Bauer Willi
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Ich verstehe nichts von Stromerzeugung…

Ich verstehe nichts von Stromerzeugung. Was ich aber sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue, sind die rheinischen Braunkohlenkraftwerke vor unserem Hof, die seit dem Herbst ohne Unterbrechung und auf Vollgas laufen. Das war noch im Frühjahr anders, denn da blieben manche Blöcke für Stunden oder sogar Tage vom Netz.

Vor kurzem kam die Meldung, dass der Bundestag beschlossen hat, die Braunkohlenkraftwerke in NRW schon 2030 ausser Betrieb zu nehmen.

https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-story-52181.html

Dabei habe ich meiner Frau neulich noch gesagt, dass ich fest davon ausgehe, dass hier im Rheinischen Revier auch 2038 noch Kohlekraftwerke in Betrieb sind. Das scheint der Bundestag nicht gehört bzw. überhört zu haben… 😉

  • Aktueller Strom-Mix

Wie aber sieht es mit der aktuellen Stromerzeugung aus. Ende November lag der Anteil der Erneuerbaren Energie deutlich unter 20%, an manchen Tagen sogar nur bei 15%.  Nachschauen kann man das hier: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?

In diesen Charts kann man die einzelnen Energieträger wegklicken, was ich mal mit allen Erneuerbaren Energien gemacht habe, so dass dann nur noch Braunkohle, Steinkohle und Erdgas übrigbleibt. In der Spitze wurden zwischen dem 1.12. und 4.12. etwa 67.-69.000 MW Leistung benötigt, wovon zwischen 47-49.000 MW aus diesen drei Energieträgern kam. Schaltet man rechts um auf den Monat November, so kann man feststellen, dass er Anteil von Erdgas in den letzten Tagen des November enorm zugenommen hat. Solarstrom erreichte an einem Tag eine Spitzenwert von 17.000 MW, naürlich nur für kurze Zeit über Mittag. Ende November lag der Tageshöchstwert aus der Sonne nur noch bei 4.000 MW, in der Nacht bei Null. Soll übrigens jede Nacht so sein 🙂

Braunkohle lag im gesamten Monat November bei mehr oder weniger konstant 15.000 MW, die rheinischen Braunkohlenwerke produzieren zusammen rund 10.000 MW. Steinkohle-Strom hat im Verlauf des Monats von 3.000 auf 12.000 MW zugenommen!! Noch mal zur Wiederholung: 75% des Strommixes stammten in den letzten Tagen des November aus den drei Energieträgern Braunkohle, Steinkohle und Erdgas. Übrigens liefert Biomasse ebenfalls einen grundlastfähigen Strom von konstant 5.000 MW!

Dann gibt es noch den Strom aus Windkraft: Im November schwankte die Bereitstellung aus Windkraftanlagen zwischen 1.500 MW am 12.November und 36.000 MW am 17. November. Wie man gut erkennen kann, ist die Leistung stark schwankend.

  • Wieviel Strom aus Sonne und Wind?

Addiert man die Stromerzeugung von Photovoltaik (PV) und Windkraftanlagen (WKA) so kommt man im November auf eine Stromerzeugung zwischen 1.500 MW (nachts durch Wind) und 53.000 MW (mittags).

Bei einer mittleren erforderlichen Leistung von 68.000 MW schwankt also die Bereitstellung durch die beiden erneuerbaren Energielieferanten zwischen 2% und 78%. Am 6.6.2022 wurde kurzzeitig in der Summe aller Erneuerbaren Energien sogar 82% erreicht.

Was bedeutet das alles: wir haben eine gewaltige theoretische Kapazität, Strom zu erzeugen. Im Sommer kann PV um die Mittagszeit bis zu 40.000 MW Strom liefern, nachts 0 MW. Im November sind es in der Spitze nur noch 12.000 MW. Sorry, aber die Effektivität von Photovoltaik kann nicht viel höher als 10% liegen, die restlichen 90% der Investition stehen nur nutzlos herum. Eine Anlage, die nur an wenigen Stunden am Tag arbeitet und Geld verdient, macht wenig Sinn. Windkraft-Strom gibt es auch nachts, allerdings tageweise überhaupt nicht, so wie jetzt, in den neblig-trüben Winter-Tagen. Und gerade im Winter wird ja mehr Strom benötigt. Ich weiß es nicht genau, aber mehr als 20% Effektivität hat auch eine WKA nicht. Eine Biogasanlage hingegen liefert Grundlast-Strom an 365 Tagen und 24 Stunden. Effektivität folglich 100% (o.k. muss auch mal repariert werden, aber locker über 95% sind es sicher) Wenn Sie der Meinung sind, statt Effektivität müsste es Effizienz heißen: auch das Netz ist sich bei der richtigen Wortwohl nicht ganz einig.

  •  Womit soll der Kohlestrom ab 2030 ersetzt werden?

Ich habe jetzt Fakten zusammengetragen, die für jeden verfügbar sind und (hoffentlich) die tatsächlichen Gegebenheiten zeitnah wiedergeben. Es ist hoffentlich jedem klar geworden, dass es sich verbietet, beim Strom mit Durchschnittswerten zu argumentieren. Entscheidend im Strommix ist die Bereitstellung von im Minimum 40.000 MW Stromleistung, die auch nachts abgerufen werden (untere Spitze der Last-Kurve). Wir reden dann von Grundlast, die bisher durch fossile Energieträger abgedeckt werden. Übrigens haben wir aktuell in 2022 eine installierte Leistung von 230.000 MW. Was für ein Luxus, bei einer benötigten Leistung von maximal 70.000 MW !! https://www.energy-charts.info/charts/installed_power/chart.htm?l

  • Was mir bisher niemand nachvollziehbar erklärt hat

Mir ist nicht klar, wie im Jahr 2030 genügend Strom erzeugt werden soll, wenn man aus den fossilen Energien aussteigen will. Hinzu kommt ja noch, dass der Verbrauch durch die Förderung von großen Stromverbrauchern (Elektro-Autos, E-Busse etc, Heizen mit Wärmepumpen) enorm ansteigen wird. Von Stromspeichern wird zwar viel geredet, aber aktuell ist kein wirtschaftliches Verfahren zu erkennen, die großen Mengen überflüssigen Strom für längere Zeit (mehr als 2 Tage) zu speichern. Mir ist jedenfalls keines bekannt. Und was heute noch nicht erfunden ist, wird mit Sicherheit in 2030 nicht marktreif sein.

  • Die Pläne der Realität anpassen

Mein Rat an die Ampel-Koalition: bitte überlegt, wo meine Überlegungen falsch sind. Wenn ihr keinen Fehler findet, passt bitte eure Pläne der Realität an.

Ich würde mir auch sehr wünschen, dass wir im Jahr 2030 ohne Gas und Kohle auskommen, aber wünschen alleine hilft nicht.

 

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136 Kommentare

  1. Hinterwälder sagt

    Kurzes nachdenken:
    Man stelle sich vor, Putin hätte keinen Krieg angezettelt.Wir hätten uns weiter in Sicherheit
    gewähnt und auf Erneuerbare und Erdgas gesetzt.Unsere Kohle- und AKW-Struktur wäre
    komplett abgebaut worden, ein großer, dämlicher Schritt.
    So hat auch ein imperialistischer Armleuchter, zumindest hier, etwas sinnvolles bewirkt.
    Vom Leid in der Ukraine möchte ich damit aber nicht ablenken, das ist unglaublich.
    Wenn Deutschland dort hilft dann schon allein deshalb!
    Freue mich das Kraftwerk Heyden/Petershagen Lahde weiterhin dampfen zu sehen,
    der Abbau war schon beschlossen und wurde geplant (920 MW Leistung)Das entspricht 287
    Weserstaustufen hiesiger Größe, es gibt aber insgesamt nur 7 !
    Freue mich auch über jedes Windrad was sich dreht, wir werden wohl weiterhin mehrere Energieerzeugungsarten brauchen.

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  2. Marian E. Finger sagt

    In der Vergangenheit hat sich die Stromerzeugung am Verbrauch orientiert. Da gibt es dann solche Phänomene wie Grundlast oder Spitzenlast.

    Die Lösung ist doch ganz einfach und sie zeichnet sich jetzt doch schon ab: In Zukunft wird sich der Verbrauch nach der jeweiligen Stromkapazität richten. Wenn wir viel Strom haben, dürfen die Industriebetriebe produzieren, und der Otto Normalverbraucher darf die Waschmaschine laufen lassen und fünf Minuten lang duschen. Wenn wir wenig Strom haben, darf die Industrie halt nicht produzieren, und der Otto Normalverbraucher muss den Waschlappen benutzen und die gebrauchte Unterhose nochmal anziehen.

    Probleme wie Grund- oder Spitzenlast sind damit beseitigt. Also alles gar kein Problem. Wir gewöhnen uns doch an alles, sogar an dem Dativ.

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  3. Edmund Paeffgen sagt

    Die Gleichung Stromproduktion vs. – verbrauch wird immer weniger aufgehen. Bitte nach electricity maps googeln! Zur Stunde exportiert D 3,42 GW nach Frankreich und importiert gleichzeitig 1,62 GW aus Tschechien. Das europäische Verbundnetz hat uns schon vor manch böser Überraschung geschützt und gleichzeitig Märkte eröffnet, die wir nicht beachten, von anderen durchaus wahr genommen werden. Nicht umsonst haben sich die Niederlande zum Bau neuer AKW entschlossen.
    Ist wie mit den Schweinchen, die demnächst aus den Chinahochhäusern auf unsere Teller landen und rund um Cloppenburg ist heile Welt.

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  4. Smarti sagt

    Was ich ebenfalls nicht verstehe: Holz aus heimischen Wäldern soll nicht mehr CO2 – neutral sein. Deshalb sollen Holzheizungen durch andere Technik ersetzt werden und Bäume lieber im Wald stehen bleiben.
    Macht irgendwo Sinn, WC-Papier ist dann aus Stroh, Geschenkpapier aus Gras und Kopierpapier aus Baumwolle. Toll.

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  5. Sagwas sagt

    Also, nachdem doch niemand hier erklären kann, woher denn die gewaltige Strommenge für die E-Autos bei weiterer zu erwartender großer Zunahme dieser Fahrzeuge kommen soll, noch eine dumme Frage:
    Willi schreibt, die Blöcke der Braunkohlekraftwerke Neurath und Frimmersdorf laufen derzeit volle Pulle. Da freut sich ja RWE, denn sie verkaufen viel Strom. Die hohen Strompreise freuen da noch mehr. Sind denn dort überhaupt die Kosten für die Stromerzeugung gestiegen? Ich glaube nicht wesentlich. Was geht da ab? (nur so zum Nachdenken)

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  6. evo.... sagt

    Halb Spanien soll momentan von Dürre betroffen sein. Hauptsächlich Andalusien und die anderen Regionen am Mittelmeer. Ich denke dort hat man den gleichen Effekt, den ich auch hinter unsren Dürren vermute.

    https://www.red2000.com/spain/region/2index.html

    Die Windräder stehen in der Mehrzahl im Norden in den Provinzen Galicien und Kastillien. Auch in Spanien wird der Wind an der Küste – wie bei uns- an der Küste stärker sein als im Landesinneren.

