Bauer Willi
Kommentare 61

Hobby-Agrarwissenschaftler

Am 22.8. hat Frau Slomka die Landwirtschaftsministerin Klöckner interviewt. Besonders aufgefallen ist mir das Statement von Frau Slomka ab Minute 4:20

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/hilfe-nicht-in-vollkaskomanier-100.html

Sie sagt dort: “ (die Landwirtschaft) wird ja überwiegend nach wie vor konventionell betrieben. Mit Massentierhaltung, mit eher einer Tendenz zu Monokulturen und zu sogenanntem Hochleistungsgetreide, das eben auch besonders temperaturanfällig ist. Müsste man da nicht stärker umsteuern? Das klingt jetzt bei Ihnen ein wenig so, als wäre das alles ganz in Ordnung“.

Ich wäre bei einer solchen Aussage wahrscheinlich aus der Rolle gefallen. Meiner Meinung nach hat Frau Klöckner sehr gut und ausgewogen geantwortet. Ich habe in diesem Interview viel über Kommunikation gelernt.

Euer Bauer Willi

Bildquelle: ZDF

 

 

Und hier noch ein Agrarexperte. Stellungnahme vom 22.8.2018. Dazu sage ich aber nichts.

 

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61 Kommentare

  1. Friedrich sagt

    Ich hätte nie erwartet , daß Frau Klöckner so befähigt ist. Bravo , daß läßt Hoffen für die Zukunft. Kommen wir jetzt zu Frau Slomka . Für so eine Position beim ersten Nachrichtenjuornal in Deutschland mit mangelhaft zu beurteilen. Die hat ja alle Positionen der Grünen übernommen. Hätte besser Pressesprecherin bei den Grünen werden können.
    Parteilichkeit war ihr Gebot. Für einen „Öffentlich rechtlichten Sender“ untragbar. Auch wir Bauern können eine korrekte juornalistische Arbeit erwarten Leider Pustekuchen. Es fällt auch auf , daß die Fernsehsender auch nur aus dem Umfeld der Sender berichten und nicht mal ne Tour nach z.B. Brandenburg in die schlimmsten Dürregebiete unternehmen. Man macht sich das ganz schön einfach , oder sollen die Mitbürger das Trauerspiel auf dem Acker- und Grünland nicht sehen ? , oder will man die Dürre einfach runterspielen ? Die Politik spricht von 10.000 hilfsbedürftigen Betrieben , aber hat man uns einen mal gezeigt im Fernsehen ? Gerade unsere Öffentlichen Sender haben in den letzten Jahren immer gegen die Bauern gehetzt . Soll das immer so weiter gehen .
    Rate diesen Leuten einmal nachzuforschen , warum wir Bauern die ungewollten „Subventionen“ bekommen ? Aber man hetzt ja lieber , als seine Arbeit zu machen. In diesem Fall gilt das auch für die Politik. Aufklärung tut Not !!

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  2. Philipp sagt

    Die Aussagen von Frau Slomka waren in meinen Augen nicht angemessen für ihren Beruf. Sie hat ihr undifferenziertes Halbwissen dramatisch unter Beweis gestellt. Ein mir gut bekannter ökologisch wirtschaftender Betrieb hat dieses Jahr eine gute Kartoffelernte eingefahren. Dies mag auch auf die vielleicht etwas breitere Fruchtfolge zurückzuführen sein, aber hauptsächlich ist sie einer intensiven Beregnung zu verdanken. Wäre letztere ausgeblieben, so wäre die Ernte mit Sicherheit signifikant schlechter ausgefallen.
    Was Frau Klöckner betrifft, teile ich ausdrücklich Willis Meinung.

    Den Versuch von Herrn Hofreiter, die Dürre als Anlass zu nehmen um sein Ideologieventil zu öffnen betrachte ich als kläglich. Auch mit einer meinetwegen 10gliedrigen Fruchtfolge ist bei einer so lang anhaltenden Dürre nicht mit guten Erträgen zu rechnen, es sei denn die Möglichkeit zur Beregnung ist gegeben.

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    • sonnenblume sagt

      Was ich bei Herrn Hofreiter und Co. schon fast beängstigend finde, ist die radikale Art seine Forderungen zu stellen. Für ihn gibt es nur den einen selig machenden Weg und keine einzige Alternative. Solange nicht an jedem Hoftor ein Bioschild klebt, wird er den Weltuntergang verkünden.
      Als Biologe sollte er wissen, dass es vielfältige Möglichkeiten gibt Boden- und Ressourcenschonend zu arbeiten. Aber nein, es muss die biologische Schiene sein.
      Ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, dass man hier noch einmal zu vernünftigen und erfolgreichen Gesprächen kommen kann.

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      • Bauer Willi sagt

        @ sonnenblume
        Genau diese Frage stelle ich mir auch und habe deshalb heute Herrn Hofreiter eine Mail geschrieben und um einen Interview-Termin gebeten. Ich habe zwei Fragen an ihn:
        1. Wie wollen Sie die Agrarwende konkret gestalten?
        2. Welche drei Maßnahmen würden Sie zuerst ergreifen, wenn Sie morgen Landwirtschaftsminister würden?
        Alles weitere wird sich dann im Gespräch ergeben. Allerdings glaube ich nicht, dass ich eine Antwort bekomme. Falls ja, dann möglicherweise eine höflich verpackte Ablehnung.

