Bauer Willi
Kommentare 142

Kartoffelpreise…

Neben meinem Blog bauerwilli.com bin ich auch noch auf Facebook und Twitter unterwegs, wo ich das obige Foto aus unserem landwirtschaftlichen Wochenblatt „LZ Rheinland“ veröffentlicht habe mit dem kurzen Hinweis, dass dies der Preis für Industriekartoffeln ausserhalb des Vertrages – sogenannte „freie Ware“ – ist. Bei Facebook hat dieser Post aktuell rund 680.000 Aufrufe, bei Twitter rund 400.000. Für die allermeisten Leser ist diese Information neu. Interessant sind auch die vielen Kommentare, die mir die Möglichkeit gegeben haben, darauf zu reagieren und Informationen zum Marktgeschehen weiterzugeben. Innerhalb von wenigen Tagen über 1 Million Leser zu erreichen schafft man nicht jeden Tag, zeigt aber, dass die sogenannten sozialen Medien auch Chancen bieten.

Was die Sachinformation angeht hier ein Artikel, der erläutert, dass die „freie Ware“ wohl nur in Biogasanlagen oder in der Fütterung eine Verwendung finden werden. Mittlerweile ist der Markt ausgesetzt, was heißt, dass es keine Käufer mehr gibt.

https://www.agrarticker.de/maerkte/alle-maerkte/detail/trog-oder-biogasanlage/

Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit noch eine kleine Ergänzung: ein Video, dass eine Rundballenpresse bei der Arbeit zeigt, wurde auf meiner Facebook-Seite 80.000 aufgerufen, ein Video mit einem Trecker beim Strohwenden hat es immerhin zu 50.000 Aufrufe gebracht.

Ich bin immer wieder überrascht, mit welchen einfachen Themen (und mit welch einfachen Mitteln) man unsere Mit-Menschen für die Landwirtschaft interessieren kann.

(Aufrufe 2.880 gesamt, 1 heute)

142 Kommentare

  1. Ludwig sagt

    Kartoffelanbau ohne Vertrag war schon immer ein Glücksspiel und dieses Glücksspiel ist nun nach drei guten Kartoffeljahren vorbei. In meiner Nachbarschaft sind Betriebe die nur immer 30/40 ha angebaut haben , plötzlich auf über 200 ha Anbaufläche gegangen sind und davon nur ein Drittel unter Vertrag haben. Ein Himmelfahrtskommando ! Beim Kartoffelanbau muß man sich auf eine gut zu schaffende Anbaufläche begrenzen und das immer durchhalten , denn dann wird auch Geld verdient. Diese „Altanbauer“freuen sich jetzt mit ihren festen Lieferverträgen über die Glücksritter , die jetzt kräftig abgestraft werden. Eine Marktbereinigung wird jetzt die nächstjährige Folge sein und dann auch wieder zum Geldverdienen mit der Kartoffel führen. Aber was passiert jetzt mit den Überschußkartoffeln ? Gerodet müssen sie werden , damit der Acker für die nachfolgende Frucht frei wird.

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    • Karl Timme sagt

      Richtig, das Nachtschattengewächs Kartoffel macht in allen nachfolgenden Früchten Probleme, vorallem wenn ein milder Winter folgt und die auf die Oberfläche geackerten Kartoffeln nicht kaputt frieren.

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    • Arnold Krämer sagt

      Neben der massiven Anbauausdehung spielen die sehr hohen ha – Erträge auch eine große Rolle beim Preisverfall für freie Ware.
      65-70 t/ha bei Konvi-Anbau, 45 t/ha im Bio-Anbau, das sind weit überdurchschnittliche Erträge für die jetzt beernteten Flächen bei guter Qualität.
      Den Vertragsanbauern werden seitens der Fabriken wohl 120% der Vertragsmengen zum Vertragspreis abgenommen. Damit ist aber ein gewisser Druck auf die Verttragsmengen und -preise schon für das nächste Jahr vorprogrammiert, denn die Nachfrageseite wird nicht dadurch befeuert, dass die Menschen mehr Kartoffeln und Chips essen.
      Aber vielleicht ist schon im nächsten Jahr wieder alles anders, weil dann schlechte Naturalerträge für hohe Preise bei freier Ware sorgen.

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    • Didier Terver sagt

      Gerodet werden sie, man könnte sie zu Alkohol verarbeiten und in Motoren verbrennen, Grundlasten erzeugen etc.

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      • Reinhard Seevers sagt

        „Um das wirtschaftliche Überleben kleiner und mittelgroßer Brennereien zu sichern, sollte eine staatliche Unterstützung derartiger Betriebe vorgenommen werden.“
        Aus dem Schlussbericht des Forschungsvorhaben Rockstedt, 2006.
        Und, was ist seitdem passiert?

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  2. Reinhard Seevers sagt

    „Innerhalb von wenigen Tagen über 1 Million Leser zu erreichen schafft man nicht jeden Tag,…“🍻💪

    DAS wäre doch ein guter Anlass für eine Art Erntedank-Fest ….oder ein Blog-Treffen oder so?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Ich habe leider wenig Platz…..aber grundsätzlich könnte man drüber nachdenken, oder?

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        • Thomas Bröcker sagt

          Man könnte sich eine Region aussuchen und sozusagen „Deutschland-Safari“ machen.
          Treffen am ersten Abend nach Anreise im Hotel mit abendlichem Beisammensein und klönen. Den Folgetag mit einer Betriebsbesichtigung und einer regionalen Sehenswürdigkeit. Abends „Essen auf dem Bauernhof“. Am nächsten Tag gemeinsames Frühstück und Abreise. Das ist sicher nicht kostenlos zu haben, aber organisierbar. Wenn gewünscht, könnte man z.B. mit der Niederlausitz (Spreewald) anfangen. Ist zwar für dieses Jahr etwas knapp, wäre bei den Meisten wohl sowieso nur im November möglich ???

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    • Thomas Bröcker sagt

      Wir vermarkten unser Obst ja auch, wie die Thüringer, über VEOS. Die Situation trifft den ganzen Osten. Nach fast null Ernte im Vorjahr jetzt übervolle Ernte bei schlechten Preisen. Das wird wirtschaftlich wiederum ein schwaches Jahr.
      Wie man so schön sagt: „Gute Jahre sind nicht immer die Besten und schlechte Jahre nicht immer die Schlechtesten.“

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Sollten nicht Missernten die Folge des Klimawandels sein?

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  3. Limes sagt

    Im Beitrag geht es um Industriekartoffeln in NRW. Mit einer Gesamt Kartoffelnanbaufläche (alle Nutzungen) ist NRW mit ca 45000 ha 2024 die Nr 2 nach Niedersachsen mit ca 134000 ha und vor der Nr Bayern mit 36000 ha ab. Diese 3 decken 75% der Anbaufläche in D ab.In NRW sind ca 60% Industrie und 40% Speisekartoffeln. Industriekartoffeln primär für Pommes, Chips wohl nicht nur für Verbeiter in D sondern auch für das nahe Belgien und die Niederlande.
    Die Preissschwankungenen für Terminkontrakte 2026 bzw 2027 in NRW für Speise- und Industriekartoffeln kann man aktuell sehr gut auf dieser web page verfolgen.
    https://www.agrarmarkt-nrw.de/kartoffelmarkt.shtm

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    • Arnold Krämer sagt

      In NRW gibt es keine Fabrik zur Verarbeitung von Stärkekartoffeln. Von den 45.000 ha Kartoffeln landen deshalb nur Restepartien oder evtl. Kartoffeln aus dem nördlichen Münsterland in einer Stärkefabrik (Emlichheim, NOH).
      Die Stärkefabriken verarbeiten bevorzugt spezielle Sorten im Vertrag am besten deutlich über 20% Stärke. Zur Auslastung der Anlagen (Kampagnebetrieb) und bei entsprechender Markteinschätzung werden immer dort aber auch absortierte oder für die LM- Verarbeitung nicht geeignete Speisekartoffeln verwertet.

