Bauer Willi
Kommentare 59

Keine Versorgungssicherheit!

Ich habe mich vor einigen Wochen schon gewundert (und auch geärgert) , dass sowohl das BMEL aber auch der Bauernverband verkündete, dass Deutschland genügend Getreide für den eigenen Bedarf produzieren wird. Seriös lässt sich dies selbst jetzt, Anfang Mai, noch von niemandem sagen. Und so deutet sich jetzt schon an, dass es ganz anders kommen könnte.

Nicht nur bei uns im Rheinland, sondern im gesamten norddeutschen Raum, sieht man von Schleswig-Holstein ab, ist jetzt bereits wieder zu trocken. Das zeigt die Karte des Dürremonitors: https://www.ufz.de/index.php?de=37937

Am schlimmsten ist es derzeit in Ostdeutschland. Die Medien berichten:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article238602465/Neuer-Duerresommer-In-Ostdeutschland-koennten-Ernten-ausfallen.html

Das Problem der Trockenheit betrifft auch die Viehhalter, deren Futtergrundlage immer knapper wird.

Die Wetteraussichten sind ebenfalls ernüchternd. Ein neues Hochdruckgebiet soll sich in den nächsten Tagen etablieren. Die Tiefdruckgebiete blieben, wie so oft, auf dem Atlantik liegen und damit auch die dringend benötigten Niederschläge.Zur Information: auf unserem Hof hat es im März 12 mm, im April 30 mm und im Mai noch nichts geregnet. Normal wären in den beiden Monaten rund 120 mm.

In Süddeutschland ist die Situation entspannter, weil es dort in den letzten Tagen geregnet hat.

Hier ein Bild vom Niederrhein. Hier wird Triticale beregnet.

https://twitter.com/KlausBird/status/1522642028869435393/photo/1

Angesichts der bevorstehenden Situation sollten die politischen Entscheidungsträger gut  überlegen, ob die derzeit wissentlich geplanten Ertragsrückgänge aufgrund von Stilllegungen und Düngerreduktion sinnvoll sind.

 

 

 

 

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59 Kommentare

    • Bauer Janny sagt

      Ob die Windräder tatsächlich einen deutlichen Anteil haben kann ich nicht sagen. Jedoch zeigen fast alle Klimamodelle, dass mit höherer Temperatur die Wetterlagen in Nordeuropa stabiler werden und sich seltener abwechseln. Dieses Phänomen empfinde ich immer deutlicher. Vielleicht täusche ich mich da.

      • Bauer Willi sagt

        Für die nächsten zwei Wochen ist eine “Stabile Omega-Wetterlage” angesagt. Das bedeutet einen sehr trockenen und warmen Mai. Ganz großer Mist!!!

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  1. Andreas sagt

    http://www.change.org
    Unsere neue Petition: Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft 10x höher als gedacht!
    Liebe Unterstützer:innen, viel zu häufig schafft es Obst und Gemüse aufgrund kleiner Makel nicht ins Ladenregal. Auch in der Tierhaltung besteht das Problem: Millionen Tiere verenden wegen schlechter Haltungsbedingungen schon während der Aufzucht. Fordert deshalb jetzt gemeinsam mit uns: Schluss mit dem Ackern für die Tonne!
    Der Skandal: Die Verschwendung in der Landwirtschaft ist nach neuen…

    http://www.change.org/p/lebensmittelverschwendung-10x-größer-als-bisher-angenommen-cem-özdemir-muss-jetzt-handeln?cs_tk=AkZfVv1CbklHBlv3e2IAAXicyyvNyQEABF8BvNGAdQXLpT5py-navTUP9gc%3D&recruited_by_id=535151ee-83e7-4a30-9ea5-c7fefcf80ce8&utm_campaign=e054220744104de2b4783d018af63f20&utm_content=initial_v0_5_0&utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_term=cs

    • Bauer Willi sagt

      Eigentlich ist politische Werbung hier nicht gern gesehen. Bei dieser Petition mache ich eine Ausnahme, auch wenn der Text zum Teil abenteuerlich ist.

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    • Inga sagt

      “Unsere neue Petition: Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft 10x höher als gedacht!”

