Bauer Willi
Kommentare 66

Kartoffeln: vom Feld bis in den Laden

Heute mal was zur Weiterbildung: Ein Beitrag des WDR von einem Betrieb am Niederrhein, der Kartoffeln für den Handel aufbereitet. Zwei Dinge, die ich nicht wusste: 60-mal wird jede Kartoffel fotografiert. Und: bis auf den Ersten Weihnachtstag wird jeden Tag im Kartoffel-Sortierbetrieb gearbeitet.

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66 Kommentare

    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin
      Ich bin durch intensives Nachtrinken auf die Lösung gekommen.

      Katopüpu.
      Kartoffelpüreepulver.

      Dieses Katopüpu ist nahezu ewig haltbar.

      Das wird dann nach Afrika zum Hungrigen Hugo (eine Figur aus South Park) geschickt.

      Zubereitung:
      Wasser aufkochen.
      KatoPüpu einrühren.
      Mit MaMiPu (Magermilchpulver) verfeinern.
      Grüße
      Nicolai

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      • Bauer Willi sagt

        Herr Asmussen, geht es auch ein wenig ernsthafter? Ich habe Sie nun schon diverse Male darum gebeten, in ganzen Sätzen zu schreiben und zwar so, dass es auch verständlich ist.

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  1. Limes sagt

    besser ausreichend oder auch zu viel als zu wenig. zu wenig gab es 1945 damals wurde uns in der Not geholfen z.B durch das care Programm. Übrigens heute ist der 80te Jahrestag von care
    care war ja auch dann nochmal 1948 hilfreich Stichwort Rosinenbomber

  2. Arnold Krämer sagt

    1. Der ÖRR ist in der Lage, ordentliche Informationen zu liefern. Bitte mehr davon!

    2. Es wird ein Vermarktungsweg für Speisekartoffeln gezeigt. Es gibt weitere, die nicht nur der Resteverwertung (hier aussortierte Ware an Stärkefabriken und Tierhaltung) dienen.
    3. Es gibt Speisekartoffeln, die industriell verarbeitet werden und erst danach über den LEH den Endverbraucher erreichen (Kartoffelsalat, Pommes, Chips usw.)
    4. Es gibt Stärkekartoffeln (für den direkten Verzehr ungeeignet), aus denen industriell Stärke aber auch Kartoffeleiweiß gewonnen wird. Die Fabriken verarbeiten neben der eigenen „Vertragsware“ (mehr als 20% Stärkegehalt) mehr oder weniger viel aussortierte Speisekartoffeln mit deutlich geringeren Stärkegehalten.
    5. Es gibt auch in nennenswertem Umfang Exporte von Kartoffelprodukten in Drittländer wie z. B. die USA.
    6. Der Kartoffelmarkt als Ganzes (in D konzentriert in Niedersachsen und am Niederrhein) wird maßgeblich auch bestimmt durch die Niederlande und Belgien.
    7. Für Kartoffeln gibt es keine EU-Marktordnung. Beondere staatliche Subventionen gibt es nicht.
    8. Über die Erzeugerpreise am freien Markt entscheidet im Wesentlichen das Angebot (Erntemenge). Über Vertragspreise verhandeln die Landwirte (teilweise über Erzeugergemeinschaften) rechtzeitig vor dem Pflanzen im Frühjahr mit ihrem Kunden/Abnehmer. Das ist die verarbeitende Fabrik und selten der LEH.
    Die verarbeitende Fabrik muss einschätzen, welche Nachfrage möglich sein könnte, aber auch welches Angebot seitens der Landwirte möglich ist. Der Landwirt sollte seine Vollkosten kennen und immer auch berücksichtigen, dass gute und stabile Kartoffelerträge (natural) nur mit Anbaupausen von 2 oder mehr Jahren zu erzielen sind.
    9. Die Kartoffelbauern haben einige wirtschaftlich sehr gute Jahre hinter sich. Das spricht sich rum und ist verlockend. AUCH deshalb das übergroße diesjährige Angebot. Gleichzeitig fehlt ein Stück weit die gewohnte Nachfrage beim Endverbraucher. Beides führt zu dem aktuellen Preisverfall der vertragsfreien Ware.
    10. Die Probleme für die langjährigen Vertragsanbauer sind
    a) augenblicklich das Zurückweisen von Vertragsware mit dem Hinweis auf angebliche Qualitätsmängel und
    b) der voraussichtliche Druck bei den Vertragsverhandlungen für das nächste Jahr
    11. Für Neueinsteiger-Landwirte ist es sehr schwer Fuß zu fassen. Der Kartoffelbau benötigt eine eigene teure Technik, die nur begrenzt woanders eingesetzt werden kann (z. B. bei Zwiebeln). Lagerhallen kosten zusätzlich viel Geld. Dazu kommt eine besondere Logistik. Neueinsteiger können allerdings meist punkten mit „jungfräulichen“ Böden.

