Bauer Willi
Kommentare 318

Greenpeace – Grüne – Glyphosat

Mich hat die Meldung über Glyphosat im Bier nicht überrascht. Und es wird wahrscheinlich auch nicht die letzte Meldung dieser Art sein. Vermutlich untersucht gerade ein Labor bereits ein anderes Produkt auf Rückstände von Glyphosat und wird natürlich fündig werden. Denn absolute Mengen, Grenzwerte oder konkrete Zahlen interessieren den Leser oder Fernsehzuschauer nicht. Was zählt, ist die Überschrift: „Jetzt auch Glyphosat in …. gefunden“. Das reicht, nur diese Überschrift, dieser eine Satz soll transportiert werden. Und das gelingt den Machern dieser Meldung immer wieder mit einer geradezu traumwandlerischen Sicherheit, zu der man – auch wenn das jetzt zynisch klingt – nur gratulieren kann. Die Leute verstehen was von ihrem Handwerk.

Dass diese Meldung gerade jetzt durch die Medien geht, ist kein Zufall. In wenigen Wochen wird über die erneute Zulassung von Glyphosat entschieden und zeitgleich stehen in drei Bundesländern Landtagswahlen an. Die Aufregung um die Muttermilch hat sich gelegt, „schlimmer“ noch,  eine Überprüfung des BfR hat gezeigt, dass die gemachten Behauptungen offenbar haltlos sind. Da muss schnell wieder eine andere Sau durchs mediale Dorf getrieben werden, um den „Aufregungs-Pegel“ nicht absinken zu lassen. Das beweist auch die Seite bei Foodwatch, die die Überschrift trägt: „Glyphosat – Der Countdown läuft“.

Prompt sind Tageszeitungen, Wochenmagazine und Fernsehen zur Stelle, um zu berichten. Auf diese Meldung erfolgt dann – wie immer – die Reaktion: Wissenschaftler werfen dem Labor Rechenfehler vor, andere sogar bewusste Täuschung. Es werden Zahlen miteinander verglichen, Grenzwerte genannt. Das ist Kalkül, denn die erwarteten Gegendarstellungen und Kommentare verstärken diese Botschaft nur noch, das Thema bleibt an der Oberfläche, in den Köpfen.

Eines ist bei dieser Meldung doch anders: Einige große Tageszeitungen beginnen diesmal darüber nachzudenken, warum (Zitat Handelsblatt) „selbsternannte Verbraucherschützer“ solche Meldungen lancieren. Doch dieses Ziel ist einfach auszumachen: Sie wollen Pflanzenschutz generell verbieten. https://www.greenpeace.de/essen-ohne-pestizide#machmit

Und sie liefern die Lösung gleich mit: „Ökologische Landwirtschaft ist die moderne Lösung“. Wer sich dafür einsetzt, kann gleich die  entsprechende Petition ausfüllen und auch spenden. Und wer kann da schon nein sagen.

Der Ablass-Handel des Mittelalters feiert heute wieder eine moderne Auferstehung. „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“. Wie im Mittelalter handelt es sich auch hier  um eine Kommerzialisierung von Glaubensinhalten, allerdings diesmal mit BIC und IBAN, dazu noch steuerlich absetzbar. Mein Gewissen ist beruhigt, ich habe ja was unternommen. Der eingetragene Verein wird sich schon weiter darum kümmern.

Was können wir daraus lernen?  Alles, was wir Menschen in die Umwelt entlassen, ist  nachweisbar. Das gilt für Glyphosat und andere Pflanzenschutzmittel genau so wie für Lösungsmitteln in Farben, Feinstaub aus Reifenabrieb und Heizungen sowie diverse Haushaltsreiniger. Und auch für Medikamente, wie Blutdrucksenker, Betablocker und  Cholesterinsenker. Da ich die einnehme, wird man diese Wirkstoffe mit Sicherheit in meinem Urin und damit auch im Abwasser nachweisen können. Die „Pille“ (hormonelle Kontrazeptiva) nehme ich persönlich ja nicht. Aber auch diese Hormone wird man wohl auch in der Nahrung finden, falls sich jemand die Mühe machen würde, darauf zu untersuchen. Daran hat aber niemand ein Interesse, denn es könnte ja jeden persönlich treffen. Bei „Pestiziden“ kann man dafür eine ganze Berufsgruppe in Sippenhaft nehmen. Und so fühle ich mich dann auch: im Ghetto. Aber das interessiert wahrscheinlich wieder einmal „keine Sau“…

Euer Bauer Willi

(Aufrufe 5.281 gesamt, 1 heute)

318 Kommentare

  1. bauerhans sagt

    gestern abend im wdr einen swr bericht aus 2015 gesehen.
    fazit von hiltrud breyer,ehemalige eu-abgeordnete der grünen: lasst uns wie die kubaner leben,die haben keine pestizide,wirtschaften nachhaltig und sind glücklich.
    weiss frau breyer,wieviel kubanische abgeordnete verdienen und wissen die beim wdr und swr wie das dort mit dem staatsfernsehen funktioniert

    0
  2. Sabine sagt

    Ja, durch bessere Methoden im Labor lassen inzwischen immer mehr Dinge nachweisen. Das Sachen einfach verschwinden, ist trotzdem noch in den Köpfen der Leute, das wird sich sicher erstmal nicht ändern.
    Trotzdem haben die Leute ein Recht darauf skeptisch bei Pflanzenschutzmitteln und bei Unbedenklichkeitsbescheinigungen zu sein. Bei DDD hat es 15 Jahre gedauert, bis man erkannt hat, dass es sich in der Nahrungsketten anreichert und nicht nur Frösche und Vögel damit Probleme hatten.
    Das gilt auch für pharmazeutische Produkte, wir erinnern uns an Thalidomid. Mit den“künstlich verlängerten“ Hormone der „Pille“ werden wir wahrscheinlich noch unser blaues Wunder erleben, schon in den 90igern war klar, dass die uns irgendwann auf die Füße fallen werden, weil viele Arten mit massiver Geschlechtsverwirrung auf die Rückstände dieser Medikamente im Wasser reagieren. Allerdings ist zuverlässige Verhütung gesellschaftlich zur Zeit noch wichtiger als die sexuelle Identität von Fischen und Co. Also wird nach Filtermethoden gesucht und nichts verboten.
    Alles soll möglichst naturbelassen sein, nur beim Sex möchten wir auf gar keinen Fall, dass die Natur ihren Lauf nimmt. Was machen wir nur als Gesellschaft, wenn Sex wieder Konsequenzen hat?
    Was Pflanzenschutz betrifft, finde ich es viel wichtiger Alternativen zu finden, weil man inzwischen weiß, dass die Wirksamkeit dieser Produkte eine Halbwertzeit hat. Die spannende Frage ist nicht, wann wird was verboten, sondern wann und wie schnell entwickeln sich Resistenzen und gibt es vielleicht biologisch sinnvollere Alternativen zu chemischen Verbindungen, die mit großem technischem Aufwand dargestellt werden müssen.
    Ich denke allerdings, dass die chemische Industrie eine von ihr unabhängige Landwirtschaft nicht will und lieber den x-sten Skandal durchlebt, als diesen Markt ganz zu verlieren.

    1+
    • Stadtmensch sagt

      „Was machen wir nur als Gesellschaft, wenn Sex wieder Konsequenzen hat?“

      Siehe „3. Welt“. Der Mann nimmt sich was er braucht und die Frau hat das Nachsehen.
      Es gibt viele Thesen, die besagen, dass die „Erlaubnis zur Verhütung“ und die Legalisierung/Bereitstellung entsprechender Mittel, wesentlich zur Gleichberechtigung von Frauen beigetragen hat. Ein Mann, der seine Frau liebt, wird ihr nicht die Pille oder irgendwelche „Einbauten“ aufzwingen. Für denkende Menschen funktioniert Verhütung auch ohne diesen ganzen Mist.

      „DDD“
      muss es nicht DDT heißen?
      https://de.wikipedia.org/wiki/Dichlordiphenyltrichlorethan

      „Ich denke allerdings, dass die chemische Industrie eine von ihr unabhängige Landwirtschaft nicht will und lieber den x-sten Skandal durchlebt, als diesen Markt ganz zu verlieren.“

      Skandale interessieren nur, wenn Menschen direkt von den Auswirkungen der Agrarchemie betroffen sind. Solange „nur“ die Ökosysteme/Biodiversität zerstört interessiert siegt immer die Wirtschaft.

      0
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Siehe „3. Welt“. Der Mann nimmt sich was er braucht und die Frau hat das Nachsehen.“

        @Stadtmensch

        Wenn Mann sich nicht blöde anstellt, braucht er sich das nicht nehmen, er erlebt die sexuelle Hingabe ganz freiwillig.

        0
      • Sabine sagt

        Sorry, klar wars DDT, Ich sollte nicht vor dem Aufstehen schreiben. Aber schon mal besser wie die DDR, der Autokorrektur. 🙂
        Naja, ob das Gleichberechtigung ist, wenn die Frau alleine für die Verhütung zuständig ist, ist fraglich. Allerdings ist das ein ganz anderes Thema.
        Ich finde es nur sehr interessant, dass man sehr risikobereit ist, wenn es um Verhütung geht, aber keinerlei Risiken bei der Landwirtschaft eingehen möchte. Weil eigentlich ist es ja egal, ob ein Fisch, von denen wir uns ja auch ab und an ernähren, sich nicht fortpflanzen kann, weil er gerade in einer Gender-Identitäts-Krise steckt oder weil ihm ein Pflanzenschutzmittel oder Düngerückstände den Laicherfolg verunmöglichen.

