Bauer Willi
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Insektenstudie: Weniger Weidegang – weniger Insekten

Das Thema des “Insektensterbens” ist etwas aus den Schlagzeilen verschwunden. Herwig Scholz, ehemaliger Mitarbeiter der LWK NRW und Biobauer im Nebenerwerb lebt und arbeitet in der Nähe von Krefeld und kennt sich mit den Bedingungen vor Ort gut aus. Er hat mir die nachfolgende Präsentation geschickt:

Weniger Weidegang heißt auch weniger Insekten

Das besondere Augenmerk möchte ich auf die Folie 22 und folgende legen, aus denen deutlich wird, dass sich die Verhältnisse im Orbroicher Bruch seit der Umwidmung in ein Naturschutzgebiet entscheidend geändert haben. Dass dies Auswirkungen auf die Insektenwelt hat, ist nachvollziehbar und logisch. Leider war die Entwicklung für die Insektenvielfalt und die Biomasse negativ.

Um es deutlich zu sagen: Der Naturschutz und nicht die Landwirtschaft hat im Orbroicher Bruch im Wesentlichen zum Rückgang der Masse der Fluginsekten geführt. Das Sterben der Bauernhöfe hat diesen Trend noch unterstützt.

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63 Kommentare

  1. Brötchen sagt

    Zu dem Vortrag:
    Danke für die fundierte Darstellung!

    In Zukunft muss ja jedes Mistlager und jeder Güllebehälter abgedeckt sein, nicht nur auf dem Feld.
    Nicht nur der Rückgang der Weidehaltung ist zu verzeichnen auch die Verteilung! der Viehbestände insgesamt.
    Die Weidetierhaltung extensiv hat ein Kostenproblem.
    Selbst Mutterkuhhaltung war schon immer hart an der Grenze der Rentabilität und wird immer schwieriger, je höher der Aufwand wird.

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      • Smarti sagt

        Inga, Mutterkuhhaltung ( Muttertierhaltung ) ist ein anderer Ausdruck für Fleischrinderhaltung in Herden. Dabei werden die Kühe nicht gemolken und die Kälber bleiben bei der Kuh. Normalerweise während der Weidesaison von März bis November. Danach werden die Kälber abgesetzt und noch einige Monate oder länger im Stall gemästet. Bei Bio ist das jetzt nicht mehr erlaubt – die dürfen nicht mehr im Stall gemästet werden – außer es ist Winter, und die Tiere werden im Laufstall gehalten 🙂 .

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        • Brötchen sagt

          fachl. Anmerkung:

          Mutterkuhhaltung ist eigentlich vom Verwertungsaspekt und der Effektivität volkswirtschaftlich schwierig.

          Besser ist eine kombinierte Nutzung.
          Deshalb gab es zu Ostzeiten das Zweinutzungsrind SMR was eine Neuzüchtung war.
          Oder das alte DSN was es im Osten auch noch gibt.

          Wiederkäuer haben eine extrem schlechte Schlachtausbeute und das Rind ein sehr langes Generationsintervall und eine sehr geringe Vermehrungsrate.
          Das ganze ist aus rein biologischen Gründen schon wirtschaftlich schwierig.

          Das macht eigentlich nur Sinn in großen Maßstab wie in USA, Brasilien oder Argentinien.

          Aus dem gleichen Grund wird das Schaf auf immer größer und hat immer mehr Mehrlingsgeburten.

          Böse gesagt, entwickeln sich moderne Schafrassen zum grasfressenden Schwein.

          Je fleischreicher eine Fleischrasse ist, umso höher ist die Schlachtausbeute, sind nur ein paar Prozent, aber das läppert sich.
          Aber umso anspruchsvoller ist auch die Haltung und Fütterung.
          Kommt nun der Wolf ins Spiel, ist das schwierig.
          Bei einer Milchkuh oder einem Huhn, hat man ein Tier was man jeden Tag “unterhalten” muss, das einem aber fast jeden Tag einen Ertrag bringen.
          Manchmal nicht viel, aber das summiert sich schnell.