      Was macht man dagegen?

      Den Handel in die Knie zwingen anstatt die Bauern?

      Das Thema braucht mehr Verbreitung!

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    • Arnold Krämer sagt

      Bio-Landwirte sollten vorsichtig sein, solche Petitionen zu unterstützen. Denn das ist Netzbeschmutzung. Meinen Sie, dass die Tierverluste in Ökobetrieben geringer sind als in konv. Betrieben? Ohne das im Moment mit konkreten Zahlen belegen zu können, eher ist das Gegenteil der Fall auch wegen der eingeschränkten Möglichkeiten in der Tierbehandlung.
      Die Haltungsbedingungen für Tiere sind in Ökobetrieben nicht hygienischer als in Konvi-Betrieben, wenn man einmal von ganzjähriger Weidehaltung absieht.

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      • evo.... sagt

        Genauso ist es. In der Ferkelerzeugung sollen bei bio- so wie ich es in Erinnerung habe- doppelt bis dreifach höhere Verluste anfallen.

        Vor Jahren war ein Bericht im Wochenblatt , wonach Bio-Kühe eine schlechtere Eutergesundheit haben als konvi.

        Es ist erschreckend auf welch niedrigem Informationsstand die Leute agieren.

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    • Mark sagt

      Diese Petition ist einfach nur polemischer Mist und wird von mir keinesfalls unterschrieben!!

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    • Smarti sagt

      In dieser Petition wird behauptet, dass jedes vierte Schwein und Huhn noch vor der Schlachtung wegen schlechter Massentierhaltungsbedingungen im Stall verreckt. Jeder der kurz “nachgoogelt”, findet Mortalitätsraten bei Masthähnchen, Legehenne und Schweinen von etwa 5 % – nicht 25 % ! Darin inbegriffen ist wohl auch das Bio-Habichtfutter ( Legehennen ), die Fuchsration ( die besuchen die schlecht gesicherten Mobilställe durchaus auch tagsüber ) und hin und wieder etwas Wolfsfutter. Das ist der Preis der Freilandhaltung und hat nichts mit guter oder schlechter Betreuung zu tun, sondern mit Glück oder Pech… am falschen Ort zu wohnen.
      Jede Unterschrift ein Sargnagel. Jede Unterschrift ein Beweis… wofür eigentlich ?
      Danach kann man diese Petition wunderbat wiederverwenden: 1 Mio Bürger haben unterschrieben gegen die Massentierhaltung…. der geschossene Brokkoli ist vergessen / war nur Beiwerk.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Unser Bäcker hat bereits begonnen, bei der Rettung von Lebensmitteln mit zu helfen. Die Brötchen sind um 5Gramm leichter geworden! ☝️✊

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      • Smarti sagt

        Und nächstes Jahr werden die Brötchen dann mit Ballaststoffen – heisst Sägemehl ( oder Bambusfasern, das tönt einfach teurer und gesünder ) gestreckt.
        Das Volk ist sowiso 50 % zu dick… die Versorgungssicherheit ist noch laaange gewährleistet :).

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      • Inga sagt

        Was?
        Darf der das eigentlich?

        Das ist doch gesetzlich festgelegt, wieviel Mehl da drin sein muss.
        Wieviel Luftlöcher er noch da reinbackt, ist Betriebsgeheimnis.

        Je mehr Luftlöcher, desto lockerer und grösser das Brötchen. Aber das Gewicht müsste gleich sein.

