Bauer Willi
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Halbierung der Tierhaltung in Deutschland

Viele Umweltverbände fordern eine Halbierung der Tierbestände in Deutschland. Sie beziehen dies vermutlich nur auf die Nutztierbestände und nicht auf Tiere, die zum Vergnügen der Menschen unter oft prekären Verhältnissen in Häusern gehalten werden.  Folglich sollte die Forderung zur Halbierung der Bestände auch auf sogenannte “Haus”-Tiere ausgedehnt werden.

https://www.zzf.de/presse/meldungen/meldungen/article/trend-zum-heimtier-haelt-auch-2020-an.html

Zitat: “Dabei beliefen sich die Umsätze für Fertignahrung auf 3,460 Milliarden Euro”.

Wieviel davon ist Fleisch? Rund 1 Mio. Tonnen.

https://www.tagesspiegel.de/politik/haustierboom-in-der-coronakrise-hunde-und-katzen-sind-klimakiller/26992320.html

Zitat: “Laut einer Studie der Technischen Universität Berlin vom August 2020 ist ein 15 Kilogramm schwerer Hund, der 13 Jahre lang lebt, für 8,2 Tonnen CO2-Ausstoß verantwortlich. Das entspricht etwa 13 Flügen von Berlin nach Barcelona. Zum Vergleich: Ein Mensch, der in Deutschland lebt, produziert pro Jahr 12,5 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases. Empfohlen werden zwei Tonnen jährlich.

 Zudem sind Hunde und Katzen keine Nutztiere. Sie liefern weder Milch noch Eier noch Fleisch noch Fell. Ihr Kot dient nicht als Dünger, sondern muss entsorgt werden. Dafür werden Plastikbeutel benötigt, Katzenstreu und unendlich viel Wasser.”

Frage: Wer sagt es dem Bürger? Und wie setzen wir es um? Durch Verbote?

“Da müsste sich doch die Politik drum kümmern”. Wird sie aber nicht tun….

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76 Kommentare

  1. Tobias sagt

    Toller Nebenkriegaschauplatz zur Selbstbeschäftigung hier. Man sucht ein Übel um ein anderes zu relativieren. Im Wechselspiel. Mal ihr, mal die anderen. Oh man…

    • Arnold Krämer sagt

      Das ist kein Nebenkriegsschauplatz.
      Die deutschen Haustiere verbrauchen umgerechnet deutlich mehr als die gesamte Agrarproduktion Hessens. Und die “Liebsten” bekommen weiß Gott nicht nur Abfälle.

      In den aufgeheizten öffentlichen Diskusionen in D rund um die Tierhaltung wird doch soviel unter den Tisch gekehrt oder regelrecht vergessen.

      Ein anderes Beispiel: Die Mast von Bruderhähnen bindet zusätzlich Kapital, belastet die Umwelt durch extrem schlechte Futterverwertung, der Nährwert der Tiere ist gering, viel Haut und Knochen bei wenig Fleisch. Folge: Die Bruteierproduktion für die Legehennen und vielleicht auch noch die Legehenneaufzucht wird ausgelagert, aus den Augen aus dem Sinn! Alles was ethisch verwerflich zu sein scheint, machen andere für uns. (Solange wir es noch bezahlen können)

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      • also diese Hähne brauchen pro kg Fleisch eine größere Menge an Getreide wie normale Masthähnchen.

        Geld spielt erstmal keine Rolle, können wir uns leisten,
        (ist ja mit umweltzerstörender Industrie erarbeitet)

        aber der Flächenverbrauch für das Mehrfutter und die CO2-Bilanz der gesamten Mast dieser Hähne, dass ist hier die Frage!

        Eben ein Luxusproblem!

        Dann doch lieber das Genmaterial von den alten bunten Mistkratzern, die legen weniger, die Eier werden teurer
        und die Brüder dürfen auch leben!
        Ist ethisch richtiger, das wollen wir doch alle bezahlen, oder nicht?
        Dafür eine Flugreise pro Jahr weniger oder so!
        Ist auch ehrlicher!

        Oder nicht?

  2. Smarti sagt

    Lady schreibt: “ich halte es für eine sehr schlechte Idee, wenn Nutztierhalter ( im engeren Sinn ) sich gegen Haustiere positionieren”. Das sehe ich genauso.
    1. ist es eine weitere Schwächung und Spaltung der Landwirte – von den Pferden profitieren doch am Meisten die Landwirte.
    2. Es werden laufend gute Medikamente für Tiere vom Markt genommen, weil es sich für die Pharmaindustrie nicht mehr lohnt, Medikamentenzulassungen zu verlängern. Ohne die Masse der Haustierhalter ( die für das einzelne Tier sehr viel mehr Geld zur Verfügung haben ) gäbe es weder Medikamente noch Tierärzte ! In Portugal – wo auch Hunde und Katzen noch Nutztiere sind, gibt es auf dem Land keine Tierärzte. Keine Kastration von Pferden, keine Kolikbehandlung – friss oder stirb.
    Wenn die Grosstierärzte aufgeben – und das machen sie reihenweise wegen Überlastung und fehlenden Perspektiven- so wie Landwirte- ist die Nutztierhaltung in D tot.
    Anders ausgedrückt – ohne Haustiere kann eine Grosstierpraxis gar nicht mehr überleben.
    3. Ob ein Hund nun mehr oder weniger CO2 produziert – also diese Diskussion ist doch müssig- wenn wir uns einig sind, dass die Kuh und das Getreide kein CO2 neu entstehen lassen, dann hat auch die Hundenahrung kein CO2 entstehen lassen. Ein wenig vielleicht wegen der Transporte und der Verpackung.
    4. Ohne “Nebennutzung” der vielen Federn ( wird zu Dosenfutter umgewandelt ) und all der anderen Teile, die wir Menschen selber nicht essen mögen, wäre der “Gewinn” des Bauern ja noch weniger.
    5. Der Haustierhalter ist in meinen Augen derjenige, der noch etwas mit “Natur” anfangen kann – wer seit Generationen keine Tiere mehr hatte, dem ist es doch egal, wenn es irgendwann auch keine mehr gibt. Er kennt die Verbindung, die man zu einem Tier – egal ob Haus- oder Nutztier- haben kann, ja gar nicht mehr.