        0
  3. Stephan Becker sagt

    In Zusammenhang mit einem Wasserstoffbombenunfall in Spanien im Jahr 1966 bei Palomares (zwischen Cartagena und Almería) eine interessante Aussage von Wissenschaftlern:

    Wikileaks enthüllt Details zu Spaniens Radioaktivität
    Ein Unfall mit amerikanischen Atomwaffen verseuchte 1966 ein Dorf in Andalusien bis heute radioaktiv. Die Effekte wurden im Auftrag der USA untersucht.
    Autor Louis Max Blank | Letztes aktualisiert Jul, 10 2013

    Bis heute ist ein öffentliches Eingeständnis der Verantwortung für den Militärunfall durch die Amerikaner ausgeblieben. Stattdessen floss Geld in die Erforschung der Auswirkungen der radioaktiven Belastung der Bevölkerung. (…)
    Ob und in welchem Maße die Bewohner Krebs oder Erkrankungen durch Strahlenschäden entwickelten, wird weiterhin in Geheimakten verwaltet. Die Region Almeria weist im spanischen Landesschnitt ohnehin eine erhöhte Krebsrate auf, was Umweltschützer Igor Parra vor allem mit den exzessiv eingesetzten Pestiziden in der Landwirtschaft erklärt. Typische Tumore aufgrund von Strahlung durch Plutonium konnten nicht gefunden werden.

    suite101.de/article/wikileaks-enthuellt-details-zu-spaniens-radioaktivitaet-a107527#.VtrAmUK4DWU

    Bei der Welt:

    Als vier US-Bomben Palomares radioaktiv verseuchten
    16.01.11
    Vor 45 Jahren stürzte über Palomares in Andalusien ein US-Flugzeug mit Wasserstoffbomben ab. Noch immer ist die Touristenregion verstrahlt.
    Tatsächlich weist die Provinz Almería eine überdurchschnittlich hohe Krebsrate auf. Wissenschaftler begründen dies vor allem mit dem Einsatz von Pestiziden in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegend. Eine Verbindung zur Radioaktivität um Palomares ließ sich bisher nicht mit Zahlen belegen.

    http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12190867/Als-vier-US-Bomben-Palomares-radioaktiv-verseuchten.html

    Interessant zu welchen Aussagen Wissenschaftler fähig sind, wenn es wichtigere Dinge als Konzernbilanzen gibt. Andererseits kann man wohl sagen Radioaktivität ist längst nicht so schlimm wie Pestizide?
    Vielleicht sollte man bei allen Pestiziden mal genauer hinschauen?

    0
    • bauerhans sagt

      „Radioaktivität ist längst nicht so schlimm wie Pestizide?“

      und in tschernobyl sind grosse mengen pestizide ausgebracht worden…..??

      0
      • Stephan Becker sagt

        Das ist die Aussage von Experten bzw. Wissenschaftlern und an denen sollte man doch nicht zweifeln, oder?

        Wobei die Frage ist wer diese Wissenschaftler sind, die die Welt da erwähnt hat. Nicht dass es „nur“ dieser Umweltschützer ist. Aber ich glaube schon, dass die offizielle Lesart die gleiche ist, weil es da um militärische Belange geht. Und die stehen weit vor den Interessen der Agrar- oder Chemiewirtschaft, falls die beiden Branchen nicht auch einmal irgendwie in militärische Belange verwickelt sind.

        0
  4. bauerhans sagt

    „Sinkt denn der Fleischverbrauch in Deutschland? Ich glaube eher nicht.“

    doch,der sinkt kontinuierlich.

    0
  5. Jochen Böhrer sagt

    Vielleicht ist alles ganz anders als wir denken und das Glyphosatbashing hat andere Gründe. Dazu ein paar Fakten: 1. Monsanto verdient an Glyphosat in Europa schon lange nichts mehr, weil die Mittel zum halben Preis aus China kommen. 2. Monsanto baut gerade für 1 Mrd seine Produktlinien um auf doe Produktion von Dicamba.. dem Nachfolgeprodukt. 3.: Die neueste GVO-Generation ist resistent gegen Dicamba. 4.. Solange es noch das Billigglyphosat gibt, lässt sich das Nachfolgeprodukt nicht auf dem Markt platzieren 5.: Die Einwände Monsantos gegen ein Verbot sind erstaunlich halbherzig. 6: ZUUUUUUFÄLLIG zu DEM Zeitpunkt, da Monsanto Glyphosat gerne aus dem weg geräumt sähe, startet eine Anti-Glyphosatkampagne durch Seralini. Carrasco, Don Huber, Krüger, benbrook, BUND, Grüne, Umweltinstitut. NAAACHTIGALL.. ich hör dich trappsen. . http://www.reuters.com/article/monsanto-dicamba-idUSL1N0ZA1XN20150624 „The interest and investment in dicamba represents a step away from the company’s reliance on glyphosate, which is the key ingredient in Monsanto’s branded Roundup line of herbicides.“ Noch Fragen?

    2+
    • Andreas Schmid sagt

      Dass sich die Grünen so vor den Karren von Monsanto spannen lassen, hätte ich nicht geglaubt. „Monsantofreunde“

      0
    • ALEX sagt

      Was für ein Quatsch ist das denn, Dicamba gibt es schon seit Jahrzehnten und wird in verschiedenen Kulturen eingesetzt. Es ist überhaupt nicht mit Glyphosat vergleichbar. Was soll denn so en Kommentar hier, hat hier absolut nix verloren. ……..

      0
  6. Wolfgang Nellen sagt

    wer sagt eigentlich, dass Glyphosat im Bier ist? Ein Lobbyverband hat polit-strategisch ein Labor beauftragt, 14 Flaschen Bier zu untersuchen. Vermutlich war es das selbe Labor, das bei der Muttermilchuntersuchung schon falsche Ergebnisse unters Volk gebracht hat. Bei der Untersuchung wurden die einfachsten Grundregeln wissenschaftlicher Arbeit missachtet. Wissenschaftlich ist das kein Aufreger sondern im besten Fall Schrott, im schlimmsten Fall Verbrauchertäuschung und wissenschaftliches Fehlverhalten.

    9+
  7. Mark E. sagt

    Interessant, dass die Studien eigentlich immer im gleichen Labor gemacht werden.
    Und wen findet man dort?
    Die Monika, die seit Jahren mit Glyphosat und Genen eine neue Einkommensquelle entdeckt hat…

    Warum hat das Umweltinstitut nicht das öffentlich anerkannte Analyseverfahren genutzt hat, sondern den Elisa Test, der bei organischen Bestandteile schnell mal fehlerhaft arbeitet, wie bei der Muttermilch „Studie“ der Grünen.

    Warum wurden keine Bio Biere untersucht oder hat man das gemacht aber nicht die gewünschten Ergebnisse bekommen?

    6+
    • Rainer sagt

      „Warum wurden keine Bio Biere untersucht“

      Vielleicht weil das Malz der Bio Biere aus rezertifizierter “ Schein-Bio“ Ware von Rumänien stammt, daß von unseren Bioverbänden zur Gewinnmaximierung eingeführt wird kommt, damit die einheimischen Anbauer auf Ihrer teureren Ware sitzenbleiben.

      Entschuldigung für die Aggressivität, aber das muss auch einmal gesagt werden.

      5+
      • Rainer sagt

        Dies ist natürlich nur eine Vermutung von mir und betrifft auch nicht alle Bioverbände oder Händler – also bitte nicht überbewerten !!!!!!!!

        0
      • wer so etwas „vermutet“ sollte auch Indizien oder besser Beweise liefern können, ansonsten bleibt er ein Hetzer und Verunglimpfer!

        Meine Biobrauerei, die Neumarkter Lammbräu sind nicht nur mit die grössten in der Branche, sondern beziehen Rohstoffe nur von heimischen Bauern, die einzeln hier vorgestellt werden:
        http://www.lammsbraeu-biobier.de/verantwortung/unsere-bio-bauern/

        „muss auch mal gesagt werden“ kann keine Entschuldigung sein, wenn das Gesagte völliger Unfug ist und nicht belegt werden kann.

        2+
        • Rainer sagt

          Ich bezog dies auf rezertifizierten Bio Weizen aus Rumänien vor einigen Jahren. Großer Medienzirkus.
          Ich bin für Bio-Anbau, aber die Tatsache, dass unsere „saubere“ Regionale Ware im Preiskampf mit z.B. Rumänischer „vielleicht“ – Bio-Ware steht ist doch klar oder?
          Und dass es Biohandel gibt, der für ein Paar Cent billiger, die Ausländische Ware bevorzugt ist auch richtig.
          Dies widerspricht aber „meinem“ Biogedanken, und man sollte sich vielleicht überlegen, ob man einem Bioverband der so etwas fördert beitritt, oder
          mit einem Biohändler Geschäfte macht, der die Biobauern nur unter Preisdruck setzten will.

          Oder denken Sie wirklich, dass das gesamte verwendete Biomalz in Deutschland auch aus heimischer Produktion stammt ?

          2+
          • was andere Brauereien machen, weiss ich nicht, „mein“ Lammsbräu mält selber mit Getreide aus der Region.

            Ich bin seit 15 Jahren selber Bioerzeuger/verabeiter und habe bis auf Sesam noch keine ausländische Biozutat zugekauft und handle z:B. auch nicht mit chin. Waren.

