Bauer Willi
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Die WDR-Beiträge vom 22.08.2018

Wer es nicht gesehen hat, hier der Beitrag von 18:45 Uhr bei aktuelle Stunde. Leider wurden einige „knackige“ Sätze nicht übernommen. Geht aber so in Ordnung.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/aktuelle-stunde/video-erntebilanz—gibts-duerre-hilfen-fuer-die-bauern-100.html

Jetzt noch der Beitrag von WDR aktuell zur Dürre-Hilfe. Leider fehlt auch hier der Satz, den ich gerne im Beitrag gesehen hätte und der lautet „Was mir gewaltig auf den Zeiger geht ist die Tatsache, dass jetzt alle auf der Dürre ihr ideologisches Süppchen kochen“ Ansonsten bin ich zufrieden weil nichts verdreht wurde. Und das ist nicht selbstverständlich…

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/wdr-aktuell/video-bundes–und-landesregierung-beschliessen-finanzhilfen-fuer-bauern-100.html

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22 Kommentare

  1. Hans-Günter Felser sagt

    Zunächst einmal ein Bravo an Willi, dass Interview ist fair rübergekommen, auch wenn einige Spitzen geschnitten wurden.
    Ich trage den Gedanken mit, die Subventionen ganz zu streichen (die sind entwürdigend!) und lieber ehrbare und faire Preise zuzulassen.
    Dafür müssen die Lobbyisten, die das verhindern, mal was auf die Pfoten kriegen.
    Ich als Konsument rühre da gerne in dieser Suppe und im Sinn von Willi mit. Das Feindbild „der Konsument“ ist da der falsche Adressat.

    Auch eine Dürre- bzw. demnächst eine Hochwasserhilfe in Form von reinen Auszahlungen lehne ich ab. Soll sich versichern, wer da Sicherheit haben will. Oder aber seinen Betrieb auf solche Eventualitäten einstellen. Sie werden sich häufen, gar keine Frage.
    Es kann keinen klar denkenden Menschen geben, der Klimaanomalien in dieser Konzentration nicht als menschengemacht oder stark -beeinflusst einschätzen kann.
    Es wird schon sehr bald wieder zu solcher Dürre, auch zu Starkregen kommen. Sind die Äcker darauf vorbereitet? Oder macht sich bald der Boden vom Acker?

    Die „Ernteausfälle“ werden derweil anhand von Optimal-Ernteerwartungen berechnet. Alles, was keine Maximal-Ernte ist, ist Minderertrag und Ernteausfall. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen! Früher hieß das, „dieses Jahr war der Ertrag bei Weizen sehr gut/ schlecht“, auf die Idee, Hilfsmaßnahmen anzufordern, wäre man nicht gekommen. So ändert sich das Denken.

    Zur kleinen Erheiterung habe ich hier mal was von heute Morgen aus dem Radio rausgesucht, es ist On-Topic. Es ist der Versuch, der Situation doch noch was Heiteres abzugewinnen. Aus Satire Deluxe, einem Format von WDR5: Das „DDT“ = Deutsches Dürre Telefon, die Hotline betrieben vom Bauernverband, nimmt Meldungen über Totalausfälle entgegegen. Wohlgemerkt, es ist Satire. So wie in diesem Beitrag geht es ganz sicher nicht zu, oder? Vom Beitrag empfehle ich die Sequenz 13:30 bis 18:15 anzuhören. Allen ein schönes Wochenende!
    https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-satire-deluxe/index.html

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  2. Eckumfan sagt

    Hallo Willi,
    es wäre zwar sehr wünschenswert, wenn das Geld, das man durch Subventionsverzicht beim Steuerzahler ließe, über die Zahlung höherer Verbraucherpreise trotzdem beim Landwirt ankäme. Allerdings braucht man sich diesbezüglich wohl kaum Illusionen hinzugeben. Wenn es nicht für Urlaub oder Konsumgüter ausgegeben würde, dann würde der Handel es sich spätenstens in die Tasche stecken. Ich glaube kaum, das beim Bauern davon etwas ankäme.

