Bauer Willi
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Glyphosat in COVID-Teststäbchen?

Die Überschrift täuscht. Es geht Ludger Wess nicht um Glyphosat und auch nicht um Covid 19. Es geht um etwas ganz anderes: Wissenschaft und Vertrauen. Und da gibt es einige sehr bedenkliche Entwicklungen.

Glyphosat in COVID-Teststäbchen?

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78 Kommentare

  1. Knuffel sagt

    Hallo bei der Wahrheit in Verbindung mit Klima nehmen deren Leitfiguren es bei sich selbst nicht so genau mit der Wahrheit. Zufallsfund beim Stöbern im Netz.
    https://klimakatastrophe.wordpress.com/2021/03/16/carla-reemtsma-und-der-reemtsma-neubauer-clan-um-die-fridays-for-future-fuhrungsriege/#:~:text=Heute%20leben%20die%20Reemtsmas%20gro%C3%9Fteils%20von%20Investments%20des,Aussage%20von%20Luisa%20und%20Carla%20ihr%20gro%C3%9Fes%20Vorbild.
    Selber lesen und jeder für sich bewerten.

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  2. Ehemaliger Landwirt sagt

    Die Saat, die seit Jahren gesät wurde, ist aufgegangen.

    Schon lange war ich der Meinung – habe sie auch nach außen vertreten – dass der Tag kommt, wo man der Wissenschaft und der Politik nicht mehr glaubt und dies ist jetzt eingetreten. Und wenn man der Politik nicht mehr traut, ist das schlicht und einfach der Supergau.

    In der Nachbarstadt gab es in den Kitas riesigen Ärger, einige Mütter haben sich gegen den Schnelltestpflicht für die Kinder ausgesprochen, die sind der Meinung, es wäre „Gift“ im Teststäbchen und davor wollen sie ihre Kinder schützen.
    Völlig unverständlich, ist der Ob eingeknickt.

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    • Inga sagt

      Wer hat denn das Gerücht in die Welt gesetzt?

      Den Gerücht glauben und sich dann zusammenrotten und es zu verstärken.
      Das ist fatal!

      Denen tun höchstens ihre Kinder Leid, weil die das eventuell nicht gerne haben.

      Aber das kann nur möglich sein, wenn die Gefühlmäßige Situationen mehr gelten als die Fakten!

      Wo soll das noch hinführen,
      gerade wo wir uns weltweit immer mehr zusammenschließen und agieren!

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  3. Ferkelhebamme sagt

    „Gestern im Fernsehen auch eine einstündige Sendung „Droge Zucker“. Was da als angebliche Wissenschaft verbreitet wird, geht auf keine Kuhhaut. Ich muss da mittlerweile Umschalten, weil es sonst meinen Blutdruck in unerlaubte Höhen bringt.“
    Und dann schaltet man auf WDR und NDR, wo es genauso weitergeht: gestern abend: die Vögel sterben, weil die Insekten sterben und die Menschen werden sterben, weil die Insekten sterben und nicht mehr bestäuben und Schuld sind die Monokulturen der industriellen Landwirtschaft, die zu 60 % Viehfutter anbaut. Ergo: die Viehhaltung muss weg, pflanzliche Bio-Ernährung ist gut, weil da wächst ja Beikraut für die Insekten mit. Ohne Quellen, ohne Belege, mit bunten dramatischen Diagrammen auf Grundschulniveau unterlegt.
    Dann zappt man der eigenen Gesundheit zuliebe da raus und erfährt, dass Erbsen jetzt die Heilsbringer sind! Ein junges Unternehmen bietet ganz hip den Erbsen-Drink als Milchersatz an (Hafer ist out, Willi): lt. Hersteller 15 mal weniger CO2,, 13 x weniger Wasser, 5 x weniger Anbaufläche erforderlich als für Kuhmilch. Belege? Keine.
    Kuhmilch ist außerdem böse, weil sie vom Staat subventioniert wird. Über die Mehrwertsteuer. 2 Sätze später: das Unternehmen erhält EU-Fördergelder…
    Ich hab mich mit meinem Krimi ins Bett verzogen. Die Evolution wird’s schon richten…

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    • Liebe Ferkelhebamme. Seien sie froh, dass das Problem mit den zuckrig süßen, pappigen Getränken in Deutschland nicht so populär ist wie bei den übergewichtigen US Amerikanern und an Süsses gewöhnten Latein nicht Ibero Amerikanern. Bei Pizza Essern und auf der Iberischen Halbinsel „berauschen“ einige mehr sich nicht nur am guten Wein, als bei uns.

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  4. Meyer sagt

    Mein Vertrauen in die Politik schwindet von der Kommune , also vor Ort , bis nach Berlin und Brüssel auf Null. InBerlin und Brüssel sitzen die Einkommensoptimierer, Ideologen , Lobbyisten usw. . Die Wissenschaft läuft vielfach nur den Staatsgeldern hinterher und macht sich so zum Abnicker der Politikideologen. Sag mir was du für ein Gutachten haben willst und ich schreibe dir das .- Bei den Medien läuft es nicht anders. Kommen wir zu den Bundesverfassungsrichtern. Alles von der Politik eingesetzte Leute. Recht nach Realität und Grundgesetz gibt es da auch nicht mehr.- EZB die Verwalterin des Euro. Auch nur noch politisch besetzt. Entsprechend sind die Urteile und Entscheidungen zur Geldpolitik. – Wenn man in alle Verträge und Zusagen in der Vergangenheit schaut , dann kann man überall nur Gesetzesbrüche und ideologische Entscheidungen erkennen. Mit Realität hat das auf allen Ebenen schon nichts mehr zu tun. Bei knallharter Analyse nach Rechtsstaatlichkeit müßte manch ein Politikvertreter wegen Meineides , Vertragbrüchen usw. in den Knast. Bananenrepublik eben.

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  5. Bote und Botschaft
    Wie beim letzten Mal schon, als der Autor Ludger Weß hier auftauchte:
    Einer der PR- und Lobbyismus-Fuzzis der Pharmabranche.
    Gründer der Agentur Akampion, hier Lobbypedia:
    https://lobbypedia.de/wiki/Akampion

    Zitat:
    Akampion ist ein Beratungsunternehmen, das PR-Dienstleistungen für Unternehmen der Pharma- und Biotechnologie-Branche anbietet. Es ist 2006 gegründet worden, um den guten Ruf von Unternehmen zu begründen bzw. zu verbessern.[1] In diesem Zusammenhang haben die Gründer Ludger Weß und Ines-Regina Buth ein Netzwerk von Dienstleistern rund um das Thema Kommunikation und PR für die Biotech-Branche aufgebaut.

    Wer wirklich auf die Wissenschaft hören will, sollte auch immer die Agenda derer hinterfragen, auf die er hört.

    Wollen wir medizinisch über Glyphosat sprechen? Möge jemand Herrn Weß erleuchten, daß Glyphosat nie pur eingesetzt wurde, die Studien jedoch nur vom Wirkstoff handelten. Das ist ja der Trick bei Studien. Schon mal vom erbgutschädigenden Tallowamin gehört, dem Netzmittel, oder von der Wechselwirkung von Glyphosat mit den Zusatzstoffen?

    Wenn wir wissenschaftlich über Glyphosatformulierungen sprechen wollen, na, einfach mal nach Übersee schauen, Erkenntnisse frisch vom Acker:
    Ganzjähriger Einsatz von Roundup (Glyphosat) auf Feldern, auf denen gentechnisch veränderte roundup-ready Pflanzen angebaut werden.
    Extreme Entwicklung von Resistenzen beim Unkraut (Superweeds).
    Aktuell versucht, durch noch mehr Pflanzenschutzmittel das irgendwie hinzubekommen von wegen viel hilft viel bzw. muß weitere Herbzide wie Atrazin oder 2,4-D auch einsetzen (Agent Orange läßt grüßen).
    Ende vom Lied: Auch darauf entwickeln sich erste Resistenzen.