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  4. Arnold Krämer sagt

    Wie so oft, wird auch bei dem Thema, das Bauer Willi heute zur Diskussion gestellt hat, teilweise aneinander vorbei geredet, weil…….

    Es geht bei der Notierung von 1,50 €/dt um Kartoffeln, die zur menschlichen Ernährung geeignet sind, also grundsätzlich immer Speisekartoffeln sind, aber eine ganz bestimmte Verwertungsrichtung aufweisen.

    1. Nicht-Speisekartoffeln sind Stärkekartoffeln, die immer industriell ( nur insofern auch Industriekartoffeln) verarbeitet werden, um daraus Kartoffelstärke (Nebenprodukt u.a. Kartoffeleiweiß) zu gewinnen, die in Konkurrenz zu Mais- und Weizenstärke industriell (z. B. zur Papierherstellung, https://www.emsland-group.de/unsere-produktloesungen/technische-spezialitaeten/) aber auch zur Lebensmittelherstellung verwendet wird.

    2. Als Industriekartoffeln werden die Speisekartoffeln bezeichnet, die in Fabriken zu Pommes, Chips, Kartoffelsalat usw. verarbeitet werden. In Nordwestdeutschland sind als Verarbeiter z. B. Stöver, (https://de.wikipedia.org/wiki/Agrarfrost), Wernsing, Schnetkamp zu nennen. In NL z. B. Mc Cain, (https://www.mccain.de/produkte), die demnächst ? im Raum Hannover ein Verarbeitungswerk errichten wollen.

    3. Als Speisekartoffeln werden umgangssprachlich die Kartoffeln bezeichnet, die als unverarbeitete Ware im Einzelhandel in kg-Gebinden für den direkten Konsum angeboten werden.

    Für die unterschiedlichen Verwertungsrichtungen gibt es sehr unterschiedliche Marktbedingungen und Absatzwege mit und ohne Zwischenhandel.
    Die 1,50 €/dt stehen für Kartoffeln, die als Speisekartoffeln eigentlich industriell verarbeitet werden sollten, ohne dass dafür eine vorherige Liefervereinbarung mit irgendeiner Fabrik getroffen wurde.

    Bei sehr knappen Ernten wird freie, also vertraglich nicht gebundene Ware sehr hochpreisig bezahlt, die Kehrseite eben von 1,50 €/dt.

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    • Bauer Willi sagt

      Danke. Es stimmt alles, was Herr Krämer sagt. Man ist so im Thema drin, dass man vergisst, was der geneigte Leser nicht weiß.

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    • Karl Timme sagt

      Ergänzung:
      4. Speisekartoffeln auch in Schälbetrieben für Großküchen und Gastronomie verarbeitet.

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      • Arnold Krämer sagt

        Richtig, Danke für die Ergänzung!

        Aber da kann man (insbesondere die Kapitalismuskritiker) mal sehen, wie arbeitsteilig und hochspezialisiert auch in diesem Bereich gearbeitet wird, zum Wohle des eigenen Investorren-Geldbeutels (ohne Frage) aber auch zum großen Nutzen der Verbraucher, die ja dafür mehr NACHHALTIG reisen und sonstwie konsumieren können.

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        • Arnold Krämer sagt

          ……
          2. Als Industriekartoffeln werden die Speisekartoffeln bezeichnet, die in Fabriken zu Pommes, Chips, Kartoffelsalat, KLOSSTEIG usw. verarbeitet werden.
          …….

          Jetzt zufrieden? 😎

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          • Christian Bothe sagt

            A.K. Haben Sie sehr gut dargestellt! Alles korrekt, und für Thüringen ist es wie mit der Bratwurst eben ein Nationalgericht! Für meine Klöße habe ich vorwiegend festkochende Kartoffeln eingesetzt,und die von meinen Genossenschaften vom Herbst bis Juni gelagert.

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          • Lady sagt

            „Jetzt zufrieden? 😎“

            Natürlich nicht😂 Aus Klossteig entstehen eher Geschose als Thüringer Klöße😎
            Mein Vater, der im Eichsfeld geboren wurde, würde mich genau wie meine thüringische Großmutter vermutlich aus dem Grab mit solchen Teilen bewerfen.
            Ich bin nun wirklich keine Küchenfee, aber für Thüringer Klöße nehme ich mir die notwendige Zeit . Überwiegend sind es übrigens mehligkochende Kartoffeln mit reinem kleinen Anteil festkochender Sorten.
            Sie können einpacken, Herr Bothe😀

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            • Christian Bothe sagt

              Lady: Unsinn von A-Z! Unser Klossteig hatte sämtliche Auszeichnungen wie CMA, DLG Preise und war im Osten im LEH gelistet! Was Sie da erzählen,ist absoluter Mumpitz und zeugt von Ahnungslosigkeit… Halten Sie sich da am besten raus! Eingesetzt wurden v.fk. Kartoffeln wie z.Bsp.Gala ( kennen Sie wahrscheinlich nicht…)!

              • Christian Bothe sagt

                Lady: zur Weiterbildung für Laien wie Sie auf dem Gebiet: Angeboten werden im LEH Klossteige von Henglein, Emmis,ABLIG mit und ohne Croutons( darauf hatten wir ein Patent),Friweika und diverse Eigenmarken der Handelsketten! Alles im Leichtkühlbereich also keine TK Ware!

              • Peter sagt

                Also ich bevorzuge Klöße einer Lady; Rote-Socken-Kapitalismus-Fertig-Match mit VEG-Restrisiko wären bei mir eher 2. Wahl. 😁

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                • Christian Bothe sagt

                  Peter: Ach unser „Schwarzer Peter“… Habe Sie schon vermisst…

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  5. Pälzer Buh sagt

    Heute kam unser Landwirtschaftliches Wochenblatt 34/2025 (Hessenbauer/Pfälzer Bauer/Der Landbote). Ich habe nach dem selben Vergleich gesucht, gefunden habe ich auf der Marktseite M6 links unten und rechts. Ich kann beide Anzeigen zum aktuellen Marktgeschehen mit Vorwoche leider nicht miteinander vergleichen, weil jeweils eine andere Angabe im Raum steht.

    Speise-/ Speisfrühkartoffeln
    19.08.2025.
    Erzeugerpreise, €/dt, ohne MwSt. lose
    frei Rampe, vor Abzug Sortierkosten
    RLP- Nord: festkochende Sorten 18,00,
    RLP- Süd: “ “ 20,00
    Hessen. : “ “ 20 -21,00
    vorw. festkochende Sorten sind entweder gleich oder 1-2€ Günstiger.