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    • Christian Bothe sagt

      A.K.Noch eine Ergänzung:der LEH bietet die 3Sorten von verpackter Ware: mehlig kochende, vorwiegend festkochende, festkochende Kartoffeln! Uebrigens alle gewaschen… Für meinen Klossteig habe ich die v.fk. Kartoffeln verwendet, regionaler Bezug und bei mir bis Juni des darauffolgenden Jahres gelagert! Dazu auch “Importe” aus Niedersachsen,SA und Holland bei mieser Ernte…Preise wurden für die Agrarbetriebe über die hiesige EZG vereinbart!

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      • Christian Bothe sagt

        Kartoffelschalen aus der Kaltschaelung und ausgesonderte Kartoffel wurden von einem
        Maester abgeholt!

    • Rathje Clasen sagt

      4 Jahre Anbaupause für Kartoffeln, und die Böden bleiben jungfräulich. So kenn ich das.

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  3. Kemetbauer sagt

    Wenn hier über alternative Produktionsverfahren geschrieben wird heißt es immer gleich „die Versorgung der Bevölkerung ist nicht gewährleistet“. Aktuell gibt es zu viele Kartoffeln, zu viel Getreide, zu viel Schweinefleisch, zu viele Ferkel, zu viel Milch, viel zu viele Äpfel usw. usw.. Mit „zu viel“ fällt auch der Preis der Ware, wenn diese überhaupt noch abgenommen wird. Wäre da nicht ein wenig „alternativ“ ganz gut?

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    • Arnold Krämer sagt

      @ Kemetbauer
      Die Landwirte verdienen nur dann und in den Bereichen gutes Geld (die Vollkosten deckend), wenn ihre Ware wirklich knapp ist (immer in Relation zur Nachfrage auf der allerersten Stufe) oder in einer Integration, in der insgesamt ausreichend Geld verdient wird und wo eine faire Verteilung stattfindet. PUNKT!!

      Über einzelbetriebliche Unterschiede in den Kosten und Kostenstrukturen muss man dann evtl. zusätzlich reden.

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        • Arnold Krämer sagt

          Er ist doch auch Bio-Landwirt, der jedes Jahr die weihnachtliche „Staatsknete“ für Landkauf verwendet. Hat er doch hier schon zum Besten gegeben.

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      • Kemetbauer sagt

        @AK
        Was bedingt denn evtl. eine Verknappung der Ware auf der ersten Stufe: oder eben das Gegenteil? Neben nicht beeinflussbaren Bedingungen (Klima/Wetter) ist es vor allem der Bauer selbst! Aber wie man ja hier laufend lesen kann, ist die Versorgung des deutschen Volkskörpers ständig in Gefahr. Da kann es ja überhaupt kein „zu viel“ geben.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Klar Kemet, wenn du heute schon weißt, was kommendes Jahr in welchen Mengen angeboten wird, dann ist das mehr als Glaskugelgucken. Evtl. wieder wie im Sozialismus einen 5 Jahresplan mit Mengenvorgaben, die dann merkwürdigerweise nicht erreicht wurden, oder übererfüllt werden. Dann gibt es eben staatlich verordnet nur noch Äpfel und Kartoffeln und anderes wird einfach nicht mehr verkauft, bzw. darf nicht verkauft werden. So etwa Kemet? 😉