    Siehe hier:
    https://www.topagrar.com/management-und-politik/news/usa-7-mehr-pflanzenschutzmittel-durch-gentechnik-9587054.html

    Aber wenn man so viel Geld übrig hat in der Landwirtschaft, ja dann kann man den Bayer-Monsanto-„Wissenschaftlern“ gern weiter vertrauen. Trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast!

    Oder aus der Medizin: Schon mal von antibiotikaresistenten Keimen gehört? Gleiches Prinzip, gleiches Problem.

    Ja, es braucht Pflanzenschutz. Aber man sollte nicht so naiv sein, daß man biologische und mechanische Verfahren immer ausblendet wie Untersaaten, längere Fruchtfolgen u.v.m. Oder die Frage der Erträge und Produktion mal ins Verhältnis zu Nachernteverlusten und Lebensmittelverschwendung stellen, wäre auch eine Idee!

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    • Thomas Apfel sagt

      Irgendwann ist es aber mal genug Herr Suhr !
      Niemand klammert Fruchtfolgen, Untersaaten usw. aus ! Wie Sie aber zu jedem Thema die selben Worthülsen freisetzen ist einfach nur noch nervig.
      Wenn Sie Biolandbau favorisieren, dann ist das Ihre Entscheidung, aber hier dauernd gestandenen Praktikern, die sich und ihre Betriebe seit Jahrzehnten an die Gegebenheiten anpassen. ständig die selben Plattitüden vor die Füsse zu werfen ist eine kaum zu übertreffende Arroganz und Wichtigtuerei.
      Die Untersaaten haben wir einige Beiträge zuvor durchgekaut.
      Die platte Wiederholung des behaupteten Umfangs der Lebensmittelverschwendung habe ich ca. 15 mal richtiggestellt.
      Resistenzen gegen alles was die jeweiligen Lebewesen in ihrer Entwicklung einschränkt, sind Bestandteil des Bestrebens nach Dominanz der eigenen Spezies aller Lebewesen.
      Das betrifft natürliche Abwehrgifte von Pflanzen und Tieren ebenso, wie die Stoffe, die wir dem System zufügen. Damit muss man im Bio-Landbau, wie auch in der klassischen Landwirtschaft immer umgehen (1996 = Schorfpilz durchbricht gleichzeitig in ganz Europa die Resistenz der meisten Öko-Apfelsorten).

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    • Stadtmensch sagt

      Herr Suhr, bitte nicht immer dieses Geraune. Sie könnten doch mal Ihre vielen Kontakte in die Szene der „Guten-Landwirtschaft“ nutzen und ganz klare Studien über Zusammenhänge von Pflanzenkrankheiten aufgrund von Ungleichgewichten im Edaphon bringen (falls es welche gibt). Dann kann man das in die Waagschale werfen von „Boden gleich Pflanzsubstrat“ versus „Boden gleich Organismus“. Oder PSM-Einsatz pro Nahrungskalorie. Ich denke da nimmt sich Bio und Konvi momentan nichts.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      „Aber wenn man so viel Geld übrig hat in der Landwirtschaft, ja dann kann man den Bayer-Monsanto-„Wissenschaftlern“ gern weiter vertrauen. Trau keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast!“

      Mache seit 50 Jahren Landwirtschaft und jetzt will mir einer erklären, dass man keinen Pflanzenschutz braucht. Mehr darüber zu schreiben macht keinen Sinn.

      Wenn es ihre Zeit erlaubt, Googeln sie mal nach Flipper, Sivanto und Spiropidion, natürlich im Pflanzenschutzbereich.

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    • firedragon sagt

      „Ja, es braucht Pflanzenschutz. Aber man sollte nicht so naiv sein, daß man biologische und mechanische Verfahren immer ausblendet wie Untersaaten, längere Fruchtfolgen u.v.m. Oder die Frage der Erträge und Produktion mal ins Verhältnis zu Nachernteverlusten und Lebensmittelverschwendung stellen, wäre auch eine Idee!“

      Herr Suhr,
      Für wie blöd halten Sie die Landwirtschaft eigentlich?!

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      • Lady sagt

        „Herr Suhr,
        Für wie blöd halten Sie die Landwirtschaft eigentlich?! “

        Drachen, Herr Suhr gibt hier immer mehr den Troll. Es lohnt sich gar nicht, das überhaupt noch zu kommentieren.
        Den „Herrentag“ hier im Osten möchte ich auch eher nicht kommentieren, da kann und will ich mich nicht dran gewöhnen. Aber das verlangt glücklicherweise auch niemand.
        Ansonsten hat Ludger Wess für mich in vielen Punkten recht. Die Menschen misstrauen nicht nur der Wissenschaft, sie misstrauen bereits dem „Experten“, dem professionellen Wissen, wie immer man es nennen möchte. Und das ist fatal. Wer Gehör finden möchte, hat am besten null Ahnung von der Sache. Aber viel Story…, gruselig.
        Und das gilt insbesondere für Bereiche, mit denen jeder Berührung hat. Ist ja auch einer aberwitzige Idee einen Bauern zu fragen, wenn es um Landwirtschaft geht.

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        • firedragon sagt

          „Ist ja auch einer aberwitzige Idee einen Bauern zu fragen, wenn es um Landwirtschaft geht.“

          🙂 Lady,
          ich frag ja grundsätzlich den Bäcker, wenn ich ein Problem mit unseren Schleppern hab‘ …. käme nie auf den Gedanken, den Mechaniker zu Rate zu ziehen …

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    • Bauer Willi sagt

      Zum Thema Lobbyismus: https://taz.de/Bauer-als-Chemie-Lobbyist/!5631848/

      Bote und Botschaft: Wenn die Botschaft nicht passt, wird der Verfasser diskreditiert. Immer das gleiche Muster. In beiden Fällen von Linken…

      Bei der Bundestagswahl wird diese Partei vermutlich an der 5%-Hürde scheitern. Und das ist gut so….

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  6. Karl Timme sagt

    Eine Risikoabwägung nehmen wir in jeder Minute unseres Lebens vor!

    In der absoluten Mehrheit geschied dies unbewußt, weil zum täglichen Leben dazugehörig. Erst wenn Entscheidungen getroffen werden, die nicht alltäglich sind wird nach dem Risiko gefragt. Je seltener ein Vorgang ist, desto tiefgreifender die Überlegungen.
    Dieses einmal vorausgeschickt kommen Dinge (ich will es einmal als Grundrauschen bezeichnen) zum tragen wie oben beschrieben.
    In der jetzigen Situation (Impfgrad 1. Impfung 36%) kommen dann aber noch Impfreaktionen im Verwandten- und Bekanntenkreis hinzu.
    Hatte ich nach der Impfung nur die Einstichstelle einige Stunden verpürt, war meine Frau regelrecht Krank, ebenso wie meine Mutter (nicht ganz so heftig). Ich könnte jetzt ein „Unwohlsein“ nach einer heftigen Feier 14 Tage nach der Impfung, auf das Impfen zurückführen, aber da wollen wir doch objektiv bleiben und keine Sensationsgelüste befriedigen.

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  7. Christian Bothe sagt

    Eine typische Diskussion in einer freiheitlichen Demokratie.Sinn und Unsinn tragen da ja immer einen Wettbewerb aus.Vergleich zwischen Glyphosat und Impfstoff ist total daneben.Deshalb äußere ich mich zu ersterem heute nicht! Ich bin für eine generelle Impfpflicht und als gelernter DDR Bürger weiß ich,das dies eine gesundheitsfördernde Maßnahme schon für uns Kinder war.In der Schule wurden Impfungen auch durchgeführt und alles im Impfpass vermerkt plus diverse Auffrischungen.Die Diskussionen in der BRD damals darüber hatte sowieso keiner verstanden.Ich finde es auch richtig Teenager zu impfen und in den USA gibt’s die Zulassung bereits.Wir werden wieder erst monatelang über das Wenn und Aber diskutieren(Eingriff in die persönlichen Freiheiten und ähnliches),anstatt die wissenschaftlichen Aussagen von dort 1:1 zu übernehmen.

