Bauer Willi
Kommentare 144

Ein sehenswertes Streitgespräch…

zwischen der Organisatorin der Demo „Wir haben es satt“, die am 18.1.2020 in Berlin stattfand und dem Sprecher der Organisation „Land schafft Verbindung“, die am 17.1.2020 in mehreren Städten und auch in Berlin mit Traktoren unterwegs waren.

 https://www.ardmediathek.de/rbb/player/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvYWJlbmRzY2hhdS8yMDIwLTAxLTE4VDE5OjMwOjAwXzRiZTMzZTMyLWVmNmEtNDQxOS05ZmU3LWIwZGVlODhmNjMyNS93aXItaGFiZW4tZXMtc2F0dC1kZW1v/wir-haben-es-satt-demo-in-Berlin

Das moderierte Streitgespräch kommt etwa ab Minute 2:30. Vorher kommt ein Bericht über die Demo von WHES, die vor allem von Aktivisten gestaltet wurde. Ist ja in Ordnung, aber das sollte man dann auch so darstellen. Es war nämlich ganz überwiegend eine Demo von NGO und nicht von Bauern. Diese Demo war einen Tag vorher.

Für den flüchtigen Konsument von Presse und Fernsehen wird es tatsächlich etwas schwierig, die diversen Veranstaltungen und ihre Ziele auseinanderzuhalten. WHES geht es gegen Agrarindustrie, LsV um eine faire Agrarpolitik, die für den ganz normalen (konventionellen) Bauern auch machbar ist. Aber auch die Bio-Bauern fürchten mittlerweile um ihre Existenz, weil die Welle der Umstellung auf gesättigte Märkte trifft.

 

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144 Kommentare

    • Brötchen sagt

      Soll heißen das Wasser steht 0,5 m unter Bodenkante bzw. in den Haupkanälen ca. 1 m.
      Wenn ich buddele ist es eigentlich schon feucht.

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    • firedragon sagt

      Bei uns war der Boden im Januar noch nie so trocken. Wir könnten säen, wenn wir wollten. Sonst nasse Äcker um diese Jahreszeit, sind problemlos zu bearbeiten – wir versinken nicht. Das mit dem Spatenstich kann ich bestätigen – darunter, bei uns, knochentrocken.
      Wir haben auch schon gelesen, dass dieser Sommer, den anderen in nichts nachstehen wird.
      Unserer Gemarkung fehlt seit zwei Sommern der Regen – drumherum hat’s geregnet. Winterniederschlag, um die „Speicher“ zu füllen, Fehlanzeige.

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    • Karl Timme sagt

      Hallo Brötchen, bei uns waren die Bäche und kleineren Flüße trocken gefallen.
      Das Niederschlagsdefizit aus dem Jahr 2018 erhöhte sich auf einen kompletten Jahresniederschlag und konnte sich bis heute auch nicht erholen.
      Die Bäche und Flüße führen zwar wieder Wasser. Gräben die von Oberflächenwasser und Dränagen gespeist werden sind immer noch trocken. Böden mit einem etwas höherem Lehmanteil (Ls) sind bis 6o cm durchfeuchtet daunter trocken. Je geringer der Lehmanteil, desto tiefer die Durchfeuchtung (Wasserhaltevermögen). Ein Anschluß an das Grundwasser gibt es nur in den Feutgebieten.

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  1. Karl Timme sagt

    Frage Jost Maurin TAZ (15.01.2020): Zahlreiche Landwirte bestreiten, dass hauptsächlich sie für die> Nitratbelastung>> Dies ist ein Vorgehen, eine Antwort zugeben wie ich sie bei diesem Klientel sehr häufig beobachtet habe. Die halbe Antwort gehört nicht zur Frage, der Zuhörer hat die konkrete Frage nicht mehr im Ohr, dann folgen ein paar tägliche Floskeln.
    Diese sagen aber nichts zu der Frage aus, sondern sind nur Sterotyp.

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    • Karl Timme sagt

      Hier sind gerade große Teile meines Textes verloren gegangen, interessenates Puzzel

      Rest der Frage:
      > Nitratbelastung< verantwortlich sind, obwohl ja unzählige Untersuchungen das belegen. Sind es in Wirklichkeit die Landwirte, denen wichtiges Wissen fehlt ?

      Antwort Nabu Chef Krüger : Da fehlt viel Wissen und auch die Bereitschaft, Fakten anzuerkennen. Es gibt Unmengen wissenschaftlicher Studien, die den Insektenschwund belegen. Wenn man das leugnet, schließt man sich aus der Diskussion aus. Da sind auch die landwirtschaftlichen Verbände gefordert, zu sagen: Ja, wir wissen, dass das ein Problem ist.

      Sonst passiert es so wie bei der Düngemittelverordnung: Da ist ein bekanntes und klar belegtes Thema, das zuletzt sechs Jahre wissentlich und wollentlich nicht angegangen und verschleppt worden ist. Jetzt sind für die Landwirtschaft harte Schritte nötig, um millionenschwere Strafzahlungen zu verhindern, weil Deutschland gegen die EU-Nitratrichtlinie verstoßen hat.

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    • Karl Timme sagt

      Ich versuch es nochmal zusammenhängend.

      Frage Jost Maurin TAZ (15.01.2020): Zahlreiche Landwirte bestreiten, dass hauptsächlich sie für die> Nitratbelastung> Dies ist ein Vorgehen, eine Antwort zugeben wie ich sie bei diesem Klientel sehr häufig beobachtet habe. Die halbe Antwort gehört nicht zur Frage, der Zuhörer hat die konkrete Frage nicht mehr im Ohr, dann folgen ein paar tägliche Floskeln.
      Diese sagen aber nichts zu der Frage aus, sondern sind nur Sterotyp.

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    • Karl Timme sagt

      Einmal anders:
      Frage Jost Maurin TAZ (15.01.2020): Zahlreiche Landwirte bestreiten, dass hauptsächlich sie für die> Nitratbelastung<verantwortlich sind, obwohl ja unzählige Untersuchungen das belegen. Sind es in Wirklichkeit die Landwirte, denen wichtiges Wissen fehlt ?

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      • Karl Timme sagt

        Antwort Nabu Chef Krüger : Da fehlt viel Wissen und auch die Bereitschaft, Fakten anzuerkennen. Es gibt Unmengen wissenschaftlicher Studien, die den Insektenschwund belegen. Wenn man das leugnet, schließt man sich aus der Diskussion aus. Da sind auch die landwirtschaftlichen Verbände gefordert, zu sagen: Ja, wir wissen, dass das ein Problem ist.

        Sonst passiert es so wie bei der Düngemittelverordnung: Da ist ein bekanntes und klar belegtes Thema, das zuletzt sechs Jahre wissentlich und wollentlich nicht angegangen und verschleppt worden ist. Jetzt sind für die Landwirtschaft harte Schritte nötig, um millionenschwere Strafzahlungen zu verhindern, weil Deutschland gegen die EU-Nitratrichtlinie verstoßen hat.

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        • Karl Timme sagt

          >> Dies ist ein Vorgehen, eine Antwort zugeben wie ich sie bei diesem Klientel sehr häufig beobachtet habe. Die halbe Antwort gehört nicht zur Frage, der Zuhörer hat die konkrete Frage nicht mehr im Ohr, dann folgen ein paar tägliche Floskeln.
          Diese sagen aber nichts zu der Frage aus, sondern sind nur Sterotyp.

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Dass die Zahl der Insekten nicht nur, aber vor allem etwas mit der Landwirtschaft zu tun hat, steht außer Frage. Aber in welcher Weise sie mit der Landwirtschaft zu tun hat, darüber herrscht in der Öffentlichkeit „dank“ vieler NGOs ein völlig falsches Bild, und das erklärt den berechtigten Widerstand vieler Landwirte. Willi hat dazu kürzlich die Power Point Folie eines Vortrags von Prof. Kunz ins Forum gestellt, hier ein anderer Vortrag: https://www.youtube.com/watch?v=owWkb5UwKsg

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn sich dann alle einig sind: Naturschützer, Artenschützer, Wasserschützer, CO2- Minimierer, Nahrunsgerzeuger, Freizeitjunkie, Baulandsucher, Straßenbauer, …..dann ist das Ziel erreicht und die Welt gerettet? Hosianna!