        Bauer Willi

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      • Sabine sagt

        Nee, muss er als Biologe nicht wissen. Ich denke, da wird dem sehr breiten Fach leider zu oft unterstellt, dass die Studenten die gesamte Breite in allen Tiefen ergründen. Dem ist nicht so. Du konntest dich als Biostudent – also im alten Diplomstudiengang – nach dem Vordiplom relativ schnell auf einen Schwerpunkt und ein Diplomthema festlegen. Der Toni hat in Systematischer Botanik promoviert und wird wohl auch schon die Diplomarbeit in dem Bereich geschrieben haben. Das heißt, der kann ganz toll südamerikanische Liliengewächse bestimmen, ob von anderen Dingen so unglaublich viel Ahnung hat, ist möglich, aber nicht zwingend. Das ist so wie in der Landwirtschaft auch, wenn Du auf nem Schweinemastbetrieb gelernt hast, dann noch ein Studium dranhängst und hinterher über Alternativen zu Soja in der Schweinemast promovierst, wirst Du wahrscheinlich schon was über Alpakas als Nutztier wissen, wann und wie man diesen wunderbaren Wuscheltieren die Klauen schneidet, wie die gefüttert werden, welche Verpaarungen besonders gewünschte Eigenschaften verstärken könnten oder wie man einen optimalen Wollertrag erzielt… nun da könnte u.U. ein passionierter Hobbyzüchter schon mehr wissen.

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        • sonnenblume sagt

          Diese berufliche Ausgangsposition, gepaart mit dem Anspruchsdenken das ein Politiker zwangsläufig mitbringen muss, wenn er in dem Geschäft aufsteigen will, erleichtert ein konstruktives Gespräch keinesfalls.
          Landwirtschaft, ganz gleich welcher Couleur, ist so speziell und vielfältig, dass man von allen Seiten unvoreingenommen und auf Augenhöhe die Thematik erörtern muss.

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  3. Obstbäuerin sagt

    Die Textbausteine von A. Hofreiter sind identisch mit denen von K. Göhring-Eckard. Ständige Wiederholungen sorgen für Vernetzung im Gehirn. Ansonsten muss man fordern: alle Zahlen auf den Tisch und Bio und konventionell ergebnisoffen vergleichen.

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  4. Sabine sagt

    Viel interessanter finde ich, woher der Gedanke kommt, dass die in der konventionellen Landwirtschaft angebauten Sorten schlechter mit einer Dürre umgehen können wie Bio-Sorten.
    Ich mag ja Halos haben, aber ich bilde mir ein, ich hätte die selben Sorten schon als bio- und konventionelle Ware gesehen. Das gilt für Gemüse,- Getreide und Grünlandsaaten.

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    • Bauer Willi sagt

      Das ist so. In unserem Wochenblatt wurden geraden die Ergebnisse der Bio-Weizen-Versuche veröffentlicht und eine Sortenempfehlung gegeben. Die Hälfte der Sorten werden auch im konventionellen Anbau gesät.
      Bauer Willi

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    • inga sagt

      Warum entwickelt nicht mal so jemand ein Gesellschaftsspiel, wie man Feld bestellt und warum es wächst und was man damit alles machen kann.

      Warum die Kulturpflanzen mit den Wildpflanzen verwandt sind, warum wachsen sie in der Erde und warum sie zur Nahrung von Mensch und Tier dienen.

      Warum es in der Natur so rau zu geht und warum auch wir Menschen wohl zu den Fleischfressern gehören!
      Warum können die Tiere, die wir verbrauchen nicht einfach alle im Wald leben?

      Wie groß müssen unsere Ställe sein und aussehen, um tiergerecht zu sein, aber trotzdem sich jeder in der Großstadt Fleisch (Eier, Milch, Butter Brot) leisten kann!

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  5. Liberaler sagt

    Für Frau Klöckner die Daumen hoch. Es scheint zur Hauptaufgabe von Politikern zu werden, schwachsinnigen Journalisten zu besten.

    Anton Hofreiter macht mir Angst. Ich stelle ernsthaft die Frage, wer ist berechtigt einen Antrag auf Zwangseinweisung zu stellen? Wann besteht Gefahr für die Allgemeinheit?

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  6. fingerphilosoph sagt

    Frau Klöckner hat in meinen Augen kein gutes Bild abgegeben, sondern pseudomoralische Totschlagargumente benutzt, die schlichtweg falsch sind.

    Es ist erstens nicht wahr, dass die deutschen Bauern bzw. die EU-Bauern künftig zwei Milliarden Menschen mehr ernähren müssen. Wenn, dann muss das die Weltgemeinschaft leisten. Wir leben in Europa in einer der weltweit am dichtesten besiedelten Gegenden, in der allein schon die Anzahl der Menschen die Natur an ihre Grenzen bringt. Es überfordert die hiesige Flora und Fauna erst recht, wenn sich die EU auch noch anmaßt, die Menschen in weniger dicht besiedelten Gebieten mitzuernähren, wo genug eigenes Ackerland zur Verfügung steht.

    Zweitens verdreht Frau Klöckner in einem Kausalitätsverhältnis Ursache und Wirkung. Die zwei Milliarden mehr Menschen existieren bislang nur in Hochrechnungen der aktuellen Geburtenrate. Das ist ein Glaskugel-Blick bzw. ein Blick auf ein Computermodell. De facto haben die zwei Milliarden bis jetzt keine Realität. Es muss ZUERST die Nahrungsmittel geben, um die zwei Milliarden mehr zu ernähren. Wird nicht bereits im Vorfeld mehr Nahrung produziert, wird es diese zwei Milliarden mehr gar nicht geben. So einfach ist das. Durch die Verkehrung des Kausalitätsverhältnisses wird eine angebliche Notwendigkeit erzeugt, die nur dazu dient, einer aus wirtschaftlichen Gründen gewollten Überproduktion ein moralisches Deckmäntelchen umzuhängen.