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    • Karl Timme sagt

      Christian ähnlich hat sich eine aus der ehemaligen DDR stammende und heute hier niedergelassene Ärztin geäussert. Im April letztes Jahr haben wir Überlegt, anlässlich meiner Vorerkrankung, eine Impfung gegen Lungenentzündung vorzunehmen. Dabei haben wir auch meine Impfhystorie beleuchtet. Die meisten Impfungen habe ich wärend meiner BW-Zeit „ungefragt“ erhalten.
      Zum damaligen Zeitpunkt gab es nur wenige Covid-Erkrankte in der Ehemaligen DDR. Sie hat das auf die restriktive Impfstrategie in der Vergangenheit der DDR zurückgeführt.

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    • Herr Christian Bothe. Langsam. Nicht einmal in der Volksrepublik China gibt es eine Impflicht für Corona. Global Times zitiert am 14.5. 21 den Top Epidemiologen Zhong Nanshan, der im Januar 20 schon beim ersten Besuch in Wuhan die große Gefahr erkannte.
      Die weltweite Herdenimunität würde zwei bis drei Jahre brauchen. Das würde eine globale Koordination verlangen. Die natürliche Herdenimmunität von 70 bis 80% verbiete sich und wäre unrealitisch, weil 5% aller Menschen daran sterben würden.
      Wenn in China die Wirksamkeit der Impung 70 % betrüge, bräuchten dort 83.3 % eine Impfung. Keine Impfung aller 1,4 Milliarden Chinesen ist notwendig. Für Asien und Europa dagegen 80.2 und 96.2 bei 70 %Wirkung im Durchschnitt.
      Bei 80ig prozentiger Wirkung in China 72% und weltweit 78%. Für Asien 70.2 und Europa 84,2%
      In China beträgt die Impfquote gerade mal 23%, weit hinter Israel, USA und Großbritannien und 36 % mit der 1. Impfung in Deutschland.
      Tao Lin, ein Impfexperte aus Schanghai sagt bis Ende 2021 könnten in China 70% geimpft werden. Zong Nanshang. “ Kein Land ist sicher bevor nicht alle sicher sind“.

      Hier in Schanghai im Familien Kreis zum Geburtstag wurde vor drei Wochen die Nachricht erzählt von einem Sohn, einem Einzelkind, dass viele Eltern hier mit weniger als 40 Jahre alt haben, der verstarb nach der Impfung, weil er von einem Krebs nichts wusste, den er gehabt hat.
      Seit drei Wochen überlegen sich manche das Impfen. Besonders mit Vorerkrankungen. Die Werbung wird auch vor großen „Malls“ Einkaufzentren gemacht und in der Regenzeit sind die Zelte hintereinandergereit vor dem Impfbus vor dem Kulturzentrum. Bequem überall in der Stadt. Nur ein Tag wurde nicht geimpft. Sonst jeden Tag. Die Schlangen sind überschaubar. Die neu aufgetretenen Fälle mit täglich 5 positiven, aber mit ihren weit verstreuten Kontakten von der Anhui Provinz bis nach Peking gehen in die Hunderte. Tests sind aber verpflichtend. In Hongkong kamen sie mit großem Aufgebot überraschend, damit keiner weg konnte und sperrten alles ab. Diese Tests von jeweilsnur 500 000 Personen jetzt waren seit November 20 bei Millionen und in Millionenstädten mit allen Personen bei wenigen positiven Fällen durchgeführt worden.

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      • brouss sagt

        Die Chinesen sind aber in der Kontaktnachverfolgung viel konsequenter. Die lesen Handydaten und Kreditkarten aus .

        Sind auch bezüglich Quarantäne radikal. Da kommt sogar ein Warnschild an die Tür.

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        • Sehr geehrter Herr Bross, China ist ein altes weises Land und baut auf die Wissenschaft und ihrer Anwendung, der Technik ihr Land auf.
          Aus dem Handorakel der Weltklugheit des Gracian der Bibliothek Gutenberg entnommen:

          „Wissenschaft und Tapferkeit
          bauen die Größe auf. Sie machen unsterblich, weil sie es sind. Jeder ist so viel, als er weiß, und der Weise vermag Alles. Ein Mensch ohne Kenntnisse; eine Welt im Finstern. Einsicht und Kraft; Augen und Hände. Ohne Muth ist das Wissen unfruchtbar.
          Seine Vollendung erreichen.
          Man wird nicht fertig geboren: mit jedem Tage vervollkommnet man sich in seiner Person und seinem Beruf, bis man den Punkt seiner Vollendung erreicht, wo alle Fähigkeiten vollständig, alle vorzüglichen Eigenschaften entwickelt sind. Dies giebt sich daran zu erkennen, daß der Geschmack erhaben, das Denken geläutert, das Urtheil reif, und der Wille rein geworden ist. Manche gelangen nie zur Vollendung, immer fehlt ihnen noch etwas; andere kommen spät zur Reife. Der vollendete Mann, weise in seinen Reden, klug in seinem Thun, wird zum vertrauten Umgang der gescheuten Leute zugelassen, ja gesucht.“

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      • Ich finde es ziemlich „normal“, wenn ein Chef Virologe ,der in der Pandemie bei Sommerzeit um 19 mit der Arbeit aufhört, um seinen kleinen Sohn noch zu sehen und Fahrad fährt. Vertrauenswürdig als Mensch und im Beruf? (aus Begleitheft der Bahn im Sommer 20)
        Bei Politikern, das sah ich bei ehemals Dr. Botschafterin beim Vatikan und MP Kretschmann steht ein Polizeiauto bereit und Fahrer oder Hubschrauberpilot.
        Vertrauenswürdig? selbst die Dienst- und Schutzbegleitung gesehen. Vom Hubschrauber im Schwarzwald in der zeit gelesen.

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  8. Obstbäuerin sagt

    Eine interessante Sicht auf das Risiko einer Coronainfektion und einer Impfung dagegen hat meine Schwester. Sie hat sich impfen lassen mit der Begründung: Ist doch egal, woran ich sterbe – an der Krankheit oder der Impfung. Das zeigt doch, wie wenig wir über die Krankheit und die Auswirkungen der Impfung wissen und eine Entscheidung eher gefühlsmäßig getroffen wird. Letztendlich ist es eine Risikoabwägung zwischen einer möglichen Infektion mit eventuell schwerem bis tödlichem Verlauf und einer Impfung ohne Langzeitstudie aber möglichen erheblichen bis tödlichen Nebenwirkungen. Seriöse Wissenschaftler geben auch zu, dass die Datenlage dünn ist. Deshalb finde ich den Vergleich mit Glyphosat nicht ganz passend, denn hier gibt es jahrzehntelange Erfahrung und Untersuchungen ohne Ende. Ansonsten stimme ich den Aussagen des Autors zu, jeder versucht seine These als wissenschaftlich (gern mit Metastudien) und politisch (von den Medien gepuscht) belegt darzustellen und eine sachliche Diskussion findet nicht mehr statt.

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    • Brötchen sagt

      Naja Obstbäuerin der Kern ist aber eine optimistische selbstbestimmte Weltsicht!
      Ganz platt der Begriff freiheitliche Grundeinstellung.

      Und da muss! Jeder! Für sich sein Risiko einschätzen und wahrnehmen und die Konsequenzen tragen ohne irgendjemand verantwortlich machen zu wollen!