    Obst und Gemüse 12.08.2025
    Großmarktpreise der BLE
    Frühkart. Annabelle (kg) (De) Durchschnitt 0,53 , Vorw. 0,63
    Frühkart. Laura (kg) (De) Durchschnitt 0,49 , Vorw. 0,62

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    • Reinhard Seevers sagt

      Passt doch! Rewe hat heute Speisekartoffeln für 0,68€/kg im Angebot. Im Hofladen kosten sie 1,25€/kg….diese Halsabschneider diese…, denke nur an den Profit😎🙋‍♂️

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        • Inga sagt

          Ein Unterschied wie bei den Apfelsorten

          Golden Delitius und
          Cox Orange oder

          ähnliche Sorten.

          • Reinhard Seevers sagt

            Inga, mein Bruder verkauft im Hofladen und als Lieferant von EDEKA auch bei EDEKA. Ergo gibt es keinen Qualitätsunterschied…jedenfalls kann man das nicht pauschalisieren.
            Und die Qualität von unterschiedlichen Sorten ist ja oft eine subjektive, deshalb gibt es unterschiedliche.
            Eine Stärke-Kartoffel wirst du ja wohl nicht essen wollen, oder? 🙄

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            • Inga sagt

              Aber hat dein Bruder auch
              Golden Delizius

              Warum sond die Soeisekartoffel aus den Discountern so wässrig und keimen so schnell?

              Warum haben die Kartoffeln vom Bauern, der sie in der Direktvermarktung vermarktet dahinsichtlich qualitativ besser?

              • Reinhard Seevers sagt

                Frag Mal den Einkäufer des Discounters, warum er keine Ahnung hat von Qualität.Er könnte sie anbieten, es gibt sie. Feedback ist wichtig, sonst ändert sich nichts.

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              • Limes sagt

                wir kaufen unsere Kartoffeln ausschl. beim Direktvermarkter da er ein geeignetes professionelles Kartoffellager hat und damit sehr lange Kartoffeln auch aus dem Vorjahr anbieten kann. Er stellt immer so viele in den Laden wie gekauft wird. Ab Frühjahr kaufen wir tendenziell die kleinere Packung damit die nicht zu Hause anfangen zu keimen.
                Beim Discounter wird wahrscheinlich nur 1x die Woche geliefert dann stehen die Kartoffeln im Laden und keimen schnell.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Vor allem werden sie dort in der Regel zu warm und zu hell gelagert.

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                • Kemetbauer sagt

                  @RS
                  Sagt das kleine Mädchen zu seiner Mutter: Guck mal, hier sind sogar die Biokartoffeln grün.

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                • Inga sagt

                  Viele Direktvermarkter haben noch die großen RunkelKeller, wo früher Runkel-, bzw. Futterrüben lagerten.
                  Alte Sandsteinkeller.
                  Der Sandstein hält die Kühle.

                  Vielleicht haben manche auch extra strombetriebene Kühlhäuser dafür.

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        • Inga sagt

          Nein, 2,5kg Raschelsack voller gleichmäßig dicken gewaschenen Kartoffel.
          Qualität ist nicht vergleichbar zu der Sorte des Direktvermarkters.
          Die sind auch kleiner, eben mit verschiedener Größe. Nicht gewaschen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Gewaschene Kartoffeln ist auch so eine Unsitte. Es schmälert die Haltbarkeit, dafür ist die Einkaufstasche sauber. Beim Brennholz im Raschelsack hat es sich auch eingebürgert, damit der Kofferraum ja nicht schmutzig wird.🥴

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  6. Kemetbauer sagt

    Alles was es an sachlicher Aufklärung/Information gibt, ist sinnvoll. Somit schon mal vielen Dank an @!
    Wir dürfen aber das Anklicken bestimmter Themen nicht mit Interesse verwechseln. Da sitzen Hunderttausende von gelangweilten Mitmenschen vor dem Monitor und klicken alles an, was für einen Augenblick ihre Aufmerksamkeit erregt. Schon im nächsten Moment hängt deren Aufmerksamkeit an einem anderen Thema. Ob da dann etwas hängengeblieben ist, möchte ich doch sehr bezweifeln.
    Zu dem Thema „informiert oder doch nur unterhalten“, gibt es mittlerweile viele Studien. Fast alle bestätigen, dass schon beim übernächsten Klick das vorherige komplett in der Versenkung verschwunden ist. Quasi keine Erinnerung mehr; es sei denn, die Skandalisierungsschublade wurde gezogen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Es hätte mich ja auch überrascht, wenn Sie nicht wieder etwas zu nörgeln hätten. Ihr Glas ist immer halbleer. Logisch, Sie sind ja auch kein Rheinländer…. 🙂

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      • Kemetbauer sagt

        @BW
        Wir haben halt unterschiedliche Ansichten/Betrachtungsweisen. Außerdem hatte ich nicht Ihre Aktivitäten kritisiert, sondern den Hype der um Klicks u.a. gemacht wird.

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  7. zmp_nachfahre sagt

    Was die einfachen Themen / einfache Mittel angeht: das hat doch wohl auch damit zu tun, daß viele Menschen ja überhaupt keinen Bezug zur und keine Ahnung von der Landwirtschaft haben. Vermutlich schwebt ihnen so etwas vor wie im Kindergarten-Bilderbuch oder vielleicht in Computerspielen.
    Wer glaubt, daß eine Kuh lila ist, hat bestimmt noch nie einen Melkroboter gesehen.
    Aber gerade deswegen ist es gut, daß es doch noch Interessierte gibt!

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  8. Smarti sagt

    Ich finde es sehr gut, dass Verbraucher aufgeklärt werden über die grossen Probleme der Landwirtschaft. Und keine Abnehmer zu finden für Speisekartoffeln ist ein grosses Problem für den jeweiligen Landwirt. Aber immerhin wären Kartoffeln ja einlagerbar und könnten „umgewandelt“ werden in Tierfutter, z.B. Kartoffelflocken.
    Anders als viele Verbraucher sehe ich auf dem Acker ungeerntete Lebensmittel oder Ware für die Biogasanlage nicht als „weg geworfen“ – denn diese Nährstoffe verbleiben immerhin dort, wo sie wieder für Lebensmittel benötigt werden, nicht so wie Nährstoffe, die durch die Toilette in Gewässer gespült werden. So weh es den Augen tut – dann sind die Kartoffeln halt eine „neue Art“ von Zwischenfrüchten, sie lockern den Boden… das weiss jeder Gärtner.
    Die „bleibende Botschaft“ hinter solchen Bildern ist gefährlich/ schwierig:
    Beispiel: wer bei uns die Kälber sieht, denkt unbewusst immer noch an die „unrentablen, überflüssigen Wegwerfkälbchen“ – ein „Abfallprodukt“ der Milchindustrie… Nein ! Das war bei uns nie so – immer waren die Kälber gesucht und fair bezahlt – aber es kursierten halt auch Bilder von Containerkälbern – wahrscheinlich aus wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Gründen eingeschläferte Kälber irgendwo im Ausland.
    Und im Grunde sucht „Jeder“ noch so einen Container hinter dem Massentierhaltungsstall mit den Hundert Kühen … ?! Oder sieht in jedem gesunden, hübschen Kalb so ein armes Wegwerftier, welches keinen Preis hat. Der Markt hat sich komplett verändert, die Schlachtereien schicken „Bittbriefe“, doch bitte, bitte nicht mit der Tierhaltung aufzuhören, sie wollen auch in schwierigen Zeiten weiterhin zuverlässig die Tiere abnehmen.
    Ein 4 Wochen altes, männliches Kalb zur Aufzucht und danach Mast kostet derzeit mehr, als wir vor zwei Jahren für eine ältere Kuh (jahrelang gefüttert) gekriegt haben.
    Aber Bilder bleiben, wenn Milch in den Gully geschüttet wird… Milchseen, Butterberge, jetzt kommen noch unbezahlte Kartoffelmeere dazu.
    Eigentlich ist es nur der Beweis, dass es brandgefährlich ist, die Tierhaltung zu zerstören und dafür zusätzlich viel pflanzliches Eiweiss ( Kartoffeln ! ) anzubauen.
    Nicht nur die Tierhalter werden ruiniert, nein auch die jetzt noch gerade auskömmlichen Preise der Gemüse-und Getreidebauern werden sinken.
    Hoffentlich merkt man noch genug früh, dass man Steuern nicht essen kann.