    Ich sehe nur einen Weg: aufklären, aufklären, aufklären, Fakten, Fakten, ehrliche Fakten! Das erste, was die Kinder in den Schulen über Landwirtschaft hören sind Begriffe wie „Pestizide“ (eigentlich Pflanzenschutz- oder noch besser Pflanzenarzneimittel wie ein kluger Mann es vorschlug, „Gentechnik“ (im Sinne von Frankenstein), „Massentierhaltung“, „Monokulturen“, mit „Gülle verseuchte Böden“, etc. Damit ist der Grundstein für die Stimmung gegen die Landwirtschaft angelegt. Was der Lehrer erzählt wird schließlich nicht hinterfragt, das stimmt! Dass die Kinder beigebracht bekommen, dass neben ihrem allmorgentlichen Schulweg die Frühstücksbrötchen wachsen, davon ist man weit entfernt. Aufzuklären heißt zwar dicke Bretter bohren, aber ich sehe keine andere Chance! Das Ganze muß möglichst kontrolliert einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Deinen Ansatz im Internet finde ich sehr gut und er muss auf jeden Fall fortgesetzt werden. Ich denke aber, das unsere Interessensvertretung diesbezüglich auch mal flott gemacht werden muss. Sie muss sich einfach wehren und in die Diskussion einschalten, wenn wieder Blödsin übers Insektenverschwinden, über Nitratgehalte im Grundwasser, über Subventionen, über Glyphosat u.v.a.m. verzapft wird. Doch dann hört man vom DBV nichts! Wie man das bewerkstelligen kann, weiß ich derzeit auch noch nicht, allerdings arbeite ich gedanklich daran. Vielleicht sollte man über den Blog hier mal Vorschläge sammeln, wie man eine breiter angelegte Kampagne starten könnte?!

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    • Bauer Willi sagt

      Hallo Eckumfan
      halte gerade das zweite Exemplar eines Erdkunde-Schulbuches (Westermann-Verlag) in der Hand, an dem ich mitgearbeitet habe. Gymnasium 7. und 8. Klasse. So kann es gehen und so muss es gehen. Warum fragen die nicht den DBV? Und warum fragt der DBV nicht die Schulbuchverlage, ob sie mitwirken können?

      An unseren Interessenvertretern arbeite ich mich nicht mehr ab. Dafür setze ich meine Energie lieber woanders ein. Eine nüchterne Erkenntnis nach über drei Jahren Bauer Willi. Wenn Du eine Idee hast, setze die gerne um. Den Leserbrief in der RP habe ich gelesen und finde den sehr gut. Aber es sind zu wenig Bauern, die sich engagieren.
      Bauer Willi

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  3. Gerhard Hofmann sagt

    Immer öfter hört man jetzt die Behauptung, dass die Bio Bauern besser mit der Trockenheit klar kommen. Z.B. gestern im heute journal (zdf): „Bio Bauern kommen besser mit der Trockenheit klar, da sie andere Sorten anbauen“ sagte da die Moderatorin im Interview mit Julia Klöckner.
    Stimmt das ? Fakten, Datenlage?

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Hört man, hört man,
      ich habe auch gehört, dass BIO Betriebe Futter aus konventionellen Betrieben – wegen der Trockenheit – zukaufen dürfen.

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    • Bauer Fritz sagt

      Der Brief eines Biobauern, der heute hier zu lesen ist (https://www.bauerwilli.com/klare-gruene-worte-danke/) zeigt wohl deutlich, daß dem nicht so ist – in Wirklichkeit.
      Man wird ja dann vermutlich auch genaueres sagen können, wenn die Anträge um Hilfe eingegangen sind, ob es da wirklich wahrnehmbare Unterschiede gibt, oder ob da wieder mal ein mediales/politisches Narrativ aufgebaut wird, daß nicht der Realität entspricht.

