Bauer Willi
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Hunde, Katzen und der brennende Regenwald

Mir ist klar, dass der nachfolgende Artikel einigen nicht gefallen wird, aber den Shitstorm muss ich riskieren. Ich schreibe, weil meiner Meinung nach in der Diskussion um „wir sollten weniger Fleisch essen“ ein Gesichtspunkt vollkommen ausgeblendet wird: Haustiere.

In Deutschland lebten 2020 rund 15,7 Mio Katzen und 10,7 Mio Hunde. Dazu kommen noch rund 5 Mio. Kleintiere (Hamster, Kaninchen etc.)  sowie zahlreiche Ziervögel, Aquarien und Terrarien. Der Markt für Heimtierbedarf ist 5,5 Mrd. € schwer, davon rund 3,5 Mrd. € für Tiernahrung.

Haustiere leben, so sagt es der Name, im Haus. Ich will jetzt nicht diskutieren, wie artgerecht das ist. Es geht um etwas anderes.

Hunde und Katzen fressen Fleisch. Alle Versuche, sie vegetarisch oder vegan zu ernähren, sind bisher gescheitert. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit veganem Futter von „Fressnapf“… Glaubt man der Werbung, so gibt es nur eine richtige Form der Ernährung: BARF. Und das heißt nichts anderes als „Biologisch artgerechte Rohfütterung“, also Fleisch. Und meist hochwertiges Fleisch. Übrigens sind Lunge, Pansen, Leber und Niere keine „Abfälle.“ Wir behandeln es mittlerweile nur so, obwohl es einmal zur normalen deutschen Küche dazugehörte.

Haustiere haben keinen Nutzen, denn in der Regel werden Hunde und Katzen nicht gegessen, jedenfalls nicht in Europa. Ihr einziger „Nutzen“ besteht darin, dem Menschen Gesellschaft zu leisten, so wie es sich in der Formulierung „der beste Freund des Menschen“ niederschlägt. Der beste Freund des Menschen… wirklich…??

Über was reden wir? Hier eine wissenschaftliche Auswertung:

https://www.welt.de/kmpkt/article214833544/Oekologischer-Fussabdruck-Warum-Hunde-schlecht-fuer-die-Umwelt-sind.html

Zitat:Mit 90 Prozent macht das Fressen den weitaus größten Anteil der Umweltbelastungen aus. Ein 15 Kilogramm schwerer Hund nimmt rund 500 Gramm Futter am Tag zu sich. Dabei geben die Forscher zu bedenken, dass wir zwar die industrielle Fleischproduktion immer wieder an den Pranger stellen, darüber aber in der Regel vergessen, dass wir genau mit diesem Fleisch unseren besten Freund füttern.

Das Fleisch für die Hundefutterproduktion kommt wohl weder vom Biohof in der Uckermark noch von den bayerischen Almwiesen. Es stammt aus der Massentierhaltung mit den bekannten sozialen und ökologischen Auswirkungen“, erinnert Matthias Finkbeiner.“

2019 wurden in Deutschland 968.000 t Hundefutter kommerziell produziert. Wenn, wie im Link erläutert, eine Katze am Tag 250 g Futter frisst, man dies mit 15 Mio. Katzen und 365 Tagen multipliziert, dann wird klar, welche Mengen zusätzlich für Katzen produziert werden. Alles, was an Futter produziert wird, wird auch verpackt. Es muss transportiert werden, die Verpackung muss hergestellt und anschließend wieder entsorgt werden. Übrigens: Die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für einen erwachsenen Menschen möglichst nicht mehr als 300-600 g Fleisch pro Woche (!) Da liegen Hund und Katz ja locker drüber! Kann man hier nachrechnen. Und noch mal: in Deutschland leben 26,4 Mio. Hunde und Katzen… (Zum Vergleich: 2,8 Mio. Kinder unter 3 Jahren)

Und dann noch etwas: Alles, was unsere Haustiere fressen, muss wieder irgendwo hin. Und damit gibt es ein weiteres Umweltproblem. Die Menge an Ausscheidungen entspricht in etwa der Menge des aufgenommenen Futters und ist damit alles andere als unerheblich. Für einen Hund sind dies in seinem Leben rund 1 t Exkremente und 2.000 l Urin. Absurd wird es dann, wenn Mensch mit einer Plastiktüte die tierischen Exkremente einpackt und in einen städtische Abfallbehälter wirft. Jetzt ist er nicht nur für den Naturkreislauf endgültig verloren sondern erhöht noch einmal das Aufkommen an Plastiktüten. Die andere wegmachen können. Schöne Scheiße…

Ich will niemandem sein Haustier madig machen. Ich will nur anregen, darüber nachzudenken, ob es bei begrenzten Ressourcen verantwortbar ist, in anderen Teilen der Welt Menschen hungern zu lassen, und die Portion, die der Mensch dort zum Überleben braucht, an unsere Hunde und Katzen zu verfüttern. Ich will all denjenigen, die gegen den Fleischverzehr argumentieren, die Frage stellen, ob es nicht konsequent wäre, die Haustiere abzuschaffen? Logisch wäre es jedenfalls. Wie argumentieren wir eigentlich gegenüber den hungernden Menschen unsere Tierliebe?

Unabhängig von der Haustier-Haltung halte ich persönlich es auch für ethisch unverantwortlich, unsere besten Ackerböden großflächig aus der Produktion zu nehmen, um darauf Blühwiesen anzulegen. Die Nahrung, die auf diesen Flächen nicht mehr wächst, muss ja woanders wachsen. Und wenn es dafür keine Flächen mehr gibt, wird der Regenwald gerodet.

Wie es jemandem geht, der die Abschaffung der Haustiere forderte, kann man hier nachlesen: https://utopia.de/haustiere-klima-umwelt-hund-katze-150895/

Das nennt man wohl einen gepflegten „Shit“storm und das passt ja dann auch wieder zum Thema.

Die Redaktion des Portals „Utopia“ hat dann auch gleich wertvolle Ratschläge (Ironie) parat:

Zitat:

Einige Ideen:

  • Bio-Tierfutter kaufen – damit unterstützt du zumindest keine industrielle Massentierhaltung. Mehr Infos: Besseres Tierfutter: Bio, vegan oder selbstgemacht?
  • Womöglich ist auch Tierfutter aus Insekten eine Option. (Empfehlenswerte Produkte findest du in unserer Bestenliste Bio-Hundefutter)
  • Alternativen zum Hundekotbeutel aus Plastik nutzen.
  • Hunde- und Katzenzubehör nicht aus Kunststoff, sondern aus Naturmaterialien kaufen – oder aus alten Textilien und Materialien selber machen. (Zum Beispiel: Kratzbaum selber machen)

Ob das die Probleme löst? Ich weiß nicht…oder doch: ich weiß. Es löst die Probleme nicht.

Schönen Sonntag wünscht euch

Euer Bauer Willi

Ich gehe jetzt in Deckung und lasse den Shitstorm vorüberziehen…

 

Weitere Links:

https://www.swr.de/wissen/co2-fussabruck-oekobilanz-von-hunden-100.htmlhttps://www.mdpi.com/2071-1050/12/8/3394https://www.it.nrw/2019-produzierten-nrw-industriebetriebe-207-000-tonnen-hundefutter-101214

https://www.sueddeutsche.de/wissen/oekobilanz-haustiere-hunde-katzen-pferde-futter-klimawandel-1.4268790

 

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130 Kommentare

  1. Bürgi Walter sagt

    Hunde und Katzen sind für mich auch Nutztiere, auch wenn wir sie nicht essen.
    Diese bringen einen Sozialen Nutzwert.
    Das muss auch einmal gesagt sein.
    Für mich ist das auch einen Nutzen.

    +1
    • Reinhard Seevers sagt

      ….genau Bürgi, aus sozialen Gründen oder Gründen der Selbstfindung, oder gar gegen Suizidgedanken ……kauft Chantalle auch ihre 25. Handtasche oder Kevin seine neue Playstation. Jeder hat einen Grund und jeder findet einen oder mehrere Unterstützer…..deshalb wird’s auch nix mit weniger vom zuviel.