    • “1. ist es eine weitere Schwächung und Spaltung der Landwirte – von den Pferden profitieren doch am Meisten die Landwirte.”
      Warum am meisten?
      Wenn Hafer eine Marktfrucht hier wäre? Ja, aber so?
      Der kommt bestimmt aus dem Ausland!
      Bauer Willis Hof als Beispiel, verdient bestimmt nichts an Pferden!

      3. Hund ist kein Wiederkäuer, aber Fleischfresser, wieviel Fleisch braucht er? Mehr oder weniger als ein Mensch! Wie Klimaschädlich ist Fleisch? Transport und Verpackung ok, dann eben noch dazu!

      “4. Ohne “Nebennutzung” der vielen Federn ( wird zu Dosenfutter umgewandelt ) und all der anderen Teile, die wir Menschen selber nicht essen mögen, wäre der “Gewinn” des Bauern ja noch weniger.”

      Ich glaube es geht los,
      wenn der Städter edle Teile essen will, dann soll er für die Unedlen auch mit bezahlen, denn ein Tier hat nicht nur edle Teile. Und wenn der Städter mit der Natur nichts zu tun haben will, dann muß er aber dafür zahlen.
      Er kann froh sein, dass die unedlen Teile von Tieren gefressen werden und so in den Wirtschaftskreislauf kommen, so dass die edlen Teile für ihn billiger sind!
      Oder ist das dem Bauern sein Problem, dass die Natur auch unedle Teile am Schlachttier wachsen lässt?
      Soll er das finanzielle Risiko dafür alleine übernehmen?
      Das ist echt unsozial und zeugt von einer unökologischen Haltung!

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      • Smarti sagt

        Sali Inga, zumindest in unserer Gegend sind Pferdebetriebe eigentlich immer ehemalige Milchviehbetriebe, die erst nur wenige Pferde nebenher in Pension hielten, und später ( teils mit Hilfe der verkauften Milchquote ) ganz umstellten.
        Häufig reicht das eigene Stroh nicht und wird zugekauft, von Ackerbauern aus ganz D, bei Heu ebenso. Bei der Pferdepension kommt “fremdes Geld” in die Landwirtschaft, dieses kann wieder für Dienstleistungen ( Mist streuen, Güllegrube unter Mistplatte leeren, ackern und heuen…) von anderen Landwirten ausgegeben werden. Für eigene Maschinen rentieren die wenigen Arbeitsstunden nicht mehr.
        Anders als so mancher Biogasbetrieb braucht ein Pferdebetrieb selten immer mehr Pachtland, er treibt keine Pacht in die Höhe. Da im Schnitt noch eher etwas viel Milch und Rindfleisch produziert wird ( ändert sich wahrscheinlich gerade ) ist es für die übrig gebliebenen Landwirte gut, wenn einer auf Pferde umstellt.

        Ich glaube es geht los :), der Lieblingsspruch meiner besten Freundin :).
        Soweit ich weiss bezahlt der Schlachthof nur etwa 40 bis 50 Prozent ( je nach Rasse und Muskelmasse) des Totgewichtes eines Rindes. Innereien, Euter, Kopf und Haut, Fleisch mit Veränderungen z.B von einer Impfung, alte Hornverletzung… wird vor dem Wiegen abgezogen.
        Kann der Schlachthof die abgezogene Ware gut verwerten, so ist das ja auch ethisch sinnvoll – das würde ja sonst verbrannt.

        • und warum zieht man die dem Bauern ab?

          Ja, der Schachthof bezahlt nur ausgeschlachtet, nach Muskelfleischanteil.

          Das ist ja ethisch sinnvoll
          aber ist es auch ethisch, wenn wir Menschen die nicht verwerten?
          wenn der Bauer davon finanziell nichts sieht?

          Ich kann nur von Schweinen reden,

          Das kg ausgeschlachtetes Schlachtschwein ist seit ca. 1988 genau so hoch wie das kg ganzes (unausgeschlachtet) Schlachtschwein vor 1980.

          Wer füttert diese Teile, hat Unkosten deswegen
          und wer verdient daran?

          Ist das ethisch?

    • Reinhard Seevers sagt

      Da würde ich massiv widersprechen:

      1. Pferdehaltung ist der Nutztierhaltung sehr ähnlich, dort wird es die wenigsten Kollisionen geben. Es ging ja vorwiegend um Hund-Katze – Maus etc.

