Bauer Willi
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Haferdrink oder Kuhmilch – Was ist besser fürs Klima?

„Ist doch klar, natürlich der Haferdrink“ werden jetzt viele sagen. Ich bin auf eine schwedische Studie gestossen, die die Nährstoffdichte von Getränken in Relation zur Klimawirkung untersucht hat. Hier der Link dazu.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2924839/

Sie setzt dies in Beziehung zu Ernährungsempfehlungen und kommt zu folgendem Schluss: (Auszug)

Aufgrund der geringen Nährstoffdichte lag der NDCI-Index für kohlensäurehaltiges Wasser, Softdrink und Bier bei 0 und für Rotwein und Haferdrink unter 0,1. Der NDCI-Index war ähnlich für Orangensaft (0,28) und Sojagetränk (0,25). Aufgrund einer sehr hohen Nährstoffdichte war der NDCI-Index für Milch deutlich höher (0,54) als für die anderen Getränke.

Getränke mit den höchsten NDCI-Indexwerten waren diejenigen mit den höchsten Nährstoffdichte-Scores im Verhältnis zu den THG-Emissionen. Obwohl der Bericht auf schwedischen Perspektiven bezüglich der Nährstoffempfehlungen und -richtlinien und der THG-Emissionen basiert, ist der Grundsatz, dass die Nährstoffdichte von Getränken und Lebensmitteln im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu berücksichtigen ist, weltweit gleichermaßen anwendbar.

Oder vereinfacht gesagt: Kuhmilch hat im Vergleich die meisten und ernährungsphysiologisch wichtigsten Nährstoffe pro Einheit. Unter Einbeziehung aller Treibhausgas-Emmissionen liegt Kuhmilch in der Wertigkeit deutlich vor allen anderen Getränken. Damit könnte die Milchwirtschaft doch eigentlich werben…

Wer sich für die Details interessiert, sollte sich die Links unter dem Originalartikel ansehen. (Methoden, Ableitung der THG etc.)

Für mich erstaunlich war der miserable Wert für den Haferdrink im Vergleich zum Sojadrink. Es zeigt sich, dass man nicht nur auf die Kalorien sondern auch auf die anderen Werte schauen muss.

Hier noch eine andere Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33373745/ Cow’s milk still remains the best source of fats, protein, and micronutrients.“

Und hier die Erklärung, warum Haferdrinks teurer sein müssen. Die Erklärungen sind  abenteuerlich…

https://www.jetzt.de/ernaehrung/sojadrinks-haferdrinks-milch-ersatzprodukte-vegan-vegetarisch?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE&fbclid=IwAR3P7HINO3VfkXH4Z4lsbH8twGSk7dmU107h0h_P1NNOdJINCz0XTrw5LdI

Man kann Haferdrink auch selbermachen. Dafür benötigt man 50 g Haferflocken, 1 Liter Wasser und einen Mixer. Aus einem Kilo Haferflocken (Ladenpreis ca 0,98 €) kann man 20 Liter Haferdrink herstellen.  Die reinen Rohstoffkosten pro Liter Haferdrink betragen 0,05 €. Dazu kommen noch die Stromkosten für den Mixer….

🙂

 

Nährstoffwerte je 100 g Produkt

(Aufrufe 7.001 gesamt, 1 heute)
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58 Kommentare

  1. Nico sagt

    An diesem Beispiel kann man gut erkennen wie die Landwirtscahft im Allgemeinen, und der einzelne Bauer im speziellen, total versagt. Bei der genannten Gewinnspanne stellt sich doch die Frage warum da nicht in die Produktion investiert wird anstatt den Hafer billigst am nächsten Agrarhandel abzukippen. Und: bei dieser Gewinnspanne ist es unerheblich ob ich konventionellen Hafer zu 60dt/ha anbaue (obwohl: für Hafermilch eignet sich Nackthafer am Besten, der erreicht allerdings auch im Konvi diesen Etrag nicht) oder Bio zu 15dt/ha.

