Bauer Willi, Video
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Für Erntehelfer: Spargelstechen – so geht´s (Video)

Hier erst einmal ein Selbst-Test: habe ich das Zeug zum Erntehelfer:

https://www.agrarheute.com/politik/selbstcheck-habe-zeug-erntehelfer-566950?utm_campaign=ah-mo-fr-nl&utm_source=ah-nl&utm_medium=newsletter-link&utm_term=2020-04-03

Bei bestandenem Test: hier wird alles gezeigt: von richtiger Kleidung über Verpflegung bis hin zum richtigen Spargelstechen.

 

Wer sich für Technik interessiert: Hier ein Prototyp eines Spargelvollernters.  Weitere Modelle wurden schon vor über 8 Jahren entwickelt, haben sich in der Praxis aber nicht  durchgesetzt.

 

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93 Kommentare

  1. Reinhard Seevers sagt

    Gerade eben ein Bericht über Erntehelfer auf einem Biohof in Brandenburg. Eine Berliner Projektmanagerin will helfen. Es werden Kartoffel gepflanzt mit einer Pflanzmaschine, die inkl. Fahrer 5 Personen benötigt…..ja, wie….können die sich nicht eine gebrauchte Pflanzmaschine kaufen, bei der man lediglich eine Person benötigt? Ich fass mir anne Birne….
    So kann man es auch nicht schaffen…..

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Auf so einem Gerät habe ich auch schon gesessen, nur zwei Reihig, wegen Personalmangel. 😉
      Na ja, nur für den Eigenbedarf.

      Aber der Bauer, einen Bart bis zum Bauchnabel, ein Klassiker, so möchte der urbane Verbraucher den BIO Bauer sehen.
      4 auf der Maschine, 2 laufen nebenher, es fehlte nur noch die Hühner uffem Feld.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Das war wirklich ein Sinnbild oder Ehemaliger? Unglaublich. Man hätte 4 Leute in anderen Bereichen einsetzen können, als auf die Pflanzmaschine zu setzen….ich fass es nicht. Und der Betrieb ist kein Kleiner.
        Hätte nur noch gefehlt, dass die die Kartoffeln direkt per Hand ohne Maschine gepflanzt hätten, so hab ich das noch gelernt……

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        • Ehemaliger Landwirt sagt

          Ja mein lieber,
          gestern habe ich Kartoffeln gepflanzt, so wie es der urbane Bürger vorstellt, mit der Handhacke. (Also von Bauer, nicht sie selber)

          Dass ich vorher den Boden mit der Fräße am Traktor hergerichtet habe, sage ich jetzt nicht, in Zeiten von Corona kann jegliches abgleiten vom Weltbild verheerende Folgen haben.

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    • Thomas Apfel sagt

      Der Betrieb ist bei mir in der Nähe, von den mittelgroßen Bio- Gemüseanbauern ist das einer der wirklich professionellen. Kartoffeln sind nur eine ganz kleine Nebenschiene mit viel verschiedenen Sorten. Also, die sichtbare Technik sagt nicht zwingend etwas über die Qualität der Produktion aus, ansonsten sind die auch technisch auf einem relativ modernen Stand. Aber wie bei den meisten Bio-Betrieben werden auch hier die wirklichen Kosten für die „lebendige Arbeit“ durch vielfältigste billige bis kostenlose Arbeitskräfte entschärft (Praktikanten, Woofer, FÖJ-ler). Woofer (working on organic Farm) sind z.B. über internationale Austauschprogramme unterwegs und arbeiten für Kost und Logis.

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      • Reinhard Seevers sagt

        Thomas, ich pflanze mit meinem Bruder auch mind. 6 Sorten zzgl. Frühkartoffeln mit einer zweireihigen Maschine…..dazu braucht man aber doch keine 4-reihige mit 4 Pflanzern.
        Klar, wenn man ansonsten mit „preiswerten“ AK unter sozialen Aspekten arbeitet, dann ist es in solchen Zeiten schon schwierig….dann ist aber auch die Sinnhaftigkeit des Systems in Frage zu stellen.

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        • Thomas Apfel sagt

          Alle arbeitsintensiven Bio-Zweige arbeiten mit „verbilligtem Personal“. Dass das jetzt die Sinnhaftigkeit des Systems in Frage stellt finde ich ein wenig hochgegriffen. Es ist nur die typische Unehrlichkeit der Protagonisten dieser Branche diesen Teil der wirtschaftlichen Wahrheit zu verschweigen. Die Maschine = geschenkt = kein Thema, wie gesagt, der Betrieb ist sonst gut aufgestellt und versteht etwas von Gemüsebau. Fakt ist aber, ohne diese billigen Arbeitskräfte und ohne Bio-Förderung kommt keiner von diesen Betrieben mit den Marktpreisen klar.

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  2. Obstbäuerin sagt

    Die Fragen 3 und 4 müssen obligatorisch mit ja beantwortet werden, weil das nicht zu ändern geht. Der Spargel wächst unten und in der Regel unter freiem Himmel. Ich glaube 60 % unserer Landsleute leidet an Rückenproblemen, die fallen schon mal raus. Ansonsten ist die Arbeit (kurzfristig) gar nicht so schlecht bezahlt (für Ostverhältnisse jedenfalls), weil hier brutto = netto ist. Und wenn die Leistung stimmt, dann sollte es o.k. sein. Allerdings hatte die Journalistin, die über das Erntehelferproblem in unserer Zeitung berichtet hat, geschrieben, dass 1 kg Spargel in der Stunde gestochen werden muss. Zum Glück hat das wohl kaum einer gelesen.

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    • firedragon sagt

      Obstbäuerin,
      ich kenne mich mit Akkordarbeit nicht aus, gibt es das bei Spargel ?
      Ich frage, weil es bspw. in Radieschen so u.U. gehandhabt wird.

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      • Obstbäuerin sagt

        Genau weiß ich nicht, wiviel kg es sein sollten aber 1 kg (6-8 Stangen) sind definitiv zu wenig, firedragon.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      1 Kg in der Stunde, wenn das Kg bei Aldi 5.99 kostet.
      Passt doch ,oder? 😉

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  3. Gurkenhobel sagt

    Willi, ich weiß, du zensierst nicht. Würdest du aber bitte diesen Hugo hier kicken? Das Geschwurbele geht mir auf den Sack!