    Aber man nimmt dem Wind im Norden die Kraft und dann kann der Leveche (Windsysteme Mittelmeer) trockene und heiße Luft aus Afrika weiter nach Spanien hinein blasen.
    Im Grunde ist die Windenergie ja auch keine erneuerbare Energie, da der Wind , der in Strom und Wärme umgewandelt wird, weg ist. Da auch der Strom, der mit Windrädern erzeugt wird, letztlich in Wärme umgewandelt wird, sind die Windräder eigentlich nur Geräte zur Lufterhitzung.
    Die Arktis soll schneller abtauen als die Antarktis. Deutschland soll sich schneller erwärmen als der Rest der Welt, Ich denke das sind beides Folgen der Windenergie. Erstens dadurch, dass die Windräder die Luft erhitzen und Zweitens durch eine Veränderung der Luftströmungen. Luft aus Afrika kann weiter nach Norden (Europa) vordringen.

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    • Christian Bothe sagt

      Das las ich auch in einer Veröffentlichung Evo…. Abgesehen von der ungeklärten Entsorgung der Flügel( ~15000to/a) kann man das mit diesem Mühlen nachvollziehen…Die USA Schreddern die Altflügel und verbuddeln diese…

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      • evo.... sagt

        Falls Du Kühlschränke, Kühlhäuser und ähnliches meinst:

        Da wird nur im Inneren die Wärme entzogen und nach außen transportiert. Dazu benutzt man Kompressoren, die mit Strom angetrieben werden und dabei zusätzliche Wärme (hauptsächlich Reibung) erzeugen.

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        • Ja, logisch,
          Danke!

          Könnte man diese Wärme nicht sammeln und in Energie umwandeln?
          Dann müßte man ja die aus der Atmosphäre auch umwandeln können.

  7. Christian Bothe sagt

    Energiewende??? Für mich eine reine Farce! Und irgendwelche Hausnummern zur Umstellung auf erneuerbare Energien ein Witz, weil es nicht der Realität entsprechen wird! Zukunftssicher sind AKWs( Polen und Ungarn u.a.bauen gerade welche..), Kohle, Wasserkraft, Pumpspeicherwerke,Geothermie,PV auf Dächern und Freianlagen( Unland u.ä.). Agri-PV, Biogas,Erdgas( auch aus Russland),Windmühlen! Das aber in einem vernünftigen Mix!!!Ähnliches gilt für den Verbrenner und dessen Zukunft! E-Fuels und Re-fuels, H2,Biokraftstoffe und das als Übergang im Mix mit fossilen Kraftstoffen, um weltweit die eine Milliarde Verbrenner zu betanken unter Beachtung von CO2 Reduktion! Die LW spielt dabei als verbrauchender Volkswirtschaftszweig von CO2 eine große Rolle!Die publizierte E-Mobilität ist fatal, da die Rohstoffe Lithium, Cobalt und enorme Mengen Trinkwasser die Farmer in Südamerika und Afrika in den Abbauregionen in die Armut treiben.E-Mobilität so wie diese jetzt gefördert wird, erledigt sich von selbst! Wenn überhaupt, dann nur mit H2!Toyota und BMW machen es vor und bedienen nach Kundenwunsch alle Antriebsformen! Reserven gibt’s noch beim Motorenbau und den Abgassystemen en gros!
    PS: Habe bereits 2001 eine 207kwp Anlage auf einem Kartoffellagerhaus installieren lassen…

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    • Reinhard Seevers sagt

      Herr Bothe,
      alle Systeme hängen auch existentiell am Wasser. Kein Wasser, keine Kraftwerkskühlung, keine Pflanzen für Biogas, keine Wasserkraft…….

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    • Günter sagt

      “Zukunftssicher sind AKWs”
      logisch, siehe Tschernobyl,
      aber wenn einem nicht mehr einfällt…

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      • Christian Bothe sagt

        @Günter, warum werden wohl soviel weltweit neu gebaut? Tschernobyl war ein Bedienungsfehler wie Sie vielleicht wissen…

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        • Günter sagt

          Und Fukushima?
          ne Christian, es ist eine Frage der Zeit bis wieder eins hochgeht. Warum wohl sind in Frankreich soviele ausser Betrieb im Moment?

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          • Reinhard Seevers sagt

            Die Japaner sind nicht solche Schisser, wie wir, die bauen auch schon mal in einem Erdbebengebiet…..und sie setzen weiterhin auf Atomkraft.
            Die französischen sind einfach alt….da kommen neue hinzu, 14 an der Zahl!

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          • Thorens sagt

            “Warum wohl sind in Frankreich soviele ausser Betrieb im Moment?”

            Etwa weil sie hochgegangen sind?

            Es gibt dort u.a. einen Wartungsrückstand aufgrund Personalausfällen sowie sonstigen Beschränkungen während 2 Jahren Corona.

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      • Christian Bothe sagt

        Inga: ich hoffe es! Habe nach 20 Jahren( war die Vertragsbindung mit dem Investor) dann mich als „Betreuer“ der Anlage von der Karoffelhausimmobilie verabschiedet…Gibt einen neuen Eigentümer vor Ort in dessen Eigentum die PV Anlage vertragsgemäß ( 20 Jahre hatte ich vereinbart) übernommen wurde.Die 2000m2 sind auf 14 Grad Asbestdächern montiert! Damals war ich der erste in Thüringen (auf Dach) mit rahmenlosen Modulen und 2 großen Siemenswechselrichtern! Die Anlage produzierte unter meiner Regie damals bis 255000KWh / a. Höchste Leistungen gab‘s in den Wintermonaten bei Sonnenschein( geringe Erwärmung der Panels).In dieser langen Zeit waren 2-5 Module gerissen und es gab lediglich Marderverbiss in Abständen( Produktionsruhe im Kartoffellager).Meines Wissens nach läuft die Anlage noch trotz mangelhafter Wartung durch meine Nachfolger…

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        • Liefert der immer noch ins öffentliche Netz?
          Die 20 Jahre Vertragslaufzeit ist ja zu Ende.

          Es wäre schön interessant, um wieviel die Leistung nachgelassen hat.

          • Christian Bothe sagt

            Ich denke es! Es hat statische Probleme mit einem Teil des Daches gegeben wie ich hörte( nach einem Sturm)…Sicher sind die Konditionen heute anders zu regeln als zu meiner Zeit mit ~ 0,92 DM/KWh für 20 Jahre…

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  8. Elisabeth Ertl sagt

    Gut, dass jetzt einmal thematisiert wird, dass Landwirtschaft nicht die einzige Baustelle dieses Systems ist, das wir seit 30 Jahren haben.
    Man könnte solche Blogbeiträge ebenso zu Gesundheit und Bildung machen.

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    • Christian Bothe sagt

      @Ertl,richtig insbesondere die Bildung! Wenn man das liest, kann einem um die Zukunft Angst werden( mehr wie mit Klimaerwärmung…)! In der DDR hatten wir ein hervorragendes Bildungssystem mit Disziplin und guter Wissensvermittlung, einschließlich Benotung und Beurteilung an 1.Klasse! Warum scheut man sich in der BRD etwas Gutes aus dem System zu übernehmen? Das begreift kein gelernter „DDR Bürger.“Ich denke ich weiß wovon ich rede, weil ich jahrelang Elternaktivvorsitzender der Klasse meiner Tochter war und viele der Kinder in der Wendezeit studiert haben und mittlerweile Betriebe auch in der LW managen!

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      • Peter sagt

        Geht`s noch? Das Bildungssystem der DDR war kpl. kommunistisch-ideologisch durchseucht und damit schon wieder ganz nah am „System davor…“. Davon bräuchten wir rein gar nichts wieder!Leider sind wir aber ganz genau dort wieder angelangt, weil die Seuche hartnäckig ist und sie wird abermals überwunden werden müssen. Bildung braucht viel, viel Geld für die zeitgemäße, insb. technische, Ausstattung; Lehrer ohne Parteibuch und Freiheit von religiöser Einflussnahme. Einige Eltern sollten sich womöglich Hilfe suchen, damit sie die Ausgewogenheit von Freiheit und Erfordernissen ihren Kindern vermitteln, dann funktioniert sicher auch ein Unterricht mit Fortschritten.

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        • Christian Bothe sagt

          Peter, was reden Sie da für einen Unsinn!!Haben Sie in der DDR gelebt, um solchen Unsinn zu präsentieren?Ich rede hier nicht von irgendwelcher kommunistischer Phrasendrescherei, sondern von Bildung in Naturwissenschaften, Sprachen usf. Das hat hervorragend funktioniert ohne wenn und aber! Selbst außerschulischer Relegionsunterricht für Katholiken und Protestanten gab‘s!

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          • Christian Bothe sagt

            Ergänzung Peter! Warum hat Finnland das Schulsystem der DDR übernommen? Natürlich ohne Ideologien der Kommunisten! Weltweit schneiden deren Schüler bei der PISA mit am besten ab im Vgl. zu deutschen Schülern… Irgendwie merkwürdig, finden Sie nicht?

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            • Ostbauer sagt

              Beim Phrasendreschen hat man einfach auf Durchzug gestellt, das hatte man schnell raus.
              Aber gelernt haben wir was: Mathe , Deutsch, Physik, Chemie, Sprachen, Geografie, Geschichte; sogar Schulgarten und produktive Arbeit.
              Abwählen konnte man davon nix!
              Nur mit dem Singen und Tanzen klappte es nicht so richtig. (-:

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Streitet euch nicht Jungs, Vergangenheit bleibt Vergangenheit…..die Zukunft wird düster genug.

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              • “Nur mit dem Singen und Tanzen klappte es nicht so richtig. (-:”

                Ach guck, da habe ich aber andere Bilder vor Augen😀
                Finnland hat das Modell der DDR nicht übernommen . Damals wurde in etlichen Ländern mit neuen Schulformrn experimentiert.Und die Erfolgsfaktoren des finnischen Modells lassen sich nie im Leben auf die Gesamtschule reduzieren.
                Und diskriminiert wegen seiner Familie wird man dort anders als in der DDR auch nicht.
                Daher finde ich es unangemessen wie Peter hier angegangen worden ist.
                Und Undinn ist für mich etwas Anderes!