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      • Schmeckt gut sagt

        Nee Inga. In jedem Wintergarten oder auch Wohnzimmer. Und für die Aufbereitung muss es selbstverständlich der Thermomix sein. Der Bauer und die zur Zeit noch notwendige industrielle Aufbereitung mit ihren Maschinen, Industrieinfrastruktur, Laboren und Kontrollmechanismen sind einfach zu blöd und verpesten eh nur die Umwelt. Wir „Nicos“ können es im kleinen viel besser, weil wir die besseren Menschen sind. Grins. Etwas besseres viel mir zu Nicos Sprüchen nicht ein. Ich hoffe, dass es ähnlich bescheuert ist.

        +1
        • Reinhard Seevers sagt

          Schmeckt gut, der Nico gehört der neuen jungen Generation an, die aufgrund der Coronapandemie zur beschworenen „Verlorenen Generation“ gehört…..😎..wer hätte gedacht, dass sich die Sache so schnell auswirken würde.

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  2. Johann Auburger sagt

    Den Ansatz des Vergleiches ist interessant! Sind heute beim Salatwaschen draufgekomnen, wieviel Wasser man braucht, um Kopfsalat zu waschen und sauber zu kriegen…. ob das bezogen auf den Energiegehalt pro 100g Salat auf z.b. dem Wasserverbrauch von 100g Grillfleisch berücksichtigt ist? Allen Vätern nen guten Vatertag!

    +4
  3. fingerphilosoph sagt

    Was haben wir denn eigentlich verbrochen, dass wir uns mit Hafermilch, Tofu ond gödönstetem Gömöse selbst bestrafen müssen? Im Mittelalter war es das härene Hemd, heute das Essen, das nicht schmeckt. Wir haben doch echt einen an der Waffel! Dürfen wir eigentlich noch Waffeln essen, oder sind die auch klimafeindlich?

    +7
    • Inga sagt

      Nur selbstgebackene, die anderen sind zu Zuckereich und ungesund, wegen weitwren undifferizierbaren Inhaltsstoffen.
      Ansonsten, gedünstetes Gemüsse schmeckt doch besser als gekochtes?
      Das gedünste hat noch mehr Vitaine, Farbe und Geschmacksstoffe. Auch weil nicht alles im Kochwasser landet.
      Mit Haferdrink sind wir bestimmt gestraft, habe aber wenig Ahning davon.
      Hauütsache der Rubel rollt deswegen, wenn es sogar Milch für Cappuccino dafür gibt. Eis auch.

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    • Brötchen sagt

      Du sagst es!!!!!

      Ich pfeif mir so ne richtig schöne Sahne aus dem syphon ein…..gibt doch nichts schöneres!😀

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      • Inga sagt

        Selbstgeschlagene schmeckt besser

        Frische viel besser als pasteurisierte.
        Im Syphon ist auch pasteurisierte.

        Aber Frische gibt es nicht mehr, weil dem LEH dadurch zu viel Schäden entstehen, durch zu kurzer Haltbarkeit.

        Aber Frische kann man einfrieren, Pasteurisierte nicht.

        Aber sie schmeckt selbst geschlagen besser als, aus dem Syphon.

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    • Lady sagt

      „Wir haben doch echt einen an der Waffel! “

      Na ja…
      Ich werde übermorgen mal so einen Haferdrink kaufen. Für mich klingt die Kombination aus Haferflocken und Wasser einfach nur gruselig. Da musste man schon richtig krank gewesen sein, um das ohne Gegenwehr runter zu bringen.
      Und irgendwie erscheint es mir fast pervers , in diesem Zusammenhang das Klima ins Spiel zu bringen. Aber siehe oben, da haben einige ziemlich einen an der Waffel….

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      • Inga sagt

        Bei Hafer weiß ich nicht
        aber bei anderen Getreidesarten fällt mir ein,
        die haben doch Milch-, Teig- und Mehlreife!

        Wie wäre es wenn man die in der Milchreife erntet und dann etwas daraus macht???

        Muß man eben mit einen high-tech Grasmäher ernten, in die Fabrik liefern die schneiden die Ähren ab, wenn nicht schon von modernen Grasmäher, die kommen in die Biogasanlage oder dienen als Viehfutter und aus den Ähren produziert die Fabrik ein weißes Getränk. Ist bestimmt gehaltvoller als aus dem Nackthafer.

        Oder???

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  4. Von einem Kumpel übernommen und für eine adäquate Reaktion auf den Artikel oben befunden:

    „1. Drei der vier Autor:innen sind bei der Swedisch Dairy Association angestellt, aber das stellt keinen Interessenkonflikt dar?

