Bauer Willi
Kommentare 22

Jetzt doch: Frontal 21 und die Dürre

Nachdem der Beitrag letzten Dienstag verschoben wurde, kommt er nun heute. Wenn ich die Ankündigung lese, bin ich sehr gespannt, wie der Grundtenor des Beitrages lauten wird. Sehr hoffnungsvoll bin ich da nicht. Hoffentlich werden meine Aussagen auch in den richtigen Kontext gesetzt.

https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-28-august-2018-100.html

Bildquelle: ZDF

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22 Kommentare

  1. kaktus sagt

    Mit den Preisen ist das so eine Sache. Man stelle sich vor, der die Bauern bekämen für ein Liter Milch 40 ct oder für eine dt Weizen 25,- € oder für ein kg Schwein 2,-€. Wie hoch wären dann die Pachten die die Bauern bereit bereit wären zu zahlen? Und weil in Deutschland die Bauern überwiegend auf gepachteten Feldern wirtschaften, wären die Besitzer dieser Ländereien diejenigen die Gewinner höherer Agrarpreise.

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  2. Friedrich sagt

    Ohne Willis Vorabinformation wäre das noch viel schlimmer gekommen. Leider haben die Medien die Landwirtschaft mit den „Subventionen“ immer noch nicht kapiert. Haben aber auch kein Interesse das mal aufzuarbeiten. Wir bekommen Weltmarktpreise zu denen kein Bauer dieser Welt produzieren kann, eben ein Spotmarkt. Wenn wir einen geschlossenen EU-Markt hätten , brauchten wir keine Subventionen, denn dann wären unsere Verkaufspreise höher. Wir subventionieren letztlich unsere Exportindustrie , sonst würden die nie so erfolgreich sein. Werden die Autoindustrie, Waffenindustrie, Renten , Pensionen,
    EEG usw. nicht subventiononiert ? Ein Beispiel : Der Weltmarktpreis für einen Facharbeiter beträgt rd. 200 Euro/Monat, hier rd. 2700 Euro. Die Differenz ist Subvention ? Denn für den Facharbeiter gibt es den geschlossenen Markt , für die Bauern ist es nicht gewollt. Komisch oder ?

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    • Obstbäuerin sagt

      Ein geschlossener EU-Markt, Friedrich, würde uns nichts nützen. Bei handarbeitsintensiven Kulturen sind die Lohnkosten ein enormer Faktor und die Mindestlöhne innerhalb der EU liegen zwischen 1,98 € Rumänien und demnächst 9,10 € in Deutschland. Da muss man gar nicht rätseln, wer billiger produzieren kann.

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      • Brötchen sagt

        obstbäuerin nicht nur da!
        alles was heute lw macht ist auf möglichst hohe Produktivität ausgerichtet.