    • Thorens sagt

      Wenn man das ändern will, kann das nur über das Abschaffen der Selbstbedienung gehen bei Frischprodukten wie Obst, Gemüse und auch Fleischwaren. Dann muss das genommen werden, was eingepackt wird oder es gibt nichts. Die vielen Kassiererinnen, die künftig aufgrund der Kassenautomationen per Selbstscan durch die Kundschaft frei werden, bedienen dann halt bei Obst und Gemüse. So hat sich der LEH das zwar vielleicht nicht vorgestellt, doch sein Personalaufwand müsste dabei vermutlich gar nicht steigen. Um Diskussionen über die eingepackten, vielleicht fleckigen Äpfel an der Theke zu vermeiden, könnte man allerdings auch Automaten aufstellen und, wie es die Menschen inzwischen aus den Käufen im Netz gewöhnt sind, wird per Vorkasse am Automaten bezahlt (bargeldlos und incl. payback – hurra!), noch bevor man die Ware begutachten konnte. So lange der Kunde es sich selbst aussuchen kann, was er nach Hause trägt, wird sich nur der Ort des Verwerfens von der Ästhetik nicht genügenden Lebensmitteln verlagern vom Acker zum Handel. Aber vielleicht bleibt dann ja wieder mehr für die Tafeln übrig, für die es im Augenblick nicht ausreicht. Ob die Petitionisten wohl das gemeint haben?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Thorens,
        die Kombination von Weltrettung und Digitalisierung wird uns weiterhelfen. Da bin ich sicher! 😎

        Gestern beim Spargelkauf. Zwei junge Damen hinter dem Tresen, eine war nicht ansprechbar, weil auf dem handy tippend. Die andere entschuldigte sich, weil die digitale Waage ausgefallen sei und deswegen im Moment kein Spargel verkauft werden könne.
        Echt geil, wenn man vor den vollen Töpfen sitzt und nicht rankommt. Wir sind wirklich technisch weit fortgeschritten…das wird uns in der Zukunft helfen! 👍
        Hätte man eine einfache Balkenwaage aus der Zeit vor Chr. verwendet, könnte man Handeln, ohne Strom oder Internet….nennt sich Resilienz oder Nachhaltigkeit.

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        • Thorens sagt

          “die Kombination von Weltrettung und Digitalisierung wird uns weiterhelfen. Da bin ich sicher! 😎”

          Ja, wenn wir es dann geschafft haben, dass wir unsere Lebensmittel daheim per 3D-Druck aus dem Netz herunterladen können. Dann brauchts auch die Damen am Spargelstand nicht mehr. Ich freu mich schon drauf.

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    • Limes sagt

      “Unsere neue Petition: Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft 10x höher als gedacht!”
      @Andreas Danke für die Info. Was es nicht alles gibt. Starke Überschrift “10x höher als gedacht….” Die Petition wurde offensichltich von ausgesprochenen Mathematikern gestartet. 😉 Mal so als Tipp für die Initiatoren: Nachdem wir die Kartoffeln geschält haben kochen wir nicht die Schale und werfen den Rest weg sondern umgekehrt. Offensichtlich gibt es hier noch Aufklärungsbedarf. Ansonsten netter Versuch einer Datenkarake und den Initiatoren Adressen zu sammeln. Werde nicht mitmachen denn ich esse wie auch alle anderen Bekannten mindestens 90% einer Kartoffel. Bin gespannt auf die Reaktion von Özdemir auf die Petition. Auf jeden Fall werden schon mal viele Bürokraten und Lobbyisten ihr Auskommen.

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  2. Ehemaliger Landwirt sagt

    Niederschlag im Nachbarort
    Januar 64,8 Liter
    Februar 55,4
    März 10,4
    April 104,7
    Mai 8,8
    =248,5 Liter

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  3. Ostbauer sagt

    Kurzer Lagebericht aus der “Sahelzone” Brandenburg`s.
    Winter- gute Wasserversorgung, 120 mm vom 1.1. bis 23.02. 22; keine Auswinterungen, top Bestände.
    März 2mm, April 21mm, Mai bis auf Mückenpulle: 0mm. nFK am 8.5.unter Weizen in den ersten 20 cm ; 30 %. Da die Wurzelausbildung auf Grund der anhaltenden Trockenheit relativ gut ist, stehen die Bestände im Moment noch gut da. Sommerungen sind gut aufgelaufen, aber alles braucht jetzt unbedingt Wasser. Wintergerste geht bereits in die Ähre, Weizen reduziert stark.
    Wenn wir diese Woche nicht Regen bekommen, wird es erneut eine Katastrophe, da nützen uns die Preise gar nichts.
    Grünland sieht etwas besser aus. Da wir auf Niedermoor wirtschaften und anstauen können, sehen die Bestände recht vielversprechend aus. Den “Braten” riechend , haben wir nach dem Winter auch nicht abgestaut.
    Sonnenblumen sind raus und ich hoffe sie kommen mit der Tockenheit zurecht.
    Beim Mais als Futter für unsere Kühe mache ich mir allerdings Sorgen. Die Restfeuchte zur Saatzeit reicht fürs Keimen; aber dann?
    Zu der Sorge ums Wetter kommt dann noch dieser hirnverbrannte Krieg. Ich kann das PCK bei mir riechen; wenn die dicht machen, werd ich wohl mit der Sense ernten müssen.
    Und ob das nicht alles schon genug Probleme bereitet, muss man sich diesen ganzen Schwachsinn unserer hochherrschaftlichen Politiker und “Pseudo”-wissenschaftler anhören.
    Von wirklicher Krisenvorsorge hab ich bis jetzt noch nicht viel mitbekommen.