    Drittens wirft Frau Klöckner Frau Slomka den Blick in die Glaskugel vor, um dann ihren eigenen Glaskugel-Blick, eben den mit den zwei Milliarden mehr, als Tatsache zu verkaufen.

    Viertens wird ein angebliches Expertenwissen herausgekehrt, um den Gesprächspartner als unwissenden „Hobby“-Agrarwissenschaftler abzuqualifizieren . Das ist ein argumentum ad hominem, bei dem die sachliche Ebene verlassen wird, um das Gegenüber persönlich anzugreifen. Das wird normalerweise von Leuten gemacht, die keine überzeugenden Sachargumente haben.

    Was jetzt nicht heißt, dass Frau Slomka gute und richtige Argumente hatte. Das übliche Nachrichten-Blabla halt.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Glauben sie ernsthaft, die Menschen in Drittländern fragen zuerst nach, ob die Ernährung für die eventuell entstehenden Kinder sichergestellt ist, bevor sie sich näherkommen?
      Das haben sie bis jetzt nicht getan und werden auch die Philosophen nicht fragen.

      Natürlich kann Deutschland keine 2 Milliarden Menschen mit Nahrung versorgen, die deutschen Bauern können nicht einmal das deutsche Volk ernähren, nicht einmal das ist den meisten geläufig.

      Frau Klöckner hat Fundiert mit viel Sachverstand geantwortet, dies zu Verstehen bedarf wiederum das notwendige Sachwissen, das einigen Foristen offensichtlich fehlt.

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    • Mark sagt

      Erstens: Wahr ist dass Deutschland und die EU zur Weltgemeinschaft dazu gehören.
      Zweiten: Fraglich ist, dass Frau Klöckner die Kausalitäten verdreht. Dies ist genauso schwierig zu beurteilen wie die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei.
      Drittens: mag sein
      Viertens: Die Hobby-Agrarwissenschaftler kamen ja erst aufs Tablett, als Slomka astrreinen NGO`Sprech verwendete. Daher halte ich dies zu diesem Zeitpunkt für durchaus legitm. Ausserdem hat Klöckner ja dann auch Argumente nachgelegt.
      Mein Fazit daher bleibt: ein starkes, wenn auch nicht 100% fehlerfreies Interview wie man es von Politikern nur selten hört.

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      • Stadtmensch sagt

        „Hobby-Agrarwissenschaftler“
        Frau Glöckner hat Moral und „sich diplomatisch ausdrücken“ studiert. Anton Hofreiter ist Diplombiologe und hat im Bereich Botanik promoviert.
        Wissenschaftler erstellen Studien und liefern Indizien, dass die Industrielle LW anfälliger gegen Extremwetterereignisse ist, als die kleinteilige Low-Tech LW. Das wird eben gerade diskutiert:
        https://www.nature.com/articles/nature16467

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Warum wird das diskutiert?
          Man braucht nur in das Gelände gehen um zu sehen, dass BIO Betriebe die selben Dürreschäden haben.

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          • Stadtmensch sagt

            Die sind hingegangen und haben es gemessen.
            Regenerative Landwirtschaft ist etwas anderes, als das was hier als Alternative zur konventionellen LW praktiziert wird.

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      • fingerphilosoph sagt

        Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass bei anorektischen Mädchen – also Mädchen, die hungern – die Menstruation ausbleibt und sie damit unfruchtbar werden.

        Es ist auch wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Anzahl der Beutetiere (die Nahrung) die Anzahl der Räuber (Esser) bestimmt und nicht umgekehrt.

        Menschen können nicht monate- oder jahrelang auf ihr Essen warten, weil sich die Landwirtschaft erst im Nachhinein an die real bestehende Zahl der Menschen anpasst. Es ist umgekehrt: die Nahrung ist vorher da und DESHALB vermehren sich die Menschen wie die Karnickel.

        Es ist nicht dasselbe Problem wie die Frage mit der Henne und dem Ei. Es wird nur so getan als ob, um damit eine ansonsten nicht zu begründende Überproduktion zu rechtfertigen.

        Es ist sachlich nicht korrekt, die Bevölkerungsdichte eines Landstrichs in Bezug auf Umweltbelastung totzuschweigen, wie das in der Diskussion – unter anderem auch hier wieder von Mark und dem Ehemaligen – gemacht wird.

        Auffallend ist überdies, dass die Bauern sich immer dann zur Weltgemeinschaft zählen, wenn sie exportieren wollen, und sich nicht zur Weltgemeinschaft zählen und Beschränkungen fordern, wenn es um billige Nahrungsmittelimporte geht. Das nenne ich mal mit zweierlei Maß messen. Nicht sehr überzeugend.

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        • Mark sagt

          „Menschen können nicht monate- oder jahrelang auf ihr Essen warten, weil sich die Landwirtschaft erst im Nachhinein an die real bestehende Zahl der Menschen anpasst. Es ist umgekehrt: die Nahrung ist vorher da und DESHALB vermehren sich die Menschen wie die Karnickel.“
          Mit Verlaub, das ist Quatsch. Wenn das stimmen würde, hätten wir im reichen Europa oder den vollgefressenen USA die höchsten Bevölkerungszuwächse und und den Hungeregionen die niedrigsten. Das Gegenteil ist aber der Fall.
          „Auffallend ist überdies, dass die Bauern sich immer dann zur Weltgemeinschaft zählen, wenn sie exportieren wollen, und sich nicht zur Weltgemeinschaft zählen und Beschränkungen fordern, wenn es um billige Nahrungsmittelimporte geht“. Trifft dies nur für Bauern zu? Oder findet man eine solche Haltung nicht auch bei Arbeitern, Managern, Rechtsanwälten und Lehrern?