    2. Man untersucht drei Sorten Milch, aber dann noch Saft, Mineralwasser, Bier und Wein, alles in derselben Tabelle? Wirkt für mich wissenschaftlich nicht notwendig, und wenn man den Autor:innen Böses unterstellen wollte, könnte man vermuten, dass es ihnen dabei hilft, die Methodik unklar zu lassen.

    3. Sie legen die Nährstoffdichte pro 100 g zugrunde. Interessanter wäre die Nährstoffdichte pro 100 kcal. Den Punkt diskutieren sie zwar kurz, nicht im Detail, und ich denke, die Bilanz würde anders aussehen, wenn man die Nährstoffdichte pro Brennwert nehmen würde. Zumindest, wenn man eine anständige Sojamilch nimmt, meine hat halb so viele Kalorien wie ihre. 😃 Ausserdem: Die Maximierung der Nährstoffdichte ist eigentlich kein relevantes Kriterium. Entscheidend ist, welchen Klima-Impact eine a) bedarfsdeckende und b) praktische und c) leckere Ernährung hat. Niemand geht ja her und isst 10 g Haferflocken weniger und dafür 5 g Quark mehr, weil dann die Nährstoffdichte höher ist

    4. Wichtigster Punkt: Ich finde die Darstellung nicht sehr transparent (Punkt 2!), aber es sieht für mich so aus, als würde die Produktion des Getreides (oder allenfalls Kraftfutters), das in die Kuh geht, überhaupt nicht berücksichtigt. Wenn das stimmt, dann ist das natürlich völliger Schwachsinn. Mein Auto fährt auch fast klimaneutral, wenn ich das Benzin, das ich reinkippe, ignoriere …

    Hinweise, dass die Studie das so handhabt, finden sich in der Sektion zu Methodik:
    a) Es wird nirgends explizit erwähnt, welche Nahrung sie für die Kuh angenohmmen haben. Zumindest finde ich dazu nichts.
    b) In der Produktionsphase reden sie zwar über „emissions related to crop production [and] feed digestion of the dairy cows“, und wie gesagt finde ich das nicht ganz klar, aber für mich klingt das als würden sie Getreideproduktion für die Pflanzenmilch und Verdauungsgase (Methan etc.) für die Kuhmilch annehmen.
    c) In der Transportphase reden sie nur über den Transport vom Rohprodukt zur Weiterverarbeitungsstätte, aber nicht über Futter zur Kuh. Das wäre nur legitim bei 100 % Weidehaltung, und das wäre schon eine Annahme, die man explizit machen müsste.“

    Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Wer tatsächlich das Gefühl hat, es sei nachhaltiger Kuhmilch zu trinken, als Soja-, Hafer- und selbst Reis- oder Mandelmilch, lebt einfach in einer nicht sonderlich wissenschaftsbasierten Welt, if you ask me.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Nee, wer Hafermilch Kuhmilch gegenüberstellt, weil er meint grundsätzlich etwas vergleichen zu müssen, der lebt auf dem Mond. Das Objekt selbst ist lächerlich, weil unwichtig. Man könnte auch Austern und Steckrüben vergleichen, macht genauso wenig Sinn.

      +2
  5. Ferkelhebamme sagt

    Hi Willi,
    Lass dich doch mal von der Tierschutzlehrerin Anne aus Köln belehren, vor allem, wie sich die Milch-Industrie bereichert:

    https://comedius-cloud5.de/webs/comedius_create2/webs/20/web_online/schule_tierschutzthemen_kuhmilchkalb.php

    Die Tierschutzvereine nehmen sich inzwischen gezielt die Kinder vor, und bieten z.B. Workshops zum Thema Milch an. Die Eltern freuen sich, dass die Blagen aus dem Haus sind und hinterfragen nicht, was da eigentlich vermittelt wird. Und schon steht der Haferdrink auf dem Tisch.

    +8
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Mit Milch kann man viel Geld verdienen und das möchte der Bauer natürlich, so stehts in deinem Link, wissen die Milchbauern das?

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      • Inga sagt

        Die meinen doch die Molkereien, Nestle und den LEH!