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            • Elisabeth Ertl sagt

              Nein, sondern man wird einsehen müssen, dass Ökosysteme keine Museen sind, sondern die Evolution weitergeht, und man sie nicht aufhalten kann. Gegenwärtig entstehen nicht wenige neue Arten durch Kreuzung mit Neophyten und Neozoa. Und wir werden auch die Gentechnik nicht draußenhalten können. Die Artenvielfalt der Zukunft wird halt anders aussehen als jene der Vergangenheit.

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  2. Ein Privatier sagt

    Noch ein zum „Streitgespräch“ passender Artikel:

    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/bauernproteste-zerstoeren-die-bauern-das-land-oder-schaffen-sie-kulturlandschaft/

    Auszüge:

    „(…) Die Düngeverordnung sieht vor, dass die Düngemenge Jahr für Jahr weiter reduziert werden soll, jeweils bezogen auf die schon reduzierten Werte des Vorjahres. Was bedeutet das?

    Wenn ich jetzt weniger düngen darf, also nicht mehr am Bedarf der Pflanzen orientiert und nicht mehr mit dem Ziel, wie viel kann ich auf diesem Boden ernten, sondern einfach 20 Prozent weniger düngen darf, habe ich auch 20 Prozent weniger Ertrag. Vielleicht nicht im ersten Jahr, aber im zweiten garantiert. Und im dritten Jahr muss ich dann nach diesem reduzierten Ertrag düngen, also wieder 20 Prozent vom bereits reduzierten Ertrag. Das wirkt von Jahr zu Jahr fort, bis ich irgendwann wieder Heide habe, mir Schafe anschaffen muss und kein Getreide oder sonstiges mehr produzieren kann. Derzeit kann ich mit unserem modernen System ca. 30 Mastschweine pro ha ernähren. Im Endstadium des vom Staat erzwungenen Raubbaus wird es nur noch ein halbes Schaf pro Hektar sein.

    Das ist also eine Abwärtsspirale, aus der es dann kein Entkommen mehr gibt?

    Ein Entkommen gibt es dann nicht mehr. Dann müsste man wieder von vorne anfangen wie damals mit ganz geringen Erträgen und langsamen Aufbauen. Das, was drei Generationen gemacht haben mit dem Erfolg, den man heute sieht, wäre dann weg, und man müsste ganz von vorne wieder anfangen. (…)
    Ich verstehe nicht, warum die Umweltschützer nicht verstehen, dass die natürliche Vegetation hierzulande Wald ist. Die versuchen auf Teufel komm raus uns zu erzählen, die bunten Blumen und diese Insekten, die wir ja während der Zeit des Raubbaues tatsächlich hatten, dass das hier die natürliche Vegetation ist. Das ist sie nicht. (…)

    Solange dauert also die Kulturleistung »Aufbau eines Ackerbodens«?
    Es hat drei Generationen gedauert um das zu bekommen, was wir jetzt hier haben. (…)

    Denn nicht der Stickstoff ist die Ursache für Nitrat im Grundwasser, sondern der Sauerstoffgehalt des Bodenwassers. Bei hohen Sauerstoffgehalten kann keine Denitrifikation stattfinden. Das Bodenleben kann den Stickstoff nicht in Luftstickstoff umsetzen, der dann gasförmig als N2 in die Atmosphäre entweicht. (…)“

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    • Karl Timme sagt

      Ein Privatier, sehr schön erkannt, die Zwangshinführung zur null Düngung (in der Mathematik ist das der einfache Weg, wenn hinten 0,0 unentlich steht) . Mann könnte auch sagen die Zwangsweise Beglückung zur Bio Landwirtschaft.
      Nur so läst es sich nicht Kommunizieren, das Gespräch hätte dann einen völlig anderen
      Verlauf genommen. Der DBV hat die Vorgabe des aufeinanderzugehen’s gemacht, auch ein Teileingeständnis der Schuld gehört dazu. Da der DBV hier aus der Vergangenheit ein Glaubheitsproblem hat, bedient er sich des LsV-Deutschland.
      Das wir hier eine Kulturlandschaft haben und keinen Urwald wird von niemanden angezweifelt, die Frage ist nur in welches Jahrhundert wollen wir wieder zurück?

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      • Ein Privatier sagt

        Wie weit zurück?
        Zurück ins gelobte Land, wo einst Mensch, Flora und Fauna gemeinsam in Frieden und Eintracht miteinander im bunten Reigen tanzten.
        Alternativ geht auch: Vorwärts immer, rückwärts nimmer!

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            • Karl Timme sagt

              Privatier, nein kein ABO, irgendwo live. Bin schon etwas älter leide vielleicht auch unter Demenz. Hatte doch diese Jahresvisa die F.-J. Straus organisiert hat.

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              • Ein Privatier sagt

                Hallo Herr Timme.
                Live bin ich bisher noch nirgends aufgetreteten. Vielleicht haben Sie „Ein Privatier“ hier auf Bauer Willis Seite irgendwo im Kommentarbereich gelesen …

                MfG
                Ein Privatier

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    • Stadtmensch sagt

      Auf der Zugspitze misst man den Anstieg der Lachgasemission. Wo kommt das her? Sehr interessant Abb5 in:
      https://www.dbges.de/de/system/files/Aktuelles/2018/sonderdruck_nitrat.pdf

      „Darüber hinaus ist der Stickstoff-Bilanzüberschuss die Quelle von N2 und N2O-Emission in die Atmosphäre. Letztlich wird der gesamte Überschussstickstoff durch Denitrifikation irgendwann gasförmig freigesetzt. Wie extrem die Lachgaskonzentration in der Atmosphäre, weltweit und auch an deutschen Messstellen angestiegen ist, wird in Abbildung 5 dargestellt. Zusätzlich zu den Stickstoffüberschüssen durch Düngung gibt es noch zusätzliche Einträge durch die N-Deposition aus der Luft. Diese liegen im Mittel für Deutschland im Jahr 2007 bei ca. knapp 22kgN/(ha x a), können in viehstarken Gebieten jedoch aufgrund der Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung auf 50 bis . 60 kg N/(ha x a) ansteigen.“

      Während die punktuellen Stickstoffeinträge von industriellen Direkteinleitern und kommunalen Kläranlagen seit 1983 deutlich um ca. 75,5% reduziert wurden, ist der Rückgang der diffusen Stickstoffeinträge mit einer Reduktion um ca. 24,8% deutlich schwächer ausgeprägt.

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      • Thomas Apfel sagt

        Die N-Einträge aus der und in die Luft sind Ergebnis jedweder landwirtschaftlichen Nutzung. Sie sind eine schwer bestimmbare Größe, sowohl hinsichtlich der Dynamik des Auf- und Abbaus, als auch in der absoluten Höhe. Der Reflex, dass auch der Anstieg der Gehalte in der Luft der Tierhaltung zugeordnet wird, ist in Mode. Dem steht aber entgegen, dass die Tierzahlen in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen sind, wie der Vertreter von LsV richtig bemerkte. Diese geschätzten Bilanzüberschüsse durch Emission in die Atmosphäre werden für die nationale N-Bilanz auf die Bilanzüberschüsse der landwirtschaftlichen Betriebe aufgeschlagen, auch hier ist viel Spielraum für Manipulation gegeben. Für einen erfolgreichen Humusaufbau im Boden sind über den errechneten Bedarf der abgefahrenen und verbleibenden Pflanzen hinaus mindestens 40 kg N/ha nötig. Eine nahezu „verlustfreie“ Pflanzenernährung ist nur in geschlossenen Systemen möglich.
        Das ganze „Bilanzdenken“ hat einen Kardinalfehler: Der Stickstoff, der im Humus gebunden ist (und bei Abbau desselben freigesetzt wird) ist irgendwann dorthin gewandert, und zwar in Zusammenhang mit dem natürlichen Humusaufbau und der damit verbundenen Kohlenstoffbindung im Boden. Man muss eher am Verständnis der Umsetzungsprozessse arbeiten, als das sinnlose Projekt einer Bilanzierung auf Null „Überschüsse“ zu verfolgen. Da im Übrigen Alles mit Allem zusammenhängt, dürfte der Temperaturanstieg, menschengemacht oder nicht, die Hauptursache für die Anstiege sein. Die Umsetzungsprozesse beschleunigen sich einfach, auch zum Beispiel in der Tundra.