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          • fingerphilosoph sagt

            Logischer Fehlschluss Deinerseits: wenn anorektische Mädchen unfruchtbar werden, heißt das nicht, dass adipöse Mädchen umso fruchtbarer sind. Durch landwirtschaftliche Überproduktion und Sesselhaftigkeit bedingte Fettleibigkeit schränkt die Fruchtbarkeit beider Geschlechter ebenfalls ein.

            Schau Dir die Geschichte der Menschheit an: Drei Millionen Jahre lang war das Bevölkerungswachstum von jagenden und sammelnden Menschen und Menschenähnlichen offenbar kein Problem. Weder in Kalt- noch in Warmzeiten. Kaum wurden die Menschen sesshaft und betrieben Ackerbau, explodierten die Bevölkerungszahlen. Erst recht nach der Einführung der industrialisierten LW. Und jetzt ist schon ein Temperaturanstieg von EINEM Grad offenbar ein Riesenproblem. Die Jäger und Sammler steckten Temperaturunterschiede von ZEHN Grad weg, was in den vergangenen drei Millionen Jahren gleich mehrfach vorkam und für die Erde eigentlich normal ist.

            Die Haltung des mit zweierlei Maß Messens trifft meiner Beobachtung nach tatsächlich verstärkt auf Bauern zu. Bauern glauben nämlich, dass sie innerhalb der Gesellschaft eine Sonderrolle spielen und ein eingeborenes Recht auf allerhand Privilegien wie Dauersubvention und Dürrenothilfe haben, nur weil sie Nahrungsmittel statt Schuhe oder Kleiderschränke produzieren.

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            • Brötchen sagt

              du fingerphilosoph, du lässt den kulturellen Einfluss völlig ausser acht!
              jetzt verrennst du dich etwas.
              letzter Absatz. ..nicht alle bauern nur die heilig gesprochenen…;)
              Grüsse!

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            • fingerphilosoph sagt

              Ich bleibe dabei: Es kann nur so viele Menschen geben, wie ernährt werden (können) und die Nahrung muss vor der Vermehrung zur Verfügung stehen, weil es andersherum nicht funktioniert.

              Wenn es Nahrung gibt, die 100 Menschen mit allen notwendigen Stoffen versorgt, können vielleicht 120 einigermaßen davon leben, die nicht mit allen notwendigen Stoffen versorgt sind, oder 160, die schon deutlich Mangel leiden. Aber es können keine 300 oder 600 oder 6000 oder gar eine immer weiter steigende Zahl von Menschen ernährt werden. Wenn die Menge der Nahrung nicht erhöht wird, ist dadurch die Menge der Menschen begrenzt.

              Die zur Verfügung stehende Nahrung bestimmt über das Bevölkerungswachstum und sonst nichts.

              Im übrigen sind die Religionen und andere kulturelle Einflüsse, die dem Vermehrungskult von Menschen huldigen, eine FOLGE der Landwirtschaft. Es sind Religionen, die im Rahmen der Agrarisierung entstanden sind. Gegenbeispiel ist der Buddhismus. Das ist ein kultureller Einfluss, der die Vermehrung von Menschen bremst, aber die Menschen in buddhistischen Ländern vermehren sich trotzdem. Weil die Vermehrungsrate eben von der zur Verfügung stehenden Nahrung abhängig ist und nicht vom kulturellen Einfluss.

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            • Brötchen sagt

              fingerphilosoph sicher ist das so! aber das ist komplizierter vernetzt und nicht immer gleich laufend. nach unten und oben gibt es einen kulturellen Einfluss, der wird aber dann im extrem begrenzt. es kommen ja noch seuchen und kriege dazu, die wieder Luft verschaffen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „“Die Haltung des mit zweierlei Maß Messens trifft meiner Beobachtung nach tatsächlich verstärkt auf Bauern zu. Bauern glauben nämlich, dass sie innerhalb der Gesellschaft eine Sonderrolle spielen und ein eingeborenes Recht auf allerhand Privilegien wie Dauersubvention und Dürrenothilfe haben, nur weil sie Nahrungsmittel statt Schuhe oder Kleiderschränke produzieren.““

              Bauern haben in unserer Gesellschaft eine Sonderrolle, Bauern produzieren was auch Philosophen wie sie brauchen, nämlich Lebensmittel.
              Bauern haben auch des Recht, auf auskömmliche Preise, gerechte Preise die Subventionen und Nothilfen wegen Trockenheit erübrigen würden.

              Angesichts voller Regale in den Supermärkten ist diese Erkenntnis bei den meisten Bundesbürgern abhanden gekommen.

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            • fingerphilosoph sagt

              Der springende Punkt ist, dass es egal ist, wie kompliziert die Vernetzung ist. Selbst Seuchen, Kriege und Naturkatastrophen haben, langfristig gesehen, keinen merklichen Einfluss aufs Bevölkerungswachstum. Es ist sogar egal, ob Frauen im Durchschnitt 5,8 oder nur 2,4 Kinder haben: das wirkt sich nur aufs Tempo des Wachstumsprozesses aus, beschleunigt oder verlangsamt ihn, aber es bleibt trotzdem ein Wachstumsprozess, der vom Nahrungsangebot gesteuert ist.

              Ich bezweifle sogar, dass Pille und Kondom langfristig das Bevölkerungswachstum regulieren können. Das hat in den letzten 50 Jahren kurzfristig einen Einbruch vergleichbar einer Seuche bewirkt, aber die Bevölkerungszahlen steigen auch in in europäischen Ländern nun wieder an.

