Bauer Willi
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go on -Tierärzte diskutieren Lösungen

Der erste Beitrag der neuen Videoserie „go on – Tierärzte diskutieren Lösungen“ ist fertig und kann auf YouTube angesehen werden:

Gleich zu Beginn geht es ein um ein sehr umstrittenes Thema: Das Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration zum 1. Januar 2019. Wie hier schon berichtet, war ich im Januar in Berlin zu Gast bei den Initiatorinnen der Diskussionsreihe, den Tierärztinnen und Mediendienstleisterinnen Ines George und Ulrike Oslage. Mein Debattenpartner war Professor Thomas Blaha, Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT). Viele Landwirte sehen die Notwendigkeit der Gesetzesänderung zur Ferkelkastration nicht ein, zumal noch lange nicht klar ist, wie die Bestimmungen praktisch umgesetzt werden sollen. Wird eine Lokalanästhesie auch möglich sein? Wer trägt die Kosten für eine Immuno-Kastration? Was würde der Umstieg auf Ebermast bedeuten? Professor Blaha plädiert eindeutig für die Immuno-Kastration und meint, dass die Kosten dafür relativ problemlos auf die Verbraucher umgelegt werden können. Schaut selber rein und hört zu!

Weitere Themen, über die ich mit Professor Blaha diskutiert habe, waren das Verhältnis von Bauern und Tierärzten, die Agrarwende und eine nationale Nutztierstrategie. Die Videos dazu werden nach und nach auf YouTube zu sehen sein, ich sage Bescheid.

Mehr zu Prof. Blaha und seine Arbeit:  www.tierschutz-tvt.de

Zum Seminarangebot von Ines George und Ulrike Oslage geht es hier lang: http://www.akademie.vet

Übrigens ist das Video auch bei top agrar online zu sehen: https://www.topagrar.com/foto_video/Videodebatte-Prof-Blaha-und-Bauer-Willi-streiten-ueber-die-Ferkelkastration-9046167.html

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24 Kommentare

  1. Heinrich Steggemann sagt

    Seit vielen Jahren ist es Standard in Deutschland, das Ferkel erst nach Gabe eines Schmerzmittels kastriert werden. Dies wird in der aktuellen Diskussion meist gar nicht mehr erwähnt. Als Sauenhalter mit Ferkelvermarktung über den Handel bleibt dauerhaft nur die Kastration als Lösung, da zum Zeitpunkt der Kastration noch nicht feststeht, wo die Ferkel gemästet werden und ob Ebermast eventuell möglich wäre. Die Vollnarkose darf nur von einem Tierarzt ausgeführt werden. Das können die Hoftierärzte vom Zeitaufwand her gar nicht leisten. Aus meiner Sicht bleibt da nur der vierte Weg mit lokaler Betäubung durch den Landwirt nach Besuch eines entsprechenden Lehrganges.

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    • Und dann die Finanierung durch den LEH!

      Wie lange das wohl tragfähig bleibt?

      Na ja, wenn der LEH damit Werbung machen kann und an seine Eingangstür sachreiben kann.

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  2. Friedrich sagt

    Es gibt keine klare Linie und ich glaube , daß das auch garnicht gewollt ist. Jeder zieht aus der
    ungeklärten Frage seinen Honig. Die Politiker halten sich im Gespräch , die Grünen haben ein Thema , der Tierschutzverein hat zu debattieren und alle wollen damit Wählerstimmen und Spenden zu Lasten der Bauern kassieren. Wenn das Thema dann zu Ende ist , wird wieder was neues aus der Ecke geholt und das ganze beginnt von vorne. Siehe Glyphosat. Das ganze ist sehr Menschenverachtend.

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  3. Der Fleischpreis soll ruhig steigen. Doch die Bauern sollen davon was haben und auch dessen Mitarbeiter. BIO ist inzwischen nachgewiesener Weise totaler Quatsch und Betrug am Kunden. Wir sollten auch über die Notwendigkeit der ständiger Verfügbarkeit von Fleisch nachdenken. Das ist wirklich nicht notwendig.

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    • Natürlich muß der Bauer für die Mehr an Mühe etwas bekommen, das ist doch klar.

      Aber wie stellt man das an?

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  4. Bauer Willi sagt

    Hallo Hans
    das mag alles richtig sein. Aber wie kann man das lösen? Und welches Verfahren ist das, auf das sich alle einigen können? Ich sehe da noch Einigungsbedarf…
    Bauer Willi

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  5. bauerhans sagt

    weder die vollständigen kosten und aufwendungen für QS noch für TIERWOHL werden dem schweinebauern über den preis ausgeglichen.
    interessanterweise kann man bei TÖNNIES immer noch schweine ohne QS ohne preisabschlag für den export anliefern.
    TIERWOHL ist wohl immer noch überzeichnet d.h. mehr nachfrage seitens der bauern,aber nicht genug geld seitens des LEH.

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