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  3. Sabine sagt

    Also, naja, ähm… war das denn?
    Da wird der Eindruck erweckt, dass jeder Landwirt erstmal 300 Euronen pro Hektar überwiesen bekommt, egal ob er auf der Fläche Gänseblümchen pflückt und die Laute dazu schlägt, nach Öl bohrt oder die Fläche ernsthaft bewirtschaftet.
    Dann gibt es scheinbar irgendwie einen direkten Zusammenhang zwischen Tierwohl und Niederschlagsmenge. Könnte mal bitte jemand den Deppen in Arabien und den Sahara-Staaten sagen, sie sollen ihre Kamele besser behandeln. Oder klappt das nur, wenn Kühe glücklich sind? Wäre natürlich auch eine Erklärung warum Kerala unter Wasser steht. Da haben ja letztes Jahr die selbsternannten Wächter der Heiligen Kuh ziemlich randaliert. Direkt zwei Wetterphänomene auf einen Schlag erklärt und so ganz ohne lästige -Dings, na… Was war es noch? Egal. Einfach super. Vielen Dank für diese Erkenntnis.
    Dann wurde ganz tief in die Wirtschaft eingetaucht und festgestellt, dass jeder Landwirt seine unternehmerischen Risiken gefälligst selbst absichern muss. Weil das muss ja schließlich jeder… bis auf, och komm, echt jetzt? Die Autoindustrie? Was hat die den jetzt mit der Dürre am Hut? Wir wollen doch jetzt nicht über gefühlt drei Trillionen direkte oder indirekte Subventionen in Europa sprechen und überhören das mal ganz flink. Nicht, dass da hinter her noch ein Bauer zur Bank latscht und sagt: Bei der Bankenkrise hab ich dich raus gehauen, jetzt will ich mein Geld zurück. Wo kämen wir denn da hin? Da könnte ja jeder kommen. Ich mein, da könnte wirklich jeder kommen.
    Achja, neben für`s Nixtun kriegen die Bauern auch noch jeden Handschlag, den sie tun irgendwie subventioniert. Dass, die das eigentlich so nicht wollen, ändert ja nix dran. Ganz toll visualisiert übrigens, einfach ein paar verschwommene Tabellen zeigen und mit dem Textmarker bemalen. Das hätte auch der Unterrichtsplan für die 9a der Gesamtschule Aurich sein können. Sah aber auf jeden Fall total wichtig aus und nach echt viel Recherche.
    Oh, und Konzepte entwickeln ist doof, eh immer falsch und dauert zu lang und regnen tut es wegen nem Konzept auch nicht. Wir brauchen was ganz neues, aufregendes mit Tierwohl: Eine Wende. Wohin man sich wendet, war ja schon unter Kohl egal. Hauptsache wir wenden jetzt. Dann ist das Wetter wieder ganz und der Klimawandel ist woanders… oder dann ist es egal, ob es regnet, dann wächst alles trotzdem, oder so.
    Da fällt mir ein: Ich will mein Geld zurück! Meine Subventionen, die jetzt nicht mehr GEZ-Gebühren heißen. Wer im Glashaus sitzt sollte sich im Dunkeln ausziehen, hat meine Ma immer gesagt.
    Ich werde heute Nacht von Helmut Kohl und seiner Band den Kohlweißlingen träumen, wie sie fröhlich für die der Mutter der Welt in Gestalt einer Braunviehkuh musizieren, während Alois und Willi auf der Wiese sitzen und Gänseblümchen-Ketten basteln und Jens Plöger nebendran einen Regentanzkurs veranstaltet, der auf Wunsch der Kanzlerin weder Rechts- noch Linkswenden beinhalten darf. Gute Nacht!

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    • Brötchen sagt

      Sabine! ich habe mich selten so amüsiert beim lesen! Du solltest die wochenkolumne oder das feuilleton schreiben. Grüsse!

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      • Thomas Müller sagt

        Ja bei Tichy, da steht auch immer wirres unzusammenhängendes Zeug für Versagerhirne, die ungeordneter sind als das Sockenfach von Dyskalkuliegehandicapten.

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        • Mausschubser sagt

          Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihnen der Beitrag von Sabine nicht gefallen hat? Da habe ich auf SPON schon viel schlechtere Kommentare gelesen. Aber erst mal alle, die nicht der eigenen Meinung sind in die rechte Ecke verorten und ihnen jegliche kognitive, soziale und sonst was Kompetenz absprechen ist auch so einfach.

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  4. Inga sagt

    Es müßte mehr verdeutlicht werden,

    dass der Bauer den realen Wert seiner Güter bezahlt haben will, damit er keine Subventionen mehr braucht.
    Ob dann der Verbraucher bereit ist. 30% mehr beim LEH zu lassen?

    Dann würde auch nicht mehr so viel weggeschmissen werden, denke ich!

    Und jeder einzelne würde das von der Natur hervorgebrachte Gut mehr achten!

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  5. Obstbäuerin sagt

    Ich stelle fest, dass der Herr von der Marwitz rausgefallen ist. Wäre interessant zu wissen warum? Leider war der wichtige Satz von Bauer Willi nur unvollständig. Der Grethe hat zu viel Raum gekriegt – ansonsten hätte schlimmer kommen können.