                • Christian Bothe sagt

                  @Lady:Diskriminierung? Von Einzelfällen abgesehen, war es eine bessere Ausbildung! Wir hatten die 10-Klassen Polytechnische Oberschule, danach Erweiterte OS mit Abitur wer es wollte! Wer „intelligent“ genug war, konnte studieren( 4-5Jahre, ohne unsinnige Verlängerungen des Studiums…).Danach gab‘s einen Job genau wie für die Schüler, die nach der 8. oder 10.Klasse eine Lehrstelle fanden! Arbeitslosigkeit war also ein Fremdwort.In Finnland wurde viel übernommen( man konnte sich davon überzeugen…).Die Schule und die durchdachte Bildung vom Kindergarten bis ins Berufsleben favorisiere ich nach wie vor und nicht das Chaos in den einzelnen BL und die Schulformen!!

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        • Liefert der immer noch ins öffentliche Netz?
          Die 20 Jahre Vertragslaufzeit ist ja zu Ende.

          Es wäre schön interessant, um wieviel die Leistung nachgelassen hat.

          Auch richtig,
          Aber trotzdem war drüben inder DDR vielleicht eine bessere Faktenvermitlung.
          Bei uns hier wird ja überlegt, ob die Gestaltung des Unterrichtes in Biologie nach der Evolution oder nach Krativimus ausgerichtet wird.
          In Religion bestimmt auch.
          Was kann ein Kind aus der Großstadt damit anfangen?
          Nur noch an seine Befindlichkeit glauben!
          Und wehe einer stört dabei.
          Wir leben ja in einer Demokratie.

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        • Brötchen sagt

          Meine Lebenserfahrung aus der DDR-Zeit sagt mir….”.Bildung braucht viel, viel Geld”

          Das dem nicht so ist……es braucht keine Unmengen Geld…

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          • Brötchen sagt

            Der Ansatz in der DDR war die polytechnische Schule, bedeutet es gab begleitend durch die gesamte Schulzeit Stunden die in den Betrieben stattfanden und auch ein Eliteschulsystem.
            Ich hatte z.B. bei der Bahn , technisches Zeichnen und Grundlagen Metallbau……mit Feilen, Blechbearbeitung usw.
            Und im Netzbetrieb Starkstromtechnik und später am Gymnasium in einer pflanzenbaulichen Versuchsstation und Grundlagen des Mauerns mit praktischen Arbeiten vor Ort, wie Verbände und Mischungen usw…..
            Von allem zehre ich heute noch!

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Die meisten erkennen die eigentlichen Faktizitäten offensichtlich nicht wirklich:

    Unsere BIG Four wollen sich das „Heft“ für ihre im Dauberbetrieb befindlichen hoch effizienten Gelddruckmaschinen nicht aus der Hand nehmen lassen. Natürlich muss jedermann prinzipiell bewusst sein, dass man, um Strom verbrauchen zu können, selbigen auch erst einmal produzieren muss. Letzteres ist mittlerweile allerdings auf vielfältige Art und Weise durchaus möglich, ein sinnvoller Strommix könnte heute schon der Realität entsprechen, wenn man eben an diesem Rad hätte überhaupt drehen wollen.

    Moderne Smartmeter lehnen unsere Energieversorger mehrheitlich ab, um sich wirklich nicht in die Karten schauen zu lassen; daher kommen Uraltzähler nach wie vor zum Einsatz. Wer einen Multimeter besitzt -gibt es spottbillig für nur 5,00 € zu kaufen- kann aktuell selbst nachverfolgen, wie stark die Stromschwankungen im Netz sind. Früher glaubte auch ich noch daran, dass diese den Windrädern geschuldet sein könnten, das ist aber Schwachsinn.

    Übrigens, einige Bundesländer, u.a. BaWü, haben medial landauf, landab, die Bundesbürger bereits darauf gebrieft, dass bei unvernünftigem Stromverbrauch es ggf. schon diese Woche zu kontrollierten Abschaltungen kommen kann. – Der Verbraucher hat zwar die Pflicht, durchgängig für den Bezug zahlen zu müssen, ein Recht auf fortlaufende Stromversorgung hat dieser allerdings nicht.

    Vielleicht noch der Warnhinweis: Passt auf eure Rechner auf, die im Dauerbetrieb am Netz hängen, sehr schnell können diese mit unvorhersehbaren Folgen abstürzen; z.B. bei starken Spannungsschwankungen im Netz. Während eines Updates u.a. besonders fatal. Nicht mehr ganz automatisch kommt wohl jetzt der Strom kontinuierlich geruchs- und geschmacklos aus jeder Steckdose…

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  10. Bauer Wolfi sagt

    Die Energiewende wäre möglich gewesen, es wurden jedoch die letzten 15 Jahre zuviele Fehler gemacht und zwar nicht versehentlich sondern absichtlich. Den Netzbetreibern und den Stromkonzernen geht es verständlicherweise nur um Gewinnmaximierung, dafür wurde die EEG-Umlage ausgenutzt.
    Ein paar Beispiele verpasster Chancen:
    1. Mangelhafter Netzausbau wegen fehlenden Interesse der Netzbetreiber, so wird z.b. bei uns momentan von der 220kV Leitung in Nord-Süd Richtung eine Kabel abgenommen. Auch für die Demontage wird Netzentgelt verrechnet.
    2. Zu wenig und falscher Ausbau. Für die Elektromobilität müsste man alle Parkplätze mit Photovoltaik überdachen., um zu laden wenn der Strom anfällt. Man müsste auch mehr Photovoltaikanlage nach Osten und Westen ausrichten vorallem auch Senkrecht.
    3. Keine Schaffung von Speichern. Seit 15 Jahren könnte man statt Abschaltung von Windkraftanlagen auch dezentral Wasserstoff herstellen. Es gibt auch schon lange Ideen für große Speicher, z.B Ringwallspeicher.
    4. Vernachlässigen der Kraft Wärme Kopplung. Bei Dunkelflaute besteht auch ein großer Heizbedarf. Wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht kann man nicht mit Strom (Wärmepumpe) heizen , sondern man muss mit der Heizung am besten noch nebenbei Strom erzeugen (Blockheizkraftwerk).
    Wenn in Deutschland alle die Energiewende so vorangetrieben hätten wie die Landwirte hätten wir schon längst 100% Erneuerbare Energie.

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  11. Klaus Horn sagt

    Sicher ist: Wenn die aktuell geltenden Gesetze mit den geplanten Kraftwerksabschaltungen ausgeführt werden gibt es den Crash in Form von Brownouts (geplante regelmäßige Stromabschaltung) oder Blackouts (ungeplanter Stromausfall). Je eher desto besser. Die Zerstörung unserer Kraftwerke könnte dann früher beendet werden. Da müssen wir durch. Der Wohlstandsverlust für die meisten würde dann früher gestoppt. Die Dekadenz des deutschen Wahlvolkes und der gewählten Politiker wird dann sichtbar und kann erst dann geheilt werden. Ein kräftiger Beweis ist die Tatsache, daß die “Grünen” eine Verlängerung des Kernkraftwerksbetriebes mittragen und eine Reaktivierung von Kohlekraftwerken anordnen sowie nachts bei Windstille des Ausbau von Außenheizkörpern (auch genannt Photovoltaikanlagen) und großen Windwärmemaschinen fordern.

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    • Es war nicht alles schlecht was früher einmal gut war! sagt

      Das ist Arnold Vaatz, ein ehemaliger CDU Bundestagsabgeordneter, der, zwar immer schon kritisch, aber jetzt da außer Amt und Würden Oppositionsarbeit machen kann. Ist in der aktuellen CDU Fraktion scheinbar nicht möglich.

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  12. Sauerlandfarmer sagt

    Ich denke die Blog Überschrift sollte lauten: Unseren politischen Entscheider und auch viele Bürger verstehen nichts von Stromerzeugung und ignorieren den Ernst der Lage …

    Zurück zu Realität am heutigen Tag vgl. auch https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&stacking=stacked_absolute_area

    Auszug 11.12.2022 um 11:15h (ein Sonntag wohlgemerkt, der 3. Advent):
    Last in Deutschland: 56,6 GW
    Summe Energie Erzeugung: 57,5 GW

    Solar: 2,5 GW
    Wind: 3,1 GW
    Biomasse: 5,2 GW

    Kernenergie: 3,8 GW
    Erdgas: 12,5 GW
    Steinkohle: 12,4 GW
    Braukohle: 14,6 GW

    Tages Leistung meiner eigenen 41 KW großen Solaranlage heute: 1,65 KWh, da keine Sonne und Schnee. Spezifischer Anlagen Ertrag über 10 Jahre: 1.061 kWh/kWp. In Brilon (HSK) gibt es 64 Windkraftanlagen, alle stehen heute still, weil kein Wind weht oder wegen Eiswurf abgeschaltet. Bei diesen Wetter Bedingungen können und werden Wind als auch Sonne keine Leistung liefern und zwar flächendeckend.

    Ich würde mich freuen, wenn mir ein Politiker präzise Antworten auf die folgenden Fragen geben könnte: Vorweg, dies ist keine AUSNAHME Tag und es wird in der kommenden Woche noch viel interessanter bei sinkenden Temperaturen.
    Wie wird an solchen Tagen wie heute ab 2030 die Grundlast sichergestellt?
    Wo sind dann welche Speichertechnologien mit welchen Kapazitäten installiert?
    Ich vertraue nicht auf Simulation und würde an solchen Tagen wie diesen einen Stresstest in der Praxis durchlaufen. Zwei Umspannwerke, eins im Rheinland (Braunkohle) sowie eins in Ostwestfalen (Wind) vom Netzt nehmen. Gehen dann flächendeckend die Lichter aus oder lässt sich das noch ab puffern?
    Wie viele Biogas Anlagen sind denn nach der Gewinn Abschöpfungs Orgie 2022 im Jahr 2030 noch am Netz und glauben Sie wirklich, dass da noch jemand investieren will?
    Wenn Sie dann 2030 an genau solchen Tagen teuren Strom importieren müssen, gehe ich davon aus, dass dies nicht Atom Strom aus Frankreich und östlicher Kohle Strom sein wird, oder?
    ….

    Die Energie Wende scheitert jetzt schon, dazu zwei lokale Beispiele:
    Die beantragte Erweiterung meiner bestehenden Solar Anlage liegt seit 5 Monaten bei der Westnetz in Bearbeitung. In der schriftlichen Eingangsbestätigung heißt es: „Bitte verzichten Sie zwischenzeitlich auf telefonische und schriftliche Nachfragen, da diese die weitere Bearbeitung deutlich verzögern würden.“ Wenn dann im Frühjahr 2023 ggf. evt. möglicherweise eine Genehmigung erteilt wird, gehe ich fest davon aus, dass die Bauteile (Solar Module, Wechselrichter, Zähler, …) nicht lieferbar sind.

    Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat nach sechs Jahren Anfang Dezember 2022 geurteilt, dass eine Klage des NABU abgewiesen wird. Damit dürfen in Marsberg elf Windräder gebaut werden, für die bereits eine Baugenehmigung vorlag und teilweise mit dem Bau begonnen wurde.
    https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/nabu-windanlage-oberverwaltungsgericht-hochsauerlandkreis-100.html

    Es klingt schon fast zynisch „Im Kabinett beschlossen: Schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien“ Hahahahaha

    Strom-Mangellagen können gar nicht schnell genug kommen, vorher findet kein Umdenken statt. Einen schönen 3. Advent, in diesem Jahr noch mit ausreichend Strom

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  13. Jürgen Donhauser sagt

    Um noch ein “Fass” aufzumachen: Für mich ist Biogas (habe ich zwar selbst nicht) ein entscheidender Faktor. Jeder von uns hat in Biologie gelernt, dass bei der Fotosynthese Kohlendioxid aus der Luft aufgespalten wird. Der Kohlenstoff wird in das Pflanzenmaterial eingebaut – Sauerstoff frei gesetzt. Nun die Gretchenfrage: “Warum werden wir gezwungen auf unseren Flächen immer extensiver zu wirtschaften? Auf welcher Fläche wird wohl mehr Kohlenstoff gebunden? Auf einer Fläche mit viel oder wenig Pflanzen?”
    Kritiker werden jetzt einwenden, dass man zum intensiven Anbau Dünge und Pflanzenschutzmittel anwendet, die bei der Herstellung auch CO2 freigesetzt haben. Aber keiner hat sich offensichtlich die Mühe gemacht die Bilanz Energie Input zu Output durch vermehrtes Wachstum anzusehen. Mit Biogas könnte man die Fruchtfolgen auflockern, lastabhängige Energie produzieren, Arbeitsplätze sichern, Biodiversität fördern, organische Abfälle sinnvoll verwerten und, und, und. Aber wir holen ja lieber LNG aus Katar und Co.

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      • Marian E. Finger sagt

        In den vergangenen Jahren war Frankreich auch bei reparierten AKWs im Winter Nettostromimporteur. Das liegt daran, dass in Frankreich zum großen Teil mit Strom geheizt wird.

        Die 56 AKWs haben zwar eine installierte Gesamtleistung von 61 GW, die stehen aber auch dann nicht voll zur Verfügung, wenn alle AKWs repariert sind. Frankreich gewinnt so gut wie keinen Strom aus Kohle, wenig aus Gas, etwas mehr aus Wasserkraft, aber um die enormen Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen, müssen die AKWs herhalten, und die lassen sich nicht so leicht rauf- und runterfahren wie Gaskraftwerke.

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  14. leute, schaut mal ueber den tellerrand. der einzige energiefluss der stattfindet, ist der eurer lebensenergie in die taschen von wem?
    cui bono? wem nutzt das alles?
    eure lebensenergie wird ueber die ganze traumtaenzerei ueber steuern, abgaben und, und, und unwiderbringlich abgesaugt. wohin? das ist die wichtige frage, die leider keiner stellt. alle vermeiden das. warum?
    ist hier in kanada nicht anders.
    die nutzniesser sind allerdings die gleichen. wer sind die?

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  15. Ostendorf ( Am Ende mit nur einem "F" ) sagt

    Hier ist die Stromerzeugung vom letzten monat in Deutschland.

    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/10.11.2022/11.12.2022/today/

    Die Graue Kurve ist der Anteil der Konventionellen Stromerzeugung !

    Klicken Sie mit der Maus unter des Diagramm, z.b auf Erdgas, so erkennen Sie daß wir teilweise 20 GW von ca 75 GW Gesamtstrombedarf aus ERDGAS erzeugt haben.
    Zur Info, das Kernkraftwerk Lingen-Emsland in Niedersachsen erzeugt grob 1,3 GW Strom, somit verstromen wir zur Zeit teilweise Erdgas welches 15 Kernkraftwerke .
    endspricht.

    Aber unsere Öko-Lobyisten Kempfert und Co. lügen in jeder Talkshow bis sich die Balken biegen, da? wir angeblich genügend Speicher haben, und alles ist durchgerechnet.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Man könnte, wenn man wollte, die Ideologie und der ständige Gerechtigkeitswahn beiseite geschoben; im Süden doch die PV-Anlagen verstärkt fördern, anstatt sich auf Wind zu stürzen, nur weil man eine theoretische Flächengröße ohne großen Effekt, zuballert.
      Wieso sind alle so unflexibel im Denken?

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Bei uns gibt es schon seit 10 Jahren klare Daten, welche Energie wo sinnvoll ist und wo nicht. Die Karten sind leider nicht mehr online. Bei uns in der Südoststeiermark sind beispielsweise Windkraftwerke sinnlos. Da geht es um einen Mix aus Solar, Geothermie, Bioenergie und ganz wenig Wasserkraft. In den Alpen dominieren Wasser und Sonne, untergeordnet auch Wind. Und der Nordosten ist DAS Windenergiegebiet. Das Burgenland kann sich rechnerisch damit bereits seit vielen Jahren selbst versorgen.

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      • Wie oben die Journalistin von WDR5.

        Warum hackt die als auf frühere Versprechen rum, wenn sich doch jetzt die Lage wegen Putin und der fehlenden Energie deswegen geändert hat.

        Was soll denn ein normaler Demokrat einer Großstadt davon halten?
        Wie wird der entscheiden?

        In der Demokratiegeht funktioniert eben alles langsamer,
        Darüber machen sich ja Russland und China lustig.
        Teheran bestimmt auch!

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      • Hans Gresshöner,Landwirt sagt

        “Wieso sind alle so unflexibel im Denken?”

        Alle nicht,nur DEUTSCHE,ok BRITEN auch (meine persönliche Erfahrung)!

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    • Thorens sagt

      Die Zukunft wird also spannend und angebotsorientiert bei der Stromversorgung. Aha!
      Auf die Spannung, ob denn das Angebot an Strom gerade ausreicht, wenn ich einen Bedarf habe, etwa im Winter zum Heizen, kann ich eigentlich verzichten.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      “Es wird keine Grundlast mehr geben, die Zukunft heißt Selbstversorgung.” Das wird uns Österreichern dank Saurugg immer klarer, unabhängig davon, wie man darüber denken soll. Vergesst die Politik! Die Energieministerien sind mindestens so inkompetent wie Özdemir, auch beispielsweise Gewessler in Österreich. Die wissen gar nicht, wovon sie reden. Bei uns fordern sie nur dazu auf, lokale Versorgungssysteme aufzubauen, ohne zu sagen, wie das geht.
      Standardlösungen für eine Eigenversorgung gibts bislang keine. Die eigene technische Kompetenz und Kreativität ist gefragt: Ein Wechselrichter-Ladegerät https://www.victronenergy.de/inverters-chargers/multiplus-ii nimmt Strom von der Batterie und steuert dann den Wechselrichter an. So entsteht eine Inselanlage.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Elisabeth, was heißt denn Selbstversorgung für urbane Zentren? Wir leben doch nicht alle im ländlichen Raum. Hinzu kommt, dass jemand den Service für den Stromtransport organisieren und bezahlen muss. Wenn Strom in dünn besiedelten Gebieten erzeugt wird, muss er transportiert und verteilt werden. Außerdem muss der Erzeuger eine langfristige Bindung haben, es kann dann nicht weiter den fluktuierenden Verbraucher geben. Dann ist Schluss mit Flexibilität für die Verbraucher. Ist wie mit SOLAWI, der Bauer lebt von der kontinuierlichen langfristigen Bindung. Deshalb habe ich von Anfang an immer gesagt: bullshit

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        • Elisabeth Ertl sagt

          Wie gesagt, man kann das alles Bullshit finden. Aber der Papa, der es für uns richtet, ist tot, so tragisch das ist. Das ist der Inhalt von Sauruggs Wanderpredigten.

        • Elisabeth Ertl sagt

          Stromnetze gibts ja, die muss man nicht erst bauen. Die existierenden Kraftwerke, in Ö. vor allem Wasserkraft, dazu Wind, Geothermie und ein wenig Solar und Biomasse, werden nur noch die urbanen Zentren versorgen, die glaubhaft machen können, dass es nicht anders geht. Dort wird der Strom rationiert.
          Das Land muss schauen, wie es sich selbst versorgt.

          • Reinhard Seevers sagt

            Elisabeth, die Aufrechterhaltung der Leitungen (vom Freischneiden bis zur Reparatur bei Umweltschäden) und die Anschlussleistungen muss jemand leisten, dauerhaft, auch wenn sich die Anzahl Verbraucher plötzlich durch Wegzug ändert. Ohne langfristige Bindung und/oder einer gewissen Unternehmensgröße kann man solche Leistungen weder erbringen, noch koordinieren oder finanzieren. Diese Sicht auf die Dinge leite ich von den täglichen Kontakten zu Energieversorgern ab, die ich ansprechen muss, wenn ich Strom abnehmen, einspeisen oder nur einen Anschluss beantragen will.
            Allein das Kartenwerk der unterschiedlichen Versorger ist unglaublich, Regional häufig auf wenigen Quadratkilometern drei verschiedene Anbieter und Leitungsinhaber. Grauenhaft.

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        • Reinhard Seevers sagt

          Immer das selbe Gesabbel:
          “In dem Projekt wolle die Gemeinde freilich in erster Linie mit gutem Beispiel vorangehen, aber man werde auch – gemeinsam mit der Energie Steiermark – ein Konzept erstellen, wie Energiegemeinschaften im privaten Bereich praktisch möglich sein könnten, erklärt Bürgermeister Johann Winkelmaier.”

          Projekt, gemeinsam mit Energieunternehmen, Konzept erstellen….möglich sein könnten.
          Solche bullshit – Meldungen ploppen in diesem Land täglich auf. Jeder hat irgendein Leuchtturm geplant, ein anderer ist gerade im Bau…..übertragbar ist das Wenigste.
          Ankündigungsweltmeister sind wir sowieso schon.

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          • Brötchen sagt

            ja ist so…..so ganz trivial ist ja Stromerzeugung nicht.

            wir hatten in der Schule so Begriffe wie Phasenverschiebung und Blindleistung…..
            das bekommt man nur mit großen Turbinen hin und nicht umsonst sitzen da Ingenieure, die Mix anderes den Tag machen, das ganze zu überwachen.
            ist ja auch alle grenzübergreifend……wenn jetzt alle einen auf autark machen wird’s schwierig..
            sieht man ja jetzt fr. bekommt sein zeugs nicht gewartet, fliegen. wohl Schweißer aus USA und Kanada ein…..wir zahlen dafür exorbitante preise……und haben dann zum Dank keine Hilfe zu erwarten…läuft doch supi….ich finde es gut…

            und das ganz geile wie mit dem gas….es wird Schweine teuer….aber man hat nicht Mal Sicherheit …
            ganz einfache Sicherheit, wo man sich nicht noch Heizkörper und Notstromaggregate hinstellen muss…

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Unsere Gemeinde hat 8000 Einwohner zu versorgen. Die haben gerade ein kleines Fernheizkraftwerk gebaut samt Heizleitungen. Dass sie Paneele auf bestes Ackerland gestellt haben, gefällt mir weniger. Es gibt einige kleine private Wasserkraftwerke, die eingebunden werden sollen. Auf jedes Dach sollen Paneele.