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    • firedragon sagt

      Na, na, Gurkenhobel,
      hab’s schon mal geschrieben – er ist nicht bösartig (er ist okay), also lass ihn – nimm’s als Übung und Geduldtraining oder so…

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    • Karl Timme sagt

      Gurkenhobel, wenn ernicht in die Dauerschleife verfällt, oder anfängt zu Missionieren, trägt er durchaus zu einer anderen Sichtweise bei.

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  4. Karl Timme sagt

    Hier eine Anleitung Betriebsunabhängig von der LWK. Jeder Spargelbetrieb Handhabt seine Mitarbeiter anders, inclusive Frühstück und Getränke. Das gemeinsame Frühstück entfällt nahtürlich in diesen Zeiten ( eigentlich einer der aufmunterden Momente, ein kleiner Plausch, gegenseitige Motivation):

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  5. Ehemaliger Landwirt sagt

    Also 6 Fragen zum Spargelstechen kann ich mit Ja beantworten,

    aber bei den Nummern 4 und 5 muss ich passen.

    Folglich bin ich ungeeignet.

    Dennoch lasse ich die Spargelbauern nicht im Regen stehen, ich bringe mich beim Kaufen ein. 😉

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  6. Ein Privatier sagt

    Dass die Aufseherin Brot und Wasser stellt, wenn es warm ist, finde ich sehr gnädig, da das Spargelstechen doch nun wirklich kein Zuckerschlecken ist.

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    • firedragon sagt

      Privatier,
      leider kann ich das Video (noch) nicht sehen, sonst könnte ich Dir darauf sofort einen Antwort geben, gedulde Dich noch – ich schreibe später was zu Deiner spöttischen Bemerkung – jetzt muss ich arbeiten.

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      • firedragon sagt

        Eh hier weiter die Chefin als „gnädig“ betrachtet wird:

        Trockene Brötchen und Heißgetränk kein lohnsteuerpflichtiges Frühstück
        BFH, Urteil vom 3.Juli, VI R 36/17, LEXinform 0951474

        Erläuterungen (verkürzt wiedergegeben)
        Die Klägerin war ein IT-Unternehmen, das seinen Kunden und Gästen, aber auch den eigenen Mitarbeitern tagtäglich Backwaren zum unentgeldlichen Verzehr zu Verfügung stellte….Einen Belag, wie zum Bsp. Aufschnitt, Butter oder Marmelade, gab es nicht.
        Im Rahmen einer Lohnsteueraußenprüfung war der Prüfer der Meinung, die Verzehrmöglichkeit der Backwaren einschließlich etwaiger Heißgetränke sei als Frühstücksgestellung zu behandeln und mit dem amtlichen Sachbezugswerten zu versteuern….
        Das Finanzamt forderte von der Klägerin nun Lohnsteuer und Nebenabgaben nach, wogegen die Klägerin nach erfolglosem Einspruchsverfahren Klage erhob…
        Anmerkungen (verkürzt wiedergegeben)
        Gemäß §40 Abs.2 S.1 Nr.1 EStG kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25% erheben, soweit er an die Arbeitnehmer unentgeldlich oder verbilligt Mahlzeiten abgibt. Voraussetzung ist, dass die Mahlzeiten nicht als Lohnbestandteile vereinbar sind.
        Die Steuer hängt also von der Tatbestnadsverwirklichung beim AN ab (vgl. zBspl. BFH, Urteil vom 6.5.1994, VI R 47/93, LEXinform 0109334). Bei diesem muss eine in Geldeswert bestehende Einnahme gem. §19 EStG vorliegen. Dazu gehören auch andere Bezüge und Vorteile…
        Aus Sicht der BFH Richter ging es hier zwar um die Schaffung „günstiger betrieblicher Arbeitsbedingungen“, es gab aber keine „Entlohnungsfunktion“. Dies entsprich auch der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechunug für die Abgabe von Getränken an AN während der AZ im Betrieb (vgl. schon BFH, Urteil vom 21.3.1975, VI 94/72 LEXinform 0018298)

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Ein Obstbauer und Freund sagte mal zu mir, wenn man von Erntehelfern Leistung erwartet, muss man denen auch ein gutes Essen bieten.

      In seiner Lagerhalle stehen auch 2 Paletten Mineralwasser und 2 Paletten Bier, Bier, das nach Feierabend zusammen getrunken wird.

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      • Inga sagt

        Bier am Feierabend fördet die Kameradschaft unter den Kollegen des ganzen Betriebes.

        Ich lernte jetzt eine Schulkameradin meiner Mutter (über 90) kennen.
        Beide wollten gerne einen Beruf lernen, mussten aber wegen des eigenen lw. Betriebes ländliche Hauswirtschaft lernen.
        Der Betrieb der Bekannten, bzw. Ihrer Eltern bestand aus kleiner Landwirtschaft und grosser Schmiede in der Stadt.
        Die Mutter, Frau Schmiedemmeisterin hatte neben dem großen Haushalt u. kl. Landwirtschaft auch 2 Gärten mit viel Obst und Gemüse zu bewirtschaften, das auch eingekocht wurde. Das wurde im Sommer für den Winter eingekocht und im Winter wurden Erzeugnisse aus der Hausschlachtung eingekocht.
        Dazu brauchte sie ein Mädchen, dass ihr immer half.
        Als die Bekannte dann aus der Schule kam, meinte die Mutter, du bleibst zu Hause, dann brauchen wir kein fremdes Mädchen.
        Neben normalen Haushalt musste für alle Schmiedemitarbeiter, Lehrlinge und Gesellen mitgekocht werden, alles Erzeugnisse aus dem eigenen Stall und Garten.

        Ihr Vater, der Herr Schmiedemeister war der Ansicht, dass alle Mitarbeiter die Malzeiten zusammen einnahmen und zwar in der eigenen Küche von der eigenen Frau aus eigengen Erzeugnissen zubereitet.

        Die Gesellen und Mitarbeiter haben nicht zu Hause gefrühstückt, sie haben bei Frau Meisterin in der Küche Kaffee getrunken, um 11 Uhr brachte sie das 2. Frühstück in die Schmiede und und später gab es das gemeinsame Mitagessen.
        Vielleicht um 15 Uhr nochmal Kaffepause mit Marmeladenbrot aus eigener Herstellung. Da braucht die Frau Meisterin schon ein Mädchen als Hilfe zu!
        Vielleicht Abendbrot mit Bier auch?
        Fördert die kollegiale Kameradschaft, oder?

        Aber der Herr Meister hat gedacht, so arbeiten seine Mitarbeiter am effiziensten, oder?