    3+
  6. Liberaler sagt

    LOL…
    Ich schmeiß mich in die Ecke…
    Selbst ich als landwirtschaftlicher Insider kann überhaupt nichts an Informationen finden noch kann ich mir eine Meinung bilden.
    Diese Themen wurden wurden zu „Informationsgülle“ zusammengerührt:
    Dürre
    Subventionen
    Erbärmlich Biokuhhaltung . Bio total anfällig…
    Landschaftspflege
    Professoraler Bullshit mit Tierschutzgedanken
    u.v.m. Null Zusammenhang!

    Nicht analysiert wurde die Tatsache, wie von Lucht richtig angedeutet, dass Deutschland sich weder selbst ernähren kann und mit 100% Bio hätten wir in Sachsen noch ganz andere Ausschreitungen wenn bei Pegida neben Dummheit noch Hunger hinzu kommt.

    @Fronta 21

    Kommen Sie zu mir und dann wird Klartext gesprochen und klare Sicht vermittelt.

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  7. bauerhans sagt

    ich fasse zusammen, frontal 21 um 21.30:
    bauern kriegen eh schon nen haufen geld und prof. grethe sagt:“es muss sich endlich was ändern,geld nur noch für tierwohl und umweltleistungen,wer sich nicht dran hält,kriegt nix!“

    4+
    • Inga sagt

      Ja schon klar,

      aber man kann ja nicht so schnell umsteigen wie in einem Industriebetrieb!

      Und die in diesem Jahr nicht wissen, wie sie ihre Kühe satt bekommen, denen hilft das auf mehr Tierwohl umsteigen erst mal nichts. Sie brauchen ihr Geld um Futter für den Winter heranzuschaffen.

      Wird deswegen wenigstens die Milch teurer?

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  8. Liberaler sagt

    Dann bin ich mal gespannt.

    Bitte niemals auf einen fahrenden Trecker aufsteigen. Wenn das schief geht, geht es richtig schief.

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  9. Seit der Hexenjagd auf sogenannte „Killerspiele“ vor ein paar Jahren kann ich dieses Magazin definitiv nicht mehr Ernst nehmen.

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    • Bauer Willi sagt

      habe der Journalistin gesagt, dass ich normalerweise umschalte, wenn Frontal 21 kommt. Fand sie jetzt nicht sooo gut…
      Aber dieser reißerische Investigativ-Stil geht mir echt auf den Senkel.
      Bauer Willi

      8+
      • Mark sagt

        Ich habs mir schlimmer vorgestellt. Willi ist ganz gut „rübergekommen“, auch die anderen Bauern waren auf ihre Art authentisch und somit ganz ok. Laut lachen musste ich, als der urlaubsbraungebrannte Professor seinen Wolkenkuckucksturm hochstieg und dann anfing Käse zu erzählen. Die Art von Landwirtschaft, die wir jetzt haben, einschließlich der Form der Agrarsubventionen ist genau die, welche Grethe und seinesgleichen jahrzentelang gefordert haben! Ganz ehrlich, ich habe jeglichen Respekt vor diesen (…..) Agrarökonomen verloren1

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        • sonnenblume sagt

          Wie war das nochmal mit dem Geschwätz von Gestern? Es kümmert ihn heute nicht mehr! Und das wird bei den Herrschaften auch so bleiben. Da hängt das Fähnchen auch oft im Wind.

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        • Mausschubser sagt

          Der Professor macht sein Geschäft. Sein Geschäft ist die Forschung. Forschung ist erst mal der Wettlauf ums Geld. Forschung ist heute in vielen Bereichen zu einer Bestätigungsindustrie für politische Meinungen verkommen. Politiker nehmen über Vergabe von Mitteln Einfluß auf die Forschung. Und das war es dann mit der sogenannten Freiheit der Forschung.

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          • Brötchen sagt

            mausschubser ganz so einfach ist es nicht. Geld spielt schon eine Rolle, aber die Ökonomie hat ja kaum versuchskosten o.ä.
            eine Rolle spielen eher pol. vorgaben/Zeitgeist. persönl. Vorlieben und möglichkeiten/ Motivation.

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    • Mausschubser sagt

      Dann wissen Sie lediglich, wie es bei anderen Themen geht, die bereits abgefrühstückt sind. Leider mißbrauchen die Medien ihre sehr wichtige Freiheit immer mehr.

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