      2. Die notwendigen Medikamente für die Haustiere sind nicht die gleichen, wie für die Nutztiere. Und außerdem forschen Firmen, wie z.B. Boehringer Vet-Medica schon längst außerhalb Deutschlands. Sie haben allerdings einige Forschungen aufgrund der Bestimmungen nach 9/11 aus den USA zurückgeholt. Schweine und Geflügel sind keine Katzen und Hunde.
      Großtierpraxen haben sich bereits jetzt spezialisiert und zu Großen- Großtierpraxen, länderübegreifend zusammengschlossen, das ist sogar viel effektiver. Die Pferdemuttis müssen leider noch jede ihre eigene tierärztliche Versorgung haben, weil sie dem der Nachbarbox nicht trauen.

      3. Falsch, der Hund verstoffwechselt nunmal kein CO2 in Methan, so dass das CO2 der Hunde und Katzen ein zusätzliches bedeutet…siehe Mitloehner at al.

      4. Der Gewinn vielleicht nicht, mindestens aber der Umsatz.

      5. Das bezweifle ich.

      • Smarti sagt

        Herr Seevers – was kommt wohl in der Gesellschaft besser an:
        – Landwirte bitten Haustierhalter um Mitilfe, weil die Tierhaltung auf dem Hof abgeschafft werden soll. Oder:
        – Landwirte wollen Hund und Katze verbieten, weil sie selber die Tierhaltung halbieren sollen…

        • Christine Knopf sagt

          Es ist ja nicht DIE Landwirtschaft, die Hund und Katze verbieten wollen….es muss nur gesamtgesellschaftlich diskutiert werden dürfen!!
          Und sich da einfach einschleimen, das ist doch wohl das schlimmste, was man machen kann.

        • Smarti, sehr gute Gedanken . Auch deinen Punkt 5 finde ich durchaus richtig. Leider gilt es eben nicht für alle Haustierhalter. Darüber hinaus benehmen sich manche in der Natur, auf landwirtschaftlichen Flächen, vermutlich so wie zu Hause. Also gar nicht.

          Mit Sicherheit sollte auch der Beitrag von Willi keine Anklageschrift gegen Haustierhalter sein. Viele Nutztierhalter haben Hund/Katze etc. , oder die Familie. Ich kenne das gar nicht anders.
          Interessant finde ich die Formulierung von Reinhard weiter unten:
          “Die eine Tierhaltung wird vorwiegend emotional rechtfertigt, die andere aus der Sicht des Nutzens. ”
          Jeder hat einen Grund für seine Tierhaltung, sicher, aber wieso Rechtfertigung? Und vor wem?
          Wir alle sollten da mal schnell raus aus dieser Verteidigungsposition. Es bringt niemanden weiter, dass Leben in CO2 umzurechnen. Und deswegen sind eben Bündnisse wichtig. Mit starken Partner. Und da gehören die Besitzer von Haustieren eindeutig dazu. Und die muss man als Unterstützer gewinnen und nicht verprellen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Wenn man die Nutztierhaltung öffentlich in Frage stellt, dann ist eine Rechtfertigung aus Sicht der Landwirtschaft doch ganz logisch. Wenn die In Fragestellung der Heimtierhaltung öffentlich gemacht würde und wird, gäbe es und gibt es hier ja auch eine Rechtfertigung.
            Also eine gesellschaftliche Diskussion. Das ist in meinen Augen auch richtig. Warum sollte sich Landwirtschaft ambiedern und nicht andersherum es eine Rückenstärkung von Seiten der Heimtierhalter geben? Ich fühle wieder eine Selbstverzwergung der Landwirtschaft.

      • Josef sagt

        Is ja alles super was ihr so erzählt. Fakt ist alles was wir füttern essen und verbrauchen ist doch Kreislauf Wirtschaft. Von der Geburt bis zum Tod und wieder von vorne. Das einzige Problem ist die Menschen werden immer mehr und immer dümmer, rechen wer oder was mehr Co verbracht wenn wir bald 10 Milliarden Menschen haben dann haben wir ein ganz anderes Problem wasser und lebensmittelknappheit

  3. Arnold Krämer sagt

    Die Zielsetzung „Halbierung der deutschen Tierbestände“ steht erst seit kurzem im Raum. Sie ist so weder im Borchert- noch im ZKL-Papier formuliert. Es ist die politikübliche, medial gut verwertbare Zuspitzung zur vermeintlichen Lösung der (aller) Klima-, der Umwelt- der Tierwohl- und sogar der Existenzprobleme vieler landw. Betriebe.
    Die Diskussionen während der DAFA-Konferenz sowohl zu dieser Zielsetzung wie zu den notwendigen Eingriffen zur Erreichung der Ziele waren unbefriedigend, weil die meist praxisfernen Diskutanten oft die Komplexität dessen, was sich zwischen Landwirt und Endverbraucher abspielt, nicht auf dem Schirm haben.
    Die wichtigsten Adressaten einer wie auch immer anzugehenden Transformation von der Urproduktion bis zum konsumierenden Endverbraucher sind in erster Linie die Verbraucher, die ihr Verhalten ändern müssen sowie der LEH und die Verarbeiter der tierischen „Agrarrohstoffe“. Letztere müssen sicherstellen, dass für die Reduzierung und vor allem für den Umbau der Tierhaltung genügend Geld bei den Landwirten ankommt, was auch schon unter den aktuellen Bedingungen weiß Gott nicht immer der Fall ist. Die ständige Finanzierung hoher Tierwohlstandards durch den deutschen Steuerzahler bei offenen Grenzen ist völlig illusorisch. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass viele Diskutanten folgerichtig eine weitgehende Abkehr vom jetzigen Freihandel forderten.
    Vielleicht ist das Wissen oder zumindest das Gespür für die enormen Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten eines politischen Steuerungsprozesses zur Transformation der deutschen Nutztierhaltung der Grund für die spürbare aktuelle Zurückhaltung im Politikgeschäft. Aber wer weiß denn schon, was am Ende der laufenden Koalitionsverhandlungen vereinbart ist?