            1+
  8. Friedrich sagt

    Hallo Leute, was nichts kostet , ist auch nichts Wert.Die Flächenprämien fördern die Neid-
    gesellschaft. Was bekommt eigentlich ein Biobetrieb für Prämiengelder, daß hat mir noch
    keiner berichtet. Kann ja mal zum Besten gegeben werden ! Bei den jetzigen Auflagen müßte
    ein konv. Betrieb 1000 Euro/ha haben, ganz abgesehen von dem Nervenkrieg in der Öffent-
    lichkeit! Aber sollten wir nicht einmal den Ausstieg aus den ganzen Prämien ,Vorschriften und Anträgen diskutieren ? : — Die Landwirte tanken nur noch Agrardiesel zum
    Preis von Heizöl (wie z.B. in GB) . Und jetzt der große Schritt ohne ha-Prämien. Was wäre wenn wir 20% weniger produzieren würden ? Weil jetzt alle durch Prämien schlecht und zwangsbewirtschafteten Flächen rausfallen. Von rd. 300 Mill. Tonnen Getreide in der EU würden dann 30 – 60 Mill. Tonnen Getreide nicht mehr geerntet. Jetzt bringen 10 Mill. Tonnen zuviel Getreide den Preis auf dem Weltmarkt nach unten. Bei weniger
    Getreide würde der Preis also kräftig steigen , oder ? Z.Zt. sind wir nur Sklavenarbeiter der
    Gesellschaft, damit die Leute kräftig die Luft verpesten können, wegen der guten Wirt-
    schaftslage. Mit vielen neuen PKWs und Urlaubsflügen ins Ausland. Müssen wir das eigentlich alles hinnehmen ? Dabei läßt man uns im Regen stehen ! Und dann müßen wir
    uns noch das ganze gemeckere der schlauen Frührentner anhören, die vor lauter Müßig-
    gang im Lehnstuhl in der warmen Stube sich immer neue Schikanen für uns ausdenken.
    Auch den Abgasbetrug bei VW oder das bandenmäßige Betrügen von der Deutschen Bank
    i. S. Umsatzsteuer scheint ja wirklich keinen auf die Palme zu bringen. Ja die Politik stellt
    sich ja sogar schützend vor die VW-Leute. Das würde ich ja auch einmal erwarten ! Und
    wir haben nicht betrogen !!

    4+
    • Die Prämiengelder je Hekatr für Biobetriebe kann doch jeder nachlesen und für jeden einzelnen Betrieb, bio oder nicht, sind die erhaltenen Prämien öffentlich abrufbar. Was also soll die Aufregung hier? Vor alles was hat das mit Glyphosat zu tun? Versteh ich nicht.

      1+
    • christian sagt

      ja Friedrich, ich sehe es auch so ähnlich. Weniger ist oft mehr. Ich bin für freien Handel, aber der funktioniert eben nur wenn man auch gleiche Sozial- und Umweltstandards hat. Dann würden sich die Förderungen/Direktzahlungen auch erübrigen.

      0
  9. Jörg sagt

    Es geht hier nicht nur um Glyphosat sondern die Grünen und ihre Anhänger, darunter auch Bauern, wollen den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln grundsätzlich in Frage stellen und Glyphosat ist hier ein „Stellvertreterkrieg“ .

    4+
  10. Schweinebauer Piet sagt

    Vielleicht wird ja bald berichtet, dass die Bauern sich nicht genug um ihre Tiere kümmern und sie krank sind, da der AntibiotikaEinsatz zurück gegangen ist.

    1+
  11. Erinnern Sie sich noch an die „Nitrosamine“ im Bier“-Kampagne? Ist schon einige Jahre her, aber das gleiche Prinzip. Unsere labortechnischen Nachweise sind mittlerweile so verfeinert, dass es „Null“ nicht mehr gibt. Wenn Sie in der Schweiz in den Rhein „pinkeln“, können wir heute sagen, wenn der Resturin in der Nordssee angekommen ist, ob Mann oder Frau gepinkelt haben. Aber was soll das?
    Wohlgemerkt, ich bin kein Freund von Glyphosat (dazu haben wir uns von der AVA schon ausgiebig ausgelassen in Verbindung mit dem chronischen Botulismus. Glyphosat gehört meiner Meinung nach verboten.
    Aber auch bie dieser Aktion sieht man, wie PR gemacht wird. Hut ab vor der Öffentlichkeitsarbeit der Landwirtschaftsgegener. Geschult, gezielt, glaubhaft (auch wenn es „Schwachsinn“ ist – aber der Verbruacher wird beunruhigt, was ja das Ziel ist. Denken Sie an Die EHEC – Toten (Ursache kam vom Demeterbetrieb in Bünenbüttel) – mit gelieferten Pressemeldung aus Bünenbüttel, dass die „Agrarindustrie“ Schuld sei. Denken Sie an den Dioxinskandal: „Bei Bioeiern gäbe es kein Dioxin“ (gerade da!!! in Freilandhaltung) und an den Biomais aus Russland, der voller Dioxin war… .
    Der Bauernverband sollte bei Diesen einmal in die Lehre gehen, denn die wissen, wie PR-Arbeit geht. Unsere Agrarvertretung macht die Augen zu und denkt, „wenn ich niemanden sehe, sieht mich auch keiner“ (letztes Beispiele dazu die Berichte im Fernsehen über die Hochleistungskühe -der Bauernvernband (im Interview) sieht keinerlei Probleme….).
    Fazit: Die gefundenen Mengen von Glyphosat im Bier sind unproblematisch und vergiften niemanden. Trotzdem möchte ich Glyphosat aus dem Verkehr ziehen (Round up), denn in höheren Konzentrationen gibt es Schwierigkeiten für Mensch und Tier, wie auch Frau Prof. Krüger, Biochemikerin aus Leipzig, zu bedenken gibt. Und da die BfR noch ein Hühnchen mit Krüger zu rupfen hat, kommt von daher die absolute Unbedenklichkeit gegenüber Glyphosat (siehe Pressemeldungen vom BfR in 2015 und auch zu Clostridium Botulinium)

    4+
    • wer behauptet die Ursache der EHEC Toten sein ein Demeter Betrieb „Bünenbüttel“ der hat NULL Ahnung und den kann man wohl nicht ernst nehmen.

      Ausgang der EHEC Toten, war ein HUS auslösender Erreger vermutlich aus ägyptischem Sprossensaatgut. Wo dieses kultiviert wurde, war reiner Zufall. Es hätte auch ein konventioneller Betrieb sein können. Der Betrieb heisst Bienenbüttel und war nie Mitglied im Demeter Verband.

      [***vom Administrator gelöscht***]

      0
    • Jochen Böhrer sagt

      Die TIHO Hannover und die meisten anderen sehen keinerlei Zusammenhang zwischen Glyphosat und Botilismus. Alle Indizien sprechen dagegen. So zum Beispiel die völlige oder weitgehende Abwesenheit des Karnkheitsbildes in Süddeutschland und anderen Gebieten der Erde, in denen gleich gefüttert wird. https://ibei.tiho-hannover.de/botulismus/dokumente/Abstracts_Abschluss-Symposium_12.09.2014.pdf
      Was ist Ihre Intention, mit den abstrusen Krügerschen Thesen Panik zu schüren?

      0
  12. Rainer sagt

    Ich denke, Deutschland braucht ein Katastrophe, sonst kommt es zur Katastrophe.
    Alles dreht sich nur noch um Profit.
    Steuereinnahmen sind so hoch wie nie, aber es reicht hinten und vorne nicht.
    Es werden Steuern und Vorschriften ausgemacht, die bald kein „kleiner“ mehr einhalten kann.
    Heimisches Braugetreide darf nicht mit Glyphosat behandelt werden.
    Mit Glyphosat behandeltes Importgetreide wird demnach aber problemlos
    hereingefahren.
    Wann wachen wir endlich auf?
    Die macht der Großkonzerne und der praxisentfremdeten Bürokraten, die nicht mehr wissen was sie tun, muss gebrochen werden!

    5+
    • bauerhans sagt

      „Ich denke, Deutschland braucht ein Katastrophe….“

      wir haben doch gerade ne flüchtlingskatastrophe……

      0
    • Jochen Böhrer sagt

      Ich glaube nichtmal, dass es an irgendwelchen Importgetreiden liegt. Die Untersuchung fand mit der gleichen untauglichen Methode wie die lächerliche Muttermilchstudie der Grünen in vermutlich demselben Labor statt

      0
  13. Egbert Mast sagt

    Was mich in denn ganzen Diskussionen im wieder wundert ist die Kleinigkeit Krämer wenn es um euer essen geht aber wenn es unser aller Klima geht ist das Interesse gleich null ob im Bier auch Umwelt gifte findet die aus dem Straßenverkehr stammen? Wahrscheinlich ist der Wert bedeutend höher nur keine der es untersucht und auch keine der es wissen will denn dann müsste das geliebte gefährd stehen bleiben.das wir uns in der Regel Gedanken machen wie man auch in Zeiten der Klimawandel versuchen noch genug Nahrungsmittel her zustellen ist doch selbstverständlich.

    8+
  14. J.H.Knabbe sagt

    Hallo Willi und Dikutierende, das Thema das Blogs ist die strategische Meinugsmache bestimmter Gruppierungen – von Personen, Parteien bis zu Vereinen und sog. Instituten. Mit hoher Trefferwahrscheinlichkeit zur Erdbeerernte , dann zur Grillsaison, gerne auch Rückstände im geliebten Weihnachtsbaum….der Aufklärungsgewinn geht meist gegen Null, weil Glaube und Meinung gepuscht werden. Alle Systeme zur Überwachung z. B. von Lebensmittel werden s e l t e n zitiert, wer liest schon gerne einen Nationalen Rückstandskontrollplan, der auch mit meinen Steuermittel strategisch und wissenschaftlich abgearbeitet wird. Hier geht es nicht um Wahrheit, Klarheit und Transparenz, sondern um Spenden, Diskreditierung und politische Macht. Und dazu passt eine soziologische Beschreibung in der letzten Woche zur Bildungsentwicklung – Bequemlichkeitsverblödung. Sorry, ein herber Vorwurf, aber er ist Mittel zum Zweck. Und Willi, auf agrarischer Seite bist du glücklicherweise einer, der da gegenangeht . MitbWissen, Humor, Einsicht…..und möglichst lamgem Atem.
    Weiter so…..

    13+
  15. Leben wir in einer Demokratie?
    Wie würde wohl ein Volksentscheid zu Glyphosatverbot ausgehen?

    Das Festhalten von Bauern an Methoden und Techniken, welche eine grosse Mehrheit ablehnt wird immer mehr die Legetimation von Agrarsubventionen in Frage stellen und die Kluft zwischen Bauern und Bevölkerung vergrössern.

    Wo ist die Stimme der vernüftigen Bauern? Die sagen: Ja! Glyphosat ist ein Teufelszeug, das brauchen wir gar nicht, weg damit!