        Das werden die Spargel-, Wein-, Obst- und Erdbeerbauer auch denken, oder ?

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    • Paulus sagt

      Tja mein lieber Privatier, früher gab es auf den großen Höfen noch s.g. Ökonomieküchen. Da gab es für die Knechte ein ordentliches Frühstück und anschließend einen Frühstückskorn. Dann zogen sie mit ihren Zossen hinaus aufs Feld, bis die Kirchenglocken zum Mittagessen und zum Pferdewechsel riefen. Dann wurden sie wieder gut beköstigt. Mir scheint, es war im Vergleich zu heute keine inhumane Welt.
      Heute wird den Knechten mitunter so viel für Kost, Logis und selbst die Benutzung einer Waschmaschine oder für einen Stellplatz abgezogen, dass auch für einen Rumäner nicht mehr viel übrig bleibt.
      Ich bin sehr enttäuscht von solchen Bauern die eh nur den Mindestlohn bezahlen und gleichzeitig eine erstaunliche Kreativität, was den Einbehalt und die Abzüge betrifft an den Tag legen. Das habe ich mir als Verbraucher nun wirklich nicht ans Bein zu binden.
      Abgesehen davon klagen ja alle über zu wenig Erntehelfer, so nennt man heutzutage die Tagelöhner. Mir ist immer noch nicht klar, wo z.B. die Spargelbauern, selbst wenn sie genügend SAK hätten ihre Produkte absetzen wollen.
      Kein Bauer handelt aus Solidarität oder Nächstenliebe, das kann mir keiner erzählen. Und als ehemaliger Insasse eines Konvikts der Benediktiner garantiere ich, die Weihwasserpinkelnden waren schon immer die größten Pharisäer. Nur um auf den Beitrag von gestern, von wg. Hoffnung zurück zu kommen.

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      • Ein Privatier sagt

        @Paulus

        Es ist auch eine Frage der Ästhetik, der Würde und auch einer besonderen Moral, dass man nicht ausschließlich auf das Geld achtet, sondern auch auf das eigene Wohlbefinden und das der anderen.
        Ich denke da z.B. an Weinlese in Frankreich und daran, dass es dort bei manchen Winzern die tägliche Weinlese mit einem üppigen Mahl beendet wird. Das Ende der Weinlese wird mit dann auch oft mit einem gemeinsamen Festmahl beendet und Wein bekommt man sowieso jeden Tag … (Sehr wahrscheinlich ist das nicht bei allen Winzer in F so).
        Ich meine, dass es zum Wohlbefinden (Gesundheit) des Winzers beiträgt, wenn er zum Wohlbefinden der Beschäftigten beiträgt.

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      • firedragon sagt

        Paulus,
        es ist nicht ganz einfach. Natürlich kann man von Landwirten enttäuscht sein, die von den Löhnen ihrer SAK Kosten abziehen. Bin ich auch, aber man sollte verstehen, wie es dazu gekommen ist.
        Es ist noch nicht lange her, was Du beschrieben hast. Noch vor 25 – 20 Jahren war mir der Begriff „geldwerter Vorteil“ unbekannt. SAK schliefen in Räumlichkeiten und erhielten auf den Höfen ihr Essen. Sie haben ihren Stundenlohn erhalten und gut war.
        Im Laufe dieser kurzen Zeit hat der Gesetzgeber immer mehr „Vorteile“, die der AN erhält, mit Abgaben belegt. Gleichzeitig ging /geht der Mindestlohn hoch. Du weißt was jetzt kommt? – im gleichen Maße, wie vermehrt Abgaben und Löhne steigen, steigen aber NICHT die Auszahlungspreise für landwirtschaftliche Grundprodukte.
        An dem Punkt muss der Betriebsinhaber sich „entscheiden“, ob er sich (ich nenne es mal) seine Menschlichkeit leisten kann.

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  7. Günter sagt

    Soll dieses Video ernst gemeint sein?
    Unter diesen Bedingungen würde ich nie eine Hilfe bei der Heumaht auf den
    steilen Wiesen bekommen. Kein Wunder dass sich vermutlich nur wenige melden.
    Kost und Logie frei, in den Pausen a Hetz, (Gaudi) das Non Plus Ultra wäre jemand
    der eine Ziachorgel in den Pausen spielen kann, so geats.
    Aber die Leute werdens schon so gewohnt sein, von Ihren Lohnsklaven aus Osteuropa.

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    • Ehemaliger Landwirt sagt

      Günther,
      es ist besonders erbärmlich und schäbig, wenn man Berufskollegen bezichtigt, Lohnsklaven zu beschäftigen.

      Das Paradies in den Alpen scheint keines zu sein, zumindest nicht für den Schreiber der obigen Post.

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    • Karl Timme sagt

      Günter, das Spargelstechen ist keine Touristen Belustigungs Therapie, sondern eine anstrengende Arbeit. Ihre Bemerkung „Lohnsklaven“ ist völlig unangebracht, aber symtomathisch für unsere Gesellschaft, die diese Art von Arbeit entweder ins Ausland verlagert hat, oder sich die Ausländer hierher geholt hat (Müllâbfuhr, Reinigungskräfte, Plegekräfte und viele mehr)

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        • hugo sagt

          Immer ist der Konsument schuld, eine etwas sehr primitive Entschuldigung die ja bekanntlich auch für Anbindehaltung und Kuhtrainer(=Tierquälerei) herhalten muß. Jetzt sind wir auch noch dran schuld das es Lohnsklaven gibt. Bayern kommt ohne Lohnskalven aus und der Spargel bleibt bezahlbar! Was läuft bei Euch da oben anders als in bayern oder Tirol?
          Warum tut Ihr Bauern Euch das dann überhaupt an wenns keinen Gewinn bringt, wenn die Wertschätzung in der Bevölkerung nicht gegeben ist?
          Deutschland gehört zu den 5 Europäischen Staaten mit den höchsten Preisen für landwirtschaftliche Erzeugnisse, ja Sie haben recht es ist trotzdem kein akzeptabler Preis. Aber haben wir Konsumenten eine Wahl?
          Wir Konsumenten entscheiden nicht was angebaut wird, wir entscheiden nicht was es kosten darf. Aber wir haben schon entschieden das wir z.B. keine Eier Klasse 3 mehr kaufen. Und wenn Milch und ähnliches entsprechend deklariert würde gäbs da auch eine spürbare Kehrtwende. Aber EU-BIO-Milch aus Anbindehaltung ist Verarsche pur.
          Wir Konsumenten sind lernfähig und bereit dieses Mehr mitzutragen, d.h. aber auch das die Bauernverbände qualitativ besser und artgerechter produzieren müssen. Aber das müsst Ihr mit den Molkereien aushandeln wie die Milch vermarktet wird, ob Verarsche als „Alpenmilch“ und die Kuh steht in Passau und ähnlichem. Es sind Euere Erzeugnisse und Ihr müsst klarstellen aus welchen Betrieben und Anbaumethoden Euere Produkte herkommen.