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    • Smarti sagt

      Ostbauer, kannst Du Dir wirklich vorstellen, dass der Treckertank leer bleibt, währen das “Spassauto” weiter fährt ?
      Gut, bei Gas wird ja auch diskutiert, ob Industrie oder Wohnzimmer…

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      • Inga sagt

        Ja Smarti,
        Wenn die eone größere Lobby haben.
        Das müsste doch sxhon längst aus ökologischen Gründen verboten sein!

  4. Arnold Krämer sagt

    “Angesichts der bevorstehenden Situation sollten die politischen Entscheidungsträger gut überlegen, ob die derzeit wissentlich geplanten Ertragsrückgänge aufgrund von Stilllegungen und Düngerreduktion sinnvoll sind”

    Der begrenzende Ertragsfaktor ist schon seit Jahren der Wassermangel bzw. die ungünstige Niederschlagsverteilung. Angesichts dieser Situation ist die Düngerreduktion durch ökonomische Knappheit und/oder durch politische Vorgaben weniger dramatisch, im Einzelfall sogar positiv zu sehen.

    Das eigentlich Schlimme ist die zunehmende, schon jetzt unerträgliche Gängelung der Landwirte durch pauschale (den unterschiedlichen Standorten und betrieblichen Verhältnissen nicht gerecht werdende) Vorgaben, die sich urbane Theoretiker ausdenken, um was weiß ich auch immer zu retten. (Biodiversität, Klima, Wasser, Ukraine, usw.) Und immer wieder wird eine neue (Jung-) Sau (zunächst immer nur) medial durchs Dorf getrieben um der einheimischen (konventionellen) Landwirtschaft den Garaus zu machen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      “Von Bauern und vom Handel wird der Bundeslandwirtschaftsminister nach 150 Tagen im Amt kaum kritisiert. ….”
      Aus WELT von heute

      Schau schau…..

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          • Bauer Willi sagt

            Zitat Rukwied: “dass er mit der geplanten Umsetzung in Deutschland zu den Brachflächen unzufrieden ist. Er hofft, dass die Länderagrarminister bei ihrem Treffen Ende März den Bund noch umstimmen können.”

            Uh, da wird der Cem aber richtig Angst bekommen. So sieht also “Druck erhöhen” aus…

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            • Jochen Böhrer sagt

              Wie sollte er den Druck erhöhen? Lospoltern? Mit dem Fuß aufstampfen? Was haben wir für Druckmittel?

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              • Ferkelhebamme sagt

                Die reale dramatische Situation auf den Höfen kommunizieren! Öffentlich aufzeigen, was wir leisten könnten, aber nicht dürfen!
                Ganz klar Stellung beziehen und nicht dieses Herumgeschwafel, was durch ungeschickte Rhetorik oft auch noch falsch interpretiert wird.

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                • Jochen Böhrer sagt

                  Äh.. das tut der Bauernverband doch laufend. Nur geben es die Medien nicht weiter.

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                • Inga sagt

                  Und warum gibt das der Bauernverband den Medien nicht weiter, Jochen Böhrer

                  Wollen das die Medien nicht?