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            • fingerphilosoph sagt

              Tja, Ehemaliger, wenn Du mir den Beweis lieferst, dass Du noch ohne Traktor, ohne gekauftes Saatgut, ohne elektrischen Strom Nahrungsmittel über Deinen eigenen Bedarf hinaus produzieren kannst, bin ich bereit, Dir die Sonderrolle zuzugestehen. Sonst nicht.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Gerade weil Bauern über ihren Bedarf produzieren haben sie eine Sonderrolle, aber es ist müßig mit ihnen darüber zu diskutieren, wenn sie nicht einmal die einfachsten Dinge kapieren.

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            • Inga sagt

              „Bauern glauben nämlich, dass sie innerhalb der Gesellschaft eine Sonderrolle spielen und ein eingeborenes Recht auf allerhand Privilegien wie Dauersubvention und Dürrenothilfe haben, nur weil sie Nahrungsmittel statt Schuhe oder Kleiderschränke produzieren.“

              Ja Fingerphilosph,
              wie gut kennst du dich in unserer Volkswirtschaft aus?
              Was ist der Unterschied zwischen lebendigen Nahrungsmittel, die aus der Ökologie stammen
              und Kleiderschränke oder Autos, eben Industrieprodukten, die nicht von der Ökologie abhängig sind?
              Und nicht bei Wind und Wetter wachsen und geerntet werden müssen?
              Leder für Schuhe ist ja auch ein landwirtschaftliches Produkt, wo Leben für gegeben wird!
              Textilien, wie Lein und Baumwolle wachsen ja auch auf dem Feld!

              Und wenn du Verbraucher ihnen den ehrlichen Preis, den der Wert der landw. Produkte widerspiegelt gönnst, dann brauchen sie keine Subventionen wie Bauer Willi so oft deutlich gemacht hat.
              Und mit dem Tipp, eine Ernte wachsend im Feld,
              eine auf dem Boden oder Lager
              und eine als Gegenwert auf dem Bankkonto, dann könnten sie auch mal ein Jahr so eine Dürre aushalten wie jetzt!
              Ein Bauer muß neben Agrarier, Biologe, Mechaniker und Genetiker auch Kaufmann sein!

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            • Inga sagt

              Ja, Brötchen,
              der Fingerphilosoph lebt noch in der Steinzeit,

              aber Recht hat er auch,

              wenn alle so wirtschaften würden, dann gäbe es weniger Menschen auf der Erde und ihrer Ökologie ginge es besser!

              Wenn jeder Landwirt so wirtschaften würde, dann wäre der Fingerphilosoph und natürlich andere doch schon längst verhungert, oder gar nicht auf der Welt?

              Es sei denn, seine Eltern hätten auch so einen kleinen Betrieb für den Eigenverbrauch vererbt und ihm dessen Bewirtschaftung beigebracht, dann könnte er auch so wirtschaften!

              Will er das?
              Macht das seine Frau und Kinder auch mit?

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            • Mark sagt

              „Bauern glauben nämlich, dass sie innerhalb der Gesellschaft eine Sonderrolle spielen und ein eingeborenes Recht auf allerhand Privilegien wie Dauersubvention und Dürrenothilfe haben, nur weil sie Nahrungsmittel statt Schuhe oder Kleiderschränke produzieren.“
              Oh ja, diese Bauern, alles üble Gesellen, man sollte sie verbieten und die unheilbringende Landwirtschaft gleich mit.

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            • fingerphilosoph sagt

              Ich habe den Blog hier so verstanden, dass es die Bauern sind, die Lösungen für ihre zum Teil existenziellen Probleme suchen, und nicht die Philosophen, die ja keine Philosophen wären, wenn sie existenzielle Probleme hätten. Die brauchen ja nur ein Fass und jemanden zu dem sie sagen können: „Geh mir aus der Sonne“.
              Wenn es so sein sollte, dann muss auch über alles gesprochen werden dürfen, ohne dass gleich die beleidigte Leberwurst herausgekehrt wird. Nettsprech und Lobhudelei haben noch nie jemandem genutzt.

              Offensichtlich ist es doch so, dass im Mainstream gerade ein Bewusstsein heranwächst, dass Landwirtschaft für die Umwelt problematisch ist. Lest doch mal die Kommentare in der ZEIT zur Dürrenothilfe, da ist das, was ich hier schreibe, noch ziemlich freundlich.

              Androhungen von Hungersnöten von einem Berufsstand, der existenziell am Tropf von Subventionen hängt, sind garantiert nicht zielführend. Das ist so, wie wenn der an fünfzig Schläuche angeschlossene Patient im Krankenbett dem Arzt droht, dass der Arzt in die Röhre gucken wird, wenn er, der Patient, jetzt sein Bett nehmen und gehen würde. In gewisser Weise stimmt das schon, aber jeder weiß, dass solche Drohungen doch nur Ausdruck von Ohnmacht, Abhängigkeit und Hilflosigkeit sind.

              Ja, die Bauern produzieren Nahrungsmittel, aber diesen unbestreitbaren Vorteil haben sie nicht genutzt, um ihre Selbständigkeit zu bewahren. Beobachten kann man genau das Gegenteil. Nämlich, dass der freie und selbständig wirtschaftende Bauer eine pure Illusion ist. Den Bauern wird doch so gut wie jeder Handgriff vorgeschrieben.