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  4. Liberaler sagt

    Ist es Dummheit, Ignoranz oder mangelnde soziale Kompetenz?
    „Wenn das Steuergeld bei dem Bürger lässt, können die auch mehr für die Produkte zahlen“
    B.W. sollte dies auf den Marktplätzen in den sozialen Brennpunkten im Ruhegebiet verkünden. Auch auf diese Weise könnte man den loswerden. 😉

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    • Paulus sagt

      Im Ruhegebiet würde ich es riskieren, da muckt keiner mehr auf.
      Im Ruhrgebiet könnte es schon eher zu unfreundlichen Reaktionen führen.

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    • Bauer Willi sagt

      Subventionen sind Steuergeld. Wenn der Bürger die Steuern nicht mehr zahlen muss, aus denen die Subventionen gespeist werden, hat er mehr Geld in der Tasche. Davon könnte er faire Preise für Lebensmittel bezahlen. Verstehe nicht, was daran falsch ist.

      „Auf diese Weise könnte man den loswerden“. Ist das ein Aufruf zur Lynchjustiz oder wer ist mit „den loswerden“ gemeint?
      Bauer Willi

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      • Liberaler sagt

        Subventionen sind wirtschaftspolitische Eingriffe in das Marktgeschehen, mit denen ein bestimmtes Verhalten der Marktteilnehmer gefördert werden soll.

        Die Dürrehilfe ist genau keine Subvention.
        Der Arme zahlt keine Einkommenssteuer sondern nur Verbrauchssteuern. Die Abschaffung von „Subventionen“ würde alse dem Wohlahabenden am meisten helfen und den Armen belasten. Dann müsste wieder die Sozialhilfe angehoben werden, damit er satt wird.
        Ich dachte immer: „Wir machen euch satt“ …
        Das ganze ist ohnehin nicht durchdacht, weil höhere Preise in D eine Sogwirkung auf internationale Märkte hätte.
        Fazit: B.W. hat das Image der Bauern weiter geschädigt. Mit Forderungen nach hohen Preisen macht man sich keine Freunde.

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        • Schmeckt gut sagt

          Liberaler, hör auf hier so rumzuzicken und insbesondere persönliche Angriffe zu fahren – die sind nur noch peinlich. Mach ganz einfach umsetzbare Vorschläge. Vielleicht hast du ja interessante Ideen – bin gespannt 😉

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          • Ich seh das so sagt

            Wird nix kommen – wetten …
            Er hat keine 10 Gebote der reinen Wahrheiten, von denen er aber so tut als sei er der Agrar-Moses. Er hat keinen Blog auf dem man von ihm etwas von diesen weltumspannenden Weisheiten nachlesen kann. Er sagt auch hier nichts. Und er wird nicht mal 1 (in Worten EINEN) Artikel hier schreiben, wo er den hier Diskutierenden und in seinen Augen in jeder Hinsicht Minderbemittelten so richtig die Welt erklärt.
            Nicht mal, wenn er Bauer Willi dadurch so richtig zeigen könnte wie geistig und argumentativ überlegen er ihm doch ist.

            Bis zum Beweis des Gegenteils also ein Labertasche – neudeutsch Powertalker. Kann man aber hier gut damit umgehen.

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            • Der Brandenburgbauer sagt

              Moin. meine Meinung, wer so aggresiv angreift wie er,einfach ignorieren, Brötchen alter Landsmann von Deiner Meinung bin ich enttäuscht! Oder ich verstehe nich worauf Du hin willst

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            • Liberaler sagt

              Nun, Bauer Willi stellt seine Fernsehbeiträge zur Diskussion und das passiert. Ich soll als Labertasche nun ein Konzept vorlegen und beweisen, dass ich B.W. überlegen bin. Ich bin ihm sicher nicht überlegen und er hat einen Berufs und Lebensentwurf für sich entwickelt, wo ich nicht mithalten kann. Ich werde von 400€ gesetzlicher Rente leben müssen und von dem was der Hof abwirft. Möglicherweise oder wahrscheinlich bin gesundheitlich dem B.W. so unterlegen, dass ich nicht mal bis zur Rente komme.

              Will sagen, besonders Ältere sollte mehr Demut und Dankbarkeit ausstrahlen wenn man so noch im Alter rum spuken kann.