        Nestle und LEH freuen sich auch über Milch aus Hafer (muss ma ja drink nennen, weil keine echte Milch.
        Das fördert ihr Geschäft.

        Wer bezahlt den Workshop für Kinder?

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    • firedragon sagt

      Aus dem Link – „eine Kuh liebt ihr Kalb über alles“
      Aha … so generell kann das nicht gesagt werden, es gibt Kühe, die nehmen ihr Kalb um’s Verrecken nicht an. In der Mutterkuhhaltung wird in einem solchen Fall, das Saufen am Euter zu einer Tortur für alle Beteiligten.

      In Bauer Willi’s Link gibt es weitere Artikel zu Kuhmilch/Ziegenmilch und der Unterernährung bei Kindern, insbesondere Kleinstkindern.
      Wie wichtig tierische Milch für die Ärmsten der Welt ist, wird von manchen Bevölkerungsschichten anscheinend total ausgeblendet.
      Deshalb ist es fatal, den Kindern hier zu erzählen, Verzehr von Kuhmilch sei schlecht.

      +4
  6. Ludwig sagt

    Ich denke . daß man immer einen Kompromis zwischen Klima und ausgewogener Ernährung machen muß. Da die meisten Mitbürger kaum oder nur mäßig über eine ausgewogene Ernährung informiert sind , ist das Essen aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen nicht ganz falsch. Die Verdaulichkeit liegt im pflanzlichen Bereich bei ca. 80% und im tierischen bei nahezu 100%. Der tierische Bereich stellt aber ein „Schrotschuß“ an Nährstoffen dar , während der pflanzliche Bereich mehr einseitig ist. Eine reine Pflanzenernährung stellt hohe Ansprüche an Wissen an den Esser. Neulich war zu lesen , daß Veganer schwächere Knochen haben. Vor vielen Jahren habe ich einen Schweinefütterungsversuch mit nur Soja und mit Soja zzgl. 5kg/to Fischmehl bei voller Nährstoffgleichheit gemacht. Die Fischmehrvariante brachte 100 Gramm höhere Tageszunahmen und 2% mehr
    Magerfleischanteile. Auch die Futterverwertung war besser. Dies nur mal als Information , weil Schweine ja auch einen vergleichbaren Verdauungsapperat wie wir Menschen haben.

    +4
    • Reinhard Seevers sagt

      Kompromiss zwischen Klima und ausgewogener Ernährung? Echt jetzt? Wenn es keine Energienutzung für Verkehr, Wohnen und Industrieerzeugung gäbe, gäbe es kein Klimaproblem.
      Wir leben in einer klimatisch ungünstigen Zone, deshalb benötigen wir Behausungen, die einen hohen Energieverbrauch haben, wir nutzen den Individualverkehr, weil wir es uns leisten können und wir stellen Dinge her, die man eigentlich nicht braucht. Aber wir diskutieren den Unterschied von Milch zu Hafermilch…..ich glaube mein Schwein pfeift.

      +10
      • Inga sagt

        Ja, wir können es uns ja auch leisten ohne die Beachtung der Ökologie zu leben.
        Auch ohne die Ökotrophologie.

        Wer weiß wieviel Leute wissen, was der Unterschied zwischen Pflanzenmilch und Tiermilch ist.
        Lieber fängt man beim CO2-Vrbrauch an, denn das ist ja auch spektakulärer, als den Unterschied zu analysieren.

        Und das Kleinkind bekommt salzige und fettige Pommes, die es noch gar nicht vertragen kann.
        Vielleicht verträgt es ja auch Hafermilch !?!

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        • Thomas Apfel sagt

          Inga, Kinder sind deshalb so spitz auf Pommes frites, weil sie sie sehr gut vertragen !
          Die giftigen Stoffe (Solanin und Chaconin) sind fettlöslich und werden durch Frittieren weigehend aus den Kartoffelstiften entfernt.
          Das mit den „schädlichen“ Pommes ist auch so ein Fake der „Ernährungsklugscheisser“.
          Pollmer hat sich darüber mal echauffiert („Wer hat das Rind zur Sau gemacht – wie Lebensmittelskandale erfunden und benutzt werden“ Rohwolt Verlag 2012).
          Das Buch ist in vieler Hinsicht sehr erhellend.