              Vielleicht haben die Bauern ihre Selbständigkeit verloren, weil sie Tieren und Pflanzen die Selbständigkeit genommen haben. Wenn das denn so wäre, wäre das nicht allein ein Problem der Bauern, sondern ein gesamtgesellschaftliches, da unsere ganze Zivilisation auf Landwirtschaft beruht, und jeder Einzelne von einem Supra-Gebilde namens Staat immer mehr gegängelt wird.

              Der Einzelne muss sich immer mehr kontrollieren lassen und sich immer mehr zurücknehmen und sich Egoismus vorwerfen lassen, weil wir immer mehr Menschen mit einem immer größeren Impact werden. Was das Bevölkerungswachstum angeht, spielt die Landwirtschaft die entscheidende Rolle. Ungezügeltes Bevölkerungswachstum ist eben doch kein Vorteil, wie das in den agrarischen Gesellschaften gepredigt wurde. Tja, und das wird man wohl mal sagen dürfen.

              Ich glaube, wenn die Bauern ihre Selbständigkeit zum Zentrum ihres Wirtschaftens gemacht hätten, wäre es nie soweit gekommen, dass ein Bauer heute 150 andere Personen miternährt. Das ist nur möglich, weil der Bauer seine eigene Selbständigkeit nie wichtig genommen und nie verteidigt hat. Schon bei Hesiod finden sich Textstellen, die sich so deuten lassen.

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            • Stadtmensch sagt

              Fingerphilosoph wieder ziemlich laut heute in seiner Tonne 😉
              Der mit dem Krankenbett ist gut, aber ich glaube du unterschätzt die Bauern.
              Es muss Agrarunternehmer heißen. Neulich durfte ich einen kennen lernen, der hier in der Nachbarschaft unheimlich viele Immobilien gekauft hat. Unter anderem eine Brachfläche, die wir rotzfrech einfach in unseren Gemeinschaftsgarten integriert hatten. Alle Bäume hat er da abholzen lassen und jetzt diese Jahrhundertdürre…
              Merkliche Verschlechterung des Mikroklimas. Zaunkönig weg…
              Jedenfalls musste er uns noch mitteilen, dass er zigtausend ha Agrarland und tausende ha Wald und Millionen m² Bauland besitzt. Hätte nichts dagegen, wenn sich solche Leute mal bissel zurück nehmen würden.

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            • Mausschubser sagt

              Naja so wie Automobilindustrie und andere große Betriebe auch. Wer ist denn heute noch wirklich selbstständig in unserer Gesellschaft? War es der Mensch jemals?
              Tatsache ist hier in Deutschland auch, dass wir ziemlich viel Aufwand in die Erhaltung unserer Bevölkerungszahl stecken. Also hängt es nicht nur von dünnen oder dicken Mädchen ab. Vielleicht gibt es noch ein paar andere Faktoren, als nur das Nahrungsangebot, warum es Gesellschaften mit sehr vielen oder sehr wenigen Kindern gibt.
              Die gewaltigen Temperatur Unterschiede im Klima haben auch dazu geführt, dass zeitweise große Gebiete vom Menschen nicht mehr besiedelt waren. Vielleicht haben die Menschen dies damals friedlich gelöst und sind enger zusammen gerückt oder es hat, wie in der Natur üblich, der Stärkere das Problem für sich gelöst. Und möglicherweise war eine verhältnismäßige Überbevölkerung auch der Auslöser mit dem Ackerbau anzufangen.

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            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Zitat fingerphilosoph

              „“ Lest doch mal die Kommentare in der ZEIT zur Dürrenothilfe, da ist das, was ich hier schreibe, noch ziemlich freundlich.““

              Da haben sie sicher recht, Abschaum, solche Menschen die nichts auf die Reihe brachten, ziehen durch die Kommentare und lassen ihrem Frust freien Lauf. Dabei sind Landwirte gerne eine bevorzugte Zielscheibe, die haben Eigentum, der Reichtum in Person in deren Augen.

              Leider sind diese Idioten nicht alleine, auch Politiker und die meisten Medien spielen mit, obwohl bei den Medien ein kleiner Schwenk zur Realität erkennbar ist.

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        • bauerhans sagt

          „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen“

          dass menschen mehr nachwuchs haben,desto weniger wohlstand (auch das tägliche essen) sie haben und umgekehrt.

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          • fingerphilosoph sagt

            Der springende Punkt ist, dass eben dieses Phänomen eine Agrargesellschaft kennzeichnet, und das hat damit zu tun, dass der Mensch das Nahrungsangebot selbst erweitern kann.

            Eine für 100 Personen ausreichende Nahrungsmenge wird aufgrund der Vermehrung auf 150 verteilt, was bedeutet, dass nur noch fünfzig Personen ausreichend und 100 Personen mangelernährt sind. Um die Situation der 100 Mangelernährten zu verbessern, wird landwirtschaftlich mehr produziert. Das führt nun nicht dazu, dass 150 Personen ausreichend ernährt werden, sondern zur weiteren Vermehrung mit dem Ergebnis, dass vielleicht fünfundsiebzig Personen ausreichend ernährt werden und 225 Mangel leiden, während die Bevölkerung insgesamt auf 300 angestiegen ist. Und so weiter und so fort. So produziert Landwirtschaft aufgrund der Möglichkeit, mehr Nahrungsmittel zu produzieren, eben auch mehr Mangel. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat es 800 Millionen Hungernde oder Mangelernährte gegeben. Vor 150 Jahren hat es insgesamt gerade mal so viele Menschen gegeben, von denen 8 bis 10 Millionen gehungert haben.
            Man kann sich schon mal fragen, was schlimmer ist: 8-10 Millionen Hungernde oder 800 Millionen Hungernde.

