rössler
              Doch ich habe „Ecki“ sicher schon zweimal gesprochen. Ich habe Ihn damals angerufen wegen seiner These, dass man Schweine auf Stroh halten soll damit der Schanz ganz bleibt.
              Ich denke, aus heutiger Sicht könnte sein Wunsch quasi in Erfüllung gehen wenn man sich die Initiative Tierwohl anschaut und andere Aktivitäten. Ich sehe das nach wie vor skeptisch, weil die Entfernung des letzten Drittel am Schwanz für Vertretbar halte und ein absoluter Fan des Vollspaltenboden bin.

              Ich selber war mal in einem Umfeld wo es eine Dämonisierung des Herrn Niemann gab. Dort googelte man täglich das Internet ab und suchte verwertbares Material gegen Niemann. Es war die Zeit, als viele Ställe angezündet wurden und es bestand dort das dringende Bedürfnis Herr Niemann irgendwelche Verbindungen anzuhängen. Das war kein Dialog sondern Krieg. Schnell habe ich mich aus diesem „Landtreffuntergrund“ entfernt um nicht weiter Gefahr zu laufen da aufgeschaukelt zu werden.

              Ich habe einen reichhaltigen Erfahrungsschatz und habe eines gelernt. Jan Grossharth hat so recht und so Scharfmachern wie Holtkötter oder Ostendorff auf der anderen Seite, gehören unter Beobachtung. Die reden sich jeweils die Welt schlimm und rennen wie ein aufgescheuchtes Wild herum.

              Wenn Herr Niemann eine „Versöhnung“ will, muss man den Versuch wagen. Es sind noch gut 11 Monate Zeit

              0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Was für eine blödsinnige Frage, Berlin hat 3,5 Millionen Einwohner, die abends nicht in den Stall müssen.

          Fragen sie den Landwirt, da werden sie geholfen!

          0

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