      Ich habe mich so wie deine Schwester auch impfen lassen und bin mir einem Risiko auch bewusst.

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        • Brötchen sagt

          Ja und jeder soll das machen, wie er das für sich gut hält!

          Die Konsequenzen muss jeder dann auch aushalten!
          Wenn kein Bett frei ist, dann ist das so.

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Inga,
          ich wurde mit Moderna geimpft, ich glaube die haben mir einen Chip vom Bill Gates eingepflanzt, kann auch der vom Trump gewesen sein. Sputnik hätte ich abgelehnt, den vom Putin wollte ich nicht, auch keiner vom Mao Zedong .😊

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          • Günter sagt

            @Ehemaliger:
            Und ich wurde mit Biontech geimpft,
            habe jetzt aber reklamiert, dass das Altern
            damit nicht unterbunden wird.

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      • Obstbäuerin sagt

        Bei einer neutralen Betrachtung der Risiken würde ich dem zustimmen, Brötchen aber medial (und von diversen Wissenschaftlern) wird Angst verbreitet, um die Impfbereitschaft zu erhöhen.

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        • Brötchen sagt

          Ist ja richtig, also hat jeder eine Informationspflicht.

          Das Schweizer system beruht auch darauf, das sich jeder vor einer Volksabstimmung informiert.

          Ich habe eine Zeitlang die Coronabericht von dem drosten auch nicht mehr gehört.

          Jetzt wieder, es gibt dazwischen schon gute Informationen.

          Es gibt bei uns diese Einstellung nicht mehr!!!!!!!
          .
          Wie es die in den USA z.b. gibt.

          Wir züchten das systematisch durch ein gewisses Klima!
          Es kommen dadurch auch Leute hoch, die das pflegen an allen spitzen!!!!

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          • Brötchen sagt

            Wie z.b. in Berlin soll Infos über die Impfung in allen Sprachen geben….

            Nein es gibt die nur in D. Engl…..und jeder muss die Sprachen lernen fertig…..

            Das darf man aber öffentlich nicht äußern.

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          • Brötchen sagt

            Der Staat hat die Aufgabe die Infos zur Verfügung zu stellen und das macht er bei der Impfung auch, so sehe ich das.

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            • Christian Bothe sagt

              Der war bloß zu dämlich rechtzeitig für Deutschland Impfstoffe einzukaufen!!!Wie ist das im GG verankert( Schutz der Bevölkerung etc…).

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              • Reinhard Seevers sagt

                Das sind doch lediglich Nebenkriegsschauplätze. Was nützt ausreichend Impfstoff, wenn sich die Hälfte weder impfen noch testen lassen will. Man sollte die Dämlichkeit an einen Teil der Bevölkerung zurück attestieren, finde ich.
                Das empfundene Versagen der Politik liegt immer mal auf der einen Seite der Meinungsführer, mal auf der anderen….jeder möchte sein Geseiere als Maßstab wissen.
                Frag Lanz, der ist der deutsche Meinungsmacher per definitionem.

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                • Inga sagt

                  Mich würde mal interessieren, ob vor der Impfung auf Immunität geprüft wird,
                  weil dann bräuchte man sie doch nicht.

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                • Inga sagt

                  oder Die Impfung wäre im dem Fall wäre vielleicht sogar gefährlich, könnte doch sein, oder nicht?

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              • Christian Bothe sagt

                Die hätten sich mal ein Beispiel an Trump nehmen können.Der hat nämlich den Impfstoff für die USA in Größenordnungen eingekauft von dem Biden jetzt zehrt und großspurig als seine Politik verkauft.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Der Ami lässt sich sogar beim Discounter impfen, der Deutsche hat dafür so viel Angst vor dem Impfstoff, dass er lieber seine Mitbürger in Gefahr bringt. Da muss sich dann wohl auch der Bürger ein Beispiel am USA-Bürger nehmen….

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            • Die vierte Gewalt find ich hierbei besser:
              https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-wann-muss-die-impfung-aufgefrischt-werden-17347478.html
              Der Abfall der schützenden Antikörper schreitet nach den Vorstellungen des Impfstoffherstellers dann stark verlangsamt fort. Mit Daten konnte das bisher nicht erhärtet werden. Zumindest aber hat man seit dieser Woche nun mehr Klarheit, wie der Status des Immunschutzes abgeklärt werden kann. In der Zeitschrift „Nature Medicine“ haben australische Immunologen ermittelt, dass die gemessene Menge an neutralisierenden Antikörpern bei allen bekannten Impfstoffen ziemlich genau den Schutz vor milden bis schweren Covid-19-Erkrankungen spiegelt. Damit ist klar, dass auch die Überwachung der Immunantwort mit Antikörper-Tests für gefährdete Personen durchaus sinnvoll werden kann.

              14:21 MARTIN FRANKE

              Der Vorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, sieht die Hausärzte durch die angekündigte Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung überfordert. Nun seien auch die Bürger gefragt, nicht alle auf einmal und sofort in den Praxen anzurufen, sagte er am Mittwoch im Deutschlandfunk. Grundsätzlich sehe er aber die Aufhebung der Priorisierung positiv: Teilweise wollten Personen auch nicht geimpft werden. Deshalb müsse der Rest der Gesellschaft nicht darauf warten, dass alle geimpft seien, die nach der Reihenfolge eigentlich vor ihnen dran wären. Das zentrale Problem sei indes nicht die Impfpriorisierung, sondern der Mangel an Impfstoff.

              Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montagabend angekündigt, dass Bund und Länder die Priorisierung bei den Corona-Impfungen vom 7. Juni an aufheben. Die Impf-Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge soll dann bundesweit in allen Arztpraxen und regionalen Impfzentren sowie bei Betriebsärzten wegfallen. Damit sind dann alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren.

              https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/corona-liveticker-montgomery-hausaerzte-durch-ende-der-impfpriorisierung-ueberfordert-17305447.html
              Montgomery bemängelte zudem den langsamen Fortschritt bei der Digitalisierung von Impfnachweisen. Inzwischen gebe es in Deutschland eine Debatte, in der man mehr über den Missbrauch von digitalen Instrumenten rede als über ihren sinnvollen Gebrauch, sagte er.

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  9. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Drei Wissenschaftler – vier Meinungen, das ist nicht neu! Schon immer war der/diejenige die Kritik am Mainstream übten, nicht selten scharf unter Beschuss geraten. Für mich gehört das dazu, wenn man neue Thesen entwickelt, sich mit dem Standard kritisch auseinandersetzt.

    Wir leben in dem Gesellschaftssystem einer freiheitlichen Demokratie, wo Meinungsfreitheit mit das höchste Gut für ALLE darstellt. Manch ein unnahbarer Wissenschaftler in seinem abgeschotteten Elfenbeinturm kann damit natürlich nicht unbedingt salopp locker umgehen.

    Wäre die Menschheit als solches dazu aber nicht befähigt, wo in unserer Entwicklungsgeschichte wären wir dann hängengeblieben, wäre unser Status quo heute anzusiedeln!?

    Unlängst erst hat man in einer abgeschotteten Höhle im Süden Italiens sensationelle Gefunde getätigt: Bis zu 68.000 Jahre alte Neandertalerknochen dort weisen alle Biss- und Schürfspuren auf, sie rühren wohl daher, dass diese in einer Höhle gefunden wurden, wo Hyänen u.a. ihre Beute in Ruhe ungestört verspeisten. Hätten wir Menschlein uns nicht fortentwickelt, stünden wir möglicherweise noch heute u.a. auf einem solchen Speiseplan, wären wohl niemals in die Spitze der Evolution vorgedrungen.

    Unsere Gesellschaft, die Menschheit generell, atmet von einem kritischen Zeitgeist – schon immer, nicht erst heute!

    Nochmals zur Untermauerung: Wer hat mit die größten Bauwerke, mit welchen Mitteln, jemals errichtet…!? – Orientiert euch am Nil entlang.

