Bauer Willi
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Gewinnmaximierung für den LEH – dank Corona

Eine Reportage des ARD-Magazin „Markt“ zur Preisentwicklung bei Lebensmitteln. Der Gewinner ist der Lebensmitteleinzelhandel (LEH), der zum Teil trotz gesunkener Einkaufspreise die Verkaufspreise erhöht haben. Ergebnis: noch mehr Marge.

https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTMwOWQ1YmE4LWMzY2UtNGVhZC1hM2VhLWFkNGU2NDFiYTdjOQ/preisexplosion-im-supermarkt-dank-corona?fbclid=IwAR3lqwCiGxDGDHTJuPeNZTjbni2qRyA5tqWfuHaZ5VGcYQC1acHRigXvGPI

 

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27 Kommentare

  1. MAK sagt

    ich kann mir vieles vorstellen bei Trittin und Co. und auch dass er gelogen hat

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    • Ein Privatier sagt

      @MAK
      Was treibt die Politiker an, solche Versprechungen zu machen?
      Verachten Sie die Bürger? Oder ist es so, dass sie gemerkt haben, dass sie es mit den Bürgern bunt treiben können?

      17.03.2020
      https://www.welt.de/wirtschaft/article206606221/Coronavirus-Die-unrealistische-Jobgarantie-der-Regierung.html

      „Wirtschaftsminister Altmaier gibt eine Jobgarantie. Doch die Folgen der Corona-Abwehrmaßnahmen sind verheerender, als die Finanzkrise es war. (…)“

      „Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sendet eine Botschaft, die Millionen Bundesbürger nur zu gerne hören wollen: Kein einziger Arbeitsplatz werde verloren gehen, sagte der CDU-Mann in einer ARD-Talkshow, wenige Stunden nachdem die Kanzlerin die weitreichendsten Maßnahmen angekündigt hatte, die es in der Bundesrepublik je gab. (…)“

      „Altmaier verabreicht eine Beruhigungspille, die sich rasch als Placebo erweisen wird. (…)“

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Eine Beruhigungspille ist in der Lage wesentlich besser, als wie Panik zu verbreiten.

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        • Ein Privatier sagt

          Wie wäre es mit dieser Option?

          Die verwendeten Zahlen mitsamt ihrer Quellen auf den Tisch legen und mit offenen Karten spielen und dem Bürger, der allzu oft nicht als mündig betrachet wird, verschiedene durchgespielte Szenarien präsentieren, so dass Meinungsfindung und Partizipation erleichtert bzw. ermöglicht wird.

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      • Arnold Krämer sagt

        Eine ganz wesentliche Voraussetzung für Vertrauen ist folgende Anforderung: „Meinen, was man sagt und auch so handeln!“ Das Vertrauen in die Politiker in Deutschland ist deshalb so gering, weil man immer wieder (durch den Holzschuh) spürt, dass sie gegen diesenGrundsatz verstoßen. Dabei muss man ja nicht alles sagen, was man meint. aber welcher Politiker kann schon an einem hingehaltenen Mikrofon vorbeigehen. Politik ist ein Spektakel, mit dem viele ihr Geld verdienen. Ich kann mich noch daran erinnern das vor 50 bis 60 Jahren dreimal am Tag Nachrichten gesendet wurden. Heute wird alle 30 Minuten von vielen Sendern irgendwelcher „Mist„ abgesondert.

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    • bauerhans sagt

      „…dass er gelogen hat“

      er hatte sich den umständen entsprechend geäussert.

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  2. Ferkelhebamme sagt

    Aldi forderte schon im Mai eine Senkung der Fleisch-/Wursteinkaufspreise rückwirkend (!) zum 01.05., niemand hat es gekümmert. Wir Bauern haben mit einem Preisverfall von 20% zu kämpfen, werden aber mit teuren Tierwohl-Forderungen überzogen, niemand hat es gekümmert.
    Erst Kita-Schließungen und Reisebeschränkungen braucht es, dass „das System“ angeprangert wird.
    Danke Corona!

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  3. Christian Bothe sagt

    Und was ist daran falsch vom Standpunkt des LEH aus? Das ist purer Kapitalismus in einer freien Marktwirtschaft, leider zu Ungunsten der Bauern! Daran wird sich kaum etwas ändern außer man greift als Staat marktregulierend ein, was unsere grünen Weltverbesserer(Ökodiktatur)ja wollen??

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    • Stadtmensch sagt

      „Das ist purer Kapitalismus in einer freien Marktwirtschaft…Und was ist daran falsch?“

      Nichts! Wir machen einfach weiter mit unseren Bullshitjobs und ihr sollt auch nicht glücklich werden! Glück ist nichts als eine Freudsche Fehlleistung (hier fehlt der Wikipedia-Link absichtlich)

      „In Kapitalist USA they despise other poeples, especially the black man, and theire movies are always about being richer than your neighbours, kissing showgirls and killing foreigners. While here in the motherland, we have Comradeship, Justice-For-All, Freedom-In-One-Country. So I know which is the place for money to prosper, and which is the better place for poeple“, „The one that begins with ‚S‘ and ends with ‚ism‘.“

      Zusammenhanglos aus: Zoo, Jon Banville

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      • Ein Privatier sagt

        Warum ziehen Sie nicht einfach in eines der sozialistischen Paradiese, um endlich glücklich zu werden?