      +2
  2. firedragon sagt

    Zu Nico’s Kommentar und ein bisschen ab vom Thema.

    https://correctiv.org/faktencheck/2021/04/22/hundeverbot-angebliches-zitat-von-annalena-baerbock-ist-ein-fake/

    Die Meldung über das Haustierverbot hatte ich auch erhalten. Ich hatte dann gleich gegoogelt und erstaunlich zeitnah Dementi von allen möglichen Seiten aufrufen können.

    Zur Zeit ist ein Video in Umlauf, in welchem der WDR behauptet, Raps sei Monokultur und die Bienen seien süchtig nach Rapsnektar und vergäßen dadurch die Wildblumen zu bestäuben, deshalb gäbe es so wenige Wildblumen.

    Bei dieser Falschbehauptung sucht man vergeblich nach zeitnahen Dementi von allen möglichen Seiten …

    +6
    • sonnenblume sagt

      Dann halten die Imker ihre Tiere wohl nicht Artgerecht. Eine glückliche Biene zeigt keine derartigen Verhaltensstörungen. Die würde immer Wildblumen bevorzugen.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Rapsfeld ist das Paradies für Bienen, warum sollen die nach Wildblumen suchen, wenn das Manna vor der Haustüre steht?

      Meine Meinung, ohne wissenschaftlichen Hintergrund.😉

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      • Reinhard Seevers sagt

        Mal gibt es zu wenig Wildbienen, dann zu wenig Wildblumen, dann zu wenig Honigbienen….ist doch vollkommen egal, der Schuldige ist ausgemacht, Punkt.
        Lohnt doch nun wirklich nicht, darüber weiter zu diksutieren.
        🤮

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        • Thomas Apfel sagt

          Die Honigbienen sind nicht die Bestäuber der Wildblumen, schon weil sie in der Anzahl, wie sie gehalten werden in der Natur nie vorkommen würden (das regeln Krankheiten, Parasiten und Fressfeinde). Die sind eher Konkurrenten für die Wildarten. Das kann man besonders bei den begehrten Löwenzahnblüten sehen, die Sandbienen und Hummeln und die Honigbienen fetzen sich da gegenseitig runter.

          Ich hab da ein paar ganz schlaue Bekannte, die wollten Bienen „artgerecht“ in Klotzbeuten halten. Nach 2 Jahren war von den Völkern nichts mehr da („Varroa plattiformis“).
          Die Wildblumen gibt es übrigens schon sehr viel länger als die Imkerei. Viele sind mit einer spezialisierten Wildbienenart in Symbiose und werden von denen teils verteidigt. Ansonsten wird sowieso 80 % der Bestäubung in der Natur von Fliegen, Wildbienen und auch Käfern geleistet.

          +3
          • Stadtmensch sagt

            „Ansonsten wird sowieso 80 % der Bestäubung in der Natur von Fliegen, Wildbienen und auch Käfern geleistet.“

            Kann ich für die „Stadtnatur“ bestätigen. Habe mal ganz genau in die Kirschblüten geguckt: waren nur ca. 20 % „Haustierbienen“ dabei, obwohl in der Nachbarschaft ein Hobbyimker herumdilettiert.

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      • Inga sagt

        Werden die Pflanzen nicht von individuell verschiedenen Bienen bestäubt?

        Die einen Bienen bevorzugen Raps, die anderen Löwenzahn, oder anderes.

        An die Blumen aus Blühstreifensaat gehen Bienen öfter als an die hochgezüchteten Blumen wie Geranien oder so.

        0
        • Manuela sagt

          Sowohl als auch. Manche Arten beiliegen ganz verschiedene Blüten (Honigbienen gehen gern dorthin wo es viel gibt, sie sind „blütenstet“, Stichwort Rapsfeld, kann aber auch Löwenzahn oder die Apfelplantage sein), andere sind hochspezialisiert (z.b. auf genau eine Art Pflanze). Dazwischen gibt es auch noch was. Schmetterlinge brauchen Blüten, bei denen der lange Rüssel ausgefahren werden kann. Grosse und schwere Hummeln können Blüten „aufklappen“ (durch das Gewicht „runterbiegen“) um hineinzukommen.
          Und dann ist noch die Frage wieviel Nektar gibt es überhaupt, muss die Biene grade Pollen sammeln und wie gut ist die Quelle.
          Wildbienen können übrigens auch Nistspezialisten sein (z.b. die Schneckenhaus-Mauerbiene). D.h. sie haben bestimmte Ansprüche an die Unterkunft. Möglicherweise ist auch der Aktionsradius klein (oft unter 500m). Da muss dann in der Nähe bestimmte nahrung+nistplatz+Partner sein, was eine Erklärung dafür ist, dass bestimmte Arten einfach nicht in Massen vorkommen (können).

          +1
          • Bauer Willi sagt

            Danke für die Erläuterung. Mauerbienen sind in Raps wohl weniger zu finden, Sandbienen auch. Efeubienen sind auf Efeu spezialisiert.

            +1
          • Inga sagt

            Vielen Dank!

            Das muß man wissen, wenn man über Bienen urteilen will!
            Denn die Natur ist ja so komplex!

            +1
  3. Nico sagt

    Na super. Willi hasst die Grünen, wie übrigens viele seiner Follower. Mit diesem Artikel bestätigst du aber gerade die Argumentation der Grünen, die, so habe ich gelesen, Haustiere verbieten wollen wegen ihres CO2-Ausstosses etc.

    0
    • Reinhard Seevers sagt

      Der Hass auf die Grünen wird sich gesamtgesellschaftlich etablieren, wenn alles auf dem Prüfstand steht, bzw. man beginnt dem Bürger sein Verhalten vorzuhalten. Der Anfang ist gemacht mit der Ernährungsweise, dann folgt seine Form der Mobilität, gefolgt vom Reiseverhalten, nun das Eigenheim, dann das Haustier usw. Es wird ein gesellschaftlicher Kampf, den man noch gar nicht abschätzen kann.
      Am schärftsen wird der kulturelle Kampf werden. Die Kulturschaffenden (von der Bundesliga bis hin zur avantgardistischen Kunst) wehren sich bereits, um nicht als Verursacher und im Nachgang als Opfer dazustehen. Wir werden erleben, wie Menschen sich schlagen werden, um ihren Kulturraum. Wenn Museen in Frage stehen und Festivals nur unter extremen Auflagen stattfinden….alles steht demnächst auf dem Prüfstand und alle werden ihre Spielwiese mit Fäusten verteidigen.

      +6
      • Stadtmensch sagt

        In meinem Konzern sind sie froh, dass Dienstreisen, Fuhrpark usw. eingespart werden können. Braucht wirklich niemand mehr. War alles nur Gewohnheit.
        Man kann sich an alles gewöhnen. An Autos und an Freiheit von Autos. An Dienstleistung und an Service-Wüste. Muss man seine Heizung eben selber planen zum Kuckuck!
        Auf „etwas mit Medien“ könnte ich aber nur schwer verzichten.

        +1
        • Reinhard Seevers sagt

          Klar, jeder findet etwas, was nicht für ihn selbst notwendig ist. Wenn aber plötzlich gefragt wird, ob es nachhaltig ist, dass Singles eine Wohnung mit über 30m² haben dürfen, ob sie eine Spülmaschine nutzen dürfen, obwohl sie doch nur wenig Geschirr zum Spülen haben, ob man wirklich neben seinem Herd noch drei Hightech Grills haben muss, oder einen whirlpool im Garten….alles wird auf dem Neidindex stehen, wenn man dem einfachen Bürger die Daumenschrauben anzieht. Warum darf der eine einen 250kW E-Bulliden fahren und der andere muss mit dem ÖPNV fahren?
          Bisher war es eine Frage des Wohlstands, zukünftig wird es eine Frage des Überlebens des Planeten auf MEINE (desjenigen, der es eben nicht haben kann) Kosten.

          +2
          • Stadtmensch sagt

            Ja, das sind wir wieder ganz schnell beim Wirtschaftssystem. Momentan muss man ja froh sein, wenn irgendwer den ganzen Plunder kauft, damit Beschäftigung gesichert ist. Also Erwerbseinkommen gerade auch da, wo man noch ganz ökologisch seinen Müll hinters Haus oder in den Fluss kippt.

            Geregelt bekommst du das nicht. Sobald du anfängst die Welt retten zu wollen, machst du alles noch schlimmer. Ich kauf beim Direktvermarkter. Das Verhältnis Energie, Material, Flächeneffizienz zu Nahrungskalorie ist bestimmt suboptimal.