            Also bauerhans, was Du sagst, ist kein Argument für die Landwirtschaft, sondern entpuppt sich bei näherer Untersuchung als Argument gegen die Landwirtschaft.

            0
        • Alois Wohlfahrt sagt

          Oh ja, das habe ich damals im Jägerkurs auch gelernt. Die Population der Beutetiere entscheiden über das Schicksal des Beutegreifers.

          0
          • Mausschubser sagt

            Man sollte in diesem Satz „Population der Beutetiere“ durch „Nahrungsangebot“ ersetzen, dann wäre stimmiger. Sonst gibt der Satz nur eine romantisierte Vorstellung von Natur wider.

            0
    • Inga sagt

      Du bist kein studierter Agrarier Fingerphilosoph,

      „Es ist erstens nicht wahr, dass die deutschen Bauern bzw. die EU-Bauern künftig zwei Milliarden Menschen mehr ernähren müssen. Wenn, dann muss das die Weltgemeinschaft leisten.“

      Wie ich das verstanden habe, ging es um Züchtung ertragsreicheren Sorten weltweit!

      (Vielleicht hat sie noch umwelt- und standortgerechte Anbaumethoden gemeint, eben Nachhaltigkeit!)
      (Bauer Willi kann da mehr zu sagen!)

      Und die werden zur Bekämpfung des Hungers weltweit angebaut und werden dann 2 Milliarden Menschen mehr ernähren mit Erntesicherung und Nachhaltigkeit!.

      Hast du noch nie etwas von internationalen Landwirtschaft gehört?

      Frau Slomka bestimmt auch nicht, aber Frau Klöckner mit Sicherheit!

      0
  7. Bauer Fritz sagt

    Bei den vielen Hobby-Agrarwissenschaftlern hat man den Eindruck, deren Vorstellung wie Landwirtschaft geht, stammt von IKEA. Da bastele ich mir so einen Billy-Schrank und wenn´s nichts wird oder Teile übrigbleiben, kann man das Ding immer noch als Fahrradständer benutzen. Und nächstes Jahr wandert dann ohnehin alles in den Müll, weil da gibt bei Ikea ja schon wieder was Neues zum zusammenschrauben.

    Genauso hört sich das an, wenn die Reserve-Experten etwa von Pflanzenzüchtung reden.

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  8. Cord sagt

    Was haben die Landwirte und Jogi Löw gemeinsam: 80 Mio. Experten.
    Das große Problem was ich sehe: Der Bauerverband braucht einen eloquenten Sprecher wie z. B. Prinz zu Löwenstein, die – und das muss man leider so sagen: Ihre Politik sehr medienwirksam vertreten. Das haben wir „Normalos“ in Monent nichts gegenzusetzen. Wo sind die Blocks wie die von Bauer Willi? Wir haben nicht viele davon. Die andere Seite tönt auch unendlich vielen Hörnern und irgendwann glauben das die Leute.

    Außerdem glaube ich dass Frau Klöckner das beste ist, was der Landwirtschaft in Moment passieren kann. Endlich jemand der nicht nur intelligent ist und reden kann – sondern auch jemand der medial gut rüber kommt.

    Und darum geht es anscheinend nur noch in dieser scheinheiligen Welt. Das müssen auch die Bauern begreifen.

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    • Bauer Willi sagt

      Stimmt. Aber warum hat der DBV einen solchen Sprecher nicht? Ich will ja nicht angeben, aber bei mir waren in 10 Tagen drei Fernsehteams auf dem Hof. Und alle haben fair berichtet.

      Wenn wir Landwirte unseren Interessensvertretungen nicht Dampf machen, wird sich nichts ändern. Seit der Forderung von Rukwied ist niemand mehr vom DBV in Erscheinung getreten. Das ist nicht gut.

      Frau Klöckner hat mit ihrer sympathischen Art eine tolle „Werbung“ für die Landwirtschaft insgesamt gemacht, ohne jemanden zu verprellen. Und ich glaube, sie meint es ehrlich. Das ist so erfrischend und macht Mut.
      Bauer Willi

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      • Mark sagt

        Was die Bauern bräuchten, wäre ein professionelles Hauptamt, das sich mit den wichtigen Themen in der öffentlichen Dikussion (z.B. Tierwohl, Insekten, Klimaschutz, Nitrat, Pflanzenschutz etc.) aktiv auseinandersetzt und in die Diskussion mit hoher Fachkompetenz eingreift und medial umsetzt. Statt dessen beschäftigen sich diese Leute(die ja schon da sind) mit der peniblen Aufbereitung langweiliger Buchführungsergebnisse für den Situationsbericht, den kein Mensch interessiert. Werden Agrarexperten gefragt, stehen Leute von den Grünen oder von Greenpeace der Presse zur Verfügung. Das sagt alles.

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  9. Eichhof sagt

    Jeder , auch Frau Slomka, kann über konventionelle Landwirtschaft, Glyphosat oder CO 2 Ausstoß mitdiskutieren. Am Besten ist, man lässt diese Experten einmal Gerste, Weizen, Roggen und Hafer bestimmen, dann merkt man ganz schnell wie groß das „Wissen“ dieser Experten ist.

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    • Paulus sagt

      @Eichhof
      Na ja, selbst als „interessierter“ Laie kommt man da schon mal ins Schleudern. Bei z.B. Grannenweizen und Triticale stand ich, ehrlich gesagt, auch auf dem Schlauch. Zum Glück kann man ja fragen und Schwupps hat man wieder was dazugelernt.