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      • Schorsch Summerer sagt

        In kommunalen Kläranlagen wird der Stickstoff mithilfe von Lufteinleitung künstlich ausgetrieben. Die Behauptung dafür: ausgetrieben wird nur Luftstickstoff.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Das Haber-Bosch-Verfahren hilft, den „guten“ Luftstickstoff in „bösen“ Dünger für die Landwirtschaft zu verwandeln. In Sprengstoff ist auch jede Menge Stickstoff enthalten, evtl. sind die Kriege der Menschen in der Vergangenheit auch ein Grund oder die Blitze der zunehmenden Gewitter…oder, oder….Spekulationen über Spekulationen. Hauptsache der Hauptverursacher ist wieder ausgemacht: Die Landwirtschaft.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Naja, wenn in Ö. der Anteil der Messstellen mit Nitrat-Grenzüberschreitung seit der Düngeverordnung 2012 von 11,5% auf 9,7% zurückgegangen ist, dann dürfte das nitratbelastete Grundwasser sehr wohl etwas mit der landwirtschaftlichen Düngung zu tun haben. Vielleicht nicht nur, aber es lohnt sich für Landwirte trotzdem, in sich zu gehen.

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            • firedragon sagt

              Frau Ertl,
              es wurde nie bestritten, dass LW ein Teilproblem ist. Die Werte unter landwirtschaftlichen Flächen gehen zurück. Daraus ist zu schließen, dass die DüV, wie sie derzeit umgesetzt wird, erfolgreich ist – es braucht Zeit.
              Werte unter/bei Siedlungen sind der LW nicht zuzuordnen, werden sie aber.
              Sie haben doch die ganzen Wortwechsel hier im Blog mitbekommen – ich verstehe nicht ganz, warum Sie das anbringen.

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              • Elisabeth Ertl sagt

                Ich habe durchaus mitbekommen, dass D. ein unrepräsentatives Messnetz hat, welches geeignet ist, Landwirte zu Unrecht für Nitratwerte verantwortlich zu machen. Ö. hat ein repräsentatives Messnetz. Aber auch dort steigen lokal die Nitratwerte trotz DVO seit 2012 noch immer an, beispielsweise im Gemüsebaugebiet Marchfeld. Und ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass dort das Nitrat primär aus undichter Kanalisation stammt. Auch österreichische Landwirte werden daher ihre Düngermengen in den betroffenen Gebieten weiter reduzieren müssen, und das neue Regierungsprogramm sieht das auch so vor.
                Man wird wohl in D. parallel die Düngermenge reduzieren UND das Messnetz verbessern müssen, so sehe ich das.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Na, dann wäre es ja schon mal ein Schritt Richtung Ehrlichkeit, wenn man nicht andauernd ideologisch auf der Gülle durch Tierhaltung rumhacken würde, sondern das Kind auch beim Namen nennen würde, wenn es denn einen hat. (ich spreche hier nur für Deutschland, Frau Ertl!) Differenzierung wäre schon ein richtiger Fortschritt!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Frau Ertl,
                  der Verbraucher will eine tiefgrünen Salat und die Radieschen sind immer noch zu klein.

                  Nur die größten Erdbeeren,
                  die größten Kirschen
                  und die größten Zwetschen bringen einen Lohn, den man auch als Lohn bezeichnen kann.

                  Mit einer Unterversorgung bekommt man bei den Zwetschgen nur die Sorte II, die unser Erzeugermarkt nicht annimmt, weil der Preis unterirdisch wäre.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Hab gerade mein erstes Brot aus Futterweizen gebacken, war wider Erwarten keineswegs speckig. Ich propagiere das jetzt in meinem Einflussbereich.

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              • Brötchen sagt

                Drachen, auch Beiträge waren mehr als genug.
                Das ist alles von vorn bis hinten durchgekaut.
                In BB war ja eine Anfrage an das Parlament, weil es ja auch immer heiß,t es wird flächendeckend das Grundwasser verseucht.
                Es sind aber nur ganz wenige Messpunkte auffällig und die haben noch Belastung aus Ostzeiten.
                Glaube es ging um drei oder vier Messwerte und alles andere liegt weit unter dem Grenzwert.
                Ist ja auch logisch, weil es bei uns so gut wie keine Tiere mehr gibt.
                https://www.lbv-brandenburg.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2974:hysterie-ueber-nitrat-im-trinkwasser-in-brandenburg-unbegruendet&catid=87:aktuelles&Itemid=63

                Hier steht der Fakt, es wird aber Stimmung gemacht, dass flächendeckend das Grundwasser verseucht ist.

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  dann hoffe ich mal, dass Frau Ertl Deinen Kommentar ebenfalls liest.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Hab gelesen. Würde mich dafür stark machen, dass auch diese Messpunkte ins Netz aufgenommen werden.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Da kommt dann die Korrelations- Kausalitäts- Vermutung zum Tragen….dürfte/könnte/müsste….1,8% könnten als Differenz auch Messtoleranzen/-fehler sein, oder oder….

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die Darstellung ist in meinen Augen merkwürdig…die Unterschiede von 2000 bis jetzt sind mit marginalen Schwankungen versehen. Aber interessant ist die 50%tige Abnahme zwischen 1997 und 2000….DAS ist doch zu hinterfragen, was da psssiert sein muss.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard das ist auch wetterabhängig.
                  Du kannst ja immer nur auf Verdacht düngen. Z.B. ein paar extreme Regenfälle können schon einiges ausschwemmen.
                  Waren in der Zeit nicht auch viel Überschwemmungen.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  @Brötchen…..das weiß ich, deshalb finde ich es auch gewagt, von einer Abnahme zu sprechen, die lediglich eine „gewöhnliche“ Toleranz darstellt. insgesamt liegen die Werte doch seit 16 Jahren um und bei 10%. Nur die merkwürdige Abnahme von 1997 auf 2000 sollte doch zu Denken geben. Entweder stimmt hier was nicht, oder die Grundlagen der Bestimmung der Nitratwete haben sich geändert.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard das kann Wettereinfluss sein?!

                  Kann auch sein im Anbau was geändert.

                  Die Randbedingungen müssen immer genannt werden bzw. gehört da eine Einschätzung von Fachleuten, die die Hintergründe kennen dazu.

                  Z.B. liegt im normalen Schwankungsbereich oder ist auf den oder den Einfluss zurückzuführen.

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                • Brötchen sagt

                  @Reinhard entschuldige hat sich überschnitten, dachte ich hatte das doch nicht gepostet…

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                • Brötchen sagt

                  Ist dann meine Begründung, könnte ich dann für Österreich schreiben können.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  2006 und 2011 sind wir jeweils wegen steigender Werte von der EU ermahnt worden – mit Erfolg, wie man an der Kurve sieht.

