Bauer Willi
Kommentare 32

Jung und weiblich

Ein Interview mit Kathrin Muus, Vorsitzende des Bund der deutschen Landjugend.

https://www.agrarzeitung.de/nachrichten/politik/vorsitzende-vom-bund-der-deutschen-landjugend-bdl-kathrin-muus-im-interview-jung-und-weiblich-bringt-energie-rein-98044?utm_source=%2Fmeta%2Fnewsletter%2Fnewsletter&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl4726-abonnent&utm_term=f737146ce78cd0cf3286b76ac2692608

Zitat:

“Ich war neben Myriam Rapior von der BUNDjugend eine von zwei Vertreterinnen von Jugendorganisationen. Myriam spricht für junge Umweltaktivisten und ich für Junglandwirte. Das sind diejenigen, die die Auswirkungen von den politischen Weichenstellungen zu tragen haben, die jetzt vorgenommen werden. Deswegen war es gut und richtig, dass wir in der Zukunftskommission mitgearbeitet haben und Einfluss nehmen konnten.”

Mich würde interessieren, wie sie heute die Vorschläge der Zukunftskommission (ZKL) im Koalitionsvertrag verwirklicht sieht.

 

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32 Kommentare

  1. Andreas sagt

    Offensichtlich haben die alten weißen Männer und die gefärbten schwarzen oder blonden Frauen in den letzten 16 Jahren eine sehr gute Agrarpolitik gemacht.
    Deshalb ist es auch logisch, dass hier niemand versteht, dass sich ein paar junge Gören Gedanken machen, wie Agrarplitik auch anders gehen könnte.
    Wenn jetzt nochmal soviele Bauern und Bäuerinnen in Deutschland ihre Höfe aufgeben, wie in den letzten 16 Jahren, dann gibt es den größten und reichsten Landwirt nicht in China, USA oder in Australien, sondern bei uns in Deutschland.
    Also weiter so mit voller Kraft voraus.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ja genau Andreas und der dann verbliebene Bauer heißt NABU oder BUND, wetten! 😁
      Also weiter so, mit voller öko-Kraft voraus!

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    • Arnold Krämer sagt

      Andreas, Ihre Polemik ist angesichts der Qualität der weiter unten stehenden Kommentare hier völlig deplatziert. Aber vielleicht können sie es mangels Erfahrung und Wissen auch nicht besser!

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      • Andreas sagt

        Ich kann mich noch sehr gut errinnern, wie ich vor Ministerin Künast eine Bullenprämie bekommen habe und dafür die Bullen in einem Jahr links und dann wieder rechts im Ohr ein Loch stanzen musste.
        Ihr Aufgabe war damals sicher, dass auf den Bauernhöfen zu kontrollieren.
        Das zu meiner Erfahrung und zu meinem Wissen.

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        • Andreas sagt

          Nein keine weißen Haare !
          Ich habe da offenbar die Gene meiner Mutter geerbt.
          Die hatte mit 85 noch volles schwarzes Haar.
          Ich finde es jedenfalls toll, dass sich zwei junge Damen so umfassende
          Gedanken zur Zukunft der Landwirtschaft machen
          und ihre Ideen zur Diskussion stellen.
          Nur mit Erfahrungswissen kommen wir nicht weiter.
          Herr Krämer hat als Landwirtschaftsdirektor sicher andere
          Erfahrungen gemacht als ich als Bauer, auch wenn wir ziemlich gleich alt sind

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    • Bauer Willi sagt

      @Andreas
      Ich finde es gut, dass sich die beiden jungen Damen sich Gedanken gemacht haben. Beide sagen, dass es Visionen sind. Auch die sollte man haben.
      Was ich bedenklich finde: diese Visionen zu realisieren. Das kann nicht in dem hier skizierten Zeitraum gelingen.