            Wir müssen quasi die ganzen Heimtiere mit durchfüttern, weil die Menschen dermaßen vereinsamt sind, dass sie wie oben beschrieben, diesen Ersatz für Sozialkontakte brauchen. Sind wir wieder beim Wirtschaftssystem: Die angebliche freie Entfaltung und Entwicklung des Individuums. Dabei ist es mindestens Hälfte der Lebenspanne auf andere Menschen angewiesen und muss in der übrigen Zeit normalerweise für die eigene Reproduktion sorgen.

            Das kann man auch nicht outsourcen, denn die importierte Pflegekraft die hier den Boomer pflegt, fehlt im Heimatland.

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            • Reinhard Seevers sagt

              Tja Stadtmensch, Meadows hatte bereits 1972 in seinen „Die Grenzen des Wachstums“ ebenfalls keine Hoffnung auf Überleben der Menschheit vorgesehen, lediglich einen größtmöglichen Zeitraum bis zum Ende für das Überleben angenommen…je nach Verhalten mal länger oder mal kürzer. Das Ende ist also sowieso abzusehen, aber keiner will dafür verantwortlich sein, deshalb entweder weiterso, oder aber der „andere“ soll es richten. Je nach Lebensalter kann man nun die Hände in den Schoß legen, oder auf die Straße gehen….alles lediglich eine Frage des Zeitraums bis zum Ende.🥱

              +1
              • Stadtmensch sagt

                Pass nur auf, bald rücken wir wieder mit Teppichen und Omas Silberbesteck zur 10000er Mastanlage und wollen tauschen (wenn die nicht vorher abgebrannt ist (s. Alt Tellin).

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                • Reinhard sagt

                  Stadtmensch, wenn der junge Mensch aber als Frugalist oder Minimalist unterwegs ist, dann hat er nix zum Tauschen…..shit Happens.😄
                  Derweil ist Alt Tellin zum Vorzeige Tierwohl Stall umgebaut und produziert für urbane Eliten….lâuft.

                  +1
    • Schorsch Summerer sagt

      Nico, diese Meldung war ein Fake. Der Urheber unbekannt. Was aber nichts daran ändert dass es viel zu viele Haus- und Sporttiere gibt, die in einer Welt der knappen Lebensmittel und der Umweltzerstörung für die Gewinnung von Lebensmitteln, nur fressen. Vor allem die Zahl der Hunde und Freizeitpferde wächst bedenklich. Zwar leeren sich zur Zeit auch die Tierheime aber sollte es einen wirtschaftlichen Einbruch geben oder den derzeit glücklichen Besitzern von Haustieren bewusst werden dass ein Tier auch Verantwortung heisst, werden die Tiere „entsorgt“.

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      • Ehemaliger Landwirt sagt

        Wenn man wieder Reisen kann wie gewohnt, dann bekommen die Tierheime wieder genug Arbeit.

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    • Bauer Willi sagt

      @Nico

      „Große Leute sprechen über Ideen. Durchschnittliche Leute sprechen über Dinge. Kleine Leute sprechen über Leute.“

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  4. Lieschen Müller sagt

    Bei den Lösungsvorschlägen fehlt der Wichtigste:
    keinen Hund halten, keine Katze halten. Wieso kann niemand auf irgendetwas verzichten?

    +2
  5. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin,bei uns auf dem Hof gehören Tiere wie ein Hund,eine Katze genau wie 40 Hühner und zahlreiche Kaninchen zu unserem Leben.
    Das wird sich auch nicht ändern. Auch nicht durch die teils absurden Kommentare die hier dazu abgeliefert werden.

    +4
    • Reinhard Seevers sagt

      Brandenburger, es geht ja um z.B. Tiere, die in Wohnungen und Eigenheimen gehalten werden, wie zN. zwei Kangals im dritten Stock, wie unlängst im TV gezeigt. …usw.

      +1
    • sonnenblume sagt

      Hund und Katze haben auf dem Hof einen festen „Arbeitsplatz“. Die werden dort doch nicht “ nur“ zur Bespaßung der Bewohner gehalten.

      +4
      • Reinhard Seevers sagt

        Es fühlen sich immer diejenigen angesprochen, die gar nicht gemeint sind…..komisch.
        Diese Gesellschaft wird sich zunehmend auseinander dividieren, weil nun, da der Klimaschutz ernst wird, ein Schuldkonto eröffnet werden wird.
        Jung gegen Alt, Arm gegen Reich, Besitzende gegen Nichtbesitzende, Stadt gegen Land, Eigenheimbesitzer gegen Mieter, Jetsetter gegen Bodenständige usw. usw……
        Die Landwirtschaft ist seit Jahrzehnten der Anfang. Die Gesellschaft, die Politik, die Industrie haben es verstanden, ihr Fehlverhalten der Landwirtschaft zu überantworten, wohlweislich, dass im Grunde etwas ganz anderes die Ursache ihres Handelns beflügelt: Der Ablass für eigenes Fehlverhalten. Um die Landwirtschaft tief zu verankern in der Schuld, hat man das Tierwohl und den Artenschutz aufgesattelt. Nun ist die Fahnenstange erreicht und die Regierung geht dazu über, alle Bürger in die Pflicht zu nehmen, und nun beginnt der richtige Kampf um den Erhalt der eigenen Wohlstandserrungenschaften, wie das zu große Haus, das zu große und falsche Auto, die Flugreise, das Haustier, das Hobby, die zu große Küche, den Webergrill, den Rasenroboter, die Kultur…..

        +9
        • Karl Timme sagt

          …. das innländische Fliegen….
          sehr gut analysiert, die ersten Ankündigungen laufen schon von der nächsten Kanzlerinn A-Bock.

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        • Paulus sagt

          Mr. Seevers, ich biete ein zu großes EFH mit toller Küche in guter Lage, nebst Weber Grill, Rasenroboter und was sonst noch so dazugehört gegen eine altersgerechte kleine Wohnung in bevorzugter Lage von Köln. 800.000 € für 70 m² sind mir allerdings etwas zu viel.
          Unsere Grundstücke sind L-förmig angelegt und man könnte dort ein kleines EFH
          ohne Keller für ca. 200.000 € plus Zufahrt, Kanal etc. errichten. Geht aber nicht weil NSG. Also sitzen demnächst zwei tatterige alte Menschen in einem viel zu großen Haus und quälen sich mit dem Rollator zur Bushaltestelle.

          +1
          • sonnenblume sagt

            Dann muss man vielleicht über die bevorzugte Lage nach denken. Ordentliche Abstriche bei der Lage macht das ganze sicher erschwinglich.

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      • Thomas Apfel sagt

        Ne Katze hatten wir auch lange Zeit auf dem Hof. Die hat nicht nur Mäuse, sondern auch Ratten, Junghasen und auch mal ein Eichhörnchen angeschleppt. Irgendwann war sie dann fast taub und der Stapler zu schnell.
        Gegenüber hat aberjetzt Jemand mit Pferdepension angefangen und rundum sind 4 neue Eigenheime entstanden, jedes mit Katz, Hund oder beidem. Also die Mäuse sind auch ohne eine meine eigene Hofkatze gut überwacht. Da muss von mir nicht noch eine dazu.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Bist Du dir sicher, dass die Katzen der neuen Eigenheime deine Mäuse mögen?
          Die sind mit Fleischprodukten so vollgestopft, dass auf die Mäusejagt verzichten, so meine Erfahrung.

          +1
  6. Nils sagt

    Ich lebe mittlerweile vegan, habe aber auch zwei Katzen in meiner Obhut. Eine zeitlang standen sie sehr auf das vegane Futter, dass ich mal testweise gekauft hatte. Laut Hersteller ist die Rezeptur mit herkömmlichen Trockenfutter vergleichbar, bei dem das Fleisch vor allem für den Geschmack da ist und die essenziellen Bestandteile wie Proteine auch bei Brekkies und Co. nur über die Pflanzenateile gewährleistet werden.

    Ob das wirklich langfristig gesund ist, kann ich schwer beurteilen. Fakt ist aber, dass gerade Wohnungskatzen selbst mit der Weizenpampe länger leben als viele Wildkatzen und so manche Freigänger. Wie man zur möglichst langen Lebensdauer als Kriterium steht, ist dabei noch eine andere Geschichte.