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    • Kemetbauer sagt

      Ja natürlich nehmen die Schlachtereien auch in schlechten Zeiten Tiere ab; aber zu welchem Preis? Das alles sind Phrasen, solange keine konkreten Mindestpreise verbindlich vereinbart werden. Und selbst da, windet sich der LEH und verabschiedet sich, so schnell es irgendwie geht, um aus der Haltungsstufe/Preisvereinbarung heraus zu kommen. Alles nur Gerede! Nein, für den angemessenen Erzeugerpreis ist es gut, wenn das System zwischenzeitlich mal leer zu laufen droht.
      Auch der Nährstoffkreislauf bei den Kartoffeln hat eine Schwachstelle, nämlich die Ökonomie. Als Erzeuger ist es mir da doch lieber, der LEH bietet die Lebensmittel an und kloppt einen mehr oder weniger hohen Teil in die Tonne. Es geht schließlich auch um die Existenz des Erzeugerbetriebes.

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    • Stadtmensch sagt

      Also Aufklärung im BW Blog trifft meiner Meinung nach nur bedingt zu. Habe kurz selbst recherchiert, was momentan zum Preisverfall bei Kartoffeln als Freier Wäre beiträgt. Nirgends tauchte Nachfragerückgang durch indoktrinierte Änderung der Ernährungsgewohnheiten auf.

      Tierhaltung reduzieren oder abschaffen ist natürlich absoluter Unsinn. Das weiß eigentlich jeder, der in Zusammenhängen denkt und genügend relevante Informationen hat.

      Bei der Verteilung der Tierhaltung im Bundesgebiet gäbe es sicher jede Menge Optimierungspotenzial, aber gegen Marktgesetze hilft keine Vernunft.

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        • Kemetbauer sagt

          In meinem Betrieb herrscht auch Planwirtschaft. Oder ist Chaos und Wurschtelei besser?

      • Reinhard Seevers sagt

        Stadtmensch schrieb:
        „Nirgends tauchte Nachfragerückgang durch indoktrinierte Änderung der Ernährungsgewohnheiten auf.“

        Ich konnte auch keinen Hinweis auf deine Vorhaltung finden….wo stand oder steht denn, dass der Rückgang der Nachfrage auf eine indoktrinierte Änderung der Ernährungsgewohnheiten zurückzuführen sei?

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      • Kemetbauer sagt

        Was die Verteilung der Tierhaltung anbelangt, ist Ihre Aussage sicher richtig. Allerdings wird sie auch ganz erheblich unterbunden durch die Zentralisierung der Verarbeitung der tierischen Produkte. Meine Rinder müssen innerhalb von 4 Stunden auf dem Schlachthof ankommen. Derzeit ist das kein Problem. Sollten weitere Schlachthöfe dichtmachen, hätte ich ein Problem. Wir müssen also die Aufnahme und Verarbeitung der ldw. Erzeugnisse wieder dezentralisieren. Allerdings ist der Trend hin zu immer größeren, schon fast monopolistisch anmutenden Verarbeitungsbetrieben, mit immens langen Anfahrten für den Rohstoff, bislang ungebrochen. Es geht wohl nur über die erhebliche Verteuerung des Transports.

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      • Limes sagt

        „Bei der Verteilung der Tierhaltung im Bundesgebiet gäbe es sicher jede Menge Optimierungspotenzial, aber gegen Marktgesetze hilft keine Vernunft.“
        wie sollten die Tiere verteilt werden?
        nach welchen Kriterien?

        • Kemetbauer sagt

          Zunächst einmal sollten Tiere dort gehalten werden wo auch das Futter wächst und wo auch die Exkremente vollumfänglich als Dünger eingesetzt werden können. Natürlich alles ohne aufwändige Transporte. Da es nur eine Frage der Zeit ist, wann auch konv. Milchkühen Weidezugang geboten werden muss, sollten Rinder auf typischen Grünlandstandorten gehalten werden. Dazu wird es natürlich notwendig sein, dass umgebrochenes Grünland wieder in Grünland umgewandelt wird. Wer mir jetzt mit ökonomischen Verhinderungsgründen kommt, der möge sich einmal den Ackerbau auf traditionellen Grünlandstandorten ertrags- und einkommensmäßig für die vergangenen 3 Jahre anschauen. Hier am Standort wurden, auf ehemaligem Grünland, in diesen Jahr die miesesten Erträge eingefahren. WWeizen 4,2 bis 6,5t/ha. WRaps 0,9 bis 2,4t/ha. Selbst Triticale brachte es nur auf 4,2 bis 6,4t/ha. Erfolgreicher Ackerbau ist anders. Der Umbruch der Flächen erfolgte in der Zeit von 2000 bis 2005.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, als dass es einen Weidezwang geben wird——meine feste Überzeugung.
            Zur Milcherzeugung gehört Mais, dieser wird im Fruchtwechsel mit Weizen, Roggen, Raps o.a. angebaut. Da ist es doch völlig egal, was der Ertrag ist, Hauptsache man kann den Fruchtwechsel einhalten. Dauergrünland bleibt Dauergrünland…..Kemetbauer in deiner Gegend ist irgendwie alles Sch..e oder? So wie es sich anhört. ….

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            • Smarti sagt

              Herr Seevers, das mit dem Weidezwang wäre ich mir nicht so sicher. Je nachdem, wie grün die Politik in den nächsten Jahren ist – oder wie viele „grüne Beamte“ neue Tierschutzgesetze vorantreiben.
              Auch die ganzen Nachhaltigkeitszertifizierungen machen der Stallhaltung früher oder später so richtig Probleme.
              Wer nichts mehr von Tieren versteht, der muss glauben, was ihm vorgesetzt wird – und das können Peta und Co mit ihren Millionen besser als Willi und Co… leider.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Ich bleibe dabei, was gilt die Wette? Wir müssen uns nur noch auf eine benchmark für den Zeitpunkt und einen Wett-Einsatz einigen. 👉

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                • Smarti sagt

                  Insgeheim hoffe ich ja, dass Sie gewinnen. Wir als Konsumenten wären ja sonst so was von a.A… Wenn Milchkühe draussen sein sollen – warum dann die Mastbullen nicht auch ?
                  Aber der Schritt von der zeitweisen Anbindehaltung zum Verbot ist/war länger als „nur Stallhaltung“ bis zum Verbot. Brauche bis morgen Zeit um mich mit der Familie zu besprechen und dann machen wir Nägel mit Köpfen.