                • Ferkelhebamme sagt

                  Ja? Wo sind denn konkrete AKTUELLE Zahlen zu Tierbeständen? Betriebsaufgaben? Bäuerliches Familieneinkommen (so, dass auch der Letzte versteht, was ihnen zum Leben bleibt)? Wieviele umstellungswillige Betriebe es gibt, die an der selben Politik scheitern? Warum setzen sie Ö. nicht die Pistole auf die Brust und fordern konkrete Zahlen zum angestrebten Tierbestand? Haben wir den schon? Um dann die Folgen aufzuzeigen? Finanzierung?? Wir hängen schon viel zu lange vollkommen in der Luft, was Innovationen und Weiterentwicklungen vollkommen ausgesetzt hat. Das holen wir bald nicht mehr auf, weil jetzt die Investitionskosten explodieren.
                  Sie sollen ja nicht poltern oder blockieren, aber unbequem und präsent sein und Lösungen einfordern.

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                • Arnold Krämer sagt

                  Der Bund hat keine eigene Agrarverwaltung und wenig Einblick in die tatsächlichen Verhältnisse und Entwicklungen vor Ort. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er immer wirklich gut von den Landes- Agarministern informiert wird. Diese versuchen, noch möglichst viel Eigenständigkeit zu behalten und die geringen Gestaltungsspielräume, die sie haben, zur politischen Profilierung und Wiederwahl (so gut es geht) zu nutzen.
                  Eigentlich ist nach 75 Jahren alles nur noch Murks und unreformierbar.

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                • Smarti sagt

                  Wenn man die völlig berechtigten Fragen und Forderungen von Ferkelhebamme und den Antworten von Herrn Krämer zusammenbringt….
                  vielleicht bringen Petitionen Reichweite/ Macht, was zu verändern ? Wir fordern eine Quartalsgenaue Tierzahl, Schlachtzahlen, Importe, Exporte…
                  Angabe der neu gegründeten Betriebe und der aufgebenden Betriebe…
                  Konkrete Daten, bis wann, welche die Bauverordnungen rechtsicher verbindlich sind, damit Planungen / Baubewilligungen wieder möglich sind. Ein Zusatz, dass mutwilliges Verschleppen strafbar ist.
                  Ferkelhebamme und viele andere hier hätten Ordnerweise “Beweise” – aber für ein Blog ist das wohl zu speziell/ bzw. zu kompliziert…

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    • Dorfmensch sagt

      @Arnold Krämer: Ihre Aussage hinsichtlich der geringen Auswirkungen der Düngemittelknappheit kann ich für Marktfruchtbetriebe nicht teilen. Die langfristig insgesamt niedrige organische Düngung führt hier zu einer deutlich geringeren N-Nachlieferung der Böden im Vergleich zu den Verdedlungsregionen. Die Reduzierung der mineralischen N-Düngung bewirkt sofortige Ertragsminderungen und bei Weizen eine dramatische Senkung der Rohproteingehalte und damit der Erlöse.
      Eine Erhöhung des Tierbestände in den Marktfruchtregionen hätte viele Vorteile, ist aber auch aus poltischen Gründen aussichtslos.

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      • Arnold Krämer sagt

        Dorfmensch, Sie haben völlig recht, was die Nährstoffnachlieferungen der Böden betrifft. Aber auch auf speziellen Ackerbaustandorten fehlt vielfach Wasser, um die Nährstoffe aus einer grundsätzlich optimalen Düngung in Ertrag umsetzen zu können. Aber jeder Standort ist verschieden, mit Beregnung kann man “gegenhalten”. Die Landwirte schaffen es, sich in vielfältiger Weise anzupassen und brauchen dafür nicht die schlaumeierischen Vorgaben aus Brüssel und Berlin. Das ist meine Kernaussage und -forderung

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  5. Altbauer Jochen sagt

    Keiner hat an Krieg geglaubt-bis er da war,
    keiner glaubt an Versorgungsengpässe bei Ernährung
    -bevor sie eintreten. Ich hoffe immer noch auf das Beste
    für uns alle !! (in beiden Sorgen)
    Das Wetter ändern wir nicht kurzfristig
    aber wir können und mussten uns immer
    darauf einstellen.

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      • Inga sagt

        Eine Nahrungsmittel Krise könnte dazwischen kommen.

        mit satten Magen lässt sich besser gegen die Klimakriese angehen!