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          • Reinhard Seevers sagt

            Vieles richtig Hugo, aber deine Lügen im Bereich der Eier hast du immer noch nicht aufgegeben, gelle?
            Und dann ist deine Einlassung mit dem „wir“ und „ihr“ ein wenig dämlich, weil du es nicht abgrenzt und abgrenzen kannst…..kindisch.

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            • Hugo sagt

              Welche Lügen, klär mich auf.
              „Die Konsumenten“ grenzt auch nicht ein.
              Käfighaltung, auch Kleingruppenhaltung ist ist laut Agrarheute erst ab 2025 verboten, die Lobby arbeitet aber daran das es bis 2028 erlaubt bleiben soll.
              Bei der Agrarministerkonferenz letzten Freitag einigten sich Bund und Länder auf einen Ausstiegstermin aus der Käfighaltung von Legehennen ab 2015. Nur in Härtefällen soll eine Verlängerung des Bestandsschutzes um maximal drei Jahre bis 2028 möglich sein.
              Neue Käfighaltungen von Hühnern werden nicht mehr genehmigt. Obwohl das Bundesverfassungsgericht schon 2012 die sogenannten Kleingruppenkäfige untersagte, habe es kein verbindliches Ausstiegsdatum für die Bestandanlagen gegeben.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Deine Lüge besteht darin, dass du wiederholt behauptest, dass die Konsumenten (u.a.DU) es entschieden hätte, dass die Eier der Klasse 3 nicht mehr gekauft würden. Nein- Es liegt allein daran, dass sie der Handel aus Angst vor moralischem Mobbing von z.B. BUND ausgelistet hat. Mache einfach den Selbstversuch und stelle eine Palette Klasse 3-Eier in den Supermarkt und verkaufe sie für 10 Cent das Stück …..allerdings muss sich die moralingetränkte Mannschaft zurückhalten und die Eier ohne Stigmatisierung andienen.

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                • hugo sagt

                  Und der Handel bieten das an was der Kunde wünscht? Wo ist da ein Problem?
                  Man könnte meinen Du bist für Käfighaltung.
                  Wir, die Konsumenten, Endverbraucher sind dagegen und wenn die Kennzeichnung auch auf Fertigprodukte ausgedehnt würde dann würden wir sicher auch hier ein Konsumentenumdenken sehen.
                  Warum weigern sich alle so vehement gegen eine solche Deklarierung ob Eier Klasse 3 in den Nudeln oder der Fertigpizza drin sind?

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, du verwechselst immer wieder dein „wir“ mit einer mehrheitlichen Kundenmeinung. Wer seine moralische Überlegenheit ausleben möchte, der kann doch ausschließlich Bio kaufen und muss nicht die Mehrheit stigmatisieren und zwingen, zu kaufen, was sie evtl. gar nicht möchte. Ich finde dein Verhalten anmaßend.

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                • hugo sagt

                  Als unter „wir“ verstehe ich mein soziales Umfeld.
                  Wenn jemand „die Konsumenten“ schreibt fühle ich mich angesprochen.
                  Und wenn die Konsumenten für Tierquälerei und Lohnsklaverei verantwortlich gemacht wird dann ist das erbärmlich und feige.
                  Anmaßend ist es wenn ich wissentlich artgerechte Tierhaltung ignoriere, wohlwissend das es dem Tier Qualen bereitet und der Konsument schuld sein soll.
                  Wer führt die Kuh in den Stall, legt ihr eine Kette um und läßt sie dann 24 Std. x 365 Tage x 5-7 Jahre dort stehen.
                  Der Konsument bestimmt nicht, vor dem solls ja verheimlicht werden. Eine ziemlich verlogene Gesellschaft die für sich Tierschzustandard reklamiert wohllwissend das dieser Standard nicht das Papier wert ist auf dem es geschrieben wurde.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Die selben Menschen, die Du als Lohnsklaven betitelst kommen 10, 20 Jahre in den selben Betrieb.

                  Nicht wenige laden ihre deutschen Peiniger zu eine Besuch ein.

                  Wer im letzten Satz Satire findet, darf sie behalten.

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                • hugo sagt

                  Das mit den Lohnsklaven stammt nicht von mir, ich wehre mich dagegen das man den Konsumenten die Schuld daran geben will. Darum gehts mir, immer wird der Konsument beschuldigt der Verantwortliche zu sein.
                  Aber hier geben anscheinend indirekt einige zu das dem teilweise so ist den anders kann ich es mir nicht erklären das man dann an den Konsumenten Schuldzuweisungen gibt.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Zitat hugo

                  „Und wenn die Konsumenten für Tierquälerei und Lohnsklaverei verantwortlich gemacht wird dann ist das erbärmlich und feige“

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Ach Hugo, einmal sind du und deine Verbraucher der Maßstab für die Entscheidung zur Wahl der richtigen Eier und dann negierst du die Verantwortung ? Ich glaube, du solltest die Medikamente wechseln.

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                • hugo sagt

                  Ehemaliger Landwirt

                  „Nicht die Spargelbauern nutzen aus, sondern die Spargelkonsumenten.“
                  Bitte schon soweit rausscrollen wo ich geantwortet habe und nicht einfach zusammenhanglos zitieren.

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                • hugo sagt

                  Hallo Herr Seevers,

                  Kein Verbraucher hat jemals gefordert das Nutztiere nicht artgerecht gehalten werden sollen.
                  Kein Verbraucher hat jemals gefordert das man Hühner in Käfige sperrt.
                  Kein Verbraucher hat jemals gefordert das man Erntehelfer nicht ausreichend entlohnen soll.

                  Das sind alleinige „Errungenschaften“ der Landwirtschaft, die sich ohne dem Zutun oder Wissen der Verbraucher entwickelt haben. Und erst dadurch das wir durch Klassifizierung auf diese Vorgänge aufmerksam gemacht wurden sind wir in der Lage unser Kaufverhalten anzupassen.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @hugo,
                  die Erntehelfer von anderen Ländern verdienen das 3 bis 4 Fache wie in ihrem Heimatland.
                  Wenn man dann noch von nicht gerechter Entlohnung spricht, der sollte selbst entsprechend entlohnen.

