Bauer Willi
Kommentare 20

Ist das jetzt ernst gemeint?

https://m.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/dorfkinder-ueber-klischee-staendig-besoffen-und-doof-16591846.html

Sitze im Zug und versuche den Artikel auf dem Handy zu erstellen

Frage an die Kommentatoren: Ist der Artikel Ironie? Ein ernst gemeinter Text? Stehe etwas auf dem Schlauch. Wie ich den finde? Bescheuert.

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20 Kommentare

  1. Ehemaliger Landwirt sagt

    Dorfkinder,
    gehen in Moderne Kindergärten,
    gehen in Schulen, wo sie keine Angst haben müssen, dass die Decke runterstützt,
    können in der Schule auf Toiletten gehen, die man noch als Toiletten bezeichnen kann.
    Die Jugendlichen vom Lande bekamen auch vor 15 Jahren einen guten Ausbildungsplatz, das war in einer Zeit wo die Firmen die Azubis aussuchen konnten.

    Die Stadtkinder haben eine große „Gosch“
    da sind die besser, als die vom Land. 😉

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  2. Ferkelhebamme sagt

    Ich find‘s witzig! Das Kopfkino vom wilden Eingeborenen aus dem deutschen Outback ist herrlich, bei der Axt hab ich mich weggeschmissen. Nicht immer alles so ernst nehmen, das Leben ist schon ernst genug 😉

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Find ich auch. Ist doch entspannend und erfrischend, einmal einen total sinnlosen und überzeichneten Blödsinn zu lesen. Wo alle Versuche einer ernsthaften Stellungnahme hoffnungslos abprallen und zeigen, dass es auch noch etwas anderes gibt als gescheite Analysen und Kommentare.

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  3. brouss sagt

    Ich wohne im Speckgürtel einer Großstadt. Mein Sohn war/ist leistungsbereit, zum Lernen an sich hat er keinen Bezug. Macht aber in der Industrie steile Karriere.
    Seine Firma stellt als Azubis bevorzugt junge Leute von den Dörfern ein, weil Bauernkinder leistungsbereiter sind.
    Ich selber habe nachehelich eine – für mich- überraschend gute Entwicklung gehabt. Das liegt daran, dass ich in der Stadt Kontakte gefunden habe.
    Wir sollten das Gesunde am Landleben mit den kulturellen Möglichkeiten der Städte verbinden. Deshalb: Für unsere jungen Leuten eine Kombination Stadt/Land, dann werden sie groß raus kommen.

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  4. Paulus sagt

    Na ja, es geht in dieser Satire im Feuilleton, so fasse ich es jedenfalls auf, um Dorfkinder im Allgemeinen und nicht um Bauernkinder im speziellen. In den meisten Dörfern stellen die Bauernkinder, im Gegensatz zu früher eh eine verschwindende Minderheit dar. Ich stamme aus einem einsamen Kaff mit damals ca. 150 EW, incl. zweier Höfe in Alleinlage, unverheirateter Tanten und Onkels und des Pastors nebst zwei Gemeindeschwestern.
    Allein aus meinem Jahrgang ± 1 Jahr gingen neben manch anderen mit akademischen Abschlüssen vier promovierte hervor. Diese Quote konnte die städtische Bevölkerung, bezogen auf die damalige Zeit nicht annähernd erfüllen.
    Interessant sind auch die Umfragewerte zu dem Artikel. 71% empfinden die Lebensqualität auf dem Land höher als die in der Stadt.
    Jetzt könnte ich noch erzählen wer genau sich in den Dörfern ansiedelt, der Autor des Artikels dürfte überrascht sein. Mit seinem bescheidenen Einkommen als Schreiberling dürfte er kaum in Frage kommen.

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  5. Drahtwurm sagt

    Ach je – da wird wohl ein augenscheinlich junger Redakteur eine Spalte im Feuilleton der FAZ (!) zum Füllen bekommen haben. Und wenn man noch nicht so bekannt ist, muss man Duftmarken setzen, damit sich das ändert. Wie im Showgeschäft so im Journalismus: Man muss im Gespräch sein. Immerhin das hat der Verfasser erreicht.

    Ein mich ratlos zurücklassender Artikel, der kaum der Rede wert sein dürfte.

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  6. Karl Timme sagt

    Julia Klöckner gestern zu der Reaktion Ihres tweets von Sonntag:
    >Unsere #Dorfkinder-Kampagne hat heute viel Aufmerksamkeit bekommen. Das ist gut so, weil es mir ein großes Anliegen ist, dass das Leben auf dem Land attraktiver wird. Ich hoffe, die Debatte von heute ist ein Anstoß für uns alle, um bestehende Probleme auf dem Land anzugehen.
    08:53 – 20. Jan. 2020<
    Eine breitere Sichtweise bringt agrarheute in seinem Artikel: https://www.agrarheute.com/land-leben/dorfkinder-so-reagiert-netz-kloeckners-kampagne-563909?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2020-01-21

    Axel Weidemann von der FAZ hat sich hier nur die kritischen User des Hashtags herausgepickt, um die Kampagne zu zerreißen, dafür steht der Artikel ja auch im Feuilleton.
    Also nicht ernst nehmen, ein Berliner, der ein paar Jahre in Celle gewohnt hat und glaubt daher zu wissen wie es auf dem Land ist.