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                • Lady sagt

                  „Find jetzt die Quelle nimmer, aber 1992 waren wir noch auf über 22% grenzwertüberschreitende Messtellen, 1994 dann auf 18,5% Wir waren ja vor dem EU – Beitritt Österreichs 1995 Umweltmusterschüler, aber dann sind wir durch den Konkurrenzdruck zurückgefallen.“

                  Elisabeth, das verstehe ich jetzt nicht. Nach diesen Zahlen sind doch zumindest die Nitratwerte nach dem EU-Beitritt besser geworden?
                  Ich möchte da aber keinen Zusammenhang sehen, finde die Grafik und auch die Erklärungen dazu wenig hilfreich. Da gibt es keine Tendenz und die Vermischung von Trink-und Grundwasser halte ich für extrem problematisch. Niemand entnimmt Trinkwasser unter einem intensiven Viehbetrieb. Und schon gar nicht in geringer Tiefe.
                  Und ob Österreich in diesem Punkt wirklich besser ist als D lässt sich nicht sagen, weil wir eben belastete Messstellen angezeigt haben. Und manche auch nicht unter landwirtschaftlicher Fläche.

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                • Elisabeth Ertl sagt

                  Ich behaupte auch nicht, dass wir besser sind, wir haben nur ein genaueres Messnetz. Von 2000 bis 2006 stiegen auch bei uns die Werte wieder an, deshalb bekamen wir eine Mahnung von der EU und haben reagiert, dann stiegen die Werte bis 2011 wieder an – wieder ermahnt – und dann gingen sie zurück. Ob Deutschland bei einem ebenso genauen Messnetz jetzt belangt werden würde oder nicht, das weiß man halt nicht.

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      • brouss sagt

        Wer Zeit hat kann hier was zu Lachgas lernen:

        https://mediatum.ub.tum.de/doc/1213242/1213242.pdf

        In Asien soll der Verbrauch von Harnstoff stark gestiegen sein. Dabei geht dann ein gewisser Teil als Lachgas in die Atmosphäre.

        Düngung mit Mist führt auch zu hohen Lachgasemissionen. Rindergülle und Mineral N zu weniger.
        Kleegrasumbruch und Mulchen führt auch zu hohen Lachgasemissionen.
        Von woanders habe ich in Erinnerung, dass Kompostierung auch viel Lachgas freisetzt.

        Fazit: Bezüglich Klimagasen schneidet die Bio-Landwirtschaft ziemlich schlecht. So geht es, wenn man immer nur soweit denkt, bis für den eigenen Geldbeutel passt.

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  3. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, um beim obengenannten Thema zu bleiben, was das Streitgespräch betrifft. Alle die hier Herrn Dickhof kritisieren ! Macht es doch einmal selbst vor den Kammeras und Mikrofonen.
    Hier im Blog, von zu Hause vom Sofa aus zu kritisieren ist doch ein Kinderspiel.

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    • Mark sagt

      @Brandenburgbauer
      Ich denke, ein feedback ist für die LsV und auch für Herrn Dickow hilfreich. Ich geh mal davon aus, dass Willi dies bei der Einstellung des Videos hier in den Blog beabsichtigt hat. Die LsV muss deutlicher, kantiger und faktenbasierter Argumentieren und dies müssen deren Vertreter/Sprecher ebenfalls umsetzen. Diejenigen, die nun schon mehrfach mit ihren Traktoren auf die Strasse gegangen sind, haben darauf Anspruch.

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    • Stadtmensch sagt

      Bei „satte Städter“ fehlt noch „linksgrün“ (aber darauf haben sie ja dankenswerterweise weiter unten schon hingewiesen). Da sieht man mal wieder, dass die wirklich nach jedem Strohhalm greifen, um ihrer Ohnmacht irgend eine Gefühl von Selbstwirksamkeit entgegen zu setzen. 😉

      Aber seien sie unbesorgt. In diesem Land wird Arbeit besteuert und nicht Vermögen.
      Deshalb können sie, sehr geehrter Privatier, ein leistungsloses Einkommen genießen und haben Zeit Kommentare zu schreiben. Freuen sie sich, dass „bewegungsbewegte WHES-Aktivisten“ und sonstige Lohnabhängige mit ihren Lohn- und Verbrauchssteuern ihre eigene Gängelung und Überwachung finanzieren und selbst mit noch so viel Topfschlagen keine Aussicht auf demokratische Gestaltung der Produktion im Allgemeinen und Besonderen haben (Megaställe, Gülletourismus, Sojaimport, Landgrabbing, Bodenverlust, Nitratverlust, vermeidbare THG-Emissionen, uvm.). Dass die zu blöd sind, eine ihnen angemessene politische Vertretung zu wählen, nur weil sie sich mit ihrem Häuschen, ihrem Automobil und ihrem Jahresurlaub zur „besitzenden Klasse“ bzw. zum Bürgertum zählen und Angst haben, dass man ihnen davon etwas wegnehmen könnte.

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          • Ein Privatier sagt

            Na, na, na!
            Der „Statdmensch“ hat’s bestimmt nicht so böse gemeint …

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          • Stadtmensch sagt

            Lieber Paulus, kommt da noch was von der FDP oder wollen wir dieses Armutszeugnis so stehen lassen?

            Irgendwas geistreiches wie z.B. „Wir brauchen keine Meritokratie, den Optionen qua Geburt, Heirat, Erbe reichen völlig aus für die Ausgestaltung eines nachhaltigen, politischen Rahmens für emsige Betriebsamkeit.“

            Oder „Wenn erst mal die Unterschiede weg sind ist jegliche Entwicklung tot“

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            • Inga sagt

              Nein, nicht die Provatiers sind schuld an den hohen Zinsen, die die Bauern für den Kredit des Stalles oder Mähdreschers abbezahlen müssen, sondern die Banker, die Fordern so viel Zins und Abtrag, dass der Bauer das letzte aus Boden und Stall rausholen muss und damit eventuell die Biodervisitat und den Tierschutt gefährdet.

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            • Paulus sagt

              Stadtmensch, du linke Bazille warst doch gar nicht gemeint. Ganz Unrecht hast du ja auch nicht mit deinem Vortrag, sage ich als FDP-Wähler. Aber tröste dich, selbst in der von mir präferierten Partei findet so gaaanz langsam ein Umdenken statt. Ob es ehrlich gemeint ist oder nur dem Stimmenfang dient habe ich noch nicht herausgefunden. Ich verteidige den Kapitalismus, aber beileibe nicht in all seinen Auswirkungen. Aber wenn es um die Fratzen der unterschiedlichen Auffassungen geht, dürften die Linken deutlich mehr Angst und Schrecken verbreiten. Komm runter Junge, ich hab den Eindruck wir verstehen uns schon.

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              • Ein Privatier sagt

                Paulus, Sie unterschätzen die anderen Kommentatoren, wenn Sie mit einem Brecheisen aus Gusseisen schuften.

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            • Lady sagt

              „Aha – Brecheisen aus Guss…
              Ist das ein Oxymoron oder so? “

              Stadtmensch, also Wirtschaft mag und kann ja nicht jeder. Aber der Spruch war klasse! Ich habe herzhaft gelacht.
              Ein Haus oder auch Boden ist aber schon Vermögen, oder? Und wird besteuert.

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            • Lady sagt

              „Aha – Brecheisen aus Guss…
              Ist das ein Oxymoron oder so? “

              Stadtmensch, für den Spruch gibt es eine Tüte Pferdeäppel. Geht im Garten immer. Ich habe herzlich gelacht.

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        • Stadtmensch sagt

          Merkt man doch gleich: ein echter Privatier. 😉
          Durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Nee, Kuchen kommt bei mir selten auf den Teller. Musste Anfang Januar schon 500 Tacken für Regenwaldaufforstung auf den Philippinen spendieren. Wir kennen die Leute die da pflanzen, deshalb wird es schon nicht wirkungslos versickern.