                  Frisöre, Schlachter auch 9,35
                  Straßenreiniger 10,45
                  Baugewerbe 12,55
                  Gebäudereinigung 10,80

                  PFLEGEBRANCHE

                  Für die Arbeitnehmer in den alten Bundesländern gilt ab Januar 2020 ein Mindestlohn von 11,35 Euro (inkl. Berlin). Die ostdeutschen Beschäftigten bekommen dann einen Lohn von mindestens 10,85 Euro.

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                • hugo sagt

                  Ehemaliger Landwirt
                  Guten morgen, ich wiederhole mich gern. Ihre Daten sind stimmig, geb Ihnen in allen Punkten recht.
                  NUR es geht mir hier um die unfaire Schuldzuweisung das „der Verbraucher“ schuld sein soll an der:
                  -Anbindehaltung
                  -Käfighaltung
                  -angeblichen Lohnsklaverei

                  Und wer eine Entlohnung danach ausrichtet was im Land des Arbeiters bezahlt wird, die durch seine gewonnene Leistung aber nach deutschen Marktpreisen verrechnet der argumentiert auch ziemlich unfair. Gut das es einen Mindestlohn gibt, möchte nicht wissen welche Löhne ansonst bezahlt würden wenn manche meinen das derjenige das 3-4 fache bekommt. Kein deutscher Bauer verkauft seine Kartoffel in Tschechien zu ortsüblichen Preisen.

                  Der Verbraucher hat sowas NIE gefordert und hätte es auch nicht getan. Das hat sich unabhängig vom Verbraucher entwickelt, das sind alleinige Ideen der Landwirte Milchkühe in reiner Anbindehaltung zu haben, eentuell noch mit Kuhtrainer quälen.
                  Und die Zustände in solchen Käfighaltungssystemen für Hühner haben wir Verbraucher erst durch die Medien erfahren.
                  Warum gaukelt uns die Milchwirtschaft vor das 45.000 Milchkühe auf den Almen ganz Deutschland mit „Alpenmilch“ versorgen? Weils der Verbraucher idealerweise so haben möchte, die Erzeuger aber nicht gewillt sind dies anzubieten.
                  Und seit man die Bilder und Videos von Hühner in Käfighaltung gesehen hat weiß man auch das man Klasse 3 meiden muß.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Zitat Hugo: „Der Verbraucher hat sowas NIE gefordert und hätte es auch nicht getan. Das hat sich unabhängig vom Verbraucher entwickelt, das sind alleinige Ideen der Landwirte Milchkühe in reiner Anbindehaltung zu haben, eentuell noch mit Kuhtrainer quälen.“

                  Ganz ehrlich Hugo?…..so ein Unsinn muss man sich mal reintun. 100 Jahre werden Kühe in Anbindehaltung gehalten und der Verbraucher hat es nicht gesehen, nicht moniert, nicht in Frage gestellt. Erst als einige Wenige meinten, nun müsse man sich mit dem Thema befassen, da kommt DER Verbraucher aus dem Loch in Form von moralischer Überlegenheit und meint dieses als Dauerthema zu posten?
                  Was kommt denn als nächstes, was DEM Verbraucher ins Auge sticht? Die Mehrzahl der in Deutschland erzeugten Milch wird in Laufställen erzeugt, also, einfach mal Dieter Nuhr folgen, oder Abwarten, es erledigt sich von allein, da bedarf es keines Hugos, ganz ehrlich, das nervt.

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                • hugo sagt

                  So ist seit 1. Januar 2020 für alle Milcherzeuger des niederösterreichischen Molkereiunternehmens NÖM die ganzjährige Anbindehaltung ausnahmslos verboten.

                  Der „Unsinn“ macht Fortschritte, es gibt Bauern und Molkereien die den Konsumentenwunsch akzeptieren und das gewünscht anbieten.
                  Geht doch ;-)))

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, gem. der „Tierschutzleitlinie Milchkuhhaltung“ des Landes Niedersachsen ist seit Mai 2007 die dauerhafte Anbindehaltung verboten……Österreich ist etwas langsam, denke ich.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ hugo

                  Die Frisörin mit 9,35 Euro Mindestlohn, die bezahlt Steuern, bezahlt in Deutschland ihre Wohnung und bezahlt höhere Verbrauchssteuern, als der Erntehelfer in Rumänien. Jeder Bauer zahlt auch gerne einen höheren Mindestlohn, vorausgesetzt der Abnehmer zahlt auch die Ware entsprechend.

                  Der Verbraucher fordert nicht die Zustände auf den Gemüseplantagen in südlichen Ländern, aber er kauft ohne mit dem Wimpern zu zucken, diese Ware, es ist ihm Sch..ss egal.

                  https://www.infosperber.ch/Wirtschaft/Spanien-Sklavenarbeit-fur-Obst-und-Gemuse

                  Und wenn sie leckere Dose Tomaten mit italienischem Namen öffnen, denken sie daran, die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die in China hergestellt wurde, sicherlich wissen sie dass dort die Stundenlöhne unter 2 Euro liegen.

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            • hugo sagt

              Kleingruppenhaltung=Käfighaltung
              Die Kleingruppenhaltung ist in Deutschland seit 2016 nicht mehr zulässig. Für bestehende Einrichtungen gilt allerdings noch eine Auslauffrist bis 2025. Der Anteil der Kleingruppenhaltungen nimmt daher in Deutschland stetig ab und liegt aktuell nur noch bei etwa 7 Prozent.
              D.h. doch im Gegensatz zu Österreich darf bei uns immer Ei Klasse 3 produziert werden.
              Und diese Eier werden für die Nudel-und sonstige Eierverarbeitende Industrie genutzt.

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              • Reinhard Seevers sagt

                Weiche nicht aus…es geht um die Eier, die per Klassifizierung als Frischware angeboten werden…..In der Verarbeitung wird so gut wie keine Klassifizierung angegeben.
                Es geht ausschließlich um die moralische Diffamierung zulässiger Einordnung.

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                • hugo sagt

                  Versteh ich jetzt nicht?
                  Wo gehen den diese Eier Klasse 3 dann hin?
                  Eine zulässige Einordnung wie Anbindehaltung, Kuhtrainer, Käfighaltung ist auch moralisch unbedenklich nur weil eine gewissenlose Lobby bisher ein Verbot verhindert hat.
                  Und jegliche Aufklärung zu diesem Etikettenschwindel wird als Diffamierung hingestellt.