            • Brötchen sagt

              zur Zeit ist die Ausbeute null…..gibt da zahlreiche Erfahrungsberichte. solar reichlich….8 kwp und zwei Speicher…..reicht zur Zeit nicht für wärmepumpe….was ja logisch ist….
              das ganze wird nur unheimlich teuer. weil ja niemand den Unterhalt usw. auf dem Schirm hat…

              es ist in etwa so, wie bei den Cowboys….verteidige und versorge dich selbst. vom Staat ist nix zu erwarten. der saugt dich nur aus…

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  16. Rudolf Weishaupt sagt

    Ich stimme, wie so oft, vollkommen mit Ihnen überein, was die Faktenlage angeht. Nur habe ich einen anderen „Spin“. Ich priorisiere (ungefähr in dieser Reihenfolge):

    – Klima-, Arten- und Bodenschutz;
    – Demokratie schützen;
    – europäische Solidarität;
    – Solidarität weltweit, vor allem mit Ländern, die vom Klimawandel betroffen sind.

    Klimaschutz erfordert den möglichst schnellen Ausstieg aus fossiler Energieerzeugung. Da ist in der Merkel-Ära zu wenig geschehen. Ausstieg bedeutet in erster Linie Einstieg in erneuerbare Energien. Das darf nicht mehr blockiert werden, Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht werden, wir brauchen neue Speichertechnologien um den Strom-Grundlast-Bedarf zu decken. Auch dürfen Bundesländer wie Bayern nicht mehr den Kopf in den Sand stecken. Im Norden hat man manchmal so viel Windstrom, dass Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen. Der Süden blockiert den Ausbau von Stromtrassen.

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    • Bauer Willi sagt

      @Rudolf Weishaupt
      Können Sie mir erklären, wie Sie bis 2030 die Grundlast sicherstellen wollen? Wo sind die Speichertechnologien? Wo sind die Kapazitäten? Sind die Standorte für die Speicher genehmigt? Wer baut die Speicher? Von welchem Geld?
      Wir haben eine Überkapazität von Wind und Solar. Die Daten sind oben genannt. Wollen Sie noch mehr Geld in Überkapazitäten investieren?
      Sorry, aber Ihr Kommentar ist unlogisch und fachlich nicht nachvollziehbar.

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      • Elisabeth Ertl sagt

        Bei uns geben die Politiker schon zu, dass sie die Grundlast nicht sicherstellen können. Alle Bastler zermartern sich schon daheim das Hirn, wie sie damit umgehen, wir auch.

    • Rudolf Weishaupt sagt

      E-Mobilität ist langfristig wahrscheinlich nicht „die“ Lösung. Aber die Fahrzeuge, angefangen vom E-Bike bis hin zur Deutschen Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsunternehmen, sind aus meiner Sicht nichts anderes als große, fahrbare Batterien. Warum bieten die Strom-Vermarkter nicht Tarife an, die den Strompreis in Zeiten von Stromüberschuss (starker Wind, viel Solarstrom im Sommer um die Mittagszeit) verringern und in Zeiten von Strommangellagen erhöhen? So könnte E-Mobilität marktgerecht „bewirtschaftet“ werden und als Speichermöglichkeit einen Beitrag zur effizienteren Energiewirtschaft leisten. – Ich weiß, dass man sich am Forschungszentrum Jülich Gedanken zum Thema „intelligente Steckdose“ macht.

      Es werden immer noch viel zu viele Flächen versiegelt. Warum werden nicht zumindest die großen Parkflächen für unsere Autos standardmäßig mit Solardächern ausgestattet? Das hätte unter anderem auch den Vorteil, dass unsere Autos dann im Schatten stünden. Das fände ich auf jeden Fall viel sinnvoller, als PV-Anlagen auf die grüne Wiese zu stellen. Biogasanlagen finde ich gut, unter der Bedingung allerdings, dass dafür nicht eigens Energiepflanzen angebaut werden.

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      • Thorens sagt

        “Warum bieten die Strom-Vermarkter nicht Tarife an, die den Strompreis in Zeiten von Stromüberschuss (starker Wind, viel Solarstrom im Sommer um die Mittagszeit) verringern und in Zeiten von Strommangellagen erhöhen?”

        Ich vermute, weil sie so gut wie eben möglich von ihrem Geschäft profitieren wollen, werden wir merkliche Preissenkungen auf gar keinen Fall erleben. Wenigstens nicht, ohne polititschen Eingriff. Auf die Idee mit dem höheren Preis in “Mengellagen” wären sie schon noch von selbst gekommen.

        “Es werden immer noch viel zu viele Flächen versiegelt.”
        Ja, schlimm! + 400.000 Wohnungen jedes Jahr oder Insekten auf unversiegelt bleibenden Flächen? Oder spricht in dem Fall nur keiner darüber?

        “…die großen Parkflächen für unsere Autos standardmäßig mit Solardächern ausgestattet?”

        Und Eisenbahntrassen, Autobahnböschungen, Verwaltungs- und Produktionsgebäude usw. Es gibt viele heute in diesem Sinn “unproduktive” Flächen der öffentlichen Hand, die genutzt werden könnten. Warum gehen unsere Institutionen denn nicht mit gutem Beispiel voran?

        Ich hätte auch eine Idee, wie das dafür nötige Geld zu generieren wäre.
        Dabei müsste man sich sicher auch mal über die Kosten von 16 Bundesländern, davon 3 Stadtstaaten, allesamt mit eigenem Parlamentsbetrieb oder über einen sich immer weiter aufblähenden Deutschen Bundestag unterhalten, um nur die zwei zu nennen. Oder ist die Lage dafür noch nicht ernst genug? Im Sinne von “nicht immer nur die Anderen” könnte Politik hier unmittelbar die Energiewende beflügeln.
        Also: Immer ran, es ist Energiewende.

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        • Rudolf Weishaupt sagt

          Genau in die Richtung habe ich ja argumentiert! Ein wenig o.T.: Wie schwierig es mit der Zusammenlegung von Bundesländern ist, hat ja der Versuch von Brandenburg/Berlin gezeigt. An einer merklichen Verkleinerung des Bundestags in Zukunft wird nun offenbar wieder gearbeitet, nachdem die Bundestagspräsidenten Lammert und Schäuble damit nicht weiter gekommen sind. Hoffentlich mit Erfolg!

          Aber all diese Politikkosten wiegen wahrscheinlich relativ wenig im Vergleich zu den Einsparpotenzialen durch den Ausbau und die geschickte Nutzung der erneuerbaren Energien. Ein Problem, dass ich dabei sehe, ist die Speichertechnik. Die bisherigen LI-Batterien sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Vielleicht werden Feststoffbatterien in Zukunft eine leistungsfähige Alternative bieten?

          • Thorens sagt

            Ja, Herr Weishaupt, darum geht es doch. Wir sind in allem Möglichen noch nicht bei der Weisheit letztem Schluss angelangt, wollen aber das Bisherige ideologiehalber schon mal abschaffen, um das Dazwischen allenfalls im Unterkleid überstehen zu müssen, was eine ernsthafte Erkältung nach sich ziehen kann. Vor allem für die, die hier die Karre am Laufen halten und Steuereinnahmen generieren. Weniger für die, die uns da reinreiten.

            Wer ein neues Haus braucht und nicht in Schilda wohnt, der reißt doch nicht erstmal das alte ab, noch bevor nicht wenigstens das Dach auf dem neuen ist.

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        • ““Warum bieten die Strom-Vermarkter nicht Tarife an, die den Strompreis in Zeiten von Stromüberschuss (starker Wind, viel Solarstrom im Sommer um die Mittagszeit) verringern und in Zeiten von Strommangellagen erhöhen?”

          Ich vermute, weil sie so gut wie eben möglich von ihrem Geschäft profitieren wollen, werden wir merkliche Preissenkungen auf gar keinen Fall erleben.”

          Thorens, du hast berechtigterweise auf die Spannung, ob überhaupt Spannung anliegt , verzichtet. Würdest du einen Vertrag wollen, der dir bei höherer Nachfrage ( im Winter, wenn es dunkel und kalt ist) mehr abknöpft als im Sommer ?
          Also solche Verträge wären ziemlich blödsinnig. Mal abgesehen davon , davon dass die Stadtwerke etc. natürlich langfristige Vertrage abschließen (müssen).
          Ansonsten kann ich als Akteur an den Strombörsen genau solche Schwankungen natürlich nutzen. Und das wird auch gemacht.

          Für mich ist hier auch vieles nicht durchdacht. Irgendwelche nationale Lösungen halten ich für unklug. Das gut ausgebaute und weit diversifizierte europäische Stromnetz bietet sich hierfür auch bestens an und sollte ausgebaut werden. Letztlich ist es auch egal, ob wir den Primärenergieträger wie Gas importieren müssen oder Strom direkt. Bisher sind wir Nettostromexporteur. Als recht großes Land würde ich das auch in einer langfristigen Strategie nicht ändern wollen, aber natürlich sind übergangsweise auch mal Nettoimporte kein Problem. Frankreich wird dieses Jahr auch mehr Strom von uns importieren als sie uns liefern.
          Und gerade auch in Verbindung mit der Klimaproblematik sollte hier auf europäischer Ebene sehr eng koordiniert werden, wer was warum produziert.
          Da können wir noch wesentlich mehr tun und sollten das auch.
          Ich habe da viel Vertrauen in unsere Energieversorger. In unserer Regierung weniger . Sie wäre natürlich aufgerufen , die hier auch angesprochene dezentrale Versorgung, mehr zu fördern. Logischerweise kann man die Energieversorger nicht dafür in die Pflicht nehmen. Und gerade hier auf dem Land schreien die Biogasanlagen da doch laut hier. Man muss schon wirklich stocktaub sein, um das zu überhören. Die anfallende Wärme ließe sich doch bestens nutzen., wenn es gewollt wäre.

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      • Rudolf Weishaupt sagt

        Hallo, Herr Seevers!

        „ES MUSS ERHEBLICH LANGSAMER GEHEN; NICHT SCHNELLER.“ (Großbuchstaben!) Sie werden gewiss schon damit rechnen, dass ich das etwas anders sehe. Diesen Sommer die Not mit der Hitze. Auch unser Gastgeber, Bauer Willi, war sehr in Sorge, auch wenn es mit seiner Ernte letztendlich ganz gut gegangen ist. Im Jahr 2021 das Starkwetterereignis im Juli. Und das Versprechen des damaligen Finanzministers Olaf Scholz, man werde die Leute in der Eifel und an der Ahr nicht im Stich lassen, auch wenn der Wiederaufbau vielleicht Jahre dauert. Das alles ist behördentechnisch vielleicht nicht ganz einfach zu bewältigen, schließlich muss Missbrauch von Fördermitteln möglichst verhindert werden. Mir geschieht aber dort zu wenig! Welche Vorkehrungen werden getroffen, um in Zukunft auf entsprechende Ereignisse besser vorbereitet zu sein? Rückhaltebecken und Renaturierung im Quellgebiet der Ahr? Man erfährt wenig darüber. Es muss also langsamer gehen mit der „Energiewende“? Schließlich ging es in dem OP von Bauer Willi um das Thema Energiewende.