    +3
    • Ein Professor für Neurologie an der Universität Innsbruck sagte mir: „wer zu früh kommt mit etwas Neuem beißt sich besser auf die Zunge, um es nicht auszubreiten vor den Kritikern. Es dauert lange bis das Entdeckte oder Erfundene zur Anwendung und Marktreife gelangt. „Die Leute merken selbst, wenn es in ihrem Wissenschaftsfach keine Zukunft gibt und verlassen es“. Einer der jahrelang in Antropologie in Tübingen promoviert hat und dann freiberuflich Geologe wurde, gab folgenden Rat: „Einem mit „Jesuslatschen“ an den Füßen machte ich schnell eine Skizze aus dem Handgelenk. Nach vielen Wochen kam er mit seiner Ausdeutung und Bearbeitung darüber zurück. Stellen sie n i e so einen bei sich in einem neugegründeten Unternehmen ein“.
      Leider können Geologen und Geografen nicht Stundenlöhne in Rechnung stellen wie Juristen und 120 Euro je Stunde verdienen,wie die Ärzte beim Impfen. Jeder Mitarbeiter im Freien Beruf muss etwas sofort selbst mit einbringen“.
      Juristen, Zahnärzte und sogar Fachärzte gibt es genug und ihre Ausübung wird von deren Verbänden und Fachinnung begrenzt gehalten, damit jeder, einmal im Beruf einmal drinnen, einen guten Verdienst erhält . „Schuster bleib bei deinen Leisten“ auch wenn es finanziell nicht üppig ist.

      0
  10. fingerphilosoph sagt

    Bei aller berechtigten Kritik an NGOs und Grünen, ist es m.E. unseriös und unehrlich, sie allein dafür verantwortlich zu machen, dass man in die sogenannten „Wissenschaften“ kein Vertrauen mehr haben kann. Dieses Vertrauen haben die Vertreter der Wissenschaften auch ganz ohne NGOs und Grüne verspielt. Selbstkritik wäre durchaus angebracht.

    „Wissenschaftliche Erkenntnisse“ sind keine 5 Euro wert, wenn die Wissenschaftler nicht mehr in der Lage sind, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen und die den angeblichen Erkenntnissen zugrunde liegenden tatsächlichen Motivationen zu ergründen.

    Ich frage mich nämlich schon, warum Kinder mit Impfstoffen, über deren Langzeitwirkungen man überhaupt nichts weiß, geimpft werden müssen, wenn Kinder an Covid weder schwer erkranken noch daran sterben. Bis zum 22.03.21 sind gerade mal 60 (!) Personen unter 29 Jahren an oder mit Covid verstorben, das sind weniger als bei einer Grippe. Da bin ich schon gespannt, wie Herr Wess die Notwendigkeit „wissenschaftlich“ begründen will.

    +3
    • Bauer Willi sagt

      @fingerphilosoph
      Ich sehe da ein anderes Problem: NGOs und Grüne suchen sich gerne die Studien heraus, die zu ihrer Meinung passen. Und alle anderen tun das natürlich auch, mich eingeschlossen.

      Selbstkritik der Wisssenschaft: Ich kenne einige Personen aus dem Wissenschaftlichen Beirat Agrar persönlich. (Taube, Balmann, Grethe). Der WBA hat eine eigene Agenda und ist nicht unabhängig. Wenn man in der Forschung von Drittmitteln abhängig ist, kann das auch nicht anders sein.
      Ich weiß aber auch nicht, wie man diese Problematik auflöst.

      +5
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Gar nicht!!!

        „Das Bessere ist des Guten Feind.“ – Ist das nicht auch gut so!? Es darf gerne leidenschaftlich darüber diskutiert werden. 😉

        +4
        • Thomas Apfel sagt

          Solange die Diskussion über besser oder nicht, richtig oder falsch, offen und mit These, Antithese und Beweis geführt wird ist das unproblematisch.
          Wenn aber alles, was nicht die Modeansichten (oder den momentanen Kenntnisstand) der jeweils dominanten Gruppen in der Gesellschaft bestätigt, abgewürgt wird, ist nicht mehr viel von Freiheit für ALLE übrig. Das gilt vor allem, wenn deren Speichellecker und Kostgänger derartige unkontrollierte mediale Macht haben wie derzeit.
          Fragestellungen, die nicht „böse Agrarindustrie“- „Besserbio“ oder z.B. Klima- Weltuntergangsszenario als bestätigt ansehen, kommen gar nicht mehr zum Zuge, oder werden aus den breitenwirksamen Medien verbannt. Ich bin manchmal erschüttert, was da schon an Selbstzensur unterwegs ist.

          +4
      • Brötchen sagt

        Eh Willi von welchen Mitteln ist Herr Grethe abhängig?

        Ich habe den schon erlebt auf einer va der Friedrich Ebert Stiftung!
        Man kann auch forschen ohne viel Geld!

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        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Da bin ich nicht ganz bei Ihnen.

          Geistiges Wissen zu erforschen, kostet diese Denker nichts bis wenig, wenn ich aber ins Gehirn von Individuen vordringen möchte, fordert das Kapitaleinsatz, einen sehr hohen sogar.

          Auch die Expeditionen Richtung Mond, neuerdings Mars, verschlingen Unsummen, kosten richtig Kohle.

          Wenn unsere Spezies den Blauen Planeten noch weitere 2-3 Generationen derart brutal auszubeuten gedenkt, ist das nach aktuellem Dafürhalten aber bestens angelegtes Geld… 🙂

          +2
          • Brötchen sagt

            Ach das stimmt einfach nicht, es fehlt vor allem an Ideen!
            Ich habe ein wenig mit dem Betrieb zu tun.

            Will da nicht zu sehr reinhauen.

            Sicher braucht man für grosse Sachen auch Geld….aber das kann man organisieren, wenn man denn wirklich will.

            Ich beziehe mich jetzt auf lw. Themen….

            Mal ein bsp aus Amerika.

            https://roboflow.com/

            +1
        • Bauer Willi sagt

          Ich habe nicht behauptet, dass der Wissenschaftliche Beirat käuflich ist! Also vorsichtig mit Unterstellungen. Aber er ist auch nicht unabhängig, dabei bleibe ich.

          Bei welcher Stiftung hast Du ihn erlebt? Ach ja…?

          Wenn er einen Tag später bei der Konrad-Adenauer-Stiftung redet, kann er das aber wieder ausgleichen. 🙂

          +1
      • Paulus sagt

        @Bauer Willi, „Wenn man in der Forschung von Drittmitteln abhängig ist, kann das auch nicht anders sein.“
        Ich kann aufgrund langjähriger Erfahrung versichern, dass diese pauschale Aussage nicht stimmt und ich wehre mich hier nicht zum ersten Mal dagegen. Zumindest im technisch-ingenieurwissenschaftlichen Bereich, ich bezeichne sie mal als exakte Wissenschaften, trifft dies nicht zu!
        Die Unis sind zwingend als auf Drittmittel, und Teile der Wirtschaft sind ebenso auf Auftragsforschung angewiesen. Ohne diese würde es so manche Institute und damit so manche am Markt umsetzbaren Innovationen gar nicht geben, bzw. würde an den Unis nur noch Schmalspurwissen gelehrt.
        Wer glaubt, da würden seitens der Auftraggeber Gefälligkeitsstudien oder -ergebnisse erwartet hat sich geirrt!
        Ich streite nicht ab, dass dies in manchen Disziplinen durchaus vorkommen mag. Mir ist aber auch bekannt, dass z.B. seitens der Wissenschaftsjournalisten, wenn sie mal wieder etwas aufgeschnappt haben, die präzise Aufgabenstellung entweder nicht bekannt ist oder verschwiegen wird. Und schon kann man Ergebnisse mit etwas Geschick in dem ein oder anderen Sinne interpretieren.