          +1
          • nur mal zwischendurch von einem Ernöhrungsklugscheißer: Fett ist Hydrophob, die Pommes kommen beim (richtigen) Frittieren gar nicht mit dem Fett in Berührung. Das macht das Frittieren ja zu einer der gesündesten Zubereitungsarten neben dem Dünsten. Hier behält die Kartoffel auch aufgrund der kürzeren Garzeit große Teile ihres Vitamins C. Pommes sind echtes Superfood.

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            • Inga sagt

              Danke für die Info!
              Ich meinte aber Kleinkinder mit noch Windel am Po!

              Ich schätze so 200bis 24 Monate alt!

              Natürlich hat es sich übergeben, und weil die Eltern das schon vorher wußte, legte der Vater sich ein Stoffwindet als die Schulder.
              Legte das Kind dann mit dem Geschicht da ddrauf und sagt:

              Jo, das hast du früher auch schon gemacht, als du noch Fläschchen getrunken hast.

              Das habe ich nur beobachtet und dachte das Kind hätte Salzkartoffeln bei dem Fisch und das Gemüse in der NORDSEE-Filiale haben müssen!

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          • Inga sagt

            Danke für die Info, ich meinte aber ein Kleinkind.
            Das schonend gedünstete Gemüse hat es ja auch nicht gegessen.

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      • Günter sagt

        @Reinhard
        Langsam wird die Diskussion über den
        Klimawandel albern. Nachdem meine Karriere als Bauer dem weichen zum Opfer fiel war ich fast 30 Jahre als Inbetriebnehmer für Feuerungsanlagen weltweit unterwegs. Es gab dabei Anlagen mit einem Verbrauch von 50 t Schweröl
        pro Stunde, diese sind noch heute in Betrieb. Oder Schiffe die schalten sofort nach Verlassen der Häfen um auf Schweröl.
        Dies interessiert kein Schwein.
        Für die Welt ist unsere Klimarettung nicht von Bedeutung. Alles Polemik

        +7
  7. Brötchen sagt

    Bericht aus dem RL DM…kunde vor mir 2 Paletten Hafermilch…..Junges Paar mit Baby..

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  8. Ehemaliger Landwirt sagt

    Hoffentlich liege ich jetzt nicht falsch,
    wenn ich mich nicht irre, ist der zweitgrößte Anteil im Bier, Getreide, somit ernäre ich mit Bier genau so Umweltbewusst, wie mit Hafermilch.
    Außerden ist die Wirkung von Hafer noch nicht genau erforscht.
    Bei Pferden sagt man „den Sticht der Hafer“ kaum auszudenken, wenn bei den Männer die selbe Wirkung auftreten würde. 😉

    +8
  9. Lieschen Müller sagt

    Höhere Nährstoffdichte, naja, das verstehe ich schon. Das Problem in Deutschland und einigen Ländern ist aber schlicht und ergreifend die zu hohe Aufnahme von Kalorien, bzw. Nährstoffen. Die Menschen sind zu fett. Man könnte wahrscheinlich sehr viel für Klima und Umwelt tun, wenn jeder nur das isst, was er braucht. Wie wäre es mit Lebensmittelkarten? 2500 kcal pro Person, wahlweise in Bier oder Hafermilch umsetzbar.
    Essen ist schon immer mehr gewesen, als „Nährstoffaufnahme“. Also wenn man jetzt mal von ganz schlimmen Zeiten absieht.

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    • Reinhard Seevers sagt

      Jaaaa, Lieschen, da kommen wir endlich zum Thema: Paternalismus; der Versuch, die Welt und den Menschen vor sich selbst zu retten!
      Wohlstand generiert alles Schlechte und alles Gute….jetzt muss man nur die Spreu vom Weizen trennen. Wenn der Arme und Hungrige vor den Toren des Wohlstands steht, um etwas abzubekommen, dann muss man ihm gleich zu Anfang klarmachen, dass er mit einer Lebensmittelkarte leben muss…..evtl. ist Freiheit noch höherwertiger, als Nahrungsaufnahme? 😎
      Essen war noch nie mehr als Nahrungsaufnahme, bis zum Beginn der Industrialisierung und der mit ihm verbundenen Arbeitsteilung.