    Ich füttere mittlerweile ausschließlich Dosenfleisch, auch wenn ich das mit meinem Gewissen nur schwer vereinen kann. Da spielt nicht nur das moralische Dilemma (Veganer kauft Fleisch) eine Rolle, sondern auch der Aspekt, den Willi hier anspricht. Alleine der Müll, den ich hier produziere, ist krass. Mit Barfen könnte ich da zwar viel reißen, dafür fehlt mir aber leider die Zeit und der Platz. Schlecht Ausrede, ist mir klar.

    Für mich steht fest, es wird nie wieder Haustiere geben. Obwohl ich glaube, meine Katzen gut zu behandeln, halte ich die Wohnungshaltung für Tierquälerrei. Ich habe die Katzen als Wohnungskatzen übernommen, alle Versuche, sie nach draußen zu locken, fruchten nicht. Die wollen nicht, obwohl sie definitiv unter der Langeweile leiden, die die Wohnung zwangsläufig mit sich bringt. Die Verhaltensauffälligkeiten sind laut Tierarzt klar der langjährigen Gefangenschaft zuzuschreiben und ließen sich auch mit der besten Bespaßung nicht vermeiden. Sie seien zu alt, um sich umzugewöhnen. Ich habe mittlerweile aufgegeben.

    Dass sich so sehr an den Katzen hänge, sehe ich mittlerweile ebenfalls kritisch. Ich würde mich als leicht soziophob bezeichnen. Mit den Katzen fällt es mir leichter, nicht unter Menschen zu gehen, weil ich eben weniger Bedürfnisse nach Kontakt mit Menschen befriedigen muss. Ich gehe also noch mehr Menschen aus dem Weg und muss mich weniger meinen sozialen Defiziten und Ängsten stellen. Das ist bequem für mich, daran wachsen werde ich nicht. Wie andere hier auch, sehe ich die Haustierhaltung als Nutztierhaltung im weiten Sinne, denn Tiere hält man nie grundlos bei sich. Sie erfüllen immer auch einen Zweck, sonst würde man sie ja nicht halten. Aus meiner veganen Perspektive ist das absolut unvegan, ausbeuterisch und nicht besser als wenn ich dem Tier zusätzlich noch Nährwert abringe.

    +10
    • Obstbäuerin sagt

      Was für ein Dilemma, Nils. Ein Plan B für die Zeit nach den Katzen wäre wohl ratsam.

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      • firedragon sagt

        „…Mit den Katzen fällt es mir leichter, nicht unter Menschen zu gehen, weil ich eben weniger Bedürfnisse nach Kontakt mit Menschen befriedigen muss. Ich gehe also noch mehr Menschen aus dem Weg und muss mich weniger meinen sozialen Defiziten und Ängsten stellen…“

        Diese Aussage hab ich mehrfach gelesen … ich dachte bisher, die Menschen halten Haustiere, weil sie keine soz.Kontakte haben (aus welchen Gründen auch immer) und nicht, um ein Alibi zu haben, den menschlichen sozialen Kontakten aus dem Weg zu gehen … 😶

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        • fingerphilosoph sagt

          Ich finde schon, dass es genug Gründe gibt, den menschlichen sozialen Kontakten aus dem Weg zu gehen. Ich finde das ganz okay von dem Nils.

          0
    • Christian Bothe sagt

      Vegan: Das ist für die Tiere genauso ungesund wie für den Menschen…

      +3
    • fingerphilosoph sagt

      Hallo Nils, die Katzen beuten dich doch genauso aus wie du die Katze. Dosenfleisch gegen Schnurren. Das ist der Deal. Und die Katzen haben besser verhandelt als du. Ein bisschen Schnurren kostet die weniger als dich das Dosenfleisch samt Abfallentsorgung usw.

      Wenn ich dich richtig verstanden habe, hast du die Katzen sozusagen gefragt, ob sie lieber Wildkatzen sein wollen und sie haben nein gesagt. Wo ist also das Problem?

      +2
  7. Wolfgang sagt

    Wie sagte ein Banan
    ater vor vielen Jahren schon: Der Anteil Baden Württembergs an der landwirtschaftlichen (oder war es nur der tierischen) Produktion der Bundesrepublik entspräche dem Verbrauch für Hunde, „und Hessen ist für die Katz'“. (Seinerzeit regierte da eine rot-grüne Koalition, meine ich.)

    +2
  8. Brötchen sagt

    An sich ist die Idee nicht schlecht.

    Muss man sich eben Mal hinsetzen und alles aufschreiben.

    Früher war das Krematorium ja die Heizung, so kenn ich das als Kind……machte einmal wuff und weg war die Henne….Heizung im Stall…

    +2
    • Ferkelhebamme sagt

      Hm, da sagst du was…
      In 5 Jahren werden wir uns wohl um ein neues Heizsystem kümmern müssen. Die BGA des Nachbarn läuft aus. Das wären zwei Fliegen mit einer Klappe 😊

      +1
  9. Inga sagt

    An Züchten und Dressieren verdient man ja auch, oder?
    Hauptsache „Rubel rollt“!

    Da ist Tier Nebensache

    0
  10. Jürgen Donhauser sagt

    firedragon:“
    Was mich bei diesen „Meinungsäußerungen“ am meisten enttäuscht, ist der Umgangston …“
    Weil für viele der Grundsatz gilt:
    „Das Tier ist der bessere Mensch!“
    Damit ist die Würde des Mitmenschen auch weniger zu beachten als das meines Hundes.

    +1
  11. Jürgen Donhauser sagt

    Meine Frau war kürzlich beim Metzger. Auf der Theke stand ein Schild „Für ihren Liebsten“ mit den Hinweis auf Knochen. Um diese inzwischen selbstverständliche Redewendung und Absurdität aufzuzeigen sagte meine Frau: „Ich glaube nicht dass mein Mann die mag“! Soweit zum Stellenwert der Haustiere.

    +12
    • firedragon sagt

      Für ’ne gute Rinderbrühe werden aber immer noch Rinderknochen benötigt …

      +4
    • Inga sagt

      Ist eben Reklamesprache.

      Da sollten wir nicht drauf reinfallen. Ist aus der Kaufmännischen Kunstwelt.

      Oder aus der Kauffrauischen …?

      Eben eine Kunstsprache

      +2
  12. Das Thema wurde schon früher prominent thematisiert. Auszug Liedtext: „ich ess Blumen, denn Tiere tun mir leid….. nur meine Katzen fressen Kuh-Ragout aus Dosen…“ Die Ärzte 1987

    +3
  13. Karl Uffelberger sagt

    “Ihr einziger „Nutzen“ besteht darin, dem Menschen Gesellschaft zu leisten, so wie es sich in der Formulierung „der beste Freund des Menschen“ niederschlägt.“

    Da zeigt sich doch, wo das eigentliche Problem liegt.

    +3
    • firedragon sagt

      Nein, kann so pauschal nicht gesagt werden.
      „Haustiere“ sind in auch „Nutztiere“, nicht im Sinne der Ernährung, sondern im Sinne der „Kommunikation“ (tiergestütze Therapie) , des Zurechtfindens im täglichen Lebens (Blindenunterstützung), Prävention (Polizeidienst/Landwirtschaft) und Schutz (Geländesicherung/Landwirtschaft).

      +4
      • Jürgen sagt

        Im Klartext: Menschen mißbrauchen also Hund, Katze usw. als Ersatz für soziale Kontakte (Partner, Kinder) die sie aus Selbstbestimmung heraus abgelehnt haben!? Also ihre Selbstbestimmung setzen sie damit über die des Tieres!? Über was diskutieren wir dann eigentlich bei der Nutztierhaltung?

        +2
        • firedragon sagt

          Vom Ersatz für fehlende soziale Kontakte, selbst gewählt oder nicht, hatte ich’s gar nicht.
          Mir geht es darum, nicht alle (fleischfressenden) „Haustiere“ über einen Kamm zu scheren.

          Weil es genau das ist, was ich im Bezug zur LW oder ganz generell, nicht gut finde.

          +1
          • Inga sagt

            Warum nicht. Die leben doch auch von der Landwirtschaft, oder?
            Wenn es keine Schlachttiere mehr gibt, dann gibt es auch kein Futter mehr für Haustiere.
            Alles muss aus dem Land Grund und Boden, (worauf wir alle laufen und so auch unseres Sozialgeschehen enstehen lassen),
            erwirtschaftet werden .
            Das macht der Landwirt!
            Noch Fragen?