  4. astorianer sagt

    Die Mehrheit der Hunde und Katzenhalter wird nicht zulassen dass ihren Lieblingen der Fleischkonsum eingeschränkt wird. Dann doch lieber bei allen Fleischessern die auf Fleisch nicht verzichten wollen, die Forderung massiv den Fleischkonsum einzuschränken. Es ist ja kein Wunder das solche abartigen Forderungen gestellt werden, wenn die Mitgliederzahlen der NGO,s um mehr als das doppelte ausmachen als der noch aktiven Landwirte betragen und die Bauern
    immerzu kritisieren und an den Pranger stellen mit dem Ziel so viele Spenden einzusammln wie geht. Immerzu setzen sie mit ihrer stetigen Lobbyarbeit die Politiker dermaßen unter Druck damit die ihren Forderungen nachgeben. Für die Zukunft sehe ich Teile der Nahrungsmittel Erzeugung beim Abwandern in Niedriglohnländer wie schon viele Protukte des täglichen Bedarfs in der Vergangenheit.

  5. Christian Bothe sagt

    Eine sehr gute Veröffentlichung von B.Willi.Es zeigt doch die Dekadenz unserer Gesellschaft, wenn es um Haustiere geht… Wie können Umweltverbände eine Halbierung des Nutztierbestandes verlangen, wenn weltweit Menschen verhungern? CO2- Fußabdrücke hin und her. Es gilt die Aufgabe die LW zu intensivieren und nicht zu ökologisieren!Mit 50% Ertragspotential kann man keine 9 Milliarden Menschen ernähren! Absoluter Nonsense, was die Öko-und Klimatologen fordern! Wieviele von diesen Typen haben Haustiere??

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    • Tobias sagt

      Der Ehrlichkeit halber möchte in erster Linie der Landwirt selbst Gewinn erwirtschaften und denkt nicht nur an das ehrenwerte “höhere” Ziel alle Menschen satt zu bekommen. Darüber hinaus sollte Europa nicht die afrikanischen Märkte unterbieten, sodass dort erst gar nichts selbst angebaut werden kann, weil es günstiger ist zu importieren. Im übrigen sind der Intensivierung auch endliche Ressourcen wie Wasser auch Grenzen gesetzt. Ein schonender Umgang mit Umwelt und Boden bringt mehr Ertrag, zumal Acker nicht nur Produktionsstätte sondern auch Lebensraum und Wasserreservoir oder CO2 Speicher ist.

      • Reinhard Seevers sagt

        Tobias, einfach Mal die Mittelmeeranrainer anschauen und gucken, wie viel diese Länder allein an Getreide importieren müssen, um ihre Bevölkerung satt zu bekommen. Ägypten ist da ein gutes Beispiel. Und dann Mal die Warenströme weltweit anschauen und fragen, was wir unsinnigerweise importieren, weil wir es uns leisten können. Lebensraum ohne Menschen wäre genug da, leider werden wir immer mehr, und alle wollen essen….

        • Anja Urbinger sagt

          Lieber Reinhard, die Bemerkung finde ich sehr passend. Vor allem, wenn man, wie ich erlebt habe, im Supermarkt Kartoffeln angeboten bekommt, die aus Ägypten sind. Dabei habe ich hier genug Bauern, die selber Kartoffeln anbauen. Muß ich da welche aus Ägypten kaufen? Und mit vielen anderen Nahrungsmittel, geht es mir genauso. Ich schaue auch drauf, wo die herkommen und lehne dann eben oftmals den Kauf ab, weil ich nicht einsehe, daß ich im Winter Erdbeeren aus Südamerika kaufen muß, wenn ich die im Sommer hier vor der Haustüre habe. Da hilft dann auch ein Biosiegel auf vielen Sorten Obst, Gemüse etc. nicht, wenn man es erst um die halbe Welt karrt. Wenn man zum Beispiel in Ägypten wieder Getreide für die eigene Bevölkerung anbauen würde, anstatt Kartoffeln für uns hier, sähe vieles schon viel besser aus.

          • evo.... sagt

            Ich vermute, dass die Ägypter mit dem Geld, das sie mit dem Anbau von Bio-Gemüse verdienen, mehr Weizen kaufen können, als wenn sie den auf der Gemüsefläche anbauen würden.

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  6. evo.... sagt

    Ich habe vor einer Woche Greenpeace geschrieben sie sollten lieber auf die, sich ausweitende, Pferde-Kultur losgehen, statt die jungen Leute in den Veggie-Wahn zu treiben.
    Ich sehe hier fast nur weibliche Personen auf den Pferden. Meine Befürchtung ist , dass man da Liebes- und Beziehungsunfähigkeit kultiviert. Eine Person steckt die Andere an und so verstärkt sich der Trend von selbst.