      +3
  10. Nährstoffdichte, Bekömmlichkeit und Verdaulichkeit. Alles Parameter, die in Bewertung und Vergleich von Lebensmitteln einbezogen werden müssen.
    Milch und Fleisch müssen sich hier nicht verstecken.

    +4
  11. firedragon sagt

    Diese pflanzlichen Flüssigkeiten sind Ersatz … für was eigentlich genau?
    Es gibt menschliche Körper, die vertragen keine tierische Milch, da kann ich aus medizinischer Sicht noch verstehen, dass man dem Körper ähnliche Nährstoffe aus Pflanzen zur Verfügung stellt.

    Überspitzt bedeutet das, auf das Nichttrinken von tierischer Milch oder Nichverzehren von tierischen Produkten bezogen, Nahrungsaufnahme wird emotionalisiert.

    Kleiner Tipp, quetscht Euch den Hafer frisch, köcheln ihn in Wasser, gebt zb Rosinen dazu. In ein Schälchen, Kuhmilch mit dem höchsten Fettanteil den Ihr kriegen könnt dazu, Honig drüber – das ist Nahrung ! Damit kann ein gesunder Körper arbeiten.

    Soll jeder mit seiner Ernährung glücklich sein … nur bitte, das Bekehren zum Veganismus oä mittels Vorhaltungen und Diffamierung, ist unterirdisch.

    +8
  12. HBaer sagt

    Hallo und danke für den interessanten Hinweis. Wenn man sich näher mit bilanzierungsmethoden beschäftigt lernt man als erstes, dass Methodik und Grenzen der Bilanzierung entscheidend sind – das hat nicht mit „schönrechnen“ zu tun, sondern das nennt sich Wissenschaft. „schönrechnen“ wird erst daraus, wenn die Ergebnisse in Schlagzeilen verpackt werden. Dass dieser Unterschied etwas Denkarbeit verlangt, die gerne mal verweigert wird, sieht man leider sehr deutlich in ganz anderen Bereichen (die Pandemie, deren Name ich nicht nennen mag☺️) auf jeden Fall mal ein interessanter Denkansatz.
    P. S: ja, die Preise für Hafermilch sind sehr interessant. Als Milchviehhalterin kann ich von solchen Preisen nur träumen…

    +1
  13. Es werden oft (fast immer) Äpfel mit Birnen verglichen. Käse (Tierisch) ganz schlechte Öko Bilanz, Käse aus pflanzlichen Zutaten dagegen deutlich besser. Verglichen wird allerdings ein fertiger produzierter Käse (wie fliest eigentlich der ökologische Fußabdruck der Höhlen des Emmertals mit ein?) mit den pflanzlichen Zutaten. Nicht berücksichtigt wird das teilweise aufwendige Produktionsverfahren um aus Pflanzlichen Zutaten (Soja, Nüsse) etwas Käseähnliches herzustellen. Hat man einmal seinen Tofu selber gemacht, merkt man erst wieviel Wasser und Energie es braucht, um aus der Sojabohne Tofu zu bereiten. Und es braucht auch einen Mixer! Der läuft nicht ohne Strom und muss auch hergestellt werden.

    +3
  14. Brötchen sagt

    Fachlich ist es so, entfettete Milch hat durch den hohen Wasser Gehalt auch keine besonders hohe Nährstoffdichte. Ich hatte mich wegen der Fütterung mit beschäftigt.
    Es ist aber die sehr gute Aufnahme und die sehr hohe Verdaulichkeit das grosse Plus.
    Es ist doch total Gaga…..Reis zu mahlen und eine Emulsion zu erzeugen, bloss weil man einen Milchersatz haben möchte.

    Meine Kinder kaufen das Zeugs auch.
    Hat eben ein Superimage.

    +1
    • Reinhard Seevers sagt

      Die Kuhmilcherzeugungsmaschine kann man auch noch essen…..die Hafermilcherzeugungsmaschine auch?
      ….und sie produziert auch noch Dünger und Kälbchen….eine wahre Wundermaschine! ☝

      +9
    • Thomas Apfel sagt

      Meine Kinder kaufen das Zeugs auch, gleichzeitig aber auch Milch von der Milchtankstelle. Mein Eindruck ist manchmal: Wenn du zu den Kreisen der „Ernährungsklugscheisser und Öko´s „dazu gehören willst, muss so eine Packung Soja- oder Hafermilch auf dem Tisch stehen, wenn die Community aufschlägt.