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    • Bauer Willi sagt

      @Kemetbauer
      Habe diese Woche einen Vortrag vor Milchbauern gehalten und in rund 60 zufriedene Gesichter gesehen. Ja, so was gibt es, zufriedene Bauern. Zumindest wenn keine Fachfremden dabei sind.
      Geehrt wurde ein Züchter mit 750 Milchkühen und einen durchschnittlichen Stallleistung von knapp über 14.000 kg.
      Einer der Vortragenden hat erläutert, warum in rund 2-3 Jahren Milch und Fleisch von Milchkühen wieder gesucht sein wird und gute Preise erwarten lässt. Würde aber hier zu weit führen.

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      • Nicolai Asmussen sagt

        Also jemand, der von 14000 die letzten 4000 gekauft hat wird geehrt.
        Klasse.
        Es wäre besser, die Milchleistung mal zu hinterfragen.
        Woher ist sie gekommen?
        Hochwertiges Kraftfutter kann das beantworten.

        Wie ist dann die Wirtschaftlichkeit?
        Darauf gab es wohl keine Antwort.
        Grüße
        Nicolai

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        • Kemetbauer sagt

          @NA
          In der Landwirtschaft wird ganz oft mit einem immensen output geprahlt, ohne den input zu nennen. Dabei wissen wir doch alle, dass lediglich die Differenz zwischen Kosten und Ertrag eine aussagekräftige Größe ist. Aber, so sind sie eben, die Landwirte.

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          • Christian Bothe sagt

            KB: Was Sie da wieder für einen Müll reden… Glauben Sie, was Sie da von sich geben? Scheinbar nur Provokation! Habe hier Betriebe vor Ort mit über 2000ha+LN und 300+MK, Legehennen usw.mit hoher Rentabilität! Also das was BW sagt,ist auch in diesen Zeiten machbar, wenn die Betriebe breit aufgestellt sind!

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            • Kemetbauer sagt

              @CB
              Von breit aufgestellt war doch bisher gar keine Rede. Oder wissen Sie mal wieder mehr?
              Das Einmaleins der Betriebswirtschaft gilt im Kleinen wie im Großen. Wollen Sie mit den nicht unerheblichen Betriebsgrößen evtl. den Schluss nahelegen, dass Sie, obwohl Sie wahrscheinlich mit den Betrieben fast gar nichts zu tun haben, über ein besonders großes betriebswirtschaftliches Können/Wissen verfügen? Oder ist es evtl. noch das rudimentäre „betriebswirtschaftliche“ Denken und Handeln aus DDR-Zeiten, das Sie hier vermitteln wollen?
              Schenkelklopf!

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        • Bauer Willi sagt

          @Wie aus gut informierten Kreisen zu erfahren war, liegt der Gewinn (!) des Betriebes im oberen sechsstelligen Bereich.
          Die Neiddebatte kann also weitergehen.

          Übrigens: die Hähnchenmäster in der Region sind auch zufrieden. Finanziell, bevor eine Nachfrage kommt.
          Lediglich für Ackerbauern (und aktuell Schweine) sieht es nicht gut aus.

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          • Kemetbauer sagt

            @BW
            Warum ist die Relativierung der Aussagekraft einer Zahlenangabe der Einstieg in eine Neiddiskussion? Die Angabe der Milchleistung einer Kuh ist vergleichbar mit der Angabe eines Betriebsumsatzes. Da drehen einige ganz große Räder und am Ende kommt oft eine Sonntagsbuchung (S) heraus. Meine Aussage hier hat gar keinen Bezug zum genannten Betrieb!

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            • Reinhard Seevers sagt

              „Die Angabe der Milchleistung einer Kuh ist vergleichbar mit der Angabe eines Betriebsumsatzes.“

              Ich würde eher sagen es ist eine Maßeinheit der Ertragsleistung eines Produktionsbereiches….für den Umsatz müsste ja noch der Erlös pro Ertragseinheit erscheinen, oder liege ich da falsch.

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                • Kemetbauer sagt

                  @CB
                  Was hat die Milchleistung eines mir komplett unbekannten Betriebes mit meinem Steuerberater zu tun? Mir scheint, hier gehen einigen die sachlichen Argumente aus. Ist ja auch nicht neu.