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    • Pälzer Buh sagt

      “In Zukunft muss ja jedes Mistlager und jeder Güllebehälter abgedeckt sein, nicht nur auf dem Feld.”

      Umgekehrte Sachverhalts Frage: Warum muss dann nicht jeder “Haufen” (egal welcher Rasse) in der Weidetierhaltung abgedeckt werden, wenn dieser doch so “schädlich” ist, z.B. durch Grundwasser Nitratbelastung. Aber Misthaufen in XXL eine wasserdichte Abdeckplane erfahren muss. Wo liegt da der Unterschied? An der Verteilung? Lächerlich…..

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      • Smarti sagt

        Pfälzer Buh, in der Schweiz gab ( oder vielleicht gibt es immer noch ? ) es tatsächlich einmal Prämien für Mini-Misthaufen aber akkurat gestapelt auf der Weide. Also nicht einfach die Kuhfladen kreuz und quer verteilt, sondern fein säuberlich zu kleinen Haufen aufgeschichtet.
        Im Kuhstall braucht es einen DIN so und so zertifizierten Beton, zweifache Eisenarmierung und eine von einem Fachmann zertifizierte Bestätigung, dass der Boden dicht ist. Ob darunter sowiso “dichter” Lehm ist, interessiert nicht. Der befestigte Auslauf davor braucht einen Rand, damit kein Tropfen kontaminiertes Wasser auf die Wiese läuft, plus eine Güllegrube für das Regenwasser. Zusätzlich wird noch rundherum kontrolliert, ob auch wirklich nichts unerlaubt irgendwo “hinschwimmt”. Einen halben Meter davor auf der Wiese, dürfen die Kühe dann sch… soviel sie wollen.
        Da wir in einem Wasserschutzgebiet sind, ist Weidetierhaltung grundsätzlich verboten. Es sei denn, die Wiese ist “grün” – also ohne Matsch.
        Jetzt sucht der Biokontrolleur nach frischen Kuhtritten ( der Anfang von Matsch ) als Beweis, dass die Kühe täglich auf der Weide sind.
        Der “untere Naturschutzbehörde- Dings”, ( die heißen bei uns alle nur Kontrolleur ) übrigens ein sehr freundlicher Mann, sucht hingegen gleichzeitig nach matschigen Stellen – die ja verboten sind. Vorsortiert wird per Google Maps…
        Vor Allem die Pferdehalter können es nicht begreifen – da hast Du riesige eigene Weiden – und eine solche “Angst” vor einer kleinen braunen Fläche.. die Sanktionen können schnell mal einige Hundert – im Wiederholungsfall auch Tausend Euro ausmachen.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Ja, das ist doch schön, die Schweiz ist eben eine große HO-Bahnidylle…..😎
          Wie geht man dann mit den Suhlen bei Freilandschweinen um?
          Es ist also doch besser die Tiere in einem klinisch reinen, und mit einer Abluftfilteranlage versehenen Stall unterzubringen. Die Schweiz ist ein schönes Land…dort lassen viele ihr Geld reinigen….sauber, rein, weiß! Demnächst green – gewasht!

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          • Smarti sagt

            Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt, nur der erste Abschnitt mit den Misthäufchen auf der Wiese betraf die Schweiz.
            Der Rest ist Baden-Würtemberg aktuell. Tatsächlich müssen unsere Wiesen eben grün sein und der Schweizer Nachbar hat Freilandschweine ( brauner Acker ). Schon wegen der Vorschriften wegen Schweinepest ( regelmässig jedes Schwein bluten lassen, 2 Zäune… gibt es keine Freilandschweine. Ich kenne noch einen Hobbytierhalter/ Metzger mit ein paar Sattelschweinen, aber da es kein Landwirt ( mehr ) ist, wird es ihn wegen den Sanktionen nicht jucken.