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            • Kemetbauer sagt

              Schauen Sie sich einfach mal die Untersuchungen von Dr. Loges (CAU Kiel) zur Milchviehfütterung an. Mais ist da gestrichen. Dafür gibt es Kleegras und mit Kräutern veredeltes Grünland zur Selbstbedienung. So ließ sich sogar der Methanausstoß um 40% reduzieren. Und jetzt?

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              • Karl Timme sagt

                Mit jeden Tag müsste eine neue Futterrationsberechnung gemacht werden, die Werte ändern fortlaufend. Ein Ausgleich des Bedarfs ist dann nur eine Momentaufnahme und ist nur dann korrekt.

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              • Reinhard Seevers sagt

                „So ließ sich sogar der Methanausstoß um 40% reduzieren.“
                Gemessen, validiert, zertifiziert und…….nicht monetarisiert. Was fürn bullshit.
                Wie normal denkende Menschen überhaupt auf solchen Unsinn kommen, ist mir immer wieder ein Rätsel.🦄🍺

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                • Kemetbauer sagt

                  Mal wieder die gewohnt sachliche Art einer RS-Reaktion?

                • Joachim Kaiser sagt

                  Guten Morgen Herr Seevers
                  Also ich habe den Methanausstoß um mindestens 40% eher mehr reduziert, mit der Umstellung auf Bio.
                  Von 110 Milchkühen und 60 Jungtieren konventionell , reduziert auf 50 Milchkühe und 35 Jungtieren bei Bio.
                  Milchleistung von Stalldurchschnitt 8000 l konventionell auf knapp 4000 l Bio.
                  Tierarzt kosten von ca 2000,-€ monatlich bei konventionell zu 500,-€ monatlich bei Bio.
                  Wenn ich jetzt ganz aufhören würde hätte ich wahrscheinlich sogar noch mehr Geld auf dem Konto und mehr Zeit für mich und meine Familie.
                  So sagen es mir immer mehr Landwirte die aufhören. Sogar Polizisten und Beamte sagen warum ich nicht aufhöre mit der Tierhaltung.
                  Dabei berücksichtigen diese nicht das sie von mir und unserem Berufsstand ernährt und bezahlt werden.
                  Ich wünsche ihnen einen schönen Tag.

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              • evonik sagt

                Da wird es dann mal eine neue Milchqualität geben: In der Art von min. 60 % Grünfutter im Sommer und Heu im Winter.

                Ganzjahressilage ist kein natürliches Futter und damit wird auch keine zu 100 % gesunde Milch zu produzieren sein.

                Was die Blümchen wiesen betrifft: Wenn man Insekten fördern will, dann sind diese und und andere Förderungen (Z.B. 5-jährige Stilllegungen, Schnittzeitpunkte) sinnvoller als Bio-Landbau. Deshalb würde ich das Geld für Bio-Landbau streichen und in solche Programme umleiten.

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                • Peter sagt

                  „Ganzjahressilage ist kein natürliches Futter und damit wird auch keine zu 100 % gesunde Milch zu produzieren sein.“ Wie kommt diese Aussage zustande?

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          • Christian Bothe sagt

            Kemetbauer: Das glauben Sie aber nicht wirklich? Möchte jetzt nicht beleidigend wirken, was der von mir verehrte H.Schmidt zum Thema Visionen verlauten ließ…
            Ist auch fachlich für Milchkuhbetriebe( Leistung/Tier und a) unsinnig! Kemetbauer , betrachten Sie sich mal die Leistungsparameter von MK in Mitteldeutschland (SA,SA-Anhalt, Thüringen)! So etwas klappt nur unter optimalen Stallbedingungen, TMR, Genetik usw.

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            • Kemetbauer sagt

              Sie wissen aber schon, dass es Bestrebungen gibt, die HF-Zucht als Qualzucht einzustufen? Oder nicht?

          • Limes sagt

            @Kemetbauer Bei der Weidehaltung von Milchkühen scheint es nicht so einfach zu sein denn in einer speziellen Vermarktungsschiene welche dies fordert tun sich Halter bis heute schwer die Anforderungen zu erfüllen. Kann ich nachvollziehen denn wer einen Betrieb in Dorflage ohne Zugang zur Weide oder zu wenig Fläche um den Hof hat wird diese Anforderung schwerlich umsetzen können. Ob solche Betriebe wie früher üblich aussiedeln können ist äusserst fraglich. Die Nachbarn wollen zwar gerne Milchprodukte aber keinen Kuhststall auch nicht in weitem Abstand. Wieviele Landwirte wollen sich das antun? Im Ergebnis führt der Vorschlag nicht zu einer Verteilung sondern zur Aufgabe.

            Aussserdem ob die von ihnen als Potential beschriebenen ehemaligen Grünlandflächen eine weitere räumliche Verteilung der Produktion möglich machen können da hab ich meine Zweifel. Stichwort hohe Investitionen hinzu kommt reicht der Ertrag der Böden für eine wirtschaftliche Produktion aus? Das Bsp aus ihrem Umfeld lässt Zweifel aufkommen. Für extensive Fleischrinderhaltung mag es anders sein. Aber dann konsequent jeder der Fleischrinderhaltung betreibt muß melken sonst ist es ja wieder Spezialisierung oder mit anderen Worten Rosinen picken.

            Es geht ja bei Stadtmensch nicht nur um Milchkühe oder Rinder sondern um Tierhaltung allgemein deshalb ist der Blick nur auf diese Tiergruppe zu eng. Der Städter isst gerne Schwein, Huhn, Pute… Aber da kommt wahrscheinlich noch was von Stadtmensch.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das Frischgras kommt zur Kuh, nicht die Kuh zum Gras.
              https://www.lely.com/de/loesungen/neueste-innovationen/exos/
              Für das System benötigt man arrondiertes Grünland. Der Vorteil liegt aber gegenüber der Weidehaltung u.a. in der gleichförmigen hohen Qualität, geringerem Flächenbedarf, konsequentes Grasmanagement, keine Trittschäden…usw. ….und es ist KI, was ja gewünscht ist.😎

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              • Kemetbauer sagt

                Herr Seevers, die Zeit des „konsequenten Grasmanagements“, so sagte vor einiger Zeit die Mitarbeiterin eines landwirtschaftlichen Amtes, ist vorbei. Geförderte Blümchenwiesen sind die Zukunft. Dort, wo in Gunstlagen immer noch 4 bis 5 Schnitte ökonomisch sinnvoll gelingen, mag das keine Rolle spielen. Aber mal ehrlich, wo soll das sein? Hier gibt es vielleicht 2,5 Siloschnitte. Ein sich im Frühjahr sehr schlecht und spät erwärmender Tonboden lässt vor Mitte Mai keine Schnittnutzung zu. Ende Juni/Anfang Juli kommt dann der zweite Schnitt und im August evtl. noch ein dritter. Wenn die hier nicht unübliche Frühjahrstrockenheit zuschlägt, ist der erste Schnitt oft nur ein halber. Dann wird es sehr eng. Der große Milchviehbetrieb hier, lässt jetzt die Hälfte seines Grünlands über das Blümchenprogramm fördern. Da auch z.B. der Rotklee zu den gesuchten Arten zählt, so der Betriebsleiter, ist das Programm interessant.