    Aber gegen die Pferde wird Greenpeace wohl kaum was unternehmen, weil sie aus der Ecke Spenden erwarten. Die Maßnahmen gegen Fleisch stören nur eine Minderheit die eh nichtspendet.

  7. Smarti sagt

    In jedem Pferdepass gibt es ein Feld, in dem angekreuzt ist, ob es ein Heim- oder ein Nutztier ist. Ist nur ein Pferde-Nutztier dabei, muss man ein Stallbuch für Medikamte führen, es sind noch viel mehr Medis als jetzt schon nicht zugelassen.
    Deshalb gibt es fast keine Pferde-Nutztiere mehr. Dies hat aber auch zur Folge, dass man sein Pferd nicht mehr schlachten kann. Einschläfern geht auch nicht, der Tierarzt darf ein Tier erst erlösen, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, und das Tier sehr stark leidet.
    Finanzielle Gründe zählen natürlich nicht dazu, deshalb sind die Anzeigen voll mit alten Pferden, die gratis oder sehr günstig abzugeben sind ( wegen Studium, Kindern….).
    Es gibt auch eine Pferdeklappe, da kann man sein Pferd – analog dem Hundeheim – gratis entsorgen. Noch finden sich genug Tierfreunde, die solch ein verbrauchtes, teures ( Medikamente, Therapien ) altes Pferd aufnehmen.
    In unserer Gegend kommen auf 3 Landwirtschaftsbetriebe, die noch Kühe halten über 20 Landwirte, die eine Pferdepension oder Gnadenbrotpferdepension betreiben.
    Das viele Gras muss ja schliesslich verwertet werden, Pferde fressen auch Getreide, und gerade alte Pferde vertragen auch Zuckerrübenschnitzel sehr gut. Auch Heu und Stroh wird von diesen Betrieben rege zugekauft.

    Sollen sich jetzt – so wie Klein-gegen Grossbetrieb – auch Tierhalter gegen Nichttierhalter-Gruppen bilden ?!

    Erst wird der Betrieb indirekt via Frau Igel zur Reduzierung der Lebens-(Futter) mittel gezwungen und dann schimpft Oma Igel, dass die Haustiere ihr das Essen wegfressen…
    Mein Name ist Hase.

  8. Obstbäuerin sagt

    Man könnte aber die Bedingungen, unter denen Haustiere gehalten werden in Ordnungsrecht gießen. So wie die Vorgaben in der Nutztierhaltung, muss dem Wauwi, je nach Größe, ein bestimmtes Platzangebot zur Verfügung stehen. Also ungefähr: Oma mit Schäferhund 60 m² (nach Größe der Stadt gestaffelt). Wobei die Oma Bonuspunkte bekommen sollte, weil das Haustier der Einsamkeit im Alter entgegenwirkt. Dann könnte es noch Vergleichstabellen geben z.B. 1 Schäferhund oder 2 Katzen oder 5 Wellensittiche usw. Wie schon mal diskutiert, müsste auch der Antibiotikaeinsatz nur sehr eingeschränkt erlaubt sein und eine artgerechte Haltung ist natürlich Voraussetzung. Für die Einhaltung der Vorgaben könnte ein QS-System eingeführt werden mit Kontrollen, die der Tierbesitzer logischerweise selber bezahlen muss.

  9. Thomas Apfel sagt

    Cooler Ansatz ! Das was beim Fleischer für Wauwi und Miezchen gekauft wird, ist da noch gar nicht dabei. Allerdings wird prompt die Antwort kommen, “das sind doch nur Schlachtabfälle, die sowieso nicht von Menschen gegessen werden und sonst entsorgt werden müssten”. Aber schon ein angedrohtes “Haustierverbot” würde die Menschen aufbringen und den Fokus auf die Schizophrenie der Tierhaltungsdiskussion lenken. Wie siehts eigentlich bei Ihnen aus, Willi, frisst die Katze Mäuse und der Hund Katzen – nur mal so als Scherzfrage ?

  10. Smarti sagt

    Herr Krämer, ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg für Ihren Vortrag. Dass Sie zu diesem Kongress gehen, habe ich gelesen. Aber ich hatte nicht verstanden, dass Sie einen Vortrag halten. Also vom mir ein riesiges Dankeschön für Ihren Einsatz. Ich bin schon sehr gespannt auf den Beitrag, den Bauer Willi bestimmt bringt.

    • Arnold Krämer sagt

      Nein, ich bin nur einer von rund 100 Mitdiskutanten in der Präsenzveranstaltungen in Berlin und einer der wenigen mit Praxisnähe. Aber ich bin nicht bange und mache meinen Mund schon auf.
      Die Zwischenergebnisse von gestern sind bereits auf der Internetseite der DAFA einzusehen.

        • evo.... sagt

          Sprechen Sie doch mal das Thema Pflanzenzüchtung an. Ich denke momentan hat die Züchtung gravierendere Auswirkung auf die Gesundheit der Leute und auch die Zahl der Insekten.

          Sogar vom Bio- Experten Niggli habe ich gelesen, dass Mutagenese mindestens genauso gefährlich wäre wie Gentechnik. Und GMO- Sorten werden viel sorgfältiger geprüft als Mutagenese – Sorten.
          Deshalb empfehle ich Leuten, die Mais oder Soja konsumieren, lieber auf Monsanto-Sorten zu setzen, statt auf Bio-Sorten.