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  2. Dorfmensch sagt

    Ich will die Arbeit der ZKL nicht bewerten. Für mich ergibt sich aber die Frage nach der Gleichbehandlung der Landwirte / des ländlichen Raums und der Nichtlandwirte / des urbanen Raums. Mir ist klar, dass Agrarpolitik von Nichtlandwirten für Nichtlandwirte gemacht wird. Wir fragen ja nicht einmal mehr, warum bei landwirtschaftlichen Themen alle anderen mitreden dürfen. Landwirte sollten aber auch die städtische Politik mit bestimmen dürfen und gleiche Anforderungen an urbane Räume stellen. Nehmen wir das Thema Nitrat oder Phosphat mit Blick auf die Düngeverordnung. Das Grundwasser unter Städten ist zumeist nicht als Trinkwasser geeignet. Dafür gibt es sogar Messstellen (rote) und genügend undichte Abwasserleitungen Gibt es Maßnahmen zur Verbesserung der Situation: NEIN. Die Städte leiten alles mögliche in die Vorfluter, auch Phosphat in Größenordnungen. Für P-Maßnahmen in der DüV wurde nur modelliert und kaum gemessen und kurzerhand der Landwirtschaft die Hauptschuld für die Phosphate zugewiesen. Wenn mal nachgemessen wird (z. B. in Hessen) zeigt sich, dass der Hauptanteil aus den Kommunen kommt. Gibt es Maßnahmen zur Verbesserung der Situation: NEIN.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Dorfmensch, diese Gesellschaft wird ganz schnell an die sich selbst gesetzten Grenzen kommen. Z.B. die Zielvorgabe jedes Jahr 400.000 neue Wohnungen schaffen zu wollen, gleichzeitig weniger Fläche versiegeln, parallel die Ressourcen und die Energieverbräuche zu reduzieren, und im gleichen Atemzug die Bürokratie abzubauen und die Bürger mehr einzubinden…..das geht schlicht nicht.
      Es gibt so viele Baustellen, die einfach nicht kompatibel sind. Das merken die Politiker aber immer erst dann, wenn der Karren so tief im Dreck sitzt, dass er nicht mehr rauskommt.

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    • “Mir ist klar, dass Agrarpolitik von Nichtlandwirten für Nichtlandwirte gemacht wird. ”

      “wenn die Städter erstmal kapiert haben, dass die Bauern ganz schön viel mit der Ökologie zu haben und mit dieser umzugehen wissen.

      Dann wird der Respekt vor den Bauern schon steigen!

      Kennen sich denn diese Nichtlandwirte denn damit besser aus?

  3. Arnold Krämer sagt

    Zitat: “Myriam spricht für junge Umweltaktivisten und ich für Junglandwirte. Das sind diejenigen, die die Auswirkungen von den politischen Weichenstellungen zu tragen haben, die jetzt vorgenommen werden.”

    Wieder ein besonders gutes Beispiel für den “Betroffenheitskult”, der in unserer Gesellschaft “gepflegt” wird. Beide sprechen für kleine oder sogar sehr kleine Gruppen in unserer Gesellschaft, die einen immerhin real wertschöpfend, die anderen ….. na ja. Sie reden und urteilen dann über Dinge, die sie nicht beurteilen können, weil Ihnen schlicht die Erfahrung, die Fähigkeit, die Fülle an Informationen angemessen zu werten, fehlt. Ihr “Wissen” ist angelernt, stammt aus ihrem Umfeld und den Stationen ihrer bisherigen Sozialisation. Ihre Schlussfolgerungen sind entsprechend zumindest fragwürdig, wenn nicht mehr.

    Bei Frau Muss ist für das Thema Landwirtschaft vermutlich weniger ihr Aufwachsen auf einem Bauernhof als vielmehr ihre Studienzeit in Bonn und ihre aktuelle Arbeit am Thünen-Institut (Ziel Promotion) in Braunschweig prägend (gewesen). Interessant, dass ihre Institutsleiterin Frau Prof. Dr. Nieberg, zu der ja ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis besteht, ebenfalls Mitglied der ZKL war. Insofern konnte Frau Muss kaum wirklich eigenständige oder vom aktuellen wissenschaftlichen Mainstream abweichende Positionen vertreten. Frau Nieberg ist u.a. auch DAFA-Mitglied. Diese Organisation hat sich in den letzten 2 Jahren intensiv mit dem Thema Landwirtschaft 2050 gemacht. Das wurde vor einigen Wochen auch hier auf dem Blog thematisiert.

    Weil es in diesem Zusammenhang wirklich wichtig ist, verlinke ich hier noch einmal den bereits gestern hier verlinkten Artikel und knüpfe bei dem an, was Mark weiter unten schon kritisiert hat:
    https://www.achgut.com/artikel/erfahrungswissen_der_menschen_kann_weg

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    • Reinhard Seevers sagt

      Sehe ich ähnlich wie Herr Krämer.
      Witzig ist auch ihre wissenschaftliche Arbeit über die Hofnachfolge und Quereinsteiger aus Branchenfernen Bereichen in die Landwirtschaft. Das Ergebnis ist dann höchstwahrscheinlich wieder die Erkenntnis, dass Oma die Älteste ist.
      Wieso muss man eine wissenschaftliche Arbeit über etwas machen, was statistisch abrufbar ist und offensichtlich seit Jahren bekannt ist? Glaubt sie der Realität nicht? Oder will sie einfach eine Utopie aufbauen, damit die Jugend nicht vollends die Höfe verlässt? Sie ist Betriebswirtschaftlerin, da muss sie doch nur die Fakten der finanziellen Situation anschauen. Oder braucht sie schlicht ein Promotionsthema?😎