    6+
    • Sandra Harms sagt

      lieber andreas,
      kannst du mir eine wirkungsvolle alternative aufzeigen, die von den kosten im rahmen bleibt? wäre nett wenn du das tun könntest. würde das dann auch konsequent umsetzen. gruss sandra

      2+
      • Rainer sagt

        Die kosten hätten doch alle.
        Dies würde sich auf die Preisentwicklung unserer Güter positiv auswirken.
        Der Natur wäre geholfen, dem Verbraucher und uns Landwirten.
        Warum wehren wir uns gegen die Abschaffung verschiedener Pflanzenschutzmittel.
        Wir hätten dann doch immer noch alle die gleichen Produktionsbedingungen untereinander oder?

        0
          • Rainer sagt

            Ökolandbau: Grubber, Pflug und Kleegras
            P.S. Ich bin selbst auch konv. Landwirt, denke aber langsam um!
            So wie jetzt können wir Landwirte in Zukunft nicht weiterwirtschaften.
            Wir machen uns immer mehr von den Chemiekonzernen abhängig, die nun auch noch in der Saatgutproduktion tätig sind.
            Auch sollten wir uns von Agrarsubventionen
            verabschieden, damit wir frei sind!

            3+
            • Sandra Harms sagt

              klar sind wir abhängig, öko landbau ist keine alternative, wenn selbst bio betriebe der ersten stunde reihenweise rückumstellen ist das wohl nicht der weg…. und wenn die subventionen kippen, passiert genau das , was alle nicht wollen, die kleinen sterben dann reihen weise endgültig aus… kann also auch nicht der weg sein.

              1+
            • bauerhans sagt

              „Ökolandbau: Grubber, Pflug und Kleegras“

              hackmaschine und striegel haste vergessen und fürs kleegras und getreide brauchste abnehmer,die bereit sind,einen entsprechenden preis zu zahlen.

              0
        • Rainer sagt

          Hallo,

          die Kosten hätten eben nicht alle. Die Kosten liegen bei den Landwirten, die diesen Wirkstoff nicht mehr einsetzen würden. Das wären vermutlich nur die deutschen. Der Rest der Welt würde sich einen grinsen und denken “ sind die blöd die Deutschen“ .
          Da wir nicht auf einer Insel leben und Warenströme über Ländergrenzen hinweggehen, ist allein der Gedanke an ein Verbot vergebens. Die Vorstellung, dass ein paar deutsche Verbraucher den weltweiten Einsatz eines der weniger problematischen Pflanzenschutzmittel, so die übliche Bezeichnung verhindern können ist eine Utopie.

          1+
          • Rainer sagt

            Hallo Namensvetter,

            Glyphosat ist nur noch momentan eines der weniger problematischen Pflanzenschutzmittel!

            0
      • Christian Krupp sagt

        Lesetipp: Rheinische Bauernzeitung vom 27.02.2016
        S.21 Welche Folgen hat der Verzicht auf Glyphosat

        Und

        S.37 Umdenken im Pflanzenbau gefordert

        Sandra ich lade dich gerne ein mit mir Anfang Juli und im September zur Feldbegehung. Es geht ohne Glyphosat, ja sogar ganz ohne Herbizide 🙂
        Du kannst dir auch auf unserer Facebookseite die Kulturen von 2015 anschauen. Gestern habe ich noch ein Lob von der Mühle bekommen für die Sauberkeit der angelieferten Ware. 🙂

        Viele Grüße Biobauer Christian

        2+
        • Sandra Harms sagt

          Christian krupp
          ich will ich überhaupt nicht bezweifeln das es ohne geht, und auch nicht das man ganz ohne auskommen kann. ich bezweifel aber ganz stark, das sich das finanziell rechnet, wo soll denn das geld herkommen, für den benötigten mehreinsatz von mechanischer bodenbearbeitung, hacken etc, und das dann noch bei minder erträgen… und wir alle wissen ja, das viele bio landwirte zurückumstellen, weil sie keine chance sehen anders zu überleben… und wir wissen auch das viele dabei sind , die teilweise 30 jahre bio gemacht haben, also keine die nach 1-2 auf den boden der tatsachen landen…
          ich halte vom bio anbau nur bedingt etwas, und man muss schon dafür gebohren sein um das auch zu machen.

          0
          • Rainer sagt

            Wenn die Menge abnimmt, steigt der Preis.
            Wo kommt bitte das Geld für Glyphosatanwendungen her, wenn Weizen nur noch 13 €/dt kostet und einige unserer Kollegen 1000 € und mehr pro ha an Pacht zahlen?

            1+
          • Christian Krupp sagt

            Hallo Sandra, woher kommt dein Wissen über die Rückumsteller? Klar gibt es Betriebe die aus unternehmerischen Gesichtspunkten zurück zur konventionellen Landwirtschaft wechseln. Aber in der Summe wächst die Öko -Branche an Hektar und an der Zahl der Betriebe.
            Was die Wirtschaftlichkeit angeht gibt es natürlich je nach Betriebszweig unterschiede. Für Gemischtbetriebe geht die Rechnung klar pro Bio auf. Stark spezialisierte Betriebe haben es da sicherlich nicht so einfach.
            Für den Ackerbau in Kombination mit Mutterkuhhaltung und Bullen/Rindermast gesprochen gibt es rechnerisch keine Alternative zu Bio.
            Du machst bei deinen Gedanken zum Mehraufwand im Biobetrieb entscheidende Fehler, die wir gerne an anderer Stelle diskutieren können. Soviel vorweg in unserem Betrieb Zuhause ist der Kapitalbedarf und Arbeitsstundenbedarf heute bei „intensiver“ Bio-Produktion geringer als zu konventionellen Zeiten in den 90ern. Und das bei höheren Erzeugerpreisen.
            Auch gegen die Biolandwirtschaft wird Lobby ohne Ende gemacht, wir werden nicht weniger verleugnet als die konventionellen Kollegen! Die Palette reicht von Prämienoptimierung über Unrentabilität und Rückumsteller bis hin zur Vergiftung von Nutztieren und Konsumenten mit Pilzverseuchtem Getreide….
            Alles auszuhalten, aber leider kommen diese Parolen oft konventionellen Kollegen…

            0
      • Sandra: fand vor 30 Jahren, als es noch kein Glyphosat gab, etwa keine Landwirtschaft statt?

        0
        • Sandra Harms sagt

          doch andreas, die fand da statt, nur das sich die preise für alles was wir kaufen, egal ob nun ein trecker,diesel,dünger oder sonst was, seit dem vervielfacht haben, und das was wir für unsere produkte bekommen nahezu unverändert ist… das ist doch das problem an der sache, würden maschinen und kraftstoff nicht so teuer sein, würde auch ich lieber mehr bodenbearbeitung machen und so manch einen liter glyphosat einsparen. aber vielleicht hast du ja eine zündende idee, wie ich das hinbekomme.

          2+
          • bauerhans sagt

            da hatten wir so tolle schweinepreise,dass ich immer rot wurde,wenn der scheck eintraf…

            0
    • Rainer sagt

      Glyphosat würde sicher Verboten werden,
      und die Agrarsubventionen hoffentlich gleich mit.

      1+
      • Ehemaliger Landwirt sagt

        „Glyphosat würde sicher Verboten werden,
        und die Agrarsubventionen hoffentlich gleich mit.“

        Und sie würden mit entsorgt werden, weil andere Länder nie auf die Idee kämen, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel auf das Spiel zu setzen.

        1+
            • Rainer sagt

              Sie tun mir leid, wenn Sie meinen, dass kein Landwirt ohne Subventionen überleben kann.
              Ihnen hat es offenbar trotz Subventionen nicht gereicht.

              1+
            • Rainer sagt

              Im Getreideanbau würde ein Mehrpreis von 4 €/dt
              die Subvention von 300 €/ha ausgleichen.
              Das wäre momentan bei einem Weizenpreis von 18 €/dt der Fall.
              Die Subventionen würden bei „durchdachtem“ Anbau keine Rolle spielen.

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              Ach Rainer,

              spielen sie jetzt blinde Kuh,
              dann sag ich, raus bist Du.

              Wenn sie keine Subventionen annehmen, dann sind wir zu zweit, ich verzichte seit 10 Jahren darauf, jetzt für meinen Restbetrieb auch.

              Ehemaliger Landwirt bin ich seit meinem Rentenbeginn mit 65 Jahren, weil meine Söhne vernünftigerweise sich für andere Berufe entschieden haben.

              4+
    • bauerhans sagt

      „Das Festhalten von Bauern an Methoden und Techniken, welche eine grosse Mehrheit ablehnt wird immer mehr die Legetimation von Agrarsubventionen in Frage stellen und die Kluft zwischen Bauern und Bevölkerung vergrössern.“

      „eine grosse mehrheit“ hat gar kein wissen und will auch kein wissen darüber erlangen,ob agrargelder legitim sind!
      es gibt auch keine kluft zwischen bauern und bevölkerung,im gegenteil,es gibt in umfragen immer wieder die wertschätzung für die bauern.

      4+
      • Jochen Böhrer sagt

        Wer von den Verbrauchern ist denn in der Lage, moderne Technik und modernen Pflanzenschutz objektiv zu beurteilen, wenn er von Grünen, grüngesteuerten Medien und spendengeilen NGOs laufend gegen die Landwirtschaft aufgehetzt wird? Mit Lügen, Verleumdungen und völlig unwissenschaftlichen Parolen.

        0
    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Mein lieber Gast,
      moderne Landwirtschaft ablehnen ist das eine,
      entschieden wird an der Ladentheke.

      Ich habe noch das „Glück“ eine Wiese zu besitzen, da brauche ich auch kein Glyphosat,
      hatte früher auch das Glück das Unkraut in den Weinreben mittels Handhacke zu entfernen.
      Wer dieses Glück hatte, ist heute froh, dass die Witterung ein Mulchrasen mit einem kleinen Herbizidstreifen ermöglicht.