        +1
    • Thomas Apfel sagt

      Bezüglich der Wissenschaft würde ich dem zustimmen, „Gefälligkeitsstudien“ für vorformulierte gewünschte Ergebnisse gab es schon immer .
      Allerdings waren es schon die NGO´s, die seit den 70-ziger Jahren das Geschäftsmodell der Angst- und Mitleidsindustrie etabliert und perfektioniert haben, eben weil sich damit so gut das Geld aus den Taschen der Andern ziehen lässt.
      Das m.E. Gefährliche ist die zunehmende Allianz der Wissenschaft mit den NGO´s und denen nahestehende Einrichtungen (UBU, PIK, u.A. und die dazu gehörenden Denkpanzer).
      Einer der Gründe dürfte die Jagd nach Projektfinanzierungen sein. Wenn Projektanträge bearbeitet werden, muss neuerdings Klimarettung, Bio-Landwirtschaft, und Energiewende in irgendeiner Form im Antrag vorkommen – manchmal völlig sinnfrei – sonst ist die Ablehnung vorprogrammiert.
      Für diese Projekte, deren Ergebnisse meist einmal englischsprachig veröffentlicht werden, um dann im Teich der verschollenen Ekentnisse geparkt zu werden, wird mittlerweile über die Hälfte der Arbeitszeit aufwändig ausgebildeter und gut bezahlter Wissenschaftler verschwendet.

      +3
      • fingerphilosoph sagt

        Das eigentliche Problem scheint mir zu sein, dass in unserer Gesellschaft die Wahrheit anderen Werten wie Frieden, Hoffnung und Liebe geopfert wurde. Wenn man heute über Wahrheit redet, hört man doch sofort: „Zwinge deine Wahrheit nicht anderen auf.“ Oder: „Jeder hat seine eigene Wahrheit.“ Das Buch von Heinz von Förster „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ war ein Megaseller.
        Die Suche nach der Wahrheit ist suspekt geworden, weil in der Vergangenheit zu viele Idealisten und Idioten behauptet haben, sie gefunden zu haben.

        Es gibt deshalb heute keine Wahrheit mehr, sondern nur noch Meinungen und Interpretationen. Das schlägt natürlich auf die Wissenschaften zurück. Würden die Wissenschaftler sich der Wahrheit verpflichtet fühlen, wäre es egal, wer welche Projekte finanziert.

        +1
        • Reinhard Seevers sagt

          Als Philosoph sollte man wissen, dass es keine „Wahrheit“ gibt…..Religionen behaupten zwar auch schon seit tausenden von Jahren das Gegenteil, sind aber ebenfalls gescheitert.

          0
          • fingerphilosoph sagt

            Siehst du, Reinhard, genau das meine ich damit, dass die Wahrheit suspekt geworden ist. Der Glaube an die Wahrheit ist was anderes als die Verabsolutierung einzelner Wahrheiten. Religionen entstehen aus der Verabsolutierung einzelner Wahrheiten. Die absolute „Wahrheit“ hat jedoch keinen Inhalt, sondern ist abstrakt. Sie ist eine Haltung, sich selbst und anderen gegenüber.

            Der Glaube an die Wahrheit ist nichts anderes als eine Dynamik, mit sich selbst und anderen möglichst ehrlich zu sein. Der Glaube an die Wahrheit heißt, die eigene Gespaltenheit wieder zu einer Einheit zusammenzuführen, sodass Denken, Reden und Handeln identisch sind. Man kann auch sagen: unbestechlich zu sein.

            +1
            • Reinhard Seevers sagt

              Ich würde es Vertrauen schaffen und Vertrauen haben, bezeichnen wollen…..

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              • fingerphilosoph sagt

                Aristoteles soll gesagt haben: „Plato ist mein Freund, aber mehr noch als Plato liebe ich die Wahrheit.“ Tja, offenbar waren die alten Griechen anders drauf als Heinz von Förster.

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    • Stadtmensch sagt

      „wenn die Wissenschaftler nicht mehr in der Lage sind, das eigene Tun kritisch zu hinterfragen“

      Frag mal eine Entwicklerin von Verbrennungsmotoren, ob Feinstaub, Stickoxide, Ruß irgendwas kritikwürdiges sind. Die klopfen sich gegeseitig auf die Schultern, wie sie ganz hochtechnologisch Turbolader konstruieren und wie gut die Verbrennung bei optimalen Betriebsbedingungen ist. Dass ihr Produkt aber nicht unter diesen optimalen Betriebsbedingungen, sondern nur maximal für 10km bei einer kleinen Pendelei eingesetzt wird – dafür können sie nichts. Da ist der Anwender „schuld“. Da können sich die Weltretter drum kümmern – diese ewigen Nörgler…

      0
      • Brötchen sagt

        Was entwickeln die Weltretter?

        Aus einem Diesel kommt die Luft sauber raus, als sie reingekommen ist.

        Und die alten Diesel haben bestimmt mehr Dreck gemacht, der war vielleicht etwas gesünder.

        Das größere Problem ist, dass keiner! Verantwortung übernehmen und unangenehme Sachen machen will.

        Siehe Israel zur Zeit.

        Das trifft im kleinen auch zu.

        Und der Zusammenhalt für ein gemeinsames Ziel ist vollkommen aufgelöst.

        +1
      • Christian Bothe sagt

        Der Aufsichtsratschef des Autozulieferers Continental und des Industriegase-Weltmarktführers Linde, Wolfgang Reitzle, erklärte Atomenergie beim Klimaschutz für unverzichtbar. Eine „völlig verkorkste Energiewende“ habe den Strom in Deutschland schmutziger gemacht. Ein E-Auto habe mit dem heutigen Strommix ähnliche CO2-Werte wie ein Dieselauto. „Es wird eine Technologie mit Gewalt in den Markt gedrückt, obwohl sie gar keinen Klimavorteil hat.“ Lese das gerade und dem gibt‘s nichts hinzuzufügen!

        +2
        • Hier in Schanghai wird Linde als Gabelstapler verwendet.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Linde_plc
          Die sind wenigstens nützlich. Dagegen kann Herr Reizle gar nichts haben. Sollte man meinen.
          Schon drei Jahre nach Antritt seines Amtes verkaufte er sie. „Zum 1. August 2006 gliederte der Konzern seine Gabelstaplersparte mit Linde Material Handling, Still und Officine Meccaniche (OM) in die neu gegründete Kion Group aus und verkaufte sie im November 2006 für 4 Mrd. € an ein Konsortium der Finanzunternehmen Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR) und Goldman Sachs.[55]“.

          Herr Vorstansvorsitzender Wolfgang Reizle hat halt keine eigene E Auto Fabriken oder Kernkraftwerke. Dann kann er auch keine mit Gewinn verkaufen. Er beißt hier auf Granit und es ärgert ihn halt. Was soll es?

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    • oo sagt

      warum Jugendliche nicht geimpft werden sollen, verstehe ich trotzdem nicht.
      Hu YuweiVeröffentlicht: 06.05.2021 20:03 Anmerkung der Redaktion: Der innovative BioNTech-Fosun mRNA-Impfstoff BNT162b2 (im Westen als BioNTech-Pfizer-Impfstoff bekannt) ist bisher in über 65 Ländern und Regionen auf der ganzen Welt weit verbreitet, während seine potenzielle grüne Beleuchtung auf dem chinesischen Festland viel Aufmerksamkeit erregt hat, da er angesichts seiner vielversprechenden Wirksamkeit der erste importierte Impfstoff auf dem Festland gegen die Coronavirus-Krankheit sein könnte.
      Sahin: Wir überwachen ständig verschiedene Virus Varianten mit neuen Mutationen und testen die Wirksamkeit unseres Impfstoffs gegen verschiedene vorherrschende Virus Mutationen mit Hilfe von Impfstoffen.
      Wir haben das für mehr als 30 Varianten getan, darunter auch aus Großbritannien, Südafrika und Indien.
      Bisher haben wir festgestellt, dass unser Impfstoff in der Lage ist, alle Varianten nahezu auf die gleiche Weise zu neutralisieren.
      Darüber hinaus verfügen wir über reale Daten, die darauf hindeuten, dass unser Impfstoff auch Schutz vor asymptomatischer SARS-CoV-2-Infektion bietet. Wenn ein Stamm entstehen sollte, der von unserem Impfstoff nicht angemessen bekämpft wird, könnten wir die Sequenz unserer mRNA anpassen und mit einer anderen DNA-Vorlage für diese Variante beginnen, aber dies muss genehmigt werden.