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    • “Weil es in diesem Zusammenhang wirklich wichtig ist, verlinke ich hier noch einmal den bereits gestern hier verlinkten Artikel und knüpfe bei dem an, was Mark weiter unten schon kritisiert hat”

      Als ebenfalls weiblich, nicht mehr jung, finde ich diesen Rückschluss fast unfair.
      Wieviele Leute umfasste die ZKL? Nach meiner Erinnerung waren es 30 (+?) aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Und das ist vom Grundsatz her genau der richtige Weg.
      Ob diejenigen, die sich dort “getroffen” haben, tatsächlich die “richtigen” Experten waren, möchte ich mal in Frage stellen. Aber den beiden jungen Frauen kann man das nicht anlasten. Dann könnte ich auch sagen, dass es den “alten weißen Männern” bisher nicht gelungen ist, im Umgang mit den einschlägigen NGO mal Rote Linien zu formulieren. Etwas grob formuliert, muss der Einfluss der einschlägigen NGO an der Ackergrenze enden. Ich habe es selbst erlebt, dass aus der vermuteten Subventionierung ein Anspruch auf Mitsprache abgeleitet worden ist. Was bitte hat ein NGO-Vertreter auf meiner Pferdekoppel zu suchen?
      Das war keine Glanzleistung , was da bisher abgeliefert worden ist. Etwa das Thema PSM wurde nie offen und ehrlich der Bevölkerung erklärt. Jetzt “erklären” es eben andere…

      Das rechtfertigt jedenfalls allemal mal einen anderen Versuch des Dialogs. Aus meiner Sicht können Frauen vielleicht sogar besser klar machen, dass auf vielen Höfen pure Angst mittlerweile zu Hause ist. Und das hat nichts damit zu tun, dass jetzt die “Betroffenheits-Melodie ” gedudelt wird.
      Man braucht einen sehr guten Moderator, um all diese verschieden Aspekte wirklich gut verknüpfen zu können. Aus meiner Sicht fehlt es daran. Und dann machen es die Bauern mit ihrer zumindest nach außen so wirkenden Zerstrittenheit einfach dem “Gegner” leicht, immer wieder Treffer zu setzen. Und wenn dann auch noch die eigenen Reihen einen Haken hinter angebliche externe Kosten in Milliardenhöhe setzen, ist natürlich irgendwo game over.

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      • Arnold Krämer sagt

        männlich oder weiblich interessiert mich hier überhaupt nicht. In dem verlinkten Artikel geht es um Erfahrung, Wissen und heutigen Wissenschaftsbetrieb. Und Frau Muss ist Teil des Wissenschaftsbetriebs und eher keine authentische Vertreterin der Landwirtschaftsjugend. Aber das Thema ZKL ist als ein Projekt der alten Regierung sowieso durch.

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      • @ Lady
        Du hast absolut recht mit der Feststellung, dass es bei den “alten weisen Männern” gewaltige Defizite gibt, die erwähnten Beispiele mit den roten Linien für NGO´s und PSM passen zu 100%.
        Allerdings drängt sich schon der Eindruck auf, dass jung und weiblich derzeit hipp ist und als Qualitfikation für vieles bereits ausreichend scheint, dies ist insbesonders bei fff oder NGO´s zu beobachten, aber auch in der Poltik geht´s massiv in diese Richtung. Als Vater einer Tochter erlaube ich mir zu sagen, dass jung und männlich es derzeit verdammt schwer hat.

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        • “Allerdings drängt sich schon der Eindruck auf, dass jung und weiblich derzeit hipp ist und als Qualitfikation für vieles bereits ausreichend scheint, 2

          Ja sicher ist jung , weiblich (und attraktiv) eine recht belastbare Qualifikation 😃
          Mark, natürlich weiß ich ,was du meinst. Wir liegen da auch gar nicht auseinander. Das Gehabe der weisen Männer – dank guter Dramaturgie im heutigen neuen Beitrag noch mal für alle zum Genießen – durch die Naivität der jungen Frauen zu ersetzen bringt gar nichts. Beides zusammen ergänzt sich leider auch noch nicht zu einer wirklich schlüssigen Vision. Und die fehlt mir , die ZKL hat da eigentlich gar nichts geliefert. Und ohne langfristige Strategie/Ziel kann man auch keine sinnvollen Maßnahmen in der kurzen Frist diskutieren/vorschlagen. Und so was ist dann eine Art Elfmeter ohne Torwart für die Gegenseite. Fürchte ich jedenfalls.