            +3
  14. Jürgen Donhauser sagt

    Ich habe jetzt x Bücher über Wildpferde gewälzt – und was soll ich euch sagen. Ich habe kein einziges Bild gesehen, bei dem ein Wildpferd ein anderes Individuum freiwillig auf seinen Rücken trägt.
    Kann es also sein, dass die Reiter dem Pferd ihren Willen und aufzwingen? Nur um ihren Spaß zu haben? Da wäre ich aber entsetzt! Das wäre ja dann nicht artgerecht!

    +1
    • Inga sagt

      Genau,
      vielleicht geht aber Menschenrecht über Tierrecht?

      Ausserdem sollten sich die Tierrechtler mal über die Domestizierung informieren.

      Und wenn es die Ackergäule nicht gäbe, dann wären sie überaupt nicht auf der Welt!

      +2
      • Mark sagt

        „Und wenn es die Ackergäule nicht gäbe, dann wären sie überaupt nicht auf der Welt!“ Dem stimme ich voll und ganz zu, Inga.

        +2
    • firedragon sagt

      „…Kann es also sein, dass die Reiter dem Pferd ihren Willen und aufzwingen? Nur um ihren Spaß zu haben? Da wäre ich aber entsetzt! Das wäre ja dann nicht artgerecht!…“

      Nicht wundern, wenn das noch jemand auf die Schweinehaltung umformuliert. Aber die Bemerkung nur am Rande.

      Seit vielen tausend Jahren nutzt der Mensch das Pferd als Zug- und Lasttier. Auch das nur am Rande bemerkt.

      Ich halte nichts davon, anderen Menschen die Haltung von Tieren, wenn sie okay ist, vorzuhalten.

      +1
      • Inga sagt

        Aber dann dürfen die Reiter den Schweinehaltern mit den modernsten Ställen auf Spaltenböden auch nichts vorhalten.

        +2
        • Inga sagt

          Die Reiter und andere Städter wissen ja auch nicht, wie die modernen Ställe in Forschung tiergerecht entwickelt worden sind.

          Was in der Betonliegefläche alles, wie Dämmmaterial usw. eingebaut ist.
          Das wissen nur Bauern und Stallarchitekten.

          0
    • Paulus sagt

      Selbstverständlich muss ein Reiter dem Pferd seinen Willen aufzwingen. Es gelingt aber nur wenn beide gewissermaßen eine Symbiose bilden. Ich hatte mal ein Springpferd von dem sich keiner etwas großartiges erhoffte. Im Rahmen unserer begrenzten Möglichkeiten, was sowohl den Wallach als auch meine reiterlichen Fähigkeiten betraf, haben wir immerhin einige Siege in der Kl. M eingefahren. Der ließ sich ich allerdings auch aus einer 3-fachen Kombination rausziehen oder ging von selbst raus wenn es nicht mehr passte. Ich habe ihn dann gelobt – also Hand runter und grüßen, was zwar weder Schleife noch Geld einbrachte aber bei manchen Richtern durchaus mit Punkten bewertet wurde.
      Aus welchem Grund ein Wildpferd irgendjemand auf dem Rücken tragen sollte ist mir schleierhaft.

      +2
  15. Elisabeth Ertl sagt

    Wir waren eine gehobene Mittelstandsfamilie in den 1970ern. Ich träumte von einem Pferd, eine meiner Schwestern von einem Hund. Beide Wünsche wurden selbstverständlich als größenwahnsinnig abgelehnt. Pferde waren etwas für Princess Ann, Schoßhündchen, v. a. Pudel, Statussymbole der oberen 10.000.
    Und niemand aus dem weiteren Bekanntenkreis wäre je auf die Idee gekommen, auf unsere zahlreichen Bergwanderungen einen Hund mitzunehmen.
    Hunde sind noch immer wunderbare Nutztiere in verschiedensten Bereichen. Und wenn sie in besonderen Lebenssituationen Trost spenden, ist auch nichts dagegen zu sagen. Der Mensch strebt nun einmal nach Glück.
    Das Problem ist die herrschende Ideologie: Spätestens seit dem Wolfs-Hype ist Hundebesitz als Zeichen von Wildnis-Affinität positiv besetzt. So mancher Grün-Politiker meint, sich unbedingt mit solch einem Tier schmücken zu müssen, nicht selten auch schon im Doppelpack. Die Rettung von Hund und Katz aus dem Tierheim gilt als Heldentat, und niemand thematisiert, dass genau solche Gepflogenheiten dort für permanenten Nachschub, meist aus höchst unseriösen Quellen sorgen.
    Das größte Problem sind diese Tiere sowieso für ihr Futter: Jüngst haben Ausflügler auch unser abgelegenes Tälchen entdeckt, und jede Menge schlecht erzogene Köter mit ihren Besitzern an der Leine bzw. eben nicht, frequentieren den Weg entlang des uneingesehenen Teilstücks unserer Schafweide. Vor kurzem waren die Elektrolitzen niedergerissen und mitten auf der Fläche lag eine zertretene Aludose …
    Die Schafe brauchten Tage, um ihr seelisches Gleichgewicht wieder zu finden.

    +8
  16. Wilhelm Harms sagt

    Die Gedanken sind frei- noch, so gerade eben noch !
    Und warum soll das Thema nicht auf den Tisch wie so viel anderer Bockmist auch der in unserer Bananenrepublik verzapft wird.
    Du bist vermutlich grad mit deinem Hund unterwegs und schaust nach den Zuckerrüben ! ?
    Fläche:
    Photovoltaik auf Äckern und Wiesen
    – wo wir gerade da wo Strom benötigt wird unendlich viele ungenutzte Dächer haben ?
    Hunger:
    Schön wärs wenn wir mit unseren überschüssigen Lebensmitteln helfen könnten wo es Not tut.
    Aber wir schaffen es nicht mal uns um unsere Obdachlosen zu kümmern.
    Recourcenverschwendung:
    Früher hielten Autos 30 Jahre.
    Heute sind es noch 10 Jahre und getauscht wird weil der Recourcenschoner mit höheren Steuern und Abgaben abgestraft wird.
    Oder es gibt ein neues Entertainmentsystem das unbedingt sein muß.
    Dann wird uns wieder eine Abwrackprämie untergejubelt, politis h taktisch gut verkauft, die Autolobby tut ihr Übriges und die Konzerne haben schon Monate vorweg die erforderlichen Werbung durchgeplant und gedruckt.

    Da kann ich beliebig weiter machen . . . .

    Nur kotzen kann ich nicht so viel wie ich möchte . . . .

    +11
  17. Obstbäuerin sagt

    In der Tierhaltung soll durch eine politische Festlegung die Anzahl der Tiere pro Fläche begrenzt werden und diese verbleibenden Tiere sollen möglichst auf der Weide stehen. Das könnte man doch in Städten auch für Haustiere fordern. Und genauso müssten unter diesen Gesichtspunkten die Tierheime für alte und kranke Tiere in Frage gestellt werden. Da kollidiert dann Tierschutz mit Klimaschutz. Das zeigt sich ja auch in der absurden Empfehlung von Utopia, aus Umweltschutzgründen Bio-Futter zu kaufen. Vielleicht sollte man über eine CO²-Bepreisung von Haustieren nachdenken.

    +6
    • Inga sagt

      Ja, das wäre interessant, was Schosshundchen für einen CO2-Abdruck hat, vielleicht fast so viel wie eine Kuh, wenn dessen Futter Xmal umherkurschiert werden muss und wie unökologisch die Herstellung war.
      Und was das Hündchen sonst noch für Schäden durch seine Hinterlassenschaften in der Heuwiese und Park oder sonst wo hinterlässt und erst die vielen Plastikbeutel , die man dafür braucht?
      Gibt es mehr Hunde und Katzen oder mehr Kühe in Deutschland?
      Und wer profitiert davon?
      Von den Kühen alle…

      +1
  18. Gurkenhobel sagt

    Moin allerseits, es lohnt sich auch, die Originalquelle einmal zu lesen, hoch interessant. Aber auch hier, lieber Willi, muss man fair bleiben: Diese life cycle assessment wird hier gefeiert, weil es uns gefällt. Ein ebenso gut erarbeitetes life cycle assessment, etwa bezogen auf den Wasserfußabdruck von Rindfleisch, wird hier in Frage gestellt und verdammt, weil es uns nicht gefällt. Man sollte immer die Originalquellen lesen und nicht nur die Texte, die darüber berichten, da diese in der Regel schon etwas in eine bestimmte Richtung beugen. Welt und SWR sind für mich keine Quellen im wissenschaftlichen Sinne. Das erste ist inzwischen leider Sensationspresse, mitunter auf Bild-Niveau. Das zweite ist öffentlich-rechtlicher Kanal mit ideologisch belasteter und Tatsachen verdrehender Funktion.