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            • Kemetbauer sagt

              Ich hatte nicht geschrieben, dass ich die Weidehaltung von Milchvieh favorisiere. Mit HF-Kühen würde ich da auch eher Probleme sehen. Die Jerseys der Uni Kiel z.B. haben da gar keine Probleme. Im Ökolandbau haben wir, nach 26 Jahren Bedenkzeit, jetzt die Situation, dass Milchkühe Weidegang haben müssen. Die Folge ist, dass z.B. in Bayern viele Betriebe auslaufen werden. Wer sich da rechtzeitig über Investitionen positioniert hatte, der freut sich heute.
              Klar ist und das wollte ich zum Ausdruck bringen, dass frühere Generationen von Bauern Gründe hatten, auf bestimmten Flächen Grünland zu fahren. Pfluglos und Agrochemie machten auch auf diesen Standorten den Ackerbau möglich. Bis jetzt. Wiederholte Missernten machen diese Standorte vielerorts zu absoluten Grenzertragsstandorten. Geringe Erträge, schlechte Preise und hohe Kosten lassen die, die noch Alternativen haben, über andere Nutzungen nachdenken. Nach Auskunft einer Bundesgesellschaft, sind die Pachtpreise für solche Flächen drastisch gesunken.
              btw: Fleischrinder gelten schon seit langer Zeit als Landschaftspfleger mit Zusatznutzen Fleischgewinnung.

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        • Stadtmensch sagt

          Ich denke man kann eine durch ökonomischen Zwang zur Spezialisierung und Konzentration gewachsene Struktur nicht einfach rückabwickeln. Nach rein ökonomischen Kriterien ist ja alles in bester Ordnung.

          Wenn Leute sich mehr Resilienz (kurze Wege, breite Aufstellung) in der landwirtschftlichen Erzeugung wünschen, um zum Beispiel Beschäftigungsmöglichkeiten im ländlichen Raum zu halten, zeigt das doch nur, dass sie unverbesserliche Planwirtschaftler sind.

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          • Kemetbauer sagt

            Nach ökonomischen Kriterien auf welcher Ebene?
            Bei „Planwirtschaft“ muss man zwischen der betrieblichen und der staatlichen unterscheiden. Die erstgenannte Planung ist zwingend notwendig und die zweitgenannte wäre sinnvoll, wenn die Politik fähig wäre. Wohin uns die sogen. „freie Marktwirtschaft“ in den letzten 50 Jahren gebracht hat, das sehen wir ja wohl.

            • Reinhard Seevers sagt

              „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf.“ (Erich Honecker)
              Geschichte scheint sich zu wiederholen.

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            • Lady sagt

              „zweitgenannte wäre sinnvoll, wenn die Politik fähig wäre.“

              Eine offene Volkswirtschaft und eine demokratische Ordnung sind schlicht mit einer Zentralverwaltungswirtschaft nicht vereinbar. Mit den Fähigkeiten der Politik hat das nichts zu tun.
              Lesen Sie besser Hayek als Honecker😁 Der Weg zur Knechtschaft ist zwar mehr als 80 Jahre alt aber immer noch brandaktuell.

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              • Kemetbauer sagt

                @L
                „eine offene Volkswirtschaft“, was soll das denn sein und wo sehen Sie die? Unsere wird doch an allen Ecken und Kanten gepampert und politisch beeinflusst. Aktuellstes Beispiel ist die Anhebung des Mindestarbeitslohns. Auch sind Steuern und Abgaben ein Instrument zur Lenkung der Wirtschaft. Unsere Wirtschaft, so habe ich den Eindruck, ist so offen wie ein geschlossenes Hoftor.
                Ist es wirklich demokratisch, wenn der CEO so viel bekommt wie mehr als 100 seiner Arbeiter und er allein deren Geschicke lenkt? Was ist demokratisch daran, dass Minderheiten in der Summe die politischen Geschicke bestimmen?
                Vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, was wir aus dem gemacht haben, was das Grundgesetz uns als Gesellschaftsform auferlegt hat.
                btw: von Zentralverwaltungswirtschaft hatte ich gar nichts geschrieben.

                • Lady sagt

                  Sorry Kernetbauer, selbstverständlich haben Sie von einer Zentralverwaltungswirtschaft geschrieben. Was soll denn die erwähnte Planwirtschaft sonst sein? Sie haben den umgangssprachlichen Begriff gewählt, Zentralverwaltungswirtschaft ist in der ökonomischen Theorie die gängigere Version.
                  Und ich “ sehe“ auch nichts, wir leben in einer sogar sehr offenen Volkswirtschaft. Namensgebend sind die außenwirtschaftlichen Beziehungen, die ein Land auf Güter – und auf Faktorebene unterhält. Mit Faktorebene meine ich die Produktionsfaktoren, üblicherweise also Arbeit, Kapital und Boden. Autoritäre Systeme beginnen sofort, die Beweglichkeit von Mensch oder Kapital zu unterbinden. Es muss nicht gleich eine Mauer sein. Eine “ Planwirtschaft“ kann nur funktionieren, wenn es sich um eine sehr enges System handelt, das Ausweichen unmöglich macht. „Dröge DDR“ hat das sehr gut beschrieben
                  Wie kommen Sie auf die Idee, mir vorschreiben zu wollen, was ich meinem Geschäftsführer zahlen soll? Ob ein CEO das 10 oder das 1000 fache des Durchschnittslohns bekommt, ist ausschließlich eine Entscheidung des Unternehmens.
                  Reden können wir gerne darüber , ob es demokratisch ist, wie der Staat unsere Steuern verwendet.
                  Was hat uns denn das Grundgesetz für eine Gesellschaftsform auferlegt?

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                • Arnold Krämer sagt

                  Eine offene Volkswirtschaft sind D und die EU allein schon aufgrund der Tatsache, dass Politiker Beschlüsse fassen (Sanktionen gegen Staaten z. B.) oder Medien Staaten ächten, und trotzdem Handel durch die Wirtschaftakteure stattfindet (Stichwort Drittlandsexporte, -importe ). Die Waren – wenn sie den wichtig sind und mit ihnen Geld zu verdienen ist – suchen sich ihren Weg, außer vielleicht von und nach Nordkorea oder Kuba.
                  Bei top agrar online ist folgendes zu lesen:
                  https://www.topagrar.com/markt/news/eu-dungerimporte-aus-russland-sind-im-ersten-halbjahr-explodiert-20017417.html

                • Kemetbauer sagt

                  @L
                  Schauen Sie einfach mal bei Wiki nach. Dort wird vermittelt, dass Planwirtschaft die Marktwirtschaft nicht aushebelt und dass sie staatlich oder nicht staatlich organisiert sein kann.
                  Ich finde es sehr amüsant, dass die Verwendung bestimmter Begriffe, hier sofort leichte Irritationen hervorruft. Erfolgreiche Unternehmen orientieren sich in ihrer Entwicklung an Plänen. Gut, sie nennen sie zunehmend Konzepte. Wahrscheinlich ist der Begriff „Plan“ in Deutschland etwas in Verruf geraten.