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          • Ehemaliger Landwirt sagt

            Nein mein lieber Hugo, der Verbraucher ist nicht schuld an den Erntehelfer. schuld haben die Bauern, die nicht wie früher mit der ganzen Familie und Verwandschaft morgens vor der Arbeit als Arbeitnehmer Spargel stechen, damit der Verbraucher den günstigen Spargel bekommt.

            Leider sind deren Söhne, die faulen Säcke nicht mehr bereit dies zu tun.
            Die verdienen ihr Geld bei Daimler, Schaeffler und Bosch. Tatsäclich sind die so verarmt, dass die es nicht mehr nötig haben, nebenher Spargel anzupflanzen, nein, die gehen lieber mit ihren Kindern in das Schwimmbad nach Schichtende. Natürlich nach Carona.

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            • hugo sagt

              Glaub nicht das diese Spargelbauern selber noch in der Lage sind gleiches zu leisten wie die Erntehelfer. Dazu sind ihnen ihre klimatisierten Trecker zu sehr ans Herz gewachsen als das sie diese Komfortzone noch verlassen wollen.

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                • hugo sagt

                  Auf dem Niveau wie „faule Säcke“, man muß sich anpassen.
                  Jede andere Berufsgruppe als faul zu diffamieren nur weil diese keine körperliche Arbeit gwewöhnt sind ist halt auch unterste Schublade.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ hugo
                  Um Satire zu erkennen, bedarf es einen gewissen Horizontes.
                  Die Arbeitnehmer bei Daimler, Schaeffler und Bosch, die am Band stehen, haben auch eine anstrengende Arbeit, die viel leicht weniger an die Lendenwirbelsäule geht, als das Stechen von Spargel.

                  Kenne einen Besitzer eines Autohauses, der steht auch nicht mit dem Blaumann in der Werkstatt, deshalb verstehe ich ihren Einwand mit dem Trecker nicht.
                  Es ist noch nicht lange her, dass sich die Bauern die Bandscheiben ruiniert haben, aber in ihrem Wahn, die Oberhand im Forum zu gewinnen scheint ihnen alles egal zu sein.

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                • hugo sagt

                  Dann ist ja alles kar, kenn auch genug Bauern die Ihren Erntehelfern vorangehen und ein gewisses Tempo oder eine Art Wettstreit beginnen.
                  Aber Satire bedient sich nicht solcher Formulierungen wie „faule Säcke“ und Verallgemeinerungen wie „die gehen lieber mit ihren Kindern in das Schwimmbad nach Schichtende“. Was sollen die sonst machen und wo sollen die sonst hin in einer Stadt wie München?

                  Wollte Ihnen nur aufzeigen das man diese Art von „Satire“ auch umgekehrt anwenden kann.

                  0
                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ hugo

                  Nicht sollen, sie könnten die Äcker ihres Vaters weiter bewirtschaften, aber die gehen nach Schichtende lieber in das Schwimmbad, als sich auf dem Acker zu schinden.
                  Ich glaube nicht, dass die angesprochenen in einer Stadt wie München aufgewachsen sind. Und wenn die sich entscheiden nach zb. München zu gehen, haben die bestimmt nicht auf Befehl des Vaters gehandelt.

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              • firedragon sagt

                Hugo,
                hängt von der Größe des Betriebs ab, was der Chef/die Chefin alles an Arbeit mitarbeitet.
                Die Betriebsleitung eines Autoherstellers (oder egal was) steht auch nicht am Band. Die Betriebsleiter haben dafür Sorge zu tragen, dass der Betrieb läuft.
                Bei einem Gemüsebauer in unserer Nähe ist es so, er sitzt in der „Schaltzentrale“, der fährt gar keinen Traktor. In diesen klimatisierten „Komfortmaschinen“ sitzen seine Vorarbeiter.
                Und noch eine kleine Wichtigkeit – kein Betrieb ist wie der andere.

                0
                • Inga sagt

                  Ob der Hugo auch mal Trecker fahren möchte?

                  Warum sind die Trecker und Feuerwehrautos so interssant für Stadtkinder?

                  Ob er einen Trecker mit Abhänger voll Spargelkörben mal rüchwärts in eine Ecke steuern kann?
                  Dann macht es doch lieber der Chef oder Vorarbeiter,oder?

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                • hugo sagt

                  Liebe Inga,
                  Ob Bulldog, LKW oder Löschfahrzeug, als Dorfkind und Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr beherrsche ich das alles. Und einen 2achs Anhänger rückwärts schön um die Kurve bugsieren konnte ich auch mal.
                  Und ich würde es oft lieber tun als am Schreibtisch sitzen.
                  Und das mit der klimatisierten Komfortzone ist mir rausgerutscht weil der ehemalige Landwirt satirisch alle anderen Berufe die nichts mit körperlicher Arbeit zu tun haben pauschal als „faule Säcke“ bezeichnet hat.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ hugo

                  Manchmal übersieht man was, wenn mann schnell liest,
                  aber ständig wiederholen?

                  Eindeutig habe ich von den Söhnen nebenberuflicher Landwirte geschrieben.

                  Einfach mal die Medizin ändern!

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            • Inga sagt

              Ja, diese verarmten Industriearbeiterkinder haben die Fähigkeit Spargel zu ernten und andere Garten- und Feldarbeiten verlernt, denn ihre Muskel und Bewegungapparat machen das nicht mehr mit.
              Die haben ja Geld genug, die können es sich ja von der Physiotherapie behandeln lassen.

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              • hugo sagt

                Immer diese Verallgemeinerungen. Für wenn war es jemanls wichtig Spargel zu ernten?
                Hopfenernte in der Hallertau ist viel wichtiger und das hab ich gerne gemacht weil das Endprodukt „systemrelevant“ ist ;-)))
                Wenn man in der Stadt wohnt, einen Beuf und eine Wohnung im 2.Stock hat, wo soll man da Gartenarbeit lernen? Als Städter ohne Verwandtschaft auf dem Land hat man keine Gelegenheit mehr zum Holzhacken, mähen oder ernten.
                Einem Städter vorhalten das er keine landwirtschaftliche Praxis hat zeigt von einer gewissen Unwissenheit über das Stadtleben.
                Auch der Bauer hat genug Geld um sich heilen zu lassen, das ist kein Privileg von Städtern.