  2. Gute Präsentation – danke!
    Bei uns gab es traditionell nie Weidehaltung, das ist der starken Parzellierung geschuldet. Nun will man ja auch eine strukturreiche Feldflur, welche damit einhergeht. Ja was denn nun?? Was es aber ab waren Misthäufen zu Hauf! Und was geschieht heute? Die “Unteren Umweltbehörden” lassen Hubschrauber mit Wärmebildkameras zum Aufspüren von “illegalen” Misthäufen los. Wehe eine Dunglage liegt mehr als 3 Moate an einer Stelle, da warten dann saftige Strafen auf den Täter. Man sieht, die Thematik ist ungeheuer vielfältig – und das Insektensterben weit weniger dramatisch als die ökologische Eiferer gerne darstellen.

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      • Smarti sagt

        Die “unteren Umweltbehörden” haben ihre Daseinsberechtigung nur, solange sie “gebraucht werden”, das heißt, jemanden eines Vergehens schuldig sprechen können.
        So wie die Parkplatzpolitessen – gäbe es keine Autos mehr, wäre auch dieser Beruf sofort weg.
        Aber selbst wenn der Landwirt alle Vorgaben immer einhalten könnte- die erfinden einfach wieder noch schärfere ( oft völlig unsinnige ) Gesetze… ein Spiel ohne Ende.

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        • Smarti sagt

          P.S. sollte “netten Berufe” erkennt der Laie daran, dass sie die ganze Zeit beteuern, dass sie nur ihre Arbeit machen.

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          • Brötchen sagt

            Smarti Du warst doch auch mal jung und brauchtest das Geld, oder?

            Die Leute sind da wirklich nicht Schuld, das fädeln die Politiker oben ein und die unten müssen, die ganze Suppe auslöffeln.
            Arbeit ist in den Ämtern genug da, da kannste sicher sein.

            Zumal die grosse Rententsunamie erst losgeht, sodass flächendeckend mind. 25 % der Leute verschwunden sind!
            Das sind alles Leistungsträger meist gewesen.
            Ich habe mit einigen Leute in meinem Umfeld gesprochen und hab auch eigene Erfahrungen, bis auf Ausnahmen sind die Leute und Leutinnen, die dann nachfolgen bis jetzt, nicht bereit sind überdurchschnittlich, wenn überhaupt durchschnittlich ihre Aufgaben wahrzunehmen.

            Das wird der nächste Hammer der kommt und das betrifft alle Bereiche.

            Die wenigen Leistungsträger stehen dann einer breiten Masse von “Forder*innen” gegenüber.

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        • “Weil diese Dillitanten alle geistige Tiefflieger ”

          Tja, das könnte man Eigentor nennen.😉​

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      • Herwig Scholz sagt

        Die Unteren Naturschutzbehörden haben teilweise schon vor Jahrzehnten ihre nicht selten ideologisch geprägten Wunschvorstellungen in den Verboten und Geboten der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete eingepflegt. In Sachen Mistlagerung muss ich hier die Unteren Naturschutzbehörden aber etwas in Schutz nehmen. Die Mistlagerung ist zwar in den meisten Naturschutzgebieten verboten, aber das trifft nur einen sehr kleine Teil der Landwirte, die meist auch noch Ausweichmöglichkeiten haben.

        Bei den “Mistlagerstätten” geht es meist nicht um Verbote des Naturschutzes deren Kontrolle Aufgabe der Unteren Naturschutzbehörden ist. Meist ist es der “Wasserschutz”, der das Lagern von Mist unter strenge Auflagen gestellt hat. Frei nach dem Motto “jedes kg Stickstoff, das durch den Regen aus solche einem Dunglager ins Grundwasser gelangt ist schädlich!” und muss zwingend unterbunden werden. Keiner fragt mehr, ob die 50 mg Grenzen von Nitrat im Trinwasser wirklich wissenschaftlich abgeleitet wurde. Nach meinen Informationen wurde diese Grenze “politisch” festgelegt und ist nicht wissenschftlich begründet.
        Hier stehen sich jetzt auf der einen Seite Natur- und Insektenschutz und auf der anderen Seite der Trinkwasserschutz mit ihren Zielvorstellungen konkurrierend gegenüber.