              Ein Konzept nun also: Wenn eine Bedürftigkeit nachgewiesen ist und 30% Minderertrag nachgewiesen ist, kann man die Nothilfe beantragen wie die Ministerin es sagt. Hier braucht man kein neues Konzept.

              In der öffentlichen Darstellung muss man aufpassen den unteren Bevölkerungsschichten nicht vor dem Kopf zu stoßen, indem man eine Geiz ist geil Mentalität unterstellt etc.. Gerade die „nicht Intellektuellen“ sind die besten Kunden wenn es darum geht die Überschüsse an Zucker oder Schweinefleisch abzubauen, und dafür geben sie den letzten € an der Aldikasse ab.
              Dies von mir was ich mir an Konzept während des Schreibens ausgedacht habe. Vielleicht führt es zum Nachdenken.

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      • Stadtmensch sagt

        2/3 der Haushalte verfügen über ein Nettoeinkommen von um die 900 bis 3600 Euro monatlich. Die zahlen praktisch „nur“ Verbrauchssteuern. Der Mehrwertsteuersatz auf Lebensmittel ist sowieso schon gesenkt.
        https://www.bpb.de/nachschlagen/datenreport-2016/226220/nettoeinkommen

        Warum soll der Staat auf Einnahmen verzichten, wo doch bei den ererbten Vermögen, den völlig aus dem Ruder gelaufenen Spitzengehältern und immer schneller wachsenden riesigen Vermögen Weniger, so viel zu holen ist?

        Das hat nichts mit Neid zu tun. Das Korrektiv heißt schon lange „Geld drucken“, aber die daraus folgende Inflation usw…
        Zum Glück haben wir wenigstens Null-Zins, da können die Gravitationszentren der Geldströme an ihrem Zaster ersticken. Kaufen können sie dafür nix – wenn es nicht ein paar Milliarden für Firmenübernahmen sind.

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      • Arnold Krämer sagt

        Steuerzahler und Verbraucher von Lebensmitteln sind nur identisch bei der Belastung mit Umsatzsteuer, sonst aber nicht. Wenn die Subventionen der EU wegfielen – den Mut dazu bringen die Politiker aber nicht auf, und die Verbände der Bauern wollen es nicht – würden die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise in der EU ansteigen. Bisher sind die Subventionen ja von den Kunden der Landwirte (Schlachthöfe, Molkereien, Kartoffelverarbeiter u.a.) eingepreist. Der Endverbraucherpreis würde für Alle steigen, aber nur in einem geringen Ausmaß, weil bei den allermeisten Endprodukten der Rohstoffanteil (das, was die Bauern produziert und verkauft haben) kostenmäßig mittlerweile weit unter 30 % liegt.
        Aber Nahrungsmittel müssen billig sein für alle, insbesondere auch für die, die keine oder kaum Einkommensteuer zahlen.

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      • Salamander sagt

        Der Denkfehler liegt darin, dass der Bauer seine Produkte nicht an den Staat verkauft, sondern an den LEH. Wieso sollte der LEH den Bauern mehr zahlen, wenn diese keine Subventionen mehr bekommen? Die Bauern müssen die höheren Preise beim LEH durchsetzen, und wenn sie das mit Subventionen nicht schaffen, dann ohne Subventionen doch erst recht nicht. Und wenn die Preise tatsächlich steigen sollten, schöpft der LEH den Rahm ab. Ich glaube nicht, dass man das Problem mit der LW durch Abschaffung von Subventionen lösen kann.

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        • Bauer Willi sagt

          Doch, geht. Streichung der Subventionen EU-weit. Kontrolle der Importe durch Anlegen europäischer Normen. Alles bis ins Detail durchgeplant.

          Wenn ich Kanzler werde, werde ich das so umsetzen 🙂
          Bauer Willi

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        • Arnold Krämer sagt

          Der Bauer verkauft nur in den seltensten Fällen an den LEH. Er verkauft an den Viehhändler, die Molkerei, den Schlachthof. Das sind seine Kunden. Die bezahlen ihn. Warum wird das immer wieder falsch dargestellt? Wenn man schon nicht richtig analysiert, kann man auch nicht die richtigen Konsequenzen ziehen.

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