            • Bauer Willi sagt

              @Kemetbauer
              Es ist allgemein bekannt, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Trotzdem danke, dass Sie es uns noch mal erklärt haben. 🙂

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        • Frikadellen piet 47 sagt

          moin tolles Video über die Kartoffelproduktion oder vielmehr ernten und verarbeiten. interessieren würde mich jetzt auch bei dem Kartoffel sortieren nur deutsche Arbeitskräfte benötigt werden oder ob du auch Ost europäische im Einsatz sind? schönen Tag

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        • Christian Bothe sagt

          NA:
          „Es wäre besser, die Milchleistung mal zu hinterfragen.
          Woher ist sie gekommen?
          Hochwertiges Kraftfutter kann das beantworten“
          Was wollen Sie damit eigentlich sagen??Genetik, hochwertiges Grundfutter und Kraftfutter( Phänotyp-Umwelt Interaktion) sind die Basis für solche Kuhleistungen/a! Ohne KF geht’s nun mal nicht, und das wissen Sie auch! Kosten und Erlöse sind dann Basis für Verträge mit dem Milchhof und dem Kraftfutterwerk, um Gewinne zu generieren( habe selbst solche Verträge ausgehandelt( als Kraftfutterwerk)!

          • Kemetbauer sagt

            @CB
            Selbst bei besten Milchbetrieben ist bei ca. 8.000L aus dem Grundfutter Schluss. D.h., im genannten Betreib müssen ca. 6000l aus dem KF kommen. Haben Sie schon mal etwas von der Grenzertragskurve gehört? Was kosten wohl die letzten 500 l?
            btw: Mir liegt der Katalog der Besamungsbullen im Bezirk Magdeburg für den Zeitraum 84/85, herausgegeben vom VEB Tierzucht Magdeburg, Sitz Stendal vor. Da werden Bullenmütter mit Leistungen von z.T. unter 3100 l aufgelistet. 85% der angegebenen Mütter liegen im Bereich von 3100 bis 4960L. Besonders interessant sind die Daten des Stallgefährtinnenvergleichs. Konnte oder wollte man nicht mehr?

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            • Reinhard Seevers sagt

              Das Herdbuch ostpreußischer Zuchtverbände wies schon in den 30er Jahren Kühe mit 14000kg aus….KF dürfte damals wohl eine Rarität gewesen sein. Es sei denn Gehaltsrüben zählten auch dazu. 🤔

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                Dann ist das Leistungsniveau heute aber sehr bescheiden. 100 Jahre sind vergangen und man brüstet sich der aktuell erreichten 14.000 Liter?

                • Reinhard Seevers sagt

                  Das stimmt Kemet…..u.a. weil man in Deutschland immer das „bäuerliche“ Naturreine, das einfache Wirtschaften hochgehalten hat. Die Israelis sind ja schon lange drauf gekommen, dass es auch in der Wüste Leben gibt und man mit wenig viel machen kann. Aber wie gesagt, die wahre deutsche, reine Kuh frisst nur reines grünes Gras…am Besten Gras von Berghängen, von Hand gemolken und von der Heidi ins Tal getragen.🥳

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              • Kemetbauer sagt

                @RS
                Ihre Spitzenleistungsangabe erscheint mir doch zu hoch zu sein. Also bin ich mal wieder in meinem Archiv abgetaucht und habe den Band 5 /Handbuch der Landwirtschaft / Aereboe/Hansen/
                Römer/1929, hervorgekramt. Ab Seite 133 werden die damals typischen Rinderschläge mit ihren Leistungen aufgeführt. Für die Holländisch-friesische Kuh werden da 3200 bis 3800 kg bei 3,25% Fett angegeben. Als Spitzenleistung werden 7500kg genannt. Das Groninger Rind brachte es auf 3.800 bis 4.800kg. Spitzenleistungen werden mit 7.300 kg angegeben. Bei den deutschen Niederungsschlägen, die immerhin ca. 60% des Kuhbestandes ausmachten, lag die Leistung durchschnittlich bei 3.743 kg mit 3,17% Fett. Als Spitzenleistungen werden 5.500 bis 6.800 kg genannt. Bei den ostpreussischen Niederungsrindern, lag der Durchschnittsertrag bei 3.700 kg und 3,27% Fett. Die Kühe „Hedwig“ und „Peluschke“ brachten es auf eine Spitzenleistung von 10.111 und 10.630 kg. Sie waren damit, bis zum 01.04.1928, die Kühe mit der höchsten jemals gemessenen Milchleistung. Von gut 10.000 bis 14.000, fehlt aber noch einiges an Leistung.