    • Bauer Willi sagt

      @Smarti
      Interessant. So hat bei Facebook und Twitter Niemand kommentiert. 95% waren auf der Seite der Bauern. Da staunste, gell?

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      • Kemetbauer sagt

        Hatten Sie das hinterfragt?
        Wer auf meiner Seite ist, das erfahre ich erst, wenn die Zeichen der Zeit nicht so gut stehen. Machen Sie das im Schnellverfahren?

  9. Joachim Kaiser sagt

    Guten Morgen
    Mir ist jetzt gerade eine Frage in den Sinn gekommen.
    Wie viel Hektar Kartoffeln müssen in Deutschland angebaut werden um die Nutztierhaltung zu ersetzen?
    Mir ist klar das es ohne Pflanzenschutz ein sehr großes Risiko beinhaltet, sich auf ein einiges Lebensmittel festzulegen.
    Meine Familie ernährt sich aus gutem Grund vielseitig. Zum Beispiel: Getreideprodukte, Kartoffeln und weitere Gemüse, Fleisch und Fisch, Milchprodukte und Ei.
    Allen einen schönen Tag

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    • Christian Bothe sagt

      Kaiser: „Wie viel Hektar Kartoffeln müssen in Deutschland angebaut werden um die Nutztierhaltung zu ersetzen?“
      Eine sehr theoretische Frage, mit der ich nichts anfangen kann, und was das soll? Bin auf die Beiträge gespannt..

    • Kemetbauer sagt

      Ernährungsphysiologisch kann man tierische Erzeugnisse nicht komplett durch Kartoffeln ersetzen.
      Energetisch geht das natürlich schon aber der Mensch benötigt eben mehr als nur Energie. Bleibt auch die Frage, ob wir zukünftig, evtl. in der Größenordnung des heutigen Maisanbaus, Kartoffelkulturen sehen möchten. Dazu kommen die relativ hohen Ansprüche der Kartoffelkulturen. Grasland weg und Kartoffeln drauf, ist keine gute Idee.

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  10. Arnold Krämer sagt

    Nur zur Orientierung:
    Ein Erzeugerpreis von 1,50 Euro/dt entspricht ganz grob etwa 10 bis 15 % der Kosten ohne Lagerung.

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    • Smarti sagt

      Wahrscheinlich ist das liegen lassen im Acker eher schwierig, weil die Kartoffeln ja nicht erfrieren und somit im Frühling wieder auflaufen, samt Käfer und Co.

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      • Arnold Krämer sagt

        Es ist tatsächlich ein großes Problem, dass auch bei normaler Ernte die Aussfallkartoffeln im Winter oft nicht kaputtfrieren und in den Folgekulturen wieder auflaufen

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  11. Smarti sagt

    Ich fand auch das Video mit der Buschbohnenernte der Wahnsinn. Was da zwei Personen mit den richtigen Geräten in ein paar Stunden mengenmässig an Lebensmitteln erzeugen ist beinahe unvorstellbar. Dafür bräuchte es im Erwerbsanbau sicher Dutzende oder im Hobbygarten gar viele hundert Menschen.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Smarti der Unterschied zur „nicht“ technisierten Ernte ist, dass die Pflanze nach der Ernte nicht mehr da ist. In der händischen Ernte haste, wie z.B: in diesem Jahr 4 Wochen die Möglichkeit von einer Pflanze, zu ernten. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

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      • Smarti sagt

        Ja, stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht. Auch sind solche Mengen ( und mit weniger würden die Maschinen ja nicht rentieren ) nur machbar, wenn eine Fabrik bereitsteht und für die Bohnen auch bezahlt. Anders bringt man die Mengen weder verarbeitet geschweige denn frisch verkauft. Auch hier wieder ein Beispiel, wie „gescheit“ es ist, alles mehr und mehr zu technisieren und die „Kleinen“ verhungern zu lassen ( weil es ja immer jemanden gibt, der billiger ist ).

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        • Reinhard Seevers sagt

          Wer will noch gebückt Bohnen pflücken…ist wie bei den Gurken. Der Gurkenflieger ist neuerdings als Menschenfeindlicher Arbeitsplatz identifiziert. Ergo kommt der Vollernter und die Pflanze ist komplett weg, und die Arbeitsplätze der Pflücker auch…..das System frisst eben seine Kinder.

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          • Inga sagt

            Ach, das ist nur, weil die Bauern zu faul sind, die sollen sehen, wie sie die Arbeit machen, denn die verdienen ja auch daran.
            Und mit einem Gurkenflieger geht es schneller uns effektiver, so können die die Gurken verbilligt abgeben und die Bürgergeldempfämger günstiger kaufen ohne sich zu bücken und Kreuzschmerzen zu erleiden.

  12. Arnold Krämer sagt

    Wer keine eigene Biogasanlage oder eine eigene Rindviehhaltung hat, wird die Kartoffeln in der Erde lassen, um keine weiteren Kosten bei der Ernte und im Abtransport zu produzieren. Das lohnt schlichtweg überhaupt nicht.
    Das bedeutet andererseits aber auch, dass es keine Nährstoffentzüge gibt und die Nährstoffbilanz des Betriebes durcheinander gerät, genauso wie wenn wegen Qualitätsmängeln das Gemüse untergepflügt werden muss.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Die Kartoffelanbaufläche in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung wurden 301.000 Hektar für den Kartoffelanbau genutzt, was eine Steigerung von 18.800 Hektar im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch in anderen nordwesteuropäischen Ländern wie Belgien, Frankreich und den Niederlanden wurde die Anbaufläche erweitert.
      Das haben wir in der Familie schon letztes Weihnachten diskutiert. Mein Bruder hat den Anbau für 2025 reduziert und gestern die letzten Kartoffeln aus 2024 ausgelagert.

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      • Arnold Krämer sagt

        Aufgrund der guten Rentabilität in den letzten Jahren wurde die Anbaufläche massiv ausgeweitet, auch wenn man dafür keine Verträge seitens der Verarbeitungsunternehmen bekommen hat. Die Landwirte, die neu eingestiegen sind, haben rein spekulativ gehandelt und sind jetzt aufgrund guter Erträge auf dem falschen Fuß erwischt worden. Die „alten“ Vertragsanbauer haben ihre Anbauflächen nicht ausgeweitet oder teilweise auch reduziert, weil das Elend abzusehen war.

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        • Christian Bothe sagt

          A.K. In der Region BB kenne ich Anbauer (AG) von Industriekartoffeln, die jahrelang mit festen Verträgen erfolgreich Kartoffeln für die Stärkeindustrie anbauen.

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          • Arnold Krämer sagt

            Unter Industriekartoffeln versteht man Ware für Pommes, Chips, Kartoffelsalat u.a..

            Stärkekartoffeln ist wieder etwas anderes, auch historisch gesehen. Kartoffelstärke steht in Konkurrenz zu Maisstärke und Weizenstärke und wurde Jahrzehnte im Rahmen der Getreidemarktordnung der EU subventioniert. Ist aber Geschichte.

