Bauer Willi
Kommentare 29

#GrüneHände helfen: Die Tafeln

Wir Bauern sind in der gegenwärtigen Lage privilegiert, weil wir viel draußen sein können und dürfen. Klar, wir haben auch unsere Nöte und Sorgen, aber es wird jetzt viel und positiv über unsere Arbeit gesprochen. Das tut gut, deshalb müssen wir es auch nicht immer wieder selbst betonen. (Im Netz wird mir persönlich da die Selbstdarstellung manchmal etwas übertrieben….)

Es gibt eine Gruppe Menschen, die jetzt unsere Hilfe brauchen. Das sind diejenigen, die von den regionalen „Tafeln“ versorgt werden, Nach meinen, zugegeben wenigen Auskünften, fehlt es dort gerade jetzt an haltbaren Lebensmitteln. Ich werde zu unserer Zuckerfabrik fahren und dort 100 kg Zucker in 1 kg Packungen kaufen und der Tafel in unserem Dorf spenden.  Für Mehl habe ich noch keine Quelle gefunden, damit will ich das auch machen, denn nach Anruf dort ist der Bedarf da.

Ich fände es toll, wenn ihr dem Beispiel folgen würdet. Wer keine Sachspende machen möchte oder kann, kann natürlich auch Geld spenden. Davon kann man dann z.B. Möhren kaufen… (siehe Logo)

Das Logo dürft ihr und jeder andere übrigens gerne verwenden. Für was auch immer, ihr wart ja auch bei den #grüneKreuze schon kreativ. Ihr könnt es auch an die Presse geben. Wieder hat das Logo mein Berufskollege Martin Grube gezeichnet und stellt es allen zur freien Verfügung. Dafür einen ganz herzlichen Dank.

Die Unterschrift unter dem Logo könnt ihr auch weglassen…

 

(Aufrufe 1.822 gesamt, 1 heute)
19

29 Kommentare

  1. Ein Privatier sagt

    Apropos privilegierte Bauern:

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/missbrauch-der-corona-krise-schlag-gegen-die-landwirtschaft-soll-vorgezogen-werden/

    „Im Schatten der Corona-Krise will die Bundesregierung offenbar ihren entscheidenden Schlag gegen die Landwirtschaft vorziehen und schnell, still und heimlich über den Tisch bringen. Denn bereits am kommenden Freitag, 27. März, plant der Bundesrat über die neue Düngeverordnung zu entscheiden. Damit soll die Entscheidung um eine Woche vorverlegt werden. (…)

    Da hilft nur noch Merkelvertrauen.

    0
  2. Ein Privatier sagt

    „Wir Bauern sind in der gegenwärtigen Lage privilegiert, weil wir viel draußen sein können und dürfen. (…)
    Übrigens hat Merkels Lieblingshofvirologe Christian Heinrich Maria Drosten in mindestens zweien seiner siebzehn NDR-Podcasts auf die hohe Effektivität des allgemeinen Tragens von Atemschtzumasken (FFP3) hingewiesen (Vorbild seit Jahren sind asiatische Länder).
    Warum wird diese sehr billige Methode nicht flächendeckend (Supermärkte, öffentliche Gebäude etc.) eingeführt?
    Warum werden wir Unterprivilegierten stattdessen auf das Akzeptieren freiheitsberaubender Maßnahmen abgerichtet?

    2
    • Paulus sagt

      Mein lieber Privatier, es gibt z.Zt. in den Läden weder FFP3 Masken noch Einmal-Handschuhe oder Klopapier und selten Seife zu kaufen. Unser „gewerblicher“ Einkauf hat es auf meine Weisung hin versucht. Als Neukunde oder gelegentlicher Bezieher wird man im Großhandel mit einem nicht verbindlichen Terminversprechen vertröstet.
      Allein die Fa. 3M konnte Atemschutzmasken mit auswechselbaren Filtern liefern, die kosten deutlich mehr und sehen nicht soll toll aus. 800 Sets bekamen wir am Tag der Bestellung und jeder durfte sich zwei mitnehmen. 10.000 Filter liegen ebenfalls bereit, die kosten gerade mal ein paar Cent je Stück.
      Ich halte es für absolut in Ordnung, wenn diese Produkte zuerst mal jenen zur Verfügung gestellt würden, die dem Kontaktverbot nicht aus dem Weg gehen können. Nur, warum stürzen sich alle auf Cent-Artikel statt auf etwas Verfügbares und Vernünftiges zurück zu greifen?