      • Kemetbauer sagt

        @BW
        Warum noch 2 bis 3 Jahre auf gute Preise für Kuhfleisch warten? Die Preise sind aktuell auf bisher höchstem Niveau.
        Vor ca. 4 Wochen hat die rote Seite einen Aufstand geprobt und die Preise um bis zu 0,40€/kg abgesenkt. Man war sich sicher, dass mit Beginn der Stallhalteperiode viele Landwirte sich von Rindern, die von der Weide kamen, trennen würden. Dem war aber nicht so. Das Angebot sank kurzfristig um ca. 40%. Sofort stieg der Preis wieder. Jetzt ist er wieder da wo er hingehört. So einfach kann Markt sein.
        btw: Eine weit in die Zukunft (2-3 Jahre) gerichtete Marktprognose dürfte vergleichbar sein mit dem Blick in die Glaskugel.

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      • Arnold Krämer sagt

        Milchviehhalter haben 24/25 ein außergewöhnlich gutes Wirtschaftsjahr erlebt. Es sei Ihnen wirklich gegönnt. Für mich sind die erfolgreichsten unter ihnen die „komplettesten“ Landwirte. Sie haben die Bodenproduktion (Mais, Grünland u.a.), die Reproduktion mit Aufzucht und die eigentliche Milchviehhaltung zu managen und das bei einem Zyklus, der in der Aufzucht 2 bis 2,5 Jahre dauert. Das muss vor allem qualitativ viel ineinander greifen.
        Was den mechanisch – technischen Fortschritt betrifft, sind sie mit dem Melkroboter die „verspäteten“ Landwirte. Davor mussten sie 365 Tage im Jahr immer etwa auf die Stunde genau mindestens zu den Melkzeiten (2 Mal am Tag) aktiv werden. Da ging es bei anderen schon länger etwas gelassener zu.

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        • Christian Bothe sagt

          A.K. Gut analysiert! “Meine”Betriebe mit ueber 2000ha LN sind genauso aufgestellt in Pflanzenbau und Tierproduktion! Da kann man vieles quer subventionieren, wenn nötig und noch Ergebnisse erwirtschaften auch unter den ständig wechselnden Marktbedingungen! Die Betriebe stehen betriebswirtschaftlich naturgemäß unterschiedlich da…

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      • Andreas der Troll sagt

        https://www.agrarheute.com/markt/milch/milchpreise-fuer-landwirte-fallen-deutlich-https://www.agrarheute.com/markt/milch/milchpreise-fuer-landwirte-fallen-deutlich-rohstoffwert-stuerzt-40-cent-637604
        So zufrieden schauen die Milchbauern jetzt nicht mehr in die Zukunft.
        Zu viele steigern wegen der hohen Milchpreise ihre Milchleistung von
        10.000 auf 14.000 kg Milch pro Kuh.
        Ich wette, dass der konv. Milchpreis in 2 Jahren wieder unter 40 Cent liegt.
        Da ich noch jeden Tag morgens aufstehe und anfange die Kühe zu melken,
        bis ich abgelöst werde, kenne ich mich ein wenig aus.

          • Reinhard Seevers sagt

            Der Milcherzeuger muss evtl. den Zyklus, den die Schweinebauern kennen, erst kennen lernen?

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        • Arnold Krämer sagt

          Landwirte leben eigentlich immer davon, dass Berufskollegen früher aufgeben als sie selbst. Das geht aber nur, wenn man kostengünstig produziert und die Tiefpreisphasen gut überstehen kann. Da ist betriebswirtschaftlich eindeutig.
          Allerdings muss man als Familienunternehmer immer jemanden haben, der die möglichst großen Fußstapfen, die ein Vorgänger hinterlässt, ausfüllen will und kann. Auch das ist nicht immer der Fall.