        • Bauer Willi sagt

          @Arnold
          Das Thema Bildung und Schule haben wir im PNW auch schon gehabt. Ich habe Julia K. darauf angesprochen. Es ist seit Jahren ein großes Thema, nur bewegt sich nichts. “Lernort Bauernhof” ist eine Steilvorlage, die vermutlich bei der DAFA kaum einer kennt. Landwirtschaft muss Schulfach werden und mindestens einmal im Jahr muss jede Klasse auf einem Bauernhof gewesen sein.
          Ich wiederhole: Jede Schulklasse mindestens einmal im Jahr auf einem Bauernhof. Ja, das ist Utopie…

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          • Reinhard Seevers sagt

            “Jede Schulklasse mindestens einmal im Jahr auf einem Bauernhof. Ja, das ist Utopie…”

            Es muss einen anderen Grund haben, dass diese Entfremdung gegenüber der Nahrungserzeugung durch Landwirtschaft so geworden ist. Es ist nicht die persönliche haptische Erfahrung allein, denn sonst wäre es ja bereits vor dem WK I zu solcher Entfremdung gekommen.
            Ich habe immer einen Ausschnitt aus einem Text über die Berliner Stadtgeschichte in meinem Portemonnaie, dort heißt es:

            …” 70 Prozent der Berliner Kinder, fand 1912 ein Arzt heraus, hatten keine Vorstellung von einem Sonnenaufgang, 76 Prozent kannten keinen Tau, 82 Prozent hatten nie eine Lerche , 49 Prozent nie einen Frosch, 53 von hundert noch nie eine Schnecke, 87 noch nie eine Birke gesehen….”

            Evtl. ist es die reine Sattheit in Verbindung mit den ubiquitären Medien und den Dauerbeschallungen über die einseitige Schuldzuweisung der Umweltzerstörung durch die Landwirtschaft, wer weiß.

            • War das 1912 oder 2012?

              Vor dem Bauernhofbesuch
              doch eher den theoretischen Unterrischt, wo kommt die Milch her, was macht man mit der Milch wo wird sie verarbeitet.
              Wie kommt sie dahin?

              Mit Kartoffeln
              und Getreide auch.

              Was kann man außer Bier mit Getreide noch machen!

              warum klebt Mehl,
              was ist eine Mehlschwitze

              Warum kann man daraus einen Teig machen und backen.
              Aus was entstehen Haferfkocken?

              Wo wächst Getreide, wie erntet man es?
              Was ist das für eine Pflanze

              Wokommt Fleisch her?

              Wenn dass unterrichtet wird, dann wollen die schon mal auf einen Bauernhof! Und die Zusammenhänge aus der Praxis wissen!

            • Die ARD will das diese Woche mit verschiedenen Sendungn ändern:

              Anders leben – Zukunft in der Land-WG Ein Film von Nathaly Janho aus der Reihe “Erlebnis Hessen” (ARD-Themenwoche „Stadt.Land.Wandel“)

              https://www.tvbutler.at/tv-programm/sendung/?bcast_id=33518352

              Es geht auch um Selbstzubereites Essen.
              Kinder helfen gerne!

              Es geht auch um Idylle und Lebenhaltung

              https://www.ardmediathek.de/video/experiment-landleben-die-pioniere-sind-da/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xNTM1Mzc/

              • Neurotische Stadt?

                Städte brauchen Grün es fördert Kommunikatin zwischen Menschen
                bis zum Open Gardening:

                https://programm-stage.ard.de/TV/Themenwoche-2021/Programmkalender/?sendung=281084000495966

                Der Mensch wird bald wissen, dass er sich um das Wissen seiner Nahrungsmittel und somit Landwirtschaft nicht mehr nrmührn muß, um sich seelisch ndn körperlich gesund zu erhalten!

                Ja, wir haben noch Gene aus der Steinzeit, als das Sozialeben und die Nahrtungsbeschaffung gemeinsam erledigt wurde und so jeder von Allem Bescheid wußte!!!
                also mehr Allgemeinbildung hatte, wie der heutige Durchschnittsmensch, oder!

                Im ZDF
                Täglich ein Tier –
                Leben für das Sonderangebot

                Zutritt verboten: Fleisch für Deutsch-
                land wird in aller Stille produziert.
                Was sonst absolut tabu ist, durfte ein
                “37°”-Team filmen.

                Zäune riegeln Betriebe ab, die jede Wo-
                che viele Millionen Geflügel verarbei-
                ten. Es ist die schiere Dimension der
                Tierproduktion und -verarbeitung, die
                surreal anmutet.

  11. Günter sagt

    Haustier und Nutztier, ist ein Riesenuntetschied wie der Name schon aussagt. Ob man es wahrhaben will oder nicht.

    • Smarti sagt

      Meiner Meinung nach wird der Unterschied ( der ja sowiso nur in den Köpfen der Menschen besteht ) rasant kleiner. Und das ist auch gut so.
      Genauso, wie es keinen Unterschied zwischen Inländer und Ausländer geben dürfte, gibt es auch keinen Unterschied zwischen den Tieren. Alle haben die gleichen Rechte verdient, das muss ja eine Nutzung ( im Austausch für ein tiergerechtes Leben ) nicht ausschliessen.
      Sofern genügend Futter und eine adäquate Betreuung vorhanden sind, darf es aber auch keine Obergrenze bzw. eine Halbierung des Bestandes geben.