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          • Ein Privatier sagt

            Ich hoffe, dass man Sie nicht mit dem Märchen von den „Grünen Lungen“ über den Tisch gezogen hat.

            https://www.swr.de/wissen/1000-antworten/wissenschaft-und-forschung/1000-Antworten-Woher-kommt-der-Sauerstoff,1000-antworten-936.html

            „(…) Vor 1000 Millionen Jahren fingen Bakterien in den Ozeanen damit an, Sauerstoff zu produzieren. Später dann gesellten sich Algen dazu. Nicht zu vergessen: Die Kohlewälder vor 300 Millionen Jahren, die Unmengen von Sauerstoff freisetzten. (…)

            „Grüne Lungen“, unsere Wälder weltweit, können da nicht mithalten. Am Sauerstoffanteil der Luft ist die sogenannte „Landbiosphäre“ nur mit 0,7 Prozent beteiligt. (…)“

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              • Ein Privatier sagt

                Nun, hören wir diesem Schlauling doch mal genau zu:

                „(…) „Hätten wir seit der chemischen Revolution in den 1950er-Jahren nicht die Hälfte des Planktons getötet, hätten wir jetzt kein erhöhtes CO2 und keinen Klimawandel“, ist der Meeresbiologe Howard Dryden, Forschungsleiter der Stiftung „Global Oceanic Environmental Survey“ (GOES) in Edinburgh, überzeugt. (…)
                Dieser Meeresbiologe scheint noch nicht einmal zu ahnen, dass sich das sog. „Klima“ seit über 4 Milliarden Jahren „wandelt“, und zwar in jeder Pikosekunde.

                Wenn das mal kein waschechter „Klimaleugner“ ist, dann …

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        @ Stadtmensch

        In ihrer Post ist ein großer Neidfaktor enthalten.

        Denken sie immer daran,
        für einen armen Vater kann man nichts
        aber für einen armen Schwiegervater.

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  4. Obstbäuerin sagt

    Ich habe mal bei google SENDUNG INSEKTEN PESTIZIDE eingegeben. Die Fülle der Sendungen auf allen Kanälen und Sendeanstalten ist erschreckend und daraus resultiert folgerichtig die Forderung, Pflanzenschutzmittel nicht nur einzuschränken, sondern ganz zu verbieten. Das passiert doch nicht von ungefähr und die Protagonisten sind genau jene, die uns bei whs wiederbegegnen. Ganz vorn dabei ein Prinz Löwenstein. Auch wenn zur Zeit mit Engelszungen (Sieben Geißlein) geredet wird, weil sich durch LsV und Grüne Kreuze die Aufmerksamkeit verschoben hat, an den Positionen hat sich nichts geändert.

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  5. Brötchen sagt

    @Firedragon

    Eigentlich ist für Framing ein anderes Wort Propaganda.

    Ich denke man muss so einen „Framingbegriff“ gut durchdenken.
    Ausgehend von der Zielstellung:

    – wem will ich was vermitteln.
    – wie ist mein Selbstbild

    Und Du musst das lange Zeit durchhalten und darfst dabei nicht unglaubwürdig werden.

    Das ist was mir dazu einfällt.

    Es gibt dazu einen Film, habe ich aber noch nie gesehen, nur darüber gehört
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sie_leben

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      • Brötchen sagt

        Wer mit wachen Augen durch die Welt läuft, hat das schon geschnallt, wie das läuft.

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        • firedragon sagt

          Sind aber verdammt viele mit Sehschwäche unterwegs, gepaart mit Hörschwäche – sehr schlechte Kombi…

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ohne Brille könnte ich nicht mal deinen Text lesen, insofern……
          Evtl handelt es sich eher um Scheuklappen? 🙂

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            • Reinhard Seevers sagt

              Den hatte ich schon gesehen….zwei Brillen kann ich nicht tragen. Durch die erste Brille sehe ich es nicht, wenn die Scheuklappen weg sind, sieht man es aber! 🙂

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  6. Mark sagt

    Für meinen Geschmack war die Disussion zu „brav“ und Herr Dickow zu deffensiv. Der Zuschauer fragt sich möglicherweise (immer noch), warum die Bauenüberhaupt auf die Strasse gegangen sind. Gerade in Bezug auf Wasserqualität und Artenschutz hätte Dickow mit Fakten auf die Falschaussagen von Richartz kontern müsssen.

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    • Obstbäuerin sagt

      Da stimme ich Dir zu, Mark. Das hat Andresen wirklich im Gespräch mit Hofreiter besser hinbekommen. Aber hier kommen zwei Dinge zusammen: erstens ist Frau Richartz medienerprobt als Kampagnenleiterin von Meine Landwirtschaft, also NGO-Mitarbeiterin in gehobener Stellung und zweitens ist ein Bauer, auch wenn er Sprecher der LsV ist, kein Profi auf diesem Gebiet.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Herr Dickow war besser als manch ein anderer der sich der Presse gestellt hat.

        Gerade jetzt kommt zum Vorschein, dass die Außendarstellung sträflich vernachlässigt wurde, genauer gesagt, man hat sich nicht verteidigt, sondern sich für das entschuldigt, was die Politik, der Handel und der Verbraucher bestimmt hat.

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        • Obstbäuerin sagt

          Nicht nur die Außendarstellung wurde vernachlässigt, sondern auch die Zusammenstellung von unseren Argumenten und Fakten aus der Praxis. Das fand ich z.B. total gut, wie Andresen auf die mecklemburger Studie verwiesen hat, die überhaupt keinen Insektenrückgang nachweisen konnte und gleichzeitig seine privaten Erfahrungen dargelegt hat. Das ist doch genau wie mit der Nitratbelastung, dort wo es weniger Insekten gibt, muss man nach den Ursachen suchen und dort wo es es keinerlei Schwund gibt, muss man doch fragen, warum das trotz Glyphosat und Pflanzenschutzmitteln so ist.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Es ist aber schwierig fachliche Diskussionen öffentlich zu führen. die einen sagen, der Humus geht zurück, der andere sagt, mehr Humus bindet mehr Co2, der dritte meint, es ist alles evtl. anders.
            http://www.agrarfakten.de/humus-als-co2-senke/
            Wie soll man diese Diskussion öffentlich führen? Ist beim Nitrat nicht anders, und beim Tierwohl und beim Pflanzenschutz.

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            • Obstbäuerin sagt

              Wenn die Medien unabhängig und neutral berichten würden, gäbe es überhaupt kein Problem. Wann hat es in den letzten drei Jahren einen Bericht im Fernsehen (egal wo und wann) gegeben, in dem eine intakte Landschaft hier in Deutschland gezeigt wurde – mit Wildbienen und Schmetterlingen und unzähligen Vogelarten inmitten von moderner Landwirtschaft. Wenn mir einer so einen Beitrag zeigen kann, lade ich ihn zu einem Kaffee ein aber nur mit Kaffeesahne, Zucker und Torte (wahlweise auch Knacker mit richtigem Fleisch).

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              • Paulus sagt

                Gibt es seit Jahren, liebe Obstbäuerin, du musst nur mal wieder Westfernsehen gucken. Eine Sendereihe des WDR nennt sich Land & Lecker. Da werden Landfrauen im Panoramabus durch wunderschöne Gegenden gekarrt um sich gegenseitig beim Kochen zu überbieten. Demnach gibt es „nur“ idyllische Bauernhöfe mit glücklichen, nicht ausgelasteten Bäuerinnen, Blümchen, Bienen, Schmetterlingen und zwitschernden Vögelchen. Verstehe gar nicht aus welchem Grund meine Frau das immer unwirsch als Seifenoper bezeichnet, kommt doch von einer ausgesprochen seriösen Sendeanstalt.
                Bekomme ich ausnahmsweise einen Kaffee ohne Sahne, Zucker und Torte? Einen Knacker mit Bautz‘ner Senf nehme ich gerne. 🙂

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                • Obstbäuerin sagt

                  Paulus, genau diese Sendungen meine ich nicht und da geht es ja auch nur ums Bewirten und Wohlfühlen. Eine Sendung über Biodiversität in einem Gebiet, in dem konventionelle Landwirtschaft betrieben wird und das Vorkommen von Insekten, Pflanzen und Vögeln positiv dargestellt wird (wie z.B. in McPomm, oder am Bodensee oder bei uns) gibt es nicht. Das ist auch nicht lustig, weil es dazu führt, dass Insektensterben und konventionelle Landwirtschaft medial quasi eine Einheit bilden und dem ist nicht so.