        Das scheint den zuständigen Ministerien aber nicht wirklich bewusst zu sein, oder sie haben nicht den Drif, hier konsensuale Lösungen zu finden.

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  3. Wer mal genau seine Kühe auf der Weide beobachtet und verfolgt, was dort geschieht, der wird feststellen, dass dies ein besonderer Lebensraum für Fliegen, Insekten, Vögel Würmer und viele weitere Arten ist. Halten sich die Kühe dagegen im Stall auf, dann sind nur Spatzen und gelegentlich Schwalben zu erkennen, die sich hier aufhalten. Die Rauchschwalben sind bei uns auch auf dem Rückzug, da diese niedrige, alte Rinderställe bevorzugen, die auch im Sommer mit Rindern und Kälbern belegt sind. Wo gibt es diese Stallformen noch, wer mag in diesen Ställen arbeiten? Wie lange können wir unsere Tiere noch guten Gewissens auf die Weide treiben, um sie nicht der Gefahr des Wolfes auszusetzen?
    Eines kann ich euch sagen: sobald ein Wolf bei mir um den Hof schleicht, ist bei mir Schluss mit Weidehaltung.
    Hier braucht es mal eine Grundsatzentscheidung was wir eigentlich wollen: Insekten oder Wolf.
    Ach, und am Schluss noch was: Der klassische Misthaufen gehört auch zu Insektenparadies. Der darf ja laut Gesetzesverordnung bei Feldlagerung und einem Trockensubstanzgehalt über 25% und ohne wasserdichte Abdeckung maximal 4 Wochen lagern. Mit wasserdichter Abdeckung muss der Haufen nach 6 Monaten verschwinden.
    Da möchte ich mal wissen, welches Insekt sich unter der Plane wohl fühlt. Laut Satellit kann man das alles schön von oben beobachten und dann den Bauern mit einem Cross Compliance Verfahren schön bestrafen, wenn die Vorgaben nicht eingehalten werden.

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    • Wolfgang Kolbe sagt

      Der Wolf, soll die überhegten Wildbestaende regulieren. Stattdessen bedient er sich am Weidevieh. Ist aus Sicht von Isekrim viel bequemer. So machen es doch auch die Grünen. Statt einen Beruf zu erlernen, lassen die sich vom Staat großzügig alimentieren. Der Vergleich hinkt möglicherweise. Das Ergebnis ist das selbe. Warum arbeiten oder jagen, wenn der Futtertrog gefüllt geplündert werden kann, ohne jegliche Gefahr.

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  4. Reinhard Seevers sagt

    Die Tatsache, dass Weidehaltung Insekten fördert spiegelt sich auch in der Aussage von Prof. Taube wieder, der eine zweiteilige Milcherzeugung für die Zukunft sieht. Ein “gute” mit Weidehaltung und eine “böse” mit reiner Stallhaltung. Die Spaltung der Milcherzeugung nimmt Fahrt auf.
    Milcherzeugung auf Ackerstandorten oder gemischten Standorten ohne Weidemöglichkeiten werden am Pranger stehen, Weidemelker werden von allen Seiten als vorbildlich hofiert werden. Und die Branche wird sich anbiedern, da wette ich drauf.

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    • Brötchen sagt

      Reinhard ist doch eigentlich schon immer logisch gewesen.
      BB besteht zu großen Teilen aus Naturschutzgebieten und ist in manchen Gegenden fast menschenleer.
      Rein Theoretisch müsste es in den Naturschutzgebieten nur so wimmeln vor Insekten.
      Aber wo sind die Insekten und damit auch die anderen Tiere……beim Landwirt…

      Montag war ja der baltische Goldsteinbeißer ausgestorben, heute doch nicht. Nächste Woche denn wieder doch usw. Auf dem Niveau spielt sich der ganze Deppenzirkus doch ab.
      Den Fisch gibt es wirklich und der ist etwa handgroß.