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                • firedragon sagt

                  Hugo,
                  kempel mal Deinen letzten Absatz auf LW um…

                  0
                • hugo sagt

                  Steh auf der Leitung, meinst Landwirt anstatt Bauer?
                  Gibts da einen feinen Unterschied und wenn ja welchen?

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                • firedragon sagt

                  Hugo,
                  „wir“ halten dem „Städter“ vor, er hätte keine Ahnung von LW und „wir“ sind unwissend über das Stadtleben.
                  Jep, ich habe keine Ahnung vom Stadtleben – deshalb mische ich mich da nicht ein, noch gebe ich Ratschläge, wie man dort etwas zu machen oder zu leben hat.
                  Aber der „Städter“ meint, er könnte der LW und der Landbevölkerung „gute“ Ratschläge geben und nur seine städtische Meinung, wie es auf dem Land zu sein hat, zählt.
                  Das meine ich mit dem „Umkrempeln“.

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                • hugo sagt

                  Ah, danke. Habs soweit kapiert.
                  Aber den Wunsch der Städter nach Prdukten die aus einer besseren Tierhaltung kommen dürfen wir doch äußern.
                  Mehr tun wir auch nicht weil wir eh nicht wissen wann und wie tief eine Kartoffel zu pflanzen ist.
                  Und wenn wir Städter hier nicht immer wieder den Finger in die Wunde legen würden gäb es seitens der Landwirtschaft keinerlei Veränderung, eher Verschlechterung.
                  Aber die aktuelle Rechtsprechung, das Umschwenken von Molkereien gibt uns Städter doch recht darin, sowas zu fordern, oder.

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                • Reinhard Seevers sagt

                  Hugo, ich will ja nicht boshaft sein, aber manchmal wünsche ich mir, dass alle ihre Nahrungsmittel selbst erzeugen müssen, dann sind solche Diskussionen für den Eimer.

                  0
              • hugo sagt

                Jedenfalls würde ich keine Hühner in Drahtkäfige stecken und keine Kühe 24 Std.x365Tage x 5-7 Jahre an die Kette legen.
                Meine bäuerlich dörfliche Jugend hat mir gelehrt das es für solche Haltungsformen keine Entschuldigung gibt.
                Wer dies befürwortet und jegliche andere Meinung nicht zuläßt weils ja der Gesetzgeber erlaubt der ist scheinheilig.

                Ich spech hier NUR von Bauern die Anbindehaltung betreiben, sonst von niemand.
                Aber die Zeiten ändern sich ja bekanntlich und ich hoffe wie Sie das diese Diskussionen bald für den Eimer sind.
                Einen angenehmen Abend allerseits.

                0
                • Lady sagt

                  „Ich spech hier NUR von Bauern die Anbindehaltung betreiben, sonst von niemand.“

                  Das ist fein, Hugo, aber hier geht es jetzt um Spargel.

                  Wiederholungen nerven irgendwann . Und den Ehemaligen Landwirt haben Sie immer noch nicht verstanden.

                  Aber egal: Uff, die gute Sarah hatte für mich auch etwas von einem Feldwebel. Hat mich irgendwie an meine erste Reitlehrerin erinnert.
                  Wenn ich es richtig verstanden habe, sind jetzt diverse Erntehelfer eingeflogen worden. Klingt doch nicht schlecht!
                  Ich liebe Spargel. Dummerweise schmeckt der aus unserer Region nicht wirklich gut. Ich vermisse da tatsächlich den Spargel aus der Region Hannover-Burgdorf. Wie der Handballclub.

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                • hugo sagt

                  Guten morgen liebe Lady,

                  Ja es ging um Spargel, aber anscheinend haben Sie den Faden verloren den dann gings um „Lohnsklaverei“ und irgendwann hat jemand behauptet das der Konsument dafür verantwortlich sein und so kam eins zum anderen.
                  Aber danke für den Hinweis, ohne Ihr zutun hätten wir uns hoffnungslos verirrt.
                  Wünsch Ihnen einen angenehmen Tag und drück die Daumen das der Spargel rechtzeitig geerntet werden kann.

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  Ach Hugo, sie schrieben, dass sie auch LKW fuhren.
                  Kennen sie den Mindestlohn? Der beträgt 9,35 Euro, wie bei den Erntehelfern.
                  Offensichtlich ist das bei dem Hugo kein Thema.

                  Da der deutsche LKW Fahrer für den Mindestlohn nicht arbeitet, kommen die Fahrer mit ihren Fahrzeugen, aus Litauen, Ukraine, Weißrussland usw.

                  Es werden die fast ausschließlich osteuropäischen Fahrer systematisch um ihre gesetzlich verbrieften Rechte auf faire Entlohnung und soziale Absicherung betrogen;

                  – rekrutiert die Logistikbranche mit Hilfe der Behörden in Polen Jahr für Jahr zigtausend Fahrer aus Ländern außerhalb der EU, deren technische Qualifikation und körperliche Eignung nicht amtlich überprüft wird;

                  – müssen die meisten Fahrer über Monate in ihren Kabinen hausen, obwohl das EU-Recht alle zwei Wochen eine zweitägige Pause außerhalb ihrer Fahrzeuge vorschreibt;

                  – dulden die Aufsichtsbehörden der meisten EU-Länder den flächendeckenden Rechtsbruch, weil sie kaum Kontrollen durchführen und

                  – profitieren insbesondere Autohersteller als Großauftraggeber mit ihren EU-weiten Zuliefernetzwerken, während sie gleichzeitig vorgeben, nichts von den illegalen Methoden ihrer Transportpartner zu wissen.

                  Herr hugo,
                  sie sollten sich auch mal deren Problemen annehmen.

                  0
                • hugo sagt

                  Guten morgen ehemaliger Landwirt,

                  Sie sprechen mir aus der Seele, ja es gibt mehr Mißstände als Gutes wenn man es so betrachtet.
                  Ein wichtiger Unterschied besteht dennoch, bei all dem was Sie hier auszählen sind keine Berufsgruppen dabei die mithilfe von nicht artgerecht gehaltenen Tieren Ihr tägliches Brot erwirtschaften und das ist ein himmelweiter Unterschied.
                  Menschen können sich wehren, Tier nicht!

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                • Ehemaliger Landwirt sagt

                  @ hugo

                  Gerne sehe ich positiv in die Zukunft,
                  nur bei ihnen ist Hopfen und Malz verloren.

                  Haben sie nichts anderes im Schädel, als Rinder in Anbindehaltung?