      1
      • Ein Privatier sagt

        Erschreckend, gefährlich, peinlich und lächerlich zugleich.
        2021 werden dieselben Schießbudenfiguren und Pappnasen wieder in ihren Ämtern bestätigt werden – vom „Staatsvolk“.

        „Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist, da beginnt das Lied des Notwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise, dort, wo der Staat aufhört.“
        „Staat heisst das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.“ “
        „Wo es noch Volk giebt, da versteht es den Staat nicht und hasst ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.“
        „Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er’s.“
        F.N.

        0
  3. unkomplizierter Wurzelwicht sagt

    Werter Kollege Willi,

    obgleich die Bauern in der aktuellen Pandemiekrise als „systemrelevant“ eingestuft sind, nimmt man uns damit nicht etwa unsere Sorgen rund um den auch fortwährend um sich greifenden Klimawandel innerhalb unserer Produktionen. Es findet öffentlich natürlich die allgemeine Interessenverlagerung statt mit einer Neubewertung der heimischen Versorungssituation an Grundnahrungsmitteln.
    Gegenwärtig wird Wasser bereits knapp, dieser Tage hatten/haben wir die kältesten Nächte in diesem „Winter“. Wir müssen also aufpassen, dass wir nicht mit Vollgas ins 4. Katastrophenjahr steuern. Bis Ende dieser Woche ist nach den heutigen Prognosen mit Regen nicht zu rechnen. Wasser ist nach wie vor überaus knapp, von den Mühen der Aussaat auf unseren „Betonböden“ erst gar nicht einmal zu sprechen.

    Daher tut es vielen Kollegen wohl mehr als gut zu wissen, dass sie alle gebraucht werden und damit zumindest in gewissem Maße zunächst einmal die rasant um sich greifende depressive Verstimmung auf vielen Höfen wieder in mehr Zuversicht verwandelt wird. Ja, wir machen das, was wir schon immer gewohnt sind: Wir packen beherzt an!

    Ich frage Sie, was ist daran falsch, wenn sich Bauern über eben genau diese jetzt greifbare wieder erstarkte Wertschätzung auch medial freuen u. nicht immer nur noch jammern was das Zeug hält.

    Auf mich sind im übrigen schon viele Dorfbewohner zugekommen, die dankbar sind, dass nicht bereits das letzte Weizenkorn vom Hof gefegt ist. In Krisenzeiten denkt man eine Naturalversorgung wieder ganz neu. Auch die Obstbaumflächen erfahren jetzt eine ganz andere Gewichtung, wenn man sich tiefgreifend darüber Gedanken macht, wie man im engsten Umfeld die eigene Grundversorgung verbessern könnte. Die Pflege derselben war in jüngster Vergangenheit doch allenfalls Beschäftigungstherapie für die Altenteiler auf unseren Höfen, ganz ohne Wertschöpfung, eher das Gegenteil war der Fall.

    Ist es nicht genau das, was die „grünen Kreuze“, die unzähligen Dieselrösser auf unseren Straßen, in einem gegenseitigen Miteinander allen Mitmenschen in jüngster Vergangenheit vermitteln wollten!? – Eines hätten wir alle natürlich für solche Einsichten wahrlich nicht gebraucht – ein Coronavirus, das Leib und Leben von uns allen bedroht. Einmal mehr beweist das aber, dass sich die Natur ungern ins Handwerk pfuschen lässt, auch das ist nicht neu im Verlaufe der Evolution. – Machen wir jetzt also das Richtige aus dem derzeit Unabänderlichen.

    8
    • Reinhard Seevers sagt

      „Machen wir jetzt also das Richtige aus dem derzeit Unabänderlichen.“

      …als da wäre?