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  6. Sabine Norbisrath sagt

    Meiner bescheidenden Meinung nach sind vor allem die Städte das Problem. Traditionell heißt in D Wassermanagment in den Städten vor allem ein – Möglichst schnell, möglichst viel Wasser auszuleiten. Stadtplanung, die nie auch nur einen Gedanken daran verschwendet hat, dass Städte auch Wasser speichern könnten, dass Grundwasser auch unter Städten entstehen kann, dass Städte nicht zwangsläufig so gebaut und ausgestattet werden müssen, dass sie zu Hitzeinseln und Windbeschleunigern werden.
    50% der Fläche in D werden landwirtschaftlich genutzt und nur über die wird geredet. Warum?
    Und ihr zieht Euch den Schuh alle bereitwillig an. Warum?
    Warum lasst ihr die Städter so billig davon kommen? Warum fordert Ihr nicht die Zwangsbegrünung von Parkflächen, Hausdächern und -fassaden? Warum gibt es keine Blühstreifen-Verordnung für Städte? Warum gibt es den Humbug mit den Ausgleichsflächen noch?
    50% der Flächen in Deutschland sind nicht landwirtschaftlich genutzt und hätten unglaubliches Potential für Energiegewinnung, Wasserspeicherung und Biodiversität, das so gut wie nicht beachtet wird.

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    • Inga sagt

      Ja, Sabine
      Blühstreifen in der Stadt
      und Verbot der Schottergärten.

      Wir ziehen uns den Schuh an, weil die Macht der Vorwürfe sogar aus der Politik und den NGOs kommt.
      Und für Journalisten ein grfundenes Fressen/action sind, die ihre Auflage vergrössert.

      6
    • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

      Die meisten Städte sind “Pleite”,nur wenige,vor allem im Süden,können noch aktiv wirtschaften .
      Ich staune,wenn ich höre,was Bedienstete der Bauhofs oder der Müllabfuhr verdienen.

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      • Sabine Norbisrath sagt

        Meine Stadt ist auch pleite. Warum? Weil sie rotze-dämlich ist und sich von “Investoren” ein Spaßbad, eine Einkaufsarkade, zwei Einkaufszentren und einen Gewerbepark haben aufschwatzen lassen, die alle samt gefloppt sind. Dafür wurde dann aber alle Freibäder und bis auf eine alle Badeanstalten geschlossen, der Güterbahnhof und das Schlachthaus wurden dicht gemacht und eine der Kliniken musste privatisiert werden. Weil man in den 90igern den Umbau zur Dienstleistungsgesellschaftt ausgerufen hatte, hat man Handwerker und kleine Industriebetriebe entweder ignoriert und teilweise regelrecht sabotiert… keine neuen Baugenehmigungen, Kann-Auflagen wurden zu Muss-Auflagen…. statt den kleinen Betrieben zu helfen wurden die großen hofiert, die dann aus lauter Dankbarkeit nach Polen und Rumänien sind. Jetzt reihen sich 1-Euro-Läden an Dönerbuden in der Innenstadt, weil die großen Einzelhandelsketten kein Interesse an einer Stadt haben, wo eh jeder 2. in die nächste Großstadt zum Arbeiten pendelt und dort seine Einkäufe erledigt oder schlicht im Netz bestellt. Die kleinen Läden konnten zwischenzeitlich der Konkurrenz in den jetzt leerstehenden Einkaufszentren nicht standhalten. Inzwischen bettelt die Stadt Kaufland an ihren einzigen Vollsortimenter in der Innenstadt nicht auch noch dicht zu machen. Wer jetzt einen Einzelhandel in der Innenstadt aufmacht, kriegt die Miete ein Jahr von der Stadt gesponsert, aber so blöd da was aufzumachen ist niemand.

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          • Sabine sagt

            Ja…. sicher. So ziemlich jede mittelgroße Stadt in D hat die selben Fehler gemacht.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Sabine,
          lang, lang ist es her, als Bürger unserer Gemeinde von einem Hallenbad träumten.
          Der damalig Bürgermeister war der Meinung, es geht nur mit einem großen Spendenaufkommen, eröffnete ein Spendenkonto und zahlte einen Betrag ein.
          Auf einmal versiegte der Wunsch nach einem Hallenbad.