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        • Inga sagt

          Ja, das frage ich mich auch,
          aber
          wir haben doch die soziale Marktwirtschaft mit den besten Sozialgesetzen.

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          • Ein Privatier sagt

            Diese hervorragende Kombination aus sozialer Marktwirtschaft und Sozialgesetzen wird seit Jahren von den etablieretn Parteien ausgehöhlt und somit zerstört.

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  4. Jochen Böhrer sagt

    Was lernen wir daraus? So wenig, wie steigende Verbraucherpreise zwangsläufig zu höheren Erzeugerpreisen führen, führen auch die immer wieder lautstark angeprangerten Sonderangebote nicht zwangsläufig zu fallenden Erzeugerpreisen. In meinem Laden gibt es Milch um 79 cent und um 1,19€. Die meisten Käufer der teuren Milch tun das, weil sie der Ansicht sind, das käme den Bauern zu Gute. Wenn man sich die Milchpreisvergleiche anschaut, so zahlt diese Molkerei gerade mal 3 cent mehr und verlangt den Bauern dafür aber auch einen Glyphosatverzicht ab. Die restlichen 37 cen Unterschied werden auf dem Weg ins Regal abgeschöpft.
    Nächstes Beispiel ist Frankreich. Immer wieder wird hervorgehoben, wie hoch dort die Wertschätzung der Lebensmittel ist. Wesentlich höhere Preise im Laden.Und was bringts den Bauern? Gar nichts! Die am Weltmarkt notierten Produkte werden überall ähnlich bezahlt. Für Milch bekommen sie auch nicht mehr und für Schweine sogar weniger als wir.
    Mein Fazit: Wir sollten uns als Landwirte nicht so sehr an der Preisgestaltung des LEH abarbeiten. Diese ist nicht unser größtes Problem. Unser Problem sind die immer schärferen Verordnungen, Wettbewerb mit Ländern mit niedrigeren Standards und Produktionskosten und die Verunglimpfungen, Verleumdungen und Lügen gegenüber unserer Branche.
    Was natürlich jetzt nicht davon abhalten soll, dem LEH ab und zu einen Warnschuß vor den Bug zu setzen, wenn sein Marketing unterirdisch und niveaulos wird. So wie bei der unsagbaren Edeka-Werbung mit Otto..

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    • MAK sagt

      richtig beschrieben, so ist es. Politiker verstehen sowieso nicht, was sie in der Wirtschaft „anrichten“.

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      • Ein Privatier sagt

        „Politiker verstehen sowieso nicht, was sie in der Wirtschaft „anrichten“.“

        Gehen Sie doch mal wenigstens versuchsweise davon aus, dass Politiker ganz genau wissen, was sie da „anrichten“, dass sie das, was sie tun, vorsätzlich tun.

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        • MAK sagt

          was sie tun, machen sie vorsätzlich, das ist richtig. was dabei heraus kommt, übersehen aber die wenigsten. Beispiel gefällig: die Kugel Eis, die uns die Energiewende kostet.

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          • Ein Privatier sagt

            Nun, Trittihn hatte eben einen anderen Eiskugelpreis im Kopf als viele Otto Normalverbraucher.
            Spaß beiseite: Wer jemals gelernt hatte, wie man 1 und 1 addiert, wusste damals schon, dass Trittins Aussage purer und plumper und allergrünster Linkspopulismus ist.

            Glauben Sie wirklich, dass niemand von Trittins teuer bezahlten Beratern aurechnen konnte, dass der Preis bei weitem sehr viel höher ausfallen wird?
            Vermutlich gehören Trittins Berater schon seit vielen Jahren zu denjenigen, die komplizierteste Berechnungen ausführen, die beweisen sollen, dass die Welt an Deutschlands CO2-Emissionen zugrunde gehen wird.

            Können Sie sich wirklich nicht vorstellen, dass Trittin einfach gelogen hat, um sein politisches Ziel zu erreichen?

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          • bauerhans sagt

            politiker haben nix zu verantworten!
            bis zur wahl haben die leute vergessen.

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            • Ein Privatier sagt

              Das Erinnern alleine ist nicht unbedingt die Lösung

              Das scheint tatsächlich eine fast eine feste Konstante zu sein, mit der Politiker anscheinend rechnen (können).
              Früher habe ich so meine Witzchen darüber gemacht, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich selbst wichtige politische Vorgänge vergessen, von denen ich überzeugt war, dass ich sie nicht vergessen würde.