      1
      • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

        Bei den weiteren ackerbaulichen Maßnahmen extrem wasserschonend arbeiten z.B..

        Gerade die mechanischen Bodenbearbeitungsmethoden im Bio-Landbau stoßen da leider an ihre Grenzen, es wird geackert, was das Zeug hält, um die Beikräuter in den Griff zu bekommen.

        Wie schon immer gesagt, unser Schwarz-Weiß-Denken in der LW stößt ernsthaft an seine Grenzen. Die Möglichkeiten der konventionellen Betriebe sind zumeist erheblich vielfältiger, so denn der erfahrene Praktiker damit sinnvoll umzugehen weiß; und davon gehe ich prinzipiell erst einmal aus.

        7
        • Reinhard Seevers sagt

          …achso, ich dachte du hättest richtig gute Ideen, Menschen in prekärer Lebenslage mit Nahrungsmittel zu versorgen. Du möchtest lieber ein Öko-Konvi-Diskurs eröffnen?

          1
          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Mit Verlaub kurz „Schwachsinn“, das sind die Gegebenheiten in der Natur derzeit und bildet keinen Bauern-Kleinkrieg auf dem Bildschirm ab.

            Wenn Sie es aber bevorzugen, dann bitte schön brav weiter mit dem Agrarpaket u. einer erhebliche Schwachstellen beinhaltenden DüV. Bio-Landbau muss unter allen Umständen vorangetrieben werden, koste es Erträge soviel es wolle.

            Nur Dekadenz kann sich das leisten, davon sind wir aktuell aber doch immer weiter entfernt, meinen Sie nicht auch!?

            Ich folge aber sehr gerne Ihrem Königsweg!

            6
            • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

              …ach ja, ich vergaß, die uralte Schrotmühle auf unseren Höfen, sofern sie nicht längst entsorgt wurde, könnte eine „Renaissance“ erleben; hoffen wir aber alle, dass es soweit nicht kommt.

              5
              • Reinhard Seevers sagt

                Ja nee is klar….Milllionen Stadtbewohner stehen an den Hoftoren und warten darauf dass das Schrot aus den Mühlen in ihre Taschen regnet…..irgendwie gaga, findest nicht auch?
                Ich kaufe mir alle Zutaten ungemahlen und backe mir ein „whole pure“ – Brot. Schmeckt wirklich geil…..und ist so simple.

                2
                • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

                  Warum so aufbrausend? – Ach, träumen Sie doch einfach weiter – das Leben ist schön!

                  Deutschland sorgt sich nur um seine Stadtbewohner, ich bin begeistert von Ihrer urbanen Überheblichkeit…

                  5
                • Reinhard Seevers sagt

                  Wurzelwicht, du kannst dich mit Hugo zusammentun. Ihr beide seht nur euch in euerer vermeindlich heilen Welt. Die Masse der Menschen ist abhängig von Erzeugung und Verteilung durch Dritte. Da kann man sich noch so auf die Hinterbeine stellen, es wird eher schlechter, als besser. Oder wer möchte von seiner Scholle etwas abgeben, damit sich das „Volk“ seine Kartoffeln wieder selber anbauen kann? DU kannst gerne weiter träumen….von Schrotmühle und Co.

                  P.S.. Falls ich dir den Mühlstein mal schärfen soll, das hab ich noch gelernt….:-)

                  2
                • firedragon sagt

                  Herr Seevers,
                  Schrotmuehlen besitzen keinen Mühlstein.
                  Wir haben unsere erst letzten Monat wieder mit einem neuen „Schlagwerk“ ausgestattet – nicht nur unkompliziert Wurzelwicht denkt praktisch 😇

                  2
                • Reinhard Seevers sagt

                  Feuerdrache, du kennst wahrscheinlich nur Hammermühlen….macht nichts, kann ja mal passieren.

                  1
                • firedragon sagt

                  Ja, ist schon ewig alt – läuft gut.
                  Deshalb gab es nie einen Grund, nach etwas anderem zu suchen.