      Selbsternannte Experten und halbgebildete Allroundwissenschaftler fragen nicht. Dem stehen allzu oft die Ideologie und das dümmliche Ego im Weg. Viel schlimmer noch, sie interpretieren bestimmte gesicherte Erkenntnisse, ohne diese verstanden zu haben in ihrem Sinn. Diese Dame von den Grünen, mit dem schönen Vornamen Annalena, hat es z.B. in Sachen Energiewirtschaft an die Spitze gebracht.

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      • Bauer Willi sagt

        Die Reporterin von Frontal 21 fragte „Was ist denn das Grüne hier“. Meine Antwort: Das sind Rüben. Ihre weitere Frage: „Futterrüben?“. Meine Antwort: nein, Zuckerrüben, aus denen wird der Zucker gemacht.

        Geht doch: einfache Frage, einfache Antwort. Innerlich habe ich mit dem Kopf geschüttelt, äußerlich bin ich weiter nett geblieben. Halt so, wie Du mich kennst… 🙂

        Danke auch, dass Du mich vor dem Liberalen in Schutz genommen hast.
        Du bist (doch) ein guter Mensch 🙂

        Bauer Willi

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        • Inga sagt

          also weiß die Reporterin von Frontal 21, dass es zweierlei Rüben im Anbau gibt? Oder wusste sie nur nicht, dass Rüben für Zucker da sind!
          Da wo ich aufgewachsen bin gibt oder gab es mehr Futterrüben (Runkeln, Dickwurzel,( Gemies (Gemüse) im Dialekt meiner Großeltern)) als Zuckerrüben.
          Wenn die Reporterin auch da aufgewachsen ist?

          Da wo mein Mann aufgewachsen ist, gibt es Rüben (Zu-Rüben) und Dickwurzel!

          0
  10. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin,ich halte es wie Willi, kein Kommentar zum “ schönen “ Anton. In unserer aktuellen Bauernzeitung, ist heute ein Interview mit F.Ostendorff von den Grünen abgedruckt, wo er sich unter anderem auch zu Frau Köckner äußert. Hier ein kurzer Auszug.
    „Sie gelten als kritisch gegen über dem Bundeslandwirtschaftsministerium?
    Er. Ohne Zweifel verhilft Ministerin Klöckner dem Thema Landwirtschaft und Ernährung mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrer positiven Ausstrahlung zu einer wesendlich höheren öffendlichen Aufmerksamkeit als Ihr Vorgänger. Das kann ich nur begrüßen,nachdem es insbesondere die letzten vier Jahre ganz anders war.
    Die Ministerin hat eine starke Präsenz. Es gibt kaum eine landwirtschaftsbezogene Veranstaltung in Berlin , an der Sie nicht teilnimmt, kaum ein Verband, mit dem sie sich noch nicht getroffen hat.
    Wiederholt hat sie uns Abgeordneten zum Gespräch zur Verfügung gestanden.Klöckner spult ein enormes Arbeitspensum ab. Ich respektiere das“.

    2
    • Annick sagt

      Der Anton sollte den Landwirten vielleicht mal erklären, was er unter dürreresistenten Pflanzen versteht, die mit Wetterextremen klar kommen, also auch Jahren mit Dauerregen. Ein Widerspruch jagdt den nächsten.
      Frau Köckner fand ich im Interview sehr gefasst und sachlich.

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  11. Der Brandenburgbauer sagt

    Moin, unsere neue Landwirtschaftsministerin wird mir immer sympatischer.
    Die Winzerstochter aus Rheinland-Pfalz hat mit sehr viel Sachverstand, der Frau Slomka gezeigt wo der Hammer hängt. Ruhig und freundlich hat Sie der Slomka einen doppelten KO-Schlag versetzt der gesessen hat. Sie hat unseren Berufsstand, mit Ihrer nachvollziebaren Argumentation,
    gegen Frau Slomka sehr ordendlich vertreten. Diese Reporterin brauchte einmal so eine Ansage.

    8
  12. Klemens Koessler sagt

    Frau Slomka vertritt ihre persönliche Meinung öfters als Tatsache.
    Dadurch entstehen Fakenews.

    11
  13. sonnenblume sagt

    Frau Klöckner hat eine neutrale Haltung eingenommen, so wie man es von einer Bundesministerin erwarten darf. Sie vertritt schließlich alle Landwirte in Deutschland und nicht nur eine Gruppe. Wie sie ihre Arbeit gestallten wird, müssen wir abwarten. Zumindest sollte man hoffen, das sie beide Formen gleichberechtigt behandeln wird, auch wenn sie eine Weiterentwicklung in der K. L. anstrebt. Ihre Standfestigkeit der öffentlichen Meinung gegenüber lässt jeden falls hoffen.

    3
    • Mausschubser sagt

      Falsch ist sie als Vertreterin der Landwirte zu verstehen. Sie hat die Leitung des Landwirtschaftsministeriums. Als solche muss Sie die Interessen der Politik im Bereich Landwirtschaft umsetzen.

      0
  14. Mark sagt

    Julia Klöckner hat ein starkes Interview abgegeben. Ich habs live gesehen und war sofort positiv überrascht.

    10
    • Inga sagt

      Sie hat früher in ihrem elterlichen Familienbetrieb viel mitarbeiten und -denken müssen! Sie kommuniziert bestimmt noch viel mit ihrem Bruder und weiß wie es in der Landwirtschaft vor sich geht“

      Da kann sie über einen landw. Betrieb ganz anders urteilen, als irgendein Politiker wenn auch mit Biologiestudium, aber davon keine Ahnung hat.

      Und sie hat Respekt vor der Landwirtschaft und will sie nicht bevormunden, wie andere die glauben was besseres zu sein!

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