      1+
      • über Glyphosat wird NICHT an der Ladentheke entschieden, sondern in der EU Kommission und das ist schon der 1. Fehler, denn es gehört ins EU Parlament und wenn EU Verbot dann natürlich EU-weit und mit Aussenschutz, der bedingt daß man CETA, TTIP u.a. ablehnt.

        3+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Der Verbraucher verlangt ein Verbot, akzeptiert wenn Lebensmittel billig.

          Sie meinen, nicht der Sachverstand (Fachbehörden) soll Zuständig sein, sondern das Unwissen von Politikern?

          Wie sieht es mit Kupfer im Bioanbau aus?
          Aus der Sicht der Bodenschützer sei nicht länger hinzunehmen, dass ausgerechnet im Bioanbau mit Mitteln gewirtschaftet werde, die deutlich schädlicher seien als moderne chemisch-synthetische Substanzen. Folgerichtig plädiert das UBA dafür, Kupfer zu verbieten.

          Die Eu wollte bereits 1992 Kupfer verbieten, wer soll zuständig sein, die EU-Kommission, oder das EU-Parlament?

          https://www.greenpeace-magazin.de/kupfer-satt

          0
        • bauerhans sagt

          GAST möchte radikale veränderungen,bleibt aber schuldig,wie er diese politisch (und sozial) durchsetzen will.

          0
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            GAST möchte radikale Veränderungen und wenn sie eintreffen, findet der Jungbauer keine Frau mehr.

            0
    • Klemens sagt

      Wenn Verbote aucg gegen Importwaee cerhänft würsen dann würde das der Verbraucher auch mittragen mitfinanzieren müssen, aber dem europäischen Bauern alles verbieten und dann Lebensmittel aus Fernistanimportieren von ausgebeuteren Völkern wo Großkonzerne wüten.
      Auf diese Weise unrerstürzen all die Umweltpopulisten eben Geoßkonzerne in aller Welt welche die Kleinbauern in jedem armen Land verdrängen.

      0
    • Bauer Willi sagt

      Hallo Andreas
      Wie würde wohl ein Volksentscheid aussehen, wenn die Frage gestellt würde, ob alle Bauern auf Bio umsteigen? Die Antwort kennst Du. Wie würde wohl ein Volksentscheid aussehen, in dem die Frage gestellt würde, ob alle damit einverstanden sind, dass die Preise für Lebensmittel auf das Doppelte steigen? Die Antwort kennst Du auch. Wie würde ein Volksentscheid aussehen, wenn die Frage gestellt würde, ob wir ein Tempolimit einführen? Wie würde ein Volksentscheid aussehen, wenn die Frage gestellt würde, Krankheiten nur noch von Heilpraktikern behandeln zu lassen und Arzneimittel zu Gunsten von Globuli-Kügelchen zu verbieten? So langsam geht mir deine Art der Argumentation ziemlich auf den Senkel. „Ich mach mir die Welt, widewitt, sie mir gefällt.“ Stammt nicht von mir…
      Bauer Willi

      10+
      • Tja Willi, weil seit 1 Jahr von Dir immer nur diesselbe Jammerleier und das alte Biogebashe kommt und ich Dir auf den Senkel gehe, genau deshalb mach ich mich hier rar, es ist nämlich Zeitverschwendung.

        Aber wer meint, die deutschen Behörden würden objektiv wissenschaftlich arbeiten irrt genauso wie jeder der meint, wenn sie ein überflüssiges, aber sehr gefährliches Mittel verbieten, dann würde gleich 100% Bioanbau stattfinden und dem ist nicht zu helfen.

        Und ich werde mich niemals dafür entschuldigen, daß ich ein Demokrat bin und nicht der Agrarlobby und deren falschen Versprechungen auf den Leim gehe.

        1+
    • Jochen Böhrer sagt

      Wir leben in einer repräsentativen Demokratie.. und das ist GUT so. Wie das deutsche Volk entscheidet, wenn man ihm ein Feindbild präsentiert, hat sich seit den Hexenverbrennungen nicht geändert. Leider kamen in unserer Geschichte lügende und betrügende Parteien auch schon in reellen demokratischen Wahlgängen an die Macht. Das gilt es für die Zukunft zu verhindern.. weder Rechte noch Grüne noch Linke gehören an die Macht.

      0
      • hach, was freu ich mich auf den Wahlabend im Ländle. Wie wärs mit ner Livecam von Böhrer? Sein Gesicht würde ich zu gerne sehen… Wenn die Grünen die CDU überholt haben werden. Dafür wähl ich diesmal sogar extra die Grünen, obwohl ich bisher im Land die Linken gewählt hab.

        1+
        • Jochen Böhrer sagt

          Was wollen Sie damit sagen? Es gab mal eine Zeit, da hatten Hetze und Lügen und Propaganda dazu geführt, dass über 40% eine Dreckspartei wählten. Da gab es aber keine Webcams, mit der die spöttischen Hintermänner sich am Gesicht der böswillig verächtlich gemachten Bevölkerungsgruppe aufgeilen konnten. Ich wähl übrigens FDP in der Hoffnung auf eine stabile Koalition vernünftiger Menschen.

          0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ich halte das durchaus für realistisch, wenn dies kommt liegt es nicht an der Qualität der Grünen, sondern am Realitätsverlust unserer „wir schaffen das schon“ Kanzlerin.

          0
  16. bauerhans sagt

    autofahren z.b. endet für 18-23 jährige fahrer,statistisch gesehen,öfter tödlich
    als für andere altersgruppen!
    stört sich jemand daran,ausser die versicherungskonzerne!

    1+
  17. Christian Krupp sagt

    Lieber Bauer Willi,
    ja die Landwirtschaft muss noch viel beim Thema Öffentlichkeitsarbeit lernen. Die vermeintlichen Gegner machen es vor! Ich finde allerdings schade, dass die Landwirtschaft sich von diesen Studien nicht distanziert. Welcher Braugerstenbestand benötigt denn bei uns Sikation? Richtig so gut wie keiner. Wo kommt der größte Teil der Braugerste her? Auch richtig zum größten Teil aus dem Ausland.
    Brauereien die ausschließlich lokale Erzeuger haben stehen nicht auf der Liste. Warum sagt das niemand? Genau, weil es wieder nur um Religionsstreit geht. Die Pflanzenschutzlobby schreit und die heimische Landwirtschaft nickt zustimmend anstatt einmal eine eigene Position zu beziehen.
    Zum Schluss noch meine persönliche Meinung zu Glyphosat: Sikation gehört ganz klar verboten (Ausnahmslos!). Über die Unkrautregulierung auf Stoppel oder im Vorauflauf muss man diskutieren!
    Viele Grüße Biobauer Christian

    4+
    • Bauer Bauer sagt

      Man will etwas gefunden haben.
      Beauftragt wurde wieder das Labor in Leipzig. Ein Schelm…..
      Sikkation in Braugerste ist in Deutschland verboten.
      Warum kann man als Biobauer sich nicht eindeutig von den unseriösen BigGreen-Kampagnen distanzieren?
      Um besser dazustehen? Um euch als die Guten zu profilieren? Ihr ladet Eure Wirtschaftsweise viel zu stark ideologisch auf. Das Kartenhaus wird irgendwann einstürzen…

      6+
    • Alois Wohlfahrt sagt

      Hallo Christian, teil der „Vorführung“ ist leider auch, dass die Landwirte als Verteidiger von Monsanto und Co. wahrgenommen werden. Dabei ist es die Angst durch ein Verbot von Glyphosat noch weiter vom Weltmarkt abgestraft zu werden. Es ist dann wie beim Atomausstieg: Deutschland schaltet ab, aber um uns herum wird sogar mehr Atomstrom produziert der auch von uns gekauft wird.
      Alois

      5+
      • Rainer sagt

        Wie wäre es mit einer Obergrenze bei Glyphosatwerten im Getreide aus dem Ausland – wahrscheinlich nicht möglich wegen EU Vorschriften.
        Dann doch bitte jetzt auch noch TTIPP – viel Spaß ihr Armen!

        0
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Unter der Grünen Verbraucherministerin Renate Kühnast wurden die Grenzwerte bei Erdbeeren in einem Fall um das 30 fache und um das 100 fache erhört, damit Spanien und Italien ihre Erdbeeren weiterhin in Deutschland verkaufen konnten. Beide Pflanzenschutzmittel hatten in Deutschland keine Zulassung.
          Das war den Medien keine Meldung wert.

          4+
        • Jochen Böhrer sagt

          Diese Obergrenzen gibt es doch und sie werden weit unterschritten. Wenn man von den abgeblich im Bier gefundenen Werten aufs Getreide zurückrechnet, liegt man um selbst bei der stärkstbelasteten Probe um den faktor 1000 unter dem kritischen Wert. Die Ergebnisse von Futter- und Lebensmitteluntersuchungen (Inland und Import) sind frei zugänglich.

          0
      • Christian Krupp sagt

        Hallo Alois,
        ja wie wahr, es ist wie beim Atomausstieg und wir müssen aufpassen das wir nicht die letzten sind die kapieren das „abgeschaltet“ wird. Und ja die Ängste (und der Frust) sind groß aber das waren sie bei meinen Eltern in den 90ern auch. Die Goldgräberstimmung der Fleischrinderzucht aus den 70er und 80er Jahren kam nicht wieder! Man kann dann den Kopf in den Sand stecken und alle Hebel auf einpacken stellen oder man hört sich um schaut über den Tellerrand und wird endlich mal selber zum Unternehmer. Unternehmer sein hat mit Handeln zu tun, Ängste un Sorgen haben viele, das darf aber nicht dazu führen das man handlungsfähig wird. Verzicht auf Pflanzenschutzmittel, Aufbau regionaler Vermarktung, Abbau von Spezialisierung u.ä. alles Moglichkeiten sich vom Weltmarkt abzusetzen und die Abhängigkeiten zu reduzieren! Man müsste nur handeln!

