Bauer Willi
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Hochleistung auch bei Stress

Forscher der Uni Gießen haben rund 190 ältere und moderne Hochleistungssorten bei Getreide miteinander verglichen. Die Überraschung: mit Stress-Situationen kamen die modernen Weizen-Sorten besser zurecht. Man hatte bisher geglaubt, dass die älteren Varianten sich besser anpassen können.

https://www.spektrum.de/news/hochleistungssorten-sind-nicht-verwoehnt/1654618

Wenn ich unsere diesjährigen Wintergersten-Erträge ansehe, die zu unserem großen Erstaunen sehr gut ausgefallen sind, kann ich dies nur bestätigen.

Bauer Willi

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14 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    @ Mark. Gut , daß du das Video mitgebracht hast. Wiederlegt es doch wissenschaftlich den
    Mainstream. Auch die Anzahl der Gewässerbrunnen wurde mit rd. 1100 für Niedersachsen lt.
    dem NLWKM angegeben. In ganz Deutschland sind es rd. 11.000 Wasserentnahmebrunnen.
    Für die Düngeverordnung und Meldung nach Brüssel hat man aber nur die schlechtesten 300 – 400 Brunnen genommen und gemeldet. Darauf hat natürlich die EU uns die verschärfte Düngeverordnung auferlegt. An hand dieser Zahlen muß jedem klar sein , daß diese extra schlechte Datenweitergabe auf einer politischen Lüge beruhen. Wie sollen wir auch Leuten heute noch trauen und uns regieren , die das Desaster mit dem Berliner Flughafen nicht in den Griff bekommen. Auch die zig MRD Euro in die EU pumpen , aber unsere Infrastruktur verkommen lassen , unsere Schulen verrotten lassen , in den Krankenhäusern kräftig Personal abbauen, die Bundeswehr und die Polizei im Stich lassen
    usw. . Das ganze riecht nach einem Totalzusammenbruch unseres Gemeinwesens und nachher sind es die Banken oder der Markt gewesen und unsere Politker sind natürlich wie immer schuldlos. Unsere Politik hat sich entspr. der 68er auf die „Frankfurter Schule “
    eingestellt . Diese Politik wird scheitern , denn diese Wette wird man verlieren und mit ihr die vielen Sparer ihr Vermögen. Jeden Tag werden mehrere Mrd. Euro in den Markt gepumpt und der Ballon ist kurz vor dem Platzen. Wenn 90% des Geldes in Spekulation umläuft und nur 10% in der Realwirtschaft , dann ist das Ende des Euro sehr nahe.

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    • James Taylor sagt

      Vielleicht haben die ja nur die 300-400 Brunnen ausgewaehlt, die nur so tief sind, dass Sicker- und Adsorptionswasser durch die Bodenbeschaffenheit und die Gravitation seit den 70er-Jahren diese Tiefe erreichen konnte? Tiefbrunnen zu messen macht erst in etwa 30-40 Jahren einen Sinn.

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  2. Christian Krumphuber sagt

    Danke Willi für den interessanten Beitrag und der Uni Gießen für das tolle Forschungsprojekt. Eine landläufige Meinung zur Züchtung ist ja „Die Züchter züchten nur auf Ertrag“. Das ist ja Unsinn, denn ein Ertragsgen gibt es ja nicht. Ertrag hat viele Komponenten – ganz wichtig dabei sind Resistenzeigenschaften von Kulturpflanzen. Hat die Pflanze bessere Widerstandsfähigkeit gegen z.B. Pilzkrankheiten bleibt der Blattapparat länger gesund, kann länger assimilieren und bildet letztlich mehr Ertrag. Wäre ja traurig wenn die neuen Sorten nicht besser wären wie die Alten, denn dann wäre ja die jahrzehntelange Arbeit der Züchter umsonst gewesen. Die Arbeit der Züchter wird übrigens noch viel wichtiger, wenn man an den Kahlschlag im Pflanzenschutz denkt. Vielleicht sollte man das Thema neue Züchtungsmethoden auch unter diesem Aspekt sehen.