    Die Originalquelle gibt es hier zum freien Herunterladen: https://www.mdpi.com/2071-1050/12/8/3394

    Schönen Restsonntag

    +2
    • Reinhard Seevers sagt

      „Ein ebenso gut erarbeitetes life cycle assessment, etwa bezogen auf den Wasserfußabdruck von Rindfleisch, wird hier in Frage gestellt und verdammt, weil es uns nicht gefällt.“

      Das stimmt eben nicht. Nicht weil es uns nicht gefällt, sondern weil es schlicht falsch interpretiert und für Propaganda gegen Rindfleisch genutzt wird. Die Ursprungsaussage ging von grauem, blauen und grünem Wasser aus, also auch dem Wasser, das durch Regen auf die Nutzpflanzen regnet…..das wurde dann als „verbrauchtes “ Wasser transportiert in die Köpfe der Menschen, was definitiv „FALSCH“ ist, nicht weil es uns nicht gefällt. Wer ein Rindvieh selbst mästen würde, könnte das sehr schnell beweisen, weil er es nicht schafft jeden Tag 15m³ Wasser bei einem Fleischzuwachs von 1kg heranzuschaffen.

      +7
      • Gurkenhobel sagt

        Genau. Und deswegen sage ich „selber lesen“ und nicht das glauben, was von Greenpeace und sonstwem draus gemacht wird. Wenn sich die meisten Mitmenschen die Mühe machen würden, wie auch du das getan hast, sich über die Zusammensetzung des WFA in der Originalstudie zu informieren, wüssten sie, dass die immer wieder zitierten 15.000 Liter bullshit sind, die von NGO und Co. zu einer Hetzkampagne missbraucht werden. Und, dabei bleibe ich, das gefällt uns Agrarleuten nicht. Ich kenne keinen.

        +4
        • Reinhard Seevers sagt

          Wenn diese Studie als Grundlage lediglich von NGOs genutzt würden, würde ich es ja noch verstehen. Wenn aber Zeitschriften des BMEL „Schwarzrotgold“ und „Forschungsfelder“ diese Studien so wiedergeben und sie nicht hinterfragen, dann kann man wohl kaum noch dem Bürger verdenken, dass er solchen Daten vertraut .

          0
          • Gurkenhobel sagt

            Und deswegen ist es gut, dass wir nicht nur hier, sondern in der Öffentlichkeit, wie ich es mit einem Vortrag über den Wasserfußabdruck 3 Jahre getan habe, darüber reden und diskutieren. Die Wissenschaftler feiern sich in ihrem akademischen Kämmerlein und veröffentlichen ihre paper, die außer der community keiner liest, die NGOs machen eine reißerische story draus, die aus selektiertem Inhalt besteht. Schon haben wir eine prima Hetzkampagne, die beim „einfachen Volk“ und Nichtfachleuten auf fruchtbaren Boden fällt. Wir reden zu wenig mit den Nichtexperten. Das geht am Feldrand mit dem Spaziergänger los. Beim BMEL sitzen nur Verwaltungsleute, die den ganzen Tag drauf warten, das Feierabend wird. Ja, alle in einen Topf geworfen, politisch inkorrekt. Stehe ich zu.

            +3
            • Bauer Willi sagt

              Hast ja recht. Aber wenn ich immer alles lese würde, was man wissen müsste, wann soll ich mich dann um die Zuckerrüben kümmern? Ist ja auch wichtig, oder?

              Willi

              +2
              • Ist ja vom Prinzip ja alles richtig, allerdings muss man auch aufpassen, daß wir eben nicht zu pauschal werden. Was mir an deinem Text aufgefallen ist, du stellst den Futtermenge mit der Fleischmenge gleich. Wenn ich aber auf meinem Hundefuttersack nachlese besteht der zu deutlich mehr als der Hälfte aus Getreide. Macht es zwar für die Weltbevölkerung nicht wirklich besser, jedoch im Umgang bei uns ehrlicher.

                0
                • Bauer Willi sagt

                  Nein, ich spreche immer von Futtermenge oder weise die Menge an Fleisch getrennt aus. Gerade bei Hunden wird aber die rein fleischbetonte Fütterung als artgerecht herausgestellt. Was auch Sinn macht, denn der Hund stammt ja vom Wolf ab.

                  Knapp 26 Mio. Hunde und Katzen allein in Deutschland wollen aber ernährt werden…

                  Soll jeder seinen Hund oder seine Katze halten, aber dann bitte nicht über „Massentierhaltung“ schimpfen.

                  0
                • Inga sagt

                  Und sich in Wald, Feld und Wiese dementsprechend verhalten.
                  Und Lehren und Tips von Förster und Bauer annehmen und beachten

                  0
    • Thomas Apfel sagt

      Die Kritik kann ich jetzt nicht so recht nachvollziehen.
      Ist ganz nett immer die Originalquelle zu suchen, nur oft selbst bei „Nebenerwerbs- und Freizeitwissenschaftlern“ zu aufwändig. Wenn man die Gesetze der Logik noch einigermaßen beherrscht (nach dem Motto: „Kann das stimmen in dem Zusammenhang und der Herleitung“) kommt man meist recht weit.
      In diesem Falle ändert das Lesen der Originalstudie m.E. nix an den Aussagen.
      Der Vergleich mit den angeblichen 14.000 l Wasser je Kilogramm Rindfleisch passt hier nicht, die Futteraufnahme und die Ausscheidungen als Basis der Berechnungen sind wohl konkreter als die Zuordnug des gesamten Niederschlagswassers auf Feld und Weide zum Fleisch der Rindviecher, die von diesem Futter leben.

      +5
    • Karl Timme sagt

      Die Studie befaßt sich schwerpunktmäßig mit den Ausscheidungen des Hundes.
      Es läßt die Nahrungmittelproduktion und deren Verpackung völlig offen.
      Eingehende Untersuchungen des Kots und Urins der Hunde hätten auch die Erfordernisse der Ernährung beleuchten müssen.

      0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Meistens wird von 16.000 Liter Wasser geschrieben, die man für ein Kg Rindfleisch braucht, hat jedoch noch niemand belegt, wie dies Zahlen zustande kommen.
      Anders ausgedrückt diese Zahlen sind kompletter Unsinn.

      Meine Eltern hatten eine kleine Landwirtschaft, da wurden die Bullen noch mit dem Eimer getränkt. Tagesbedarf 50 bis 60 Liter.
      In 2 Jahren waren dies 43.800 Liter.

      Geht man davon aus, dass der Bulle 200 Kg Fleisch bringt, wären dies bei meiner Rechnung 219 Liter Wasser je KG Fleisch.

      Was der Metzger/Schlachthof an Wasser braucht, kann ich nicht sagen, viel leicht braucht der die restlichen 15.781 Liter.😊

      Wenn man davon ausgeht, dass der m³ Wasser und Abwasser 5.-Euro kostet, wären dies 78,91 Euro Wasserkosten je Kg Rindfleisch.

      +2
      • firedragon sagt

        Ehemaliger Landwirt,
        ich glaube, bei den Studien wird das Wasser irgendwie mit eingerechnet, welches die Pflanzen „verbrauchen“, welche der Futtergewinnung dienen.

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Drachen,
          auf meine Grundstücke fällt der selbe Regen, ob die Pflanzen geerntet werden, oder das Grundstück der Natur überlassen wird. Selbst wenn die Pflanzen verfüttert werden, geht der größte Teil des Wassers in den Untergrund.

          +1
  19. Karl Timme sagt

    Ein brisantes Thema, bewegt sich auf der Ebene der Spaßindustrie und ist daher sehr Emotional besetzt. Die vielen Freizeit Pferde gehören auch noch in diese Rubrik (nicht der Fleischfresser, sondern der Nahrungsmittel Konkorenten der Armen).