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    • Wenn wir so viele Weiden und natürliche Wiesen für alle haben dann ginge das ja.
      Oder diese Weidemilch wird teurer
      Und eventuell nur für die Betuchteren.
      Wird es dann auch Weidebutter und -käse geben?
      Auch wieder ein Geschäftmodell!?!

    • Smarti sagt

      Die Molkereien werden sich hüten, Milchbetriebe ohne Weidehaltung schlecht zu reden. Es gibt schlicht viel zu wenige Betriebe, die noch richtig Weiden können. Eine Auslaufwiese ist ja noch keine akzeptierte Weide, obwohl es der Kuh herzlich egal ist, ob sie ihr Gras auf der Wiese oder im Schatten im Stall fressen darf.
      In unserer Molkerei im Schwarzwald – eigentlich der Inbegriff der Weidehaltung – ist ja schon mehr als die Hälfte der Milch ohne Weide.
      Sehr viele kleine Betriebe mit Anbinde – oder Kombihaltung ( zeitweiser Auslauf ) und Weide fallen bald weg. Bei unserer Molkerei wären das etwa 30 Prozent der Milch, wenn niemand mehr umbaut.

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    • Pälzer Buh sagt

      Einige Ställe zur Milchkuhhaltung habe ich ja schon gesehen, viele(, wenn nicht sogar “Alle”) dieser Ställe waren richtige “Wellnessoasen” für das weibliche Vieh. Kann das wirklich “Böse” sein?

  5. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Hier auf meiner Kiebitzschutzfläche gibts auch Probleme,die Kiebitze bleiben aus!
    Die stadtnahen Flächen werden sehr intensiv zur Naherholung mit Hunden genutzt,was sehr viel Unruhe bringt.Warum da nicht effektiv eingegriffen wird,verstehe ich nicht.

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    • Merkur sagt

      War bei uns dieses Jahr das gleiche, zum ersten mal waren keine Kiebitze auf der Fläche am brüten. Dafür sieht man jetzt reichlich Waschbären.

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      • Merkur sagt

        Wer denn sonst ? Einen positiven Effekt hat die Hundegeschichte allerdings, trotz einer doch allmählich beachtlichen Gänse Population bleibe ich auf der Fläche von größeren Fraßschäden verschont.

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      • Pälzer Buh sagt

        Der Bewirtschafter, in dem er ein “Hausverbot” ausspricht. Ohne Begründung rechtens. Gilt aber nur für “Das eine Grundstück”.

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    • Herwig Scholz sagt

      Hans Gresshöner, haben Sie schon einmal Hundehalter, für den Freilauf ihrer Hunde auf ihren Flächen zur Rede gestellt? Die können ganz schön agressiv werden. Natürlich, wie immer, nicht alle, aber einige und das ganz schön lautstark. Da geht kaum ein Politiker dran, da es deutlich mehr Hundehalter gibt als Landwirte.

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      • Smarti sagt

        Es wäre so einfach, jeden Hund zu chippen und zu registrieren. Jeder, der einen Hund kauft ist für ihn das weitere Leben verantwortlich oder er verkauft/verschenkt ihn weiter. Das müsste auch für Tierschutzhundeimporte gelten…. die Tierheime wären schlagartig leer… – aber nein, die bösen Hundezüchter sind schuld, dass die Heim voller Mischlinge oder Problemhunde sind.
        Den ganzen Tierschutzvereinen würden die Einnahmen einbrechen – deshalb wird das nie kommen.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Herr Scholz,
        meine Hofstelle liegt inzwischen fast im Ort und da meinten Viele, sie könnten ihre Hunde auf mein Gelände kacken lassen, selbst um Mitternacht waren die unterwegs.
        Freunde habe ich bei den meisten nicht gewonnen, aber diejenige kann ich gerne verzichten. Vernünftige Hundehalter dürfen meinen Privatweg auch mit Hunden benutzen, anderen habe ich die Benutzung verboten.