            • Christian Bothe sagt

              A.K. Wortglauberei? Auch die Stärkekartoffel ist eine Industriekartoffel und wird von den Anbauer u.a.so definiert…

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              • Arnold Krämer sagt

                Herr Bothe, Sie nerven!
                Die Stärkekartoiffel ist eine besondere Form der Industriekartoffel mit einem weitgehend anderen Markt, weil anderen Verwertungen.

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      • Christian Bothe sagt

        R.S. In Thüringen ist der Anbau von Kartoffeln massiv zurückgegangen, von ~10000ha zu DDR-Zeiten auf 1200ha! Mittlerweile hat er sich stabilisiert und einen leichten Aufwärtstrend! Ist ja für die Thüringer Klöße u.a.eine wichtige Größe! Unser führender Top-Kartoffelverarbeiter im TK-Bereich ist die ABLIG Heichelheim/Weimar, welche im LEH Ost überall und auch im Westen gelistet ist. War auch ein Kooperationspartner für meine kleine Klossmanufaktur… Anbauer kommen aus der Region. Nebenbei produzieren sie auch noch das Hexeneis, ein typisches DDR-Produkt…

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        • Inga sagt

          in DDR-Zeiten wurden vielleicht mehr Schweine damit gefüttert, also mehr in der Schweinemast eingesetzt.

          Das waren dann aber andere Sorten als für Speise- oder Stärkekartoffel.

          • Christian Bothe sagt

            Inga: Habe das in meiner 10000er Anlage weniger gemacht( kontinuierlicher Einsatz von Küchenabfällen ).Erinnere mich allerdings an einen kompletten Güterzug mit Saatkartoffeln aus Mecklenburg zur Verfütterung! Da haben wir alle Mann Tag und Nacht gedämpft ( M405) und siliert! War nach Jahren noch ein gutes Mastfutter im Mix.Unser Futterregime war eine Mischung aus Getreide- und Hackfruchtmast, eben mit Speiseabfaellen jeglicher Art.

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            • Peter Schubert sagt

              Die ewigen Vorträge von DDR-Geschichtchen erinnern arg an den Herrn aus der „Feuerzangenbowle“ mit seinem steten „In dem von mir verfassten Buche“.
              Nur laufen die Döntjes ohne Pointe zu gern voll am Thema vorbei.

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              • Christian Bothe sagt

                P.Schubert: Das kann man eben nur berichten, wenn man LW dort betrieben hat…Woher sollte das einer auch wissen, wenn er nicht vor Ort? gelebt und gearbeitet hat? Nehme es Ihnen aber nicht übel…

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    • Inga sagt

      Gut!

      Dann bekommt bei uns der Boden feine Salatköpfe als Nahrung und die Städter kaufen billige auf Nährstoffsubstrat gewachsene für sich.

      Man ist was man isst.

  13. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Das würde heißen das Milram anstelle des woken Quatsch einfach nur einen QR Code mit einfachen Erklärungen zur Landwirtschaft auf seinen Käse drucken sollte.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Genau ewnaswfegw! Das wäre sehr clever gewesen…..ich sehe sie alle vor mir, wie sie vor dem Regal stehen und ihr Smartphone an die Packung halten…es bilden sich Menschentrauben.
      Die Brand-Expertin von Milram ist nicht auf der Höhe der Zeit.🤗

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      • Smarti sagt

        Gibt es doch schon lange 🙂 ! Die Schwarzwaldmilch wirbt mit echten Lieferanten, echten ausgesuchten Schwarzwaldhöfen… jetzt braucht Ihr die Produkte nur noch zu kaufen.
        Das Smartphon kann man dann ja zu Hause an die Verpackung halten. Die Seite ist gut gemacht.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Smarti, was nützt mir der QR-Code zu Hause. Dann habe ich das Produkt doch bereits gekauft. Der Kunde will heute vor Ort, sofort alle Infos ablesen können. Der QR-Code könnte ja endlich den Beipackzettel ersetzen…..dauert zwar noch etwas, bis die Ewiggestrigen weggestorben sind, aber wir sind auf einem guten Weg. Es lebe die Digitalisierung!
          Ich stelle mir eine weiße Tetrapackung vor, mit nur einem QR-Code, dann ist alles transparent dargestellt. Man muss nur Strom und Internetempfang haben. Das ist die Zukunft! 🤡🦄🙋‍♂️

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          • Limes sagt

            „Der Kunde will heute vor Ort, sofort alle Infos ablesen können.“
            Die Kunden die ich so im Geschäft mit dem Smartphone am Regal sehe lesen den Preis aus. Die meisten Kunden wollen so schnell wie möglich aus dem Geschäft und nicht noch lange Zeit damit verbringen Geschichten zu jedem einzelnen Kaufsprodukt Texte auf dem Smartphone zu lesen.
            Gehe ich ins Geschäft weis ich doch meist welchen Käse ich kaufe den gelben Schnittkäse von Leerdamer. Gegebenfalls probier ich mal einen anderen nebenan im Regal falls der mir mir attraktiv erscheint Aufmachung, Preis).

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            • Reinhard Seevers sagt

              Wenn man an der Frischetheke kauft, hat man ja die Chance zu probieren.
              Den verpackten Käse musste, wenn er dir nicht mundet mit Unbehagen aufessen, oder wegwerfen. Watt den Een sien Nachtigall, is denn annern sien Uuhl.
              Ich sehe Leute in den Gängen telefonieren und fragen: „Welche Wurst meinst du? Ich habe hier Cervelat, Bauernmettwurst, Holsteiner…, ok, keine Ahnung, ich scan mal den QR – Code am Regal…ja, die ist wirklich billiger“…..Das sind interessante neue Erlebnisse. 🦄

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          • Smarti sagt

            Herr Seevers, pssst, wenn das jemand von den LEH-Bossen liest… das ist doch genial ! Keine Alleinstellungsmerkmale, keine Markenproduktler die nerven, nur noch die leere, undurchsichtige Plastikverpackung. Auffüllbar ( nicht bis oben hin ) mit austauschbarem Inhalt – der Günstigste darf liefern. Der Rest bleibt auf der Strecke – oder die Kartoffel auf dem Acker.
            Dann wird auch endlich nicht mehr übertrieben oder gelogen in der Werbung. Denn was auf dem Phone steht hat ja der Händler geschrieben. Mit etwas Hilfe von Nabu, WWF und Peta.

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          • Smarti sagt

            Ich habe schon seit Jahren kein Phone mehr, weil ich unterwegs und bei der Arbeit nicht die Hände von den soz. Medien lassen könnte – und dafür ist mir meine Lebenszeit viel zu Schade. Aber eine Lupenfunktion beim Einkaufen brauche ich bald einmal :).

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  14. Frikadellen piet 46 sagt

    Moin toll sowas ich frage mich nur, ob die Interessierten Sensation suchen oder interessiert sind an dem allgemeinen geschehen? Es wäre auch schön herauszufinden ob die interessierten Landwirte sind oder nicht. Ich hätte noch Bilder vom Chip Ferkel kastrieren aus der Ausbildung, ob das jemand interessiert? Ich glaube die Produktpreis Entwicklung wäre vielleicht interessant! Dazu gehört natürlich auch der jeweilige Überschuss!

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