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          • Reinhard Seevers sagt

            „Allerdings muss man als Familienunternehmer immer jemanden haben, der die möglichst großen Fußstapfen, die ein Vorgänger hinterlässt, ausfüllen will und kann. Auch das ist nicht immer der Fall.“

            Das ist ein wirklich wichtiger Aspekt. Hier treffen ganz häufig die Erwartungen und die Ansprüche knallhart aufeinander. Einstmals gute Betriebe können mit dem Nachfolger einen gegenläufigen Weg einschlagen. Wenn die Erwartungen an den Nachfolger so hoch sind, wie die an sich selbst, scheitert es ebenfalls oft. Aber, es gibt auch das Gegenbeispiel, wo der Nachfolger den Hof aus dem Dreck ziehen konnte.

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  4. Ja,
    das ist ja Volksverdummung, wenn der Kunde nur die sehen darf, die dem Handel genehm sind, eben praktisch, quatratisch, modern.

    Wie sollen die Kinder da was lernen?

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  5. Topfheiler sagt

    Die Drahtwürmer sind im 4 ha Betrieb ganz schlimm .Die Kartoffel sind nicht gewaschen und dadurch schlecht zu sehen. Weiterhin keine passenden PSM. Der verkauf ist schlecht Angebote genug( 10kg zu3Eur)

  6. Rathje Clasen sagt

    Habe mal vor 20 Jahren ein Werbeschild an einer Scheune gesehen,—-

    Glückliche Kartoffel vom freilaufenden Bauern aus Bodenhaltung.

    Der Kunde will nunmal informiert werden.😁

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    • Nicolai Asmussen sagt

      Moin @Rathje Clasen
      Es ist fast Weihnachten.
      Da liegen Bäume aus Bodenhaltung voll im Trend.
      Grüße
      Nicolai

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  7. Thomas Bröcker sagt

    Die niedrigen Preise „killen“ auch den Bio-Anbau … trotz der vielen Fördermillionen.
    Hatte gestern mit einem großen Anbauer Kontakt, die Preise haben sich halbiert und trotzdem läuft der Absatz nicht an. Die Menschen müssen immer mehr Geld für Heizen und Wohnen ausgeben und schauen daher bei allen anderen Ausgaben auf jeden Cent. Schließlich muss das Geld für Urlaub und Freizeit übrig bleiben. Der Preiskampf bei Lebensmitteln wird große Teile des Gemüse- und Obstanbaus eindampfen. Die Verarbeiter und Dienstleister ziehen ihre Marge … und das „Restgeld“ wird immer weniger.

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    • Bauer Willi sagt

      @T.B.
      Mir ist zu Ohren gekommen, dass die aufnehmende Hand den Vertragslandwirten anbietet, ihnen den Preis zu bezahlen, aber die Ware nicht anzunehmen. Wie gesagt, ich kann den Wahrheitsgehalt nicht überprüfen.

    • Das mit dem „Menschen müssen sparen“ überzeugt nicht so ganz, denn auch Essen ist ein täglich zu befriedigendes Grundbedürfnis, ganz wie wohnen und heizen.
      Und mit recht billigen Kartoffeln kann man das ziemlich günstig zumindest teilweise abdecken.
      Ist es wirklich der sparende Verbraucher von Speisekartoffeln, der den Absatz und Preis drückt, oder kommt der Druck von Industrie und Handel, die aus der guten Ernte den Extraprofit ziehen, wovon der geizige, urlaubsgeile Verbraucher gar nichts hat?