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                • Brötchen sagt

                  Paulus die Serie kommt in allen regional Programmen. Letztens war eine Bäuerin aus der Nähe von Lychen. Die Sendung gibt es auch so ähnlich in Bayern. Ich habe die früher mal gern gesehen, ist auch mehr so heile Welt fernsehen, ohne Probleme und so.
                  Naja eben es für Hofladen Junkies.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Eben,
                  mit dieser Sendung machen die Frauen Werbung führ ihren Hofladen.

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      • Bauer Willi sagt

        Frau Richartz war (oder ist?) Mitarbeiter von Greenpeace. Sie hat auch in Brüssel gearbeitet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      So lange sich die beiden Fraktionen gegenüberstehen, werden sich die Menschendraußen im Land immer fragen: Was wollen die eigentlich?
      Es ist völlig undurchsichtig für Außenstehende, weil niemand eine wirkliche Aufklärung betreibt, und weil die Aufklärung so komplexe Problemstellungen hervorrufen würde, dass man sich wieder bei Schlagwortattacken treffen würde.

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    • brouss sagt

      Am Schluss sagt er: „….., aber wir sind bemüht es besser zu machen!“

      Das ist eigentlich ein Eingeständnis, dass er es momentan nicht gut macht.

      Da muss LsV eine Kommunikationsagentur engagieren und dann müssen da Antworten auswendig gelernt werden.

      Momentan erinnert mich das Ganze an die Bauernkriege im Mittelalter, die dann doch verloren wurden.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Genau das hab ich auch gedacht…..ist aber bei jeder Diskussion so, dass ein „Teil-Schuldgeständnis“ angehängt oder eingefügt wird, dass schlussendlich die Meinung des Gegenüber als „wahr“ entlarvt.
        Es reicht heute aus, wenn bei 10 Lügen eine Wahrheit dabei ist. So arbeitet Trump nur….und die Anhänger folgen ihm.

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      • firedragon sagt

        brouss,
        die LW macht es momentan gut, selbstverständlich zu gut…
        Das schließt nicht aus, manches „besser“ zu machen und selbst wenn die LW sich dazu entschließen sollte manches besser nicht zu machen – „E“

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    • Jochen Böhrer sagt

      Ich gehe da weiter. Der Einstieg von Dickow war unter aller Sau. „Wir würden gerne das Trinkwasser besser schützen, wir würden auf das ein oder andere Mittel gerne verzichten bla bla.. aber die Rahmenbedinunge sind so gesetzt, dass es uns anders nicht möglich ist“. Mit anderen Worten: „Wir geben zu, dass wir Umweltschweine sind.. aber die Politik zwingt uns dazu“. Und somit übernimmt er 1:1 die Parolen von Göhring Eckhardt, nachdem wir von der Politik gezwungen Tiere quälen, Umwelt vergiften usw… Im weiteren Verlauf wird er dann etwas besser.

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      • firedragon sagt

        Herr Böhrer,
        könnten Sie es besser?

        Warum spenden nicht alle an LsV?

        Die Sprecher werden mit dem Geld gesponsert und in der Kunst der medienwirksamen Rhetorik ausgebildet, zudem in Körpersprache und Optik.

        Hoert auf mit dem Nöhlen, gebt
        denen, die für andere ihre Köpfe hinhalten, wenigstens eine Hilfestellung.

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  7. Obstbäuerin sagt

    Frau Richartz hat ihre Positionen mit Hilfe des Moderators sehr gut anbringen können und mit falschen Fakten untermauert.
    Ihre Behauptung: es gehen immer mehr Menschen gegen die industrielle Landwirtschaft auf die Straße (wahlweise auch gegen die Politik) dann stimmt das so nicht. Es waren 20.000 Traktoren mit etwa 50.000 Bauern in Deutschland auf der Straße, die nicht gegen Insektenschutz oder gegen Umweltauflagen demonstriert haben, sondern für das Überleben der modernen Landwirtschaft.
    Aber in Berlin waren in diesem Jahr 27.000 Aktivisten, darunter vielleicht 0,2 % Bauern, auf der Straße. Das sind 8.000 (oder 23 %) weniger als im Vorjahr und vielleicht oder ganz sicher haben die Grünen Kreuze und die Aktivitäten der LsV dazu beigetragen, dass wieder ein realistischeres Bild der modernen Landwirtschaft bei vielen Bürgern ankommt.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Die ganzen Proteste, die Demos, die Aktivitäten um um den Volksantrag haben zumindest dazu geführt, dass große Teil der Bevölkerung sich man Gedanken gemacht haben, über diejenige, die für die Ernährung sorgen.

      Eine Frau fiel aus allen Wolken, als ich ihr sagte, dass BIO Bauern mehr Pflanzenschutzmaßnahmen durchführen müssen, als konventionelle.
      Noch krasser war ein ehemaliger Lehrer, der in Form von 2 Leserbriefen behauptete, dass ein Pflanzenschutz nicht nötig wäre, weil es vor 60 Jahren auch ohne Pflanzenschutz ging.

      Es war Zufall, dass ich auf eine Veröffentlichung in einem Verkündigungsblatt stieß und die auch in einen Leserbrief von mir einfließen lies:

      Im Verkündigungsblatt von xxxxxxxxx, Ausgabe vom 14. Mai 1932 stand ein Spritzaufruf, man solle die fressenden Schädlinge mit Bleiarsenat oder einer 2 prozentigen Nikotinseife behandeln. Kein Obsterzeuger sollte diese Behandlung unterlassen.

      Offensichtlich habe ich diesen Mann mit meinem Leserbrief zufrieden gestellt.

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  8. Astorianer sagt

    Wie ich die Sache sehe, hat die Spaltung der Bauernschaft, die Groko zu verantworten, als sie den Beschluss gefasst haben, dass die überwiegende Mehrheit der Bauern, nach der Pfeife der Grünen, den NGO,s und dem kläglichen Rest der Bauern, tanzen sollen. Die Amerikaner beginnen einen Handelsstreit mit China, auch um ihren Bauern zu helfen. Und was machen die Deutschen, die fahren die Landwirtschaft an die Wand.

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  9. Christian Bothe sagt

    Ohne mir das anzuschauen, mein Kommentar zu WHES! Eine schöne „Karnevalsveranstaltung“ mit Topfschlagen etc.Hoffentlich gab‘s genug Kamelle für die Zuschauer…Abl als Organisator,Klimaaktivisten,BÖLWund die „Jugendorganisation“FFF.Der Umzug war sicher toll.Was hat dieser ganze Spuk aber mit effektiver nachhaltiger LW zu tun??Agrar- und Zeitenwende braucht kein Mensch und die ökologische LW wird niemals 10 Milliarden Menschen auf der Erde ernähren können.Unsere LW ist auf dem richtigen Weg und das in der Tierproduktion aber auch im Pflanzenbau.Investitionen ins Tierwohl, Leistungssteigerungen unserer Nutztiere, sparsamer Umgang mit PSM sind die Ergebnisse einer positiven Entwicklung.Leider bremsen die Administration im Berlin und Brüssel dies mit unsäglichen Beschlüssen und Verordnungen aus und deshalb ist LsV, WMES u.a.Aktionen wichtig und nicht diese jährliche Wiederholung des Zirkus um WHES und Gefolge…

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    • Ottmar Ilchmann sagt

      „Ohne mir das anzuschauen…“ Welch ein Eingeständnis von Borniertheit und Ignoranz. So spricht man seinem „Diskussionsbeitrag“ von vornherein jede Relevanz ab.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Sehr richtig! Aber ihr Beitrag ist auch nicht gerade von weiter führenden Argumenten gefüllt, finde ich.