        Sie schreiben von Fantasien in Richtung „Ausstieg aus der Exportwirtschaft und Reduzierung des Wohlstands“. Das ist – bitte entschuldigen Sie – Panikmache, genauso wie die Rede von einer „geplanten“ Deindustrialisierung unseres Landes. Deindustrialisierung ist längst im Gange, und das schon seit Jahrzehnten. Es hängt vor allem mit dem hohen Bildungs- und Lohnniveau in Deutschland zusammen. Da lässt man viele Komponenten halt im Ausland fertigen. Auch bei landwirtschaftlichen Produkten ist so etwas zu beobachten. Ich muss nur aufmerksam die Herkunftsbezeichnungen lesen, um zu begreifen, dass die Transportkosten für landwirtschaftliche Erzeugnisse so niedrig sind, dass es für Großabnehmer im Lebensmittelhandel offenbar günstiger ist, ihre Produkte in Ägypten, Marokko oder auch in Spanien zu kaufen. Da liegen die Probleme der Landwirtschaft, nicht in der Politik. Bundesregierungen kommen und gehen.

        Im Gegensatz zu den meisten Kommentatoren auf dieser Seite bin ich kein Landwirt, auch nicht irgendwie in der Landwirtschaft tätig. Trotzdem bin ich neugierig und verfolge immer mit großem Interesse Bauer Willis Beiträge. Für mich ist es sozusagen ein Blick „von außen“. Ich habe 15 Jahre lang in der Stadt gelebt, die meiste Zeit aber hier in der immer weniger, aber noch ein wenig dörflichen geprägten Nordeifel. Meine ersten zehn Lebensjahre durfte (!) ich in unmittelbarer Nachbarschaft des Hofs meines Onkels verbringen, Nebenerwerbslandwirt wie die Inhaber vieler Höfe in der Eifel: drei Schweine, sieben Kühe, ein Pferd, Grünland, Kartoffeln, etwas Roggen, etwas Weizen. Im Hauptberuf war mein Onkel Bäcker (mit Steinofen, Backstube und Verkauf im gleichen Raum). Ich habe noch erlebt, wie das karge Feld mit dem Pferd (Olga) gepflügt wurde.

        Ich bin kein Agrarromantiker. Im Alter (70) kehren allerdings die Erinnerungen oft in die Kindheit zurück. So ein paar Dinge sind mir fest eingeprägt, zum Beispiel: kein Brot – überhaupt keine Lebensmittel – wegwerfen; Respekt gegenüber den Tieren; hart arbeiten. Ich verfolge verschiedene Kanäle, zum Beispiel bei YouTube „NDR auf’m Land“, „100 Hektar Heimat“, und – immer informativ und erfreulich kurz – „My Kuh Tube“ und „Unser Land“ (BR). Ich lerne, wie sich Landwirtschaft in den letzten 50-60 Jahren verändert hat. Bessere Maschinen, bessere Technik, Fortschritte beim Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Höhere Erträge! Auch Versuche mit Biolandbau. Wie gesagt: neugieriger Blick von außen. Die Grundregel aber lautet: Der Mensch ist, was er isst! Das wird mir immer mehr bewusst.

        Es gibt wohl eine links-alternative „Bubble“: Mag sein, dass dort oft sehr pauschal über Landwirtschaft geurteilt wird. Samstags höre ich immer gern die Sendung „Alles in Butter“ auf WDR 5. Der von mir durchaus geschätzte „Genussexperte“ Helmut Gote berichtet über kulinarische Erlebnisse, Kochtechniken, Rezepte, auch über landwirtschaftliche Erzeugung. Wenn er dann manchmal scheinbar beiläufig sagt, Lebensmittel aus „industrieller Herstellung“ oder „Massentierhaltung“ kämen bei ihm natürlich nicht auf den Tisch, gibt mir das einen Stich! Ich frage mich dann immer, wovon Leute denn satt werden sollen, die sich den Aufenthalt in einem Sterne-Restaurant oder eine kulinarische Reise nach Indien nicht leisten können.

        Es gibt aber auch eine „Bubble“ in den landwirtschaftlichen Communities. Man sieht sich umstellt von Öko-Fanatikern, Vegetariern und Veganern, spricht von Öko-Terrorismus. Und natürlich ist man umstellt von der Politik insgesamt, die ja zielgerichtet nicht nur den Untergang der Landwirtschaft, sondern vielmehr auch den Untergang unseres ganzen Landes bezweckt. Auch so etwas macht mich traurig, denn es zerstört Gesprächsbereitschaft, führt bei Politikern wahrscheinlich gelegentlich zu der Einstellung: Ach, die? Die darf man nicht ernst nehmen, die spinnen ja. – Finde ich sehr schade, hilft der Sache nicht.

        Nichts für ungut. Freundliche Grüße!

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        • Reinhard Seevers sagt

          Herr Weißhaupt, ich gehe im Großen und Ganzen mit Ihnen mit. In meinen Augen vermischen Sie aber etliches miteinander, was nicht zu vermischen ist. Die Unwetterkatastrophe im Ahrtal ursächlich mit dem Klimawandel zu verknüpfen ist nicht weniger fatalistisch, wie den von Ihnen gemachten Vorwurf Richtung Landwirtschaft, sozusagen Panikmache.
          Erklären Sie mir mal bitte, wie eine Preisbildung bei Mineralwasser zustande kommt, wenn es um Qualität, Sicherheit oder sonst was geht. Der Transport von Mineralwasser und dessen Preis steht ja wohl in keinem Zusammenhang mit Ökologie oder Vernunft.
          Die Transportkosten sind anscheinend noch viel zu gering, wenn man das Wasser in Flaschen kaufen muss, anstatt den Wasserhahn einfach aufzudrehen.
          Und zur “Gesprächsbereitschaft” noch ein Wort. Die Agrarseite hat sich jahrelang dazu breit erklärt und wird seit Jahren VERARSCHT. Wann denken Sie ist wohl der Gesprächsfaden gerissen? Wenn man sich komplett unterworfen oder den Hof aufgegeben hat?

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      • Schorsch Summerer sagt

        Die Batterien werden von den Autoherstellern nicht zur Rückspeisung freigegeben. Als grund wird genannt dass die Lebensdauer dadurch stark sinkt. Würde evtl dann gehen wenn die Autos Wechselbatterien hätten wie der Hersteller Nio aus China.
        https://www.stern.de/auto/e-mobilitaet/e-autos–sind-wechselakkus-die-perfekte-loesung–nur-auf-den-ersten-blick-30565318.html
        Doch reichen dann die Speicherkapazitäten? Wohl kaum. Es wird einfach unterschätzt welch gewaltiger Stromverbrauch im Verhältnis zur Speicherung vorhanden ist. Strom dann zu erzeugen wenn er gebraucht wird ist ökologisch wie ökonomisch einfach sinnvoller.

        • Brötchen sagt

          “Die Batterien werden von den Autoherstellern nicht zur Rückspeisung…..”

          Das wäre doch auch genial und ein Eingriff in die Eigentumsrechte…..willste früh los fahren und Dein Auto ist leergesaugt.
          Zumal wie will der Staat das dann mit den Steuern regeln….das geht ja nun gar nicht…..das hier irgendwas vom weißen Mann veranstaltet wird und da sind keine Steuern oder Genehmigungen oder Berechtigungen drauf.

          Meines Erachtens soll der Individualverkehr sowieso extrem reduziert werden.
          Anders kann man die 9 und 49 Euro Tickets auch nicht erklären. Vorher hat Dir der Staat keinen Cent gegönnt und nun soll plötzlich die Bahnfahrt so gut wie nix kosten. Sowas gibt es nicht mal in der schöne Schweiz und die haben Jahreskarten für 2500 Fränkli oder so…….die werden dann sagen, was wollt ihr denn…..könnt ihr schön mit Bahn fahren und die Deppen aufm Land sind sowieso überflüssig. Biodiversität……pah….da wird Wildnis gemacht und die studierten Biologen aus Freiburg oder Schwäbileändeli schreiten da durch und tyrannisieren die letzten noch nicht ausgestorbenen Dunkeldeutschen….

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Anders kann man die 9 und 49 Euro Tickets auch nicht erklären. Vorher hat Dir der Staat keinen Cent gegönnt und nun soll plötzlich die Bahnfahrt so gut wie nix kosten..”

            Heute morgen gab es -6°….Bekannter kam 2 Std zu spät zur Arbeit, die Bahn konnte nicht fahren. 1. Wegen Motorschaden, 2. wegen Krankheitsbedingtem Personalmangel.
            In der Zwischenzeit haben 8 Seminarteilnehmer vor der Tür gestanden, weil er als Seminarleiter nicht da war, die Tür verschlossen, weil ein Kollege in Urlaub und ein weiterer krank….
            Der ÖPNV muss billiger werden finde ich! 😀

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            • Brötchen sagt

              Du Reinhard, das ist dann Dein Problem, denkste das interessiert jemanden wie den schlauen Kevin oder die unerbittliche Saskia.

              Da wird der Riggo aber sauer sein….

              Es hat ja noch keiner gesagt, wer das dann finanziert!

              Das wird mit der Gieskanne umverteilt und jegliche Initiative unterdrückt….wird alles vergammelt und versifft sein.

              Bin ja schon länger für : Freibier für alle!

              P.S. Ich kenne noch die Zeiten mit Bahnfahren usw……ist mir noch gut in Erinnerung….und bei Schneesturm mit Fahrrad los.

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              • Brötchen sagt

                Übrigens nehmen wohl die Wildbestände extrem ab (BB), sind kaum noch Strecken……..was der Wolfi dann wohl fressen wird…..

                Strecken Reh und Wildschwein….Rothirsch gilt schon als gefährdet.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Die Bahn ist unfähig. Da soll alles digitalisiert werden und nix läuft noch. Da werden Fahrkartenautomaten mit neustem Display aufgestellt, eine Million Optionen eine Fahrkarte unterschiedlichster Ausformung zu generieren. Dann geht das Geldfach nicht, oder es geht keine Zahlung mit EC-Karte. Endlich die richtige Karte im richtigen Zonenbereich gelöst muss man sie an einem Ticketentwerter entwerten, dieser ist …wen wundert es außer Betrieb. Auf dem Fahrkarten-Automaten läuft in Dauerschleife der Warnhinweis, dass die Benutzung ohne entwertete Fahrkarte eine Strafbewährung erfolgt und der Zug nicht benutzt werden darf. Bin dennoch gefahren und die freundliche Zugbegleiterin fragt ob ich ein Foto von dem Entwerter gemacht hätte, dann könne man dies beweisen…aber sie wolle noch mal drüber weg sehen und den Schaden melden. Nimmt den Kugelschreiber, schreibt ihre initialen drauf und entwertet mit der alt hergebrachten Zange…ich muss mich beeilen, ich muss raus……Die Digitalisierung wird uns retten, das glaube ich gaaaaanz fest, immer wieder, jeden Tag.