        1+
        • Rainer sagt

          Dieses handeln ist für so manchen Landwirt eben „noch“ sehr schwer,
          wenn er gewohnt ist, ca. Ende Dezember seine Agrarsubventionen
          auf seinem Konto zu verbuchen und sein Getreide in die Gosse des
          Landhändlers abzuliefern.

          1+
          • bauerhans sagt

            jeder bauer versucht,seinen betrieb auf kurs zu halten,er muss sich aber seinen bedingungen unterwerfen z.b. langfristige investitionen können nicht einfach so rückgängig gemacht werden.

            1+
            • Rainer sagt

              Du musst mir aber auch zustimmen, wenn ich behaupte, dass viele langfristigen Investitionen erst getätigt werden,
              wenn es z.B. für Milchviehställe 40 % Investitionszuschuss gibt.
              Dieser Zuschuss endet dann zwangsläufig in einer Milchpreismisere.
              Mal abgesehen davon, dass der Stallbau infolgedessen, weil alle in kurzer Zeit Bauen, schon um 30 % teurer wird.
              Wenn Beihilfen Intelligent durchdacht werden würden,
              sollte man bei einer Subventionsneuauflage eher daran denken, aus dieser Produktion langfristig auszusteigen.
              Ist aber nur meine Meinung.

              0
          • bauerhans sagt

            „…wenn es z.B. für Milchviehställe 40 % Investitionszuschuss gibt.
            Dieser Zuschuss endet dann zwangsläufig in einer Milchpreismisere.“

            das stimmt so nicht,die preismisere liegt daran,dass milch eben ein „unflexibles gut“ ist und es lange vorlaufzeit braucht,von der entscheidung,ich stocke auf oder schaffe ab.

            0
        • bauerhans sagt

          „Eine Glyphosat-Minimierungsstrategie der konventionellen Kollegen ist mir nicht bekannt. ..“

          wieso,brauchst du doch nicht.

          0
          • Christian Krupp sagt

            Ich nicht!
            Aber der Kunde ist König solange er bezahlt und nur über die Schiene kann man meiner Meinung nach den sog. Verbraucher endlich wieder zum Kunden machen! Und das gehört dann auch das der Produzent (die Landwirtschaft) auf Kundenwünsche eingeht. 1. Ansatz wären solche Minimierungsstrategien.
            Neben bei gesagt würde die konventionelle Landwirtschaft aufhören den neuen Vorschriften hinterher zu laufen, sondern sie gezielt zim Wohle aller selber entwickeln!
            Viele Grüße Biobauer Christian

            1+
      • Stephan Becker sagt

        Auch Frankreich schaltet in den nächsten Jahren nach und nach ab:

        de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Nuklearanlagen_in_Frankreich

        Bis 2019 sollten eigentlich fünf Reaktoren mit insgesamt ca. 4500 MW stillgelegt werden. Aber um Fessenheim (2 Reaktoren) westlich von Freiburg gibt es noch ein ziemliches Hickhack:

        Abschaltung von Fessenheim bleibt undatiert
        Fr, 26. Februar 2016
        http://www.badische-zeitung.de/elsass-x2x/abschaltung-von-fessenheim-bleibt-undatiert–118832645.html

        Es ist derzeit aber nur ein (1) einziges AKW bzw. ein Reaktor geplant bzw. in Bau: Flamanville!

        In Großbritannien sollen auch vier Reaktoren bis 2019 stillgelegt werden (de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kernkraftwerke_in_Europa#Vereinigtes_K.C3.B6nigreich), es wird aber derzeit nur ein einziges geplant (Hinkley Point C) und das auch nur Dank massiver zugesagter Subventionierung!

        0
      • Alois, seit der Energiewende exportieren wir MEHR Strom als davor mit mehr AKWs, also tragen wir auch Reduzierung von AKW Strom im Ausland bei. Immer schön bei den Fakten bleiben!

        0
        • Rainer sagt

          Die Frage ist doch wann Exportieren wir den Strom?
          Ich habe gehört, dass wir den Strom, der Nachmittags produziert wird,
          kostenpflichtig nach Frankreich exportieren.
          D.h. wir zahlen dafür, dass er abgenommen wird?
          Hat jemand dazu Info’s?

          1+
          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Fraunhofer-Instituts für Solar Energiesysteme (ISE) haben die Daten zum deutschen Außenhandel von Strom nun grafisch aufbereitet. Dabei zeige sich, dass Deutschland durch die Stromexporte jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe erzielt. Für 2015 würden erneut Einnahmen zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro erwartet, so die Freiburger Wissenschaftler.

            Ihre Analysen hätten ergeben, dass der ins Ausland exportierte Strom im Durchschnitt höhere Marktpreise erzielt als der nach Deutschland importierte Strom. Deutschland verschenke als seinen Strom nicht ins Ausland. „In den vergangenen Jahren konnte Deutschland für den Verkauf von Strom ins Ausland höhere Preise erzielen als für den importierten Strom bezahlt werden musste“, erklärt Bruno Burger vom Fraunhofer ISE. Auch in diesem Jahr sei von einem neuen Rekordüberschuss beim Stromexport von bis zu 40 Terawattstunden auszugehen.

            http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/deutschland-macht-mit-stromberschuss-gewinn_100020839/

            1+
    • bauerhans sagt

      öffentlichkeitsarbeit wird vom bauernverband gemacht.
      dort sitzen regional agierende leute,die pressemeldungen heraus geben.
      die effektivität hängt aber vom engagement des/der einzelnen ab.
      da der bauernverband einer behörde gleicht,die durch beratungstätigkeiten nicht schlecht honoriert wird,ist da nicht ganz viel zu erwarten.
      ich bin nicht mitglied.

      1+
      • Jochen Böhrer sagt

        Nein.. die Effektivität hängt einzig und allein DAVON ab, ob und in welcher Form die Pressemeldungen von den Medien angenommen werden. Verpflichtet sind diese jedenfalls nicht, etwas zu schreiben, was Ihrer Ideologie und ihren Falschdarstellungen widerspricht. Zu Gegendarstellungen sind sie bei Lügen über eine Berufsgruppe NICHT verpflichtet. Deshalb beschränken sie sich meist darauf, einzelne Passagen aus dem Zusammenhang zu reißen und mit einem zynischen „Die Bauernlobby wehrt sich immer noch dagegen und behauptet…“ gegen uns zu verwenden.

        0
        • bauerhans sagt

          „Nein.. die Effektivität hängt einzig und allein DAVON ab, ob und in welcher Form die Pressemeldungen von den Medien angenommen werden.“

          heute in der zeitung ein gespräch mit einem hiesigen DBV funktionär über die aktuelle gülleausbringung.
          tenor: gülle stinkt eben!

          sowas von lächerlich….

          0
          • Jochen Böhrer sagt

            Komplettes ungekürztes Interview? So die wörtliche Aussage? Und was ist daran jetzt lächerlich? Dass Gülle stinkt? Oder dass diese Tatsache so flappsig rübergebracht wurde? Und was heißt „DBV-Funktionär“? Ein offizieller Repräsentant aus dem DBV-Vorstand? Dir ist aber schon klar, dass ein Gespräch mit einem einzelnen Bauernverbandler keine „Pressemitteilung“ ist

            0
  18. Nordlicht sagt

    Die Grenzwerte für Trinkwasser wurden überschritten. Das ist doch modern, wenn die gültigen Grenzwerte nicht überschritten werden, dann sucht man sich halt welche. Wenn die normalen Grenzwerte eingehalten werden, dann nimmt man für den Artikel die für Babynahrung. Mal ganz davon abgesehen, dass der Alkohol im Bier deutlich höher konzentriert und von der IARC in die Kategorie 1 eingestuft wurde. Wer sich über die Krebsgefahr durch Glyphosat im Bier aufregt, aber Alkohol trinkt ist in meinen Augen ein Heuchler.

    4+
  19. kalle.barbieri@gmail.com sagt

    Und noch eins würde mich interessieren; wer erbringt denn die Unbedenklichkeits Studien?

    1+
    • Bauer Willi sagt

      Welche Unbedenklichkeitsstudien? Wissen Sie, wie Zulassungsverfahren ablaufen? Wenn nicht, dann kann ich Ihnen das gerne erklären. Dauert aber etwas länger…
      Jedenfalls ist es nicht so, wie es oft dargestellt wird, das der „böse Konzern“ sich da so lange was im Labor zusammenforscht und an Daten erstellt, bis es passt.
      Bauer Willi

      2+
      • Rainer sagt

        Servus Willi,

        Atrazin durchlief auch ein Zulassungsverfahren, indem ein
        schneller Abbau festgestellt wurde.
        Heute finden wir immer noch Atrazin im Grundwasser, daß
        womöglich vor 30 Jahren gespritzt wurde.
        Ich denke wir Landwirte sollten langsam umdenken.
        Jedes Verbot von Pflanzenschutzmittel ist eine große Chance für uns,
        wenn die Erträge dadurch abnehmen und die Preise folglich steigen.

        1+
        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Wenn sie mir jetzt noch erklären, dass die BIO-Landwirtschaft keine Pflanzenschutzmittel anwendet, dann glaube ich so langsam auch daran, dass der Storch die Kinder bringt.

          0
          • Rainer sagt

            Im Biolandbau wird größtenteils nur in Sonderkulturen
            z.B. Kupfer angewendet.
            Die Hauptflächen ( Getreide, Kleegras usw. ) wird so gut wie überhaupt nicht behandelt.
            Die Gesamtmenge an Pflschm. ist verschwindend gering.
            Außerdem ist z.B. Kupfer ein Naturprodukt „und“ Pflanzennährstoff.