                  Verwöhnen sie mal ihre Frau, für den Fall, das sie noch eine haben, die es bei ihnen aushält. 🙁

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                • hugo sagt

                  Ach ja und Schuldzuweisungen, das der Konsument schuld ist, sowas kommt von diesen Berufsgruppen auch nicht. Schon sonderbar das nur eine Berufsgruppe alle anderen für Ihr Schicksal verantwortlich macht. Warum sind manche Menschen so extrem unflexibel und passen sich nicht neuen Erkenntnissen an?

                  Danke der Nachfrage, hab genügend Abwechslung und genieße das Inntal, egal ob spazieren gehen, radeln oder mit der Freundin auf dem Wiltener Markt frisches Obst und Gemüse einkaufen.

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          • Christian Bothe sagt

            @hugo,was ist denn mit Ihnen passiert,das Sie so dünnhäutig reagieren.Der Verbraucher kann sehr wohl mit seinem Verkaufsverhalten das Erlösniveau in der Primärproduktion beeinflussen.Der Landwirt verkauft seine Erzeugnisse zum Preis X an den Verarbeiter und dieser führt Listungsgespräche mit dem LEH. Damit ist ersichtlich,lieber Hugo wie sich das dann im Supermarkt darstellt(Umsätze)und ob Sie das teure oder billige Produkt kaufen oder nicht.Dann kommt das Gros der Kunden,die nämlich nur darauf(selbst in Corona Zeiten)warten den Montags-,Mittwochs-oder Freitagsflyer zu ergattern,um billig einzukaufen. Wahrscheinlich gehören Sie dazu,denn solche Verbraucher wie Sie sind typisch für das aktuelle Verkaufsverhalten.Vom Ackerbau und der Tierproduktion verstehen diese meistens nichts,außer das was der Mainstream gerade publiziert. Ich erwähnte es schon einmal,bei mir vor Ort sind ein Nettomarkt und Biomarkt ca. 50 m voneinander entfernt.Was glauben Sie,wo die meisten Leute einkaufen???Schlaue Journalisten haben ja nun prophezeit,das sich das Einkaufsverhalten langsam ändert. Wer’s glaubt,wird selig…
            Zum Schluß nur noch für Sie als Weiterbildung : Denken Sie wirklich,das diese hohen tierischen Leistungen bei den Nutztieren(das sind sie nämlich) kämen,wenn diese sich nicht wohl fühlen würden? Überlegen Sie mal und sprechen mit Bauern vor Ort!

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            • hugo sagt

              Bei der Leistung muß ich Ihnen wiedersprechen. Eine Herde, die über 10 Jahre in einem alten Stall aus den 70igern gehalten wurde und dann in einem neuen artgerechteren Stall umgezogen ist, da hat sich die Milchleistung bei gleichbleibender Fütterhung und Pflege um 1/5 erhöht.
              Wenn das kein Zeichen ist das diese Tiere sehr wohl bereit sind mehr zu geben wenn sie artgerechter behandelt werden.
              Und Anbindehaltung und Kuhtrainer sind nicht artgerecht, aber immer noch erlaubt und vehemend verteidigt vom Bauernverband.

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              • Reinhard Seevers sagt

                In Ostpreußen gab es vor dem Krieg bereits Kühe in Anbindung , die bis zu 14000kG gaben…..und nu?

                0
                • hugo sagt

                  Ja und was wollen Sie damit sagen?
                  Ein Statement für die Anbindehaltung weil es das auf irgendwelchen Versuchsanstalten schon mal gab?

                  0
                • Reinhard Seevers sagt

                  Nee, das waren keine Versuchsanstalten und nein, ich will die Anbindehaltung nicht verteidigen,. Ich will nur ihre simple Korrelationstheorie ad absurdum führen, weil nicht die Haltung ausschließlich mit der erbrachten Leistung zu tun hat.

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                • hugo sagt

                  Sie haben recht, ist kein ausschließliches Kriterium. Hab hier eine Homepage bekommen mit lauter Penionisten die beruflich intensiv mit der Landwirtschaft zu tun hatten und die haben das so ausführlich präsentiert.
                  Ist aber doch ein eindeutiges Zeichen das Tiere gute Behandlung belohnen. Und 1/5 mehr Milchleistung bei gleicher Fütterung und Pflege ist ja doch beachtlich.
                  Wünsche Ihnen einen angenehmen Abend, war ein etwas heftiges Hinundher aber auch interessant.

                  0
            • Reinhard Seevers sagt

              Herr Bothe entscheidend ist doch, dass auch ein höherer Tierschutzstandard keine automatische Erhöhung des Erlöses beim Nutztierhalter generiert…..das wird lediglich kolportiert. Und von guten Menschen spirituell verherrlicht.

              0
          • bauerhans sagt

            ja hugo,der konsument sollte ab sofort in anbindehaltung mit kuhtrainer diszipliniert werden.
            dann klapts auch mit corona.

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            • hugo sagt

              Naja der Konsument ist augenblicklich in Anbindehaltung und merkt wie qualvoll das sein kann.

              Österreich ist wie so oft ein Vorreiter und zeigt das es geht:
              So ist seit 1. Januar 2020 für alle Milcherzeuger des niederösterreichischen Molkereiunternehmens NÖM die ganzjährige Anbindehaltung ausnahmslos verboten.
              Und Hofer (Aldi) bietet Heumilch und Heumilchprodukte mit wachsenden Umsätzen an, zeigt doch den Willen des Konsumenten auf.

              0
  8. hugo sagt

    Spargel soll erschwinglich bleiben

    Dass das „Edelgemüse“ nun exorbitant teuer wird, befürchtet Wolz nicht: „Der Spargel muss den Preis haben, den der Verbraucher akzeptiert“. Und da momentan die Gastronomie als Hauptabnehmer für den Spargel wegfalle, verschiebe sich die Menge jetzt zugunsten der Endverbraucher. Aktuell hält Wolz einen Preis von 14 Euro für das Kilo Spargel noch für angemessen.
    Die Erzeugergenossenschaft „Franken Gemüse“ befürchtet keine Probleme durch fehlende Erntehelfer im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen. Der Arbeitsaufwand im Knoblauchsland sei mit Freiwilligen zu bewältigen, heißt ee.

    Bulgarien will keine Erntehelfer schicken, Bayern schaffts mit den Freiwilligen.
    Was macht Ihr falsch?

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  9. Reinhard Seevers sagt

    Ist ganz klar ein Ausbildungsberuf, ohne betriebseigene Bekleidung und ohne Betriebskantine…..das wird schwierig mit den Helfern .😎

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