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  4. Karl Timme sagt

    Ein Podcast von Kathrin Muus:

    https://main.podigee-cdn.net/media/podcast_33690_hofgesprache_der_bauerinnen_pdcst_episode_451479_ehrenamt_und_zukunftsmusik.mp3?v=1621415232&source=webplayer-download

    Der Bund der deutschen Landjugend hat wie die Grünen eine Doppelspitze.
    Der männliche Part Jan Hägerling ist im November 2020 gewählt worden.
    Es wäre mit ihm schwieriger gewesen, eine Zusammenarbeit wie zwischen den beiden jungen Frauen (BUNDjugend), die sich offensichtlich (Vorstellung des Ergebnisses ZKL) auch persönlich gut verstanden haben.
    Auch der Landwirtschaftliche Hintergrund war hier gegeben.
    Ich kenne Herrn Hägerling (aus meinem Nachbarort) persönlich, er wäre sicherlich ein guter Verhandler gewesen, ich bezweifele aber ob er die Barrieren zwischen BdL und BUNDjugend überwunden hätte.

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  5. Schon irgendwie merkwürdig. Da glaubt man doch tatsächlich, die Zukunft (der Landwirtschaft) in einer Kommission festlegen zu können. Und dann gibt es da 2 weibliche Gören, die sich aufführen, als kämen sie aus der Zukunft in die Gegenwart, um der Gegenwart quasi die Daseinsberechtigung abzusprechen. Sie proklamieren in der Gegenwart die ausschliessliche Priorisierung aller Entscheidungen und Handlungen im Hinblick auf die Zukunft. Sie stellen einfach die Realität auf den Kopf, in dem sie so tun als kämen sie aus der Zukunft, und die alten weissen Männer fallen darauf rein. Dabei sind sie nichts anderes als wir alle, nämlich das Ergebnis von Zufällen aus der Vergangenheit.

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    • Arnold Krämer sagt

      Wissenschaftler, Politiker und “Aktivisten” entwicklen schon Vorstellungen davon, wie die deutsche Landwirtschaft in 30 Jahren aussehen soll. Sie wissen allerdings nicht, welche Rahmenbedingungen sie schaffen müssen, um diese Vorstellungen und Ziele in einer (noch) freien, marktwirtschaftlichen Ordnung zu erreichen, welcher Dirigismus an welcher Stelle dazu notwendig ist, oder sie schweigen sich bewusst darüber aus.

      Sie kennen die Menschen auf den Höfen zuwenig, sie kennen die übrigen Wirtschaftsakteure im Agrarsektor zu wenig und vor allem haben sie nicht den Mut, die offenen Grenzen innerhalb der EU und vielfach auch zu vielen Drittstaaten infrage zu stellen. Sie werden es, wenn es drauf ankommt, sich nicht mit der Masse der Bürger “verderben”, die es gewohnt ist, ihre Ernährung gut (nicht immer) und günstig zu gestalten und zu finanzieren.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Herr Krämer, die Visionen sind weiblich konnotiert und sie sind paternalistisch motiviert. Diese Woche hat Frau Otte-Kinast die https://www.ernaehrungsstrategie-niedersachsen.de/ eröffnet. Niedersachsen und die Welt werden ein besserer Ort, es ruft der große Fördertopf für alle, die die Menschen retten wollen.
        27 Organisationen haben 85 Konzeptpunkte erarbeitet, ein Pendant zur ZKL!
        Faszinierend, wie sie alle zusammenarbeiten, um uns umzuerziehen.

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        • Thomas Apfel sagt

          Was die “Schwestern” und “Brüder” des Ordens der Volkserziehung bei der Darstellung ihrer Visionen gelernt haben, ist das Vermeiden des Reizwortes BIO. Bei uns geht es jedenfalls bei der Erarbeitung von “Ernährungsstrategien” (Ernährungsrat und Öko-Aktionsplan) immer um mehr oder ausschließlich Bio in z.B. der Gemeinschaftsverpflegung. Bildung heißt dann: “Das Profil der Öko-Landwirtschaft und ihrer Erzeugnisse schärfen “. “Regional” ist ein Nebenschauplatz, da das im Bereich Nicht-Öko am LEH scheitert (Austauschbarkeit der Produkte und Forderung nach Losgrößen, die regional nicht kontinuierlich geliefert werden können).