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      • Thomas Bröcker sagt

        Beides !
        Das sollte gar keine Verbraucherschelte sein. Es ist nur halt ganz normal, dass die Möglichkeiten billiger zu kaufen genutzt werden. Das Essen ist für viele nicht mit Gut – Schlecht Dogmen belastet. Die Mehrheit glaubt den Erzählungen von den „schlechten“ und „guten“ Lebensmitteln nicht. Der Rest ist Markt, Marktposition und Marktmacht.
        Der Mensch lebt halt nicht vom Brot allein.
        PS. Gestern unterwegs im Auto einen Beitrag über Hochzeitskosten gehört (Weddingkredite, 25.000 – 30.000 Kosten). Da fängste dann tatsächlich an an der Vernunft zu zweifeln.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Jeder Mensch setzt eben seine eigenen Prioritäten. Wenn die Damen vor dem REWE sich darüber unterhalten, dass die neuen Nails über 100,-€ gekostet haben und der allinklusiv – Urlaub diesmal fast doppelt so teuer war und nun auch noch die Avocado im Preis gestiegen sei….ja, dann ist noch Luft nach oben, denke ich…..derweil eine kleine Frau mit Fahrrad und Anhänger voller Pfandflaschen an ihnen vorbeischiebt.
          Schulterzuck.

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  8. Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

    Das ist ja kaum zu glauben. Nur nebenbei, in jedem Tierhaltungsbetrieb wird auch an Weihnachten gearbeitet! Für Ackerbauern natürlich unvorstellbar …

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    • Bauer Willi sagt

      @alles schlecht
      Ich kann nicht erkennen, warum das Verpacken von Kartoffeln auch Sonntags passieren muss. Meines Wissens sind Kartoffeln nicht leicht verderblich.

      Dass Tierhalter an 365 Tagen im Jahr arbeiten ist mir bekannt.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Kann schon mal vorkommen, dass der EDEKA Marktleiter am Samstag anruft und für Montagmorgen kleine und große Sackware ordert, die dann am Wochenende abgepackt werden müssen…..passiert sogar in kleinen Betrieben des Öfteren.

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      • Logistik. Es kann sogar ohne plötzliche „on the spot“ Abrufe sein, dass Samstag noch abholt wird und Montag früh schon wieder. Zudem sind die workforce und das Auslieferungslager nicht unbegrenzt groß, so dass ein kontinuierlicher flow betrieblich vorteilhaft ist.

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      • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

        Ein Bekannter hat einen Öko-Gemüsebetrieb. Er muss fast ständig Sonntags arbeiten um Montags liefern zu können. Und Feldarbeit wird dort in der Saison bei entsprechendem Wetter fast jeden Sonntag gemacht. Saison ist übrigens fast das ganze Jahr …

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      • Schmeckt gut sagt

        Willi, das ist ganz normal und den meisten nicht bewußt. Hauptanlieferungstage sind Mittwoch/Donnerstag (für das Wochenende mit Mengen, die auf das „Knallerangebo“ zum Wochenende abgestimmt sind – oder auch nicht) und Samstag/Sonntag für den Wochenanfang. Kartoffeln werden sicherlich so geordert, dass genügend zum Kommisionieren da sind, aber auch nicht zu viel. In der Hauptangebotswoche können es dann eventuell auch ganze oder sogar mehrer LKW pro Zentrallager sein. Der Freitag wird so zum „Sonntag“. Kennen seit 20 Jahren wir nicht anders.

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        • Bauer Willi sagt

          @Schmeckt gut
          Danke, habe ich wirklich nicht gewusst und auch nicht drüber nachgedacht. Asche auf mein Haupt. 🙂

      • Christian Bothe sagt

        B.W.Sonntags verpacken ist sicher nicht die Regel! Mein ehemaliger Geschäftspartner hat einen großen Abpackbetrieb in der Region (Solanum). Richtet sich also immer am Bedarf des LEH,es kommt auch Ware aus Europa, die umgehend verpackt werden muss und an den LEH ausgeliefert wird!

    • Ja sowas, es gibt sogar Branchen außerhalb der LW, wo Feiertagsarbeit völlig normal ist.
      Solche Leidenswettbewerbe sind sinnfreie.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Stelle mir gerade vor, dass z.B. mein Bruder dem Marktleiter entgegenhält, dass er Montag nicht liefern könne, es sei ja schließlich Wochenende. 😄
        Oder noch besser: Der Preis steigt dann für die Lieferung, weil Wochenendzuschlag.

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