      +4
      • Reinhard Seevers sagt

        „Wenn du zu den Kreisen der „Ernährungsklugscheisser und Öko´s „dazu gehören willst, muss so eine Packung Soja- oder Hafermilch auf dem Tisch stehen, wenn die Community aufschlägt.“

        TREFFER!
        Das war schon immer so…..damals, als noch die Männer strickten und plötzlich Müsli auf dem Tisch stand, da musste jeder „Fortschrittliche“ mind. Vollkornkekse zum Tee anbieten können….sonst gehörte er nicht DAZU.
        😉

        +1
        • Karl Timme sagt

          Hier die entsprechenden Zitate aus Willi’s Link:

          „Achim Spiller von der Universität Göttingen beschreibt die Gruppe der Käuferinnen und Käufer als „Innovation Seeker“. Menschen, die offen sind für Neuheiten und dafür auch bei einem knappen Budget, etwa als Studentin, einen höheren Preis zahlen. Neben Lifestyle-Gründen ist die Ernährungsweise natürlich häufig der wichtigste Grund. Viele von ihnen essen keine tierischen Produkte, also auch keine Milch. —-
          „Diese Kundinnen und Kunden haben eine höhere Preisbereitschaft“, sagt Spiller. „Und diese Preisbereitschaft wollen die Unternehmen erstmal mitnehmen.“ Schon bald könnte sich das ändern. Achim Spiller schätzt die Gruppe der „Innovation Seeker“ als „trendprägend“ ein und damit als einflussreich für künftige breitere Schichten von Käuferinnen und Käufern.“

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        • Inga sagt

          Cola und Fanta kann man Vergleichen,

          Aber keine Kuh- mit Hafer-, Soja- oder Mandelmich!

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    • Inga sagt

      Genau,
      Das Naturprodukt Milch kann keiner nachahmen!
      Selbst in entrahmter Milch, sogar im Buttermilch sind noch genügend gesunde Stoffe drin und ich denke mehr als in Hafermilch.

      0
  15. Thomas Apfel sagt

    Das ist das Problem der gesamten tierfeindlichen Landwirtschaftsströmungen. Die treten den „wir sind besser Beweis“ gar nicht erst ernsthaft an. Alles was diese Richtung erzeugt ist „schmückendes Beiwerk“ mit einer geringen Kaloriendichte. Schon aufgefallen ? – Alle „alternativen“ Projekte befassen sich vorrangig mit „Salat“. Bei den notwendigen Eiweißen geht der Krampf los und bei den Fetten geht es völlig in die Hose. Die kommen zu allermeist aus nicht einheimischen Rohstoffen (Kokos, Palmöl, exotische und nicht exotische Nüsse). Raps geht, wie wir ja gerade diskutiert haben nicht, bleiben noch Sonnenblumen und Olivenöl (extensiv, viel Fläche wenig Ertrag, Bodenzerstörung durch ständige Offenhaltung).

    Es ist einfach gaga, die Tierhaltung zu bekämpfen. Verändern, oder „verbessern“ lässt sich jeder Landwirtschaftszweig.
    Bei der ganzen Diskussion, egal ob Tierhaltung, Veganismus, Energiewende, Öko-Anbau sind Unmengen an nicht neutral ermittelten Aussagen unterwegs. Da sich Naturgesetztze vom „Geschichten erzählen“ relativ wenig beeindrucken lassen geht das „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ in die Hose !

    +7
    • Brötchen sagt

      Thomas selbst die Eiweiße die es aus Pflanzen gibt, enthalten antinutritive Substanzen und die Verdaulichkeit ist sehr viel geringer. Vom Aminosäure Muster reden wir nicht.

      Für den Erwachsenen kein Problem, für Kinder und Jugendliche oder stark beanspruchte Erwachsene denke ich schon.
      Da sollte man wissen, was man tut und es steht nicht alles in den Tabellen.

      In der Fütterung ist es so, alle Bedarfsnormen beziehen sich auf eine vorausgesetzte Aufnahmemenge pro Tag!
      Wird die nicht erreicht, weil zuviel Wasser oder mit kriegt das Zeug nicht runter, dann ist das alles Makelatur.

      +2

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