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        Tatsächlich hatte ich mal eine “Begegnung der dritten Art”, als ich mit einem Mitarbeiter eines Gaskonzern auf der Fläche Drainageschäden begutachtete und eine Dame mit ihrem Hund direkt durch die Fläche stapfte.
        Der Mann sprach die Dame mit rheinischem Dialekt an,er war Jäger,sie antwortete eloquent: Wenn er,auf mich deutend,mit dem Trecker hier durchfährt,dann darf ich das auch!

    • Kibitze haben Vorrang, das müssen auch Hundehalter verstehen, denn is es sind ja auch Naturfreunde, oder?

      Wer das von denen nicht berücksichtigt, der ist nicht mehr up to date!

  6. Reinhard Seevers sagt

    Der Schlusssatz:
    Verlässt die letzte Kuh den Stall, ziehen auch die Schwalben fort.

    …..ist so nicht richtig. Bei uns sind auch nach 20 Jahren ohne Kühe noch Schwalben im Stall. Man muss sie nur reinlassen.

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    • Herwig Scholz sagt

      Reinhard Seevers, wenn es genug Fluginsekten aus anderen Biotopen in der Umgebung gibt, dann finden die Schwalben genug zu fressen und bleiben an den angestammten Nistplätzen. Der Satz stammt übrigens nicht von mir, ich habe ihn bei den Bauerschaften vom Niederrhein schon vor Jahrzehnten aufgeschnappt. Das es immer wieder zutrifft oder zumindest deutlich weniger Schwalben werden, wurde mir mehrfach bestätigt.

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    • Smarti sagt

      Herr Seevers, wenn die Kühe weg sind, ist ja meist bald auch der Stall weg oder zumindest umgebaut. Schwalben würden sich auch in einem Pferdestall wohl fühlen, aber nur wenn dieser mit tiefen, altmodischen Decken ist.

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      • Auf die Anzahl der Insekten kommt es an, nicht auf doe Höhe der Decken, oder?

        Wenn die Insekten tief fliegen, weil es Gewitter gibt,
        dann fliegen ja deswegen die Schwalben auch tief.

        • Reinhard Seevers sagt

          Genau Inga, die Katzen sitzen vor dem Haus, tun so, als ob sie dösen. Da kommen die Schwalben im Tiefflug an und schwubs, krallt sich die Katze im Flug eine Schwalbe….beeindruckend.
          Für Schwalben ist es immens wichtig, dass sie im näheren Umkreis eine ständige Wasserstelle oder eine lehmige Bodenstruktur mit Pfützenbildung vorfinden. Die letzten Jahre waren schwierig, es war so trocken, dass sie keine Chance hatten vernünftige Nester zu kleistern.

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          • Wie früher im Dorf mit Lehmhäuser, ungeteerten aber mit Pfützen übersäten Straßen.

            Ein Beweis, das das unnatürliche Leben in der Stadt nicht umweltfreundlich ist.
            Heute in NANO wurde bewiesen, das zu viel Methan in der Luft ismus das nicht aus der Landwirtschaft, Kühen oder Dörfern kommt, sondern aud Großstädten.
            Und diese Großstädter wollen in landw. Themen mitreden?
            Oder gar Vorschriften machen?

      • Reinhard Seevers sagt

        Also, unsere Diele ist 3,30m hoch, keine Tiere drin. Im ehem. Schweinestall sind ebenfalls Nester. Die letzten Schwalben werden nun vertrieben, weil dort ein Kürbislager reinkommt. Wenn Öffnungen da sind und die Schwalben keine Angst haben müssen, dass sie die Katze holen kann, dann sind sie drin.
        Ich habe einen Kunden mit Boxenlaufstall, an dessen Giebelunterschlägen und den Dachüberständen der Traufseiten sind geschätzte 40 Schwalbennester vorhanden.