      • Smarti schreibt:
        “Meiner Meinung nach wird der Unterschied ( der ja sowiso nur in den Köpfen der Menschen besteht ) rasant kleiner. Und das ist auch gut so.”

        Das sehe ich genauso. Die Grenzen sind da eh fließend und auch Ansichtssache.

        Ich halte es für eine sehr schlechte Idee, wenn Nutztierhalter (im engeren Sinne) sich gegen die Haustiere positionieren. Denn in der Tat sind die Halter eher Verbündete. oder könnten es zumindest sein.
        Etwas anderes ist es natürlich, wie die Politik damit umgeht. Dass hier ganz bewusst mit zweierlei Maß gemessen wird, kann man durchaus sehr laut sagen. Mit dem Ziel, dass diese unsägliche Verteufelung von Fleisch aufhört. Und die Bevormundung der Menschen gleich mit.

        • Reinhard Seevers sagt

          Da wäre ich vorsichtig. Die eine Tierhaltung wird vorwiegend emotional rechtfertigt, die andere aus der Sicht des Nutzens. Die meisten Heimtierhalter unterscheiden sich nicht vom Durchschnitt der Bevölkerung und deren Haltung zur Nutztierhaltung. Das ist eher eine Wunschborstellung, denke ich.

    • Ja das stimmt,

      “Tierwohl- und sogar der Existenzprobleme vieler landw. Betriebe.
      Die Diskussionen während der DAFA-Konferenz sowohl zu dieser Zielsetzung wie zu den notwendigen Eingriffen zur Erreichung der Ziele waren unbefriedigend,”

      “weil die meist praxisfernen Diskutanten oft die Komplexität dessen, was sich zwischen Landwirt und Endverbraucher abspielt, nicht auf dem Schirm haben.” von Herrn Krämer

      also wer das mitdiskutieren will, sollte das erst mal auf dem Schirm haben,

      und den Mangel an Wissen nicht an den Bauern auslassen!
      Denn das ist deren persönliches Problem!
      Kann man beseitigen!

  12. Hans Gresshöner,Landwirt sagt

    Ich halte ja Mastschweine zusammen mit einem DAX.
    Das ist auch sehr einträglich für den Finanzminister.

    • Smarti sagt

      Unser einziger Dax ( Dachs ) auf der Pferdeweide ist vor ein paar Wochen alterhalber gestorben :(. Schluss mit reich.

  13. Lieschen Müller sagt

    Die Kommunen, und da vor allem die Städte, könnten auch die Hundesteuer deutlich anheben. Vor allem für Zweit- und Dritthunde. Das ist bei uns in der Stadt gerade sehr Mode: zwei-drei große Hunde in einer Etagenwohnung. Und ja, man sollte versuchen, die Haltung von Haustieren etwas einzudämmen. Wird ja auch versucht, z.B. über “kein Tier unterm Weihnachtsbaum”.

  14. Reinhard Seevers sagt

    Eigentlich klar, dass die Frage der Weltrettung zur sozialen Frage wird. Jeder muss etwas beitragen und jeder zeigt nun mit dem Finger auf jeden. Es ist eine gesellschaftliche Zerreißprobe.
    Schizophren, wenn Oma der Hund weggenommen werden soll und gleichzeitig in Frankreich das größte je gebaute Kreuzfahrtschiff vom Stapel läuft….wir stehen ganz am Anfang der Auseinandersetzung.

    • Bauer Willi sagt

      Die Zahl der Heimtierhalter wächst. Siehe Link. Darüber wird aber nicht gesprochen und niemand will der Oma das Haustier wegnehmen. Ob es bei Oma artgerecht lebt, interessiert auch niemand.

      • Arnold Krämer sagt

        Schon vor rund 15 Jahren wurde umgerechnet die gesamte Agrarerzeugung des Landes Hessen für die Ernährung der Haustiere benötigt. Das wird heute nicht mehr reichen.

        • Reinhard Seevers sagt

          Herr Krämer, in Ihrem verlinkten Vorergebnis der DAFA steht ja als Handlungsempfehlung für den LEH: …Die Auszeichnung der externen Kosten für jedes Produkt….
          Wird die Heimtierhaltung aufgrund der Deklarierung ihrer externen Kosten wohl aufgegeben werden? Oder wird dieses dämliche weitere Deklarieren zu einer neuen Farce werden? Für wie blöd wird der Bürger eigentlich gehalten?

  15. Brötchen sagt

    Meines Erachtens, wenn man von einer freiheitlichen Grundeinstellung ausgeht, würde ich niemanden ein Haustier verbieten.
    Die Tierärzte konnten ja in einem Kampf gegen generelle Antibiotikaverbote, die Haustierhalter als Unterstützer gewinnen.

    Denke, es wäre besser, das wir die Haustierhalter als Verbündete gewinnen und nicht als Gegner.
    Die Futterpreise werden sich allein über den Markt regeln.

    • Brötchen sagt

      Gestern habe ich “Fakenews” gelesen, dass angeblich die chinesische Regierung vor Nahrungsmittelengpässen warnt und die Bevölkerung auf eine gewisse Bevorratung mit wichtigen Grundnahrungsmittel hinweist.
      Auch in D. sollen wohl Manager im LEH ähnliches gesagt haben.
      Was ich bezweifle…..