            0
          • Stephan Becker sagt

            Es gibt Leute, die schaffen es mit Bio-Methoden mehr, besser und günstiger zu produzieren:

            Gabe Brown – Keys To Building a Healthy Soil (58min52), gefilmt im November 2014
            youtube.com/watch?v=9yPjoh9YJMk

            Ab 19:00: Über seinen Freund David Brandt (bei Columbus, Ohio), pfluglos seit 1972, Arbeit mit ganzjähriger Bodenbedeckung seit 1978, 225+ bushel Mais (nur Körner?) pro Acre (ohne Kunstdünger, ohne Spritzmittel, d.h. keine Insektizide) in 2011.
            Ein amerikanisches Bushel bei Mais als Gewichtsmaß entspricht bei 15% Restfeuchte 25,4 kg (https://de.wikipedia.org/wiki/Bushel#US-amerikanisches_Bushel). D.h. Brandt hatte 5,63 t pro Acre (~ 4000 qm) geerntet. Das entspricht etwa 14,1 t pro Hektar.
            Ab 37:20: Hinweis auf Maiserträge in dem Kreis von Nord Dakota, in 2014, wo Gabe Brown wohnt: etwas unter 100 Bushel Mais pro Acre (ca. 6,4 t/ha), bei ihm waren es – ohne Kunstdünger, ohne PSMs – 142 Bushel/acre (ca. 9,0 t/ha).

            Und noch ein Beispiel aus den USA, aus 2012, als es eine größere Dürre im mittleren Westen gab:

            Gottgewollt oder vom Menschen gemacht?
            Die große Dürre im Maisgürtel der USA
            Von Susanne Arlt, Beitrag vom 05.12.2012
            Nicht weit von Monmouth lebt Terry Davis mit seiner Familie auf der Farm seines verstorbenen Vaters. Auf über 500 Hektar pflanzt der Bauer Soja, Weizen und vor allem Mais an.
            deutschlandradiokultur.de/gottgewollt-oder-vom-menschen-gemacht.979.de.html?dram:article_id=230076

            Der Artikel berichet über Terry Davis der Direktsaat seit etwa 15 Jahren praktiziert und dabei noch nicht einmal eine Scheibenegge einsetzt. Nur Düngung und Saat per Luftdruck.
            Er hatte im Dürrejahr (mittlerer Westen) 2012 also 80 Bushel(Scheffel) pro Hektar (vermutlich Acre? dann ca. 5 t/ha, sonst 2 t/ha) eingefahren.
            Seine Nachbarn haben nur 12 Bushel pro Hektar (Acre? dann 0,8 t/ha sonst 0,3 t/ha) geerntet.
            Ob und welche Spritzmittel er einsetzt wird im Artikel allerdings nicht erwähnt.

            0
            • bauerhans sagt

              das sind momentaufnahmen eines farmers in einem jahr,das kann man nicht verallgemeinern.

              0
            • Stephan Becker sagt

              Diese Einzelfälle bzw. Momentaufnahmen häufen sich so, dass sogar das Kriegsblatt New York Times darüber berichtet:

              Cover Crops, a Farming Revolution With Deep Roots in the Past
              By STEPHANIE STROMFEB. 6, 2016
              http://www.nytimes.com/2016/02/07/business/cover-crops-a-farming-revolution-with-deep-roots-in-the-past.html?_r=0

              Über die Brüder Mark und Doug Anson in Indiana und Illinois über ihre guten Erfahrungen mit (ganzjähriger) Bodenbedeckung. Auch der Farmer Dan DeSutter ist von Bodenbedeckern überzeugt: Er mühte sich und seinen Schlepper all die Jahre mit einer 35 cm tiefen Verdichtung ab und musste erkennen, dass die Pflanze Oregon ryegrass, eine Art Rispen- bzw. Weidelgras dies so nebenbei erledigt hat.

              Außerdem: Wenn die Bauern Gabe Brown, sein Freund David Brandt oder Terry Davis nicht seit Jahren (teils Jahrzehnten!) von dieser Methode überzeugt wären, nachdem sie beide Methoden konventionell und „bio“ kennengelernt haben, würden sie dies sicher nicht weiter praktizieren.

              0
          • immer diesslebe fehlerhafte Leier:
            Pflanzenschutz ist bei Bio erlaubt, wird aber selten praktiziert.

            ich habe als Biobauer in 25 Jahren noch nie auch nur 1 gramm Kupfer gebraucht und viele meiner Kollegen auch nicht.

            Aber immer wieder weiterlügen ist einfacher als diese Tatsache zur Kenntnis zu nehmen.

            2+
            • Philip sagt

              da frage ich mich dann aber, warum es diese 99 Seiten lange Liste an Pflanzenschutzmitteln für Bio gibt?
              Nur um die Biobauern zu verunglimpfen?

              2+
            • Christian Krupp sagt

              Zur Liste der PSM im Biolandbau:
              Weil in der Europäischen Union nicht in jeder Ecke das gleiche Klima und der gleiche Boden vorliegt und ganz nebenbei auch noch 100te Nutzpflanzen abgedeckt werden müssen.
              Im Standard Ackerbau und im Grünland kenne ich keinen Bio- Kollegen der irgend ein PSM einsetzt. Anders ist das bei Sonderkulturen, Dauerkulturen und speziellen Ackerkulturen (z.B. Kartoffeln)
              Gerade im Biolanbau wird aber jedes Mittel auch intern kritisch diskutiert. So gibt es z.B. die Kupferminimierungstrategie, deren End-Ziel es ist nur noch die Mengen auszubringen, die z.B. Katoffeln auch im konventionellen Landbau als mikronärstoff benötigen. Eine Glyphosat-Minimierungsstrategie der konventionellen Kollegen ist mir nicht bekannt. ..
              Viele Grüße Biobauer Christian

              2+
            • das grösste Problem im Biolandbau sind nicht Beikräuter, Disteln, Ampfer und Verbreitung von Giftpflanzen in spät gemähtem Heu oder gar Tropanalkaloide. Es sind auch nicht Rückumsteller oder sonst was.

              Das grösste Problem sind Menschen, die über Bioanbau meinen sprechen und urteilen zu können, aber von der Praxis null Ahnung haben und sich noch nicht mal die Mühe machen einen Biobauern zur Praxis zu befragen.

              Wenn diese Personen auch noch Berufskollegen sind, dann wird die Sache traurig. Leider sind nicht wenige dieser „Biofachleute“ auch hier vertreten und es macht wenig Spaß zum hundersten Mal die Kupferfrage zu erklären wenn nebenan auf den konv. Äckern wegen jährlichem Glyphosat kein Blümchen mehr blüht, es kaum mehr Regenwürmer und Kleinlebewesen gibt, die Bienen die Orientierung verlieren usw.

              Es ist schade, daß solche gravierenden Glyphosatfolgen es kaum in die Medien schaffen, sondern Restmengen in Bier.

              Klar das wird abgestritten, gaaaanz wenig drin. Einig sind wir doch aber wohl, daß im Urin von Städtern Glyphosat zu finden ist und dann frage ich: was hat es da zu suchen, wie kommt es da rein? Denn Sikkation ist doch angeblich verboten….

              2+
            • Philip sagt

              @Christian Krupp
              Hier hätte ich mal eine Fachfrage. Stimmt das wirklich, dass bei Getreide Biobauern keine Probleme mit Pilzkrankheiten oder z.B. Blattläusen haben? Wie geht sowas?

              Ich meine, ich weiss, dass man z.B die Saatstärke verringern kann; dann stehen die Pflanze „luftiger“.
              Aber reicht das?

              0
            • bauerhans sagt

              „…daß im Urin von Städtern Glyphosat zu finden ist und dann frage ich: was hat es da zu suchen, wie kommt es da rein? “

              …weil die ihre zufahrten und parkplätze sauber halten und dann läuft die suppe halt in den regenwasserkanal,der auch marode ist und dann ists im wasserkreislauf.

              1+
            • Christian Krupp sagt

              @Phillip
              Pilzkrankheiten im Biolandbau bekämpft man mit angepasster Bodenbearbeitung, Sortenwahl und insbesondere mit der Fruchtfolge!!
              Selten werden gegen Fusarien Beizen auf Basis von Senfmehl eingesetzt.
              Ich habe keine Probleme mit Pilzen und auch von meinem abgelieferten Dinkel und Weizen werden zwei Rückstellproben gezogen.
              Beim Futtergetreide haben mittlerweile auch anerkannte Futterungsberater ihr Meinung zur Hafer revidiert: Die Mykotoxin Belastung extensiv angebauter Hafer sei deutlich geringer bis nicht vorhanden im Vergleich zun intensiven Anbau. Ich habe leider keine Erfahrung mit Schweinemast, in der Rinder- und Bullenmast ist die Hafer unser einziges Kraftfuttermittel.
              Bilder zu Getreidebeständen und Tierbestand findest du auch auf unserer facebookseite unter http://www.schlossgut-pillingen.de
              Da können wir gerne weitere Details diskutieren.
              Viele Grüße Biobauer Christian

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Im Standard Ackerbau und im Grünland kenne ich keinen Bio- Kollegen der irgend ein PSM einsetzt. Anders ist das bei Sonderkulturen, Dauerkulturen und speziellen Ackerkulturen (z.B. Kartoffeln)“

              Auch ich setze bei meinem Mulchgras im Obst und Weinbau kein PSM ein.

              „Gerade im Biolanbau wird aber jedes Mittel auch intern kritisch diskutiert. So gibt es z.B. die Kupferminimierungstrategie, deren End-Ziel es ist nur noch die Mengen auszubringen, die z.B. Katoffeln auch im konventionellen Landbau als mikronärstoff benötigen. Eine Glyphosat-Minimierungsstrategie der konventionellen Kollegen ist mir nicht bekannt“

              Wer eine Minimierungsstrategie einsetzen kann, hat einfach zu viel gespritzt, scheint beim ÖKO Landbau notwendig sein.