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  7. Frikadellen piet 44 sagt

    das ist natürlich ganz schön doof vielleicht sollten wir doch vor dem Ministerien kacken um das ganze etwas zugunsten Insekten zu gestalten und den verschiedenen Ministern zu zeigen dass sie Blödsinn machen

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    • Reinhard Seevers sagt

      Ganz frisch heute morgen auf t-online von Florian Harms, bitte bis zum Schluss lesen:

      …”
      Wer verhindern will, dass sich unser Planet in ein chaotisches Treibhaus verwandelt, muss jetzt handeln. Nicht nur die Herren Scholz, Biden, Xi und all die anderen Staatenlenker. Sondern auch Sie und ich und alle anderen Menschen, die Interesse an einer stabilen Zukunft für sich und ihre Nachkommen haben. Gestern habe ich aufgemerkt, als der Audi-Chef autofreie Sonntage forderte. Zwar begründete er das mit der Energie- und nicht mit der Klimakrise, aber wenn schon der Boss eines führenden Autokonzerns sowas sagt, ist es doch höchste Zeit, dass alle Vernünftigen sich endlich zusammenschließen und auch für den Klimaschutz konsequent handeln: Schluss mit Fliegen, dafür Tempolimit und Rindfleischverzicht. Eigentlich ist glasklar, was die Uhr geschlagen hat.

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      • Brötchen sagt

        Ja es ist glasklar, das wir von Deppen und Opportunisten umgeben sind.

        Die Spiele sind eröffnet! Holt Euch Chips und Cola!

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      • Arnold Krämer sagt

        Das Bildungsproblem in D wird immer größer. Für den Beweis muss dafür keine teuren Studien mehr anfertigen.

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      • Bauer Willi sagt

        Wer ist Florian Harms? Nie gehört! Ist der wichtig? Oder hält er sich für wichtig?

        Wie schreibt der „Ehemalige“: am 30. Mai ist der Weltuntergang…😉

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        • Reinhard Seevers sagt

          Willi, geht ja nicht drum wer er ist, sondern was er wann, wie oft und wo verbreitet. Florian Harms ist der Chefredakteur bei t-online und er bringt jeden Tag die headline im online- format. T-online hat eine enorme Reichweite, das sollte man nicht vergessen. Er haut häufiger solche Sachen raus und beruft sich dann auf irgendwelche Quellen, der er ja nach seiner Aussage nicht verifizieren oder widerlegen muss.
          Ich hab ihn bereits häufiger angeschrieben, hat keinen Zweck, seine Meinung ist ja nur seine Meinung, und die ist in diesem Lande frei äußerbar. Leider fängt niemand einmal geäußerte Unwahrheiten wieder ein aber sie vervielfältigen sich im Netz.
          Das ist doch unser Dauerproblem. Deshalb ist es auch unmöglich sich gegen all die Lügen, Unwahrheiten und Halbwahrheiten zur Wehr zu setzen. Und da Politik dem gleichtut, sollten wir einfach nach Tommy Jaud handeln: “Einen Scheiß muss ich!”

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          • Brötchen sagt

            Gerade gibt es einen schönen Artikel, über dieses Qualitätsmedium und generell auf unsere Qualitäts-###, auf dem Bäh Medium…..guckst Du bei Achgut.

            Ganz interessant..

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            • Stadtmensch sagt

              Ja stimmt. Von Paul Sethe ist der Satz mit den 200 Snobs. Hatte ich kürzlich kanz falsch aus den Verschwörungsmedien hier rein kopiert.

              Aber ja, n-tv, t-online, tagesspiegel, taz und der ganze pocket-quark, der sich beim Aufmachen vom Firefox aufdrängt…furchtbarer Schrott. Muss das mal ausblenden. Erzeugt nur sinnlosen Traffic…

              Das Bäh-Medium kommt mit einem sehr guten Lauterbach-Stich!
              Wird langsam 😉

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          • ” seine Meinung ist ja nur seine Meinung, und die ist in diesem Lande frei äußerbar. ”

            Und das ist glücklicherweise auch so. Insbesondere, wenn etwas auch als Meinung oder Kommentar ausgeflaggt ist.
            Niemand muss Florian Harms lesen Wer will ,kann auch seinen Protest äußern. Was es da zu meckern gibt, kann ich nicht nachvollziehen.