        • Reinhard Seevers sagt

          Fand ich gestern eine gute Diskussion. Man konnte gut erkennen, dass die Komplexität so groß ist, dass wiederum keine Lösung in Sicht zu sein scheint. Die deutsche Mentalität des regeln Wollens und der unbändigen Gerechtigkeitsfloskel führt zu den Sorgen, die wir uns selbst schaffen.

      • Bauer Willi sagt

        Sowohl Focus als auch Spiegel berichten darüber, dass Nahrungsmittel knapp werden könnten. Und heute die FAZ, mit Hinweis auf fehlende Düngemittel!
        Allerdings bisher kein Rat zur Bevorratung. Was soll das auch bringen? Es wird ja nicht mehr dadurch.

      • Smarti sagt

        Milch wird als Spotmilch ( der Milchhandel zwischen den Molkereien ) mit 52 Cent gehandelt – so hoch wie noch nie. Blockbutter, 25 kg Handelsware ist so gut wie nicht mehr erhältlich, trotz Rekordpreisen. Bei Schnittkäse ist das Lager leer…. der Milchpreis steigt aber noch fast nicht.

  16. firedragon sagt

    “… Zudem sind Hunde und Katzen keine Nutztiere. …” bei mir sind das ebenfalls Nutztiere – oder besser ausgedrückt – Arbeitstiere, in den Bereichen Schädlingsbekämpfung, Hütearbeit und Schutz.

  17. Arnold Krämer sagt

    Moin Willi! Danke für den Beitrag. Werde ich gleich heute beim DAFA-Kongress in Berlin (siehe Beitrag vom 4. November) vortragen. Dort geht es ja um Landwirtschaft 2049 und das Hauptziel für die Tierhaltung, Halbierung der Nutztierbestände wegen Klima, Umwelt, Gesundheit u.a. Gründen.

    • Bauer Willi sagt

      Zu Klima und Umwelt tragen ja auch Haus/Heim-Tiere bei. Es ist unverständlich, warum das bei der Diskussion ausgeblendet wird. Schließlich sind Hunde und Katzen Fleischesser.

      • sonnenblume sagt

        Haustiere haben für den Mensche einen psychologischen Nutzen. Somit gibt es eine ganz andere Gewichtung, unabhängig vom Beitrag für Klima und Umwelt.
        Diesen Vorteil können unsere Nutztiere nicht nutzen, auch wenn sie zur Ernährung und Landschaftspflege beitragen.

        • fingerphilosoph sagt

          Wenn die Welt dann aber wegen dem psychologischen Nutzen von Hunden und Katzen untergeht, würde mich das schon Fuchsen.

          • Reinhard Seevers sagt

            F.F, Gott sei Dank gibt es ja keine Möglichkeit der rückblickenden Evaluation der Schuldigen, wenn die Welt untergegangen ist. Man weiß also nicht, waren es die Fleischfresser, die Weicheier mit ihren Heimtieren, die Kreuzfahrtteilnehmer oder die Gamer…oder oder? Man weiß nur, es waren WIR. 😎….nee, also, IHR, ich nicht, ich bin völlig unschuldig…hab weder Nutz- noch Heimtier, fahre nicht zur See und spiele auch kein PS 2…..😁

            • Smarti sagt

              Herr Seevers, sind sie Veganer, kaufen Sie verpackungsfrei ein ( zu Fuss natürlich, in Holzschuhen ) sonst… nix mit unschuldig 🙂

      • firedragon sagt

        Willi,
        die LW lebt von den Haustierhaltern.
        In Form von Rohstoffproduktion, sei dies Fleisch der Nutztiere oder anteilig Getreide des Ackerbaus und auch Gemüse.
        Schimpf mal nicht so dolle.

        • Bauer Willi sagt

          Ich schimpf doch überhaupt nicht! Ich stelle nur fest, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.
          Aber schon interessant, wie die Diskussion hier läuft. Jeder Haustierhalter hat eine Begründung, warum er ein Haustier hält. Wir haben kein Haustier.

          • Thomas Apfel sagt

            Nicht mal ne Hofkatze ? Habe ich allerdings auch nicht, Das Mäuse fangen erledigen die Katzen vom benachbarten Pferdehof – oder halt Schlagfallen – geht ja auch ohne Katze.

          • Smarti sagt

            Willi, in Hunde – und Katzentrockenfutter befindet sich mehr Getreide als Fleisch. Wenn draufsteht “ohne Getreide” dann ist es Mais.
            Zuckerrübenschnitzel sind auch drin, als “probiotischer Zusatz” :).
            Besonders in ist “tierleidfreies Futter” mit ein paar Prozent Insektenmehl.

            • Woher stammt eigentlich die Erkenntnis, dass Insekten nicht leiden können?
              Gefriergetrocknet, abgekocht – gibt sicher Schöneres.

            • Brötchen sagt

              jau Smarti is so……deswegen haben die meist ne kaputte Niere….

              “befindet sich mehr Getreide als Fleisch. “

          • firedragon sagt

            Willi,
            der Hund war ursprünglich kein Haustier, immer Arbeitstier, bis man der Damenwelt irgendwann, keine Ahnung wann, einen Schoßhund zur Hand gegeben hat.
            Naja und Katzen suchen sich bekanntlich ihre Dienerschaft 😉, wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

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