    Wurde in der Vergangenheit die Mehrheit des Fleischanteils im Haustierbereich aus Freibankfleisch und aus Notschlachtung (Notschlachtereien) abgedeckt, muß dieses heute (auch wenn es nur ein Sehnenriß oder Beinbruch ist) verworfen werden und zählt daher in meinen Augen mit zu der Nahrungsmittelverschwendung, die unsere Wegwerfgesellschaft dem Erzeuger anzuhängen versucht.

    Das zählt nun einmal mehr zu der hier schon oft festgestellten Schizophrenie unserer Natur fernen urbanen Gesellschaft.

    +11
  20. Reinhard Seevers sagt

    Ist doch klar, dass bei einer wirklich ehrlichen Diskussion über unser Klima auch und auch zurecht und endlich, die Dinge auf den Tisch kommen, die vielen wehtun werden. Bisher waren es fast ausschließlich die Bauern und ihre Handlung. Aber irgendwann muss die gesamte Lebensweise an den Pranger…..endlich. Die Spaßindustrie und die Kultur sind die nächsten. Diese Gesellschaft wird eine andere sein, wenn wir fertig sind…..

    +10
      • Reinhard Seevers sagt

        Die Art der Uniform ist noch offen, Hungersnöte ohne Frage ja…..vorerst nicht bei uns. Dafür kommen die Hungernden zuerst zu uns, weil hier ja alles läuft.🙋😎

        +4
    • Bauer Willi sagt

      Bei der Diskussion um Fleisch spielt das eher eine untergeordnete Rolle…. 😉

      0
      • Mausschubser sagt

        Tut es indirekt, weil es Tierhaltung zum „Spaß“ ist, die Ressourcen verbraucht und nach der Rechnung der Klimaschützer CO2 emittiert. Das Problem ist ja nicht, dass die Viecher am Ende gegessen werden, sondern die mit der Haltung verbundene Umweltbelastung. Das Pferdefutter muss auch angebaut werden, die Viecher haben Ausscheidungen und am Ende kann man sie nicht mal im Hundefutter verwerten, weil zu Medikamenten belastet. Die Frage ist, warum gerade da nicht von gewissen Parteien nach Regulierung gerufen wird.

        +6
        • Reinhard Seevers sagt

          Ich finde das Futter noch das geringste Problem. Es sind die Dinge wie Pferdestall, Zaun, Equipment, Pferdehänger, Reithalle, usw-……wenn ich sehe, was an Notwendigkeiten für die Pferdchen angeschafft und getan wird, dann ist das ein richtig großes Dekadenz-Problem. Es ist aber sehr emotional besetzt, weil feminin dominiert….und da hört der Spaß dann definitiv auf! Aber Spaß beiseite, was ist die Alternative zum Freizeitpferdchen? Jute und Kunstfleisch können es ja nicht sein.

          +5
          • Helga Krüger sagt

            Sollen doch froh sein dass es Pferde gibt, weil Milchviehhaltung bei uns eingestellt wurde.

            +2
            • Inga sagt

              Dann sollen die Pferde das ganze natürlichen Grünland abfressen?

              Und die Milchgeldalternative kommt von dekadenten Pferdebesitzern?

              Hafer dafür lässt sich ja auch anbauen.

              0
              • Ehemaliger Landwirt sagt

                Ein Mitschüler, hat seine 130 Rinder weggegeben, davon waren 50 Milchkühe, deren Milchkontigent hat damals viel Geld gebracht.
                Danach wurde der Hof eine Pferdepension, er war begeistert. Aber auf diese Idee kamen viele und jetzt wird um den Preis gefeilscht, wie auf einem Basar.

                +1
          • Lady sagt

            „was an Notwendigkeiten für die Pferdchen angeschafft und getan wird, dann ist das ein richtig großes Dekadenz-Problem. Es ist aber sehr emotional besetzt, weil feminin dominiert… “

            Aha😏
            Dekadent ist etwas ganz anderes: Haustiere begleiten den Menschen seit Urzeiten. Nicht als Ersatz für andere Kontakte sondern als Ergänzung. Ich kenne kein schöneres Hobby als die Reiterei, seit mittlerweile 50 Jahren. Und ich kenne auch kaum einen Hof ohne Hund und/oder Katze.
            Und jetzt haben offensichtlich Menschen ohne vernünftiges Hobby nichts anderes zu tun, als daraus irgendwelche Klimageschichten zu basteln?
            Dann lasst uns doch die Menschen abschaffen. Problem gelöst.

            +2
            • Reinhard Seevers sagt

              Jeder wird in Zukunft sein dekadentes Hobby mit Zähnen und Klauen verteidigen und Hahnebüchene Begründungen finden. Das ist verständlich und logisch, aber es ist dennoch, was es ist, ein Ressourcen verschwendenes Wohlstandsgehabe…..nur eines von hunderten.
              Natürlich ist es Klimarelevant, das kann man nicht leugnen und mit 50 Jahre Spaß relativieren.

              +2
    • Ferkelhebamme sagt

      Wenn die dann wenigstens dem Tierfutter zugeführt würden, wäre das ja noch irgendwie ausgleichende Gerechtigkeit. Aber es ist moralisch ja nicht mehr vertretbar, sein Pferd schlachten zu lassen. Lieber teuer euthanasieren und entsorgen lassen, sonst gibt’s schlechtes Karma. Oder tränenreich als „Beisteller“ anpreisen und noch Geld kassieren für den kaputten „Herzens-Esel“
      Achtung, nächster Shitstorm 😊

      +8
      • sonnenblume sagt

        Auch Pferde werden eingeäschert und dann in der Urne beigesetzt. Kostet aber. Ist jetzt kein Witz.

        +1
          • Ferkelhebamme sagt

            Leider konnte uns der Kreis immer noch keine Antwort geben, ob wir ein eigenes Tier-Krematorium betreiben dürften.
            Da jetzt auch Kadaver-Kontrollen eingeführt werden sollen, wohl nicht mehr. Sehr schade. Hätten viele Kosten und Nerven mit unserer TKV gespart und mit Haustieren noch einen schönen Nebenerwerb gehabt.

            +2
            • Brötchen sagt

              Hebamme Schweden hatte eine Kompostierung unterstützt, das ist aber mind. 15 Jahre her.
              Hatten sie uns damals stolz vorgeführt, das war so Art Holztürme hinter den Ställen.

              Weiss nicht, was daraus geworden ist.

              0
              • Thomas Apfel sagt

                Brötchen, das Kompostieren kenne ich aus einem anderen Zusammenhang:

                Treffen sich 2 Bestatter. Na, wie läuft das Geschäft? Gehts o, eine Erd- und 4 Feuerbestattungen. Und bei Dir ?

                Geht auch so, eine Erd-, zwei Feuerbestattungen und zwei Kompostierungen.

                Was bitte ???

                Naja, die Grünen kommen auch in die Jahre !

                +5
            • Brötchen sagt

              Hebamme einfach die Gesetze durchforsten und dann darauf beziehen.
              Ein Konzept gleich mit dranhängen.

              0
              • Ferkelhebamme sagt

                Du glaubst garnicht welche Ämter da alle mitreden wollen, die machen sich z.B. wegen möglicher Emissionen in die Hose

                0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Ferkelhebamme, das ist im Anhang 1 der 4. BIMMSCHV unter 7.12.1.3. geregelt…wenn man unter 50Kg/Stunde und unter 50Kg/Charge bleibt, dann ist das im Vereinfachten Verfahren genehmigungsfähig. Immissionsschutz natürlich immer einbezogen….das ist doch bei jedem Schweineschwanz auch so.
                  😎

                  0
            • sonnenblume sagt

              Eine Genehmigung für ein Haustierkrematorium zu bekommen, wäre sicher nicht so schwierig. Aber dort dann auch die Tiere aus dem Betrieb zu entsorgen, halte ich in der jetzigen Zeit für unmöglich. Damit würde der Staat eine Kontrollstelle einbüßen. Oder jedes Tier muss einzeln vor Ort tierärztlich begutachtet werden? Abwägung zwischen Kosten und Nutzen.