              Allerdings ist das in Zeiten des Internets keine Entschuldigung bzw. Erklärung mehr.
              Vermutlich ist es eher Trägheit, Faulheit, Desinteresse, Ignoranz etc., weil es gar keinen Grund gibt, sich mit Politik zu beschäftigen, da ja alles seinen gewohnten Gang geht …

              Und selbst wenn die Leute sich erinnern, so erinnern sie sich eventuell nur an die manipulierenden „Narrative“, die bereits bei ihrer Entstehung, alles umgedeutet hatten.

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              • Reinhard Seevers sagt

                So geht Marketing:

                „Discounter-Riese Lidl hatte die Mehrwertsteuer bereits für das gesamte Sortiment am vergangenen Montag reduziert.
                „Uns ist es wichtig, dass alle so schnell wie möglich auch beim täglichen Lebensmitteleinkauf entlastet werden. Mit den vorgezogenen Preissenkungen wollen wir uns bei unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen in den letzten Monaten bedanken“, erklärte Matthias Oppitz, Geschäftsleitungsvorsitzender von Lidl Deutschland damals.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Und durch die Änderung des Werksvertragsrecht wird sich was ändern?
                  Nichts! Es wird weiterhin geschlachtet, am selben Band, mit der selben Anzahl Schlachter. Parallel wird aber eine „Systemwechsel“ bei der Fleischkette vom Erzeuger bis zum LEH umgesetzt werden? Was für ein Geschwurbel.
                  Der LEH hat`s am einfachsten, er senkt die Preise und erhöht den Druck auf seine Vertragspartner, dabei beruft er sich auf die Forderungen der Kundschaft und der Gesetzmäßigkeit des freien Marktes…..ich lach mich tot.

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                • Brötchen sagt

                  Ich hatte Mal mit einem von Tönnies gesprochen, den größeren Druck gibt es mit den Wurstherstellern, wenn es um Preise geht.
                  Tönnies hat ein spezielles temp.programm in den Kühlräumen zur optimalen Fleischreifung, davon können kleine Schlachthöfe nur träumen, dass geht rein räumlich nicht. Ob es funktioniert lassen wir Mal dahin gestellt. Kühlung ist nicht ganz einfach.
                  Ich hatte letztens Mal ein dry aged Rindfleisch vom regionalen Schlachter, kenne sein Betrieb von innen.
                  14 Euro so 200 g o.ä. war OK hat mich nicht von Hocker gehauen. Dann hätte ich mir Mal was von Aldi mitgenommen, das war besser von der Zartheit her.

                  Noch ein Aspekt, es wird ja ausschließlich über höhere Preise wegen Tierwohl usw. gesprochen….Menschenwohl ist da überall preislich nicht berücksichtigt.

                  Was die Unterbringungskosten betrifft, selbst mit normalen Lohn so 1200 bis 1400 netto ist es schwierig bei uns eine kleine Wohnung zu finanzieren und. Fahrzeug um zur Arbeit zu kommen.
                  Wenn der TÜV nicht so pingelig wäre dann schon eher.
                  Eine günstige Wohnung geht bei uns mit 500 Euro los, da muss man aber mind. 20 km fahren.

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                • Brötchen sagt

                  Toom wirbt für das gleiche, geben die MwSt. Reduzierung jetzt schon weiter.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich würde als Schlachtunternehmer große Hotel-artige Unterkünfte bauen und sie gegen Cash an die Mitarbeiter (natürlich mit Werkvertrag) vermieten, dann ist das Geschäftsmodell rund und die Gesellschaft zufrieden oder?:-)
                  Dann würde ich das Hotel als öffentliche Einrichtung den Menschen zur Besichtigung freigeben, damit sich alle über die gute Unterbringung überzeugen können!
                  Und wenn sich ein Arbeiter darüber beschwert, dann verweist man auf die Transparenzforderung der Politik! Wollen doch mal sehen, was mehr zählt, Persönlichkeitsrechte oder Kontrolle der „Fleischkette“!
                  🙂

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                • Arnold Krämer sagt

                  Der Gemüsebauer Mählmann in Cappeln, Kreis Cloppenburg, einer der Großen in Norddeutschland hat für seine Saisonarbeitskräfte in der Tat hotelartige Wohnungen gebaut. Anders geht es auch nicht in Regionen, wo der Wohnungsmarkt (wie in Südoldenburg) stark angespannt ist.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ Brötchen

                  dry aged, hört sich gut an, früher hat der Metzger das Rindfleisch 4 Wochen im Kühlhaus hängen lassen. Ob die regulierbare Feuchtigkeit ein spürbare Qualitätssteigerung mit sich bringt, ist fraglich.

                  Zu den Werksverträgen.

                  Wenn die einen Lohn von 12 Euro bekämen, dann verdienen die 1540 Euro Netto bei der 40 Stunden Woche. Man darf ja davon ausgehen, dass jede Stunde mehr im Monat Sklavenarbeit ist, aber nur im Arbeitnehmerbereich.

                  Ein mancher wird sich wundern, über die neuen Verdienstmöglichkeiten. 🙁

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