      Sobald es genehmigt ist, können wir innerhalb von etwa 3 Monaten einen neuen Impfstoff bereitstellen.
      Sahin: Die Antikörperreaktion nach der Impfung nimmt mit der Zeit ab. Dies ist bei allen Arten von Impfstoffen normal. Wir haben jetzt 6 Monate Wirksamkeitsdaten aus unseren globalen Studien. Nach sechs Monaten hat der Impfstoff immer noch 91 Prozent der Wirksamkeit. Das ist also immer noch hoch. Wir haben jedoch gesehen, dass die Antikörper nach 8 Monaten zurückgehen. Daher ist es eine gute Idee, Booster-Shots nicht nur mit unserem eigenen Impfstoff, sondern auch mit anderen Typen zu betrachten. Wir erwägen, die Kombination unseres Impfstoffs mit vektorbasierten Impfstoffen und inaktivierten Impfstoffen als potenzielle Booster-Shots zu bewerten, um den Antikörperspiegel gegen die Coronavirus-Krankheit zu stabilisieren, sobald die Immunantwort von Antikörpern nachlässt.

      0
      • oo sagt

        In der VR China gibt es kaum Arzpraxen. Die Patienten gehen in Krankenhäuser. Weil es dort zu eng ist für Impfen und Testen weichen sie in genügend große Räume aus. Das scheint zu gehen.
        Bei der Aufregung, die bei den Vertretern der Hausärzte, der Kassenärztlichen Vereinigungen, herrschte, als im Herbst Tests verpflichtend wurden nach Rückreisen aus dem Urlaub in BW und den geringen Kapazitäten in den Labors in Stuttgart, um diese schnell auszuwerten, wurde mir damals Angst und Bange, bis ich im Frankfurter Flughafen kurzfristig einer der letzten termine rechtzeitig bekam.
        „Das Impfen sei in ruhiger vertrauenvoller Atmospäre n u r bei Hausärzten möglich“. Da sollte sich die Bildungsministerin endlich kundig machen, einschreiten und sich bitte mehr anstrengen. Sie, eine Hotelierfachfrau als Wissenschaftministerin, kannte früher den Begriff Algorithmus nicht und meint nun bei Dosis wohl die, zu wenig vorhandenen Impfstoffmengen. Bei ihr scheint keine gute Basis, um Vertrauen zu gewinnen, sowohl bei Ihr als auch Jens Spahn und teils bei Kassenärztlichen Vereinigungen, gegeben zu sein. 09.12 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dämpft die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern. »Das wird noch etwas länger dauern, weil das eine Frage der Dosis ist. Kinder reagieren in der Regel stärker auf Impfstoffe als Erwachsene«, sagt die CDU-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Deshalb sei sie auch vorsichtig bei dem Thema Präsenzunterricht in Schulen. »Wir werden die Teststrategie beibehalten müssen, wir werden das Maskentragen beibehalten müssen, je mehr Menschen geimpft sind, umso sicherer ist das Schulgeschehen für die Kleineren.«
        09.12 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek dämpft die Erwartungen an schnelle Impfungen von Kindern. »Das wird noch etwas länger dauern, weil das eine Frage der Dosis ist. Kinder reagieren in der Regel stärker auf Impfstoffe als Erwachsene«, sagt die CDU-Politikerin den Sendern RTL und ntv. Deshalb sei sie auch vorsichtig bei dem Thema Präsenzunterricht in Schulen. »Wir werden die Teststrategie beibehalten müssen, wir werden das Maskentragen beibehalten müssen, je mehr Menschen geimpft sind, umso sicherer ist das Schulgeschehen für die Kleineren.«

        http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-impfung-wo-kinder-und-jugendliche-gegen-covid-19-geimpft-werden-koennten-a-91070b33-9d80-4052-825c-e3bcce063f1
        Der Verband der Hausärzte äußert sich jetzt skeptisch zu möglichen Impfungen in Schulen oder Zentren. »Gerade nach den Turbulenzen der vergangenen Monate sollte man den Jugendlichen kein Chaos bei der Impfung zumuten, sondern ihnen eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre bieten. Das gibt es nur in den Haus- und Kinderarztpraxen, die sie kennen«, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Verbands der Hausärzte, Anke Richter-Scheer…. Mobile Teams in Schulen – wie zuvor etwa in Pflegeheimen – seien sicher denkbar. »Aber aufgrund der Einwilligungspflicht müssten auch hier die Eltern anwesend sein.« Außerdem fehle bei mobilen Teams das Vertrauensverhältnis zum Arzt, das bei einem Kinder- und Jugendarzt und bei einem Hausarzt gegeben sei.

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/julian-nida-ruemelin-zu-corona-massnahmen-gebt-den-kindern-die-freiheit-zurueck-a-17b1e580-71ad-42a2-bfaf-27b72074c3eBis zum 11. Mai starben in Deutschland insgesamt 40.588 Frauen und 44.300 Männer. Von diesen 85.000 Verstorbenen waren 19 Personen unter 20 Jahre alt, das heißt weniger als ein Viertausendstel der Todesfälle entfielen auf Kinder und Jugendliche. Jeder einzelne Todesfall ist allerdings einer zu viel. Und im Falle von Kindern und Jugendlichen haben Todesfälle eine besondere Tragik. Es ist zu hoffen, dass die Auswertung dieser wenigen gravierenden Fälle erlaubt, besondere Risikofaktoren zu bestimmen und dann die davon betroffenen Kinder und Jugendlichen durch Impfung zu schützen. Eine Fortsetzung der allgemeinen restriktiven Maßnahmen gegenüber den Jüngsten in dieser Gesellschaft, die über Monate besonders gelitten haben, sollte jedoch vermieden werden. Wir können und sollten die Kinder und Jugendlichen mit dem Fortschritt der Impfkampagne baldmöglichst in die volle Freiheit entlassen.
        Tatsächlich nehmen weltweit die Erankungen bei Kindern und Jugendlichen zu meiner Meinung nach. Sich nur an Todesfällen sich zu orientieren ist zu einfach. Langzeitfolgen sind auch hinderlich, um ein gutes Leben führen zu können.

        0
    • Inga sagt

      Ich dachte schon dass in der Baumwolle, aus der die Stäbchen bestehen, Rückstände von Glyphosat gefunden worden sind.

      +1
  11. Thomas Apfel sagt

    Alles super beschrieben. Der beste Artikel zum Thema „Angstindustrie“ seit langem.
    Aber irgendwie kommt die Walze an angstgetriebenen Entscheidungen, die diese gefährlichen Scharlatane aus gelöst haben, vorerst unaufhaltbar auf uns zu. Die Gesellschaft ist gespalten wie nie, und das weltweit.
    Das Vertrauen in die Wissenschaft ist nachhaltig gestört (meins übrigens auch).
    Labore, die jeden Müll bestätigen, oder eben ablehnen (je nach Auftragslage), gibt es wie Sand am Meer.
    Letztlich kann ich nur noch in dem ganz kleinen Umkreis meines Fachgebietes erkennen, was richtig sein könnte und ob die jeweilige Untersuchung neutral angelegt ist.
    Argumente und Erkenntnisse, die nicht Mainstraem und Ansichten derer, die gerade an der (medialen und/oder politischen) Macht sind, bestätigen werden auf übelste Weise diffamiert und mit Ansichten gesellschaftlicher Randgruppen vermischt, um die Aussagen kaltzustellen.
    Ich sehe nicht, dass argumentativ noch irgendetwas zu Ende diskutiert werden kann, weil jede Ansicht irgendeinem „Lager“ zugeordnet wird und es nur noch ganz selten um die tatsächliche Lösung von Sachfragen geht.
    Irgendwie deprimiert mich diese Entwicklung, die ich im Zeitalter der „aufgeklärten Menschheit“ nicht mehr für möglich gehalten habe.

