Bauer Willi
Kommentare 8

6 km Luftlinie…

6 km Luftlinie trennen diese beiden Rübenfelder. Beide wurden am 10.7.2019 aufgenommen. Das obere Bild wurde in Dormagen-Delhoven auf einem Sandstandort mit Kiesunterlage (ca. 30 Bodenpunkte) aufgenommen, das untere Bild bei uns in Rommerskirchen, auf einem Lößlehm mit ca. 90 Bodenpunkten.(maximal möglich sind 100)

Stand der Kulturen:

Wintergerste ist geerntet mit unerwartet hohem Ertrag. Wahrscheinlich kommt als nächstes Winterraps an die Reihe, aber sicher ist das nicht. Hier erwarte ich noch einen durchschnittlichen Ertrag. Winterweizen dürfte noch zwei Wochen dauern, hier hat die Hitze von bis zu 38 Grad (im Schatten! im Bestand sind es dann leicht auch 50 Grad) besonders zugeschlagen. Das wäre dann die dritte Weizenernte in Folge, die unterdurchschnittlich ausfällt.

Gespannt sein darf man auch auf den Mais, der dunkelblau ist und die Blätter dreht. Beides eine Folge der Trockenheit. Wenn ich die Kartoffelbestände der Nachbarn sehe, so halten die im Moment noch durch. Die Knollen sind aber noch sehr klein und werden auch erst wieder wachsen, wenn der Damm durchfeuchtet wird.

Wir hatten hier bei uns seit über 4 Wochen keinen einzigen Tropfen Regen. Was wir jetzt dringend brächten, wäre mindestens 3 Tage ununterbrochenen Landregen. Aber auch ein paar Gewitterschauern mit jeweils 15 mm würden wir nicht ablehnen. Bin auf die nächsten Tage gespannt…

Schreibt mal, wie es bei euch aussieht und wie bisher die Ernte ausgefallen ist. Schreibt die ersten zwei Ziffern der Postleitzahl dazu oder den nächst größeren Ort.

Euer Bauer Willi

 

(Aufrufe 1.513 gesamt, 1 heute)

8 Kommentare

  1. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, erst wollte ich mich zu diesem Besitrag nicht äußern, aber jetzt muss ich es .
    Willi ,Dein Bild vom Rübenfeld ist erst einmal in Ordnung. Wer baut heut zutage noch Rüben auf so einem Standort an. Es klappt wunderbar, wenn die Niederschlsagsverteilung optimal läuft. 30siger Boden und dann noch Rüben, da muss man Mut haben .
    Erntebericht aus meiner Region. Südbrandenburg 04895 ,wer soll bei diesem Wetter, was wir seid Wochen haben noch durchhalten????. Bei aller Freundschaft, Willi und Friedrich ,ihr jammert wiedereinmal auf höchstem Niveau. Erträge bei uns, WG 42,4 dt/ha, Erbsen 22,2 dt/ha. Raps brauchten wir nicht ernten ,da die Aussaatbedingungen im August 2018, unter aller Sau waren. Zur Zeit ernten wir Winterroggen , im Schnitt 35 dt/ha.
    Den Größten Reinfall, erwarten wir beim Winterweizen, der auf ca. 650 ha steht.
    Unsere Zu.Rübenbestände, schlafen schon seid der großen Hitzewelle, mit fast 39 Grad
    Celsius. Der Mais, nur kurz gesagt ist mehr wie eine Katastropfe.
    Meine Einschätzung.

    4+
  2. Berthold Lauer sagt

    Hallo Willi,
    bei uns in der südwestlichen Ecke von Rhld-Pfalz zeigt sich jetzt massiv das Fehlen von Wasser im Unterboden. Die Niederschläge im Mai und Anfang Juni hatten das eine Zeit lang überdeckt. Wintergerste drischt gut, Weizen und auch Raps reifen vorzeitig, Mais, der bei uns noch keine Fahnen hat, leidet auf leichteren Standorten massiv. Grünland hatte auf intensiven Flächen 2 gute Siloschnitte, jetzt überwiegt die Farbe braun, auf extensiven, ungedüngten Flächen ein bescheidener Heuschnitt oder eine Beweidung und jetzt nichts mehr.