          Momentan haben die alle Kreide gefressen, das kann Frau Ophelia Nick wohl am besten von Allen. Wir werden uns mit den Damen der “Agrarwende” erstmal arrangieren müssen. Meine Hoffnung auf sinnvolle nachvollziehbare Politik hält sich da in Grenzen.

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  6. Reinhard Seevers sagt

    “Mich würde interessieren, wie sie heute die Vorschläge der Zukunftskommission (ZKL) im Koalitionsvertrag verwirklicht sieht.”

    Ruf sie doch einfach an.🤔
    Oder über fazzebuck, oder zwitscher …..?

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      • Reinhard Seevers sagt

        Also in der Kommunikation ist sie sehr gut, find ich
        Interessant ist, dass sie für die Landwirtschaft ein Zukunftsszenario hat, für sich selber aber nicht, weil ja alles sich schnell ändern kann.😃
        Verstörend finde ich die Definition der Erwachsenen versus Landjugend. Eine 23jährige Agrarwissenschaftlerin ist noch nicht erwachsen? Demnächst kommt das Wahlrecht ab 16 Jahren, dann wird die Spanne zwischen Jugend und Erwachsensein noch größer?

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        • Arnold Krämer sagt

          Dirk Andresen, ehemals Sprecher von LSV und Mitglied der ZKL war kürzlich zum Vortrag im Emsland. Er hat Myriam Rapior “über den grünen Klee” gelobt angesichts ihrer rhetorischen und argumentativen Fähigkeiten.

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          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Wenn sich die Ampel nicht an dem kaum mehr finanzierbaren “Zukunftspaket” der ZKL stringent orientiert, das von den Zeichen der Zeit längst brutal überrollt wurde, kann diese Koalition bei mir zunächst nur Pluspunkte sammeln.

            Eine solche überdrehte Albtraum-Agrarpolitik dürfen wir uns selbst hier im dekadent reichen Deutschland im eigentlichen nicht mehr leisten.

            Ich finde hier ein Zitat unseres überaus redegewandten Altkanzlers Helmut Schmidt, der infolge seines scharfzüngigen Geistes als “Schmidt-Schnauze” allseits bekannt war, sehr treffend: “Wer (solche!) Visionen hat, sollte zum Arzt.”

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            • Bauer Willi sagt

              Die “Ampel” hat sehr schnell kapiert, dass die Vorschläge der ZKL unbezahlbar sind. Und ich glaube, die Mitglieder der ZKL wissen das auch, aber dennoch stellen sie weiter die Forderung auf, man möge ihren Vorschlägen folgen. Und das finde ich sogar klug, weil dann die Politik ständig hinterherläuft. Wir können dann sagen “das reicht uns noch nicht”…

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        • Karl Timme sagt

          Ja Reinhard, das sehe ich auch so. Die Mehrheit der Jugendlichen ist bis zu diesem Zeitpunkt fremdgeprägt, sie konnten ja auch noch keine eigenen Ehrfahrungen sammeln.
          Es sind dieses die Anschaungen und Erfahrungen aus Elternhaus und Erziehungsanstalten (Krippe, Kindergarten, Schule).
          Erst im späteren Leben lassen diese Prägungen mit den eigenen Erfahrungen zu eigenständigen Ansichten kommen. Nennt sich Erwachsen werden. Auch ein Grund weshalb das Erwachsenenstrafrecht auch erst mehrere Jahre nach der Volljährigkeit (je nach Entwicklungsstand des Jugendlichen) greift.
          Aber die Parteien versprechen sich von dieser Politischen Entscheidung Vorteile.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Das ist ein Kernproblem unserer Gesellschaft, dass sich verstärkt glaube ich. Man biedert sich politisch der Jugend an und lässt sie die “Zukunft” definieren, um die Hebel so umzulegen, dass diese Jugend später keine Möglichkeit mehr hat, sich von ihrer ursprünglichen Weltsicht zu trennen. Sie hat sie ja selbst so gewollt.
            Oder aber die Politik merkt gar nicht, was sie gerade tut.
            Wenn jemand das Recht hat Gesellschaft mitzubestimmen, dann muss er auch die Pflicht haben, sich wie ein Erwachsener den Bedingungen zu unterwerfen und kann sich nicht mit “Unreife” herausreden. Das würde für mich nämlich bedeuten, dass er vor der Wahl ein Reifezeugnis ablegen müsste.
            Es ist in weiten Kreisen immer opportun sich Rechte zu erkämpfen, Pflichten aber kleinzureden oder gar zu negieren.

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