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      • Christian Bothe sagt

        @Ilchmann,stimmt Sie haben recht, aber man kann es manchmal nicht mehr ertragen…Ich wundere mich, das Sie als erfolgreicher Milchbauer so rückwärts gewandt diskutieren.

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        • Ottmar Ilchmann sagt

          „Erfolgreicher Milchbauer“ ist unter den herrschenden Rahmenbedingungen, gerade noch einmal zementiert durch die „Sektorstrategie“ von MIV, DRV und DBV, ein Widerspruch in sich, Herr Bothe.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Ich habe da mal eine Frage….Angenommen ein wirklich erfolgreicher Milchbauer (fiktiv) möchte seinen Stall erweitern, weil Nachfolger vorhanden und Einkommen gesichert werden soll. Nun bekommt er weder eine Förderung aufgrund fehlender Weidehaltungsmöglichkeit, noch eine Beuagenhemigung wegen nicht ausreichendem Abstand zu Nachbarn, Wald, Biotop, FFH- Gebiet etc. An wen soll er sich wenden, zwecks Draufschlagen auf denSack. An den BDM oder den DBV? Nun?

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          • Christian Bothe sagt

            @Ilchmann,nun wollte ich Sie mal loben und Sie grätschen wieder dazwischen…

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  10. firedragon sagt

    Guten Morgen,

    ein Dankeschön an Frau Richartz und Herrn Dickow für dieses ruhige Gespräch.

    Was mir immer mehr auffällt – es sind die Medien, die durch gezielte Wortwahl versuchen, Landwirtschaft zu spalten.

    Ich denke, es ist an der Zeit, dass sich ausschließlich die Landwirtschaft aller Bewirtschaftungsweisen zusammen setzen, um erst einmal Definitionen verschiedener „Schlagworte“ festzuschreiben.
    Nur, wenn jedem klar ist, was ein „bäuerlicher Betrieb“ oder „Agrar Industrie“ oder „mittelständischer Betrieb“ usw ist, kann an praxisorientierten Lösungen ZUSAMMEN gearbeitet und vor der Politik gestritten werden.

    Weiter ist es an der Zeit, das ein Umdenken in den landwirtschaftlichen Köpfen stattfindet und dem „Konvi“ ebenfalls öko zugesteht. Es kann heutzutage nicht sein, nur weil der Betrieb eher konventionell arbeitet, dieser nicht auch in Teilen öko sein kann oder darf.

    Zum Schluss :
    Ich finde es immer „lustig“, wenn Imker mit Nutzbienen auf dem Stecken, gegen Insektensterben auf die Straße gehen.

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    • Karl Timme sagt

      firedragon, jedes dieser Schlagworte transportiert eine Botschaft, die über viele Jahre hier aufoktuiert wurde. Das hat den Autoren dieser Botschaften sehr viel Arbeit gekostet. Wichtig war dabei, diese Schlagworte durften -keine- klare Definition erfahren. Dieses durfte ich in vielen Gesprächen über das Thema der klaren Definition erfahren, da war die Relevanz ob Bio oder Konventionell wesentlich wichtiger.

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      • firedragon sagt

        Ich werde nicht darüber urteilen, ob eine Definition eines gebräuchlichen Schlagwortes gut oder schlecht ist.
        Es ist allerdings so, dass jeder, bei bestimmten Wörtern, ein, für sich, legitimes Bild vor Augen hat. Bei Diskussionen prallen dadurch Welten aufeinander und es macht die Zielfindung, die auf unterschiedlichen Wegen gangbar ist, evtl unnötig schwierig.
        Im Übrigen war es nur eine Anmerkung von mir. In wie weit Entscheidungsträger darin einen Nutzen für die gesamte LW sehen oder eben nicht, werde ich wohl nicht beeinflussen können.

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        • Brötchen sagt

          @Firedragon,

          Heute interesssiert sich niemand (ehrlich) mehr für Fakten oder Zusammenhänge, außer direkt arbeitende Fachleute.
          Deshalb werden auch ganz selten Fachleute/Spezialisten eingeladen, um eine Meinung zu einem Sachverhalt abzugegeben.
          Heute im Radio sollte ein Vegetarier vom Institut für Klimafolgenforschung die Frage des Moderators beantworten, wieviel CO² und NH³ eingespart werden, wenn einmal in der Woche auf Fleisch verzichtet wird.
          Konnte er nicht, weil er bestimmt keine Zahl kannte und 300g mal 82 Mio nicht rechnen kann.
          Zumal das eine Milchmädchenrechnung ist, weil ja unterschiedliche Fleischteile in der Wurst/verarbeitenden Ware sind und noch andere Dinge eine Rolle spielen.
          Landwirtschaft und Tierhaltung war schon mal als größter Treibhausverursacher genannt.
          Letztens einen schönen Vergleich gehört. 1950 sind weltweit etwa 25 – 50 Mio Menschen jährlich gereist, heute reisen ca. 1,2 Mrd Menschen durch die Welt.
          Glaube da sind keine Geschäftsreisen dabei.

          Ideologisch werden Botschaften die „geframt“ sind ständig in die Welt gebracht, bis man die Deutungshoheit errungen hat.

          „Bäuerlicher Familienbetrieb“ ist eigentlich auch ein Framingbegriff wie „Massentierhaltung“.

          Es wird der Framingbegriff mit Adjektiven und Botschaften/Wertungen versehen.
          Irgendwann ist der Begriff so in den Köpfen, das keine sachliche faktenbasierte Argumentation dagegen ankommt.
          Deshalb macht es eigentlich keinen Sinn, sich nochmal um eine richtige Definition zu bemühen.
          Ich glaube es hilft nur einen „Gegenframing“ Begriff zu kreieren und den mit Botschaften zu befeuern.

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          • firedragon sagt

            Die sichere Landwirtschaft

            Stärke für Deutschland
            Innovation in umweltschonende Technik
            Culturlandschaft für Vielfalt
            Handlungsfähigkeit auf dem Acker
            Ernährungssicherheit für Menschen
            Respekt für Tier und Umwelt
            Erhaltung natürlicher Ressourcen

            -die sicherste LW, seit es LW gibt! –

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            • Brötchen sagt

              @Firedragon

              Eigentlich ist für Framing ein anderes Wort Propaganda.

              Ich denke man muss so einen „Framingbegriff“ gut durchdenken.
              Ausgehend von der Zielstellung:

              – wem will ich was vermitteln.
              – wie ist mein Selbstbild

              Und Du musst das lange Zeit durchhalten und darfst dabei nicht unglaubwürdig werden.

              Das ist was mir dazu einfällt.

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            • Karl Timme sagt

              firedragon, jetzt noch zu jeder Zeile eine leicht verständliche und vorallem gängige Geschichte.

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              • Brötchen sagt

                @Karl, die „Framingbegriffe“ von Firedragon sind nicht gut durchdacht

                analysieren wir den Begriff „Massentierhaltung“

                Der will negativ vermitteln, welche Tierhaltung schlecht ist.
                Aber nicht direkt sondern unterschwellig.

                Der Begriff Massen ist in der Regel negativ besetzt, weil bedeutet in aller Regel unverhältnismäßig viel.

                Der Begriff wird sonst nicht so benutzt in anderem Zusammenhang und ist leicht zu verstehen in seiner Bedeutung.
                Der Begriff grenzt gross von klein rel. gut ab.

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                • Brötchen sagt

                  den Begriff „Essensmacher“ finde ich z.B. gut.