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                • Brötchen sagt

                  Du fährst zu wenig Reinhard…..zu Ostzeiten war das wichtigste so ein Fahrplanbuch! Und das musste man lesen können…..wenn da ein bestimmtes Zeichen dran war…..konnte das heißen….fährt nur an Wochentagen…..oder so

                  Man bucht die Fahrkarten zu Hause und druckt die aus bzw. hat die aufm Handy…
                  Man man man mit Dir ist auch nix los…wie willst Du so überleben ?!! 😉

                • Reinhard Seevers sagt

                  Wir sind ja lediglich zum Weihnachtsmarkt zwei Stationen gefahren….aber die armen POC (people of color), die zu viert vor dem Automaten standen und auch nach 10 Minuten noch keine passende Fahrkarte gefunden hatten, denen konnte ich schlecht sagen, dass sie doch besser online gebucht hätten. Die konnten kein Wort Deutsch, und die Bedienelemente sind sämtlich nur auf Deutsch. Shit happens. Dann kam noch eine dreiköpfige asiatische Familie, die Mutter hatte ein ticket erworben! Nun versuchte sie dieses zu entwerten und steckte wiederholt das Papierfitzelchen in den Schlitz….wir machten sie darauf aufmerksam, dass das rote Lämpchen leuchten würde und das Gerät nicht funktionierte…sie drückte wiederholt das Lämpchen, sie verstand kein deutsch. Der ÖPNV muss billiger werden!

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            • sonnenblume sagt

              Bahnfahren ist ein Abenteuer. Eine Bekannte ist sehr oft im Fernverkehr unterwegs. Was die an Vergütung für Verspätung usw. einsammelt, unglaublich.

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              • Brötchen sagt

                “Bahnfahren ist ein Abenteuer”
                Für Greenhorns und Sonnenblumen sicher !
                Das letzte Abenteuer vor dem wilden Westen…..:)

                Der Profi sieht das gelassen und hat einige Handlungsoptionen….

                Man erkennt den daran, wenn er sein Handy oder die Bahncard 100 zückt…….dann kommt…..wo issn der Ausweis…….kann ich den nochmal sehn…..

                Zu dem ist man da im prallen Leben und kann die Sorgen und Nöte der anderen am Telefon mithören und man kann Omis helfen oder bissl smalltalken…..

                • sonnenblume sagt

                  Laut ihrer Aussage ist es in den letzten Jahren extrem geworden. Früher wusste man bei Fahrtbeginn wann der Zug ankommt. Zu 99% jedenfalls. Heute erst nach dem letzten Umsteigen. Nix mit Greenhorns und so.

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                • sonnenblume sagt

                  Optionen gibt es immer. Und sei es der Spurt mit Gepäck von Bahnsteig zu Bahnsteig und im besten Fall wieder zurück. Alles schon da gewesen. Zug fährt nicht, wird auf einen anderen Zug und anderes Gleis verwiesen, 5 Min. später die Durchsage er fährt doch. Das ist dann was für Vielfahrer.

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                • Brötchen sagt

                  Im Vergleich zu Ostzeiten, dann doch eher komfortabel……bin die letzten Jahre vor Corona auch einiges Gefahren und muss sagen bis auf mal ne Stunde verspätung war das nie ein Problem. Sitzplatzreservierung habe ich fast nie beansprucht.

                  Aber vielleicht habe ich ja unglaublich viel Glück gehabt.
                  Kann auch sein….:)

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                • sonnenblume sagt

                  Mal ist es Personalmangel, mal technische Probleme, mal Überlastung der Strecken, oder auch Personenschaden. Kurzstrecke geht, aber Langstrecke ist oft nicht so einfach. Trotz ICE usw.

                • Reinhard Seevers sagt

                  Ich bin jahrelang Zug gefahren. In der Vergangenheit war es einfacher, pünktlicher, geordneter, überschaubarer.
                  Die hinzugekommene Privatisierung von Teilstrecken, die neue Taktung, die Anfälligkeit der elektronischen Systeme, die dünne Personaldecke, die hinzugekommenen neuen Bürger ohne Sprachkenntnisse, der zunehmende Vandalismus auf Bahnhöfen und in Zügen, neue zus. Tarife, ständige Anpassungen, die Digitalisierung usw, usw. haben zum Chaos geführt.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Der größte Denkfehler liegt immer noch darin, dass die Meisten Menschen meinen, eine Wirtschaft, die komplett abhängig ist von fremder Energie, fremden Ressourcen, fremder Nahrung, fremden Arbeitskräften usw. könnte mit ein wenig alternativer Stromerzeugung den Wohlstand aufrechterhalten, bzw. die Wirtschaft laufen zu lassen. Die Voraussetzung für diese Fantasien ist der Ausstieg aus der Exportwirtschaft und Reduzierung des Wohlstands. Damit fallen dann auch die öffentlichen Gelder für soziale Versprechen weg und die Revolte ist vorprogrammiert. ES MUSS ERHEBLICH LANGSAMER GEHEN; NICHT SCHNELLER.
      Deshalb war auch die Regierungszeit Merkel nicht Schuld, sie war auf dem Weg. Den heutigen Angsthasen geht es lediglich nicht schnell genug mit dem Niedergang, sie wollen ihn schon morgen haben.

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      • Pälzer Buh sagt

        “Den heutigen Angsthasen geht es lediglich nicht schnell genug mit dem Niedergang, sie wollen ihn schon morgen haben.”
        Ich muss Sie verbessern R.S.: Am liebsten schon gestern.
        Die Blase, je schneller diese Wächst, wird immer dünner (und dümmer).

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  17. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    In Ergänzung vielleicht noch den einen oder anderen Gedanken wert!?

    ZITAT: „Zu viel Marktmacht in zu wenigen Händen
    Das Grundproblem des Energiemarkts – zu viel Konzentration und damit auch zu viel Macht und Abhängigkeit von zu wenigen großen Konzernen (Anmerkung – gerade einmal BIG FOUR auf dem Energiemarkt, die untereinander noch zusätzlich verflochten sind,; für Aussenstehende nur schwerlich einseh-, gewollt eher undurchschaubar)– hält an. So haben vor vier Jahren RWE und E.ON einen weiteren Deal beschlossen: Der Tausch und Verkauf von Geschäften untereinander führte zu einer Aufteilung von Marktbereichen unter ihnen. Damit konnte jeder Konzern die Marktmacht im jeweils eigenen Bereich vergrößern. E.ON kümmert sich seither vor allem um den Netzbetrieb, während RWE sich vorwiegend in der Energieerzeugung engagiert. Damit wird Wettbewerb geschwächt. Zwar haben Bundeskartellamt und die Wettbewerbshüter auf EU-Ebene dem Deal zugestimmt. Allerdings klagen einige Stadtwerke dagegen – darunter die Frankfurter Mainova…“

    Europäische Königshäuser stecken aktuell viel Geld in das neue deutsche Gleichstromverteilernetz, richtig viel Geld!!! Ottonormalbürger wird hier wegen sehr hoher „Eintrittspreise“ kategorisch außen vor gelassen. Der Kreis derselben Erlauchten bleibt mithin mal lieber vornehmlich unter sich. – Warum wohl deren Invest in diese Stromautobahnen!? Überaus mächtige Landeigentümer, die auf ihren eigenen riesigen Ländereien selbst Geld in Hülle und Fülle verdienen könnten, greifen anstelle dessen die Margen auf fremdem Eigentum systematisch ab, während die eigentlichen Grundeigentümer allenfalls mit Krümelchen abgespeist werdendürfen. Wer sich dagegen mit einem Betretungsverbot wehrt, sieht sich in Folge sofort mit einem dicken Knüppel malträtiert.

    Mit Energie scheffelt man höchst effizient sprichwörtlich „fett Kohle“. Genau hierauf basierend, entwickelten sich im zeitlichen Verlauf Strukturen, die unseren heutigen Energiemarkt widerspiegeln. Die handverlesene Schar derjenigen, inklusive unserem Vater Staat als größtem Abgreifer jenseits eines solchen filigran perfektioniert installierten Flaschenhalses, haben deshalb verständlicherweise kaum Interesse daran, unseren Energiemarkt zu dezentralisieren, was einem jeden Energieverbraucher gerade jetzt aber ganz brutal schmerzhaft auf die Füße fällt, was natürlich von den Verantwortlichen, die sich bis dato eine güldene Nase verdienten, grundehrlich heute verständlicherweise nicht zugegeben wird. Mittlerweile sitzen unsere grünen (Vordenker-)Eliten eben auch mit an diesem gemeinsamen großen runden Abzockertisch, direkt in jedem unserer Stromverteilerkästen, wo dem Ottonormalbürger extrem tief in die Hosentaschen gegriffen wird.

    Selbige Strukturen leisten gegen eine Dezentralisierung unserer Energieversorgung nachvollziehbar bis heute massivsten Widerstand; angefangen bei der Stromerzeugung, über die unterschiedlichsten Netzverteilersysteme bis hin zum Endverbraucher.

    In den Hinterzimmern ist man selbstredend kontinuierlich darum berüht, dass der Deutsche Michel eine solche Abzockerei geistig nicht wirklich zu durchdringen vermag…

    Dereinst philosophierte der damalige kurzzeitige Atomminister Franz-Joseph Strauss: „ Der Strom wird in Bälde so billig werden, dass wir dann keine Stromzähler mehr in unseren Privathaushalten benötigen werden…“

    Wie überaus froh wäre heute wirklich jeder einzelne Bundesbürger, wenn sich diese Prophezeiung bewahrheitet hätte…!?

    Einen schönen 3. Advent euch allen, hoffentlich bei wärmendem Kerzenschein… 🙂

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  18. Brötchen sagt

    ihr habt das alles nicht richtig verstanden, das ist alles gewollt!
    durch die höheren preise schränkt man sich extrem ein, das andere kommt über die intelligenten Zähler.
    dann wird der Strom zu Spitzenzeiten extrem teuer und auch Abschaltungen sind ganz einfach möglich.
    sicher gibt es dann wie zu ostzeiten Kontingente.
    eben Planwirtschaft.

    mit der Abschaffung gibt es dann no way back!

    Alles wird gut!

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    • Rudolf Weishaupt sagt

      “Intelligente Zähler”? Gut! Nix Planwirtschaft, sondern lupenreine soziale, also dem Gemeinwohl verpflichtete Marktwirtschaft!