    0
  3. Oberländer sagt

    Gerste ist weg , Ertrag ordentlich ( keine Waage ), geschätzt 70 dt.
    Weizen leichte Hagelschäden 5-10 %,wird aber auch Dürre bedingte
    Mindererträge haben.
    Dauergrünland , es wächst ein dritter Schnitt , aber dieses Jahr zeigen die moorigen Standorte ihre Vorteile.
    Mais gestern 1,5 bis 2,0 Meter .
    Es kann noch ein ordentliches Jahr werden, wenn das Wetter mitmacht.

    0
  4. Elisabeth Ertl sagt

    Hier im Südosten Österreichs prophezeit man uns Versteppung. Letztes Jahr ging es uns sehr gut: überdurchschnittlich Wärme, Sonne und Regen, überdurchschnittliche Erträge. Dann hat es von September bis März so gut wie nicht geregnet. Das Gras ist nur schleppend ergrünt, wir konnten die Tiere erst spät austreiben. Der Mai war sehr feucht, der Heuertrag im Juni weniger als letztes Jahr, aber recht passabel. Ende Juni hat es wieder einiges geregnet, die letzten zwei Wochen nur ein paarmal getröpfelt. Gestern beim Umstecken der Zäune war der Boden extrem hart, stellenweise ist es dürr am Südhang. Das Grummet bräuchte dringend Regen. Den Gemüsegarten müssen wir viel wässern. Der Mais des Nachbarn am feuchten Talboden unten sieht für mein laienhaftes Auge gut aus. Der Wald steht auch gut da. Auffallend ist, wie die Niederschläge immer stärker kleinräumig variieren. Sehr trocken ist es nördlich von uns im Steirischen Randgebirge – für uns bedrohlich, weil unsere Wasserversorgung vor allem aus den artesischen Brunnen kommt, die von dort her gespeist werden. Die oberflächlichen Quellen sind sowieso nicht sehr ergiebig, die Bäche fließen klimabedingt im Bodensubstrat und sind schlammig. Hoffen wir, dass die nächsten zwei Tage der angesagte Regen kommt.

    0
  5. Friedrich sagt

    Hier in Südhannover hat es im Juni 45 mm und jetzt im Juli 6 mm geregnet.Insgesamt haben wir jetzt in diesem Jahr 312 mm Regen bekommen. Die Früchte stehen noch gut. Wintergerste haben wir rd. 9,4 to/ha geerntet, also normal. Der Weizen reift jetzt schnell . Es wird aber noch zwei Wochen dauern mit der Ernte. Alle Früchte hier lechzen natürlich nach Wasser. Vielleicht kommt ja diese Tage der angesagte Regen. In den Gärten und dem Grünland sind die Flächen schon wieder fast vertrocknet , weil Gras eben kein Tiefwurzler ist.

    0
  6. Inga sagt

    Ja, da sieht man was der Löslehm gegenüber durchlässigen dem Sand-, bzw Kiesboden kann.

    0
  7. bauerhans sagt

    bei mir war die wintergerste so um 7to pro ha,einige hier haben wohl um 8to geerntet.
    der erdbeerbauer hat vom hiesigen wasserwerk nix zum beregnen bekommen,der hatte aber vom nachbarwasserwerk kaufen können und tatsächlich mit dem güllefass wasser auf einer 3ha fläche verteilt.
    mais steht sehr gut,weizen und roggen nach mais und erbsen auch,nach erdbeeren sehr bescheiden.

    0
  8. Lieschen Müller sagt

    Bin zwar kein Bauer, aber ich fang mal an: 07.
    Der letzte richtige Regen war vor 4 Wochen, heute nieselt es etwas. Früchte konnte ich im Garten ernten, das Gemüse wächst nur dort, wo ich gießen konnte. Die Bohnen z.B. sind gar nicht richtig aufgegangen. Schlimm sehen die Wälder ringsum aus. Sehr viele Bäume sind braun. Man sieht es an den Hängen, immer wieder vertrocknete Baumgruppen. Auch in der Stadt haben viele Bäume vertrocknete Kronenteile.

    1+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.