Bauer Willi
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Julia Klöckner zum „Fleischgipfel“

Wer heute, am Samstag abend etwas Ruhe und Zeit hat, hier ein Interview als Podcast aus Gabor Steingarts Morning-Briefing. Auf die teils etwas frechen Fragen antwortet Frau Klöckner sachlich und überlegt. Ich finde das Interview gelungen und hörenswert. Was nicht heißt, dass ich Ihr in allen Punkten zustimme. Wo ich ihr zustimme: es gibt Zielkonflikte und müssen uns entscheiden, was wir lieber wollen. Und dann eben auf das andere verzichten.

https://dasmorningbriefing.podigee.io/566-neue-episode

Technischer Hinweis: das eigentliche Interview kommt erst nach rund 3 Minuten. Mit dem Regler bis dahin schieben.

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11 Kommentare

  1. Franz Müller sagt

    Ganz schwaches Interview von Julia Klöckner. Es kommt deutlich zum Ausdruck, dass sie bei dem Thema überfordert ist.
    Sie hat nicht ansatzweise einen Plan, geschweige denn Lösungsmöglichkeiten – die ewige Leier der gesamthaften Veränderung. Wenn Politik was verändern kann, dann nur Scheibchenweise und in Micky-Maus Schritten.
    Wie widersprüchlich Julia Klöckner sich äußert, wird auch damit sichtbar: Sie fordert Respekt für Tiere – spricht sich für eine gesamthafte Verwertung aus – sagt aber selber, dass sie keine Innereien und Wurstsorten mit Blutinhalt isst. Als ab nach China mit dem Glump, oder halt verbrennen.
    Es wird sich nichts ändern in der Branche. Man kann nur seinen Nachfolgern raten, sich nicht in Abhängigkeiten von Banken und Behörden zu stürzen. Landwirtschaft ist der schönste Beruf, leider mit den schlechtesten Aussichten…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Das war ja im Verhältnis zu anderen Diskussionen ein wenig moderater…..dennoch fragt man sich ja, wie man bei dem Titel: „Corona hotspot Fleischindustrie- wie schaffen wir den Systemwechsel“ die Tierhaltung und die Landwirtschaft im Focus haben muss und wollte.
      Die Journalisten haben am Ende wenigstens erarbeitet, dass die Komplexität so groß ist, dass man sie eben nicht abschließend erörtern kann und, ganz neu und wichtig: Ohne die Bauern mitzunehmen wird es nicht gehen! Hört , hört!

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  2. Oberländer sagt

    28.06.2020 07.45
    Lieber Willi ,
    es mag wohl sein das die Frau Ministerin überlegt geantwortet
    hat, aber im Prinzip ist es nicht mehr wert als das dümmliche Gesülze der Künst vor knapp 20 Jahren.
    Sie hat es noch nicht bemerkt das die höheren Ziele der “ sozialen
    Marktwirtschaft “ wie sie von Adenauer bis Schmidt gegolten haben
    seit Kohl , der EU-Wucherung und der ganzen Globalisierung in die Tonne getreten wurden.

    Sie will Mercosur
    Sie will regional
    Sie will Marktabschottung ( ohne das ist ihr gutmenschischer
    Plan eine Meisterleistung des Schwachsinns )
    Sie will offene Märkte ( zumindest Merkel und Daimler )

    Glaubt sie an die Quadratur der Kreises ??

    Was soll´s es ist Sonntag Morgen , jetzt noch Folie auf das Grassilo
    und dann ist es gut.

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    • Bauer Willi sagt

      Jou, Du machst die Folie auf´s Silo und bist fertig. Und die arme Julia soll es richten. 🙂
      Die Bauern machen es sich aber auch immer einfach…

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      • Oberländer sagt

        Die arme Julia kann das nicht richten, da sind so viele dicke
        Bretter zu bohren , da hat sie nicht die Werkzeuge für.
        Und das sollte sie wissen.

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  3. Reinhard Seevers sagt

    Für mich hat das Interview lediglich die Komplexität aufgezeigt und deutlich gemacht, dass die Zielkonflikte niemals ausgeräumt werden in dieser Gesellschaft, es sind einfach zu viele.
    Was Fleischqualität mit Tönnies und dem Schlachten zu tun hat, erschließt sich mir so gar nicht.
    Die Kausalität wäre ja, dass alles Fleisch von Millionen von Schweinen und Rindern, die zu Tönnies gelangen, von minderer Qualität wären.
    Irgendwie hat noch immer keiner gecheckt, wie alles zusammenhängt. Und wenn jetzt Aldi den Mehrwertsteuersatz freiwillig auf 4% verringert, dann wird das Fleisch nochmal günstiger…..

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  4. Ein Privatier sagt

    Freitag, 26.06.1920

    Ab ca. 04:58
    „Na, wir werden jetzt erstmal nicht nur die Fleischindustrie treffen. Wir werden die GESAMTE Kette treffen. Vom Stall bis zur Theke und einen Teil davon, das ist die Schlachtindustrie.“

    Da will jemand mit dem eisernen Besen fegen. Und zwar soll überall gefegt werden, bei jedem!
    Was auch immer bei Tönnies tatsächlich schiefgelaufen ist oder nicht, wird jetzt als Anlass benutzt, die „gesamte“ Fleischindustrie „vom Stall bis zur Theke“ zu treffen. Dass die Ministerin gegen Ende des Interviews stolpernd ihre kindlichen Traumata (Bluteimer) in die Waagschale warf, hat mich nicht überrascht, da Argumente, die den Generalangriff auf die “ GESAMTE Kette“ der Fleischindustrie „vom Stall bis zur Theke“ rechtfertigen, sowieso nicht aufgezählt wurden.

    Ich vermute hinter der ganzen Sache nichts anderes als die Umsetzung Grüner Forderungen zur Rettung des Welt.
    In den 70ern wurde in den Kreisen derjenigen, die dann die Grünen wurden, das Narrativ zur Wahrheit, dass aus Gründen des Umwelt- und Tierschutzes weltweit eine vegetarische Ernährung durchzusetzen sei. Seit etwa 25 Jahren wurde die Debatte durch das hinzugekommene Märchen von der anthropogenen Klimaerwärmung, die in wenigen Jahrzehnten zum Weltuntergang führe, erweitert.

    Wie haben wir es damals nur geschafft, die dräuenden Apokalypsen des weltweiten Kältetodes und des Waldsterbens zu überleben …?

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    • bauerhans sagt

      im STERN Nr.37 steht ein bericht über Tönnies im reisserischen stil der „BILD“,
      geschrieben wurde aber auch,dass das fleisch von Tönnies von höchster qualität wäre.

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      • Ein Privatier sagt

        Immerhin! Da scheint der STERN ja seit den Zeiten Kujaus an Niveau zugelegt zu haben!

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