                  Oder „Dein ehrlicher VorOrtBauer“ so in der Art

                  Landwirt mit Herz und Leidenschaft

                  Landwirtschaft ohne Schischi, hart aber herzlich

                  Bauer Willi an sich ist ja auch schon ein guter Begriff… der Name suggeriert Lebensalter, Erfahrung

                  man hat da ein gewisses Bild im Kopf

                  Man müßte herausarbeiten, was einen konv. Landwirt von einem Biozausel unterscheidet 😉

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                • Karl Timme sagt

                  Brötchen, ich gebe dir recht Schlagwörter sind einprägsamer als Wortzeilen, vorallem wenn diese schon eine Geschichte mit bringen, die nicht erst neu erfunden werden muß. Das ist im negativ Framing leichter. Positive Geschichten vorallem Zukunftorientiert sind rar.

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                • Karl Timme sagt

                  Brötchen, nehmen wir die Begriffe Bauern und Landwirt. Welche Geschichte transportieren diese beiden Begriffe. Bauer-Bauernbefreiung-Dümmster Bauer>Kartoffeln- u.a. ; Landwirt-modern-Zukunft-technisierte Landwirtschaft-ausgebildete Beriebs(Agrar)wirte- u.a.

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                • Brötchen sagt

                  @Karl

                  Bauer zu verwenden, ist vielleicht nicht so elegant. Da hast Du recht.

                  Die Schlagwörter oder auch ein Slogan kann man ja flankierend mit Botschaften „freischiessen“ 😉

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                • firedragon sagt

                  Mein Begriff nennt sich : „sichere“ – abgeleitet von Sicherheit = Gegenteil von Angst und Panik.
                  Der Landwirt steht mit seiner fachlichen Ausbildung und der praktizierten LW für Sicherheit, daran kann keiner rütteln.
                  Das Wort
                  S
                  I
                  C
                  H
                  E
                  R
                  E
                  beinhaltet alles das, was ich angegeben habe.
                  Das ist sichere LW, das ist der Landwirt, dafür kann er garantieren, das ist seine Leistung.

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                • Brötchen sagt

                  Drachen, das muss Dein Botschaftsempfänger aber auch so sehen bzw. assoziieren.

                  Die Botschaft allein nutzt Dir nichts, wenn Du sie nicht unter die Leute bekommst.

                  Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Die sog. Massentierhaltungsverordnung von 1975 definiert z.B. einen Schweinemastbestand ab 1250 Tierplätze als solche. Seitdem streiten wir aber gefühlt schon. Richtig zur Sache geht es seit den 90er Jahren, als die Beantragung der Genehmigung hierfür öffentlich wurde und die Bevölkerung sah, wie viele „Massen“ wir haben…..
                  Nun wurde der Begriff zum Kampfbegriff für alle, die gegen diese Form der Tierhaltung sind. Da seit 1975 die Mehrheit der Ställe über der damals genannten Zahl liegt, denken eben alle, wir müssen gegen diese Zunahme kämpfen.

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                • Karl Timme sagt

                  Brötchen, sehr schöner Vergleich: diese 3 Worte erzählen eine lange Geschichte -Wurm-Angler-Fisch. Solche Framingbegriffe brauchen wir in der Landwirtschaft um einprägsam Botschaften zu tranzportieren. Das Wort >Sicher< von firedragon ist schon einmal ein guter Anfang, noch fehlt hier der Bezug zur Landwirtschaft.

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                • Brötchen sagt

                  Reinhard jede konv. Tierhaltung wird in den Medien als Massentierhaltung bezeichnet.
                  Ist synonym.
                  Das ist wie wenn Du als Kind mal auf die heiße Herdplatte gefasst hast, zuckst Du schon bei Nennung des Begriffes zurück.
                  Im Osten wurden wir darauf dressiert, nicht über den Rasen zu laufen, deshalb laufen wir in der Regel immer schön drum herum, bzw. mind. mit schlechtem Gewissen drüber.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich sehe schon, ihr kommt dem campaigning immer näher!😏

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  ich habe doch erst heute um ca 10 Uhr angefangen, da kann ich das doch nicht um 13.30 Uhr schon in allen Köpfen der Nation verankert haben – ich bin auch nur ein Mensch und arbeite neben der Gedankentipperei auch noch… ich kann ja schon viel, zaubern gehört leider nicht dazu.

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                • Brötchen sagt

                  @Karl es nutzt Dir schon was, wenn der Wurm schön aussieht, weil der Angler würde den ja kaufen.

                  Bsp. aus der Lw….wenn das Futter aromatisiert ist z.b. und schön riecht, assoziert man ja damit angenehme Gefühle. „Ach heute kommt wieder schönes Futter, was so schön riecht, das tut meinen Tieren gut, das brauche ich.“. :))

                  Nur mal so als Bsp…..der anderen Art

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              • Karl Timme sagt

                Rainhard Seevers, wenn Herr Fielmann die 30-fache Größe aber bio betreibt, ist das keine Massentierhaltung. Beim konv Nachbarn aber schon.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Kommt drauf an..,..die Verordnung galt ja nur für Tierhaltung in Ställen. Wenn 3000 Rinder unter freiem Himmel laufen auf 10000ha, dann ist das formal keine Massentierhaltung. Ist aber abhängig vom Betrachter….🤗

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                • Brötchen sagt

                  Es geht doch in Wirklichkeit nicht, um die Menge der Tiere, was ein Laie sowieso nicht einschätzen kann.
                  Es geht um das Gefühl ein GUTER Mensch zu sein! Um mehr geht es nicht.
                  Ich war früher öfter mal im Biomarkt und habe die Muttis mit leuchtenden Augen gesehen, die ihren ganzen Wochendeinkauf aufs Band gelegt haben.
                  Ich kam da als Penner, von meiner Hobbyfarm dreckig und stinkend und habe mir Käse und Bier und Körners gekauft.

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  ich erkenne mich in Deinem letzten Satz wieder… Gute Gefühle kann man in dem Aufzug allerdings nicht verströmen.
                  Daran muss gearbeitet werden – dringend 😷

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            • firedragon sagt

              Dafür – die sichere Landwirtschaft – habe ich schon einen kompletten Film in meinem Kopf… leider eben nur da…

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              • Brötchen sagt

                @ drachen Du siehst das ist richtig Arbeit!

                Mach mal Brainstorming und schreib Dir Assoziationen auf.
                Du müßtest herausarbeiten, was steht für das, was Dein „Alleinstellungsmerkmal“ wäre bzw. was Deine „nackte“ Botschaft wäre als Abgrenzung für das was es schon gibt, bzw. was Du kannst was andere nicht können, oder was Du besonders gut kannst.

                Du musst das aber dann bis in alle Ewigkeit durchhalten und darfst vom rechten Weg nicht abweichen.
                Soll heißen Du musst Dir überlegen, ob Du Deine Botschaft immer gut mit anderen Erklärungen usw. unterfüttern kannst.

                Das wäre jetzt mein Brainstormink 😉 ing

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                • Brötchen sagt

                  Mir fällt gerade ein auf Netflix kam eine schöne Serie über einen Autisten….der Titel war „ATYPICAL“
                  ich glaube die hatten einen Buchstaben manchmal von dem Titel auf den Kopf gestellt.

                  Jedenfalls der war so putzig, das man sich selber auch so einen Autisten als „Haustier“ gewünscht hätte….;)

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                • firedragon sagt

                  Brötchen,
                  ich hatte schon Brainstorming und hier aufgeschrieben – scheint aber nicht zu rocken…

                  Ich stehe dazu, dass die Landwirtschaft (auch wie unser Betrieb sie ausführt) sicher ist.

                  Es kann sich ja jeder selbst Gedanken über meine aufgezeigten Punkte machen. Betrachtet die Arbeitsweise Eures Betriebes und beurteilt diese, die Betriebe werden sich dort in vielen Punkten wiederfinden.

                  So, aber jetzt muss ich mich echt auf meine Arbeit konzentrieren. Tschö, bis später.

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