              +1
          • Paulus sagt

            Bauer Willi, Quatsch, Pferde kommen zum Pferdemetzger und neben Wurst wird daraus der original rheinische Sauerbraten gemacht. Die nächsten Adressen von Pferdemetzgereien in Neuss oder Köln könnte ich dir benennen. Ich gestehe, es sind nicht gerade meine bevorzugten Einkaufsquellen.
            Wir machen uns da alle was vor.

            +1
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Im Elsass kann man in den Lebensmittelmärkten Pferdefleisch kaufen,
              ob das ein Reitpferd der Tochter von Elfriede war, kann ich nicht sagen.

              +1
              • Inga sagt

                Fleisch, wo Menschenpopos drauf saßen? Igitt!

                Nein, aber das mit dem Pferdefleischverzehr und auch
                -wurstherstellung ist kulturell bedingt.

                Wo gibt es hier Pferdewurst zu kaufen, in welchem Discounter?

                Im Elsass und Frankreich ja, die bringen das sogar welche auf unseren Weihnachtsmarkt mit!

                Wie sieht der Pferdefleischverzehr bei Osteuropäern aus?

                Pferdefleisch wird in vielen Ländern der Welt verzehrt, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. In vielen romanischen Ländern ist Pferdefleisch ein häufigeres Nahrungsmittel,

                in den germanischen Ländern hingegen nur wenig.
                (ich glaube da sind die alten Goten Schuld dran)

                Italien liegt europaweit mit 900 Gramm jährlichem Pro-Kopf-Verbrauch noch vor anderen traditionellen Pferdefleischländern wie Belgien und Frankreich. Deutschland und Portugal haben den geringsten Konsum

                0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Warum kein Pferdefleisch, hab auch schon Schnecken, Froschschenkel und Stierhoden gegessen, die sind besser, als deren Filets.😊

                  0
          • Inga sagt

            Das gibt es für Hunde bestimmt auch,. oder?
            Sind eben Lieblinge und Lebensabschnittsbegleiter!

            0
  21. Sabine Mues sagt

    „Selektive Wahrnehmung“ vergiftet unsere Gesellschaft! Danke für die Beleuchtung eines Sachverhaltes, den die überwiegende Mehrheit ausblendet!

    +3
  22. Thomas Apfel sagt

    Schönes Thema, die Forderung nach Abschaffung der meisten Hunde und Katzen kann ich als Nicht-Haustier-Besitzer nur voll unterstützen. Mich schüttelt es immer genauso, wie den Hund der mit Herrchen*innenenin ins Restaurant kommt und den Dreck der Straße abschüttelt.
    Lustig finde ich den Vergleich „Die schädlichen Ausscheidungen sind so schlimm, wie 6,5 ha Glyphosatbehandlung von Acker“.
    Da würde mich mal interessieren was da genau gemeint ist und wie da was kalkuliert wurde.
    Die Medikamentenbelastung dessen was die Köter (Darwins Rache für die Domestizierung des Wolfes)) und Kätzchen hinterlassen dürfte bei weitem höher als die aus der Nutztierhaltung sein. Schließlich wird dem „Lieblingspfiffi“ alles reingefiffen, was ihn gesund halten soll. Grenzwerte in der Belastung des „Fleisches“ gibt es ganz sicher nicht. weil es ja nicht gegessen wird. Ich erinnere an die toten Singvögel wegen belasteter Hundehaare im Nest. Bei meinen beiden Nachbarn sind die Kinder inzwischen groß – und zack, wird ein Köter angeschafft. Über die Nutzung als Hütehund, Jagdhund, Suchhund, und Blinden- und Rettungshund hinaus sollte die Haltung hart besteuert werden.

    +6
    • Günter sagt

      @Thomas Apfel:
      nur weil Du kein Haustier hast, sollen andere auch keines haben.
      So wird Dialog nie funktionieren, aber es ist Mode heutztage ich, ich, ich.
      Willi hat sicher recht mit den Fakten die er bringt und im wirklichen Leben wirds
      auch so sein, aber ich glaube nicht, dass sich auf diese Art und Weise etwas ändern
      wird.
      Bauern haben den Schlüssel zur Natur in der Hand und sie haben es auch in der
      Hand wie sie in der Öffentlichkeit dastehen. Nur “ Ich bin verantwortlich“ ist für mich
      der Schlüssel für mein Handeln und Tun, so bin ich beispielsweise mit einer Schulklasse in den Wald gegangen und habe erklärt wie Wald und Umwelt mein Leben beinflußt.
      Die Reaktionen aus der Schülerschaft war erschreckend, für sie war es nicht vorstellbar ,
      dass aus einen Baumstamm Möbel gemacht werden.
      Da wäre eine Riesenaufgabe angefangen bei den Verbänden bis zu jeden einzelnen,
      den schönsten Beruf der Welt authendisch weiterzugeben.
      Lieber Thomas Apfel ich will ja auch nicht Autos über 200 PS verbieten nur weil ich mir es nicht leisten kann.

      +3
      • Reinhard Seevers sagt

        „Lieber Thomas Apfel ich will ja auch nicht Autos über 200 PS verbieten nur weil ich mir es nicht leisten kann.“
        Doch! Oder soll der Bauer den Kiddies etwa auch noch erklären, dass diese Gefährt gefährlich für die Umwelt ist? Stellung beziehen heißt auch, die wirklichen gesellschaftlichen Probleme anzusprechen: fehlende Alternativen zur materiellen Befriedigungskultur.

        +3
      • sonnenblume sagt

        Und aus welchem Material sollten nach Meinung der Schüler die Möbel gebaut werden? Das würde mich dann doch interessieren. Holz oder Kunststoff, Fleisch vom Tier, oder Fleisch aus der Petrischale. Wer die Grundlagen nicht mehr kennt, der kann auch nicht mehr unterscheiden. Ein einfaches für die Industrie dort fuß zu fassen.

        +3
        • Reinhard Seevers sagt

          Ikea wirbt doch bereits mit Wolle aus Petflaschen und Geschirr aus Mais, Bettwäsche aus Holz……die Industrie ist schneller, dagegen wind wir lahme Hühner.

          0
          • sonnenblume sagt

            Und die Industrie hat sicher entsprechende Förderer im Hintergrund, die mit dieser Entwicklung gut verdienen. Wie ist das denn mit den ganzen Startup`s. Ein weit verzweigtes Netz von Zuarbeitern und Föderern.
            Ich glaube nicht, dass es nur an der Schnelligkeit liegt. Landwirtschaft arbeitet vom Ursprung her, während die Industrie nur noch Grundsubstanzen in irgendeine Form presst.

            +1
      • firedragon sagt

        „…Bauern haben den Schlüssel zur Natur in der Hand und sie haben es auch in der
        Hand wie sie in der Öffentlichkeit dastehen. Nur “ Ich bin verantwortlich“ …“

        Ein bekannter Schweinehalter hatte die Tage Besuch von einem bekannten Hundecoatch, der selber kein Fleisch ißt, auf seinem Hof.
        Das Gespräch soll gut gewesen sein.
        Auf der Instaseite des Hundecoatch gibt es einen Beitrag zu Ostern mit Bild. Eine Ministerin hält ein Lamm auf dem Arm. Der Hundecoatch beurteilt dieses Bild mit seiner Meinung.
        Dazu folgen über 200 Kommentare, die (bis auf Drei !!) sich alle negativ über die Ministerin auslassen.

        Ähnlich aggressiv geht es auf der Seite einer zutätoowierten Veganerin zu.

        Dabei handelt es sich um Seiten mit mehreren tsd. Verfolgern. Von diesen Verfolgern werden wohl einige dabei sein, die fleischfressende Tiere halten.

        Was mich bei diesen „Meinungsäußerungen“ am meisten enttäuscht, ist der Umgangston …

        Verantwortung in der Öffentlichkeit zu übernehmen, bedeutet für mich auch, die landwirtschaftlichen Arbeiten verständlich zu erklären, so dass sie nachvollziehbar sind.
        Allerdings gibt es Grenzen, was den Umgang miteinander betrifft !

        +2
    • Paulus sagt

      Thomas Apfel, selbst ca. 90% der sogen. Jagdhunde sind überflüssig. Ganz einfach weil deren Herrchen gar keine Jagdmöglichkeit besitzen. Da wird viel rumdressiert, geprüft und gezüchtet, aber ohne Sinn und Verstand. Am Ende kommen Köter heraus die man für die Jagd überhaupt nicht mehr gebrauchen kann.

      +1

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