  19. Arnold Krämer sagt

    Willi, dein Fehler ist die statische Denkweise. Wenn D in 2030 weitgehend deindustrialisiert ist, wird auch bei weitem nicht mehr soviel Strom gebraucht wie heute. Von Elektomobilität ganz zu schweigen.

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  20. Elisabeth Ertl sagt

    Das ist ja der Grund, warum Saurugg die Bevölkerung auf den Blackout vorbereitet: Weil bei dieser Politik mit Sicherheit irgendwann das Licht ausgeht – wenn es so kalt wird wie angekündigt, vielleicht schon diese Woche.

  21. Gerhard sagt

    In Sachen Kohle und Atomausstieg ist die Bundesregierung vom Dach gesprungen und hofft das sie bis zum Aufschlag fliegen lernt.
    Zitat aus einen Buch von Vince Ebert

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    • Rudolf Weishaupt sagt

      Die Beschlüsse wurden schon in der Vor-Ampel-Zeit gefasst. Allerdings wurden durch die Ampel-Regierung Fristen verknappt. Die Anklebe-Maßnahmen der “Letzten Generation” polarisieren. Die Ampel-Parteien lehnen deren Protestformen ab (CDU/CSU sowieso). Aber die Linke (Strafverteidiger Gysi) unterstützt diese Protestformen jetzt. Es geht darum, Stimmen bei den jungen Leuten zu gewinnen. Und “letzte Generation” sagt, dass uns höchstens noch zwei oder drei Jahre bleiben, um vereinbarte Klimaziele zu erreichen und eine Katastrphe abzuwenden.

      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Die letzte Generation, sind verwöhnte Kinder, denen man den Staubzucker in den Hintern geblasen hat. Mit deren Einstellung wird sie nicht die letzte Generation sein, die überleben, aber mit Sicherheit die letzte Generation mit Wohlstand.

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  22. Sagwas sagt

    Die luxuriöse installierte Leistung ist aber nur vorhanden, wenn alles optimal läuft, habe ich das richtig verstanden?
    Was mich seit Wochen beschäftigt ist ein Widerspruch der meinen Verstand beleidigt: Wir sprechen von Strom-Mangellagen, drohenden Blackouts etc, wir sollen also Strom sparen, was ja vernünftig zu sein scheint. Gleichzeitig sollen wir mehr E-Autos fahren, wegen der Umwelt. Ist das anderer Strom??? Ich verstehe es einfach nicht. Hilfe aus dem Freundes- und Bekanntenkreis bekomme ich nicht, bei dieser eigentlich einfachen Frage schaltet man einfach gerne weg. Was wird aus der Automobilindustrie, wenn sich die E-Autos als Irrweg erweisen? Helft mir!

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    • Meiner Ansicht nach
      lohnen sich E-Autos nur, wenn sie mit regenerativen Strom betankt werden.
      Das war wieder mal eine Werbekampagne die funktioniert hat.
      Genau wenn ALDI Fleisch von Strohschweinen verkauft deren Ställe noch nicht mal geplant sind.

      Beides fußt auf theoretischen Annahmen, die der Otto-Normalverbraucher von realistischen Fakten nicht zu unterscheiden weiß , aber will.

      Er hat vergessen sich nach der Natur zu richten.

      Will er deswegen wirklich mit alternativen Fakten bespaßt werden?
      Das wäre fatal.

  23. Smarti sagt

    Die Rechnung ist falsch, weil Ihr davon ausgeht, dass 2030 in Deutschland etwa gleich viel Strom gebraucht wird wie jetzt. Wird es bis dahin noch nennenswert Schlachthöfe bzw. Schlachttiere geben ? Die ganzen Energieintensiven Betriebe – bei uns Aluminiumindustrie (Autoteile…) sind hier im Umbau. Immer mehr Teile werden im Ausland produziert, hier ist der Vertrieb und die Entwicklung.
    Sogar in der benachbarten Schweiz mit sehr hohen Lebensmittelankaufspreisen können sich die Landwirte die Löhne der Angestellten nicht mehr leisten und es schliesst ein Obstbaubetrieb nach dem Anderen – leere Kühllager brauchen keinen Strom. Auf deutscher Seite gibt keine Obstbaubetriebe mehr, nur Streuobst und Wein. Die Dorfschlachter, Bäcker, die letzten Landwirtschaftsbetriebe – alle gehen den gleichen Weg…auf eine Eröffnung kommen wie viele Schließungen ?
    Wüsste man es nicht besser – spätestens seit dem Lockdown – wäre dies ja nicht so beängstigend, aber so ?
    Heute Nacht hat es geschneit, es ist klirrend kalt und die Sonne scheint – wunderschön !
    Allen einen schönen dritten Advent !

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      “, nur Streuobst und Wein”

      Wein hat derzeit den Vorteil, dass es nur wenig Dünger braucht. Aber das mit ist das Problem nicht gelöst. Bei uns in Mittelbaden gibt es viele Betriebe, die im Nebenerwerb bewirtschaftet werden, die Betriebsinhaber, bzw. die Erben tun sich – trotz der gefühlten Armut – das nicht mehr an, hauptberufliche gibt es immer weniger, welche die Flächen aufnehmen wollen. Dort wo der Vollernter nicht fahren kann, ist der Weinbau am Ende. Jetzt wo die geforderte Natur Einzug hält, wird das von der Bevölkerung auch wieder kritisiert.

      Nein Streuobst habe ich nicht, aber ein bisschen intensiver Mostobstanbau. Du glaubst es nicht, habe tatsächlich 10 Euro für 100 KG ausbezahlt bekommen.

      Ich glaube, es ist besser Putzen zu gehen, dort bekomme ich zumindest 12 Euro in der Stunde

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  24. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Hier in meinem Dorf gabs schon vor 40 Jahren zwei Windräder,ein grosses im Dorf, ein kleines bei meinem Nachbarn.
    Im Laufe der Jahre entwickelte sich eine Abneigung wegen Schattenwurf gegen das grosse Rad,das kleine wurde dann noch nachgenehmigt,beide sind mittlerweile zu Storchennestern umgebaut worden.
    Ein Nebenerwerber im Nachbardorf wurde regelrecht gemobbt wegen einer Genehmigung für ein ganz grosses Rad!
    Das Oberverwaltungsgericht hatte den Kreis aufgefordert,die Genehmigung zu erteilen,daraufhin hatte die Kirche als Eigentümerin der Nachbarfläche die Duldung nicht erteilt.
    Wird schwierig werden,”in diesem unserem Lande” weitere Räder aufzustellen

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  25. “Bei einer mittleren erforderlichen Leistung von 68.000 MW schwankt also die Bereitstellung durch die beiden erneuerbaren Energielieferanten zwischen 2% und 78%.”
    Ist doch einfach: man muss die Erneuerbaren doch nur ver50fachen. Dann haben wir 100% Grundlast erreicht. D.h. wo jetzt ein Windrad steht noch 50 hinzu. Wir schaffen das.

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  26. Jens N sagt

    Entweder den zeitweise überschüssigen erneuerbaren Strom in Gas umwandeln und oder Redox Flow Batterien

    • Bauer Willi sagt

      Wo gibt es aktuell die Batterien zu kaufen? Aldi und Lidl hat keine….Wo wird der Strom in Gas umgewandelt?
      Ernsthaft: es geht um realistische Lösungen für 2023 und folgende.

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  27. Thomas Bröcker sagt

    Da nutzt gerade ein “neuer” Industriezweig (Windrad und Photovoltaik) die über Jahre aufgebauten Erzählungen der grünen Sekte für die Förderung ihrer eigenen Entwicklung. Das ist ein wenig wie die Erzählung von der Welternährung mit Ökolandbau ohne die Errungenschaften der Möglichkeit des präzisen Düngens und des modernen Pflanzenschutzes. Begleitende Speichellecker und Lobsänger, sowie Prediger finden sich immer da, wo genug “Brosamen vom Tisch des (jeweiligen) Herren” abfallen.
    Logik und reale Kalkulationen sind bei der Lage nicht mehr on Vogue. Das Dumme ist nur, dass die Naturgesetze wirken wie sie wirken. Die interessieren sich nicht dafür welche Erzählung von welcher Sekte gerade verbreitet wird.
    Gerade deshalb Danke für die ausführliche Darstellung !!

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    • Thomas Bröcker sagt

      Im Übrigen setzt scheinbar langsam ein vorsichtiges Zurückrudern ein.
      So hat Frau Dr. Stein-Bachinger gestern im RBB zur besten Sendezeit ausführlich erläutert, dass es bei der Biodiversität um Landschaftsstrukturen und extensivierte Flächenanteile, und nicht um Produktionsflächen geht. Von Bio war kaum mehr die Rede. Allerdings immer noch die Forderung nach 10 % aus der Produktion genommener Fläche. Im Anschluss durfte ein Naturschützer sogar vermelden, dass die Anzahl der Arten und die Masse der Feldvögel in Brandenburg wieder zunimmt (was ja auch unübersehbar ist). Natürlich mit dem Verweis auf die Verbesserungen in der Landschaftsstruktur.

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    • Ja,
      die Natur ist stärker wie des Menschen Willen und auch wie sein Gemüt.
      Wir haben uns an ihr zu richten, nicht umgekehrt.

      Wir haben sie bei jeder Planung mit einubeziehen.
      Dazu müssen wir sie kennen.
      Deswegen werden Naturwissenschaftler und Förster u. Bauern bezahlt.

    • evo.... sagt

      So sehe ich das auch. Die Kernthemen der Grünen (Engergiewende und Agrarwende) funktionieren nicht.

      Und auch der Feminismus macht uns Probleme. Die schlechten Leistungen unsrer Schüler im internationalen Vergleich halte ich für ein Mütter-Problem. Außerdem fehlt uns der Nachwuchs und jetzt müssen wir “Fachkräfte” importieren. Christlich ist es außerdem auch nicht, wenn andere Staaten junge Leute ausbilden sollen und wir sie dann abwerben.

      Von dem Lgbtqi – Zeugs kann auch niemand “runterbeißen”.

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  28. Klemens Minn sagt

    manchmal sagen Bilder mehr als Worte: grün-gelb = Erdung, Schutzleiter.
    Ist Grün Gelb geerdet?
    Und Strom sollte aus dem Kabel auch nicht kommen.

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  29. Frikadellen piet 44 sagt

    moin Willi du hast dich nicht verrechnet die Beschreibung war gut damals hätte zinkenfritz das gleiche Ergebnis gehabt Effektivität und Effizienz erkläre ich dir wann anders mach’s gut ach so wir bekommen Atomstrom aus Polen

    • Frikadellen piet 44 sagt

      wenn ich 100 Megawatt Strom erzeugen will bin ich effektiv wenn ich das schaffe der effizienteste braucht am wenigsten den Strom zu erzeugen also am wenigsten Rohstoffe

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