                  2
      • Bauer Willi sagt

        Ja, das wüsste ich auch gerne. Was schlägt der „Wurzelwicht“ vor? Kritik o.k., jetzt bitte die Lösung(en)…

        Was das Freuen angeht: absolut erlaubt, gut und richtig. Aber was so mancher Berufskollege bei Facebook über die „Helden des Ackers“ schreibt, finde ich persönlich einfach zum Fremdschämen. Daher der Einschub mit der Selbstdarstellung bzw. „Selbstverherrlichung“.

        Bodenfeuchte: wir können nicht fahren, weil es zu nass ist. Dito in Weser-Ems. Ich übersehe nicht alle Bereiche aber bei DWD Bodenfeuchte sieht es auch nicht so trocken aus.
        https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte_dl/bodenfeuchtedl.html;jsessionid=BC7351F556552CCD035452246583A87D.live21061

        0
        • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

          Lieber Willi, Kritik an deiner Aktion? – Wo liest du diese?

          Ich spende mit meiner Familie schon immer für Aktionen und Institutionen, die ich als gut und sehr wichtig erachte. Unentgeltlich zu teilen ist für mich nicht erst seit Covid-19 ein nachbarschaftliches Miteinander, ohne dass das weh tut.
          Und wie gesagt, ich fege aktuell nicht jedes Korn vom Hof. Im Bedarfsfall kann ich auch noch auf sehr wertvolle überlebensnotwendige Omega-3- und Omega-6-Fettsäueren zurückgreifen nicht nur für die eigene Familie.

          Ansonsten würde ich sagen, nicht alleine die Welt retten zu können.

          Genügt dir das lieber Willi, findet dies auch deine Anerkennung?
          Gruss vom unkomplizierten „Wurzelwicht“, um deinen formellen Ansprüchen zu genügen 🙂

          4
          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Wenn bei euch die Feuchtigkeit auch hinreichend die tieferen Bodenschichten durchdrungen hat, dann schätzt euch glücklich. Vielerorten ist bei 60-70 cm absolut Schluss nach 2 Jahren extremer Trockenheit.

            Ich muss nicht recht bekommen, es wäre wünschenswert, wenn deine Prognosen zutreffen, dass Wasser erst mal kein Thema ist. Die Böden sind aktuell jedenfalls in einem grauenvollen Zustand.

            5
          • unkomplizierter Wurzelwicht sagt

            Einwecken von Obst (Birnen, Apfelmus, Zwetschgen, Himbeeren, Brombeeren) u. Gemüse hat im ländlichen Raum auch heute noch Tradition. Wieso sollte da der Bauer nicht auch spendabel sein mit dem was über den persönlichen Bedarf hinausgeht. Lernen kann das jeder, auch wenn es etwas Aufwand macht u. in Zeiten wie diesen ist’s ein beruhigender Vorrat. – Die Erträge von unseren zwei Quittenbäumen am Hof wecken so manche Begehrlichkeiten für viele sehr gesunde Leckereien übrigens. Auch wir Lernen da immer wieder gerne dazu. Und gut tut ein herzerwärmend dankbares Lächeln für ein paar ungespritzte Früchte obendrein…

            Tut keiner Bauernfamilie wirklich weh, oder?

            4
  4. bauerhans sagt

    meine information ist:
    die tafeln werden immer noch gut mit resten der supermärkte,discounter versorgt.

    0
    • bauerhans sagt

      die Tafel hier kümmert sich vorwiegend um „in der bewegung eingeschränkte“,die sich per handy melden können,um versorgt zu werden.

      0
  5. Bäuerin sagt

    Die Tafeln sind zu , da die ehrenamtlichen die dort arbeiteten, meist Rentner , also ältere Menschen sind .
    Bei uns in LL werden jetzt die Lebensmittel an Bedürftige ausgefahren und vor die Tür gestellt

    2
  6. Martin Feldhoff sagt

    Moin Willi,
    vielerorts sind die Tafeln auch zu, weil es viele Ehrenamtler aus der „Risikogruppe“ sind, die dort verteilen. Also wer nicht spenden kann oder will, kann sich auch mit Arbeit einbringen. Einfach mal bei der Tafel vor Ort melden und hören, was gebraucht wird. LG

    4

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.