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  7. Reinhard Seevers sagt

    Schlecht geschrieben und nicht witzig, nicht Mal ironisch…..da ist Wischmeyer ein Profi dagegen. Der kann das wenigstens.

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    • Lady sagt

      Beim 2. Lesen fand ich den Artikel sogar recht komisch.
      Nochnichtmalauscelle werde ich mir merken, falls nochmal jemand fragen sollte. Auch wenn es keine Kreisstadt war, sondern eben ein Dorf. Und wenn mich jemand fragt, wo ich jetzt lebe, wird es ein Nochnichtmalgüstrow werden .
      Ich denke, der Artikel sollte einfach nur zeigen, dass die Aktion von Frau Klöckner misslungen ist. Dorfkinder sind keine seltene alte Haustierrasse. Und brauchen keinen #, wo spezielle Rassemerkmale angepriesen werden. Und das ist jetzt analog zur Tierzucht gemeint, nicht dass mich jemand falsch versteht.

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      • firedragon sagt

        Ich schließe mich Dir an.
        Habe den Text erst auf Handy gelesen und nicht verstanden. Später ausgedruckt und laut meinem Publikum vorgetragen, ja – man kann an manchen Stellen schmunzeln.
        Bei uns ist die Axt eher das Messer. Die Klinge der Größe des Kindes angepasst, selbstverständlich.
        Das mit dem Alkohol – in der Pfalz hat man den eben und mit Flaschen geben wir uns nicht zufrieden, ist was für Weicheier.
        Gut, das mit den erlegten Tieren und dem Umhängen deren Zähne – hätten wir machen können. Sezieren war interessanter.
        Auf unsere Hunde war ich schon immer stolz gewesen – der Postbote damals, hat die Post auch lieber von der anderen Straßenseite über’s Hoftor geworfen.
        Wir liefen zwar nie barfuß im Schnee zur Schule, allerdings standen wir barfuß im Bach und fingen mit bloßen Händen die Forellen,mit Messer im Mund.
        Welches Stadtkind kann da schon mithalten… wenn die bei uns waren, mussten die auf Zack sein. Die wollten auch nicht mehr zurück in die Stadt.

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        • Paulus sagt

          Firedragon, und mir glaubt bis heute niemand, dass man Forellen mit der Hand fangen kann. 🙂

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Zumindest ich glaube dir das.
            Wir haben auch gefangen, im Bach, am Bachrand, unter den unterspülten Wurzeln von Bäumen die am Bachrand standen.

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  8. Obstbäuerin sagt

    Über den Artikel und den dazugehörigen Autor muss man keine Worte verlieren. Eigentlich Makulatur. Was mir aber wirklich zu denken gibt, dass da ein verantwortlicher Chefredakteur im Zeitungsverlag sitzt, der sein Einverständnis gegeben hat, sowas zu veröffentlichen. Aber seit der »Umweltsau« und den Reaktionen darauf, wundert mich eigentlich gar nichts mehr. Alles Satire.

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  9. Karl Timme sagt

    Willi, muss Ironie sein >noch nicht mal Celle< , ist meine Kreisstadt, kleiner zwar als die "Großstadt" Hildesheim, aber weniger dörflich als als diese. Vermute mal die Suizid fälle sind auch nicht über dem Durchschnitt.
    Allerdings das mit dem schlechten Netzausbau auf dem Land stimmt ja.
    Das schlechte Image der Landkinder insbesondere der Bauernkinder stimmt ja auch, sonst hätte das BMEL nicht diese Kampagne losgetreten.
    Der zweite Absatz stammt aber komplett aus der Sendung extra 3.
    Das der Alkoholkonsum auf dem Land höher als in der Stadt ist, lässt sich nachvollziehen. Dafür ist hier auch die Beschaffungskriminalität für härtere Drogen geringer. Auf den Landpartys gibt es halt Alkoholmixgetränke statt Gras und chemDrogen.
    Den letzten Absatz vergessen wir lieber, zu sehr überspitzt, sich widersprechend, woher kommt das soziale Netzwerk ohne Netz. Die ersten autonomen Fahrzeuge fuhren auf dem Acker übers Land.

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  10. Brötchen sagt

    Flake von Rammstein hat letztens erzählt, das er als Kind auf dem Dorf Urlaub machen musste. Er ist Berliner Stadtkind.
    Er meinte sinngemäß, die könnten alles und ich konnte nichts….meint bewegen, oder was werden usw.
    Sie hatten dann Wettrennen mit dem Fahrrad gemacht und da riefen sie einen der „Blinde“ und er fragt warum der so heißt….na weil der blind ist.

    der hatte ihn geschlagen beim Wettrennen…

    Würde das nicht ernst nehmen mit dem Artikel…..

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    • Bauer Willi sagt

      Ok, habe da jetzt eine breite Meinung. Dann ist es für mich nur relativer schwacher Journalismus.. und aus meiner persönliches Meinung wenig witzig…

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