              0
            • Christian Krupp sagt

              „Scheint im Bio – Landbau nötig zu sein“
              Sicher ist es nötig und das gestehrn wir uns und allen anderen auch ein!
              Hier liegt nämlich der entscheidende Unterschied zwischen den meisten Bio-Landwirten und den konventionellen Kollegen. Wir können unsere Anbaumethoden kritisch hinterfragen egal ob es um Kupfereinsatz, Bodenbearbeitungsintensität oder Medikamenteneinsatz in der Tierhaltung geht. Die meisten Biolandwirte verschließen sich keiner kritischen Diskussion und es werden auf allen Ebenen ständig Konzepte zu Verbesserungen erarbeitet und unsere Türen sind in der Regel offen für Austausch und fachlichen Diskurs. Sonst wäre ich im Übrigen auch nicht mehr hier und über die 100ste Erläuterungen des Kupfereinsatzes kann ich nur schmunzeln, das zeigt jedes Mal aufs neue den Bildungsstand des Diskussionspartners auf!
              Achja wo wir dabei sind: Wer von den konventionellen Kollegen (Ackerbauern) hier, weiß eigentlich das sämtliche Humusbilanzen, die ihr nach CC erstellen müsst, absolut geschönter Formalismus sind und euch fachlich überhaupt nichts bringen, schlimmer noch sie tragen meiner Meinung sogar zur Verdummung bei, da sie euch etwas vorgaukeln was nicht ist… fragt mal euren Pflanzenbauberater, wenn ihr es nicht glaubt. Die Biolandwirte rechnen mit andeten Ausgangswerten damit wir korrekte Ergebnisse bekommen um unsere Fruchtfolge zu planen. Auf dem Humus baut unser Ertrag auf, daher brauchen wir eine Humusmehrende Fruchtfolge….
              Wo bleibt die kritische Auseinandersetzung hier? Unterm Strich kommt raus das eure Fruchtfolge nach CC ok ist und dann ist das Thema durch auch wenn es sich überspitzt gesagt um eine Mais-Monokultur handelt!
              Viele Grüße Biobauer Christian

              1+
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              „Die meisten Biolandwirte verschließen sich keiner kritischen Diskussion “

              Die meisten Bio-Landwirte erklären, sie würden keine Pestizide anwenden und die Medien plappern das nach.

              Warum lügt die Öko-Branche wenn es um Pestizide geht?

              Im übrigen, sorgen sie sich um Ihren Bildungsnotstand und nicht um die der Kollegen.

              0
            • Christian Krupp sagt

              Und wenn diese Kollegen behaupten das sie keine PSM anwenden dann wird dem auch so sein. Ich verwende auch keine PSM, weil es im Bio-Getreideanbau schlicht unnötig ist. Ein Bio-Winzer wird das kaum behaupten. Die Aussage wir verwenden keine Chemisch-synthetischen PSM stimmt meines Wissens aber für alle Biolandwirte in der EU.
              Das mit dem Bildungsstand könnte ich jetzt persönlich nehmen. Aber das prallt ab sorry, ich kenne die Qualität meiner konventionellen Landwirtschaftlichen Ausbildung sehr gut. Und bin in meinem Jahrgang durchaus anerkannt. Also bitte Vorsicht mit derartigen Unterstellungen.
              Sollte ich irgendwo persönlich geworden sein bitte ich das zu entschuldigen (meines Wissens war ich das jedoch nicht).
              Viele Grüße Biobauer Christian

              0
            • Philip sagt

              @Christian Krupp
              „Pilzkrankheiten im Biolandbau bekämpft man mit angepasster Bodenbearbeitung, Sortenwahl und insbesondere mit der Fruchtfolge!!“
              Das kann doch nicht die ganze Wahrheit sein; wenn das so einfach ist, wieso etabliert man das nicht einfach in der konventionellen Landwirtschaft? Schon würde man die Fungizide einsparen. Und wo geht dann die Hälfte des Ertrags verloren?

              Und Insektizide brauchen Sie auch nicht??

              Herbizide kann ich mir wenigstens noch irgendwie vorstellen; man machts halt mechanisch…

              0
            • Ehemaliger Landwirt sagt

              @Christian Krupp

              Ich habe nie behauptet ein ÖKO-Bauer benutzt Chemisch-synthetische PSM. Es geht um Pflanzenschutz, wenn angeblich im Getreide kein Pflanzenschutz angewendet wird, dann frage ich mich warum manche Mittel zugelassen sind.
              Wein und Obstbau gehört auch zu Landwirtschaft, soweit mir bekannt.

              Zur Nachhilfe im Bildungsnotstand, sollten sie mal ihre Post durchlesen, damit sie Wissen, was sie geschrieben haben.

              0
            • Christian Krupp sagt

              An alle die es immer noch nicht glauben wollen, nochmals die kleine Empfehlung am Rande besucht euren Bio-Nachbarn und kommt mit ihm ins Gespräch. Gerne könnt ihr an die Obermosel zu einer privaten Feldbegehung zu mir kommen, oder einfacher ihr verfolgt unseren Betrieb auf unserer Facebookseite auch erreichbar ohne Facebook unter http://www.schlossgut-pillingen.de. Bauer Willi hat die Seite im übrigen schon besucht.
              Und ja ich betreibe erfolgreich Getreideanbau ohne PSM (das heißt nicht das man in meinen Beständen keinerlei Pflanzenkrankheiten findet).
              Und für Philipp nochwas:
              Warum kann man das System nicht in die konventionelle Landwirtschaft übertragen. Eine Antwort geben dir viel Posts hier: Es will sich keiner darauf einlassen oder anders formuliert: Es hat kaum einer den Mut die Seite zu wechseln. (Viele Anhänger der Agrarwende haben sich übrigens genau das zum Ziel gemacht das System Ökolandbau zu verbreiten, allerdings gefällt mir der Weg per Zwangsverordnung von oben, den hier viele befürchten, garnicht. …)
              Viele Grüße Biobauer Christian

              0
            • Christian Krupp sagt

              @Phillip:
              Noch ein fachlicher Grund:
              Fruchtfolge: wer baut 3jähriges Kleegras, Roggen, Hafer, Dinkel, Bohnen, Erbsen, und anderes im konventionellen Landbau an?
              Raps Weizen Gerste
              Oder schlimmer
              Raps Weizen Weizen
              Sind die gängigen Kulturen in den Regionen ohne Kartoffeln und Rüben, so zum Beispiel bei uns in der Gegend…
              Warum ist das so: Wirtschaftlichkeit im konventionellen System! (Wahlweise kannst du Raps durch Mais ersetzen dann wird das Dilemma nur noch schlimmer. Stichwort Fusarien)
              Viele Grüße Biobauer

              0
            • Philip sagt

              @Christian Krupp
              dann muss man aber schon ehrlich sagen, dass sich in Deutschland ernährungstechnisch einiges ändern muss, wenn Bio-Landwirtschaft ausgebaut wird, einfach weil dann nicht mehr die jetzigen Fruchtfolgen beibehalten werden könnte.

              Sie sagen der Grund ist die Wirtschaftlichkeit im konventionellen System, d.h. heisst ja aber nichts anderes, dass Weizen, Gerste, Raps, Mais und Kartoffeln eben die wichtigsten Feldfrüchte für unsere Ernährung sind. Auch im Hinblick auf Tiermast, gebe ich zu, aber das ist nun mal die Realität, auf die natürlich unsere Landwirtschaft abgestimmt sein muss.

              Sinkt denn der Fleischverbrauch in Deutschland? Ich glaube eher nicht.

              1+
            • Christian Krupp sagt

              @Phillip :
              Korrekt ich glaube auch das der Fleischkonsum noch nicht am sinken ist.
              Und JA es muss (müsste) sich einiges ändern, damit 100% Bio nachhaltig Realität werden kann.
              Bei uns Landwirten: Weniger ist manchmal mehr! Weniger auf Spitzenleistung getrimmte Genetik hat im Durchschnitt gesündere Tiere zur Folge (dann kommt nämlich auch der Otto-normal-Bauer noch mit der Milchkuhfütterung zurecht, 12000 Liter Kühe sind ja unstreitig etwas für hochqualifizierte und geschickte Spezialisten), andere Futtermittel käme wieder mehr zur Anwendung weil eben nicht die extreme Spitzenleistung abgerufen wird. Wir mästen unsere Charolais-Rinder ausschließlich mit Kleegras – Silo, Haferschrot (zukünftig evtl. auch Roggen, den würde ich aber lieber an die Mühle verkaufen) und Mineralfutter. Alle weiblichen unter 14 Monaten gehen im Sommerhalbjahr auf die Weide, auch die Masttiere darunter.

              Beim Verbraucher: dieser gehört abgeschafft! Verbraucher sind z.b. Elektrogeräte die Strom verbrachen ohne darüber nachzudenken wo er herkommt!
              Die Lebensmittelbranche braucht wieder KUNDEN die sich für das Produkt und den Produktionsprozess interessieren! Bewusstsein für Lebensmittel, Landwirtschaft und Umwelt haben und bewusste Kaufentscheidungen treffen. Dazu gehören dann Schlagworte wie Regional, Saisonal, Ausgewogene Ernährung für Gesundheit und Umwelt (Stichwort Fleisch ) und natürlich Bio.

              Wie schon gesagt derartige Konstrukte kann man nur im großen Miteinander Umsetzen.
              Das tolle ist das es im kleinen Rahmen funktioniert sowohl in der Landwirtschaft (plus Erzeugergemeinschaften), als auch mit den Kunden. Das darf ich fast jeden Tag hier Zuhause im Betrieb erfahren!
              Darum mache ich meinen Job aus purer Überzeugung. Und der Buchführungsabschluss liefert mir die Begründung! Um unsren Betrieb ideologisch an die Wand zu fahren bin ich viel zu sehr Unternehmer!
              Kommt noch hinzu ich mache mir keine Sorgen um Konkurrenz, erstens ist der Bio-Markt wachsend und zweitens sind viele Diskussionen hier ideologisch überladen. Bei der Gelegenheit möchte ich dir Philipp für dein reges Interesse einmal ganz herzlich danken!
              Viele Grüße Biobauer Christian

              0
        • Jochen Böhrer sagt

          Was behaupten Sie da? Zur Zeit der Zulassung von Atrazin wurde noch nicht auf Abbauraten geachtet.

          0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.