    +22
    • Stadtmensch sagt

      „Ich sehe nicht, dass argumentativ noch irgendetwas zu Ende diskutiert werden kann“

      Wie auch. Ist wie wenn sich Blinde über Farbe unterhalten.
      Und die paar Sehenden sind garantiert farbenblind.

      Wer weiß schon, ob Getreide aus aller Welt, das hier verbacken wird und mit Sikkation „gereift“ ist, nicht doch einen heftigen Effekt auf das Biom im Verdauungstrakt hat.
      Klar kann man das belächeln und auf Menschenmassen verweisen, die ohne Weizenanbau in eigentlich dafür ungeeigneten Gebieten gar nicht satt würden.

      Ist halt wie beim Zucker, beim Alk, bei Nikotin, bei teuren stinkenden fahrbaren Untersätzen: man kann es besteuern, es generiert Wirtschaftswachstum und es sichert Beschäftigung bei der Erforschung und Behandlung von Zivilisationskrankheiten. Alles gut. Es gibt keine Alternative…

      Wer hier ins Grübeln kommt ist zweifellos wohlstandsverwahrlost, fehlgeleitet und vor allem ängstlich.

      +3
      • Bauer Willi sagt

        „Wer weiß schon, ob Getreide aus aller Welt, das hier verbacken wird und mit Sikkation „gereift“ ist, nicht doch einen heftigen Effekt auf das Biom im Verdauungstrakt hat.“

        Das kann man untersuchen und das wird auch untersucht. Schließlich war Sikkation auch in Europa lange zugelassen. Gibt es Belege für eine solche Annahme? Oder wollten Sie nur mal so was in den Raum stellen?

        Zucker, Alkohol, Nikotin und Autofahren in eine Reihe zu bringen zeugt doch von der heutigen Denkweise. Gestern im Fernsehen auch eine einstündige Sendung „Droge Zucker“. Was da als angebliche Wissenschaft verbreitet wird, geht auf keine Kuhhaut. Ich muss da mittlerweile Umschalten, weil es sonst meinen Blutdruck in unerlaubte Höhen bringt.

        Noch mal zum Weizen: Unverträglichkeiten beim Brotverzehr haben ihre Ursache vor allen Dingen in der industriellen Brotherstellung. Wenn dem Teig die Möglichkeit des Ruhens gegeben wird, ist das Problem meist gelöst. Krankhafte Zöliakie ausgenommen.

        Aber: wenn ich dreimal am Tag, 7 Tage in der Woche, immer wieder die gleichen stereotypen Parolen ins Ohr geblasen bekomme, meine ich irgendwann, das wäre auch die Wahrheit.

        Eine Lüge wird durch ständige Wiederholung nicht wahr.

        Schönen Feiertag allerseits (heute ist Christi Himmelfahrt, nicht „Vatertag“)

        +5
      • Reinhard Seevers sagt

        „Wer hier ins Grübeln kommt ist zweifellos wohlstandsverwahrlost, fehlgeleitet und vor allem ängstlich.“

        Wohl wahr, aber aus diesem Gemenge muss sich dann auch eine Gesellschaft aufrechterhalten lassen. Wenn nichts und alles geglaubt wird, dann wird es schwierig eine gemeinsame Basis des Zusammenlebens zu finden.
        Eine Gesellschaft, die unwissend und gleichzeitig über-informiert ist, wird so ambivalent gegenüber der veröffentlichten Meinung und dessen wissenschaftlicher Grundlage bleiben. Sehe da keinen Ausweg…….außer Stromausfall auf Dauer! 😎

        +2
      • Thomas Apfel sagt

        Hallo Stadtmensch,

        mal als Bespiel, was ich meine:
        Beim Thema Elektroauto und seltene Erden, hat Harald Müller ein par Link´s eingestellt, die mich schon zum Nachdenken gebracht haben (Lithium und Kobaltanwendung und Gewinnung).

        Die Beiträge haben sachliche Argumente und Zahlen als Hintergrund und vollziehen so( pro E-Mobilität) eine Risiko- und Chanchen- Abwägung.
        Genau so würde ich mir das auch für den Landwirtschaftsbereich wünschen.

        Alle Forschungen, die finanziell an „Geschäftsmodelle“ gekoppelt sind, sollten genau beäugt werden, die prinzipielle Gefahr von einseitiger Sicht und Darstellung von Zusammenhängen ist da immer als „grauer Nebelelefant“ im Raum.
        Problematisch wird es, wenn auch die eigentlich verpflichtende Neutralität (als Gegenpol) öffentlicher Forschung zunehmend der Zensur und Selbstzensur anheim fällt.

        0
        • Stadtmensch sagt

          Prinzipiell habe ich nichts gegen einseitige Sicht. Geht ja auch nicht anders bei der ständig zunehmenden Spezialisierung. Die isolierte Diskussion um E-Mobilität blendet meiner Meinung nach das Gesamtkonzept „Individuelle Mobilität“ und damit Ressourceneinsatz pro Kilometer aus. Und das führt absehbar nur in die nächste Sackgasse. Also erst überlegen, wie sich eine vernünftige Mobilität organisieren lässt und dann machen. Aber nein – nichts soll sich ändern. Nur der Motor…

          +2
          • Reinhard Seevers sagt

            Genauso ist es Stadtmensch. Die Autoindustrie promotet ihre Lösungen bereits mit erheblichen Aufwand…Weltrettung inkl. Spaß am Fahren!
            Und sie kann sich der politischen Rückendeckung in diesem Fall sogar gewiss sein. Und alle werden wieder sagen: Seht her, die können das, warum kann die Landwirtschaft das nicht? Und schwupps sind wir wieder beim Schwarze Peter – Spiel.

            +1
          • Thomas Apfel sagt

            Na ja, ich bin deswegen ja noch kein E- Auto Fan, aber ein Argument dagegen ist mit dargestellten Zusammenhängen für mich erstmal abgeschwächt.
            Die grundsätzliche Form der Organisation von Mobilität ist natürlich das Feld, auf dem sich Einspareffekte, nebst Sinnstiftung am effektivsten erreichen lassen.
            Dagegen sind die Effekte der Unterschiede in der Art des Antriebs marginal.

            Es sollte auch nur ein Beispiel sein, wie man sich mit Argument und Gegenargument, bei Offenheit auf beiden Seiten, der „Wahrheit“ annähern kann,

            0
            • Reinhard Seevers sagt

              Die achso geliebte „Wahrheit“ müsste sich dann ja irgendwann einmal mit der „Wahrheit“ beschäftigen, wenn es um die Rettung der Welt gehen soll: Was ist die Alternative zur materiellen Befriedigungskultur?Bis jetzt konnte sie noch keiner beantworten. Suffizienz oder Effizienz, oder beides kombiniert……achnee, das E- Auto und Bio-Lebensmittel scheinen die „Wahrheit“ zu sein.
              Wir müssen irgendwann einmal die Grundsatzfrage stellen, anstatt uns lediglich mit Marginalien zu befassen, ob Hafermilch besser ist, als Kuhmilch.

              +2

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