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    • Thomas Bröcker sagt

      Kann ich nur bestätigen, unsere Stadt leitet 4 X mehr Regenwasser in die Oder ab, als die gesamte Landwirtschaft im Kreis (6.500 ha) für Beregnung brauchen würde. Aus einer Fehlinvestition in eine Chipfabrik steht an der Oder ein komplett fertiges Pumpwerk mit 2 600-er Röhren bis fast an unseren Acker. Da brauchte es nur noch ein entsprechend dimensioniertes Speicherbecken und die Wasserprobleme wären mit jedem Frühjahrshochwasser geklärt. Aber zu solchen grundsätzlichen Struktur-Investitionen ist unsere Gesellschaft irgendwie nicht mehr in der Lage. Da werden Millionen an EU-Fördermitteln zurückgegeben, weil die sinnfreien Bedingungen für die Antragstellung nicht erfüllbar sind oder NGO´s mit ihren aus Spenden finanzierten professionellen Antragsbüros das leisten können. Das läuft dann alles unter Wirtschaftsförderung Landwirtschaft und damit wird dann über die LAG´s der einhunderttausendste Radweg gebaut.

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    • ReinerStoff sagt

      Da die Landwirtschaft schon auf dem Land bzw. im Dorf immer mehr in die Defensive gedrängt wird ist leider nicht anzunehmen, dass es hier noch zu einem Umdenken kommen wird, da die Städter noch weiter von der Landwirtschaft weg ist und dort Grüne bzw. “grüne” NGOs die Meinungshoheit haben.

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  7. Monika Sühling sagt

    Ich sehe das ebenfalls so,daß es angesichts der Wetterlage sich immens verschärfen wird. Wir im Münsterland beregnen neben Spinat auch unser Getreide.
    Das wird schon teuer für uns und im nächsten Jahr angesichts der Stromerhöhungen werden wir schon noch genauer hinsehen,ob man beregnet.
    Wir denken umfassend weil wir eben für unseren eigenen Betrieb wirtschaften müssen. Die Politiker leben in einer anderen Welt und blenden vieles aus bes. Auch aus
    Unwissenheit. Die wirtschaften nicht für sich selber denn das Gehalt kommt. Für sie und vielen,vielen Anderen ist alles da.
    Denkt man dann eigentlich an
    Versorgungssicherheit!!!!
    Für die meisten ist das derzeitige Wetter einfach klasse, man genießt es und lebt nicht davon so wie eben die Landwirtschaft.
    Die müssen mit dem Wetter leben und arbeiten.
    Angesichts dessen schon müsste man soviel anbauen wie möglich um Engpässe zu vermeiden.
    Warum geht das einfach nicht und lässt uns einfach arbeiten???
    Wir würden es doch tun,aber neben dem Wetter wird es uns hier in Deutschland so…. schwer gemacht!!
    Schönen Sonntag!
    Bäuerin aus dem Münsterland

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    • Inga sagt

      Ja, vielleicht hat Putin in seinem Sinne Recht, wenn er uns gerade jetzt indirekt über die Ukraine angreift, um uns zu schädigen und zu entmachten,
      weil wir gerade jetzt solche Politiker haben.

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  8. Smarti sagt

    Dieses Jahr eine “kleine” Panik vermeiden, damit die Schäden nächstes Jahr umso grösser werden.
    1. Masken nützen nichts, schaden eher… 2. schwere Waffen verlängern das Leiden nur…
    3. es hat genug Lebensmittel für Alle, wer was anderes behauptet, ist ein Erdballzerstörer.

    Nun, Punkt 4 könnte langsam ungemütlich werden.

    Trotzdem einen schönen Muttertag an Alle, nützt ja nix, wenn man sich dauernd Sorgen macht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Wie sagte Matthias Horx unlängst über das Dilemma des Krieges: Angst gegen Moral.
      So scheint es auch für die Landwirtschaft zu gelten.

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  9. Reinhard Seevers sagt

    Vielleicht ist sich Politik hier übergreifend einig?: Man will Panik vermeiden. Panikkäufe würden sich auf die ganze Welt auswirken.

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