            Danke für die gelungene Präsentation. Die Zusammenhänge sind den meisten von uns wohl sehr klar und auch bekannt. Also ich vermisse in diesem Zusammenhang so manches Insekt überhaupt nicht, denke eher mit Grauen an frühere Zeiten . Den Tieren dürfte es übrigens kaum anders gehen.

            • Reinhard Seevers sagt

              “Niemand muss Florian Harms lesen Wer will ,kann auch seinen Protest äußern. Was es da zu meckern gibt, kann ich nicht nachvollziehen.”

              Naja, wenn eine Meinung als rechtslastig empfunden wird, wird dies medial ausgiebig diskutiert und versucht diese Meinung zu diskreditieren. Wird eine Lüge ( nämlich die Relevanz von Rindfleisch in Sachen Klimaschädigung) vom Chefredakteur einer großen online Plattform rausgehauen, dann ist dies eine anerkannte richtige und nicht in Frage zu stellende Meinung?
              Irgendwie hat sich die Meinungsäußerung in eine Moralpositionierung gewandelt, so scheint mir.

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              • Reinhard: “Wird eine Lüge ( nämlich die Relevanz von Rindfleisch in Sachen Klimaschädigung) vom Chefredakteur einer großen online Plattform rausgehauen, dann ist dies eine anerkannte richtige und nicht in Frage zu stellende Meinung? ”

                Das hat niemand getan, und darum geht es auch nicht.
                Eine Meinung ist eine persönliche Ansicht zu einem Thema. Das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun.
                Schwierig wird es, wenn jemand eine Meinung als Faktum ausgibt. Gerne unterstützt durch Begriffe wie ” Fakt ist – es ist bewiesen, dass- unstrittig”. Oder auch Lüge. Na guck.
                Und ganz besonders problematisch ist es, wenn vermeintlich objektive Quellen ganz bewusst Unwahrheiten verbreiten. Wissen vor acht etwa nimmt für sich in Anspruch, Wissen zu vermitteln.
                *Hust* Da darf sich jeder ereifern. Oder muss sogar.
                Nichts davon trifft auf diesen Fall zu. Und ich finde nicht, dass unsere Gesellschaft nun auch noch vor der “falschen” Meinung irgendeines Schreiberlings bewahrt werden muss.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Gestern bin ich durch die “Flaniermeile” unseres Ortes gegangen, in einem Schaufenster eines geschlossenen Geschäftes wurden Bilder der Häuser von 1950 bis so ca. 1970 ausgestellt. Das ist Anschauungsunterricht für unsere verwöhnte weinerliche Gesellschaft. Aber damals _kennen sie ja selbst – wurde nicht gejammert, sondern angepackt.
          Die Häuser auf den Bildern hatte ich als Kind noch gesehen.

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          • Ja im Land
            schaffe schaffe Häusle baue

            Aber unser Dorf hätte auch erst 825 Jahr Feier.
            Da gab es auch Fotos von früher
            Und die Chronik insgesamt.

      • Thorens sagt

        Audifreie Sonntage habe ich schon mein ganzes Leben lang an sämtlichen Sonntagen. Und selbst werktags bin ich noch nie Audi gefahren. Ob das dem Audi-Chef wohl besonders gut gefällt?

        Die Präsentation ist gut zusammengestellt und zeigt den tatsächlichen Wert dieser sogenannten Krefelder Studie, die überall als Beleg für das Insektensterben herangezogen wird. Das wohl in erster Linie, weil es andere Erkenntnisse zum Thema kaum gibt. Wenn es der eigenen Ideologie nutzt, wird selbst der schmächtigste Halm noch der Plebs als Beweis präsentiert, ist die Faktenlage auch noch so dünn. Dem unreflektierten Nachrichtenkonsumenten, sei er auch gebildet, formt es das Weltbild. So funktionieren auch Diktaturen.

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      • Dank Corona und Putin
        geht nun alles schneller.

        Bei uns hat ein großes Möbelgeschäft zukünftig Montags geschlossen,
        um Strom zu sparen.

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