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  3. Was aktuell noch erforscht wird ist die Frage nach Gluten, ATIs und FODMAPs, ich meine, bis heute sind sich Wissenschaftlicher noch nicht einig von wegen Verträglichkeit.

    Der Nährwertgehalt wäre auch noch interessant im Vergleich. Auch beim Blick aufs Getreide der Blick auch auf Ernährung, als Futtermittel (meines Wissens zwei Drittel verfüttert) oder für uns Menschen direkt. Das wäre die Konsum-Kritik, die auch maßgeblich Einfluß auf Anbaustrategien hätte, was wiederum Einfluß auf Nachhaltigkeit hätte.

    Hinzu kommt die Frage nach der Anbaustrategie selbst, wann gesät werden muß mit Blick aufs Klima usw.

    Auf der anderen Seite aber auch schön zu sehen, wie die Entwicklung auch ohne Gentechnik wie CRISPR möglich ist. Man muß sich ja auch einfach nur vor Augen führen, daß die Entwicklung immer schon basierte auf Basis des Feldeinsatzes, sprich das Klima wurde immer schon ein Stück weit einkalkuliert.

    Aber es zeigt auch, daß beim Pflanzenschutzmanagement so Vorteile entstehen hin zu weniger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

    Der Nährwert wäre wie gesagt interessant. Wenn am Ende alles so nahrhaft wie Spargel ist, war’s das … aber vielversprechend!

    Dennoch ist es wichtig, alte Sorten zu erhalten, Biodiversität zu gewährleisten und womöglich auch für uns Menschen mehr Vielfalt auf dem Speiseplan.

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    • Elisabeth Ertl sagt

      Als in der Spätantike der Genuss von Weizen modern wurde, warnten schon die Ärzte davor und rieten zum guten alten Gerstenbrot. Meine Mutter hat zu uns in meiner Kindheit gesagt: „Schwarzes Brot macht Wangen rot, weißes Brot macht Kinder tot.“ Daher bekamen wir nur am WE Semmeln, unter der Woche gab es nur reines Roggenbrot. Und damals hatte der Weizen noch weniger Gluten. Heute will der Konsument unbedingt Weizengebäck, je fluffiger desto beliebter. Daher hat die Lebensmittelindustrie auf Weizen mit maximaler Backfähigkeit gedrängt. Dort wo in der Stadt der Geruch frisch gebackener Weizenbrötchen auf die Straße strömt, dort zieht es die meisten Menschen hin. Und wenn sie dann Bauchweh kriegen, regen sie sich wieder über den Bauern auf, der Glutenweizen anbaut. Das sind doch alles individuelle Konsumentscheidungen!

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  4. brouss sagt

    Bei der Bekömmlichkeit für den Menschen könnte es ev. anders aussehen.

    Wird bei der modernen Züchtung darauf geachtet, wie die Zuchtprodukte im Verdauungskanal des Menschen, den Vögeln,… wirken.

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          • Elisabeth Ertl sagt

            Es ist ja nicht verboten, über Glutengehalte und ihre Wirkung auf die Gesundheit zu diskutieren. Es aber genau hier zu machen, wo es darum geht, wie man den infolge des Klimawandels drohenden Hunger verhindert, das ist eigentlich eine ärgerliche Anspruchshaltung. Da geht es um Leben und Tod, nicht um irgendein oft selbst verschuldetes Bauchzwicken.

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          • James Taylor sagt

            Die Industriebaecker nutzen auch Chemikalien statt auf die beim Ruhen gebildeten Stoffe im Teig zu warten. Außerdem sollte frisches Brot, so zumindest habe ich das Kind noch erlebt, zwei Tage nach dem Backen ruhen, bevor es gegessen werden kann. Heute fliegt das Brot von den Backstraße direkt in den Verkauf und so schmeckt das dann auch. Selber backen, sehe ich auch so, oder einen Baecker finden, der noch ein Handwerker ist – das ist sogar die bessere Alternative.

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    • bauerhans sagt

      „Bekömmlichkeit für den Menschen“

      hängt doch maßgeblich von der verarbeitung und zubereitung ab.
      (oder auch von der einbildung)

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